Schultergelenksschmerzen mit starker Bewegungseinschränkung!

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:wave: Hallo ihr Helfer, ihr seit jetzt meine letzte Hoffnung, dass man mir einen Tipp geben kann.
Folgendes Problem: Vor 7 Jahren wurde während meiner Schilddrüsenoperation mir aus Versehen auch meine Nebenschilddrüsen mit weggenommen. Aus diesem Grunde muss ich 4 x am Tag Calcium 1000 mg und vitamin D-Präparat 3x am Tag zu mir nehmen.
Seit 4 Jahren leide ich unter Gelenkschmerzen, besonders in den Schulterbereichen. Zuerst fing es links an, jetzt ist die rechte Schulter dran. Ich kann, trotz Medikamente, kaum vor Schmerzen schlafen. Nehme schon ein teures "Zusatzmedikament" Orthomol Arthro , Physiotherapie 2x die Woche. Trotzdem ist meine Bewegungseinschränkung drastig, wird immer schlimmer. Die Schmerzen strahlen jetzt in den ganzen rechten Arm, besonders auch der Ellenbogen.
Die Ärtze sagen Arthrose des Schultergelenkes. Es hätte nichts mit der Einnahme von Calcium zu tun, bzw. mein Calciumwert liegt immer bei unter Normwert, es hätte nichts mit Osteoporose zu tun (Untersuchung diesbezüglich wurde auch nicht unternommen aus Kostengründen). Wer kann mir helfen???
Ist hier wirklich eine Schultergelenksspiegelung nötig???
So gerne würde ich mal wieder meinen Arm über Brusthöhe bekommen, um mir meine Haare machen zu können und mich gescheit anziehen zu können. Alles nicht machbar. Nur Tätigkeiten im unteren Bereich sind möglich. :idee: Vielen Dank für Eure Mithilfe!
 

Malve

Hallo KrankeFrau,

ich denke, dass eine Kernspintomographie (MRT) helfen könnte, den Grund für Deine Schulterprobleme zu finden. So eine Untersuchung ist risikofrei, beinhaltet keine Strahlenbelastung und keinen invasiven Eingriff - sprich: Spiegelung.

Liebe Grüße,
Malve
 
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Hallo Kranke Frau,

für mich klingt das wie wenn ein Meridian beleidigt wäre.
Ich würde einen APM-Therapeuten aufsuchen.
 
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Aus diesem Grunde muss ich 4 x am Tag Calcium 1000 mg und vitamin D-Präparat 3x am Tag zu mir nehmen.
An dieser Stelle denke ich an zu viel freies Calcium, daß sich dann irgendwo ablagert. Ich hab schonmal was darüber geschrieben. Siehe hier:
https://www.symptome.ch/vbboard/chr...en-demselben-krankheitsbild-3.html#post488363 Das ist aber ein derart kompliziertes Gebiet, daß ich nicht glaube, daß Du jemand findest, der sich damit auskennt ...
Seit 4 Jahren leide ich unter Gelenkschmerzen, besonders in den Schulterbereichen. Zuerst fing es links an, jetzt ist die rechte Schulter dran. Ich kann, trotz Medikamente, kaum vor Schmerzen schlafen...
Dabei denke ich jetzt an eine Kalkschulter, worüber ich auch schon was geschrieben habe. Siehe hier: https://www.symptome.ch/vbboard/koennte-problem/70336-schmerzen-schulter.html#post481960
Diesbezüglich sollte man schon jemanden finden können, der sich damit auskennt. Kalkablagerungen sollte man im Röntgenbild erkennen können, doch ich würde dem Orthopäden erstmal nichts von der Operation erzählen (sonst blockt der ab). Wenn Du wissen willst, wie sowas auf dem Röntgenbild aussieht, dann schau mal hier: Die Kalkschulter / Tendinosis calcarea / Tendintis calcarea
Das solltest Du dann selbst mit Deinen Röntgenbildern vergleichen können.
Nehme schon ein teures "Zusatzmedikament" Orthomol Arthro , Physiotherapie 2x die Woche. Trotzdem ist meine Bewegungseinschränkung drastig, wird immer schlimmer. Die Schmerzen strahlen jetzt in den ganzen rechten Arm, besonders auch der Ellenbogen. Die Ärtze sagen Arthrose des Schultergelenkes.
Nunja - immerhin bedeutet das, daß sie (Orthopäden ?) da schon eine Störung im Gelenk sehen. Jetzt wäre es allerdings schon ein ziemlicher Zufall, wenn Du ausgerechnet eine Arthrose bekommst, nachdem Du viel Calcium eingenommen hast. Ich kanns auch nicht als Zufall ansehen, daß Du Deine Arthrose ausgerechnet in den Schultern bekommst (und nicht in Knien oder Hüfte). Die Schultern sind dafür bekannt, daß sich dort besonders gerne Kalk ablagert, denn durchblutet wird er unter der Achsel und nicht dort oben an exponierter Stelle. Außerdem wirds dort oft auch recht kühl, sodaß noch mehr Kalkkristalle ausgefällt werden. Zufall ? Und dann ist es doch noch merkwürdiger daß es beide Schultergelenke betrifft. Da kommt dann bei einer Arthrose nur sehr selten vor (bei der wird meist nur das rechte Gelenk überlastet). Bei der Kalkschulter kommts aber dafür umso häufiger vor ... Abgesehen davon, sollte bei einer Arthrose nicht nur die Armbewegung nach oben Schmerzen verursachen. Es müßte also auch -eigentlich soigar gnz besonders - bei Bewegungen im unteren Bereich schmerzen ... Wenn jedoch die Gelenkkapsel entzündet ist, dann sollte das Gelenk normalerweise "etwas!" geschont werden, bis die Entzündung wieder abgeklungen ist. So eine Kalkschulter oder Impingement Syndrom ist gewissermaßen selbstregulierend (2-3 Wochen Entzündung mit starken Schmerzen (es wird sauer, wobei Kalk abgebaut wird), dann wirds wieder für 1-2 Monate besser und dann gehts wieder von vorne los - verläuft also in Intervallen). Bei einer Arthrose gibt's diese Intervalle nicht so ausgeprägt.
Es hätte nichts mit der Einnahme von Calcium zu tun, bzw. mein Calciumwert liegt immer bei unter Normwert, es hätte nichts mit Osteoporose zu tun (Untersuchung diesbezüglich wurde auch nicht unternommen aus Kostengründen). Wer kann mir helfen???
Nunja - was besagt da schon der Calciumwert ? Ob das Calcium nun in den Knochen eingebaut wird, oder ob es abgebaut wird entscheidet Calcitonin oder Calcidiol, das in der Schilddrüse gebildet wird. Fehlt Calcium, dann baut Calcidiol das Ca aus den Knochen ab. Steigt der Calciumspiegel dann wieder über 10 mg/100 ml, sezernieren die C-Zellen der Schilddrüse CT (=Calcitonin), womit das überschüssiges Ca in den Knochen eingebaut wird. Dieser Wert wäre da schon interessanter ! Ansonsten lagert es sich nur irgendwo im Körper ab - besonders wenns auf freie Phosphate trifft. Das ist ein verdammt kompliziertes Thema und wird wohl zu Deinem rein persönlichem Krimi ausarten.

Selbst bei den Leuten bei denen erhöhte Kalkablagerungen in den Gelenken nachgewiesen wurden, zeigten sich keine erhöhten Calciumwerte im Blut. Nun kann man natürlich sagen: "Bei denen sorgt auch die Schilddrüse dafür, daß der Blutwert stabil bleibt !" Doch wieso lagert sich deren Calcium, dann in den Gelenken ab und wird nicht in den Knochen eingebunden (oder ausgeschieden) ? Das hat bis heute eben noch keiner herausgefunden und es gibt verdammt viele Patienten mit Kalkschulter, Fersensporn, Tennisellenbogen, ect.
Ist hier wirklich eine Schultergelenksspiegelung nötig? So gerne würde ich mal wieder meinen Arm über Brusthöhe bekommen, um mir meine Haare machen zu können und mich gescheit anziehen zu können.
Ich kann offensichtlich davon ausgehen, daß Du schon mehrere Orthopäden samt Röntgen, MRT, CT durch hast, sonst würden die Dir wohl keinen invasiven Eingriff empfehlen (ist ja auch ein Risiko). Nunja - wenn durch alles andere kein Befund zu erheben war, bleibt Dir wohl nichts anderes übrig. Du mußt herfinden, ob es eine Entzündung (Kalkschulter) oder eine Arthrose ist. So kann's jedenfalls nicht weiter gehen. Abgesehen davon nehme ich an, daß Du dabei Schmerzmittel nimmst, wodurch die Mitochondrienfunktion auf Dauer geschädigt wird. Dann geben die auch noch Phosphate ab (siehe link oben) und dadurch wird's auch nicht besser ...

Allerdings - und jetzt kommt mal wieder meine Paranoia durch - würde ich vorher wirklich jede andere Möglichkeit genutzt haben. Ja, ja - meine Paranoia ! ich traue Ärzten nämlich nicht mehr über den Weg und traue denen so ziemlich alles zu. Auch daß sie das Gelenk absichtlich zerstören, um aus einer Kalkschulter eine Arthrose zu machen. Immerhin könntest du auf Schadensersatz klagen, wenn die Deine blutwerte nach verpfuschter OP nicht mal richtig einstellen können. Gegen so eine Paranoia hilft bei mir nur eines: Genaue Röntgenbilder oder auch ein MRT, damit jedem klar wird, daß das Gelenk nach der Spiegelung genauso auszusehen hat wie vorher. So abgesichert, würde ich dann die Spiegelung durchführen lassen ...

Grußm Manno
 
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Vielen Dank Manno für Deine ausführliche Beantwortung und Hilfe. Meine Röntgenbilder werde ich mir besorgen und vergleichen. Vielleicht hast Du mit der Kalkschulter völlig Recht. Aber zu welchem Spezialisten soll man gehen?
Gruß "krankeFrau"
 
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;)Super Klasse, lieben Dank Handwerkprofis! Habe direkt in meiner Nähe eine Therapeutin gefunden, die Akupunkturmassage nach Penzel beherrscht. Werde dies ausprobieren.

Manno: Wie sieht eigentlich die Zukunft für eine Kalkschulter aus? Was sind hier die Therapien?

:rolleyes:

Die Kalkschulter, die ich kannte, wurde wegoperiert.
 

Malve

Eine Kalkschulter kann man auch mit Stoßwellentherapie behandeln:

Verschiedene Arten von Stoßwellen
Es gibt Stoßwellen mit unterschiedlich starker Energie. Die niederenergetische Stoßwelle findet ihre Anwendung vor allem in der Schmerztherapie an eher oberflächlichen Sehnenansätzen. Die Wirkung wird durch wiederholte Anwendung verstärkt.
Mittelenergetische Wellen dringen tiefer in den Körper ein und werden vor allem bei der Kalkschulter (Tendinitis calcarea) eingesetzt. Wegen der dabei auftretenden Schmerzen ist in der Regel eine örtliche Betäubung unerlässlich.
Stoßwellentherapie | Stoßwellentherapie, Behandlung, Stoßwellen, Wirkung, Wellen

Liebe Grüße,
Malve
 
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:) Recht herzlichen Dank Malve für Deine Hilfe! Gruß
 
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auch ich bedanke mich für den vorschlag, aber das habe ich alles hinter mir. und ich bewege meinen arm, auch wenn es manchmal ein wenig schmerzt, denn ich denke, dass es besser ist, die gelenke in bewegung zu halten.
danke lg inesmaria
 
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