Kinderwunsch, wie weit darf man gehen?

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Hallo,

wie der eine oder andere weiß beschäftige ich mich zur Zeit
mit künstlicher Befruchtung und anderen Dingen die dazugehören.

Dabei begegnen mir Dinge wie Eizellenspende und Samenspende.
Samenspende ist in Deutschland erlaubt, Eizellenspende nicht.
Viele gehen deshalb ins Ausland.
Ich verstehe nicht warum das eine erlaubt ist und das andere nicht!
Für mich ist beides das Gleiche, da der Mensch zu gleichen Teilen aus beides
besteht, also hälfte hälfte. Ich finde moralisch keinen Unterschied.

Für meinen Mann und mich ist diese Option unvorstellbar.

Ich lese über viele verschiedene, sehr verzweifelte Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind. Und es wird (besonders über die Samenspende) gesprochen als wenn es das normalste auf dieser Welt ist.
Und auch dass es die Kinder nie erfahren werden!

Vielleicht bin ich da spießig oder so, aber ich finde jeder Mensch hat das Recht zu wissen wo er her kommt. Bei einer Spende hätte der Mensch nur eine halbe Vergangenheit.

Und wie sagt man es dem Kind?
Kann ein Mensch verstehen wenn man sagt: du bist zwar in meinem Bauch gewachsen, bist aber nicht genetisch mein Kind. Nur die Vorstellung dass da eine Frau/Mann rumläuft die die wirklichen, genetischen Eltern sind, ist für mich unvorstellbar. Bei einer Spende wird es wohl nie möglich sein die leiblichen Eltern zu finden.

Man könnte nun sagen bei einer Adoption ist es auch nicht besser, aber dort sind die Verhältnisse klar. Und es gibt ja auch die offene Adoption. Oder später die Möglichkeit die Eltern irgendwie zu finden.

Also, für mich persönlich ist es sehr wichtig zu wissen woher ich komme.
Auch wenn ich nun nicht nur in der Vergangenheit lebe aber es gehört irgendwie doch dazu.
ZB. jetzt wo mein Vater älter wird sieht er immer mehr aus wie mein Opa.
Das ist zwar nur eine Kleinigkeit gehört aber irgendwie zum Leben dazu.

Ist es nicht sehr egoistisch in Sachen Kinderwunsch nur an sich zu denken, und weniger an den Menschen der dort entsteht?
Schließlich wird das mal ein richtiger Erwachsener Mensch, so wie du und ich. Und ist nicht nur irgendein süßes "Spielzeug".

Würde mich freuen wenn sich jemand offen und ehrlich dazu äußern würde, auch wenn er andere Meinung ist!
 
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Kinderwunsch, wie weit darf man gehen???

Ja bin ich.

Hallo, Sternchen!

"Nur die Vorstellung dass da eine Frau/Mann rumläuft die die wirklichen, genetischen Eltern sind, ist für mich unvorstellbar."

auf 15% der menschen trifft dies sowieso zu was du als so unvorstellbar für dich beschreibst, nämlich den sogenannten kuckuckskinder.

was macht diese art von "samenspende" soviel besser, das du dies in deinem beitrag mit keinem wort erwähnst? bei diesen personen treffen alle diese für dich nicht akzeptablen kriterien zu.
wo ist hier der unterschied, wenn man die thematik kosequent zu ende denkt?

aus deinen ausführungen leite ich ab, das du dir irgendwie sorgen machst, was die "spätfolgen" für die aus einer nicht natürlichen (genetisch reinen) empfängnis entstanden menschen betrifft.

ich kann dich beruhigen, es gibt keine! wir sprechen von einer gruppe von menschen die sich alleine in deutschland auf mehr als 10 millionen beläuft.
keine massenpsychosen, keine ab- oder ausgrenzung nichts, ja nicht einmal auffälligkeiten. und das bei dieser gewaltigen anzahl an "betroffenen".



"Ich lese über viele verschiedene, sehr verzweifelte Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind. Und es wird (besonders über die Samenspende) gesprochen als wenn es das normalste auf dieser Welt ist."

ich wünsche mir viel mehr "solcher menschen" die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind, und so viele strapazen auf sich nehmen. die welt wäre eine andere.

denn ich bin davon überzeugt das diesen kindern sehr viel mehr liebe und fürsorge entgegengebracht wird, als so manchen anderen armen "würstchen" auf dieser welt, die zwar vielleicht das "glück" hatten bei den leiblichen eltern groß zu werden, aber leider das pech hatten, das diese sich nicht um sie kümmern, vernachlässigen, mißhandeln, mißbrauchen oder vieles schreckliche mehr tun.



"Vielleicht bin ich da spießig oder so, aber ich finde jeder Mensch hat das Recht zu wissen wo er her kommt. Bei einer Spende hätte der Mensch nur eine halbe Vergangenheit."


die erklärung "vielleicht bin ich da spießig oder so" ist ein bisschen dürftig und erklärt oder argumentiert deine ablehnende haltung nur unzureichend.


"Und wie sagt man es dem Kind?
"

ich bin überzeugt davon, das sich eltern die sich zu solch einem schritt entschließen, sich auch sehr viele gedanken darüber machen und diese thema nicht einfach unbeachtet und wie von dir angenommen "egoistisch" beiseite schieben. und in den meisten fällen werden sie auch den für das kind richtigen weg finden.
viel dramatischer ist es, das die meisten menschen sich eben keine gedanken darüber machen müssen "wie" sie ein kind bekommen können. denn wenn ich mir über das "wie" keine gedanken machen muss, ist die gefahr groß, das ich mir über das "warum" auch keine mache. die ergebnisse die daraus resultieren können, kannst du in diesem forum manigfaltig nachlesen.


"Ist es nicht sehr egoistisch in Sachen Kinderwunsch nur an sich zu denken, und weniger an den Menschen der dort entsteht?
Schließlich wird das mal ein richtiger Erwachsener Mensch, so wie du und ich. Und ist nicht nur irgendein süßes "Spielzeug"."


deine meinung, das sich menschen die auf natürlichen weg keine kinder bekommen können und sich deshalb einer künstlichen befruchtung unterziehen zu unterstellen, sich nur ein "SPIELZEUG" zulegen zu wollen, lasse ich unkommentiert und für sich alleine stehen. nur eines: gott, was must du für ein EGOIST sein.

ich hoffe deinem wunsch entsprochen zu haben jemand möge sich offen und ehrlich dazu äußern!

grüße
richter
 
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09.11.04
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Hallo Richter,

danke für deine Antwort, du hättest aber auch deine Meinung schreiben
können ohne mich anzugreifen.

Leider hast du nicht kapiert was ich genau meine.
Ich habe nichts gegen künstliche Befruchtung.
Ich persönlich habe nur was gegen Samenspende und Eizellenspende.
Ich habe mir überlegt wie es wäre wenn ich selber eine Spende wäre.
Und ich würde das nicht besonders witzig finden...so bin ich zu meinem Urteil
gekommen. Besonders wenn es von den Eltern verschwiegen wurde und es
im Erwachsenen alter herauskommt.

Und genauso unmöglich finde ich die sogenannten Kuckuckskinder.
Damit will ich nicht die Kinder angreifen, die tun mir nur leid, sondern nur die Eltern!
Schließlich ist es ja kein Geheimnis mit wem man rumpimpert und wenn dann
ein Kind daraus entsteht kann man auch dazustehen.
Außerdem hat man immer die Möglichkeit es irgendwie herauszubekommen.
Aber bei einer Spende niemals!

Im übrigen kann ich es akzeptieren, wenn sich jemand zu einer Samenspende entschließt. Aber nur wenn derjenige auch dazu steht, und es dem Kind auch sagt.
 
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10.01.04
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Hallo Sternchen,
Schließlich ist es ja kein Geheimnis mit wem man rumpimpert und wenn dann
ein Kind daraus entsteht kann man auch dazustehen.

Das glaube ich nicht. Wenn in einer Ehe ein Seitensprung mit Folgen passiert, dann wird doch wohl immer noch vor allem von der Frau versucht, den geheim zu halten, wenn ein Kind kommt. Oder täusche ich mich da total?
Schwieriger ist es für Ehemänner, die ein außereheliches Kind zeugen. Wenn die schwangere Freundin sie als Vater des Kindes nennt, können sie zwar widersprechen und einen Vaterschaftstest machen lassen, aber wenn der positiv ist, hilft alles Leugnen nichts, weil der Beweis ja herumläuft.

Gruss,
Uta
 
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09.11.04
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Uta,

ich meine kein Geheimnis zwischen den beiden die sich da im Bett treffen;).
Ok, soll es ja auch geben das sie sich nicht kennen, aber das ist nun wirklich nicht meine Welt;)

Und wenn ein Ehemann da scheiß baut, sollte er auch dazu stehen!
vielleicht bin ich da etwas naiv, aber ich mag heile Welten bzw klare
Verhältnisse!!!

Außerdem denke ich ist es leichter zu verzeihen, wenn Mann beichtet
als wenn er noch Jahre lang rumlügt.
 
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09.11.04
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Also,

ich habe grade Überlegungen gehabt Marcel zu bitte dies alles zu löschen.
Ich bereue es dieses Thema angefangen zu haben, da ich denke dass mich
hier eh niemand verstehen wird.
Bzw das sich jemand auf vernünftige Art und Weise sich noch jemand äußert.
Darüber könnt ihr jetzt denken was ihr wollt.......
Ist auch der Grund warum ich so selten noch hier bin.

Das Thema ist mir sehr sehr ernst!
Es ist nicht aus einer Laune oder Langeweile geboren worden.
Ja, ich fühle mich sehr angegriffen und so verletzt das ich fast heule.

Man muss sich nur vorstellen.
Es wird mit Hilfe der Medizin ein Mensch gemacht!
Ein richtiger Mensch!!!
Und dass scheint einigen nicht so klar zu sein!
Das kann man doch nicht so leichtfertig drüber denken.
Da muss man sich doch Gedanken machen!
Oder sehe ich das so falsch???

Mein Fehler war wohl gleich meine Meinung dazu zu äußern.
Wollte nur Meinungen hören. Aber keinen Angriff!
Wie weit man moralisch gesehen gehen darf!?!

Und ich meine nur damit die Medizin in Sachen Kinderwunsch.
Nix mit fremdgehen usw....
Das kann passieren muss aber nicht...!
Alles was mit Spenden zu tun hat ist ganz bewusst gewollt.
Und dann frage ich mich wie weit darf man gehen und ab wann ist das nur noch "Ich will ein Kind um jeden Preis". Und das meine ich mit Egoismus!
Und ich finde mich garnicht eroistisch da ich mir eben auch Gedanken um
das Leben was dort entstehen soll mache. Und zur Not auch hinnehmen würde ohne Kinder weiterleben zu müssen.

Und den Menschen die ihre Eltern nicht kennen fällt es schon schwer damit umzugehen. Dass es für die alle so leicht ist stimmt nicht.
Ich kenne jemand die ihre Eltern nicht kennt und die macht sich wirklich viele Gedanken drum.

so, wenn nun noch jemand was auf vernünftige Art was sagen will dann bitte! Aber so dass ich nicht gleich heulen muss!
 
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18.12.06
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hallo sternchen!

erstens: ich greife dich nicht an sondern habe meine meinung dargestellt.
für diejenigen die es aber noch nicht verstanden haben:

ja, ich bin für samenspende und eizellenspende.

zweitens: das du gerne in einer "heilen" welt leben möchtest, ist deine entscheidung, ob es praktikabel ist sei dahingestellt. jedenfalls entspricht es nicht der realität.
aus dieser sichtweise heraus seine argumente darzulegen wird wohl zwangsläufig zu kontroversen führen müssen, die du dann möglicherweise als "angriff" auf dich interpretierst. nicht´s liegt mir ferner.

unter der überschrift: "Kinderwunsch, wie weit darf man gehen?" lehnt man sich aber bewusst ziemlich weit aus dem fenster, wenn man entscheidungen die sehr persönlicher natur sind, kommentiert und auch kritisiert.

vielleicht habe ich doch kapiert worum es geht, du aber hast möglicherweise die falsche frage gestellt!

wäre deine frage zum beispiel: "wie würdet ihr euch als ergebniss einer samenspende fühlen", oder ähnlich , dann würde wahrscheinlich der verlauf der diskusion eher in die richtung gehen, die dich so beschäftigt.

zurück zu dem beispiel mit den kuckuckskindern, die sind ja nun mal da und nicht wegzuleugnen, so "heil" ist halt die realität eben nicht. bei den kuckuckskindern bauen ausschließlich die frauen "scheiße" (deine interpretation und nicht meine meinung), nur weil du schreibst: Mann soll beichten und nicht jahrelang herumlügen.

wie ist da deine sichtweise im bezug der daraus entstehenden kinder?

verstehe ich das richtig, das du denkst es sei besser in all diesen fällen die tatsachen zu offenbaren? würden all diese frauen deiner vorstellung entsprechen, na dann gute nacht schöne heile welt.
die anzahl der auseinanderbrechenden familien, und deren folgen möchte ich nicht verantworten müssen.

zu guter letzt würde ich mir doch sehr wünschen, wenn du mir darlegen könntest wie du das mit den kindern als "süsses Spielzeug" meinst und woher diese annahme dies sei auch so, bei dir kommt.

grüße
richter
 

Horaz

in memoriam
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05.10.06
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Liebes Sternchen,

ich habe gesehen, dass du früher sehr viel mehr im Forum geschrieben hast, als in den letzten Wochen, wo ich mich ein wenig mit mehreren Themen beschäftigt habe. Möglicherweise hast du dich auch schon früher verletzt gefühlt.

Dein Beitrag rührte mich sehr. Ich sehe das genauso wie du. Dieses Menschenbasteln finde ich an sich erschreckend. Ich bin ein großer Skeptiker, was die angeblichen Errungenschaften der Medizin betrifft. Und die Reproduktionsmedizin grenzt für mich schon fast an Frankensteins Küche. Selbst bei außerkörperlicher Befruchtung habe ich Bedenken. Fast immer entsteht dabei "überschüssiges Material", dass dann entsorgt oder schockgefroren wird. Vielleicht entspricht das der Eiseskälte, mit der wir manchmal das Leben überziehen. Wenn es aber zwei sich liebende Menschen sind, die sich ein Kind wünschen, es aber nicht bekommen, habe ich Verständnis dafür.

Mit Samen- oder Eizellenspenden entsteht natürlich etwas anderes, als sich die zwei sich liebenden Menschen gewünscht hätten. Ich halte das für die möglichen Eltern für eine psychologische Belastung, deren Auswirkung gewaltig sein kann. Für die daraus entstehenden Kinder ist es sicher eine Zumutung, sogar das kleine Menschenrecht auf Kenntnis von Mutter oder Vater vorenthalten zu bekommen.

Wenn zwei Menschen keine Kinder bekommen, stellt sich schon die Frage, ob es nicht gute Gründe (die wir nicht kennen) geben könnte, warum es so ist. Menschlicher ist wohl der ehrlichere Weg einer Adoption. Die Wahrscheinlichkeit damit einer einsamen Kinderseele viel mehr geholfen zu haben, als beim Zusammenbasteln einer neuen, halte ich für gross. Auch der Männer- und Frauenseele ginge es mit so einer Entscheidung vermutlich besser.

Ich umarme dich Sternchen, Horaz
 
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18.12.06
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hallo sternchen!

also das dich so etwas fast zum heulen bringt tut mir ehrlich leid. bitte aber versuche nicht, und auch nicht zwischen den zeilen, mich dafür verantwortlich zu machen, ich bin es nämlich nicht.

du wirfst ein thema auf, das sicherlich nicht ohne gewisse reibungspunkte zu diskutieren ist, schreibst ich würde gerne eure meinung dazu hören auch wenn sie nicht der meinigen entspricht, um dann nach der zweiten antwort den ganzen thread vom admin wieder löschen zu lassen?
was ist das für eine diskusionskultur?


und was ich mit dem zwischen den zeilen meine sieht man an deinem schlußsatz sehr deutlich:
so, wenn nun noch jemand was auf vernünftige Art was sagen will dann bitte! Aber so dass ich nicht gleich heulen muss!

es ist ganz und gar nicht so, daß wenn du heulst es mit meiner unvernünftigen art und weise zu tun hat. dies ist ein vorwurf den ich nicht einfach so im raume stehen lassen möchte.

grüße
richter
 
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02.05.06
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hi liebe stern,

Ich finde es gut das du dich darüber äussert,warum nicht.
Es sind deine gefühle und überlegungen, aber ich schreib mein auch dazu.
Zum erste kann ich mich vorstellen weshalb menschen ein künstliche befruchtung wünschen ,das verlangen zum kind muss sehr da sein, so ein schritt zu machen.
Ich persönlich aber bin von meinung das es natürlich geschehen sollte.
Ich mag es nicht wundern so künstlich zu erwecken.
Anderseits , und ich finde das wirklich schwierig ,ist das ein seele selbst seine eltern wählt, weil er was bestimmtes erfahren möchte.
so wählt ein seele auch in diesem fall von künstliche befrüchtung diese eltern wegen irgendeine grund.
Oder übrigens eltern von ein künstlich erweckten kind jetzt bessere eltern sein , tja das glaub ich nicht ganz.
Es ist auch ein ernstes thema , und sicher wert darüber aus zu tauschen.
hoffe das es weiter geht.

alles liebe soul:wave:
 
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10.01.04
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Liebes Sternchen,
bitte laß Dich doch von anderen Meinungen nicht niederdrücken und nimm sie auch nicht persönlich. So wie Menschen verschiedene Nasen haben, haben sie eben auch verschiedene Meinungen.
Du hast Dir sehr viele Gedanklen über dieses Thema gemacht und bist zu Deiner Meinung gekommen. Andere haben sich auch viele Gedanken gemacht und sind zu einer anderen Meinung gekommen.
Wer weiß: vielleicht bewegen ja Deine Gedanken etwas bei jemand, aber nicht jetzt gleich sondern irgendwann?

LIebe Grüsse,
Uta
 
Beitritt
25.01.05
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Grüss euch,

aus energetischer Sicht - diese ist nun mal dimensionenübergreifend - bin ich eher skeptsich dem gegenüber, was über die von der Natur eingerichtete Möglichkeit der Befruchtung der Eizelle hinausgeht.

Ich kann durchaus verstehen, dass viele Paare sich sehnlichst Kinder wünschen - ich selber möchte diese Erfahrung und dieses Erleben nicht missen. Sie sind - jetzt junge Erwachsene - nach wie vor eine kostbare Bereicherung meines Lebens.

Wie Horaz, sehe ich auch viele Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, für die es jetzt schon offensichtlich keinen Platz gibt in einer behüteten und menschenwürdigen Umgebung aufzuwachsen.

Es ist nicht auf Dich Sternchen gemünzt wenn ich sage, gewisse Paare hätten sich gscheiter einen Affen zugelegt... Und ich halte es auch nicht für ein taugliches Mittel, Beziehungen durch das Zeugen eines Kindes retten zu wollen, was immer wieder mal auch ein Grund für den Kinderwunsch ist. Das einfach mal als Randbemerkung.

Ich weiss von verschiedenen Paaren, die sich sehnlichst ein Kind wünschten, und krampfhaft damit beschäftigt waren, erfolglos. Und erst wie sie's aufgegeben hatten, dann hat es zu ihnen gefunden, das Kind. Und für sie war's dann auch ein grosser Segen.

So wie ich es wahrnehme ist es auch hier eine Frage der Harmonie, und zwar zwischen Mutter - Vater - Kind. Nicht umsonst sind es die Kinder, die sich ihre Eltern aussuchen. Natürlich ist das eher schwierig nachzuvollziehen, wenn man den Vorgang des Kinderkriegens auf die rein physische Ebene reduziert. Selbstverständlich gibt es zudem eine ganze Anzahl physischer Gründe für das Ausbleiben einer Schwangerschaft - aber eben, nicht ausschliesslich.

herzlichst - Phil
 
Beitritt
19.03.06
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Hallo Sternchen,

ich möchte Dir gerne für Dein hochinteressantes, aktuelles und auch sehr emotionales und berührendes Thema danken. Und auch ich möchte Dich an dieser Stelle ermutigen, weiter zu machen!
Wie sehr das Thema berührt, bewegt und interessiert kannst du allein an den vielen Antworten und der Menge an Hits ermessen.
Gerade dass Du so offen von Dir und Deinen Überlegungen schreibst, lässt mich Deinen Eröffnungsbeitrag um so höher schätzen. Ich wünsche mir, dass Du Dir das bewahren kannst und dass Du vertrauensvoll hier weiterschreiben kannst!

Nur ein paar Worte von mir zum Thema: aus systemischer Sicht gibt es einiges, was die von Dir angedeuteten Thesen bestätigt: alles was verschwiegen wird, "schwingt" irgendwie mit, wird weiter "vererbt" und kann in der selben, der nächsten oder in späteren Generationen zu (psychischen) gesundheitlichen Problemen führen. Die gilt für "verschwiegene" Stiefelternschaften, "heimliche" Inpflegnahmen und Adoptionen. Einige systemische Psychologen und Therapeuten raten daher dringend, einen Zugang zu den leiblichen Eltern zu ermöglichen (und sei es nur über Erzählungen), so dass ein "Bild" entsteht, das in die eigene Persönlichkeit integrierbar ist. Dabei geht es unter anderem auch um "ganz" sein.
(Hier findet man die Homepage nur eines der Therapeuten - Helmut Johnson - die sich damit beschäftigt haben: http://www.genogramm.info/)
Als Anhang füge ich einen Teil eines Vortrages über das Modell, das Johnson dazu entwickelt hat, bei!

Jetzt noch off topic: Gerade bei besonders emotionalen und intimen Themen, die anzusprechen nicht leicht und die/ den "Betroffene/n" Mut und vielleicht auch Überwindung abverlangen, finde ich es hilfreich, die eigenen Meinungsäußerungen in Teile von Ich - Botschaften zu kleiden, z.B.: Ich bin der Meinung dass....weil ich dieses oder jenes denke, bzw. fühle. Das heißt: von sich selbst zu schreiben und kompromittierende "Du - Botschaften" zu vermeiden. Sicher kann es auch hilfreich sein, mal "Aktiv zuzuhören", zum Beispiel nachzufragen: "Habe ich Dich da richtig verstanden?" - und vielleicht mal nicht gleich zu kommentieren!


Herzliche Grüße und weiterhin ein offenes und respektvolles miteinander Austauschen wünscht
Leòn
 

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24.09.04
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Soeben einen TV Hinweis gesehen, bzw gehört. Meine Frau hat genau in diesem Moment eingeschaltet:

Heute um 22.20 Uhr in TV SF1, DOK: "Wir adoptieren einen Embryo"

http://www.sf.tv/ rechts für Trailer anklicken
 
Themenstarter
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09.11.04
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Guten Morgen,

vielen Dank dass das Thema jetzt doch weiter gehen kann!

@ Richter
ich finde deinen ersten Beitrag immer noch nicht schön (vielleicht bin ich auch zur Zeit überempfindlich) aber lassen wir das mal weg.

Ich habe kein Problem mit anderen Meinung aber ich habe ein Problem wenn man mir meine eigene Meinung nicht lässt.
Für mich ist es wichtig auf einer vernünftigen Art miteinander zu sprechen.
Du hättest zb sagen können "ich bin da aber anderer Meinung aus diesen und jenen Gründen" Außerdem bin ich nicht so ein doller "Schreibkünstler" und über Nachfragen "wie meinst du das eigentlich" würde ich mich freuen.

Also, ich weiß nun dass du für Samen und EZ-Spende bist, aber wirklich begründet hast du es nicht!
Also frage ich dich, welche Argument gibt es dafür?
Das einzige Argument was mir nun so spontan einfällt ist, dass die Frau sonst kein Kind bekommen könnte!

Ich finde die Überschrift doch genau richtig "wie weit darf man gehen?"
oder "sollte man sich Grenzen setzen?"
Du siehst an den anderen Beiträgen dass es Menschen gibt die noch weniger weit gehen würden wie ich. Ich stehe mit meiner Meinung in der Mitte, dh. gegen Spende für Künstliche Befruchtung (darauf gehe ich später nochmal ein).

zurück zu dem beispiel mit den kuckuckskindern, die sind ja nun mal da und nicht wegzuleugnen, so "heil" ist halt die realität eben nicht. bei den kuckuckskindern bauen ausschließlich die frauen "scheiße" (deine interpretation und nicht meine meinung), nur weil du schreibst: Mann soll beichten und nicht jahrelang herumlügen.

wie ist da deine sichtweise im bezug der daraus entstehenden kinder?

verstehe ich das richtig, das du denkst es sei besser in all diesen fällen die tatsachen zu offenbaren? würden all diese frauen deiner vorstellung entsprechen, na dann gute nacht schöne heile welt.
die anzahl der auseinanderbrechenden familien, und deren folgen möchte ich nicht verantworten müssen.
Bitte ließ dir den Beitrag von Leòn durch, besser könnte ich es nicht schreiben.
Wenn man einen Seitensprung mit Folgen verschweigt, ist das Problem doch nicht beseitigt, sondern nur verschoben. Und wenn es später, evtl nach Jahren, herauskommt ist der Vertrauensbruch noch viel größer!
Vor allem ist es ein Vertrauensbruch gegenüber dem Kind, wenn der Vater nicht dazu steht!

Das mit dem "Spielzeug" habe ich doch nur geschrieben um es nochmal zu verdeutlichen dass es hier um Menschenleben geht. Und dass man damit nicht leichtfertig umgehen soll!

Außerdem kommt es mir bei machen wirklich so vor als wenn die nur ein Kind haben wollen weil es so süß und niedlich ist und weil ja alle Freundinnen auch schon eins haben. Nein, um Missverständnisse zu vermeiden, nicht alle Frauen sind so, aber viele sprechen so!
Und man sieht es ja auch an den vielen "weggeworfenen Kindern"!
Und ich kann es immer wieder sagen: "Kinder sind kein Spielzeug, es sind Menschen wie du und ich" oder "mache nichts was du selber nicht willst was man bei dir macht".

@ Horaz

Wenn zwei Menschen keine Kinder bekommen, stellt sich schon die Frage, ob es nicht gute Gründe (die wir nicht kennen) geben könnte, warum es so ist. Menschlicher ist wohl der ehrlichere Weg einer Adoption. Die Wahrscheinlichkeit damit einer einsamen Kinderseele viel mehr geholfen zu haben, als beim Zusammenbasteln einer neuen, halte ich für gross. Auch der Männer- und Frauenseele ginge es mit so einer Entscheidung vermutlich besser.
Es ist ein guter Ausdruck "der ehrlichere Weg".
Genau das meine ich im Zusammenhang mit Samenspende und EZ-Spende.

Zu den Seelen der Eltern möchte ich dieses zum lesen geben und keinen Kommentar dazu abgeben:
www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/seele-sexualitaet/index.html?id=519779&nv=ct_cb

@ soullove, Uta, phil, Leòn

vielen Dank für eure Beiträge.

Vor noch nicht ganz zwei Jahren war ich auch der Meinung das alles möglichst natürlich ablaufen sollte.
Irgendwie hat sich aber mit der Zeit alles verselbständigt und ich habe viel gelesen, Infoabende und Aufklärungsgespräche gehabt.
Mich viel mit der Biologie der Fortpflanzung beschäftigt und wie eine Künstliche Befruchtung funktioniert. Dabei muss man feststellen das künstliche Befruchtung nicht gleich künstliche Befruchtung ist.
In Deutschland gibt es Gesetze, so dass ich mit der Art der Behandlung wie sie hier durchgeführt wird einverstanden bin.
Die Gesetze wie sie hier sind, sind strenger wie in anderen Ländern aber wie ich finde nicht dumm und mit Hintergrund.
Ein vernünftiger Arzt hält sich daran.

Ich hatte auch ein Gespräch mit einem Genetiker und bei diesem Gespräch ist mir erst so richtig klar geworden das eine Spende (für mich) das Unmögliche darstellt.
Unsere ganze Familiengeschichte wurde aufgerollt, für jemanden der aus einer Spende entstanden ist unmöglich, bzw. wenn derjenige es nicht weiß wird er die falsche Geschichte erzählen....und dann???

Für mich geht eine künstliche Befruchtung nur, wenn der Arzt einem "nur" hilft körperliche Probleme zu überwinden wie zb defekte Eileiter.
Der Arzt hat die Aufgabe die Eileiter "zu überbrücken" und wenn es dann zu einer Schwangerschaft kommt wird dieses eine ganz normale Schwangerschaft sein und ein ganz "normales" Kind.
Das ist jetzt ein Beispiel, so einfach ist das natürlich nicht und es gehört noch wesentlich mehr dazu.
Aber grade deshalb ist die Fragen nicht verkehrt.
"Wie weit darf man gehen?"

@Pius

irgendwie finde ich das nicht...:idee:
 
Beitritt
19.03.06
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Hallo Sternchen,

ich freue mich, dass Du weiterschreibst! Danke:) !

Die abschließend noch einmal hingestellte Frage, in Deinem letzten Beitrag: "Wie weit darf man gehen"? finde ich sehr eindrücklich: man sollte sie sicher zu sehr vielen anderen Themen - zum Beispiel Gentechnik - auch stellen.

Eine Freundin von mir (die Patentante meiner Tochter) ist auch lange kinderlos gewesen - sie und ihr Mann haben einiges ausprobiert - auch eine Hormonbehandlung. Dann haben sie irgendwann recht schnell gesagt: es reicht, weiter gehen wir nicht! - Inzwischen haben sie das zweite Pflegekind (Säuglingspflege) aufgenommen. (Der manchmal auftretende psychosomatische "Lockerungseffekt", der in manchen Fällen dann zur Schwangerschaft von Pflege- oder Adoptiveltern führt und mit dem ich gerechnet hatte, ist bislang nicht eingetreten.)

Hallo Pius,

meinst Du, es ist sinnvoll, hier ein wenig über den Filmbericht zu erzählen? Ich konnte ihn leider nicht sehen: :schock: ich hatte etwas spät bemerkt, dass er im schweizer Fernsehen gesendet wurde - das ich nicht empfangen kann;) .

Herzliche Grüße von

Leòn
 
Beitritt
24.09.04
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Also schaut doch hier mal rein:
Es hat so eine kleine Videokamera rechts unter dem Foto und da kannst du es ev. herunterladen. (?)

http://www.sf.tv/tvprogramm/tv_deta...=2007-02-05&titel=Wir adoptieren einen Embryo

Die Sendung wird am 5. Feb um 11.05 auf SF1 wiederholt.

Ja, es war wirklich seltsam, diese Sendung anzusehen. Man muss es selber sehen, sehr schwer zu beschreiben. Irgendwie vergleichbar mit einer Organverpflanzung, da die Embryonen nach Monaten aus dem Tiefkühler aufgetaut wurden und dann in die Gebärmutter eingespritzt wurden mit einer langen Kanüle. Sodann wurde gehofft, dass sie sich einnisten, was teilweise tatsächlich auch gelang.

Hier noch der Text von SF1 auf obiger Website:

DOK
Wir adoptieren einen Embryo
Ein Film von Krystina Romocki, Thomas Nell

Die moderne Forpflanzungsmedizin verhilft unfruchtbaren Paaren oft zum ersehnten Nachwuchs. Die unzähligen Embryonen, die bei jeder künstlichen Befruchtung im Reagenzglas enstehen, wurden bisher - je nach Gesetzeslage - für die Forschung verwendet oder vernichtet. In den USA können sie adoptiert werden. Der Film zeigt Paare, die auf diese Weise zu einem Kind kommen, und andere Paare, die überschüssige Embryos zur Adoption freigegeben haben.

Was passiert mit den vielen überzähligen Embryonen, die bei der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas entstehen? Bis jetzt wurden diese Embryonen in einem sehr frühen Stadium tiefgefroren und später - je nach Gesetzeslage - für die Forschung verwendet oder vernichtet. In den USA setzen sich christliche Organisationen für die sogenannte Embryo-Adoption ein.

Zwar ist die Embryo-Adoption dort zurzeit möglich, aber weder legal noch illegal. Viele rechtliche und ethische Fragen sind noch offen. Wer sind die wahren Eltern dieser Kinder? Hat die biologische Mutter das Recht, ihr Kind zurückzufordern? Könnte die austragende Mutter das Kind wieder zurückgeben, wenn es behindert sein sollte? Und wie verkraftet eine Frau die Möglichkeit, dass ihr biologisches Kind von einer anderen Frau ausgetragen und aufgezogen wird?

Die beiden kanadischen Filmemacherinnen Krystina Romocki und Nell Thomas begleiten in ihrer Dokumentation drei Paare, die einen Embryo adoptiert, und zwei Paare, die einen Embryo zur Adoption freigegeben haben. Die Betroffenen geben offen Auskunft über Ängste und Hoffnungen ebenso wie über die ethischen Überlegungen, die mit einer solchen Entscheidung verbunden sind.
 
Beitritt
24.09.04
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Soeben wurde im 10 vor 10 (Nachrichtensendung TV Schweiz) von einer Spanierin berichtet, die in Amerika durch obiges Verfahren mit 67 Jahren noch Mutter von Zwillingen geworden ist!!!!!!! Das sei ihr sehnlichster Wunsch gewesen.....
Sie hatte den Arzt angelogen und gesagt, dass sie 55 Jahre alt sei. Das ist die Altersgrenze in USA. Mit 60 000 CHF (?) war "das Geschäft" geregelt.
 
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19.03.06
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Hallo Pius,

habe herzlichen Dank für die Schilderung .... also mir geht es mit diesem Gedanken, wie da mit Leben umgegangen wird, nicht gut.... .

Von der Spanierin habe ich auch gehört..... Was soll man dazu sagen? Die Natur hat es schon aus gutem Grund so eingerichtet, dass Schwangerschaften ab einem gewissen Alter nicht mehr möglich sind ..... .

Herzliche Grüße von Leòn
 
Themenstarter
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09.11.04
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Hallo,

ich muss immer schmunzeln wenn ich Berichte im Fernsehen über künstliche Befruchtung sehe. Die Berichte sind meistens inhaltlich richtig aber wenn man sich selber damit auskennt doch nicht so wie im wirklichen Leben.
Eben aus der Sicht des Reporters und dazu kommt dass der Bericht dann wohl noch möglichst "spannend" sein soll.

Wenn ihr mögt werde ich aus dem richtigem Leben erzählen.

Aber aus der deutschen Sicht, wie gesagt für mich kommt eine Spende, egal von welcher Seite nicht in betracht.
Alle Bedenken die hier gesagt worden sind, denke ich auch oder ähnlich.
Zwar ist die Embryo-Adoption dort zurzeit möglich, aber weder legal noch illegal. Viele rechtliche und ethische Fragen sind noch offen. Wer sind die wahren Eltern dieser Kinder? Hat die biologische Mutter das Recht, ihr Kind zurückzufordern? Könnte die austragende Mutter das Kind wieder zurückgeben, wenn es behindert sein sollte? Und wie verkraftet eine Frau die Möglichkeit, dass ihr biologisches Kind von einer anderen Frau ausgetragen und aufgezogen wird?
Allerdings versuche ich mir viel mehr sie Sicht des Kindes vorzustellen.

Mich erinnert dass so ein bissen an einen Horrorfilm wo die Frau ein Alien austrägt....oder ähnliches...

In Deutschland ist eine Eizellenspende verboten, das heißt man macht sich strafbar. Allerdings weiß ich nicht wie es sich verhält wenn eine deutsche Frau ins Ausland geht und sich dort befruchten lässt, es aber in Deutschland austrägt. Es kann alles gut gehen, was aber wenn es doch herauskommt. Hat sich die Frau dann strafbar gemacht?
Eine Samenspende ist erlaubt, warum weiß ich nicht:idee:
Ich kann mir den Unterschied mir nicht genau erklären, für das Kind kann es doch egal sein welche Hälfte von ihm nicht stimmt!

Was passiert mit den vielen überzähligen Embryonen, die bei der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas entstehen? Bis jetzt wurden diese Embryonen in einem sehr frühen Stadium tiefgefroren und später - je nach Gesetzeslage - für die Forschung verwendet oder vernichtet. In den USA setzen sich christliche Organisationen für die sogenannte Embryo-Adoption ein.
Das möchte ich nicht so stehen lassen.
In Deutschland entstehen nicht viele überzählige Embryos.
Viele Frauen sind froh wenn sie überhaupt was zurückbekommen.
Nicht in allen Eibläschen die sich entwickeln ist auch eine Eizelle dh. sieht der Arzt ca. 15 Eibläschen auf dem Ultraschall kann es seine dass aber nur 9/10 Eizellen dabei herauskommen. Davon werden sich dann auch nicht alle befruchten. Ok, sagen wir mal es bleiben 5 übrig.
Zwei bekommt die Frau zurück (in D. dürfen höchstens 3 zurückgegeben werden). Drei lässt sie einfrieren (Kryokonservierung).
Es dürfen in D. keine Embryonen eingefroren werden sondern nur EZ die sich noch im Vorkernstadium befinden, dh es hat noch keine Verschmelzung stattgefunden.
Diese Kryos wird die Frau gebrauchen wenn der vorherige Versuch nicht gekappt hat oder für ein Geschwisterkind.
Es bleibt ihr die Stimulation der Eierstöcke und Punktion erspart.
Das Auftauen werden evtl nicht alle EZ überleben und die Frau hat evtl nur eine oder auch garkeine EZ.

Und sollten doch mal welche wirklich nicht mehr gebraucht werden, müssen diese Vernichtet werden, genauso wenn sich das Paar trennt.

Wie ihr seht bleibt bei uns in D. wirklich nicht viel über.

Ich hoffe dass ich alles so richtig erklärt habe, da ich es aus meinem eigenem Wissen schreibe und nicht irgendwo abschreibe;)
wenn was fehlt oder falsch ist bitte drauf aufmerksam machen;)
 
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