Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

Freitag, 9. Oktober 2009
Medizin Retroviren mögliche Ursache des chronischen Erschöpfungssyndroms
Reno – Ist das chronische Erschöpfungssyndrom Folge einer Infektion mit einem Retrovirus? Eine Studie in Science (2009; doi: 10.1126/science.1179052) weist Gene eines kürzlich entdeckten Virus in Leukozyten bei zwei Drittel der Patienten nach. Nach noch nicht publizierten Studien sollen fast alle Patienten Antikörper gegen XMRV im Blut haben.

Das Xenotropic murine leukaemia virus (XMRV) wurde vor drei Jahren von Robert Silverman, einem Biologen der Cleveland Clinic Foundation in Ohio, in Prostatakrebszellen entdeckt. Es gehört zu den Gammaretroviren, die bei einigen Tierarten Leukämien und Lymphome auslösen. Benannt ist es nach dem murinen Leukämievirus (MLV), das allerdings nicht den Menschen infiziert. Andere Beispiele sind das feline Leukosevirus und das feline Sarkomvirus.
Erst vor wenigen Wochen sorgten Forscher der Universität von Utah in Salt Lake City für Aufsehen. Sie wiesen XMRV in 27 Prozent aller Prostatakarzinome, aber nur in 6 Prozent der gesunden Zellen nach (PNAS 2009; 106: 16351-16356).

Jetzt berichtet Judy Mikovits vom Whittemore Peterson Institute in Reno im US-Bundesstaat Nevada, dass zwei Drittel aller Patienten mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom aktiv mit dem Virus infiziert sind. Die Forscher wiesen die Virusgene im Blut in den Monozyten von 68 von 101 Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom nach. In einer Kontrollgruppe waren nur 8 von 218 Probanden (3,7 Prozent) infiziert.

Die Blutzellen enthielten nicht nur die Virusgene. Die Forscher konnten auch zeigen, dass daraus XMRV-Proteine abgelesen und zu Viren zusammengebaut werden, mit denen im Labor dann andere Zellen infiziert werden konnten. Nach noch nicht publizierten Ergebnissen sollen 95 Prozent aller Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom Antikörper gegen das Virus im Blut haben gegenüber 4 Prozent der gesunden Kontrollen.

Das beweist zwar nicht, dass die Viren tatsächlich die Ursache der Erkrankung sind. Sie könnten eine Begleiterscheinung sein. Beispielsweise könnte die Erschöpfung die Patienten anfälliger gegen Virusinfektionen machen.

Tatsächlich wurden in der Vergangenheit bereits mehrere andere Viren einschließlich Herpesviren, Enteroviren und dem Epstein-Barr-Virus mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Der nächste Schritt in der Beweisführung könnte die erfolgreiche Übertragung in einem Tiermodell sein.

Aber selbst wenn die Viren nur ein zuverlässiger Marker für die Erkrankung sein sollten, wäre den Patienten möglicherweise geholfen. Denn das chronische Erschöpfungssyndrom ist bisher eine diagnostisch schwer fassbare Erkrankung. Die Definition fordert als Hauptsymptom eine anhaltende Erschöpfung/Erschöpfbarkeit, die nicht auf eine körperliche Anstrengung zurückgeführt werden kann und sich in Ruhe nicht bessert. Es lässt sich ein Zeitpunkt des Krankheitsbeginns benennen: Die Erschöpfung darf nicht lebenslang bestehen, und sie hat eine signifikante Reduktion der früheren Aktivitäten zur Folge.

zum Thema

aerzteblatt.de


eben diesem Hauptkriterium werden mindestens vier der folgenden Symptome oder Krankheitszeichen für eine Diagnose gefordert: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, verlängerte extreme Erschöpfung nach körperlichen oder geistigen Anstrengungen, nicht erholsamer Schlaf, Muskelschmerzen, Erkrankung mehrerer Gelenke ohne Schwellungen oder Rötungen, Kopfschmerzen, häufige Rachenentzündungen, tastbare und schmerzende zervikale oder axilläre Lymphknoten.

Das sind nicht gerade präzise Kriterien und eine Assoziation mit einer Viruserkrankung wäre sicherlich eine große Hilfe. Die Autoren selbst denken bereits über therapeutische Konsequenzen, etwa die Therapie mit antiretroviralen Substanzen nach. © rme/aerzteblatt.de
quelle:Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Retroviren mögliche Ursache des chronischen Erschöpfungssyndroms"


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09.10.2009
Rätselhafte Krankheit

Retrovirus könnte Erschöpfungssyndrom auslösen


REUTERS
Virus (Aufnahme mit Transmissionselektronenmikroskop): Ist XMRV Ursache von CFS oder nur Begleiterscheinung?

Steckt ein Virus hinter dem Chronischen Erschöpfungssyndrom? Eine Untersuchung von 300 Patienten ergab, dass zwei Drittel von ihnen ein ansteckendes Retrovirus tragen. Noch ist unklar, ob das Virus die Krankheit auslöst oder Patienten erst im Nachhinein befällt.
Washington - Für Betroffene ist die Krankheit eine Qual, die sogar zu einer Behinderung führen kann. Etwa 300.000 Menschen sind in Deutschland vom Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS - Chronic fatigue syndrome) betroffen. Weltweit sind es gut 17 Millionen. Zur geistigen und körperlichen Erschöpfung kommen unter anderem noch Kopf- und Muskelschmerzen sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Die Ursachen von CFS sind noch nicht geklärt. Einige Forscher haben jedoch Viren im Verdacht.


Ein Forscherteam vom Whittemore Peterson Institut in Reno konnte nun bestätigen, dass zumindest ein Zusammenhang zwischen CFS und einem bestimmten Virus besteht, der zu den sogenannten xenotropic-murine-leukemia-Viren oder XMRV gehört. Vincent Lombardi und seine Kollegen untersuchten mehr als 300 Testpersonen. Zwei Drittel der Patienten mit dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) trugen in ihren Blutzellen das Retrovirus, berichten die Forscher im Fachblatt "Science". Die XMRV-Erreger gelten als Mitverursacher von Prostatakrebs. Die Forscher waren dem Virus auf die Spur gekommen, weil sowohl XMRV-positive Krebspatienten als auch CFS-Patienten Veränderungen in einem bestimmten antiviralen Enzym, RNase L, aufweisen.
Als sie schließlich Blutzellen von CFS-Patienten gezielt nach Spuren des Virus absuchten, wurden sie bei 67 Prozent der Betroffenen fündig. Bei den Gesunden waren lediglich 3,7 Prozent von dem Virus befallen. Das bedeute auch für jeden 25. gesunden Amerikaner, dass er möglicherweise einen Krankheitskeim in sich trage, schreiben die Forscher.
Weiter fanden sie heraus, dass das Virus offenbar ansteckend ist: Sie konnten Zellkulturen beispielsweise über andere erkrankte Zellen mit dem Virus infizieren. Laut den Wissenschaftlern stellen sich nun weitere Fragen. Als erstes müsse geklärt werden, ob die XMRV tatsächlich die Ursache des CFS seien oder nur eine Begleiterscheinung. Außerdem müssten weitere Viren untersucht werden, die ebenfalls oft gemeinsam mit CFS auftreten. Weiter wollen die Forscher klären, welche Rolle XMRV bei der Entstehung von Krebs spielt, denn CFS-Patienten haben ein erhöhtes Krebsrisiko.
quelle:Rätselhafte Krankheit: Retrovirus könnte Erschöpfungssyndrom auslösen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft


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Schlafmittel Virus
Chronisches Erschöpfungssyndrom möglicherweise durch Infektion verursacht

Von Volkart Wildermuth

Medizin. Das chronische Erschöpfungssyndrom verwirrt Patienten und Mediziner, die Patienten sind stark eingeschränkt, ohne dass eine klare Ursache zu finden ist. In der aktuellen Ausgabe von Science berichten jetzt Forscher aus den USA jetzt von einem ganz neuen Virus als Ursache.

Chronisches Erschöpfungssyndrom, Englisch Chronic Fatigue Syndrom oder kurz CFS. Unter Ärzten ist noch immer umstritten, ob es sich hier um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt. Für Professor Carmen Scheibenbogen ist das keine Frage. Sie leitet die Imundefektsprechstunde der Charité, schon seit DDR Zeiten eine Anlaufstelle für Berliner CFS-Patienten.

"Leitsymptom
ist sicher eine ganz schwere Erschöpfung, die so schwer ist, dass die meisten Leute ihre normalen Tätigkeiten gar nicht mehr ausführen können, aus dem Leben geworfen sind, wie es so schön heißt. Die Patienten haben Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, können sich oft nicht mehr gut konzentrieren. Das tritt typischerweise auch ziemlich akut auf, beginnt also wie ein Virusinfekt und im Unterschied zu einem Virusinfekt, den wir alle ab und an haben, werden diese Patienten aber nicht mehr gesund."


Klingt wie eine Virusinfektion, aber die Forscher fanden nur vage Hinweise, auf Epstein-Barr-, Cytomegalie- oder Herpesviren. Diese Erreger sind aber auch in der breiten Bevölkerung häufig zu finden. Am Whittemore-Peterson-Institute im amerikanischen Reno konnte nun Professor Judy Mikovits eine spezifische Verbindung zwischen einem Virus und dem chronischen Erschöpfungssyndrom nachweisen.

"In der normalen Bevölkerung finden wir dieses Virus bei vier Prozent aller Personen. Unter CFS-Patienten sind dagegen mindestens neun von zehn infiziert. Bei zwei Dritteln konnten wir das Virus im Blut isolieren, die anderen haben Antikörper, hatten also einmal Kontakt zu dem Virus."

Das Virus nennt sich XMRV und wurde vor drei Jahren bei einem Teil der Prostatatumoren entdeckt. Nahe Verwandte dieses sogenannten Retrovirus befallen Mäuse und andere Nager. Die menschliche Variante ist wohl erst vor 30, 40 Jahren entstanden. Judy Mikovits ist davon überzeugt, dass XMRV die Symptome des chronischen Erschöpfungssyndroms verursacht. Das Virus vermehrt sich in verschiedenen Zellen des menschlichen Immunsystems. So schwächt es die Abwehrkräfte und ermöglicht es dadurch anderen Viren, den Körper zu schädigen. Solche unterschiedlichen Sekundärinfektionen könnten das uneinheitliche Bild des chronischen Erschöpfungssyndroms erklären. Für viele Symptome kann aber auch XMRV direkt verantwortlich sein. Judy Mikovits:

"Das Hüllprotein der Viren führt bei Tieren zum Untergang von Nervenzellen, und es stört die Bildung der roten Blutkörperchen. Wir beobachten große Mengen dieses Hüllproteins bei unseren Patienten. Ihre Zellen ekommen
nicht genug Sauerstoff, daher die Erschöpfung. Die Gene des Virus werden über Hormone aktiviert. So erklären Entzündungen, Stresshormone und Geschlechtshormone das Auf und Ab der Symptome."


Klingt plausibel, ist aber noch kein Beweis für die zentrale Rolle von XMRV beim Chronischen Erschöpfungssyndrom. Judy Mikovits will die Skeptiker überzeugen, indem sie anhand alter Blutproben nachweist, dass die Symptome erst nach einer Infektion mit XMRV auftreten. Doch ganz egal, wie das ausgeht, Carmen Scheibenbogen will auch an der Charité einen XMRV-Test etablieren, als Hilfsmittel für die Diagnose des chronischen Erschöpfungssyndroms.

"Für die Patienten ist es zunächst mal ganz wichtig, damit sie wissen was mit ihnen los ist. Das ist wichtig für die Akzeptanz der Erkrankung gegenüber den Krankenkassen, gegenüber möglicherweise auch Rentenversicherungsträgern, gegenüber der Familie et cetera. Und der zweite Schritt ist, wenn man die Diagnose sicher stellen kann, kann man natürlich auch sehr viel besser Medikamente prüfen."


Entzündungshemmer oder Aids-Medikamente könnten auch beim chronischen Erschöpfungssyndrom
hilfreich sein. Judy Mikovits will sie schon bald in Studien testen.

"Die Chancen sind gut, dass wir erste Medikamente schon in den nächsten zwei Jahren haben werden."
podcast (am pc hören):dradio.de - Audio on Demand v1.5.0.2a
quelle:dradio.de - Radio hören, wenn Sie Zeit haben


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hmmm... bin da ja beim thema "krankmachende" viren seit "hiv" und "tier-X-grippe" ein wenig vorsichtig...

aber, es könnte freilich der fall sein...

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Horaz

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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

Ja Orangerl, der "Virus-Wahn" macht keine Pause.
Ich habe die breit gestreuten neuesten medizinischen Erkenntnisse auch in einigen Medien gelesen. Wieder einmal wurden böse Viren entdeckt. Jetzt weiß ich endlich, warum ich müde werde. Das Sandmännchen bringt nicht den Schlafsand, sondern Viren vorbei. Da viele müde sind, sehe ich allerdings die Chancen dieser Entdeckung: Impfen gegen Müdigkeit! :)

Viele Grüße, Horaz
 
Themenstarter
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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

wuhu ;-)
Ja Orangerl, der "Virus-Wahn" macht keine Pause.
Ich habe die breit gestreuten neuesten medizinischen Erkenntnisse auch in einigen Medien gelesen. Wieder einmal wurden böse Viren entdeckt. Jetzt weiß ich endlich, warum ich müde werde. Das Sandmännchen bringt nicht den Schlafsand, sondern Viren vorbei. Da viele müde sind, sehe ich allerdings die Chancen dieser Entdeckung: Impfen gegen Müdigkeit! :)

Viele Grüße, Horaz
hm, impfung in diesem bezug fürcht ich jetzt gar nicht mal so - im i-radio/podcast/transcript wird ja gemeint: " Entzündungshemmer oder Aids-Medikamente könnten auch beim chronischen Erschöpfungssyndrom hilfreich sein. Judy Mikovits will sie schon bald in Studien testen. 'Die Chancen sind gut, dass wir erste Medikamente schon in den nächsten zwei Jahren haben werden.' "

also bedeutetet dies - rein verschwörungstechnisch ;) - dass nun wieder mal nach laaanger forschung teile von zellen eine bisher mysteriöse krankheit auslösen könnten(!), und schon sind wir wieder bei der behandlung durch medis, die diese zell-teile bekämpfen... aber auch sicher gesunde zellen, non? der ansatz, dass diese teile der zellen (die sog viren) immer begleiterscheinung (von was auch immer) sein könnten (bzw sind), wird wieder mal unter den tisch fallen gelassen... *himmel,hilf* :mad:




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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

Hallo,

vielleicht verpasse ich auch nur eine gewisse Ironie, aber CFS hat nichts, aber auch gar nichts mit der Müdigkeit am Abend zu tun. Diese ist meist sogar angenehm, die CFS-Müdigkeit/Erschöpfung nimmt sich dagegen aus wie Tetanus gegen einen leichten Muskelkater. Und man weiß nicht, wann und ob es wieder nachlässt. Wer schon einmal Krebs hatte, weiß auch wie sich die Erschöpfung anfühlt, nur hier lässt sie zum Glück nach einigen Monaten bis Jahren wieder nach.

Die Spekulationen übers Impfen sind ja nachzuvollziehen, nicht jedoch dass man eine schwere Bürde vieler Menschen (ich bin nicht betroffen) kleinredet.

LG, Annie!
 

Horaz

in memoriam
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Ja Annie, mein Beitrag war ironisch gemeint!
Viele Grüße, Horaz
 
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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

wuhu ;-)

ich glaube nicht, dass horaz cfs mit abend-müdigkeit gleichsetzt - er hat das ganze wohl ironisch gemeint; und ich selbst kann von tatsächlichen cfs-symptomen am eignen leib erzählen...

in dem artikel ging es grundsätzlich auch nicht um eine impfung, wie horaz es aufbrachte, sondern um medikamente; eben auch um AIDS-medis, die bald in einer studie an cfs-kranken (in deutschland, nehme ich an) ausprobiert werden sollen...

da viele hier im forum (horaz, und meine wenigkeit, zb) NICHT an krankmachende viren per se glauben, scheint diese cfs-viren-endtdeckung samt der gleich vorgeschlagenen anti-viral-medis eher wieder ein win-win-fall der bösen pharma-industrie zu sein...




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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

XMRV und CFS

Liebe Interessierten
es gibt zu dem Thema seit Kurzem DIE Website zum Thema XMRV:

XMRV - Ein neues Virus unter Verdacht XMRV und CFS XMRV und Prostatakrebs


dort wird in Kürze (Ende Oktober) der Labornachweis mittels PCR und Antikörpern zu haben sein. Ich glaube, das bietet sonst niemand in Europa an.
Außerdem ständig aktualisierte News.
Lieben Gruß
TC

Ich bin selbst betroffen und halte es für viel wahrscheinlicher, dass Cyanobakterien hier eher eine Rolle spielen, zumal die Durchseuchung bei CFS Patienten viel höher (>90%) als mit XMRV ist.

https://www.symptome.ch/vbboard/oxi...hes-muedigkeitssyndrom-oxidativem-stress.html

Leider gibt es bis dato kein Labor in D welches Serum auf BMAA (Neurotoxin Beta-N-Methylamino-L-Alanin) untersucht.
Die Technik dafür ist vorhanden da nahezu jeder Badesee regelmäßig auf Cyanobakterien und BMAA untersucht werden muss.

Grüße
Boris
 
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Binnie

Martin Pall zur Virus-Theorie

Hier wurde u.a. auch über das Virus als "Auslöser" für CFS diskutiert: https://www.symptome.ch/vbboard/oxi...64-neues-martin-pall-internet.html#post375855

Ich finde die zitierten Aussagen von Martin Pall dazu sehr interessant und sie passen am ehesten zu dem, soweit ich seine Aussagen richtig interpretiere, was ich bisher zu Viren verstanden habe, nämlich dass sie eigentlich nur eine Begleiterscheinung bei Krankheiten sind, nicht aber ihre Ursache:

Comment: These data apparently show that XMRV is not specific for CFS/ME but
rather occurs in other disease states, as well as in some normals. My own view
is that this makes it much more likely to be an opportunistic disease, caused by
the changes in immune function and other properties of these diseases, rather
than a primary cause. Specifically, the retrovirus, based on its DNA sequence,
has its replication stimulated by NF-kappaB activity, an activity that is
elevated as part of the NO/ONOO- cycle and has been reported to be elevated in
CFS/ME. Furthermore, the low NK cell activity and other types of immune
dysfunction, that occurs in these various diseases, may also be expected to
stimulate the ability of the virus to maintain itself in disease sufferers.

In order to show that it is the primary cause of CFS/ME, it is necessary to show
that XMRV follows Koch's postulates, but so far it does not apparently follow
Koch's first postulate, which requires that it always occurs in people with the
disease but does not occur in normals. The other three Koch's postulates have
not been tested.
[...] usw.

Quelle: "geklaut" aus Till´s Post. Danke Till!
 
regulat-pro-immune
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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

Herr Hollmann bezeichnet sich übrigens auf seiner Internetseite als "Berater" dieses Forums!

:confused:

Und er nennt in dieser Aufzählung auch seine eigene Seite... :rolleyes:

Sorry, aber wenn jemand versucht, einen CFS-Patient durch Training (!) in Verbindung mit einem „Energiemittel“ zu behandeln, muß ich mich als ehemaliger Profisportler und Trainer mit entsprechend großem Hintergrundwissen unter anderem über die interzelluläre Energiebereitstellung schon einige Fragen stellen, was das für Mittelchen sind, die da eingesetzt werden. Und eine Entgiftung mit DMPS (das ist ein sog. Chelatbildner) ist ja auch irgendwas, was man bei CFS komplett vergessen kann. Ich war mal so hirnverbrannt und habe eine Entgiftung mit DMPS machen lassen (einmal DMPS per Infusion, zweimal Nährstoffe und Spurenelemente per Infusion, dann wieder DMPS, und so weiter). Hinterher ist mir natürlich die Sicherung rausgeflogen und ich war neun Monate platt und seit dem kenne ich jede Unebenheit der Zimmerdecke über dem Bett (ich habe angefangen, mit den Unebenheiten der Decke Sternbilder zu erfinden :p) ). Es gibt deutlich (!) bessere Methoden zum Entgiften, wie ich mittlerweile weiß. Man lernt nie aus.

Und wie der XMRV-Test aussehen soll, wäre auch mal interessant zu wissen. Da es sich um einen Virus handelt, wird die Untersuchung wohl auf die entsprechenden Antikörper hinauslaufen. Tests, die ich für seriös und haltbar halte, werden in Europa wohl nicht so schnell zu haben sein. Außerdem hat man ja noch keinen Behandlungsansatz, wenn man XMRV bei sich festgestellt hat.

Ich warte daher erst mal ab. Mein HP hat mich wieder ganz gut aufgestellt, immerhin ist etwas Radeln wieder möglich und derzeit wird entgiftet. Natürlich nicht mit DMPS.

Grüße

Kalani
 
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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

Wuhu Kalani,
... Es gibt deutlich (!) bessere Methoden zum Entgiften, wie ich mittlerweile weiß. Man lernt nie aus...
ist zwar in diesem Thread OT, frage aber dennoch: Welche Methode(n) ist/sind das nun? :idee:



Danke :kiss:
:wave:
 
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Ja Annie, mein Beitrag war ironisch gemeint! Viele Grüße, Horaz

Ich glaube nicht, daß Du das nur so dahin gesagt hast, denn ich habe mich am Anfang genauso geäußert. "Und schon wieder ein neuer Virus der schuld sein soll ...". Ich konnte das auch nicht mehr hören, doch diesmal gibt's eine kleine Änderung:

Auch wenn der "Entzdecker dieses Virus beim CFS-Kranken" nur einen Chip zur Analyse dieses Virus auf den Mrkt bringen will (mit Deinem "gewerblichen Profit durch neue Impfungen verkaufen wollen, hast Du somit garnichtmal unrecht), so hat's der Virus diesmal in sich.

Der wird nämlich mit HIV auf eine Stufe gestellt, da er schon von Tieren bekannt war und dort schreckliche neurologische Störungen auslöst. Außerdem ist er ansteckend, womit es sich um eine Pandemie handeln würde. Das Centers for Disease Control and Prevention, muß also wieder aktiv werden und kann das nicht mehr als "überwiegend psychisches Syndrom" abtuen. Allein das würde diesmal schon einen Unterschied zu früheren Meldungen darstellen. Geld bewegt die Welt ...

Gruß Manno
 
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09.09.08
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Martin Pall zur Virus-Theorie

Ich finde die zitierten Aussagen von Martin Pall dazu sehr interessant und sie passen am ehesten zu dem, soweit ich seine Aussagen richtig interpretiere, was ich bisher zu Viren verstanden habe, nämlich dass sie eigentlich nur eine Begleiterscheinung bei Krankheiten sind, nicht aber ihre Ursache:

Darauf kommt es diesmal aber gar nicht an, denn die Firma (oder sollte ich sagen diejenigen die ihren neu entwickelten Erkennungschip auf den Markt bringen wollen), zwingen durch dieses Virus das Centers for Disease Control and Prevention weitere Forschungsgelder rauszurücken. Immerhin ist der Virus gefährlich, ansteckend und es tragen ihn schon 10 Millionen Amerikaner in sich. Hier gehts somit zwar "nur" um Geld, aber mehr CFS-Forschung ist doch schon mal sehr erfolgsversprechend, oder ?

Jettz vergessen wir erstmal den Virus und warten hoffnungsvoll ab, was neues bei der CFS-Erforschung heraus kommt. und wir können jetzt nur hoffen, daß etwas dabei rauskommt.

Das wird die eigentliche Sensation sein
 
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09.09.08
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zumal die Durchseuchung mitCyanobakterien bei CFS Patienten viel höher (>90%) als mit XMRV ist. Boris

Für solche Bagatellen gibts aber kein Geld, oder glaubst Du, daß Du damit eine Panik auslösen kannst ? Schau Dir mal die Propaganda mit der Schweinegippe an - so läßt man Geld fließen !
 
regulat-pro-immune
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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

Wuhu Kalani,
ist zwar in diesem Thread OT, frage aber dennoch: Welche Methode(n) ist/sind das nun? :idee:



Danke :kiss:
:wave:

Etwa mit dem Mittel „Derivatio“. Da bei mir die klassische Erstverschlimmerung (aber bei weitem nicht so schlimm wie mit DMPS, ich kann sogar etwas arbeiten) eingetreten ist, weiß ich, daß das Zeug wirkt.

Hat man erst mal mit einer vernünftigen Methode dem Körper die Belastung mit diversen Giftstoffen und Schwermetallen genommen, ist der Organismus auch gegen XMRV gut gerüstet. Es macht daher wenig Sinn, wenn man, sofern überhaupt möglich, XMRV bekämpft (oder erst mal feststellen läßt), wenn der Körper durch andere Faktoren geschwächt ist. Dann ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis man sich XMRV oder anderes „Ungeziefer“ wieder eingefangen hat.

Grüße

Kalani
 
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Martin Pall zur Virus-Theorie

Wuhu Manno,
... Hier gehts somit zwar "nur" um Geld, aber mehr CFS-Forschung ist doch schon mal sehr erfolgsversprechend, oder ?
...
das Problem dabei ist aber "nur", dass das "erzwungene" Geld für DIESE Viren-Forschungszwecke "verwendet" wird. Du wirst doch nicht ernsthaft glauben, dass mit den vom Viren-Checker-Verein erpressten Forschungs-Geld etwas anderes in Sachen CFS gesucht wird?!

ps: Ich werd schon mal eine persönliche Charta aufsetzen, in der ich mich - so CFS als HIV-Äquivalent definiert würde - von CFS aufs Schärfste distanziere und für meine Fatique meine Adipositas offizös angebe... :idee:
 
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22.10.06
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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

Liebe Leser
vielleicht kann man das ganze Thema etwas sachlicher diskutieren.
Die letzten threats hier, teilweise von neu angemeldeten Mitgliedern, die bisher nicht konstruktiv am Aufbau dieses Forums mitgewirkt haben, sind weit unterhalb der Gürtellinie und vom Stil her reinrassiges MOODING und MOBBING. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Verleumdungen und Beleidigungen werden vom Autor nicht hingenommen. Feige anonyme Beiträge sollten vom Admin gelöscht werden.
Das alles ist doch nicht nötig und dem Stil des hervorragendes Forums nicht würdig.
Wenn jemand sich die Mühe macht, eine Datensammlung auf einer eigens eingerichteten Top-Level-Domain namens XMRV.de einzurichten, dann werden das einige Leser schätzen. Dass Betreiber jeglicher Websites (auch Immunselbsthilfe.de und auch dieses Forum von irgend etwas leben müssen und ein kleiner Rest Eigenwerbung nicht zu umgehen ist, ist doch verständlich. Auch die in diesem Forum eingeblendete Werbung könnte man kritisch beleuchten. Jeder weiß das aber einzuschätzen, so erwachsen sind die Leser inzwischen
Die Kausalität von CFS ist nach wie vor nicht völlig geklärt und die Cynobakterien-Theorie ist ja zusätzlich möglich, bestreitet ja niemand. Dass bei einigen CFS Patienten so hasserfüllte Thema "CFS und Training" stammt nicht von mir, sondern von der kanadischen CFS Ärztin mit einer Riesenerfahrung:
Hope And Help for Chronic Fatigue Syndrome And Fibromyalgia: Bested, Alison M.D.;Logan, Allan;Logan, Alan C.;Howe, Russell - AbeBooks - 9781581824650: zeebooks
Auf einen Satz gebracht: Jeder CFS Kranke muß ein MIndestpensum an Bewegungstraining absolvieren, da ihm/ihr sonst Osteoporose und Muskelschwund drohen. Das fängt bei besonders schweren Fällen mit minimalsten Bewegungseinheiten an.
Und kann sinnvollerweise durch Mikronährstoffe unterstützt werden, die die mitochondriale Energie Sitation verbessern (s. Grundlagenforschung).

Wenn jemand hier im Wiki ganze Beiträge, Themen eröffnet und geschrieben hat (Neurostress z.B.), dann darf er wohl als konstruktiv "mitarbeitend" bezeichnet bezeichnet werden.

Also noch einmal die Bitte: Sachlichkeit und keine hasserfüllte Hexenjagt (wir sind doch nicht mehr im Mittelalter.

Freundliche Grüße an alle Beteiligten
Thorsten C. Hollmann
 
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Wuhu Kalani,
Etwa mit dem Mittel „Derivatio“. Da bei mir die klassische Erstverschlimmerung (aber bei weitem nicht so schlimm wie mit DMPS, ich kann sogar etwas arbeiten) eingetreten ist, weiß ich, daß das Zeug wirkt.

Hat man erst mal mit einer vernünftigen Methode dem Körper die Belastung mit diversen Giftstoffen und Schwermetallen genommen, ist der Organismus auch gegen XMRV gut gerüstet. Es macht daher wenig Sinn, wenn man, sofern überhaupt möglich, XMRV bekämpft (oder erst mal feststellen läßt), wenn der Körper durch andere Faktoren geschwächt ist. Dann ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis man sich XMRV oder anderes „Ungeziefer“ wieder eingefangen hat.

Grüße

Kalani
vielen Dank :kiss:

Es gibt auch einen Thread aus 2004 (!) dazu -> https://www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entgiftung/1184-derivatio-h-medikament.html

Leute mit Au-, Ag- und Sn-Allergie könnten mit dieser Naturmedizin eventuell probleme bekommen - ansonsten hab ich imaginäres Blut geleckt - da es dir so gut geholfen hat :)

Wie hoch muss man es dosieren - wie hoch hast Du es dosiert?
 
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Wuhu Thomas bzw Herr Hollmann,
Liebe Leser
vielleicht kann man das ganze Thema etwas sachlicher diskutieren.
Die letzten threats hier, teilweise von neu angemeldeten Mitgliedern, die bisher nicht konstruktiv am Aufbau dieses Forums mitgewirkt haben, sind weit unterhalb der Gürtellinie und vom Stil her reinrassiges MOODING und MOBBING. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Verleumdungen und Beleidigungen werden vom Autor nicht hingenommen. Feige anonyme Beiträge sollten vom Admin gelöscht werden.
Das alles ist doch nicht nötig und dem Stil des hervorragendes Forums nicht würdig.
Wenn jemand sich die Mühe macht, eine Datensammlung auf einer eigens eingerichteten Top-Level-Domain namens XMRV.de einzurichten, dann werden das einige Leser schätzen. Dass Betreiber jeglicher Websites (auch Immunselbsthilfe.de und auch dieses Forum von irgend etwas leben müssen und ein kleiner Rest Eigenwerbung nicht zu umgehen ist, ist doch verständlich. Auch die in diesem Forum eingeblendete Werbung könnte man kritisch beleuchten. Jeder weiß das aber einzuschätzen, so erwachsen sind die Leser inzwischen
Die Kausalität von CFS ist nach wie vor nicht völlig geklärt und die Cynobakterien-Theorie ist ja zusätzlich möglich, bestreitet ja niemand. Dass bei einigen CFS Patienten so hasserfüllte Thema "CFS und Training" stammt nicht von mir, sondern von der kanadischen CFS Ärztin mit einer Riesenerfahrung:
Hope And Help for Chronic Fatigue Syndrome And Fibromyalgia: Bested, Alison M.D.;Logan, Allan;Logan, Alan C.;Howe, Russell - AbeBooks - 9781581824650: zeebooks
Auf einen Satz gebracht: Jeder CFS Kranke muß ein MIndestpensum an Bewegungstraining absolvieren, da ihm/ihr sonst Osteoporose und Muskelschwund drohen. Das fängt bei besonders schweren Fällen mit minimalsten Bewegungseinheiten an.
Und kann sinnvollerweise durch Mikronährstoffe unterstützt werden, die die mitochondriale Energie Sitation verbessern (s. Grundlagenforschung).

Wenn jemand hier im Wiki ganze Beiträge, Themen eröffnet und geschrieben hat (Neurostress z.B.), dann darf er wohl als konstruktiv "mitarbeitend" bezeichnet bezeichnet werden.

Also noch einmal die Bitte: Sachlichkeit und keine hasserfüllte Hexenjagt (wir sind doch nicht mehr im Mittelalter.

Freundliche Grüße an alle Beteiligten
Thorsten C. Hollmann
danke schon mal für die besänftigenden Worte. :)

Was mich gestört hat war der hinweis auf die "frisch Registrierten". Dabei handelt es sich um ehemalige cfs-board.de - Mitglieder, die Jahrelang auf jener Platform sich austauschten, nun aber ihr Heim (letztlich durch Fatigatio.de) verloren. Ich bitte um Relativierung! :rolleyes:

Was ich - und einige andere wohl auch - an dem Thema bekritteln ist die These vom krankmachenden Virus! Somit ist es auch vergeudetes Geld nach einem Virus zu suchen. :mad:
 
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30.10.09
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Wuhu Kalani,
vielen Dank :kiss:

Es gibt auch einen Thread aus 2004 (!) dazu -> https://www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entgiftung/1184-derivatio-h-medikament.html

Leute mit Au-, Ag- und Sn-Allergie könnten mit dieser Naturmedizin eventuell probleme bekommen - ansonsten hab ich imaginäres Blut geleckt - da es dir so gut geholfen hat :)

Wie hoch muss man es dosieren - wie hoch hast Du es dosiert?

3 x 2 Pillen täglich. Da das aber keine Hammermethode ist, dauert die Medikation etwa drei oder vier Monate.

@ Hollmann

Solange man nicht bettlägrig ist, reicht die täglich notwendig normale Bewegung aus, um der Osteoporose entgegenzuwirken. Und für bettlägrige Patienten (ob CFS oder nicht sei mal dahingestellt) gibt es diverse Methoden, die nicht die letzten Energiereserven verbrauchen. Und die Beschreibung „Energiemittel“ läßt bei einem ehemaligen Sportler sämtliche Alarmglocken losrasen. Vielleicht sollte man diverse Dinge auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten, als gleich den Verleumdungshammer rauszuholen.

Es sollte aber jeder selbst wissen, ob der ein „Training“ nach dem vorgeschlagenen Weg macht. Wer will, kann aber auf Erfahrungen anderer CFS-Patienten mit Ärzten und HPs in Sachen CFS zurückgreifen und leider sind die Berichte nicht immer positiv, auch was die Behandlungsmethoden angeht.

Ich mag zwar hier noch nicht lange angemeldet sein, allerdings war/bin ich auf anderen CFS-Plattformen nicht untätig. Einige Leute kennen mich und begrüßten es sogar, daß ich nun hier bin, was wohl nicht von ungefähr kommen kann. Dies hier ist nicht die einzige Anlaufstelle für CFS-Patienten. Und hier wird keine „hasserfüllte Hexenjagd“ gemacht, sondern einfach Erfahrung ausgetauscht. Wer sich seiner Sache sicher ist, wird an einem konstruktiven (!) Austausch zu den Themen kein Problem haben.

Unter anderem sehe ich hier weder Beleidigungen, noch Verleumdungen. Aber wenn Sie meinen, die Erfahrung (!) anderer Mitglieder mit solchen Mitteln unterdrücken zu wollen, können wir das gerne machen. Ich bin selbständig und die Kriegskasse unseres Unternehmens ist prall gefüllt (ist leider heutzutage notwendig, weil immer versucht wird, einem an die Karre zu fahren). Das ist aber nicht meine Art, Probleme zu lösen und so hoffe ich, daß wir zur normalen Diskussion und zum normalen Erfahrungsaustausch zurückkehren, ganz im Sinne von CFS.

Grüße

Kalani
 
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22.10.06
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Chronisches Müdigkeits-/Erschöpfungs-Syndrom CFS durch Retro-Virus XMRV (?)

Hallo liebe Alibiorangerl
es freut mich echt, daß wir uns schon etwas besser verstehen :)

Zitat von Alibiorangerl:
"danke schon mal für die besänftigenden Worte.

Was mich gestört hat war der hinweis auf die "frisch Registrierten". Dabei handelt es sich um ehemalige cfs-board.de - Mitglieder, die Jahrelang auf jener Platform sich austauschten, nun aber ihr Heim (letztlich durch Fatigatio.de) verloren. Ich bitte um Relativierung!

Was ich - und einige andere wohl auch - an dem Thema bekritteln ist die These vom krankmachenden Virus! Somit ist es auch vergeudetes Geld nach einem Virus zu suchen. "

Wir werden nicht so schnell einen Konsens unter allen Beteiligten finden, welchen Stellenwert Viren und andere Parasiten in der Genese des CFS haben. Dennoch ist es folgerichtig, wissenschaftlich gesehen, dieser XMRV Spur nachzugehen. Anscließend können wir in Ruhe darüber reden, wie damit umzugehen ist.
Es wird imer Leute geben, die Virustheorien ablehmen (aus meiner Sicht völlig falsch) und ich bitte einfach darum, daß das dann sachlich und mit guten Argumenten versehen pepostet wird. Aus anderen Bereichen kennen wir aber gut dokumentierte Fälle, die gezeigt, haben, daß es extrem viel Sinn macht, chronische Infektionen auszuheilen ( Hepatitus-C, Borreliose, Chamydia pneumoniae etc. Es geht den Geheilten anschließend klassen besser. Eigene sehr positive Erfahrungen mit Patienten möchte ich hier nicht schildern, da das in der tat unerlaubte Werbung wäre.

Noch ein Wort zum CFS-Aktuell:
Ich verstehe nicht, warum angeblich Fatigatio e.V. das Board geschlossen hat. Soviel juristische Macht können die doch gar nicht haben.
Die Betroffenen sollten weiterhin ihr Board betreiben (können).
Es kann auch nicht angehen, daß diese Fachplattform dafür mißbraucht wird, emotionale Inhalte aufzuarbeiten. Das ist per Definitionem NICHT der Sinn von Symptome.ch.

Lieben Gruß und auf weiterhin freundlichen Austausch.

Thorsten
 
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