Kaliummangel

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Hallo Kate,

Was mir zu Dir noch aufgefallen ist:
Du schreibst, dass Du mehr Flüssigkeit ausscheidest, wie Du trinkst. Du hast auch mal - schon länger her - etwas auffallendes Kreatinin (im Urin glaube ich) gehabt. Wurde mal bei Dir ernsthafter nach einer möglichen Störung der Nieren geschaut?
Lese gerade wegen mir über das Fanconi-Syndrom nach, es wird auch das Merkmal Dehydration genannt und es soll ja bei Schwermetallbelastungen ein sog. "erworbenes Fanconi-Syndrom" möglich sein, was dann wohl auch für den MW gelten würde, denn bei MW ist es auch möglich vermehrt Aminosäuren, Calcium, Glucose etc. im Harn auszuscheiden. Ich vermute mal, dass diese Überausscheidungen anfänglich und bei leichten Fällen nicht jedes Mal nachweisbar sind, so dass man mit einer Messung dies manchmal nicht nachweisen kann. Bei mir ist die Calcium-Ausscheidung in ca. 80 % der Messungen erhöht, d. h. es gibt auch immer wieder (noch) normale Werte dabei.
Wenn Du eine erhöhte Ausscheidung von Pyrrolen im Urin hast, was sicher auch mit den Nieren zusammenhängt, dann wäre evtl. eine gründliche Untersuchung der Nieren auch sinnvoll bei Dir.


Und noch etwas zu den Ärzten, die gerne spotten:
Die Reaktion Deines Heilpraktikers finde ich nicht sehr gut. Er reiht sich damit in die lange Liste der Therapeuten ein, die sich zwar mit seltenen Krankheiten nicht auskennen (ohne dass ich ihn kenne, bin ich sicher, dass er sich mit MW höchstens oberflächlich beschäftigt haben kann), die aber die Patienten gleich von vornherein entmutigen, eine seltene Krankheit in Betracht zu ziehen.

Das erlebe ich bei mir auch ständig.
Es gibt sogar Ärzte, die bei diagnostiziertem MW den Patienten einreden, dass es schädlicher sei für sie, die Medikamente für MW zu nehmen, als wenn sie MW nicht behandeln würden. Ich weiß von einer Frau mit MW, der haben ihre Ärzte immer wieder gesagt, wie sehr sie sich mit dem Chelatbildner schaden würde, bis sie ihn eigenmächtig abgesetzt hat. Sie bekam dann starke Probleme, was alles genau, weiß ich nicht mehr. Doch sie schrieb mir, sie sei anschließend "durch die Hölle gegangen". Wochenlange Rehaklinik-Aufenthalte und Verschlimmerungen der Krankheitssymptome (wohl etliche neurologische Probleme) waren die Folge. Sie hat es bitter bereut, sich von den Ärzten so beirren zu lassen.

Ähnliches erlebe auch ich oft:
Es gibt einen Arzt, der sagt, er kenne sich mit MW nicht aus, er behauptet aber dennoch (!), ich hätte keinen MW. Wenn ich dann frage, ob ich meine Medikamente denn einfach weglassen solle, dann sagt er, er glaube nicht, dass ich sie benötige. Schriftlich bekäme ich dies aber nicht. Ließe ich die Medikamente dann weg und kommt zu Rückfällen oder im schlimmsten Fall zu einem Leberversagen, dann würde er nicht zugeben, mir dies empfohlen zu haben. Ich habe diesen Arzt dann gebeten, mir doch zu helfen, eine andere Ursache für mein erhöhtes (Leber-) Kupfer zu finden, doch da will er auch nicht dran, obwohl er Facharzt ist für Stoffwechselkrankheiten.

Dann gibt es andere Ärzte, die sagen, sie sind sicher, dass ich MW habe, wie z. B. der Frauenarzt, der bereits 1996 2 Bilder meiner Leber während einer Operation machte, auf der kleine Knötchen (also Zeichen einer Leberzirrhose) zu sehen sind oder meine Nephrologin, die sagt, man bekommt ein so hohes Leberkupfer nur von M. Wilson.

Man könnte da wirklich "verrückt" werden, wenn man so gegensätzliche Aussagen laufend hört.

Ich denke, dass das Verhalten der Ärzte mit dazu beiträgt, dass gerade seltene Krankheiten oft übersehen werden.

Gruß
margie
 
wundermittel

Kate

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Guten Morgen,

hier geht ja die Post ab.

Uta schrieb:
warst Du eigentlich zur Blutentnahme direkt im Labor?
Nein, es gibt hier am Ort kein solches Speziallabor. Allerdings war es Heparin-Blut und man sagte mir, dass nicht einmal Express-Versand nötig ist. Wie ich am Probeneingangsdatum sehe, war es auch nur einen Tag unterwegs.

kaliumhaltige Mineralwässer halte ich nicht für eine gute Idee. Das Wasser sollte möglichst "rein" sein, damit Gifte besser ausgeleitet werden können. Deswegen trinkst du ja wahrscheinlich auch kein Mineralwasser. Sehr umstritten ist ja auch, ob diese Mineralstoffe aus dem Mineralwasser überhaupt aufgenommen werden können.
Die Idee ist mir auch eher unsympathisch. Es hat bei mir verschiedene Gründe, dass ich kein M-Wasser trinke: Mögliche Verschiebungen des Mineralstoffhaushaltes, toxische Belastungen (selbst Uran fand man!), aber auch Kosten und Umstände (habe kein Auto).

Margie schrieb:
Ich erinnere mich jedoch, oder verwechsle ich dies, dass das Urinkupfer oder ein anderer Kupferwert bei Kate etwas auffällig war (freies Kupfer?).
Ja, das stimmt. Im Jahr 2005 war zweimal das Serum-Kupfer am unteren Rand des RefBereiches bzw. leicht erniedrigt (je nach RefBereich, nach Deinem Link weiter oben lag es noch drin), das Coeruloplasmin ebenso, und das freie Kupfer leicht erhöht. Angesichts der Gesamtsituation habe ich allerdings beschlossen, erstmal nichts zu forcieren, sondern es nach einer Zeit erneut zu kontrollieren. In dieser Zeit habe ich mich u.a. um meinen Darm gekümmert, um eine Malabsorption als Ursache für niedriges Coeruloplasmin möglichst auszuschließen (ich hatte das hier auch schon öfter geschrieben, dass das eine Ursache sein kann). Erinnern möchte ich Dich auch, dass Du mehrfach darauf hingewiesen hast, dass ein Absetzen von Zink bei einem MW im Anfangsstadium hochgradig gefährlich sein kann. Allein deshalb sind hier schon viele in einer schwierigen Situation. Ich habe mich nun entschlossen, es vorsichtig abzusetzen, dabei ist offensichtlich bisher nichts Schlimmes passiert. Und ich werde wie gesagt, Serum-Kupfer und Coeruloplasmin erneut kontrollieren lassen. Das macht mein HA sicher, da es ja schon mal nicht i.O. war. Er schreibt auch jederzeit eine Überweisung wohin auch immer, aber wie wir alle wissen, hilft das ja nicht unbedingt. Kupfer im 24-Std.-Urin möchte ich auch machen lassen (Zink dann wohl gleich mit, um zu sehen, ob noch Auswirkungen der Zink-Supplementierung da sind) - das dann evtl. auf eigene Veranlassung und Kosten (übrigens wird man in Labs teilweise sehr erschrocken angeguckt und erstmal beiseite genommen, wenn man sowas auf eigene Veranlassung macht). Leberwerte usw. werden bei "normalen Blutuntersuchungen" immer mit untersucht, ich achte drauf, das auch GOT und GPT gemacht werden. - Was soll ich mehr tun?

Tja - schade, dass Du uns keinen Arzt nennen kannst, wo Du es wenigstens für wahrscheinlich hältst, dass er sich auch nicht so signifikante "Fälle" genau anschaut und menschlich korrekt ist. Ich habe mich allerdings schon halbwegs damit abgefunden, dass man selbst so vor sich hinwurschtelt.

Und noch etwas zu den Ärzten, die gerne spotten:
Die Reaktion Deines Heilpraktikers finde ich nicht sehr gut. Er reiht sich damit in die lange Liste der Therapeuten ein, die sich zwar mit seltenen Krankheiten nicht auskennen (ohne dass ich ihn kenne, bin ich sicher, dass er sich mit MW höchstens oberflächlich beschäftigt haben kann), die aber die Patienten gleich von vornherein entmutigen, eine seltene Krankheit in Betracht zu ziehen.
Ja, das war richtig bitter. Er kennt mich übrigens nicht einmal persönlich. Der zweite Satz trifft auch zu. Und es war nicht nur "Entmutigen"... Auch die anderen Sachen, die Du schreibst, glaube ich unbesehen wegen eigener ähnlicher Erfahrungen.

Wegen Fanconi muss ich erstmal schauen. Meist wird viel Wasserlassen ja nicht als Problem gesehen (genauso wie niedrige Blutzuckerspiegel, niedriger Blutdruck etc.) - die Ärzte hat es bisher nicht interessiert, obwohl ich es jedes Mal erwähne, wenn ich neu irgendwo bin. Für mich mussten sogar für eine Darmspiegelung im Krankenhaus "Sonderkonditionen" zugelassen werden, da ich 12 Stunden vorher das Trinken einstellen wollte/musste, um das auf jeden Fall durchzuhalten. Das Urin-Kreatinin ist bei mir sehr variabel und immer passend zur aktuellen Situation: Trinke ich etwas, lasse viel Wasser, ist der Urin nicht mehr gelb, ist es niedrig. Trinke ich nichts (Morgenurin), ist es normal. Ich habe wie gesagt, das ADH (Anti-Diuretisches Hormon) in Verdacht, aber so furchtbar viel kann man da wohl auch nicht machen (außer es Einnehmen). Übrigens sind meine beiden Schwestern in dem Punkt ähnlich dran.

Grüße
Kate
 
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Hallo Kate,

Tja - schade, dass Du uns keinen Arzt nennen kannst, wo Du es wenigstens für wahrscheinlich hältst, dass er sich auch nicht so signifikante "Fälle" genau anschaut und menschlich korrekt ist.
Unter den Wilson-Experten sind sicher etliche, die menschlich korrekt sind, aber leider fast alle, scheinen ein Zeitproblem zu haben, d. h. sie haben so viel zu tun (meist mit anderen Dingen, denn Wilson läuft bei wohl allen Ambulanzen "nebenbei mit", denn von Wilson-Patienten allein könnte kein Arzt leben), dass ich mir nicht sicher bin, welcher der Ärzte, die ich kenne, sich sehr viel Zeit nehmen. Ich denke mal, wenn jemand auffällige Werte und typische Symptome mitbringt, dann nehmen sich fast alle Zeit. Aber wenn ich Dir Namen nennen würde und an dem Tag, wo Du einen Termin hast, geht bei dem Arzt "alles drunter und drüber", so dass er sich evtl. doch nicht viel Zeit nimmt, dann wärst Du auch enttäuscht.
Ich würde es einfach mal in Wohnortnähe probieren bei dem nächsten Experten. Alles mitnehmen, was verdächtig ist, aufschreiben, welche Symptome Du hast und vielleicht noch mit einer Überweisung des Hausarztes oder Internisten unbefangen hingehen. Wenn Zweifel an MW bestehen, d. h. es für möglich gehalten wird, würde ich noch die Gentestung ansprechen, die doch schon öfters in Grenzfällen gemacht wird und auch wenn sie noch nicht vollkommene Sicherheit bietet, doch eine gewisse Eingrenzung möglich macht.
Ich kenne ja auch noch längst nicht alle Wilson-Experten, so dass ich Dir zu vielen auch nichts sagen könnte. Aber vielleicht "erwischst" Du einen, der sich die Mühe macht, sich in Deinen Fall reinzudenken, um dann M. Wilson oder auch andere denkbare Krankheiten auszuschließen. Wichtig ist doch immer, dass ein Arzt sich die Zeit nimmt, die Vorgeschichte sich anzuhören, denn wenn es da schon mangelt, dann wird meist nicht viel aus der Diagnostik.

Gruß
margie
 
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Hallo Kate,

irgendwie finde ich die ganzen Vermutungen hier im Moment ein bisschen abenteuerlich.
So extrem erniedrigt finde ich deinen Kaliumwert gar nicht. Ich kann mir schon vorstellen, dass der etwas unter dem Sollwert ist, weil du durch NMU, Intoleranz und Allergie mit deiner Ernährung etwas eingeschränkt bist und auf diese Weise etwas zu wenig bekommst. Ganz so schlimme Gedanken würde ich mir an deiner Stelle eigentlich noch nicht machen, da zumindest eine einfache Erklärung auf der Hand liegt.

Zur Blutabnahme beim Kaliumwert: Ich kann mich noch erinnern, dass ich immer nüchtern sein sollte und das Blut unbedingt noch in einer Zentrifuge ordentlich durchmischt werden musste. Extra wegen meiner Blutabnahme (Kalium) lies sich die Arztpraxis immer leihweise so ein Gerät kommen. Offenbar scheint dieses Detail auch wichtig zu sein.
 

Kate

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Hallo zusammen

Margie schrieb:
Ich denke mal, wenn jemand auffällige Werte und typische Symptome mitbringt, dann nehmen sich fast alle Zeit.
Das denke ich auch. Aber bei mir ist beides nicht der Fall, wie Du eben ja eigentlich auch schon gesagt hattest... :confused:

Pita schrieb:
Hast Du Dich schon mal mit dem Thema Diabetes insipidus beschäftigt?
Ja :) Genau darauf wollte ich oben hinaus als ich vom Anti-Diuretischen Hormon sprach:
Die Symptomatik der Erkrankung wird durch einen Mangel des antidiuretischen Hormons ( ADH, Adiuretin, Vasopressin) ausgelöst,...
(Zitat aus Deinem Link)

Ein Arzt hatte diese Idee mal vor 10 Jahren und empfahl, mal die Gesamt-Urinmenge pro Tag zu messen. Das habe ich 2 mal gezielt gemacht und noch etwa 2 mal wegen einer Urinsammlung. Wenn ich soviel trinke, wie ich es mir derzeit aufzwinge (1-1,5 Liter), reicht der 2-Liter-Kanister nicht... aber über 2,5 Liter komme ich auch nicht. Damit ist das wohl unwahrscheinlich. Und mein Hausarzt, den ich mal drauf ansprach, fragte mich, ob die Urinmenge denn auf die Trinkmenge "reagiert". Das tut sie. Wenn ich mehrere Stunden nichts trinke, kann ich durchaus mal 2 Stunden durchhalten. Dennoch könnte etwas mit dem ADH nicht stimmen.

Anne schrieb:
irgendwie finde ich die ganzen Vermutungen hier im Moment ein bisschen abenteuerlich.
Ja, zum Teil finde ich das auch.
So extrem erniedrigt finde ich deinen Kaliumwert gar nicht.
Ja, das hatte ich bereits gesagt - hat aber keiner gehört ;)
Ich kann mir schon vorstellen, dass der etwas unter dem Sollwert ist, weil du durch NMU, Intoleranz und Allergie mit deiner Ernährung etwas eingeschränkt bist und auf diese Weise etwas zu wenig bekommst.
Das letztere genau kann nicht der Fall sein, siehe weiter oben. Von daher müsste ich wohl eher mit Kaliumüberlastung rechnen (siehe allein Cashewkerne, Feigen, Datteln, Kartoffeln, Grünzeug).

Ich bleibe im Moment bei meiner Vermutung, dass es der offensichtliche Wassermangel/Wasserverlust ist. Das steht ja nun auch direkt bei den Ursachen für Kaliummangel dabei. Allenfalls spielt noch eine gestörte Resorption (lange Dauerdurchfall - allerdings in den letzten Monaten nicht mehr) eine Rolle. Und meine ganz persönliche Arbeitshypothese ist im Moment auch, dass es für mich nicht gut ist, überhaupt soviel zu trinken, sondern dass auch ich (wie es bei Nierenkranken, die zu wenig ausscheiden, empfohlen wird) nur soviel trinken sollte, dass Trink- und Ausscheidungsmenge in etwa zusammen passen. Wer weiß, was da immer mit rausgeschwemmt wird. Wie gesagt, nur eine Idee von mir, werde dem nachgehen. - (Diese Pauschalempfehlung trinken-trinken-trinken je mehr desto besser kann ja schon deshalb nicht stimmen, weil man sich auch tottrinken kann.)

Anne schrieb:
Zur Blutabnahme beim Kaliumwert: Ich kann mich noch erinnern, dass ich immer nüchtern sein sollte und das Blut unbedingt noch in einer Zentrifuge ordentlich durchmischt werden musste. Extra wegen meiner Blutabnahme (Kalium) lies sich die Arztpraxis immer leihweise so ein Gerät kommen. Offenbar scheint dieses Detail auch wichtig zu sein.
Das klingt mir nach Serum-Untersuchung - kann das sein? Bei (Heparin-)Vollblut muss nichts zentrifugiert werden (das Blut wird nur mit dem Heparin-Zusatz im Röhrchen vermischt durch Schwenken). Das Zentrifugieren dient dazu, dass sich die Blutzellen absetzen und von den flüssigen Bestandteilen des Blutes abtrennbar sind (laienhaft ausgedrückt).

Grüße
Kate
 
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Kate

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Ergänzung zu Diabetes Insipidus (danke für den Link, Pita)

Aus Pitas Link (Hervorhebungen von mir):

Der Diabetes insipidus renalis kann Folge von Vergiftungen, Medikamenten, Schwangerschaft, chronischen Nierenerkrankungen wie Niereninsuffizienz, Zystennieren oder Nierenbeckenentzündung sein. Ausserdem kommen Blutveränderungen, wie ein geringer Eiweissanteil, erhöhte Kalziumwerte oder verminderte Kaliumwerte ursächlich in Frage.

In 2/3 der Fälle ist die Ursache der Erkrankung allerdings unbekannt, man spricht dann von einem idiopathischen Diabetes insipidus.

Das rot markierte ist beides der Fall. Das typische Symptom "starker Durst" habe ich nicht. Vom Gefühl her würde ich meist garnichts trinken... Die beiden oben genannte Kriterien meiner Ärzte (Trinkmenge, "Durstversuch") werden auch bestätigt.

Für mich auch interessant:
Wichtig ist die therapiebegleitende Reduktion der Trinkmenge. Durch zu hohe Flüssigkeitszufuhr kann es, ebenso wie durch zu häufige Anwendung des Medikaments, zu Überwässerungen kommen.

Auffällig ist halt, dass beide Schwestern das "Problem" auch haben.

Grüße
Kate
 
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Hallo Kate,

vielleicht auch abenteuerlich - aber wie sieht es mit deinem B6-Spiegel aus? Zufällig bin ich gerade im Buch "Das Blut der Sieger" von Dr. Michael Spitzbart darüber gestolpert, dass B6 u.a. auch für das Gleichgewicht von Kalium und Natrium in unserem Körper verantwortlich ist. Bei jahrelangen Durchfällen ist wohl auch davon auszugehen, dass B6 da zu knapp vorhanden war.

Viele Grüße
Erika
 
regulat-pro-immune

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Hm - interessant, Erika :)

Allerdings sollte das dann ja langsam mal in Ordnung kommen - siehe etliche KPU-Threads, z.B. "KPU- und KISS":

Der Cystathionin-Wert im Urin (Marker für B6-Versorgung des Organismus, der von Kuklinski empfohlen wird) war erst unter 25 mg P5P im Normbereich. Unter 125 mg Pyridoxin-HCl war dies nicht der Fall.
Und das war vor fast einem Jahr... d.h. seit der Zeit sollte mein Körper eigentlich auch versorgt sein.

Grüße
Kate
 
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Hallo Kate,

tja, ein Jahr ist eine lange Zeit. Sind deine Durchfälle denn jetzt immer noch erledigt und befindest du dich im Säure-/Basen-Gleichgewicht?

Viele Grüße
Erika
 

Kate

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ErikaC schrieb:
tja, ein Jahr ist eine lange Zeit. Sind deine Durchfälle denn jetzt immer noch erledigt
Hallo Erika, die DAUERdurchfälle sind erledigt (solange ich keine Ernährungsfehler mache).

ErikaC schrieb:
...und befindest du dich im Säure-/Basen-Gleichgewicht?
Gute Frage, so ganz genau weiß ich das nicht. Vor allem kann der Kaliummangel ja auch URSACHE von Säurebasen-Ungleichgewicht sein. Ich esse sehr Gemüselastig, nehme Spirulina (hochbasisch) und Aminas Vitalkost (hochbasisch, siehe https://www.symptome.ch/vbboard/neurostress/14312-serotoninspiegel-natuerlich-erhoehen.html). Weiteres dazu sollten wir - ggf. - in der entsprechenden Rubrik diskutieren, damit dieser Thread nicht zu sehr ausufert. Kuck auch mal hier, da hatten wir schon mal eine Diskussion zu Messverfahren für Säure-Basen-Gleichgewicht: https://www.symptome.ch/vbboard/sae...chmerzen-wegen-ubersaeuerung-7.html#post35848 (+ der restliche Thread).

Grüße
Kate
 
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Hallo Kate,

ich habe vor 2 Tagen meine aktuellen Vollblutmineralstoffwerte bekommen:
Kalium 1460 (Nw 1750 bis 1850),
der letzte Wert vom April 07 lag noch bei 1601.
Auch die Werte von Mg, Eisen, Zink sind stark erniedrigt und alle anderen Werte (bis auf Selen) sind ebenfalls zurückgegangen (Ca und Cu, bei Cu ist dies als einzigem Wert erwünscht).
Ich führe dies bei mir auf die Chelatbildnertherapie zurück, die im Dez. 2006 begann und die ich wegen MW mache. Aber auch meine Durchfälle, für die es bei mir gleich mehrere Ursachen gibt (HI, Pankreasinsuffizienz, V. a. Fruktoseintoleranz=wird bald getestet), machen bei meinen Werten sicher viel aus. Ich nehme schon Kalium, Magnesium (hochdosiert), Zink (hochdosiert), Calcium und ab und an Eisen ein und werde die Dosis von allem erhöhen.

Du schreibst, Du isst sehr gemüselastig. Gemüse enthält auch Fruktose. Ist bei Dir eine Fruktoseintoleranz ausgeschlossen?
Da Obst und Gemüse auch viel Kalium enthalten, könnte es doch sicher zu einem Kaliummangel kommen, wenn man eine Fruktoseintoleranz hat.
Bei mir haben sich dafür einige Anhaltspunkte ergeben, z. B. spalte ich Fruktose nicht ausreichend auf (lt. Stuhluntersuchung). Außerdem habe ich bei den IgG-Werten bei Obst und Gemüse deutlich erhöhte Werte, höher bei Obst als bei Gemüse. D. h. ich werde Obst und Gemüse mal meiden, so gut es geht und den Atemtest nochmals machen (er war mal vor Jahren schwach positiv).
Vielleicht kommt es aber auch von der Pankreasinsuffizienz, dass ich Obst/Gemüse nicht richtig ausnutze und dann das Kalium bei mir fehlt?
Du bist doch ziemlich schlank: Ist bei Dir eine Pankreasinsuffizienz denn vollkommen ausgeschlossen? Menschen mit Pankreasinsuffizienz sind meist sehr schlank.

Eine andere Überlegung ist:
Können sich bei Messungen im Vollblut Verfälschungen ergeben, wenn z. B. das Blut die Tendenz zur Hämolyse hat oder wenn man weniger rote Blutkörperchen und/oder Hb hat als sonst?
Bei der letzten Messung waren meine roten Blutkörperchen niedriger als bei der vorangegangenen und die Messwerte der Mineralien waren auch niedriger.
Außerdem habe ich immer eine leichte Hämolyse bzw. hämolytische Anämie.

Ob es durch beides nicht zu falschen Werten kommen kann?

Ich weiß, dass ich im Blutserum bei Kalium immer wieder niedrige Werte habe (neulich 3,3 Normal ab ca. 3,6), aber wenn ich Kalium zuführe, sind meine Serumwerte meist bei 4,0.

Ich werde alle Werte kurzfristig kontrollieren lassen und dann selbst ins Labor zur Blutentnahme gehen (bisher wurde das Blut immer versandt, so dass es erst am nächsten Tag im Labor war).


Gruß
margie
 

Kate

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Hallo Margie

Kalium 1460 (Nw 1750 bis 1850)
Das ist niedrig, da liege ich ja noch sehr gut mit meinen 1705 (gleicher Ref'bereich).

Auch die Werte von Mg, Eisen, Zink sind stark erniedrigt und alle anderen Werte (bis auf Selen) sind ebenfalls zurückgegangen (Ca und Cu, bei Cu ist dies als einzigem Wert erwünscht).
Das ist ja nicht so schön. Auch, dass Du trotz hochdosiertem Zink da nicht in den Normbereich kommst. Bei mir sieht das viel harmloser aus, Selen ist der einzige Wert, der deutlich erniedrigt ist.

Ich nehme schon Kalium, Magnesium (hochdosiert), Zink (hochdosiert), Calcium und ab und an Eisen ein und werde die Dosis von allem erhöhen
Was für ein Kalium nimmst Du, wie viel, hast Du Nebenwirkungen?

Du schreibst, Du isst sehr gemüselastig. Gemüse enthält auch Fruktose. Ist bei Dir eine Fruktoseintoleranz ausgeschlossen?
Ausgeschlossen ist es nicht, aber eine Ausschlussdiagnostik muss ja erstmal einen Anlass haben ;) Gemüse ist das, was ich am besten vertrage :) jedenfalls bestimmte Sorten (das sind nicht soviele, einiges fällt wegen Allergien und HI weg, Kohlsorten sind nur sehr partiell bekömmlich). Mir geht es ja wie gesagt im Moment vergleichsweise gut im Darm (Gluten-, Milch-, Nuss-, Fisch-, Hülsenfrucht-frei, fleischarm und low carb)! Man muss ja nicht alles haben - hätte ich noch eine FI, müsste ich auf i.v.-Ernährung umsteigen.

Da Obst und Gemüse auch viel Kalium enthalten, könnte es doch sicher zu einem Kaliummangel kommen, wenn man eine Fruktoseintoleranz hat.
Ja - da frag mal Anne. Die ganzen Kaliumbomben kann sie nur sehr eingeschränkt essen.

Bei mir haben sich dafür einige Anhaltspunkte ergeben, z. B. spalte ich Fruktose nicht ausreichend auf (lt. Stuhluntersuchung). Außerdem habe ich bei den IgG-Werten bei Obst und Gemüse deutlich erhöhte Werte, höher bei Obst als bei Gemüse. D. h. ich werde Obst und Gemüse mal meiden, so gut es geht und den Atemtest nochmals machen (er war mal vor Jahren schwach positiv).
Meine Obst- und Gemüse-IgGs waren - außer bei Möhren und Bananen, die "grenzwertig" erhöht waren - völlig i.O.. Aber bei Dir ist es sicher eine gute Idee, das mal zu checken.

Vielleicht kommt es aber auch von der Pankreasinsuffizienz, dass ich Obst/Gemüse nicht richtig ausnutze und dann das Kalium bei mir fehlt?
Das weiß ich nicht.

Du bist doch ziemlich schlank: Ist bei Dir eine Pankreasinsuffizienz denn vollkommen ausgeschlossen? Menschen mit Pankreasinsuffizienz sind meist sehr schlank.
Wieder die gleiche Antwort wie oben: Ob das "völlig ausgeschlossen" ist weiß ich nicht, aber es wurde 2002 alles gründlichst untersucht und war absolut i.O.. Seitdem sind meine Darmbeschwerden besser geworden. Ich vertrage Fett (Gemüse wird in Olivenöl gedünstet) ohne Probleme ("Je fettiger desto besser" hätte ich beinahe gesagt, aber bei mir hat Kuklinski tatsächlich recht: Ich fahre gut, wenn ich einen größeren Teil meiner Kalorienzufuhr über Fett decke.)

Können sich bei Messungen im Vollblut Verfälschungen ergeben, wenn z. B. das Blut die Tendenz zur Hämolyse hat oder wenn man weniger rote Blutkörperchen und/oder Hb hat als sonst?
Da schneidest Du etwas Interessantes an, das ich schon hier: https://www.symptome.ch/vbboard/nahrungsergaenzung/16668-vollblutanalysen-haematokrit-korrektur.html thematisiert habe. Ist bei Dir diese HK-Korrektur nicht durchgeführt worden? Die dient ja genau dazu, solche Einflüsse auszuschalten. Bei mir war der HK bei 44% und die haben auf 42% umgerechnet. - Falls es nicht auf Deinem Befund steht, würde ich mal im Labor nachfragen. (Mein HB ist übrigens mit 13,4 auch super.)

Grüße
Kate
 
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Hallo Kate,

Was für ein Kalium nimmst Du, wie viel, hast Du Nebenwirkungen?
In der letzten Zeit nahm ich nur ca. 3 bis 5 Tromcardin forte tgl., das ist Kalium mit Magnesium (wobei ich noch zusätzlich Mg einnehme, weil in Tromcardin nicht sooo viel drin ist, wie ich benötige).
Ich hatte früher Kalinor Retard P genommen, das ich noch habe und vielleicht doch wieder nehme. Ich hatte allerdings mal einen Kaliumwert von 6,0 unter Kalinor, wobei ich mir allerdings fast sicher bin, dass der falsch erhöht war, weil der Arzt das Blut erst am nächsten Tag zum Labor schickte und dies mit Sicherheit den Wert erhöht hat. Fragt sich bloß wie hoch wäre der Wert reell gewesen. Vorsichtshalber stieg ich damals auf Tromcardin forte um.
Nebenwirkungen habe ich davon keine, zumindest fällt mir nichts auf (Tromcardin ist magensaftresistent). Allerdings nehme ich ziemlich viel ein und kann oft nicht sicher sagen, woher manche Beschwerden kommen. Dass manche Beschwerden auch von den Tabletten gekommen sind, die ich einnehme, weiß ich:
Z. B. Pantozol nahm ich sehr lange bis ich merkte, dass ein Teil meines Schwindels davon kam.
Oder Trientine (=der Chelatbildner für M. Wilson):
Ich bekomme davon Magenschmerzen und im Befund der letzten Magenspiegelung heißt es, Entzündungen vom chemisch-reaktiven Typ, was eindeutig auf Trientine schließen läßt.
Ich soll also Protonenpumpenhemmer hochdosiert nehmen, was aber auch wieder für andere Nebenwirkungen sorgt wie Erhöhungen der Ph-Werte. Habe im Stuhl und Urin oft hohe PH-Werte, was ich darauf zurückführe.


Ich meine, dass ich wegen des Kaliummangels vermehrt Wasser einlagere und besser Wasser lassen kann, wenn ich Kalium (aber auch Magnesium) reichlich nehme. Kalium wirkt ja entwässernd und ich habe schon eine starke Tendenz zu Wassereinlagerungen, vielleicht ist dafür mein Kaliummangel (verbunden mit dem Mg-Mangel) die Hauptursache (?).

Ist bei Dir diese HK-Korrektur nicht durchgeführt worden
Nein, zumindest ist dazu keine Aussage im Befund. Auch im Vorbefund eines anderen Labors ist der Hk-Wert ohne weiteren Berechnungen/Korrekturen ausgewiesen.
Deine Hk-Werte sind aber schön hoch, meine liegen meist leicht unter der Norm und das Hb lag bei mir bei beiden Untersuchungen zwischen 12,5 und 12,8.

Nun, ich habe auch damit begonnen, mal Salofalk einzunehmen. Das ist ein Medikament, das man bei M. Crohn und Colitis ulzerosa einsetzt. Ich will einfach mal sehen, ob sie meine Darmschmerzen nicht doch noch beeinflussen lassen. Doch leider kann ich Salofalk nur in reduzieter Dosis nehmen, denn Magengeschwüre sind Gegenanzeigen und Salofalk enthält Salicylsäure und wirkt bei mir als Histaminliberator.

Ich werde auch die ganzen Intolerenztests wieder machen, weil ich davon ausgehe, dass einige positiv ausfallen werden.

Gruß
margie
 

Kate

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Margie schrieb:
Nein, zumindest ist dazu keine Aussage im Befund. Auch im Vorbefund eines anderen Labors ist der Hk-Wert ohne weiteren Berechnungen/Korrekturen ausgewiesen.
Also, das wundert mich aber schon... Nach Aussage meines Labors wird der HK einzig und allein zu diesem Zwecke überhaupt mitbestimmt (die Referenzbereiche sind wie gesagt auf einen HK von 42% bezogen, bei anderen HKs gelten sie nicht). Ich wollte nämlich zuerst das Blutbild nicht mit machen lassen, weil ich das nicht eingesehen habe, dafür selbst zu zahlen. Da sagte man mir, dass die ganze Untersuchung ohne das keinen Sinn macht...

Grüße
Kate
 

Kate

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Hier noch ein super schicker Link zu Kalium. Mit Referenzbereichen für alle Körperflüssigkeiten (auch Erythro-, Thrombozyten usw.) und auch Empfehlungen für eine weiterführende (Differential-)Diagnostik.

Und nicht vergessen:
Hinweis: aus isolierten, leichten Erhöhungen oder Erniedrigungen von Laborwerten kann man in den allermeisten Fällen keine Schlussfolgerungen auf irgendeine Erkrankung ziehen. Liegen also nur leichte Veränderungen vor, muss keineswegs irgendeine der nachfolgend genannten Erkrankungen oder Veränderungen vorliegen!
Kalium - Details

Grüße
Kate
 

Kate

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Aus der eben genannten Quelle:
Vermehrter Kaliumbedarf
Bei einer Blutarmut aufgrund von Eisen- oder Vitamin B12-Mangel werden bei Behandlung (d.h. Gabe von Eisen oder Vitamin B12) sehr rasch sehr viele rote Blutkörperchen gebildet. Dazu braucht der Körper viel Kalium. Das könnte zu einem kurzfristigen Kaliummangel führen.
Ich nehme seit einiger Zeit (an Kuklinskis Behandlungempfehlungen bei nitrosativem Stress/gestörter Mitochondrienfunktion orientiert) täglich 3000 µg Adenosyl-Cobalamin (eine der aktiven B12-Formen). Und ich denke, daran liegt's auch, denn meine Erys waren auch noch nie so hoch wie derzeit (am oberen Rand des Ref'bereiches, sonst eher am unteren), ebenso wie - wahrscheinlich damit zusammenhängend - der Hämatokrit (Anteil der Blutzellen am "Gesamtblut"; gemessen wurden 44%, sonst war das auch schon mal bei 38%).

Das ist möglicherweise auch für andere B12-Konsumenten hier interessant.

Grüße
Kate
 
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Hallo Kate,

das mit der Korrektur der Werte bei von 42 % abweichendem Hämatokrit wurde bei keiner meiner Vollblutmineranalysen gemacht (seit 2004 insgesamt 4 Analysen bei 3 verschiedenen Laboren) und ich habe erst heute von Dir erfahren, dass Korrekturen gemacht werden.
Ich hatte in der Analyse von Jan. 2008 einen Hk von nur 36,4 und ich denke, dass sich da eine Korrektur doch erheblich auswirken würde.

Kann man denn sagen, in welche Richtung sich die Werte verändern, wenn sie wegen zu niedrigem Hk korrigiert werden?
Ich habe folgende Seiten gefunden zu diesem Thema (ein Beispiel von Labor Dr. Schütz, der die beiden ersten meiner Vollblutanalysen auch gemacht hatte):
www.biovis.de/fileadmin/user_upload/Fachinformationen/Musterbefunde/Musterbefunde_aktuell/Mikronaehrstoffuntersuchung.pdf
In dem Beispielsfall haben sich die Korrekturen bei Kalium, Magnesium, Zink und Eisen werterhöhend ausgewirkt. Bei Kupfer und bei Calcium wertvermindernd. Der Hk in dem Beispielsfall liegt bei 38 %, also fast so niedrig wie mein Hk.
Bei Kalium hat sich durch die Korrektur der Wert von 1610 auf 1738 erhöht und liegt damit fast im Normbereich (1750-1850). Ohne Korrektur wäre man von einem starken Mangel ausgegangen, nach der Korrektur ist dieser allenfalls als mäßig einzustufen. Ist schon ein gewaltiger Unterschied finde ich.
Ich vermute, dass sich dann mein Kaliumwert von 1460 vielleicht auch auf ca. 1600 erhöhen würde. Wäre aber immer noch viel zu niedrig.

Aber weshalb wird diese Hk-Korrektur denn nicht automatisch gemacht? Muss sie der Arzt anfordern? Es kann doch nicht sein, dass man einen Patienten nach falschen Werten behandelt?

Und noch eine interessante Fundstelle betr. hämolytische Blutproben und echter Hämolysen und die Auswirkungen auf die Blutwerte habe ich gefunden:
www.ifcc.org/ejifcc/vol13no4/130401002ger.htm
Diese Fundstelle weist u. a. darauf hin, dass Kaliumerhöhungen (gemeint ist wohl im Serum) bei hämolytischen Blutproben, aber auch bei einer Hämolyse beim Patienten selbst vorkommen können.
Das ist für mich sehr informativ, da ich doch eine latente Hämolyse habe und in dieser Fundstelle mehrere Hinweise darauf fand, dass ich im vergangenen Jahr öfters mit einer akuten Hämolyse (=eine Notfallsituation bei MW) Probleme hatte. Meine Kaliumerhöhung von 6,0 und die Erhöhung von neuronspezifischer Enolase (NSE) im gleichen Zeitraum und letztlich die typische Symptomatik einer akuten Hämolyse in dieser Zeit kann man wohl so interpretieren. Im nachhinein erkenne ich, wie falsch mein damaliger Hausarzt bei der Interpretation dieser erhöhten Werte und meiner Symptome doch gelegen ist und dass ich von Glück sprechen kann, dass sich das wieder normalisiert hat. Dies könnte man so deuten, dass es sich um eine mögliche Anfangsverschlechterung der Trientinebehandlung gehandelt hat.

Ja, ich habe direkt und indirekt durch Dich, Kate, sehr viel wichtiges für mich erfahren.

Auch der Hinweis zu dem erhöhten Kaliumbedarf bei Eisen- oder B12-Einnahme ist sehr informativ.

Gruß
margie
 
regulat-pro-immune

Kate

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Ich habe folgende Seiten gefunden zu diesem Thema (ein Beispiel von Labor Dr. Schütz, der die beiden ersten meiner Vollblutanalysen auch gemacht hatte):
www.biovis.de/fileadmin/user_upload/Fachinformationen/Musterbefunde/Musterbefunde_aktuell/Mikronaehrstoffuntersuchung.pdf
Hallo Margie, lustig, dass Du das gefunden hast. Ich hatte es gerade im Nachbarthread >> Vollblutanalysen - "Hämatokrit-Korrektur" << verlinkt gehabt. Ich habe meine Analyse bei Biovis gemacht und mein Befund hat genau das gleiche Design wie dieser Musterbefund (bei mir musste allerdings wie gesagt von 44% auf 42% korrigiert werden). Wenn Du es dort gemacht hast, müsste diese Korrektur aber eigentlich drin gewesen sein!? Vielleicht war das nur nicht ausdrücklich erwähnt?

Ohne Korrektur wäre man von einem starken Mangel ausgegangen, nach der Korrektur ist dieser allenfalls als mäßig einzustufen. Ist schon ein gewaltiger Unterschied finde ich. (...) Aber weshalb wird diese Hk-Korrektur denn nicht automatisch gemacht? Muss sie der Arzt anfordern? Es kann doch nicht sein, dass man einen Patienten nach falschen Werten behandelt?
Das stimmt und ich würde an Deiner Stelle bei allen Laboren noch mal nachhaken! Ich wollte bei Biovis auch noch mal fragen, ob diese Korrektur "üblich" ist und wie die genau rechnerisch funktioniert. Ich habe es nämlich nicht rausbekommen mit meinem Grips und meinem Taschenrechner...

Und noch eine interessante Fundstelle betr. hämolytische Blutproben und echter Hämolysen und die Auswirkungen auf die Blutwerte habe ich gefunden:
www.ifcc.org/ejifcc/vol13no4/130401002ger.htm
Diese Fundstelle weist u. a. darauf hin, dass Kaliumerhöhungen (gemeint ist wohl im Serum) bei hämolytischen Blutproben, aber auch bei einer Hämolyse beim Patienten selbst vorkommen können.
So etwas stand in meinem ausführlichen Link weiter oben auch drin.

Das ist für mich sehr informativ, da ich doch eine latente Hämolyse habe und in dieser Fundstelle mehrere Hinweise darauf fand, dass ich im vergangenen Jahr öfters mit einer akuten Hämolyse (=eine Notfallsituation bei MW) Probleme hatte. Meine Kaliumerhöhung von 6,0 und die Erhöhung von neuronspezifischer Enolase (NSE) im gleichen Zeitraum und letztlich die typische Symptomatik einer akuten Hämolyse in dieser Zeit kann man wohl so interpretieren. Im nachhinein erkenne ich, wie falsch mein damaliger Hausarzt bei der Interpretation dieser erhöhten Werte und meiner Symptome doch gelegen ist und dass ich von Glück sprechen kann, dass sich das wieder normalisiert hat.
Ja, offensichtlich muss man ziemlich aufpassen, dass solche Werte nicht falsch interpretiert werden, gerade wenn jemand schon schwer krank ist. Ich wünsche Dir jedenfalls auch weiter "Glück" und alles Gute, Margie :)

Es grüßt
Kate
 
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Ja - da frag mal Anne. Die ganzen Kaliumbomben kann sie nur sehr eingeschränkt essen.

Kalium ist für mich inzwischen trotz Fructoseintoleranz kein Problem mehr. Ich komme im Moment nur durch Nahrung auf ca 15.000 mg pro Woche (Ziel sehe ich bei 7.000 mg)
In der Anfangsdiätphase war das natürlich auch noch nicht möglich.

Besonders viel kommt da aus Cashewnüssen, Joghurt,Fisch, Broccoli, Kartoffeln, Banane......
 
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