Schöne Weihnachten 2020

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26.07.09
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Das folgende hatte ich eigentlich gesucht, da für mich Weihnachten gar kein solches Kinder- und Familienfest ist, wie es oft gesehen und beschrieben wird, was schon an den Worten Christus, Heiland, Messias und Erlöser zu erkennen ist, wenn man einmal etwas genauer hinter die viel öfter verwendeten Worte Christkind und Jesuskind schaut. Das ist ja nicht ein Kind unter Millionen anderer Kinder in irgendeiner normalen Familie und deren Angehörigen, die Geschichte geht ja doch ganz anders .....

Wer es lesen mag:
Wenn Du auch siehst, Du siehst nicht alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube, Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. „Ist das denn auch wahr?“ kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.
Mal ganz anders, wer's lesen will ...... rückblickend hatte ich als Kind immer ein seltsames Gefühl mit diesen Weihnachtstagen, was ich damals aber nicht so für mich ausdrücken konnte, vielleicht meinte ich sogar, ich wäre irgendwie selber seltsam-komisch? Da gab es so viele bunte, schöne, duftende, auch spannende und überraschende Sachen und Momente...aber eben auch so ein dumpf-komisches Gefühl, dass entweder irgendwas fehlt oder nicht ganz richtig sein kann, ja, oder eben, dass ich selber nicht ganz richtig bin, nicht wirklich dazu gehöre! Es gab besondere Geschenke, wie bei anderen Gelegenheiten nicht, das Essen war auf jeden Fall auch besonders, es schien eigentlich alles ganz besonders zu sein, die Vorbereitungen, die Stimmung, auch die Vorfreude...vielleicht hatte ich ein Gefühl, mich nicht besonders genug zu freuen - also wenn alles s o vorbereitet und gemacht wird, dann m u s s man sich doch auch ganz besonders freuen, oder?

So ungefähr war das in mir, aber ich konnte es nicht so sagen oder denken. Unausgedrückt war da vielleicht sogar die Frage in mir, was das eigentlich alles bedeutet und warum es so ist, so besonders, so heilig - der Abend, oder der ganze Tag? die Familie, also die heilige, und noch die Könige, ja, und auch noch die Schrift. Märchen waren das nicht unbedingt, denn wegen anderer Märchen machte man ja auch nicht 3 besondere Feiertage mit Festessen, großen Geschenken usw. Also dieses "heilig" schien noch das besonders Besondere on top zu sein, die heilige Besonderheit! Vielleicht war es ein Gefühl, mich heilig-besonders freuen zu müssen....?

Irgendwo mittendrin natürlich auch noch das Jesuskind, nicht ausdrücklich heilig-gesprochen, aber Gottes Sohn, auch "nicht schlecht", das sollte wohl der gleiche, wenn nicht gar derselbe sein, den man sonst gerne gekreuzigt zeigt. Gekreuzigt, oh Gott, ja, was für eine Horrorgeschichte! Nein, bei Horrorfilmen gab es sonst auch kein besonderes Festessen und Geschenke....aber jetzt sind wir auch schon in die Osterlämmchen- und -hasengeschichte geraten - wie soll man da als Kind noch durchblicken? Heilig-besondere Freude und Horrorgeschichte mit fröhlichem Eieressen. Ich bin mir sicher, das war etwas viel für mein kindliches Gemüt! Da will ich von Nikolaus und Weihnachtsmann und dem Christkind, das doch deutlich ein Mädchen zu sein schien, gar nicht mehr anfangen.....

Jahrzehnte später denke ich, Weihnachten ist doch gar kein Kinderfest, ein Kind wird geboren, ja, ein ganz besonderes Kind, der Christus, Messias, Heiland, Erlöser...und noch mehr für Kinder völlig ungeeignete Worte! Aber darum geht es doch, nicht um diese Worte, aber um das, was sie bedeuten, was sie für jeden Einzelnen bedeuten können, und warum man sich vielleicht sehr besonders und sehr tief darüber freuen kann, was das bedeutet, was wirklich dahinter steht und dahinter steckt, wenn man allzu viele "bunte Schleier" wegnimmt oder sogar weglässt und sich auf das Wesentliche einlässt!

Es heißt doch, Kinder spüren ganz viel, viel mehr als mancher Erwachsene meint, und sie werden auch diese Freude spüren, diese besondere Freude, vielleicht sogar Ergriffenheit, tiefes Berührtsein, oder Hoffnung und Glaube. Und wenn Kinder fragen, was das ist mit dieser besonderen, heiligen Freude, dann muss man ihnen, wie ich meine, nicht unbedingt "einen vom Weihnachtsmann" erzählen. Sie spüren sowieso, dass da irgendwas nicht ganz stimmt, dass was fehlt an der Geschichte .......
 
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wundermittel
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Guten Morgen und ja, Gleerndil, das hast du in der Adventszeit 2019 geschrieben und seitdem hat sich in unser aller Leben viel verändert, aber WEIHNACHTEN ist auch Kerzenschein, der Duft nach geschnittenen Tannengrün, Lebkuchen, Plätzchen usw. und ein Lichtermeer in einer dunklen Zeit.

Aber was
Weihnachten so ganz besonders macht und noch heute für mich so ist, das antwortete ich dir schon damals.

Wer es lesen mag....

Meine Enkelkinder fiebern wie alle anderen Kindern diesen einen schönen und geheimnisvollen Tag entgegen, schreiben Wunschzettel, basteln wie verrückt und zählen die Tage bis zur Bescherung.
Zu Hause bei ihnen ist eine wunderschöne Krippe aufgebaut und Jahr für Jahr erzählen sie mir die Geschichte dazu.

Auch sie glauben, dass der Weihnachtsmann oder das Christkind (je Region) Geschenke bringt und unbemerkt wieder verschwindet.

Aber ist das" Lügen" wirklich schädlich für unsere Kinder? Sind nicht diese Mythen, Märchen und Rituale ein wohltuender Gegenpol zu unserem sonst so rationalen Alltag? Ich glaube, wir brauchen beides!
Nicht nur die Kinder sondern auch viele von uns Erwachsenen hängen sehr an den Geschichten rund um Weihnachten. Ich sehe es ja an mir und werde selbst wieder zum Kind , denn ich kehre in eine Zeit zurück, in der ich selbst glaubte, dass Magie tatsächlich möglich ist.

Durchschauen Kinder diese "Lüge" tun sie oft so, als sei nichts gewesen. Sie nehmen es als Erkenntnisprozess und fühlen sich nicht mehr klein.
Du musst einmal meine 12 jährige Enkelin sehen Gerd, wie sie mit leuchtenden Augen und mit einem Lächeln im Gesicht ihrer kleinen Schwester voller Fantasie, Freude und Wissen alle Fragen rund um den Weihnachtsmann beantwortet.
Zur Weihnachtszeit denke ich so gern an meine Kindheit zurück, an den Duft in der Wohnung, wie wir durch Schlüsselloch voller Vorfreude schauten, an das Klingeln zum Hereinkommen und an meine ganze Familie, dann erfüllt mich ein sehr vertrautes und wunderschönes Gefühl.

Wenn sich eine magische Ruhe und Stille am schönsten und geheimnisvollsten Tag ausbreitet und alles anders klingt, anders riecht und anders aussieht, man vielleicht ein bisschen anders fühlt, anders glaubt - dann ist für mich Weihnachten.:fans:

Liebe Adventsgrüße von Wildaster

Ich wünsche Euch noch schöne und besinnliche Feiertage mit viel Freude und Magie.

Liebe Weihnachtsgrüße von Wildaster
 
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26.07.09
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Wer es lesen mag....

Sind nicht diese Mythen, Märchen und Rituale ein wohltuender Gegenpol zu unserem sonst so rationalen Alltag?
Ich glaube, wir brauchen beides!
Ja, von rationalem Alltag habe ich nicht geschrieben, Wildaster, auch nicht von Kerzenschein und Wunschzetteln, schon gar nichts dagegen.
Christus der Erlöser und Heiland für die Menschen ist weiß Gott kein rationaler Alltag für die meisten. Das ist höchste Spiritualität und Religiösität für mich, und auch für andere, ein ganz großes Geheimnis und ein 2000 Jahre altes Vermächtnis. Rudolf Steiner nannte das Ende dieser Jesus-Geschichte das Mysterium von Golgatha. Der Stern von Bethlehem, die Heiligen 3 Könige oder Sterndeuter, die erscheinenden Engel, und auch die unbefleckte Jungfrauengeburt sind alles keine Alltäglichkeiten, darin liegt doch, wie ich meine, die eigentliche Mystik und Magie des Festes. Kerzen und Wünschen und Träumen und Erzählen sind ein Ausdruck davon und dafür. Gerade weil die Geschichte so nicht in unseren Alltag passt!
Also gar nicht entzaubern, sondern noch viel mehr verzaubern, und "die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen"!
(das war ein Zitat aus einem Text oder Video, glaube ich)
Und ich habe das wohl schon als Kind vermisst, unbewusst und unausgesprochen, weil ich diesen Gedanken als Kind gar nicht erfassen konnte - wie ich das beschrieben habe in meinem Text.
 
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