Kognitive Verhaltenstherapie bei ME/CFS wirksam (?)

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... Comeback für die kognitive Verhaltenstherapie beim Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS)? Neue Studiendaten sprechen dafür. Eigentlich wurde die kognitive Verhaltenstherapie als Therapiemöglichkeit schon früh verworfen. Jetzt zeigt eine niederländisch-britische Studie mit fast 1.300 Patienten, dass die kognitive Verhaltenstherapie für Menschen mit ME/CFS von Nutzen ist. Die Therapie führte zu einer klinisch relevanten Verringerung der Müdigkeit und einer Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit. „Etwa die Hälfte war nach der Behandlung nicht mehr schwer erschöpft“, sagt Prof. Hans Knoop, klinischer Psychologe am Amsterdam UMC und Leiter der Forschungsgruppe. Mehr zur Studie lest ihr hier. ...

Die kognitive Verhaltenstherapie wurde schon bisher als möglicher Therapieansatz genannt. Es gab aber wohl noch keine so große Studie dazu.
Wie dieser Artikel zeigt, scheint über die kogn. Verhaltenstherapie keine eindeutige Meinung zu besehen :rolleyes::confused::

Grüsse,
Organo
 
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Ich kann mir gut vorstellen, dass eine reine Verhaltenstherapie, ohne das nötige Hintergrundwissen über CFS . . . nicht bei jedem wirkt.

Was in der PDF-Datei angesprochen wird, dass halte ich für wichtig und richtig. Auch die Schulmedizin weiß nicht alles über Krankheiten. Da gibt es noch viele verschlossene Türen. Sie bewegen sich mit ihrem Wissen vielleicht in der Mitte vom Verstehen über Krankheit oder nicht Krankheit. Ich würde das wie eine Art Linie sehen. In den Anfängen der Schulmedizin hat man ein oberflächliches Verständnis gehabt und den Rest musste man sich zurechtrekonstruieren. Das, was man sich zurechtrekonstruiert hat, hat meist nicht gestimmt, bis auf wenige Ausnahmen. Durch die Entwicklung in der Medizin und die Kenntnisse über das innere des Körpers, sind viele wichtige Punkte dazugekommen, aber es reicht meiner Meinung nach nicht aus, um Krankheiten vollständig erklären zu können, genauso wenig wie spontane Gesundungen.

Das, was fehlt, sehe ich in den Placebo- und Noceboeffekten, die man meist auch nur oberflächlich erklären kann, in so einer Art positivem oder negativem Denken.

Das unbedingt positiv Denken wollen, hat schon so manch einem geschadet, weil die Situationen nun Mal nicht positiv gewesen waren, noch nicht einmal ansatzweise.

Ich selbst kenne inzwischen drei Personen, die CFS und MCS überwunden haben. Da waren die "eigenen" Ansätze etwas komplexer. Das Zellgedächtnis spielt bei Krankheitsgeschehen eine Rolle. Und inwieweit man dann darauf Zugriff bekommt und welches Verständnis man dafür braucht, ist meiner Meinung nach individuell.

Es kann sein, dass die Verhaltenstherapie einigen Menschen hilft, bei anderen wird sie in dem Falle mehr Schaden als nützen. Ich hätte beispielsweise mit einer reinen Verhaltenstherapie nichts anfangen können.
 
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