Was hindert euch, die Stille nach dem Tod zu betreten?

Piratin

Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Schade. Aber die klassische Meditation scheidet eigentlich für Menschen mit frühkindlichem Bindungstrauma aus, aufgrund der mangelnden Selbstregulation. Auch Atemübungen etc. funktionieren da oft nicht.

Also weiter suchen.

Liebe Grüße
Piratin
 

Temp

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
21.10.16
Beiträge
713
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Schade. Aber die klassische Meditation scheidet eigentlich für Menschen mit frühkindlichem Bindungstrauma aus, aufgrund der mangelnden Selbstregulation. Auch Atemübungen etc. funktionieren da oft nicht.

Also weiter suchen.

Liebe Grüße
Piratin
Hallo Piratin,

mach doch einen Thread auf wo du dein Problem beschreibst, ich kann dir nicht versprechen auf deine individuelle Problematik eingehen zu können, aber ich kann drüber lesen und dir einige Gedanken dazu nennen. Ich weil nicht was du mit fehlender Selbstregulation meinst.

Man kann auch mit Hypnose sehr viel erreichen, ich wills fast nicht schreiben, aber ich kenne Leute die das, was ich meine was du unter fehlende Regulation verstehst, hatten, und die nach einen LSD Tripp geheilt waren. Das kann aber auch ins negative gehen, also nicht zu empfehlen, aber Hypnose zB geht sehr gut, ohne, dass man was machen muss. Man braucht dann aber jemanden, der das für einen macht.

Wenn du Selbstkontrolle meinst, das kann man durchaus üben. Atemübungen usw könnte ich auch nicht, nach 1 Minute langweile ich mich. Gut möglich, dass ich auch das habe/ hatte, was du verstehst.

Man kann auch über Autosuggestion, das aufnehmen von Texten und immer wieder hören und sagen, jeden Glaubenssatz und schwerste Depressionen heilen. Da muss man gar nichts machen, man muss es nur immer und immer und immer wieder sagen. Man muss diese Autosuggestion aber sehr individuell auf den speziellen Menschen anpassen, da scheitert es oft, darum funktioniert es oft nicht. Erickson hat die individuelle Hypnose angesprochen und genau beschrieben, man muss also gar nichts bewusst machen, wenn man weiß wie man etwas machen muss.

Man braucht Wissen, und Macht, Macht wiederum entspringt aus wissen. So meine Beobachtung. Du scheinst keine Macht zu haben, also musst du mit Wissen arbeiten, um die Macht (Selbstregulation) anzueignen, sofern sich mit Wissen alleine das Problem nicht lösen. Wissens-Macht-Schaffens-Dynamik nannte ich dieses Konzept.

Zunächst hast du einen limitierenden Glaubenssatz, den man mit ganz einfacher Glaubenssatzarbeit auflösen kann, aber auch gar nicht muss.

Ich habe sehr viele Erfahrung mit Menschen mit Depression etc gesammelt, da ich viele geholfen habe, aber damals hatte ich Zeit, und es ging mir körperlich ganz gut. Ich kann aber ein paar Wissensfetzen in den Thread reinkleistern, ev hilft es dir.

LG
 

Piratin

Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Ich habe sehr viele Erfahrung mit Menschen mit Depression etc gesammelt, da ich viele geholfen habe, aber damals hatte ich Zeit, und es ging mir körperlich ganz gut. Ich kann aber ein paar Wissensfetzen in den Thread reinkleistern, ev hilft es dir.

LG
Temp, mein primäres Problem ist nicht die Depression, sondern die PTBS, und da vor allem das Bindungstrauma glaube ich. Bin mir aber nicht sicher, da es erst durch akute Ereignisse mehr und mehr rauskam, vielleicht auch durch aufdeckende Therapien. Früher konnte ich meditieren und habe es auch gemacht.
Und wie du schon schreibst: Man braucht jemanden der das für oder mit einem macht, genau das ist nämlich der springende Punkt bei dem Bindungsthema.

https://www.youtube.com/watch?v=gwgIXjVlcUo

Die PTBS hat bei mir auch mit allem was sie mit sich bringt (steckenbleibende Impulse, aufgestaute Wut, Ohnmacht, ständige Übererregung) zur völligen Erschöpfung geführt. Durch die Erschöpfung und das Bindungstrauma und das was damit verbunden ist, ist es nicht so leicht, sich aus einer Depression zu befreien.
Mal schauen, ob ich so einen Thread aufmache. Wahrscheinlich eher nicht, ich müsste zu persönlich werden.

Liebe Grüße
Piratin
 

Temp

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
21.10.16
Beiträge
713
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Aufdeckende Therapien = Retraumatisierung. Das sollte man möglichst vermeiden.

Btw sry aber das Video, hab nur den Anfang gesehen, enthält schon zuviel was nicht stimmt.

Aber das ist erstmal egal. Wie gesagt, lies dich mal zum Thema Suggestion ein, Glaubenssatzarbeit usw. Das reicht oft schon. (selbst bei schwersten Traumatas)
 
Zuletzt bearbeitet:

Piratin

Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Aufdeckende Therapien = Retraumatisierung. Das sollte man möglichst vermeiden.
Klar. Ganz zu Anfang wusste ich aber nicht mal, dass ich sowas habe. Es gibt auch immer noch genug Therapeuten die a) abstreiten, dass ich sowas habe und b) abstreiten, dass es sowas wie ein Entwicklungstrauma überhaupt gibt. Nun habe ich 1 Jahr lang auf einen Platz gewartet bei einer "Koriphäe" und bin ziemlich enttäuscht und skeptisch, da sie zumindest aktivierend und nicht stabilisierend arbeitet, gar kein Gefühl dafür hat.
Es ist nunmal auch so, dass Therapie auch immer eine Zwiebel ist: Wenn die oberen Schichten gelöst sind, kommen die unteren zum tragen. Die letzten sind dann die dicksten Brocken. Ich habe aber kein Vertrauen, die mit ihr zu bearbeiten. Musste ihr jetzt schon mehrfach erklären, was mit mir ist, andere Therapeuten-die wenigen, die ich als wirklich hilfreich empfand- haben das quasi auf Anhieb gesehen.

Wie gesagt, lies dich mal zum Thema Suggestion ein, Glaubenssatzarbeit usw. Das reicht oft schon. (selbst bei schwersten Traumatas)
Das habe ich alles schon. Ich habe auch lange mit einem Kinesiologen gearbeitet, der u.a. Glaubenssätze aufgelöst hat und da ging es mir gut. Leider sind wir aber in die Spirale Übertragung/Gegenübertragung gerutscht und das hat das Arbeitsbündnis zerstört. Danach ging es abwärts. Das passiert mir leider sehr oft und mein Vertrauen in die Psychotherapie ist angeknackst.
Danach wurde ich quasi in den Burnout therapiert mit EFT. Habe tws. hyperventiliert, weil es mich immer mehr abwärts gezogen hat.
Und an Suggestion-sorry-daran glaube ich nur sehr bedingt. Ja, vielleicht wenn man eine auf sich zugeschnittene individuelle hätte...

Was mir super geholfen hat, war auch Somatic Experiencing. Da muss man nicht immer und immer wieder alles durchkauen. Es wird nur das hochgeholt, was auch direkt aufgelöst werden kann. Im Grunde wird eigentlich nur mit dem Körper gearbeitet und wenig gesprochen. Leider kostet das a) einen A... voll Geld und b) bin ich weggezogen und habe hier in der Nähe niemand gutes gefunden.
Selbst an sich alleine arbeiten ist schwierig, wenn man in der Aktivierung steckt und beim Bindungstrauma nicht sehr effektiv. Um das aufzulösen braucht man einen anderen Menschen, keiner kann sich an sich selbst binden. Und siehe oben: Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Was geht, mache ich natürlich. Aber auch das ist Arbeit und zutiefst erschöpfend. Dafür braucht man Energie, die ich nicht habe. Mein Körper funktioniert so gerade noch, aber meine mentale Kraft ist ausgeschöpft.
So, genug davon, das sollte ja hier nicht das Thema sein.

Bezüglich Haustier: Ich finde, wenn man genug Zeit und Geld hat, kann das gar kein Fehler sein. Ich liebe meinen Hund jedenfalls sehr und muss oft über ihn lachen, bin sehr froh ihn zu haben. Mein nächstes Haustier wird aber wahrscheinlich eine Katze, ist unkomplizierter.


Lieben Gruß
Piratin
 
Beitritt
14.08.10
Beiträge
6.095
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

mich interessiert, was du oder deine Lehrerin unter Meditation versteht. Vielleicht magst du das noch ausführen, gerne auch per PN, wenn du es nicht im Forum teilen möchtest. Ich verstehe nicht ganz was du/ ihr untere Meditation versteht. Über den Buddhismus kenne ich mich zu wenig aus. Ich kenne nur die Meditation, wie sie Tolle beschreibt und wie sie von Buddistischen Mönchen über Jahrzehnte angewandt wird, diesen Zustand kenne ich, aber ich kenne keine Lehre des Buddhismuses.
Unter Meditation verstehe ich viele verschiedene Formen.
Hier:
https://www.universitatsmedizin-goe...eberblick-verschiedener-meditationstechniken/

Diese hier aber ist für mich seit einiger Zeit eine der wichtigsten.
Die habe ich ja erwähnt.
https://www.tibet.de/fileadmin/pdf/tibu/2000/tibu053-2000-02-14-op-mediguete.pdf

Sprich mal "Die liebende Güte". "Liebende Güte". "Güte". Klingt wunderschön.
Ich selbst mache aus dem oberen Link verschiedenes.
Das beinhaltet Chakrameditationen, auch Meditationen in denen ein Thema gegeben ist z.B. Frieden. Dankbarkeit usw.
Manchmal ein Mantra.
Immer wieder auch geführte Meditationen. Die waren ja auch mein Einstieg. Die finde ich besonders wichtig für Menschen z.B. mit Traumata oder starken Ängsten.
Da, ganz klar, stehen bei mir die Meditationen, die Ashok Gupta im Rahmen des Amygdala Retrainings entworfen hat im Zentrum. Er hat einige der im oberen Link aufgeführten wunderschön vereint. Dabei dann auch eine Art Bodyscan. Wichtig, wenn alles im Körper "verstopft" ist. Der bringt die Energien zum fließen und nimmt mitunter Schmerzen.
Bei geführten ist meist Musik mit dabei. Das erleichtert vielen sehr nervösen Menschen wohl auch den Einstieg in die Meditation an sich.

PS: Ich hoff ich habe dich nicht irgendwie vergrault mit meinen Beiträgen weiter zu schreiben. Entschuldige sollte das der Fall sein.
Nein. Mich hat nur der Eindruck irritiert, was du unter "echte" Meditation und weniger echter verstehst. :D

Worüber ich nicht (mehr) schreibe sind die verschiedenen Erlebnisse, Illusionen oder "Erkenntnisse".
Das auch, weil damit immer leicht die Gefahr gegeben ist "spirituell zu prahlen". Sich aufzuplustern, anzugeben, sich wichtig zu machen oder machen zu wollen. Das können nämlich Fallgruben auf dem Weg sein, so man den geht. Die hat man recht schnell.
So zumindest sehe ich das derzeit für mich. Allerdings werde ich dann schon auch immer neugierig, wenn jemand seine Erlebnisse ein bisschen durchscheinen lässt.
Begonnen habe ich aus gesundheitlichen Gründen mit dem Meditieren.
Das "andere" hat sich daraus ergeben.

Liebe Grüße von Felis
 

Temp

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
21.10.16
Beiträge
713
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Hallo Felis,

interessant, wenn ich bisschen besser sehe, lese ich das mal genau durch. Ich richte mich unter echter Meditation nach dem, was man unter meditativen Gehirnwellen im EEG sieht, man sieht ein bestimmtes Muster, das ich damals bei mir auch messen konnte.

Zu prallen ist eine Ego-Identifikation, ich finde von diesem Gedanken sollte man sich lösen. Man könnte sage Tolle prahlte, aber am Ende wurde durch sein Erlebnis die Meditation sehr verbreitet, ich hätte ohne dies nie angefangen mich dafür zu beschäftigen. Es ist doch langweilig, wenn wir unsere Schönsten Erlebnisse mit ins Grab nehmen und nicht teilen. Ich mein prahlen tut man mit einem teuren Auto, wo man sich eigentlich lächerlich vorkommt, oder mit einer gewissen Ausdrucksweise, aber ich finde nicht, oder man sollte nicht, mit spirituellen, wenn man das so nennen mag, Zuständen, bzw andere den Wert dieser, aus Angst prahlen zu können. Von solchen Gedanken habe ich mich völlig gelöst. Ich denke nie darüber nach, wie etwas auf andere wirken könnte.

MFG
 

Temp

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
21.10.16
Beiträge
713
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Nein. Mich hat nur der Eindruck irritiert, was du unter "echte" Meditation und weniger echter verstehst.
Ich wollte nur den meditativen Zustand, der auch wie oben beschrieben von der Meditation getrennt haben, ich zitiere aus deinen Link:

Mühelose Präsenz
Es ist der Zustand, in dem die Aufmerksamkeit nicht auf etwas Besonderes gerichtet ist, sondern sich auf sich selbst ruht – ruhig, leer, stetig und introvertiert. Wir können es auch „wahlloses Bewusstsein“ oder „reines Sein“ nennen. Die meisten Meditationszitate sprechen von diesem Zustand.

Dies ist tatsächlich der wahre Zweck hinter allen Arten der Meditation und nicht ein Meditationstyp an sich. Alle traditionellen Meditationstechniken erkennen an, dass das Objekt des Fokus und sogar der Prozess des Überwachens nur ein Mittel zum Trainieren des Geistes ist, sodass mühelos innere Stille und tiefere Bewusstseinszustände entdeckt werden können. Letztendlich bleibt sowohl das Objekt des Fokus als auch der Prozess selbst zurück, und es bleibt nur das wahre Selbst des Praktizierenden als „reine Präsenz“ übrig.

In einigen Techniken ist dies der einzige Fokus von Anfang an. Beispiele sind: die Selbstbefragung („Ich bin“ Meditation) von Ramana Maharishi; Dzogchen; Mahamudra; einige Formen der taoistischen Meditation; und einige fortgeschrittene Formen des Raja Yoga. Meines Erachtens erfordert diese Art der Meditation immer das vorherige Training, auch wenn dies manchmal nicht ausdrücklich gesagt wird (nur impliziert).
Aber hier differenziert mir der Autor zu wenig, es gibt nämlich die nach innen gerichtete und die nach außen gerichtete, ich denke der Autor hat den Zustand nicht wirklich erfahren. Es gibt wohl verschiedene Leitern, die alle in den selben Endzustand münden, dieser ist nach Innen oder Außen gerichtet, je nachdem ob man die Augen offen hat, oder zu. Das wollte ich herauskristallisieren, nicht die Wege dorthin werten.

Introvertiert ist völlig falsch gebraucht das Wort, auch wenn ich verstehe, wie es in dem Kontext gemeint ist. Aber das Wort müsste eher "internistische Meditative Ego Dissoziation" heißen. Weil es genau das ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Piratin

Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Hallo allerseits!

Es gibt auch sogenannte Nebenübungen von Rudolf Steiner . Sie dienen der Gedankenkontrolle und der Abschirmung . Eine Charakterschulung . 6 Übungen .

https://www.youtube.com/watch?v=Hpa9Az4aC5E&list=PL4OMEFDlfQ4tvEcdHoX41mTFzo5iZ4upo

LG
Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Übung gut ist, um Dissoziation aufzulösen. Diese wird ja bei der klassischen Meditation (nicht die geführten oder körperbezogenen) eher noch forciert und das ist dann auch nicht unbedingt gut für jeden. Ähnliche Methoden wie die o.g. werden auch in der Traumatherapie angeboten, um sich zu erden und ins Hier und Jetzt zurückzukommen.
Ich mache manchmal Schlafyoga (man schläft nicht dabei), ähnlich dem Bodyscan. Das ist auch gut für mich, um "Zustände" aufzulösen. Alles eigentlich, was sich auf den Körper bezieht.


Allgemein wollte ich noch sagen, dass ich erst gar nicht dachte, dass es gut sein könnte, über so etwas "negatives" zu philosophieren, aber heute glaube ich, es ist doch zu etwas gut, es mal durchzukauen und sich auszutauschen.

Liebe Grüße
Piratin
 
Beitritt
14.08.10
Beiträge
6.095
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

interessant, wenn ich bisschen besser sehe, lese ich das mal genau durch. Ich richte mich unter echter Meditation nach dem, was man unter meditativen Gehirnwellen im EEG sieht, man sieht ein bestimmtes Muster, das ich damals bei mir auch messen konnte.
:D Ja da kommt der "Neurologe" in dir durch. Ich weiß, was du meinst.

Zu prallen ist eine Ego-Identifikation, ich finde von diesem Gedanken sollte man sich lösen.
Ja, das ist es, es ist aber auch menschlich - unser Ego werden wir aber sehr lange, sogar in den ganz hohen Stufen der Bewusstwerdung immer wieder noch antreffen. Das ist wohl ein langer Prozess.
In einem Leben? In mehreren Leben?

Man könnte sage Tolle prahlte, aber am Ende wurde durch sein Erlebnis die Meditation sehr verbreitet, ich hätte ohne dies nie angefangen mich dafür zu beschäftigen.
Wie gesagt, mit seinen Sachen habe ich mich bisher weniger beschäftigt und
ich denke aber nicht, dass er prahlt. Es kommt immer darauf an mit welcher bewussten oder unbewussten Motivation ein Mensch davon berichtet, damit dann auch seine Bücher oder Lehrinhalte verfasst. Die wird dann auch spürbar in den Texten, die ein Mensch schreibt. Vor allem in diesem Bereich. Es ist gut, wenn er viele dadurch berührt hat und sie deswegen mit Meditation und anderem in Kontakt kommen. :)

Es ist doch langweilig, wenn wir unsere Schönsten Erlebnisse mit ins Grab nehmen und nicht teilen.
Für dich oder für die anderen? :D
Aber, du hast schon Recht.

Ich mein prahlen tut man mit einem teuren Auto, wo man sich eigentlich lächerlich vorkommt, oder mit einer gewissen Ausdrucksweise, aber ich finde nicht, oder man sollte nicht, mit spirituellen, wenn man das so nennen mag, Zuständen, bzw andere den Wert dieser, aus Angst prahlen zu können. Von solchen Gedanken habe ich mich völlig gelöst. Ich denke nie darüber nach, wie etwas auf andere wirken könnte.
im New Age Bereich gibt es ganz viel Prahlerei, wie ich mittlerweile mitbekommen habe. (Das geilste mystische Erlebnis, das interessanteste out of Body Erlebnis usw.)
Mir ist das egal, wer es will, soll es.

Aber für mich selbst verfolge ich anderes.
Ein Satz der buddhistischen Lehrerin lautet: "prüfe dich gründlich und täglich."
"Halte Ausschau nach jeder Form der (eigenen) Arroganz.."
Das hat Gültigkeit für den gesamten spirituellen Weg, den man geht, meine ich.

Sie beschreibt auch, dass zum Beispiel sogar noch auf einer der sehr hohen Bewusstseinsstufen, der Stufe der Glückseligkeit immer wieder die Gefahr von massiven Ego-Trips gegeben ist. Vor allem am "Anfang". Ich finde das interessant.
Die Stufe der Glückseligkeit ist die Stufe vor der Erleuchtung. (Kann sehr lange andauern)
Die Stufe der Glückseligkeit beinhaltet das in hohem Maße, wie sie lautet: Glückseligkeit.
Oft ist aber das EGo dabei doch noch - vor allem am Anfang, mächtig am Wirken. In dieser Phase würde alles hochgespült, was an unbewussten Tendenzen im eigenen Unterbewusstsein schlummert.
Es scheint auf dieser, wie man meinen könnte sehr erhabenen Stufe besonders die Gefahr zu bestehen bis dahin unbewusste Regungen auszuleben. Das Erleben an sich sei nicht das Problem. Das Ausleben wollen ist es. Es gab schon manchen selbsternannten Guru, der in dieser Phase anderen massiv geschadet hat.
Das wird dann zu einem Absturz auf sehr niedrige Stufen führen.

Ich finde diese Anschauung für sehr interessant.
Also, langer Rede kurzer Sinn: Prüfe dich gründlich und täglich.

Egal auf welcher Stufe wir stehen.


Ich hab also nicht so sehr "Angst" was andere denken. Es geht darum was ich an unbewusster, halbbewusster Motivation dazu habe, haben könnte, entdeckt habe, erkenne usw.

Jetzt aber schwirre ich hier mal ab, denn dein Thema ist ja eigentlich ein anderes.

Liebe Grüße von Felis
 
Zuletzt bearbeitet:

Temp

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
21.10.16
Beiträge
713
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Das mir dem Prahlen kenne ich nur von Menschen, die die Zustände nie wirklich erfahren. Ich denke nicht, dass in der obersten Stufe das Prahlen möglich ist, ich habe das nicht so erlebt, gefährlich wirds eher, wenn man wieder aus der obersten Stufe runter auf eine untere Stufe kommt, dann schillert das Ego wieder durch. Aber das Unbewusste kann noch mitspielen, in der "Erleuchtung" ein völlig falscher Begriff, aber bleiben wir man bei tolles Wortwahl, spielt das Unterbewusste wohl noch eine Rolle. Zumindest wenn man nicht dauerhaft die höchste Stufe hält, das schafft aber Tolle auch nicht, ich meine das geht auch schwer.
 
Beitritt
11.01.10
Beiträge
997
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Dass man gar nicht gesund werden will, musst ich mir sehr oft anhören. Zuerst war ich "psychisch" krank, selbstverständlich wollte ich nicht gesund werden, weil ich ständig suchte wie ich meine Krankheit heilen kann.- Danach hätte ich, da ich wirklich hatte, was ich behauptete, und alle als unwahrscheinlich ansahen, meine Situation selber verschuldet, obwohl meine Symptome schon da waren, bevor ich merkte, krank zu sein.

Meine Mutter meint immer, wenn es mir psychisch schlecht geht, oder ich suizidal bin, ich will nicht, oder müsste nur. Ich muss nur besser denken, dann würden meine Muskeln wieder wachsen. Selbst aber, schafft sie es nicht, ihre psychischen Probleme, mit den Ratschlag/Ratschlägen die sie mir gibt, zu beseitigen. Meine organische Krankheit soll ich mit psychischen Ratschlägen heilen, mit der sie ihre eignen psychischen Probleme nicht beseitigen kann?
Na echt?! :eek::eek: Temp, Wie erklärst du dir das Verhalten deines Umfelds? Das dürfte noch toppen was ich erlebe. Mich interessiert das, weil ich eben selbst schon recht verwundert bin, wie gleichgültig das persönliche Umfeld ist; mit welchen Ausreden sie den Kranken scheinen von sich wegzuschieben. So wie ich das Umfeld erlebe, wundert man sich dann, wie es überhaupt noch Menschen oder Persönlichkeiten gibt, die in einem Krankenhaus arbeiten oder im therapeutischen Bereich. Oder die hier unentgeltlich im Forum beraten.
Warum folgert jemand aus "Suchen wie man die Krankheit heilen kann" - dass man nicht gesund werden wolle? Mir wurde mal gesagt, wenn ich mich gedanklich immer mit Krankheit beschäftige wäre das zu negativ, da könne man nicht gesund werden. Meinst du so etwas? (ein bisschen mag ja was dran sein, aber wenn man mal eine ALS-Diagnose hat ist das ein Witz).
Inwiefern sollst du die Situation mit der Krankheit selber verschuldet haben? (Ich persönlich kenne da bloß so schwarz-weiß denkende Frauen, die schnell irgend so eine Karma-Ausrede parat haben. Oder vielleicht noch wegen zuviel Stress).

Hat(te) die Mutter Minderwertigkeits-Komplexe dir gegenüber? Oder ist das die Verzweiflung einer Mutter, die sie hoffen oder glauben lässt, dass irgendeine geistige "Wunder"Heilung eintreten kann beim Sohn, wenn das Bewusstsein...? Meine Mutter hatte auch schon solche Ideen. Dann hat sie draus gedreht, ich müsse meinem Vater "verzeihen" - womit sie praktisch meint, dass ich mich regelmäßig seiner sicher nicht heilsamen Persönlichkeit aussetzen soll, sonst könne ich angeblich keine Heilung finden ohne diese Art "Verzeihen". (Dabei geht's wahrscheinlich nur darum dass er andernfalls seinen Frust an ihr auslässt darüber dass er nicht die Tochter zur Verfügung stehen hat - einen Menschen mehr runter machen und attackieren zu können, um sein Ego dadurch zu befriedigen. Verständnis für meine Krankheit hat er ohnehin auch nicht wirklich). Dann wieder nimmt sie meine Krankheit oder Symptome nicht wirklich ernst, ist es vielleicht angeblich Psycho, Einbildung, weiß ich was. Naja, ist wohl auch schon bisschen senile Verwirrung dabei (?)

(Die eigentliche thread-Frage werd ich wohl mal beantworten wenn ich mal mehr Zeit habe)

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:

Temp

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
21.10.16
Beiträge
713
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Mir wurde mal gesagt, wenn ich mich gedanklich immer mit Krankheit beschäftige wäre das zu negativ, da könne man nicht gesund werden
Menschliche Schwäche. Ich habe nur den VA ALS, das passt nicht so ganz, aber halt irgend eine tödliche Muskelkrankheit. Der Mensch ist durch und durch schwach (mich eingeschlossen) es gibt so ein Zitat das da lautet, jede Grausamkeit resultiert aus Schwäche. Ich meine damit ist auch die getarnte Grausamkeit gemeint, meine Mutter ist sehr schwach, mein Bruder auch, sie ist zu empathisch, wenn man empathisch ist, muss man stark sein, das ist sie aber nicht, war sie auch nie. Mein Bruder hat kein Mitgefühl, er müsste weiße sein, und auch stark, es sind beides auch starke Verdrängen. Ich zähle mich auch, wie jeden Menschen den ich kenne, als schwach, ich bin da schon bei Nietzsche, nur dass dieser seine Schwäche in sein Werk projizierte und somit ein Monster, als Übermensch, definierte, keinen edlen Charakter. Die Menschen trainieren heute Ihren Körper scharenweise, oder ihr Ansehen, aber Charakterstärke lassen sie vergammeln in der Sonne.

Meine Mutter meinte "man solle nicht zuviel denken", das ist leider das Motto der meisten Menschen. Denken gilt als etwas schlechtes, dennoch haben sie zu allem und jedem eine Meinung. Man muss nicht denken, aber wenn ich schon nicht denke, dann sollte ich mir keine Meinung bilden, denn diese Meinungen sind dann nur Vorurteile.

Ich nenne das Menschliche Schwäche, für mich ist Menschlichkeit nichts gutes, da alle Kriege, alles leid, aus Menschlichkeit entstand. Menschlichkeit wird mit Mitgefühl verwechselt, Mitgefühl mir helfen, nur weil jemand mitfühlt, hilft er nicht, denn die Mitfühlenden schauen meist einfach weg, so gehts auch. Das erinnert mich daran, als wir in Wien wahren, ein Bettler der kaum gehen konnte, hatte eine Spastik, das sah man deutlich, und ich will ihm was geben, hab selber aber nicht viel, was macht sie? Sie sieht die Krankheit des Mannes und schaut sofort weg. Sie ist zu emphatisch und zu schwach, sie schaltet auch wenn was schlimmes im Fernsehen ist sofort weg. Mein Bruder ist das genaue gegenteil, er hat gar kein Mitgefühl. Das ist mir bisher ziemlich egal gewesen, leider ist es jetzt schlecht, da ich auf Hilfe angewiesen bin.

Ich hatte immer beide extreme vor Augen, meinen Bruder, und meine Mutter, aus diesen beiden Charakterweißen, die bei ihnen sehr ausgeprägt sind, konnte ich mich gut verhalten, aber ja ... es ist wie es ist.
 
Beitritt
14.03.07
Beiträge
5.821
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Mein Bruder ist das genaue gegenteil, er hat gar kein Mitgefühl. Das ist mir bisher ziemlich egal gewesen, leider ist es jetzt schlecht, da ich auf Hilfe angewiesen bin.

Ich hatte immer beide extreme vor Augen, meinen Bruder, und meine Mutter, aus diesen beiden Charakterweißen, die bei ihnen sehr ausgeprägt sind, konnte ich mich gut verhalten, aber ja ... es ist wie es ist.

Es könnte aber auch sein, dass Dein Bruder kein Mitgefühl zeigt, weil er aus bestimmten Gründen zu schwach ist andere Menschen aufzufangen und deswegen eine Art "Ruppigkeit" an den Tag legt um diese Hilflosigkeit zu verstecken.


Beste Grüße von Kayen
 

Temp

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
21.10.16
Beiträge
713
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Es könnte aber auch sein, dass Dein Bruder kein Mitgefühl zeigt, weil er aus bestimmten Gründen zu schwach ist andere Menschen aufzufangen und deswegen eine Art "Ruppigkeit" an den Tag legt um diese Hilflosigkeit zu verstecken.


Beste Grüße von Kayen
Hallo Jayen,

es ist vermutlich so eine Mischung, lässt sich immer schwer sagen. Ich vermute zu einem Teil hast du Recht.

MFG
 

alexo13105

Temporär gesperrt
Beitritt
23.09.18
Beiträge
1.224
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Ich bestellte mir ein Buch bzw. ersteigerte es .
Es ist von Sergej. O. Prokofieff und heißt : Die okkulte Bedeutung des Verzeihens .
Ich komme darauf , weil in dem Video nach dem Sinn des Lebens gefragt wird .

Für mich ist " Verzeihen " von großer Bedeutung , um , ist das Ziel erreicht , in eine Art Herrschaft über mich selbst zu kommen .
Beklagt man nun , kommt es zur Verlustanzeige , Besitztumsanzeige .

"Ich habe ja nicht gehabt , was andere hatten /haben . Es musste ja so kommen , weil die .... "
Das wirkt in einem unaufhörlich .

Erst neulich hörte ich wieder von jemandem , deren Verhältnis zu den Eltern ( früher ) mir bekannt ist . Er ist tot . Wohlversorgt im Materiellem soff er sich zu Tode . Wohl wahr , die Mutter war ein Monster .
Sein Bruder , ich ging 10 Jahre zur Schule mit ihm , führt die Linie fort .
Eiskalt erzählte er mir : "Das wäre alles nicht nötig gewesen , er hätte doch bloß ... und sei doch so gut versorgt gewesen ... Hätte alles gehabt , was man braucht "
Eben nicht ! Die Liebe fehlte .

LG
 
Beitritt
11.01.10
Beiträge
997
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Für mich ist " Verzeihen " von großer Bedeutung ,
Nur um ein Missverständnis zu vermeiden - ja ich glaube auch, dass Verzeihen sehr wichtig ist. Man tut sich selbst nichts Gutes wenn man vom Groll nicht loskommt, und bleibt sonst mit jemandem karmisch verbunden (nach meinem Glauben) bis man das emotionale Problem gelöst hat.
Nur ich persönlich habe mit einer Gehirn-Vergiftung, die ins limbische System reicht, durchzukommen (mein Überleben zu finanzieren), und da setze ich mich nicht auch noch einem immer wiederkehrenden, nicht abänderbaren emotionalen Missbrauch in der persönlichen Beziehung aus.
Wie viele Menschen landen wegen einer toxischen Belastung oder Infekten mit Biotoxinen im Gehirn (oder Darmdysbiose welche auf die Neurotransmitter wirkt, oder was immer physiologisch die Botenstoffe/ Hirnchemie beeinträchtigt) in der Psychiatrie, - womöglich abgeschoben vom persönlichen Umfeld- und keiner versteht was los ist. Die Frage beschäftigt mich immer wieder sehr, was man für diese Menschen tun könnte, wie man sie erreichen könnte; es tut mir weh. Und wieviele von diesen enden dann im Selbstmord...
 
Beitritt
11.01.10
Beiträge
997
Was hindert euch die Stille nach dem Tod zu betreten?

Auch für mich war Viktor Frankl mein "Favourite" auf der Philosophie-Leseliste in der Schulzeit - ja eben: "und trotzdem ja zum Leben sagen!". Wenn auch halb Off Topic, da es gerade ums Verzeihen (spätestens am Lebensende) ging, was hilft Depressionen abzuwenden - bin ich so frei und poste diesen Video-link, der mir ganz zufällig heute zukam. Es ist einfach inspirierend und berührend im positiven Sinne. Es ist die Erzählung von einer, die unter Mengele in Ausschwitz als medizinisches Versuchskaninchen sterben hätte sollen, und ihre Übung und Erfahrung mit der Kraft des Verzeihens (englisch, nach 10min.).
Die Kommentare u.a. m Zusammenhang mit dem Beweisstück das die Frau bringt zur teils ausweglos scheinenden Situation, finde ich übrigens teils sehr beunruhigend; wieviel da noch (oder wieder) geleugnet wird, von dem was unter den Nazis passiert ist, wenn's um Dezimierung der Bevölkerung (&medizin. Forschung) geht. Heute passieren die Varianten davon (BevölkerungsDezimierung mit "medizinischen" Mitteln, GMO etc.) versteckter, was es eigentlich nicht besser macht. So viel reifer ist die Menschheit vielleicht doch nicht geworden, wenn's ums Lösen unserer drängenden Probleme geht(?)
https://www.youtube.com/watch?v=gdgPAetNY5U
 
Oben