Laborwerte Deutung

Themenstarter
Beitritt
13.05.08
Beiträge
244
Hallo, ich bin ja schon länger hier, aber leider komme ich nicht weiter bei meinem Versuch, doch noch einmal wieder richtig gesund zu werden. Einige Ärzte, auch der hier allgemein bekannte und geschätzte Dr. K. haben keine Ideen mehr. Nun habe ich einige Laborwerte noch einmal angesehen und möchte hier fragen, ob Ihr da mit Interpretationen helfen könnt. Die Ärzte haben nichts dazu gesagt. Ich bin immer auf der Suche nach der Wurzel meiner Krankheit, komme aber nicht richtig weiter.

Hier einige Werte, die uninterpretiert blieben:

Lipase zu hoch 1,14 (Referenz bis 1,00)
Ferritin 127,2 ng/ml zu hoch (Referenz 120)
Zink zu niedrig (62,2 mikrogramm/dl) trotz Einnahme von 15 mg/Tag
Lymphozyten zu niedrig 15,6 %
GFR zeigt eine milde oder frühe Nierenschädigung. (Werte 82 und 79)

Außerdem ist mein Nüchternblutzucker um immer die 6,1 mmol/lmorgens.
Das LDH-Cholesterin ist auch viel zu hoch.

Das ist sicher alles etwas durcheinander, aber so sieht es auch in mir aus.
Ich wüsste wirklich gern, was die Ursache meiner Erkrankungen (CFS, MCS usw.) ist. Die Hoffnung auf Heilung kann ich einfach, auch nach nun schon sechs Jahren, nicht aufgeben. Für Dr. K. ist es Mitochondriopathie. Die Therapie bracht aber bisher kaum Erfolg.
 
wundermittel

Esther2

Liebe haareka,

es ist nicht möglich, eine Interpretation dazu abzugeben, wenn man die anderen, (scheinbar) normalen Werte nicht hat. Denn de facto sieht man auch aus den normalen Werte so einiges (auch wenn das bei den Ärzten nicht gemacht wird).

Kannst du vielleicht mal den ganzen Befund einscannen und einstellen?

Das erhöhte Ferritin ist meines Wissens Zeichen einer chronischen Entzündung - der Kupferspiegel wäre in diesem Zusammenhang sehr interessant, er müsste, wenn meine Vermutung stimmt, im Serum sehr hoch sein (mit Kupfermangel in den übrigen Geweben).

LG, Esther.
 
Themenstarter
Beitritt
13.05.08
Beiträge
244
Danke, Esther2, für Deine schnelle Antwort. Ich versuche mal, die anderen Werte hier einzustellen. Kupfer scheint nicht zu hoch. Allerdings ist es bei mir so, dass die Vitamine und Mineralien nicht bis in die Zellen gelangen.... Übrigens habe ich mindestens 2x im Monat einen Herpesausbruch, was sehr belastend ist. Hier nun die anderen Werte:
 

Anhänge

  • ScanImage001.jpg
    ScanImage001.jpg
    41.8 KB · Aufrufe: 35
  • ScanImage002.jpg
    ScanImage002.jpg
    53.9 KB · Aufrufe: 27
  • ScanImage003.jpg
    ScanImage003.jpg
    12.1 KB · Aufrufe: 15
regulat-pro-immune

Esther2

Liebe hareeka,

also das Kupfer ist zwar nicht zu hoch, aber schon im oberen Bereich. Wenn man nun noch sieht, dass Zink, der "Gegenspieler" des Kupfers, sehr niedrig ist, dann würde ich eindeutig sagen, Kupfer ist zu hoch im Serum.

Was auch auffällt: Bei gutem Hb-Wert und massiv erhöhtem Ferritin-Wert ist der MCV am unteren Rand. Dadurch sieht man, dass du in Wirklichkeit Eisenmangel hast; soll heißen, das erhöhte Ferritin ist so eine Art Entzündungsmarker (so wie das Kupfer), aber im Knochenmark bleibt für die Blutbildung kaum mehr Eisen übrig.
Wo kommt das Eisen hin? - Babesien-Infektion halte ich für sehr wahrscheinlich.

Außerdem sind noch ein paar Eisenfresser aus dem Blutbild zu erahnen: Würmer. Der Grenzwert von 4-11 für die Monozyten ist ein Witz. Die (meiner Ansicht nach) deutlich erhöten Monozyten sind ein starker Hinweis auf Parasiten!

Die Nierenwerte sind ein bisschen dünn gesät. Hast du keine Werte für Harnstoff oder Narnstoff-N?

Der TSH ist im oberen Bereich, das sollte beobachtet werden, ob der nach oben geht. Ich fände eine Bestimmung von fT3 und fT4 schon nicht schlecht, weil manchmal auch bei "normalem" TSH diese Werte schlecht sind.

Cholesterin-Werte fehlen auch.

Also summa summarum: Für mich ist das total klar, dass dir Kuklinskis Therapie nicht hilft, weil du die Mitochondriopathie als Reaktion auf diverse Infektionen hast. Wenn du mehr Nährstoffe ins System pumpst, fütterst du die Würmer und Bakterien und das war´s.

LG, Esther.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Themenstarter
Beitritt
13.05.08
Beiträge
244
Liebe Esther2,

danke für Deine Antwort. Ich bin erstaunt, wie sicher Du zu sein scheinst, dass ich von Parasiten befallen bin. Deine Fragen zu Cholesterin kann ich noch beantworten:

HDL: 2,3 mmol/l
LDL : 4,6 mmol/l Das ist kurz vor "stark erhöht".

Wie können Babesenien und Würmer diagnostiziert werden?

Bei einem Borreliose- Verdacht 2007 wurden Chlamydia Trachomatis und Yersinia getestet. Die waren negativ; Borelien auch , aber ich weiß, dass die oft nicht nachgewieden werden. Was auch noch nachgewiesen wurde (2010), waren ganz stark deprimierte NK-Zellen. Andere Befunde habe ich jetzt nicht und befürchte, dass ich da bei den Ärzten nicht auf offene Ohren stoßen werde.
Interessant für mich: 2008 hatte ich mal kurzzeitig normale Cholesterinwerte. In dieser Zeit hatte ich entgiftet und eine Hydro-Colon-Behandlung durchgeführen lassen.

Ich gebe Unmengen von Geld für NEMs aus, Würmer möchte ich damit eigentlich nicht versorgen. Ich bin dankbar für weitere Hinweise. Liebe Grüße von Hareeka
 

Esther2

Liebe hareeka,

dein Quotient LDL/HDL ist genau bei 2, das ist ein niedriges Arteriosklerose-Risiko.
Cholesterin schützt dein Nervensystem vor den Biotoxinen, also ist das total ok so.

Die erhöhte Lipase habe ich jetzt ein bisschen genauer angeschaut und folgende Erklärungsmodelle gefunden:
1) Lipase steigt an bei eingeschränkter Nierenfunktion ... aha!
2) Lipase steigt an bei Verlegung der Ductus pancreaticus; schulmedizinisch kommt dann der Verdacht auf Pankreas(kopf)karzinom auf. In meiner Denkweise fallen mir zuerst wieder Würmer ein, die den Abfluss des Pankreassekrets behindern, wodurch mehr Lipase ins Blut aufgenommen wird.

LG, Esther.
 

Esther2

Bzgl. Herpes: Herpes sind Opportunisten, die einfach dein (durch die Würmer :)) geschwächtes Immunsystem nutzen.
Außerdem sind sie ein Hinweis darauf, dass die Methylierung nicht gut läuft bei dir ... aha, das ist jetzt sehr nahe an einem gängigen Erklärungsmodell für CFS.

LG, Esther.
 
regulat-pro-immune

Esther2

Für alle Mitleser: hareekas Werte sind alle in ungebräuchlichen Einheiten angegeben.
Ich habe umgerechnet, weil ich mit den blöden mmol nicht zurecht komme. Für alle, die sich auch mit den alten Einheiten leichter tun, hier hareekas Werte:
Nüchternblutzucker: 110 mg/dl
Lipase: 68 U/l
LDL-Cholesterin: 178 mg/dl
HDL-Cholesterin: 89 mg/dl
LG, Esther.
 
Themenstarter
Beitritt
13.05.08
Beiträge
244
Danke für die schnelle Antwort, liebe Esther2. Ja, diese Maßeinheiten der Laborwerte stoßen immer wieder mal auf "Unverständnis". Das sind wohl Überbleibsel aus DDR-Zeiten. Danke für deine Übersetzung.

Pankreas(kopf)karzinom klingt beängstigend. Ich hatte mit 12 Jahren schon mal eine Pankreatitis und bereits mit 30 Jahren eine Unmenge an Gallensteinen....

Werde mit den Parasiten auf alle Fälle "am Ball" bleiben. Das treibt mich jetzt sehr um, da ich ja seit ungefähr zehn Jahren immer schlapper geworden bin und auch nicht mehr arbeitsfähig bin. CFS unklarer Ursache eben. Der "Psychoecke" bin ich "Gott sei Dank" inzwischen entkommen.....Liebe Grüße Hareeka
 

Esther2

MCV zeigt die Größe der Erythrozyten an. Je größer, je älter.
Hohe Werte sind Hinweise auf Folsäure- und Vitamin B12-Mangel.
Niedrige Werte sind ein Hinweis auf Eisenmangel.

LG, Esther.
 
Beitritt
17.01.09
Beiträge
472
Hallo, Hareeka,

vielleicht ist es das akkumulierte Gift, das weiterhin im Körper steckt.
Lt. Umweltärzten Dr. M. und Dr. D gibt es keine effektive Maßnahme, um z.B. Partikel wie Toner auszuleiten.

GFR zeigt eine milde oder frühe Nierenschädigung.
Hast Du noch Metall im Mund oder ist ausreichend ausgeleitet worden ?

Außerdem ist mein Nüchternblutzucker um immer die 6,1 mmol/lmorgens
Gesundheit: Kann Feinstaub Diabetes auslösen? - Wissen & Computer - Stuttgarter Zeitung
Bei mir sind die Nüchtern-Blutzuckerwerte seit 2001 (erster Kontakt zu Laserdruckern) langsam gestiegen (von durchschnittlich 80 bis 102 mg/dl in 2008). Allmählich scheint es sich wieder zu normalisieren, der letzte Wert war sogar nur 73.
Liegt vielleicht aber auch daran, daß ich kaum noch Cortison brauche und / oder am Heilfasten.

Ich gebe Unmengen von Geld für NEMs aus
Hast Du mal die Inhaltsstoffe geprüft ? in vielen NEMs und Medikamenten sind Nanopartikel (Titanoxid, Siliziumoxid = derselbe Mist wie im Toner)

LG,

ChriB
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
Beitritt
13.05.08
Beiträge
244
Hast Du noch Metall im Mund oder ist ausreichend ausgeleitet worden ?
Hast Du mal die Inhaltsstoffe geprüft ? in vielen NEMs und Medikamenten sind Nanopartikel (Titanoxid, Siliziumoxid = derselbe Mist wie im Toner)

Hallo ChriB, erstmal Dir und allen Anderen ein gesundes (!!!) 2013.

Ich habe noch zwei Palladium-Inlets. Da will ich aber nichts dran machen, da ich keine neuen Metalle mobilisieren will. Ausgeleitet habe ich 2008 mit DMPS, habe aber fast die Befürchtung, dass davon meine Nieren geschädigt wurden. Vertragen habe ich das "Zeug" nicht gut. Bin ja auch schlechte Entgifterin.
Meine NEMs enthalten z.T. Titanoxid, aber nur ein Präparat von Dr. K. Ansonsten achte ich sehr darauf. Ja, und wenn der Toner nicht zu entgiften geht, dann ist ja eh alles umsonst.

Bei der Ursachensuche renne ich nach wie vor immer im Kreis herum :confused:
 
Beitritt
17.01.09
Beiträge
472
Hallo, hareeka,

Dir auch ein gutes 2013 !

Ich habe noch zwei Palladium-Inlets...Ausgeleitet habe ich 2008 mit DMPS, habe aber fast die Befürchtung, dass davon meine Nieren geschädigt wurden. Vertragen habe ich das "Zeug" nicht gut. Bin ja auch schlechte Entgifterin

bei mir siehts ähnlich aus. Ich habe noch Kronen mit 4% Palladiumanteil und bin am überlegen, ob das eine Rolle spielt. Vor der Toner-Sache habe ich die Dinger aber schon 10 Jahre drin gehabt und mir ging es gut damit:confused:
Was für eine Legierung hast Du? Palladium-Basis-Legierungen mit Kupfer wurden wenn ich es noch richtig im Kopf habe wegen Gesundheitsschädigung vom Markt genommen.

Vor 15 Jahren hat mir DMPS sehr gut geholfen zur Amalgamausleitung. Der Versuch, Toner-Metalle durch DMPS etc. auszuleiten, ging gründlich schief.

Ja, und wenn der Toner nicht zu entgiften geht, dann ist ja eh alles umsonst

Was vielleicht geht, wenn auch langwierig, sind Sauna, Sport und Heilfasten (mit Schutz vor Rückvergiftung durch Kohle, Kleie, Rizinus, Pektin o.ä.).
Dadurch kamen bei mir die typischen Toner-Symptome wieder hoch, sogar der Geruch nach dem Zeug. Inzwischen passiert das nicht mehr, also glaube ich, daß es wenigstens ein Stück weit wirksam war.

LG, ChriB
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
17.01.09
Beiträge
472
Hallo, Esther,

ich habe eben mein Profil entsprechend erweitert. Die verschiedenen Therapie-Versuche sind dort beschrieben.

LG, ChriB
 
Zuletzt bearbeitet:
Themenstarter
Beitritt
13.05.08
Beiträge
244
Hallo nochmal und danke für Eure Antworten.

Ich bin aber immer noch etwas im Dunkeln und komme mit der Ursachensuche nicht weiter.

In alten Laborbefunden habe ich auch noch gefunden, dass ein Verdacht auf eine erythropoetische Porphyrie bestand PBG und freie Erythrozyten-Porphytine waren leicht erhöht. Habe hier auch schon nachgelesen. Aber ???
Allerdings ist das nie weiterverfolgt worden. Wegen meiner vielfältigen Beschwerden sind die meisten Ärzte froh, wenn sie mich wieder los sind. dann bleibt es bei CFS, MCS usw. Ich glaube aber immer noch daran, den Grund aller Übel finden zu können.

Mit Kuklinskis Mitochondiropathie-Diagnose will ich mich irgendwie nicht abfinden.

Gruß von Hareeka
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
Beitritt
13.05.08
Beiträge
244
Leider komme ich hier nicht weiter....

Ich wechsele mal zu einem Histamithread, denn ich habe einen neuen Laborbefund: zuviel freies Histamin im Blut ....Gruß Hareeka
 
Beitritt
20.09.14
Beiträge
1.782
In alten Laborbefunden habe ich auch noch gefunden, dass ein Verdacht auf eine erythropoetische Porphyrie bestand PBG und freie Erythrozyten-Porphytine waren leicht erhöht. Habe hier auch schon nachgelesen. Aber ???
Allerdings ist das nie weiterverfolgt worden. Wegen meiner vielfältigen Beschwerden sind die meisten Ärzte froh, wenn sie mich wieder los sind. dann bleibt es bei CFS, MCS usw. Ich glaube aber immer noch daran, den Grund aller Übel finden zu können.
Hast Du Dich schon mal mit HPU beschäftigt?
HPU ist eine (schulmedizinisch nicht anerkannte) Störung des Häm-Stoffwechsels, infolgedessen es zu Zink und B6-Mangel kommt. Der B6-Mangel wird dabei häufig übersehen, da die Blutwerte häufig noch in der Norm sind.

Deine Beschwerden würden dazu m.E. passen.
Auch würde der Magnesiummangel gut dazu passen, ich ("HPUler") habe ihn auch bei gestörten/mangelhaften B6-Stoffwechsel.

Gruß
Hans
 
Oben