Untersuchung relevantester Blutwerte - was ist sinnvoll?

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Hallo Zusammen,

ich bin männlich, 48 Jahre alt und ich würde gerne ein großes Blutbild machen lassen ...
Gesundheitliche Beschwerden habe ich keine, es geht lediglich um eine allgemeine Untersuchung.

Gibt es eventuell noch zusätzliche Einzelanalysen, die aus Eurer Sicht Sinn ergeben könnten?
Optionen: https://www.meindirektlabor.de/ueber-uns/preisliste/standort/labor-karlsruhe/#einzelanalysen

Die Analysen, die ich für sinnvoll halte, habe ich in der PDF-Datei zusammengefasst.

LG

CDSIsti
 

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Deine Wegweiser:
Ja, Vitamin D, Omega-3-Index, Magnesium im Serum zur Abklärung sehr typischer Mängel, B12 bei vegetarischer/veganer Ernährung, Harnsäure bei fleischreicher Ernährung.

Den Ausdruck "großes Blutbild" solltest du dafür nicht verwenden; darunter verstehen Ärzte und Labore was anderes.
 
Die Vollblutanalyse untersucht im Gegensatz zur meist verwendeten Serumuntersuchung das komplette Blut - also auch die in der Zelle gebundenen Bestandteile, insbesondere in den roten Blutkörperchen. Die Vollblutdiagnostik ist der Serumuntersuchung aus einem einfachen Grund deutlich überlegen. Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Zink, Magnesium oder Selen sind in ersten Linie in den Blutzellen zu finden. Der Mineralstoffgehalt im Serum ist also deutlich niedriger im Vergleich zu den Blutzellen. .Zum Nachweis eines Mineralstoffmangels sollte immer der Vollblutanalyse der Vorzug gegeben werden.


Magnesium und Kalium sollte im Vollblut gemessen werden. Im Serum könnte der Wert okay sein, aber in den Zellen trotzdem ein Mangel.

Also ich würde auch alle Elektrolyte testen lassen.
 
Vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Ich habe mal die Liste von der Seite mit KI extrahieren und mit Erklärungen ergänzen lassen.
Ich finde es so praktischer, wenn man eine "Bestellung" zusammenstellen möchte.

Auf dem ersten Reiter war die persönliche Empfehlung der KI, die ich manuell noch ergänzt habe ...

Ich denke es ist OK so für meinen Zweck. Das mit der Vollbluanalyse werde ich noch in meiner Bestellung ergänzen.

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LG

CDSist
 

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Hier sind die Ergebnisse.
Sie sind - dem Alter und LifeStyle entsprechen - grob OK.
Etwas mehr Vitamin D und mehr Bewegung schein sinnvoll zu sein ...
 

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Vitamin D ist im schweren Mangel. Triglyceride sind viel, viel zu hoch (war das nüchtern?) und Testosteron recht niedrig.
 
Mir fallen beim Drüberschauen v.a. 2 Werte ins Auge, die stark abweichen: Die Triglyceride (nach oben) und die Lymphozyten (nach unten).

Über die Bedeutung dieser Abweichungen müsste ich aber selbst erst recherchieren und durch Deine Vorab-Recherche steckst Du in der Materie womöglich schon tiefer drin.
 
Hallo zusammen,

wegen der erhöhten Werte habe ich auch mal KI gefragt ...

***

"seine" erste Einschätzung:

"Dein Triglyceridwert von 262 mg/dl liegt klar über dem Zielbereich (<150 mg/dl) und erfüllt definitionsgemäß eine Hypertriglyceridämie, also eine Störung des Fettstoffwechsels. Akute schwere Infektionen können Lipidwerte tatsächlich vorübergehend verändern: Entzündungs‑ und Stresshormone (z.B. Cortisol, Katecholamine, Zytokine) beeinflussen sowohl den Zucker‑ als auch den Fettstoffwechsel, was zu höheren Triglyceriden, leicht erhöhtem Blutzucker und einem vorübergehend erhöhten HOMA‑Index führen kann; das ist in der klinischen Praxis gut bekannt, wird aber in populären Quellen selten explizit ausgeführt.[1][2][3][4][5]

Dein Befund passt zu diesem Bild: Blutbild und Differenzialblutbild zeigen eine relative Neutrophilie und erniedrigte Lymphozyten‑Prozentwerte bei normaler Gesamtleukozytenzahl – typisch für eine akute oder kürzlich durchgemachte Infektion wie eine Erkältung. Gleichzeitig sind CRP und Leberwerte nicht stark erhöht, was eher für einen milderen Verlauf spricht. Damit ist es plausibel, dass deine Erkältung zum Messzeitpunkt einen Teil zur Triglycerid‑Erhöhung beigetragen hat, allerdings erklärt sie den Wert von 262 mg/dl nicht vollständig; dafür spielen Alltagsfaktoren wie Ernährung, Alkohol, Gewicht, körperliche Aktivität und Insulinresistenz eine zentrale Rolle.[6][2][3][4][5][1]

Aus Risikosicht bewegen sich deine Triglyceride im „deutlich erhöhten“, aber noch nicht im extremen Bereich: Ab etwa 150 mg/dl steigt das Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen und für die Entwicklung eines Diabetes merklich an, während sehr hohe Werte erst ab etwa 500–1000 mg/dl relevant mit akuter Pankreatitis verknüpft sind. In Kombination mit dem grenzwertig erhöhten HOMA‑IR und dem eher niedrigen HDL‑Cholesterin deutet dein Profil auf ein frühes metabolisches Risiko hin, nicht auf ein unmittelbar bedrohliches Szenario. Gleichzeitig ist positiv, dass LDL, Gesamtcholesterin, Leber‑ und Nierenwerte sowie HbA1c im Normbereich liegen, Vitamin D zwar mangelhaft, aber gut behandelbar ist und PSA sowie Blutbild keine gravierenden Auffälligkeiten zeigen.[7][8][3][9][10][4][5][6]

Für deinen Gesamtreport würde ich diesen Punkt so einordnen: Deine Blutuntersuchung zeigt insgesamt stabile Organfunktionen und eine günstige Glukose‑Langzeitkontrolle, aber ein klar erhöhtes Triglyceridniveau, das durch die akute Erkältung verstärkt, aber nicht allein verursacht wurde. Aus präventiver Sicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Ernährung (weniger Zucker, Weißmehl, Alkohol, mehr Ballaststoffe und Omega‑3‑Fettsäuren), regelmäßige Ausdauer‑ und Kraftaktivität sowie eine Vitamin‑D‑Optimierung anzugehen, und die Werte nach Erholung von Infekten in 3–6 Monaten erneut nüchtern kontrollieren zu lassen. Statista liefert hierzu vor allem Prävalenzdaten zu Fettstoffwechselstörungen in Deutschland, aber keine detaillierten Zielwerte; die klinische Interpretation stützt sich daher primär auf Leitlinien und Fachquellen.[3][11][9][12][13][4][5][6][7]

https://klinikradar.de/hypertriglyceridaemie
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/erhoehte-blutfette/triglyzeridwerte/folgeerkrankungen
https://www.netdoktor.de/laborwerte/triglyceride/
https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/hypertriglyceridaemie
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/erhoehte-blutfette/triglyzeridwerte
https://www.ptaheute.de/aktuelles/2025/05/16/erhoehte-triglyceride-beeinflussen-herzgesundheit
https://schlaganfallbegleitung.de/wissen/triglyceride
https://flexikon.doccheck.com/de/Hypertriglyceridämie
https://www.onmeda.de/diagnose/laborwerte/triglyceride-id202275/
https://www.lipid-liga.de/wp-content/uploads/RZ_Triglyzeride.pdf
https://www.lipid-liga.de/empfehlungen/
https://www.apollohospitals.com/de/...mal-values-and-treatment-for-increased-levels
https://edoc.rki.de/handle/176904/1494
https://seltene-erkrankungen.charit...chselstoerungen/schwere_hypertriglyzeridaemie
https://www.ddg.info/fileadmin/user...Praxisempfehlungen_Parhofer_Lipidtherapie.pdf

Da ich bei der Blutentnahme erkältet war, hört sich diese Einschätzung plausibel an, Es ist aber auch richtig, dass ich ungesund lebe und ca. 15Kg Übergewicht habe ... (97Kg@182cm)
 
Die Triglyceride sind deutlich vom BMI abhängig, aber nicht so stark, wie ich gedacht hätte:

1771949514146.png
Quelle: https://www.iosrjournals.org/iosr-jdms/papers/Vol19-issue1/Series-7/F1901072730.pdf

Ich habe seit Jahren Triglyceridwerte immer zwischen 50 und 60 und habe einen BMI von ca. 19 bis 20. Ich mache nicht viel Sport, insbesondere keinerlei Ausdauersport, aber ich faste 16 Stunden am Tag. M. E. wirkt sich Intervallfasten stark positiv auf die Trigyceride und auf die Stoffwechselflexibilität aus (damit ist gemeint: der Körper kann zwischen Zucker- und Fettverstoffwechselung gut hin- und herspringen, vgl. diesen Artikel: https://genetisches-maximum.de/mitochondrien/zucker-und-metabolische-flexibilitaet/). Wenn viel Fett im Blut herumschwimmt, heißt das, daß es nicht verbrannt wird, was natürlich auch daran liegen kann, daß das Angebot an Fett im Körper einfach zu hoch ist ("Speck"). Aber, wie gesagt, allein daran kann es nicht liegen, wenn jemand mit BMI 19 Trigl. von 160 hat (siehe Tabelle) und jemand anders 55.
 

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