Blockierte Schulter

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Hallo Frustelinchen

Danke dir für dein Feedback!
Gerne.

Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass sich deine Beschwerden im Rahmen halt und nicht noch aus dem Ruder laufen!
Das ist sehr lieb von Dir, danke:)
Du hast geschrieben, dass du dich seit Jahren mit deiner Schulter rumquälst. Hast du denn mal eine Diagnose bekommen, wo das Problem liegt? Oder hat man nichts Spezifisches gefunden – Schulterzuck, wir probieren mal ein bisschen rum mit Schmerzbetäubung?
Nee, seit Jahren quält die Schulter nicht - dies Phänomen war anfänglich nicht so schlimm. Nur beim Feldenkrais habe ich bemerkt, dass ich den Arm, nicht so wie die anderen Teilnehmer, über dem Kopf ablegen kann.
Dann habe ich irgendwann mehr Zug nach hinten gegeben und dann bekam ich die schmerzhafte Quittung.
Da ich noch mehr schmerzhafte Gelenke habe, läuft das ganze unter Fibromyalgie - eine Diagnose, die kein Mensch braucht. Selbst die Therapeuten sagen, dass es das nicht ist, dürfen aber keine Diagnose stellen. Bei mir hängt der Zeitpunkt auch eindeutig mit meiner Hormonkonstellation zusammen.

Das Kortison ist in der rechten, noch beweglicheren Schulter. Ich habe am Freitag wieder Termin beim Schulterorthopäden, eigentlich mit der Absicht, die linke, unbewegliche Schulter auch noch zu infiltrieren. Jedoch bin ich mir hier ganz sicher, dass ich das nicht machen lassen werde. Ich glaube nicht, dass es mir bei dem Zustand dieser Schulter irgendwas bringen würde. Ich bereue es mittlerweile auch etwas, dass ich die rechte Schulter spritzen liess, aber unter dem Einfluss des Diagnoseschocks konnte ich da nicht mehr gross rational denken und vertraute einfach der Empfehlung des Spezialisten. Hinterher ist mir dann nämlich erst wieder (einmal mehr) bewusst geworden, dass alle immer selbstverständlich davon ausgehen, dass Schmerzen das primäre Problem des vorstelligen Patienten seien …
Ich finde Deine Entscheidung, erst einmal die rechte, besser bewegliche Schulter zu behandeln nachvollziehbar. Genauso hätte ich mich zunächst auch entschieden und überlege schon, da mir die rechte Seite auch schon weh tut genauso zu handeln.;)

Ich werde den Termin nun aber trotzdem wahrnehmen, denn ich brauche Informationen.
Das verstehe ich.

Er muss mir genau erklären, worauf ich mich noch gefasst machen muss oder worauf ich hoffen darf (bleibt die rechte Schulter vielleicht so leicht eingeschränkt beweglich, oder muss ich diese Hoffnung abschreiben?) und wie dich diese Phasen anfühlen. Ich habe ja den Eindruck, dass die linke Schulter in Phase 2 ist, aber wenn dann doch wieder Schmerz aufkommt, zweifle ich wieder. Wie viel können Übungen in dieser Phase wirklich bewirken? Und wie merkt man, dass es in Phase 3 geht und man also unbedingt aktiv werden sollte und das «Auftauen» aktiv unterstützen? Da sind halt alles so Fragen, und ich bin nun mal vom Typ her jemand, der etwas verstehen können muss, um sich damit wohlzufühlen bzw. damit umgehen zu können.
Ich schätze mal in diesem Punkt wird der Doc zurückhaltend antworten; weil die Ärzte viel in der Praxis erleben z.B. Spontanausheilungen bis hin zum therapieresistenten Zustand.

Auweia, das ist ja fies! Aber absolut nachvollziehbar. Das ist ja auch ein Teil meiner Reue betreffend Infiltration der rechten Schulter. Ich weiss jetzt irgendwie überhaupt nicht, was da wirklich Sache ist. Sie fühlt sich ja grundsätzlich ähnlich schmerzarm an wie die linke, aber ist dies, weil sie tatsächlich auch in Richtung Phase 2 geht? Oder ist es nur das Kortison? In welchem Zustand wird sie sein, wenn die Wirkung des Kortisons nachlässt? Bremst das Kortison vielleicht sogar den natürlichen Ablauf des Geschehens irgendwie aus und die aktuelle Phase verlängert sich, weil die «Ursache» sich noch nicht fertig ausgetobt hat und künstlich auf Pause gesetzt wurde?
Genau, das sind sehr kompetente Fragen, die Dir der Arzt hoffentlich erklären kann. Zumindest inwiefern das Kortison den natürlichen Ablauf bremsen könnte - oder vielleicht auch fördern.
Bei meiner HWS-Geschichte waren die physikalischen Anwendungen wahrscheinlich zu "radikal".

Dies ist mir bewusst, dass Bewegung im Wasser, mit dem Auftrieb, einfacher ist. Aber da sind eben meine diversen, summierten kleinen Abneigungen, weshalb ich mich nicht durchringen kann.
Verstehe - manche mögen auch kein Chlorwasser u.s.w., u.s.w.

Huch … Hmm, nein, so ist es nicht gemeint. Ich kenne zwar tatsächlich den Frau-verliebt-sich-in-ihren-Retter-Effekt. Ein Kollege fällt ständig darauf rein, steht Frauen in schwieriger Situation zur Seite, diese verlieben sich dankbar in ihn, fangen etwas mit ihm an, und wenn sie wieder im Lot sind, lassen sie ihn fallen, weil sie dann merken, dass es ihnen nicht wirklich um den Kollegen ging. Es tut mir so leid für ihn, aber irgendwie lernt er es einfach nicht …
:D Gottseidank, dass es solche "Retter" gibt; irgendwann wird es schon klappen bei soviel empathischen Verhalten, er hat bestimmt auch ein wenig davon ;)

Das ist wahr, das fand ich am Anfang auch ganz schön schwierig in gewissen Situationen. Beim Arzt zieht man sich ja auch aus und er tatstet was ab. Aber das sind vielleicht eine oder zwei Minuten. Aber ein Physio arbeitet ja voll «auf Mann», berührt einen fast eine halbe Stunde lang.
Eben:)
Dies fiel mir zu Beginn sehr schwer, nur schon, wenn diese fremde Person, meine Hand umfasste, um den Unterarm zu bewegen, und dabei Handfläche auf Handfläche lag. Inzwischen macht mir sowas nichts mehr aus, aber manchmal sind dann doch wieder irgendwelche Berührungen, bei denen ich etwas zu kämpfen habe. Ich habe mich tatsächlich schon gefragt, wie man dazu kommt, Physiotherapeut/Osteopath zu werden. Zwar finde ich es sehr interessant, wo welche Zusammenhänge bestehen, wie man Probleme auf nicht augenscheinliche Art lösen kann. Aber eben genau dieses fremden Menschen so nahe kommen Müssen ist nun mal wirklich nicht jedermanns Sache. Meins auf jeden Fall nicht …
Sagen wir mal so, ich habe mich daran gewöhnt. Und mit der Zeit meine Vorurteile abgebaut. Beim für mich "besten" Physiotherapeut wäre ich am liebsten sofort aus dem Behandlungszimmer gelaufen, da er einen ziemlich starken muskulären Körperbau hatte und leicht "brutal" aussah:confused:.

Und ich hatte mich so getäuscht, wie ich hinterher feststellte, deswegen kann ich diese Gewöhnung auch gut nachvollziehen.

Hmm, das ist eigentlich der Punkt, Kayen. Ich empfinde ihn auf eine Art als einen Freund (obwohl ich finde, dass er ein ziemlich seltsamer Mensch ist und mir das eine oder andere an ihm sogar ziemlich missfällt), eben auch emotional, nicht mehr einfach rational als meinen Therapeuten. Aber «Freundschaft» existiert nur bei Gegenseitigkeit, und da stehe ich mit meinem Empfinden an. Ich bin ja nur eine Patientin von vielen.
Vielleicht dann eben ein therapeutischer "Gesundheits-Freund" ohne gegenseitige Bindung.

Wie dem auch sei, ich habe heute Morgen beschlossen, heute laufen zu gehen, um vielleicht durchs Marschieren eine Lockerung und etwas Energie in den erschöpften Schultergürtel zu kriegen und Luft zu bekommen, zu atmen. Und weil es mir zu doof war, einfach irgendeinen Kreis zu laufen, gehe ich nun im Geschäft vorbeischauen und den Kollegen einen Schoggikuchen vorbeibringen.
Gute Idee, wie ich im nächsten Beitrag gelesen habe.

Ganz liebe Grüße von Kayen
 
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Hallo Kayen

Sagen wir mal so, ich habe mich daran gewöhnt. Und mit der Zeit meine Vorurteile abgebaut. Beim für mich "besten" Physiotherapeut wäre ich am liebsten sofort aus dem Behandlungszimmer gelaufen, da er einen ziemlich starken muskulären Körperbau hatte und leicht "brutal" aussah:confused:.
Hach, ich musste eben beim Lesen und mir Vorstellen deines Physio herzlich lachen. Sorry, jetzt muss ich auch mal diese bekloppten Smilies anwenden …

Kayen, zum ersten Mal auf Physio treffend: :schock::tuer:
Frustelinchen, sich das vorstellend: :)))

Also meiner ist nicht furchteinflössend, eher ein bisschen der «gemütliche» Typ, so mit ganz leicht Bäuchlein, das er unter seinen nicht in die Jeans gestopften Poloshirts versteckt … Wuuuaaaah, ja, ich weiss das, denn das war vor allem beim ersten Mal auch so ein Moment zum einfach nur Wegrennen! Beim Schultermobilisieren fasste er meinen Arm so mit beiden Händen, dass der waagrecht vor seinem Bauch – und meine Handfläche an seinem Bauch lag. Hiiiiiiilfeeeeeeeeeeeeeeeeeeee!!! Boah, sooooo unangenehm! Ich liebe es, bei einem Partner zum Beispiel beim Fernsehgucken meine Hand auf dessen Bauch zu legen, etwas zu streicheln und kraulen, und umgekehrt mag ich auch seine Hand auf meinem Bauch. Aber das da unter meiner Hand war nun der Bauch meines Physios, wuuuuuaaaaaaaaah, hilfe, hilfe, hiiiiilfe!!!

Ach Kayen, es tut mir gerade echt gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit solchen Empfindungen, dass ich nicht einfach zu «unentspannt» bin, und ich kann über mich selbst und diese Situationen lachen!

LG
Frustelinchen
 
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Ach, das freut mich, dass es Dir hilft, Frustelinchen und mir ebenso, hab mich bezüglich meiner Physioanimositäten manchmal auch etwas hilflos gefühlt.

Den gemütlichen Bauchtyp hatte ich vorher. Sein weißes Poloshirt war jedoch fein ordentlich in die Hose gestopft und das Bäuchlein hing dabei etwas über seinem Haltegürtel.:)
Ich saß auf der Liege und der Physio stand hinter mir und ich durfte meinen Kopf in seinen weichen Bauch legen und er dehnte dabei meine Brustmuskulatur:D ; :eek:
Dabei lenkte er mich gottseidank etwas mit seinen Erklärungen ab - aber vom Wohlfühlen keine Spur. Emotional habe ich allerdings nichts mit nach Hause genommen - außer manchmal auftretende Schmerzen nach der Physio, die mich dann ärgern - wenn vorher in der Gegend nichts schmerzhaftes war.

Jedenfalls habe ich mich hier ebenso über Deine Begegnung und die daraus entstandene Strategie des "Annäherns" prächtig amüsiert:)))

Gute Besserung weiterhin, Frustelinchen und mich würde doch noch einmal die Diagnostik einer Frozen Shoulder interessieren, ob rein durch Sichtung und mechanisches Ausloten oder auch MRT.

Ich lese mir aber in Ruhe noch einmal alle Deine Informationen durch, da ich in letzter Zeit, beim Schreiben, etwas in Zeitdruck bin.

Herzlichen Dank nochmals und ganz liebe Grüße von Kayen
 
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Blockierte Schulter – adhäsive Kapsulitis (beidseitig)

Heute Vormittag war ich nun also bei meinem Schulterspezi. Seufz, was soll ich sagen? Ich glaube, er ist eingeschnappt. Er war darauf fixiert, dass ich da wäre, um die zweite Schulter zu infiltrieren. Und war dann ziemlich erstaunt, als ich klar sagte, dass ich das nicht wolle, dass ich aber Informationen brauche …

Naja, es ist halt schon so, dass sich extrem wenig mit Sicherheit sagen lässt.
Was ich mit meiner rechten Schulter zu erwarten habe? Offen. Kann sein, wenn das entzündliche Geschehen gestoppt ist, dass es bei der leichten Bewegungseinschränkung bleibt, kann aber auch sein, dass sie sich auch noch verabschiedet wie die linke.
Ist meine linke Schulter schon in Phase 2? Dürfte vermutlich der Fall sein. Lässt sich aber halt nicht so genau sagen, möglicherweise könnte auch das Kortison aus der rechten Schulter die linke «mitbehandelt» haben.
Ist in Phase 2 die Entzündung weg und daher schmerzarm bis schmerzfrei? Ja, die Schmerzen werden durch die Entzündung selbst ausgelöst, die Gelenkkapsel ist in Phase 2 vernarbt/geschrumpft.
Kann ich also jetzt schon versuchen, die linke Schulter zurückzubekommen? Ja, kann ich vorsichtig versuchen, wird aber sicher lange dauern.

Bei dem Thema Aquatherapie hat er mich wohl überhaupt nicht verstanden. Naja, er selbst habe nie Aquatherapie gemacht oder die Erkrankung gehabt, aber das sei halt das, was viele Patienten rückmelden, dass sie da zwar nicht die Beweglichkeit zurückbekommen hätten, aber zum ersten Mal seit langem sich wieder einigermassen bewegen können hätten, ohne gleich Schmerzen zu haben, und damit Fortschritte verspürt hätten. Deswegen werde es in diesem, in jenem und auch jenem Spital so gehandhabt, mit Kortison gegen die Schmerzen und dann Aquatherapie. Aber er könne mir schon eine Verordnung für Physio ausstellen.

An diesem Punkt musste ich ihm zum zweiten (oder schon dritten?) Mal in dem Gespräch sagen, dass mein vordergründiges Problem NICHT Schmerzen seien, dass die ja schon vor dem Kortison am Abnehmen waren, sondern meine Bewegungseinschränkung … Kann mir jemand erklären, wieso diese Aussage nicht zu verstehen ist? Weshalb sich eine Diskussion immer sofort wieder um Schmerz und deren Minimierung dreht? Ich hatte mich ja ursprünglich auch nicht wegen den Schmerzen in der Schulter beim Arzt gemeldet – klar gehörten die dann auch zum Thema, da ja die Ursache für alles und die Lösung dazu gefunden werden sollte –, sondern weil sie sich nicht mehr bewegte und innert nützlicher Frist sich nicht besserte.

Nun ja, das Kortison wirke etwa zwei bis drei Wochen, das wollte ich auch noch wissen. Da die Infiltration genau zwei Wochen zurück liegt, dürfte es also in etwa einer Woche raus sein und ich werde wieder meine Schulter in ihrem wahren Zustand spüren können. Ich bin zuversichtlich, dass sich keine (wesentliche) Verschlechterung einstellen wird. Für den Fall, dass doch, hat er mir ein Rezept für Kortisontabletten ausgestellt, das ich einlösen könnte, sollte ich doch das Bedürfnis verspüren.

Dann meinte er auch noch, dass man halt, wenn sich nach Erreichen der Gefroren-Phase nicht innert nützlicher Frist wieder Bewegung im Gelenk einstellt, operativ eingreifen könne mit Narkosemobilisation oder arthroskopisch. Ich: «Oh nein! Nein, nein, nein. Nein. Da habe ich ein anderes Ziel.» Er meinte am Schluss noch, weil ich ja irgendwie (fast) alles verweigere oder zumindest Bedenken habe, ob ich denn so schlechte Erfahrungen gemacht hätte. – Nein, aber ich hätte sehr viel Bauchgefühl, und das sei sehr stur …

Nun ist also mein Plan, meine Schultern (möglichst) medikamentenfrei zu pflegen, seeeeehr vorsichtig links zu mobilisieren versuchen und ab und zu beim Physio reinzuschauen, um die Begleiterscheinungen behandeln zu lassen. Da wäre es mir eigentlich am liebsten, ich könnte einfach bei konkretem Bedarf vorbeigehen, aber der ist so gut ausgebucht, dass es sogar jetzt schon, da ich ja sozusagen ein Zweimal-wöchentlich-Abo habe, manchmal nicht ganz einfach ist, für die jeweils nächste Woche wieder Termine zu bekommen. Das muss ich wohl mit ihm nächstes Mal anschauen, ob wir es deswegen wöchentlich fix machen sollen oder welche Idee er hat.

Wegen der weiter anhaltenden Schlafstörung habe ich unterwegs zum Termin noch schnell in der Apotheke reingeschaut. Zum Baldrian-Hopfen-Präparat meinte die Apothekerin, dass es bei diesen Mittelchen halt schon ein, zwei Wochen dauern könne, bis sich eine Wirkung einstelle. Das war mir neu, hatte weder die Drogistin erwähnt, noch steht sowas in der Packungsbeilage. Hmmm, das ändert aber nichts daran, dass ich nun wirklich JETZT wenigstens zu ein paar gut geschlafenen Nächten kommen muss, weil ich mich nicht mehr als Mensch, sondern eher als Zombie fühle und ab nächster Woche, aber allerallerspätestens in zwei Wochen wieder vernünftig arbeitsfähig sein muss. So habe ich nun Tabletten mit dem toll klingenden Wirkstoff Diphenhydraminhydrochlorid. Immerhin ist es aber noch keins der verschreibungspflichtigen, berüchtigten Benzodiazepine. Dies nehme ich nun voraussichtlich mal die nächsten drei Nächte. Wenn irgend möglich werde ich dann wieder absetzen, da ich einerseits so wenig wie möglich von dem Zeug nehmen will, andererseits ohne Medikamentennebenwirkung arbeiten will. Wenn ich dann schlafmässig wieder einigermassen beisammen bin, kann ich ja immer noch bei Bedarf den Hopfen-Baldrian zur Unterstützung weiter nehmen.


Liebe Kayen

Ich saß auf der Liege und der Physio stand hinter mir und ich durfte meinen Kopf in seinen weichen Bauch legen und er dehnte dabei meine Brustmuskulatur:D ; :eek:
:))) Oh schöööööön … Mannomann, wir sollten ein Buch mit den gruseligsten Physiomomenten schreiben. Ich hätte da auch noch zwei auf Lager, die ich hier aber nicht näher ausführen möchte. Nur soviel: Die scheinen sich manchmal sehr nicht bewusst, bei welcher Liegenhöhe und bei welchen Aktionen welche Körperpartien in unmittelbare Nähe zum Patienten oder mitten in dessen Gesichtsfeld gelangen … :schock:

außer manchmal auftretende Schmerzen nach der Physio, die mich dann ärgern - wenn vorher in der Gegend nichts schmerzhaftes war.
Oh ja, kenn ich ja auch. Zwar hatte mein Physio versprochen zu reparieren, was er kaputt macht, und das hat er dann letztes Mal auch gehalten, aber ich hab ihn noch nicht so weit gebracht, dass es wie in meiner Branche läuft: Mache ich einen Fehler, wird es kostenlos korrigiert! Der Sack aber verwendet dafür einfach die nächste verordnete Therapie(halbe)stunde! Ich vermute schon länger hinterlistige Taktik dahinter, damit ich mit meinen eigentlichen Problemen nicht weiterkomme und mir immer neue Verordnungen holen und wiederkommen muss und er den Terminkalender voll hat (=Geld kommt rein) … Vor allem gehen die Typen ja so raffiniert vor, dass erst alles bestens scheint und erst eine Stunde später das Zwicken und Klemmen anfängt … :D

Jedenfalls habe ich mich hier ebenso über Deine Begegnung und die daraus entstandene Strategie des "Annäherns" prächtig amüsiert:)))
Freut mich, dass ich auch dich erheitern kann. Vielleicht sollte ich die Branche wechseln? :zwinkern:

Gute Besserung weiterhin, Frustelinchen
Danke dir!

und mich würde doch noch einmal die Diagnostik einer Frozen Shoulder interessieren, ob rein durch Sichtung und mechanisches Ausloten oder auch MRT.
Hmm, das hatte ich noch nicht so genau ausgeführt. Ein Schulterspezialist kann die Diagnose durch die Befragung des Patienten über die Entstehung und Art der Beschwerden sowie mit Bewegungstests – Prüfung von Kraft, Aussen- und Innenrotation sowie Abduktion (Abspreizen) – mit grosser Sicherheit stellen. Zum Ausschliessen anderer Ursachen der Unbeweglichkeit werden aber Röntgen (knöcherne Umbildungen) und/oder MRI (Sehnenschäden) herangezogen.

Während im Röntgen eine adhäsive Kapsulitis nicht erkannt werden kann, gibt es im MRI recht deutliche Hinweise. Bei Neutralstellung des Arms (Runterhängen) befindet sich unter der Schulter (über der Achselhöhle) eine Aussackung der Gelenkkapsel namens Processus axillaris. Dieser Teil der Gelenkkapsel wird erforderlich, wenn der Arm nach oben gedreht wird und somit sich die Strecke zwischen den beiden Befestigungsstellen der Gelenkkapsel am Oberarmknochen und am Schulterblatt verlängert. (Hoffe, das ist einigermassen verständlich erklärt.) In gesundem Zustand zeigt sich diese Aussackung auf den MRI-Bildern durch die Füllung mit Kontrastmittel als recht grosser, leuchtender Bereich (hier ein Beispielbild).
Bei einer entzündeten Gelenkkapsel verdickt diese deutlich, es findet sich weniger bis kein Platz mehr für Kontrastmittel. Im MRI fehlt die grosse, leuchtende Fläche, dafür ist bei genauerem Hinschauen die verdickte, veränderte Struktur der Kapsel zu sehen (Beispielbild).
Auf meinem MRI-Bildern nun befand sich zwar noch gut Kontrastmittel zwischen Oberarmkopf und Gelenkpfanne (der «senkrechte» leuchtende Bereich auf dem ersten Bild), aber von der Aussackung darunter war so gut wie nichts zu sehen. Das habe sogar ich kurzsichtige Laie klar und deutlich sofort erkannt. Ist daher verständlich, dass ich wütend auf den Radiologen bin? Der hat entweder seinen Job gar nicht gemacht und einfach irgendwas in den Bericht geschrieben («Ach, die doofe Schnepfe hat eh nix Besonderes und tut nur wehleidig»), oder er braucht dringend einen Blindenhund! Beides ist absolut inakzeptabel.

da ich in letzter Zeit, beim Schreiben, etwas in Zeitdruck bin.
Umso mehr herzlichen Dank für deine Zeilen! Es tut mir echt gut, mich hier austauschen zu können und (unnötige) Dinge, die beschäftigen, auflösen und sogar in Lacher verwandeln zu können.

LG
Frustelinchen
 
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Blockierte Schulter – adhäsive Kapsulitis (beidseitig)

Drei Nächte später, ab morgen wird’s wieder ernst gelten. Schlafmässig fühle ich mich besser. Inwiefern meine Konzentrationsfähigkeit zurück ist, wird sich bei der Arbeit zeigen, aber ich bin zuversichtlich.

Freitagabend war aber sehr schräg. An diesem Abend schlief ich zum ersten Mal seit meiner Schlaflosigkeit schon vor dem Zubettgehen auf dem Sofa ein. Etwa eine Stunde später wachte ich auf und fühlte mich sehr seltsam. Naja, wirklich bequem ist das Sofa auch in gesundem Zustand nicht, man fühlt sich gerne etwas zerdrückt. Wieder eingeschlafen, wachte ich wieder etwa eine Stunde später erneut auf. Nun war es langsam an der Zeit, richtig schlafen zu gehen und ich richtete mich auf. Meine Fresse, was war das denn?! Ich kann meinen Zustand in dem Moment gar nicht beschreiben. Etwas zerdrückt, völlig schlapp, recht schwerer Herzschlag, das Atmen fiel mir relativ schwer, total schummrig im Kopf, fast etwas desorientiert … Während ich versuchte, zu mir zu finden: «Eieiei…» – «Boah…» – «Oioioi…» – «Läck mir…» – durchsetzt mit paradoxen Lachern über mein elendes Befinden. Es ging mir durch den Kopf, dass sich so ähnlich ein leichter Drogentrip anfühlen könnte, nur dass es demjenigen wahrscheinlich gut gehen würde, ich mich aber todbesch…en fühlte. Ich studierte ganz ernsthaft angestrengt, ob ich mir schon eine Schlaftablette eingeschmissen, es aber vergessen hatte. Nein, definitiv nicht, die Packung war noch voll, und ich nehm derzeit ja auch keine anderen Medikamente … Ich habe keine Ahnung, was da los war! Dass ich nun so übel fühlte, zögerte ich, ob es wirklich ratsam sei, nun zum ersten Mal das Schlafmittel zu nehmen. Ich hatte sowieso einen ziemlich grossen Respekt vor so einem Medikament, welches eine nicht unerhebliche Funktion – den Schlaf, also Bewusstseinsverlust – erzwingt. Nachdem es mir einige Minuten später dann doch wieder etwas besser ging, nahm ich wie angedacht eine halbe Tablette ein. Ich habe die Nacht zwar nicht durchgeschlafen, wachte ein, zwei Mal auf, aber nur kurz, und fiel dann wieder in tiefen Schlaf. Am Morgen beim Aufwachen war ich zwar noch müde, aber hatte trotzdem das Gefühl, endlich mal wieder geschlafen zu haben und innerlich ruhiger zu sein. Der Müdigkeit gab ich nach, da ich nicht zwingend aufstehen musste, und kuschelte mich in die Decke, döste nochmals etwas ein und liess mich ganz langsam wach werden. Eine insgesamt gute Nacht.

Samstagabend habe ich eine ganze Tablette genommen, weil mir die eine halbe gut bekommen war und ich den Effekt noch etwas steigern wollte, um in der kurzen Zeit (drei Nächte) so viel wie möglich rauszuholen. Jedoch war dies keine gute Nacht, ich schlief schon recht schlecht ein, die einschlaffördernde Wirkung liess auf sich warten, und auch mit Durchschlafen war nix, ich wachte in dieser Nacht recht oft auf. Morgens aber fühlte ich mich dennoch ähnlich wie am Morgen davor.

Gestern Abend stand nun die letzte geplante Nacht mit Schlafmittel an. Ich nahm wieder nur eine halbe Tablette (wieder runterfahren), schlief grundsätzlich gut, aber wieder mit so einigen kurzen Unterbrüchen.

Negativer Effekt der Schlafmittel-Nächte: Ich verliere so mein Körperbewusstsein, dass ich keine Rücksicht auf meine Schultern nehme und glaub jede Nacht mindestens einmal mit dem Reissen in Schulter/Oberarm rechts aufgewacht bin, weil sie ungünstig bewegt/belastet wurde. Da ist es mit der Entzündung also definitiv nicht vorbei. Die linke Schulter aber hat, soweit ich mich erinnere, keine oder nicht nennenswerte Probleme gemacht.

Diese Schmerzen, die den Oberarm hinterlaufen und mir das Empfinden geben, der Arm würde mir abgerissen, habe ich nie verstanden. Wenn es doch ein Geschehen an der Gelenkkapsel ist, wieso dann dieses Reissen im Oberarm (mein intensivster Schmerz)? Ich denke, dafür habe ich nun den Grund gefunden auf dieser Grafik, die die Gelenkkapsel etwas präziser darstellt als die meisten. Die Gelenkkapsel legt sich nicht ausschliesslich ums Gelenk selbst, sie bildet auch die Sehnenscheide der Bizepssehne. Ich schätze nun, dass an dieser (engen) Stelle die Entzündung den Bewegungsspielraum der Bizepssehne einschränkt, sie nicht flüssig hin- und hergleiten lässt. Man könnte vielleicht auch sagen, dass die Sehne an dieser Stelle in der Sehnenscheide festklebt oder sogar festklemmt. Sie kann sich nur langsam und beschränkt in dem Kanal bewegen. Das erklärt mir auch, weshalb bei vorsichtiger Dehnbewegung des Arms (schmerzfrei oder zumindest -arm) eine rasche Bewegung zurück in die entspannte Position genauso Schmerz auslöste (gell, lieber Physio …!).

Mit diesen Erkenntnissen gehe ich nun in den Rest des Montags und versuche, meine linke Schulter sanft noch etwas zu fordern …

LG
Frustelinchen
 
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Danke für deine Berichte frustelinchen!
Mich plagen ja auch diese Schmerzen in den angrenzenden Schultermuskeln.
Die Eingangs erwähnte Dehnübung habe ich öfters gemacht, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich nicht dabei zu stark verdrehe. HWS/BWS ist ja eine Schwachstelle bei mir und die darf ich nicht zu stark reizen. Auch sind momentan einige Muskeln in dem Bereich noch mehr gereizt.
Der Schulterbereich braucht mehr Bewegung, aber welche genau?
Guten Schlaf wünsche ich dir
Earl Grey
 
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Mein erster Arbeitstag, nach mühsamer Nacht mit stundenlangem Wachliegen vorm Einschlafen. Obwohl ich beim Zubettgehen schön müde war und dann auch fand, dass ich innerlich merklich ruhiger war als noch letzte Woche. Gegen eins war ich kurz davor, nochmals aufzustehen und doch eine Schlaftablette zu nehmen. Aber ich hab mich «durchgebissen» und bin dann doch noch eingeschlafen. Wie ich dann geschlafen habe, weiss ich gar nicht mehr, aber gegen sechs war ich dann wieder wach, und ich drehte mich müde einige Male, bis schliesslich der Wecker ging.

Unter der warmen Dusche liess ich mir wieder Zeit, bis die Muskeln aufgewacht schienen, und ich nahm den Tag einigermassen energievoll in Angriff. Zwar merkte ich relativ bald, dass mein Kopf noch nicht wieder auf der Höhe war, aber es ging. Bis gegen Mittag. Da verabschiedete sich meine Konzentrationsfähigkeit, und nach dem Essen, als ich mit den Kollegen noch am Tisch sass und wir plauderten – unter anderem über meine Erkrankung, da sie wissen wollten, wie das denn nun genau sei und ob es besser gehe –, wurde ich tooooodmüde, und ja, liebe Kollegin, ich bin tatsächlich die ganze Zeit schon extremst übermüdet, aber danke, dass du meinst, das würde man mir aber gar nicht anmerken … :D

Nun ja, irgendwie hab ich’s unter anderem mit gründlichem Spülmaschinausräumzwischenstopp bis zum laaang ersehnten Feierabend geschafft, aber der Entschluss, heute halt doch wieder eine (eine halbe?) Schlaftablette einzuschmeissen, steht. Wenn ich damit morgen besser durch den Tag komme, werde ich halt erstmal dabei bleiben müssen, denn das war echt hart heute. Ich mach mir nur Sorgen, wie ich dann wieder davon loskomme. Irgendwann muss ich bzw. mein Körper doch wieder von sich aus normal zu funktionieren beginnen …? :keineahnung:


Liebe Earl Grey

Die Eingangs erwähnte Dehnübung habe ich öfters gemacht, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich nicht dabei zu stark verdrehe.
Sanft, wirklich-wirklich sanft ist extrem wichtig, wie ich immer wieder merke. Es braucht nur einen zu energischen Mobilisationsversuch, dann muss ich wieder aussetzen, bis der entstandene Schmerzpunkt sich wieder beruhigt hat, und das kann auch mal ein paar Tage dauern. Und ein wirklich aufmerksames Insichhineinfühlen. Wo genau will man etwas erreichen? Und wie kann man dieser Stelle helfen, ohne andere zu belasten?

HWS/BWS ist ja eine Schwachstelle bei mir und die darf ich nicht zu stark reizen. Auch sind momentan einige Muskeln in dem Bereich noch mehr gereizt.
Meine Erfahrung: Nimm solche Empfindungen unbedingt ernst und gib gereizten Bereichen Zeit, in denen du sie bewusst schonst und entspannst. Vielleicht kann lokale Kälte- oder Wärmeanwendung unterstützen. Trainiere erst weiter, wenn sich die Bereiche wieder okay anfühlen.

Wie du geschrieben hast, tust du ja eigentlich sehr viel für deine Schultern und Rücken und du hast auch eine gute Selbstwahrnehmung, findest Situationen, die für dich nicht ideal sind, und Methoden dagegen. Vielleicht ist es einfach etwas zu viel? Zu viel Forderung, zu wenig Entspannung? Gib deinen Schultern und deinem Rücken etwas Liebe. :)

Der Schulterbereich braucht mehr Bewegung, aber welche genau?
Mir hat letzte Woche das Marschieren sehr gut getan, als ich einen so verkrampften und erschöpften Schultergürtel hatte. Natürlich kann man dabei unterschiedliche Körperhaltungen haben. Ich gehe eigentlich sehr aufrecht, die Schultern können dabei fast nicht nach vorne fallen. Man sollte sie nach meiner Erfahrung aber auch nicht nach hinten zwingen, sondern wirklich aus der Wirbelsäule heraus in eine lockere, ausbalancierte Position zu bringen versuchen, die keine wirkliche Muskelanstrengung braucht. Das ist auch das, was ich im Sitzen feststelle: Die Schultern nicht aktiv zurückziehen, sondern das Rückgrat so positionieren, dass sie möglichst locker oben/hinten bleiben und nicht nach vorn zusammenfallen. So komme ich zu einem entspannten Gefühl in den Schultern (solange sie nicht zuuu verkrampft sind, dann krieg ich’s auch nicht mehr hin).

Guten Schlaf wünsche ich dir
Das wünsche ich dir und euch allen auch von Herzen!

LG
Frustelinchen
 
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25.09.13
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Du hast Recht Frustelinchen, wenn eine Schwachstelle bekannt ist, muss man darauf Rücksicht nehmen.

Ich habe halt die positive Erfahrung mit der Wiedererlangung des Bewegungsradius gemacht, wo ich leichten Schmerz übergangen bin. Nun will ich aber auch noch den Schmerz weghaben, der bei bestimmten Armbewegungen entsteht. Da schubbert immer noch Sehne auf Knochen und wird gereizt.
Es kann natürlich sein, dass es nie anders war und nur auf die Alterung zurückzuführen ist, wo alles mehr austrocknet, somit gibt es weniger Zwischenräume.

Auf jeden Fall werde ich bei Yoga, Fitness, Pilates etc. wieder meine natürliche Intuition walten lassen und auch dort die unangenehmen Übungen nur kurz und weniger intensiv machen. (Auch wenn ich mich dann immer als die Schlechteste fühle) Denn von 1x Rückenverrenken habe ich jeweils 2 Wochen etwas davon. In der Zeit gibts dann weniger Haushalt und mehr Kopfschmerz. Alles Mist.

Auch mit der Ernährung hatte ich mir in letzter Zeit das ein oder andere "gegönnt". Das musste einfach sein. Es ist auch nichts schlimmes passiert. Verdauung nicht immer optimal, mal ein Pickel, wunder Mundwinkel, Zahnfleischtasche schlimmer. Aber die Schmerzen Muskulär/Sehnen/Gelenk werden wohl so überhaupt nicht besser. Ich werde demnächst auch mal mehr Richtung "basisch" denken. Ich meine, die vermehrt zugeführten Mineralien durch zB Gemüse halten dann auch das Wasser mehr im Körper (an den richtigen Stellen), was für Gelenke und Sehnen bestimmt förderlich ist.

Die Art der Haltung, die du beschreibst finde ich auch stimmig. So hat es mir auch eine Physiotherapeutin mal erklärt. Damals hatte ich aber überhaupt kein Gefühl mehr für die richtige Haltung und ich fand mich in einer Art Verrenkung wieder. Nach jahrelangen Üben im Alltag geht es schon besser. Es spannt aber immer noch im Brustbereich. Daher empfinde ich auch die eingangs erwähnte Übung auf dem Boden als sinnvoll, weil sie den einen Muskel zwischen Schulter und Schlüsselbein dehnt, der definitiv verkürzt sein muss bei schlapper Haltung am Rechner.

Weiterhin gute Besserung und lieben Gruß
Earl Grey
 
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14.03.07
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Hallo Frustelinchen

herzlichen Dank für Deine Diagnostik-Hinweise.:)

Bei meiner letzten Feldenkrais Stunde ist meiner Trainerin aufgefallen, dass ich kaum noch die Schulter in die Übungen integrieren kann.
Da sie Heilpraktikerin ist, hat sie mir eine Übung (im mm-Bereich) für zuhause verraten.
Keine Ahnung, ob diese auch etwas für Dich ist, aber ich denke man kann nichts kaputt machen beim Ausprobieren.
Man zieht ganz außen, wo auch das Gelenk sitzt, dieses ein paar mm nach oben in Richtung Ohr. Diese Bewegung sollte so klein sein, dass man sie nach außen hin kaum bis garnicht sieht, d.h. keine Bewegung im Bereich Schlüsselbein zum Nacken hin. Vorher die Schulter etwas nach hinten nehmen, wenn es denn geht.
Schwer zu erklären und ich finde leider auch nichts im Netz. Jedenfalls ist die Bewegung eher ein ganz minimales Zucken:D.

Hoffentlich haben sich bei Dir Schlaf und Arbeitsablauf wieder gut harmonisiert, Liebe Frustelinchen.

Im übrigen finde ich alles stimmig was Du schreibst, auch dass Du diese Schulter nicht hast spritzen lassen.
Das kann man immer noch machen lassen, wenn das Cortison auf der anderen Seite ganz raus ist und die Schmerzen nicht auszuhalten sind.


Liebe Grüße von Kayen
 
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Blockierte Schulter – adhäsive Kapsulitis (beidseitig)

Liebe Earl Grey

Ich habe halt die positive Erfahrung mit der Wiedererlangung des Bewegungsradius gemacht, wo ich leichten Schmerz übergangen bin. Nun will ich aber auch noch den Schmerz weghaben, der bei bestimmten Armbewegungen entsteht. Da schubbert immer noch Sehne auf Knochen und wird gereizt.
Das klingt für mich dennoch plausibel. Als ich meine ausgeprägteste Bewegungsbeeinträchtigung hatte, war dies ja zum Teil den Muskeln und Sehnen geschuldet, die wegen der anfänglichen starken Schonung den Dienst verweigerten. Dagegen habe ich mit vorsichtiger, aber entschlossener Dehnung bis in den Anfang eines Schmerzes angekämpft. Also am Schmerz angekommen, stoppte die Bewegung und verharrte ein Weilchen, bis die Dehnung Erfolg zeigte und der (leichte!) Schmerz nachliess, der Muskel oder die Sehne sich lockerte. Damit habe ich meinen Bewegungsspielraum auch erweitern können. Jedoch Armbewegungen, welche z.B. das Schulterblatt in ständige Bewegung versetzt und dadurch Strukturen aktiv vom sich bewegenden Schulterblatt gereizt werden, bereiten mir nachhaltige Probleme. Und diese muss ich dann unbedingt länger stark schonen, um wieder in Ordnung zu kommen. Es kommt also schwer darauf an, welche Art von Schmerz es ist.

Auf jeden Fall werde ich bei Yoga, Fitness, Pilates etc. wieder meine natürliche Intuition walten lassen und auch dort die unangenehmen Übungen nur kurz und weniger intensiv machen. (Auch wenn ich mich dann immer als die Schlechteste fühle) Denn von 1x Rückenverrenken habe ich jeweils 2 Wochen etwas davon.
Genau, es ist sch…egal, wenn die anderen «besser» sind! Die haben schliesslich nicht mit deine Einschränkungen zu kämpfen, und niemand hat etwas von ungeeignetem Ehrgeiz – ausser der Frust, wenn man wieder mit unnötigen, schmerzhaften Konsequenzen klarkommen muss.

Weiterhin gute Besserung
Das wünsche ich dir auch! :)


Liebe Kayen

herzlichen Dank für Deine Diagnostik-Hinweise.:)
Keine Ursache!

Keine Ahnung, ob diese auch etwas für Dich ist, aber ich denke man kann nichts kaputt machen beim Ausprobieren.
Man zieht ganz außen, wo auch das Gelenk sitzt, dieses ein paar mm nach oben in Richtung Ohr. Diese Bewegung sollte so klein sein, dass man sie nach außen hin kaum bis garnicht sieht, d.h. keine Bewegung im Bereich Schlüsselbein zum Nacken hin. Vorher die Schulter etwas nach hinten nehmen, wenn es denn geht.
Schwer zu erklären und ich finde leider auch nichts im Netz. Jedenfalls ist die Bewegung eher ein ganz minimales Zucken:D.
Offen gestanden habe ich tatsächlich keine Ahnung, ob ich mir das richtig vorstelle … :D Ich mache aber immer mal wieder ebenfalls eine ganz kleine Bewegung im Schultergelenkbereich (links), glaub hauptsächlich mit einem Muskel eher hinten am Gelenk. Die Bewegung stellt sich oft ganz unbewusst fast selbstständig ein, irgendwie komisch. Dabei ziehe ich aber nicht nur nach hinten oder oben, sondern auch nach hinten unten oder etwas nach vorne. Manchmal knackt es dann leicht.

Hoffentlich haben sich bei Dir Schlaf und Arbeitsablauf wieder gut harmonisiert, Liebe Frustelinchen.
Seit Dienstagabend habe ich nun immer die halbe Tablette eingenommen und damit ganz passabel geschlafen. Zwar ist die Konzentration noch längst nicht wieder voll zurück, aber die Komplettausfälle sind so gut wie weg und die Beeinträchtigungen weniger und leichter. Nun überlege ich, wie ich es übers Wochenende halten soll. Sonntag sollte ich fit sein, also werde ich sicherheitshalber morgen Abend Schlafmittel einnehmen. Morgen darf ich aber ausschlafen und hab nichts Grosses vor. Da mein Manko noch nicht ausgeglichen sein wird, werde ich also wohl auch heute Abend die halbe Tablette nehmen und morgen so lange wie möglich schlafen, dösen, im Bett bleiben. Auf Montag aber werde ich aber voraussichtlich die Tablette weglassen und schauen, wie ich ein- und durchschlafe und wie es um meine Konzentration und Müdigkeit den Tag über bestellt sein wird. Je nachdem werde ich dann versuchen, wieder ohne Schlafmittel auszukommen, vielleicht noch etwas Baldrian-Hopfen probieren.

Im übrigen finde ich alles stimmig was Du schreibst, auch dass Du diese Schulter nicht hast spritzen lassen.
Das kann man immer noch machen lassen, wenn das Cortison auf der anderen Seite ganz raus ist und die Schmerzen nicht auszuhalten sind.
Wie gesagt bin ich über die starken Schmerzen hinaus. Nur wenn mich wieder falscher Ehrgeiz packt, weil ich diese eineinhalb Zentimeter bis irgendwohin unbedingt doch schaffen will, oder ich im Reflex einen «Unfall» baue oder halt im Schlafmittelschlaf etwas Ungünstiges tue, wird’s nochmal richtig ungemütlich schmerzhaft. Sonst komme ich inzwischen richtig gut klar, nur der fehlende Bewegungsradius und das Schlaf-/Konzentrationsproblem stressen.

Was mir nicht wirklich klar ist und ich immer wieder darüber nachdenke und zu erfühlen versuche, ist, ob sich mein linkes, steiferes Schultergelenk überhaupt nicht bewegt und komplett alles aus dem Rücken kommt, oder ob es sich zumindest am Anfang einer Bewegung wenigstens ein bisschen regt. Es wird mir einfach nicht klar. Auch verstehe ich nicht, was genau in meinem Rücken geschieht, wenn ich mich z.B. nach vorne beuge und die Arme einfach hängen lasse. Der linke Arm hängt dann nicht wie der rechte senkrecht runter, sondern steht an und hängt irgendwie irrwitzig schief in der Luft. Dabei verspüre ich ein Spannen im Rücken/Schulterblatt und über die hinteren Rippen. Aber sind das verkürzte Muskeln/Sehnen, denen ich mit Dehnen helfen und meine Beweglichkeit verbessern kann? Oder ist das das Ende der Schulterblattbeweglichkeit und es ist mit Dehnen nichts zu erreichen, solange sich die Gelenkkapsel noch nicht wieder weitet?

Das etwas Frustrierende ist, dass ich alle durch sanfte Dehnbemühungen erreichten Fortschritte innert kürzester Zeit wieder verliere. Ich habe nicht das Gefühl, dass auch nur ein Millimeter bleiben würde. Das Arbeiten (die Haltung dabei), Haushalt machen, auf dem Sofa rumhängen usw. – alles Nichtdehnen scheint mich zurückzuwerfen. Spätestens an jedem neuen Morgen fange ich eigentlich wieder bei Null an und habe oft sogar das Gefühl, die Einschränkungen wären schlimmer denn je. :confused: Seufz, es hilft alles nichts, ich muss Geduld haben … Viel Geduld … Vielleicht kann ich dann ja in ein paar Wochen (… Tagen?) vermelden, dass ich die 190 cm am Türrahmen solide geknackt habe …

Viel Geduld, einen schönen Abend und eine gute Nacht wünscht
Frustelinchen
 
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Seufz, die Schlaflosigkeit ärgert mich. Auf Montag habe ich auf die Schlaftablette verzichtet und eineinhalb Tabletten Baldrian-Hopfen genommen. Einigermassen geschlafen, Montag recht wach überstanden und deshalb optimistisch beschlossen, auch auf Dienstag nur mit Baldrian-Hopfen auszukommen. Der Arbeitstag: hart. Mittags war’s wieder vorbei mit Wachheit und Konzentration. Also auf heute wieder mit Schlaftablette. Ich bin momentan etwas ratlos, wie ich davon wieder loskomme und wieder zu meinem normalen Schlafrhythmus zurückfinde … :keineahnung:

Den Schultern geht’s unterdessen ganz ordentlich, das Schmerzniveau eigentlich ziemlich minimal. Dafür spüre ich immer stärker, wie ungleich mein Rücken belastet wird. Ich kann ja eigentlich kaum eine Bewegung, auch Dehnbemühungen, symmetrisch machen, weil die Beweglichkeit links/rechts so unterschiedlich ist. Links scheinen sich Schulterblatt und benachbarte Strukturen weitgehend daran gewöhnt zu haben, andere und Mehrarbeit leisten zu müssen. Jedoch ist der Rücken stark verspannt und gewisse Muskeln, vor allem seitlich über die Rippen hoch zur Achsel und hinaus in den Arm, fühlen sich stark verkürzt an. Unterhalb des Schulterblatts ist ein Bereich, der zwischendurch immer mal wieder für ein Weilchen einschläft (leicht kribbelt). Die rechte Schulter hab ich in letzter Zeit vor allem in Ruhe gelassen, weil sie ja noch stärker schmerzte. Inzwischen scheint auch sie sich beruhigt zu haben und ich versuche, auch sie zu dehnen. Dafür stellen sich nun scheinbar auch hier ähnliche Schulterblattschmerzen wie zuvor links ein. Mist …

Vielleicht kann ich dann ja in ein paar Wochen (… Tagen?) vermelden, dass ich die 190 cm am Türrahmen solide geknackt habe …
Ich glaube, das hatte ich gar nicht erklärt … Vergessen … Aber ich habe einen Begriff für meinen Zustand kreiert: Insomnie-Demenz. :D Ich habe angefangen, die (erhofften) Fortschritte meiner Armbeweglichkeit links mit Bleistift am Türrahmen zu dokumentieren – so wie man’s mit dem Wachstum der Kinder macht. Fieserweise habe ich mir den Bleistift oben auf den Türrahmen gelegt, damit der rechte Arm immer so beweglich bleiben muss, weil ich ihn sonst nicht mehr runterholen kann. Nun, letzte Woche habe ich an dem Rahmen 189,5 cm geschafft (abends). Morgens muss ich’s gar nicht versuchen, aber abends probier ich’s dann doch immer wieder und meistens schaffte ich die Höhe gerade so wieder. Heute nun bin ich nach erst etwas Physio (bei der ehrlich gesagt vor allem die Lachmuskeln trainiert wurden …), danach etwas Dehnen im Liegen auf dem Rücken auf sagenhafte 194,5 cm gekommen, yeah! Naja, morgen Früh wird das wieder passé sein, aber für den Moment freue ich mich einfach über den neuen, deutlichen Rekord und lasse mich davon optimistisch stimmen. Ich hol mir meine Schultern zurück!

LG
Frustelinchen
 
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Hallo Frustelinchen,

Seufz, die Schlaflosigkeit ärgert mich. Auf Montag habe ich auf die Schlaftablette verzichtet und eineinhalb Tabletten Baldrian-Hopfen genommen. Einigermassen geschlafen, Montag recht wach überstanden und deshalb optimistisch beschlossen, auch auf Dienstag nur mit Baldrian-Hopfen auszukommen. Der Arbeitstag: hart. Mittags war’s wieder vorbei mit Wachheit und Konzentration. Also auf heute wieder mit Schlaftablette. Ich bin momentan etwas ratlos, wie ich davon wieder loskomme und wieder zu meinem normalen Schlafrhythmus zurückfinde … :keineahnung:

Der Schlaf ist erstmal für die Regeneration wichtiger als sich die Gedanken über diese Schlaftablette zu machen; die ja eigentlich ein stark sedierendes Antihistaminikum ist und kein Benzo.
Du wirst schon fühlen, wann der richtige Zeitpunkt zum Absetzen kommt. Vielleicht den Arzt mit einspannen, damit ab- und an Deine Leberwerte kontrolliert werden.
Ich habe diese Form von Schlaftablette auch mal längere Zeit genommen. Das Absetzen war kein Problem. Bin dann von einer halben Tablette auf 1/4 gegangen und so ausgeschlichen.

Den Schultern geht’s unterdessen ganz ordentlich, das Schmerzniveau eigentlich ziemlich minimal. Dafür spüre ich immer stärker, wie ungleich mein Rücken belastet wird. Ich kann ja eigentlich kaum eine Bewegung, auch Dehnbemühungen, symmetrisch machen, weil die Beweglichkeit links/rechts so unterschiedlich ist. Links scheinen sich Schulterblatt und benachbarte Strukturen weitgehend daran gewöhnt zu haben, andere und Mehrarbeit leisten zu müssen. Jedoch ist der Rücken stark verspannt und gewisse Muskeln, vor allem seitlich über die Rippen hoch zur Achsel und hinaus in den Arm, fühlen sich stark verkürzt an. Unterhalb des Schulterblatts ist ein Bereich, der zwischendurch immer mal wieder für ein Weilchen einschläft (leicht kribbelt). Die rechte Schulter hab ich in letzter Zeit vor allem in Ruhe gelassen, weil sie ja noch stärker schmerzte. Inzwischen scheint auch sie sich beruhigt zu haben und ich versuche, auch sie zu dehnen. Dafür stellen sich nun scheinbar auch hier ähnliche Schulterblattschmerzen wie zuvor links ein. Mist …
Genau wie bei mir. Dadurch, dass ich nicht auf der linken Seite schlafen kann liege ich viel auf der rechten Seite und auf dem Rücken. Dies mag meine Statik garnicht. Versuche aber immer mit leichter Gymnastik noch gegenzuhalten.
Der Bereich unter den Schulterblättern (ein enormer Schmerzpunkt) versuche ich an der Wand mit einem Ball zu bearbeiten. Bald darf ich deswegen meine Wohnung renovieren.:rolleyes:

Ich glaube, das hatte ich gar nicht erklärt … Vergessen … Aber ich habe einen Begriff für meinen Zustand kreiert: Insomnie-Demenz. :D Ich habe angefangen, die (erhofften) Fortschritte meiner Armbeweglichkeit links mit Bleistift am Türrahmen zu dokumentieren – so wie man’s mit dem Wachstum der Kinder macht. Fieserweise habe ich mir den Bleistift oben auf den Türrahmen gelegt, damit der rechte Arm immer so beweglich bleiben muss, weil ich ihn sonst nicht mehr runterholen kann. Nun, letzte Woche habe ich an dem Rahmen 189,5 cm geschafft (abends). Morgens muss ich’s gar nicht versuchen, aber abends probier ich’s dann doch immer wieder und meistens schaffte ich die Höhe gerade so wieder. Heute nun bin ich nach erst etwas Physio (bei der ehrlich gesagt vor allem die Lachmuskeln trainiert wurden …), danach etwas Dehnen im Liegen auf dem Rücken auf sagenhafte 194,5 cm gekommen, yeah! Naja, morgen Früh wird das wieder passé sein, aber für den Moment freue ich mich einfach über den neuen, deutlichen Rekord und lasse mich davon optimistisch stimmen. Ich hol mir meine Schultern zurück!
Das klingt doch soweit alles super und diese Fortschritte auch immer schön klar vor Augen führen.;):)Vielleicht kannst Du auch in Erwägung ziehen für eine bestimmte Zeit etwas kürzer zu arbeiten? Damit der Druck rauskommt.

Liebe Grüße von Kayen
 
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Liebe Kayen

Der Schlaf ist erstmal für die Regeneration wichtiger als sich die Gedanken über diese Schlaftablette zu machen;
Da hast du natürlich Recht! Weil der Schlaf so wichtig ist, war ich ja überhaupt erst bereit, sogar (möglichst harmlose) Schlaftabletten zu nehmen. Trotzdem möchte ich die Medizufuhr so minimal wie möglich halten.

Bin dann von einer halben Tablette auf 1/4 gegangen und so ausgeschlichen.
Ja, genau das habe ich auch vor. Ich bin mir nur über den Zeitpunkt noch sehr unsicher. Nach dem Misserfolg Anfang Woche habe ich nun immer eine genommen. Derzeit sind noch dreieinhalb Tabletten in der Packung und ich überlege, den (sanften) Absprung noch bis zum Ende dieser Packung zu machen, also keinen Nachschub zu holen. Wahrscheinlich aber eine schlechte Idee mit unnötig Druck …

Dadurch, dass ich nicht auf der linken Seite schlafen kann liege ich viel auf der rechten Seite und auf dem Rücken. Dies mag meine Statik gar nicht.
Bei allem Stress, die mir der ganze Mist bereitet, finde ich vieles auch irgendwie faszinierend. Unter anderem genau diese Feststellung – wie der Ausfall eines Gelenks absolut nicht nur Probleme direkt an der betreffenden Stelle verursacht, sondern viel weiterreichende Auswirkungen hat. Das ist denn auch, was von anderen oft nicht verstanden wird: dass nicht nur die Schulter schmerzt, sondern der Oberarm akut mitbetroffen ist, durch die fehlende Rotation des Oberarms sich der Ellbogen falsch biegen will, dort Nerven stresst, dadurch der Unterarm bis in die Fingerspitzen unangenehme Empfindungen durchmacht, das Schulterblatt mit seinen ewigen Bewegungen Muskeln und Sehnen stresst, auf die Rippen drückt und diese, zwar nur leicht, aber trotzdem aus ihrer eigentlichen Position bringen, dadurch der Brustkorb beengt wird und das Atmen schwerer fällt, der Rücken immer wieder ins Hohlkreuz fällt, um die fehlende Gelenkarbeit durch horizontalere Positionierung des Schulterblatts etwas auszugleichen, damit der Arm etwas senkrechter steht und dadurch ein paar Zentimeter weiter nach oben reicht, aber dafür die Bandscheiben im Lendenwirbelbereich gar keine Freude haben, und so weiter …

Der Bereich unter den Schulterblättern (ein enormer Schmerzpunkt) versuche ich an der Wand mit einem Ball zu bearbeiten. Bald darf ich deswegen meine Wohnung renovieren.:rolleyes:
:D Zu renovieren habe ich nicht vor. Ich habe auch schon versucht, die Verspannungen im Rücken mit einer Faszienrolle zu entspannen, oder als die Oberarmmuskeln noch so gestresst waren, sie mit einem Igelball zu lockern. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich dabei wohl etwas ungeschickt anstelle und dafür nachher meist irgendwas anderes tagelang weh tut … :rolleyes: Da ist es wahrscheinlich schlauer, dies dem Physio zu überlassen. Dessen Auftrag lautet ja schliesslich «Sanfte Mobilisation, Lockerung». Nur traue ich mich ehrlich gesagt im Moment nicht, ihn zu bitten, sich der Verspannungen in Schulterblätter und Rücken anzunehmen. Fokus bleibt auf der Mobilisation und Lockerung von Schultern und Oberarmen.

Das klingt doch soweit alles super und diese Fortschritte auch immer schön klar vor Augen führen.;):)
Ich bin im Moment tatsächlich extrem optimistisch. Donnerstagabend waren bereits 195,5 cm. Und heute Morgen hatte ich den Eindruck, dass ich den linken Arm sofort viel leichter innerhalb des Spielraums bewegen kann als normalerweise morgens. Da brauchte es in letzter Zeit immer eine lange, warme Dusche mit ersten Dehnbemühungen, bis ich das Gefühl hatte, wieder einigermassen innerhalb meines «üblichen» Bereichs zu sein.

Vielleicht kannst Du auch in Erwägung ziehen für eine bestimmte Zeit etwas kürzer zu arbeiten?
Sowas liegt im Moment überhaupt nicht drin. Ab Oktober bis Weihnachten ist bei uns immer die Hölle los. Deswegen ja auch mein Stress mit der fehlenden Arbeitsperformance. Ich bin aber schon sehr froh, dass ich nur vier Tage pro Woche arbeite. So habe ich dann doch immer drei Tage Erholung, auch wenn die Arbeitstage übermässig intensiv und lang werden. Und mit den Schlaftabletten bin ich ja jetzt auch wieder ziemlich brauchbar.

Hmmm, mal eine Frage an die Damen mit Kortisonerfahrung in der Runde … Habt ihr da auch Nebenwirkungen auf eure Tage gehabt? Mein letzter Zyklus verlief noch soweit normal (Kortisonspritze war etwas nach Zyklusmitte am 6.9.), jedoch zog sich die Blutung deutlich in die Länge. Und nun stelle ich heute fest, dass ich satte 10 Tage zu früh schon wieder meine Tage bekomme. Ist das «normal» mit Kortison? Hat das Zeug während des laufenden vorherigen Zyklus bereits einen neuen initiiert? Wäre ja dann so gesehen wieder sehr termingerecht (29 Tage später) …

LG
Frustelinchen
 
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Hmmm, mal eine Frage an die Damen mit Kortisonerfahrung in der Runde … Habt ihr da auch Nebenwirkungen auf eure Tage gehabt? Mein letzter Zyklus verlief noch soweit normal (Kortisonspritze war etwas nach Zyklusmitte am 6.9.), jedoch zog sich die Blutung deutlich in die Länge. Und nun stelle ich heute fest, dass ich satte 10 Tage zu früh schon wieder meine Tage bekomme. Ist das «normal» mit Kortison? Hat das Zeug während des laufenden vorherigen Zyklus bereits einen neuen initiiert? Wäre ja dann so gesehen wieder sehr termingerecht (29 Tage später) …

LG
Frustelinchen


Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, ob ich damals eine Regelverschiebung aufgrund des Cortisons hatte.


Vom biologischen Ablauf her ist es so, dass für den Körper eine erhöhte Zufuhr an Cortison, welches ein Stresshormon ist, einige Mechanismen in Gang setzt.


Die Regelverschiebung könnte aufgrund von Deinem sowieso erhöhten Stress-Level kommen dazu noch Cortison = noch mehr Stress


oder aber


Cortison wird vom Körper in verschiedenen Stufen zu Progesteron (weibliches Hormon) welches ebenso Einfluss auf die Regel haben könnte, umgewandelt.


Pregnenolon verlässt das Mitochondrium und wird durch eine 3β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase und eine Isomerase in Progesteron umgewandelt. Im Endoplasmatischen Reticulum (ER) wird dieses Progesteron durch das Enzym 17-Steroidhydroxylase in 17α-Hydroxyprogesteron umgewandelt. Durch eine weitere Hydroxylierung unter Katalyse der 21-Hydroxylase entsteht 11-Desoxycortisol, das dann wieder im Mitochondrium durch die Steroid-11β-Hydroxylase in Cortisol umgewandelt wird.


https://de.wikipedia.org/wiki/Cortisol




Liebe Grüße von Kayen
 
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Blockierte Schulter – adhäsive Kapsulitis (beidseitig)

Ich bin beeindruckt, was dir schon alles durch den Kopf gegangen ist, liebes Frustelinchen:

... Als ich meine ausgeprägteste Bewegungsbeeinträchtigung hatte, war dies ja zum Teil den Muskeln und Sehnen geschuldet, die wegen der anfänglichen starken Schonung den Dienst verweigerten. Dagegen habe ich mit vorsichtiger, aber entschlossener Dehnung bis in den Anfang eines Schmerzes angekämpft. Also am Schmerz angekommen, stoppte die Bewegung und verharrte ein Weilchen, bis die Dehnung Erfolg zeigte und der (leichte!) Schmerz nachliess, der Muskel oder die Sehne sich lockerte. Damit habe ich meinen Bewegungsspielraum auch erweitern können. Jedoch Armbewegungen, welche z.B. das Schulterblatt in ständige Bewegung versetzt und dadurch Strukturen aktiv vom sich bewegenden Schulterblatt gereizt werden, bereiten mir nachhaltige Probleme. Und diese muss ich dann unbedingt länger stark schonen, um wieder in Ordnung zu kommen. Es kommt also schwer darauf an, welche Art von Schmerz es ist.


Dadurch, dass ich öfter die Dehnung des Brustmuskels im Liegen durchführe (Übung am Anfang des Threads), meine ich, schon wieder eine Mini-Verbesserung wahrzunehmen.
Ich mache es auch vorm Einschlafen im Bett oder auch, wenn ich zwischendurch aufwache. Das macht mir alles gar nichts aus. Nur zu speziellen Übungssequenzen an der Wand kann ich mich schlecht aufraffen.


LG Earl Grey
 
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Blockierte Schulter – adhäsive Kapsulitis (beidseitig)

Liebe Kayen

Die Regelverschiebung könnte aufgrund von Deinem sowieso erhöhten Stress-Level kommen dazu noch Cortison = noch mehr Stress
Ich denke schon, dass es das Kortison sein muss. Mein Zyklus ist doch reichlich stressresistent, da staune ich manchmal selber. Ich hoffe, dass nun aber wieder alles in geregelten Bahnen verläuft, das Kortison müsste ja inzwischen wieder draussen sein. Ich hab keine Lust auf so Mätzchen. Ich werd’s sehen …


Liebe Earl Grey
Ich bin beeindruckt, was dir schon alles durch den Kopf gegangen ist,
Naja, irgendwas muss man ja studieren, wenn man nachts stundenlang wachliegt … :D

Dadurch, dass ich öfter die Dehnung des Brustmuskels im Liegen durchführe (Übung am Anfang des Threads), meine ich, schon wieder eine Mini-Verbesserung wahrzunehmen.
Das freut mich für dich! :)

Nachts versuche ich momentan ausschliesslich zu schlafen (und Mücken verscheuchen :mad:), aber morgens, wenn ich nach dem Wecker noch ein paar Minuten liege, drehe ich mich auf den Rücken und strecke die Arme nach oben bzw. hinten, um schon mal die erste Dehnung und etwas mehr Beweglichkeit reinzubekommen, bevor’s unter die Dusche geht. Manchmal mache ich das auch auf dem Sofa beim Fernsehen. So habe ich heute die 196,5 cm am Türrahmen markiert. Auch wenn’s dann etwas später schon wieder nicht mehr so weit geht, freue ich mich darüber, dass ich aber zumindest die ersten Markierungen souverän überflügle …

LG
Frustelinchen
 
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Liebes Frustelinchen,

wie ist es dir in der Zwischenzeit ergangen?

Zwischenzeitlich hatte ich ein akutes Schulterproblem, was aber nach einigen Tagen wieder abgeklungen ist. Es hat mir nochmal gezeigt, was die Ursprungsursache überhaupt von meinem Problem ist.

Ich habe was am PC nicht hinbekommen und ich musste etwas abgeben. 2 Stunden saß ich in einer verkrampften Haltung da (habe da natürlich nicht auf die Haltung geachtet) und habe immer die selben winzigen Bewegungen mit der Maus gemacht und es hat einfach nicht geklappt. Dann habe ich einen Tipp bekommen und ich konnte endlich die Sache fertig stellen.

Ich vermute nun folgendes: in beiden Schultern habe ich eine Schwachstelle und das ist eine Verengung, durch die eine Sehne muss. Diese Verengung war vielleicht schon immer so, nur wenn man jünger ist, ist man ja insgesamt besser gepuffert und noch nicht so ausgetrocknet, so dass das einem nicht auffällt und es bei Verkrampfung noch keine Symptome gibt. Durch Austrocknung und Verspannungen ist evtl. die Verengung enger geworden und die Sehne ist durch Reizung dicker geworden, so dass das Problem sich verschärft.
Leichtes Yogatraining hat meine Beweglichkeit verbessert, aber das Schulterproblem bisher nicht behoben. Ich merke ganz genau, wie die Sehne da über was ruckelt und zwar in beiden Schultern.

Was würdest du jetzt tun?

Ich habe mir ein Schulterwärmekissen zum Erwärmen in der Mikrowelle gekauft und finde es super.
Auch ein warmes Magnesiumbad war super.
Heute hole ich mir eine "Vertikalmaus".
Und ich spiele mit dem Gedanken noch mal einen Termin beim Orthopäden zu machen für ein Physiotherapierezept. Denn beim letzten Mal hatte ich eigentlich keine speziellen Übungen für dieses Problem bekommen. Der Therapeut hat sich darauf konzentriert manuell die Verklebungen zu lösen.
(Arzttermine sind nicht mein Ding, somit schiebe ich es immer vor mir her.)

Was ich aber auf jeden Fall vermelden kann, dass mein "Ulnarisrinnensyndrom" besser geworden ist. Auf keinen Fall schlechter. Das hat sicher alles miteinander zu tun.

Viele Grüße und berichte mal!
Earl Grey
 
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Hallo Earl Grey

Entschuldige die etwas späte Reaktion. Ich habe in letzter Zeit sehr viel um die Ohren und bei der Arbeit herrscht Jahresendspurt. So habe ich auch mein Schulterthema so ziemlich schleifen lassen und kaum mehr was gemacht.

Die Beweglichkeit meiner linken Schulter hat sich deutlich verbessert, der Unterschied zwischen links und rechts ist nicht mehr so gross. Bei vielen Dingen kann ich vergessen, dass da was ist. Aber es ist halt trotzdem einfach überhaupt nicht, wie es sein sollte, und ich stosse immer wieder an die Grenzen. Arme ausstrecken, ausser nach unten und gerade nach vorne, ist nicht. Eine Bewegung wie «Der Fisch war soooooooo gross» bringt mich sofort ans Limit, die Arme strecken sich nicht wirklich, die Schultern drehen nicht, der Rücken «faltet» sich verkrampft zusammen und die Brustmuskulatur scheint reichlich geschwächt. Auch habe ich das Gefühl, dass meine Schultern die richtigen Bewegungen langsam gar nicht mehr kennen, und die angewöhnten Kompensationsbewegungen geschehen automatisch. Da bin ich froh um die gelegentlichen Physiobehandlungen, wenn er zum Beispiel eine Armbewegung ausführt und dabei die Schulter zwingt, unten in einer eigentlich entspannten Position zu bleiben und nicht hoch in die Kompensationsposition zu gehen – frei nach dem Motto «So wäre es richtig».

Ich sollte mich langsam wieder am Riemen reissen und wieder vermehrt auf meine Schultern achten und mit ihnen üben. Denn eigentlich stresst es mich, dass, seit die Beweglichkeit links sich verbessert hat – das war um die Zeit der letzten Postings –, eigentlich kein Fortschritt mehr festzustellen ist. Aber eben, kein Wunder bei den reduzierten Bemühungen und gleichzeitig erhöhter Belastung von Rücken/Nacken/Schultern durch anstrengende, lange Arbeitstage am Computer…

Was ich noch angefangen habe: Seit ca. Mitte Oktober nehme ich hochdosiertes Vitamin C ein (1000 mg/Tag). Dies ist eine von drei Komponenten einer Behandlungsmethode, welche bis vor kurzem in diversen Kliniken bei adhäsiver Kapsulitis praktiziert wurde (eine andere Komponente, ein als Nasenspray angewendetes Medikament, ist vom Markt, da es krebsfördernd sei). Ob es hilft, kann ich nicht sagen, aber ich hoffe, dass es zumindest nicht schadet und vielleicht wirklich einen positiven Einfluss aufs Immunsystem hat.

Ich vermute nun folgendes: in beiden Schultern habe ich eine Schwachstelle und das ist eine Verengung, durch die eine Sehne muss. Diese Verengung war vielleicht schon immer so, nur wenn man jünger ist, ist man ja insgesamt besser gepuffert und noch nicht so ausgetrocknet, so dass das einem nicht auffällt und es bei Verkrampfung noch keine Symptome gibt. Durch Austrocknung und Verspannungen ist evtl. die Verengung enger geworden und die Sehne ist durch Reizung dicker geworden, so dass das Problem sich verschärft.
Das klingt dann nach Impingement. Du hattest ja schon geschrieben, dass eine leichte Verkalkung vorläge bei dir. Ich denke, es wäre sinnvoll, die Schulter zu röntgen und zu sehen, ob sich da vielleicht die Lage verschlechtert hat. Es können sich auch Sporne ausbilden, welche auf einem Röntgenbild zu sehen wären. Die Massnahmen müssten sich dann nach dem Resultat richten – wenn es Kalkeinlagerungen sind, möglicherweise medikamentös und physiotherapeutisch die Auflösung unterstützen.

Wärme empfinde ich in meinem Fall immer wohltuend. Wenn sich ein Gelenk nicht richtig bewegt, dann werden Strukturen ungewohnt belastet, Muskeln können verkrampfen., und Wärme kann sowas lösen, sodass man sich nicht mit mehr Beschwerden als nötig rumplagen muss. Solange nicht eine akute Entzündung vorliegt, kann man meines Erachtens mit Wärme nichts falsch machen!

Ich hoffe, die Ursache für deine neuen Beschwerden kann gefunden werden, und wünsche dir und deinen Schultern viel Geduld und gute Besserung!

LG
 
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