Kaliummangel

Kate

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Hallo zusammen,

bei mir wurde in einer Vollblut-Mineralstoffanalyse ein Kaliummangel festgestellt. Der mittels des Hämatokrit (Abkürzung HK; Anteil der Blutzellen am "Gesamtblut") korrigierte Wert ist

1705 mg/l (1750 - 1850).

Keine Ahnung, wie diese Umrechung vonstatten geht, ich habe dazu einen weiteren Thread eröffnet.

Infos, die ich bisher habe (ich markiere bei Ursachen/Folgen jeweils das rot, wo es Hinweise gibt, dass es auf mich zutreffen könnte):

Zu Kalium schreibt das Labor u.a.
  • mengenmäßig größtes Elektolyt im Intrazellulärraum
  • 98% kommen intrazellulär vor
  • ebenso wie Natrium hat es im Körper eine wichtige Funktion bei der Aufrechterhaltung elektrischer Potenziale
  • weitere Aufgaben: Muskelfunktion(?), Kofaktor bei Synthesevorgängen
  • Regulation erfolgt wesentlich über Aldosteron(?)
  • Tagesbedarf bei mindestens 3 g
  • Ursachen für Mangelzustände: Diarrhoe, Abführmittelmissbrauch, Diuretika, starkes Schwitzen, schlecht eingestellten Diabetes oder Conn-Syndrom(?)
  • Folgen von Mangelzuständen: Verstopfung, Muskelschwäche, Magenatonie, Herzbeschwerden oder EKG-Veränderungen

Burgersteins Handbuch Nährstoffe entnehme ich desweiteren
  • Gegenspieler von Natrium (das ist bei mir leicht erhöht)
  • regelt Wasserhaushalt, Säure-Basen-Gleichgewicht, Nervenreizleitung
  • Ursachen für Mangelzustände: unzureichende Zufuhr(?), übermäßiger Alkohol- oder Kochsalzkonsum, Magnesiummangel (das liegt bei mir im Normbereich - allerdings nur mit Supplementierung von 300 - 600 mg pro Tag), Verbrennungen, Verletzungen, Stress(?), Verluste durch Erbrechen oder Durchfall
  • Folgen von Mangelzuständen: Oft sehr unspezifisch; Stimmungsschwankungen, Müdigkeit / Erschöpfung (Mobilisierung der Glykogenreserven, Glykogen ist die Speicherform des Traubenzuckers, ist beeinträchtigt, Blutzuckerspiegel sinkt), Verstopfung, Schwindel, Muskelschwäche, Veränderungen der Herztätigkeit (Arrythmien oder gesteigerte Herzschlagfrequenz)(?), Absinken von Blutdruck und Blutzucker

Noch was interessantes aus dem Burgerstein: Durch Bevorzugung kaliumreicher Kost (und eventuell Einnahme von Kaliumpräparaten) und Reduktion der Natriumzufuhr sowie durch eine harnmengenbezogene Einschränkung der Trinkmenge, wird eine Verbesserung des Natrium-Kalium-Verhältnisses und der Flüssigkeitsbilanz angestrebt. Hat jemand eine Idee, was damit gemeint ist?

Ansonsten fallen mir noch die Ausfühungen von Kuklinski ein, der bei nitrosativem Stress/gestörter Mitochondrienfunktion oft Kaliummangel feststellt. Auf eine gestörte Mitochondrienfunktion gibt es bei mir Hinweise (siehe https://www.symptome.ch/vbboard/oxi...stress/14270-nitrosativer-stress-befunde.html).

Ich habe keine Muskelschwäche im eigentlichen Sinne, sondern permanente leichte Muskelschmerzen im ganzen Körper und Verspannungen im Nackenbereich. Das Herz hatte bei normalen EKGs nie Auffälligkeiten, ein hoher Puls wurde allerdings festgestellt vom Internisten (bei niedrigem bis normalem Blutdruck) und ich ein nerviges Herzpochen in den Ohren, das ich besonders abends wahrnehme, wenn ich mich hingelegt habe. Fühlt sich an, als wenn der ganze Kopf pulsiert und stört ziemlich (Halsarterien wurden überprüft, sind ok). Ich meine, ab und zu "Stolperer" wahrzunehmen. Ich scheide etwas abartige Wassermengen aus: 1,5 Liter trinken --> 2,5 Liter Ausscheidung, in den Hochphasen ist der Urin wasserfarbend (übliche Nierenwerte waren immer normal, ich tippe auf Nebenniere oder Antidiuretisches Hormon). Es gibt Zeichen von Austrocknung (auch ohne übermäßigen Kochsalzkonsum), obwohl ich mich zwinge (soweit möglich) 1,5 Liter zu trinken. Ich vermute hier eine mögliche (direkte) Ursache bei mir, da ich - auch ohne Einnahme von Diuretika - ständig sehr (zu) viel Wasser ausscheide. Der Natriumüberschuss passt dazu.

Gängig sind zur Behandlung wohl Kalinor Brausetabletten (40 mmol K+/Tabl.; https://shop.medikamente-per-klick.de/productimages/hashed/1/5/6/1566347p.pdf). Da lese ich nun zum Einen, dass es heftige Nebenwirkungen machen kann (Erbrechen, Durchfall), zum anderen, dass man die Nierenfunktion vorher überprüfen sollte. Scheint also nicht so ganz harmlos zu sein. Zudem sind die Brausetabletten durch den Zucker- und Säureanteil schlecht für die Zähne und für Menschen mit Störungen im Glukosehaushalt (habe Hypoglykämie, meide Zucker und Dinge mit niedriger glykämischer Last). Kaliumüberschuss kann auch sehr heftige Symptome machen (Herzrythmusstörungen, Schwäche- und Angstzustände, Blutdruckabfall, Verwirrung u.a. laut Burgerstein).

Meine Fragen:
  1. Was habt Ihr für Erfahrungen mit Kalium-Mangel und -Supplementierung?
  2. Müssen es unbedingt Brausetabletten sein? Warum?
  3. Welches waren bei Euch die (vermutlichen) Ursachen? Habt Ihr Euch vorher noch "auf Herz und Nieren" untersuchen lassen?

Ich fand auf einer Forumsrecherche bisher dazu:

Grüße
Kate
 
wundermittel
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04.01.07
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Hallo Kate,

Earl Mindell (Vitaminbibel) schreibt

Kalium wirkt zusammen mit Natrium, um den Wasserhaushalt des Körpers zu regulieren und den Herzhrythmus zu normalisieren. Kalium wirkt innerhalb der Zellen und Natrium ausserhalb. Die Funktionen von Nerven und Muskeln leiden, wenn das Gleichgewicht zwischen Natrium und Kalium gestört ist. Zu niedriger Blutzucker sowie Stress (u.a.) führen zu einem Verlust an Kalium. Minimale Zufuhr 2000 mg (Schätzwert). Als Nahrungsergänzung ist Kaliumcitrat zu bevorzugen. Essen Sie reichlich grünes Gemüse.

Kaliumcitrat hab ich gefunden bei
vitaminshopdirect.com
Artikel 4005
1 Tabl. enthält:
Kalium 100 mg
Vit B6 2 mg
Niacin 5 mg
Bananenpulver 100 mg
90 Tabl = 15,95 Euro

Viele Grüße
Baffomelia
 
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02.05.07
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Hallo Kate,
Meine Fragen:
  1. Was habt Ihr für Erfahrungen mit Kalium-Mangel und -Supplementierung?
  2. Müssen es unbedingt Brausetabletten sein? Warum?
  3. Welches waren bei Euch die (vermutlichen) Ursachen? Habt Ihr Euch vorher noch "auf Herz und Nieren" untersuchen lassen?
1. Meine Mutter hat seit 2 Jahren immer wieder mal Kaliummangel. Das erste Mal wurde sie mit Herzinfarktverdacht ins Krankenhaus eingewiesen. Ihr Kaliumwert war drastisch gesunken. Sie bekam Kaliuminfusionen. Alle anderen Werte, EKG usw. waren astrein.

2. Von Brausetabletten hat ihr der Arzt abgeraten, weil es die Zähne unschön verfärbt. Sie sollte täglich mehrere Bananen essen, um reichlich Kalium aufzunehmen. Bei leichtem Mangel ist das wohl eine ganz gute Alternative. Ansonsten schwört sie auf "Kalium+Magnesium Depot" von Taxofit.

3. Grund für den Mangel war nachgewiesenermaßen die Einnahme von Blutdrucksenker, die in den Natrium-Kalium-Haushalt eingreift.

Grüße,

Nova
 
regulat-pro-immune
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29.05.07
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Hallo Kate,

als mögliche Ursache könnte ich mir auch deine jahrelangen Durchfälle sehr gut vorstellen. Vollblutuntersuchungen sollen doch angeblich den Zustand der Zellen wiedergeben. Zellen brauchen mindestens 4 Monate zum Regenerieren. So ganz lange ist das ja mit den Durchfällen noch nicht her.

Natrium in einem Basenpulver oder Mineralwasser kommt nicht als Ursache in Frage? Mich hat man davon überzeugt, besser Leitungswasser zu trinken. Wenn du Kalium nimmst, musst du wieder höllisch aufpassen, dass Natrium nicht absagt. Die Auswikrungen sind auch nicht besser. Vielleicht sind kaliumhaltige Lebensmittel wie z.B. grünes Gemüse, Sojabohnen, Bananen die gesündere Variante.

Noch was interessantes aus dem Burgerstein: Durch Bevorzugung kaliumreicher Kost (und eventuell Einnahme von Kaliumpräparaten) und Reduktion der Natriumzufuhr sowie durch eine harnmengenbezogene Einschränkung der Trinkmenge, wird eine Verbesserung des Natrium-Kalium-Verhältnisses und der Flüssigkeitsbilanz angestrebt. Hat jemand eine Idee, was damit gemeint ist?

Ich lese daraus, dass man bei Kaliummangel erst einmal nur soviel trinken soll, wie man auch wieder ausscheidet. Normalerweise kenne ich das auch so, dass man bei Kaliummangel eher weniger Wasser ausscheidet, viele haben auch Ödeme.

Viele Grüße
Erika
 
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Ich hatte in einer Blutuntersuchung einen erhöhten Kaliumwert, in einer anderen Blutuntersuchung nur wenig später einen zu niedrigen Kaliumwert. Bin mittlerweile echt nicht mehr sicher, wie aussagekräftig Blutuntersuchungen überhaupt sind.
Glaube aber auch, dass bei KPU/Histamin und der ganzen Chose der Natrium/Kalium-Haushalt ziemlich durcheinander ist. Ich würde aber auch versuchen das natürlich zu regeln, also viele Bananen und Orangen (Kalium) und gleichzeitig auch ne gute Menge naturbelassenes Salz (Natrium).
 
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Sehr viel besser als mit Kaliumtabletten ging es mir, als ich regelmäßig Avocados und Bananen aß.Ich weiß, nicht jeder verträgt das, aber es gibt sicher noch andere Alternativen.

Bitte seid etwas zurückhaltend beim Schlucken von Kaliumtabletten. Wird es zu viel, kann es durchaus zu Herzflattern führen. Kaliummangel ist natürlich auch nicht gut, aber gerade beim Thema Kalium bitte erstmal die Ernährung prüfen. Erst wenn das nicht reicht mit viel Fingerspitzengefühl testen, was wirklich zusätzlich gebraucht wird.

Kaliumreiche Lebensmittel
Kalium kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide, Gemüse und Früchten vor. Obst, vor allem Bananen, grünes Gemüse wie beispielsweise Spinat, Salat und Petersilie, Vollkornbrot, Fleisch und Fisch sind gute Kaliumlieferanten. So befinden sich beispielsweise in 100 g Banane etwa 400 mg Kalium.
Kalium Kaliumreiche Lebensmittel - Onmeda: Medizin & Gesundheit
 
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29.05.07
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Hallo,

Ich hatte in einer Blutuntersuchung einen erhöhten Kaliumwert, in einer anderen Blutuntersuchung nur wenig später einen zu niedrigen Kaliumwert.

Carrie, waren das beides Vollblutuntersuchungen?

Ich habe mir eben mal den Natriumgehalt verschiedener Mineralwässer angeschaut, die hier noch so herumstehen, wobei mir aufgefallen ist, dass "Gerolsteiner Stille Quelle medium" 118 mg/l Natrium und 11 mg Kalium enthält. Außerdem stimmt das Calcium/Magnesium-Verhältnis nicht: Calcium 348 /Magnesium 108. Es soll ja möglichst im Verhältnis 2:1 sein. Gut, dass ich das eh nicht mehr trinke.

Viele Grüße
Erika
 
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Das eine war Heparin-Blut (?) und bei dem anderen weiß ich es nicht genau. Ersteres musste ich selbst zahlen, zweites hat die Kasse übernommen.
Stimmt, vielleicht kommt daher der UNterschied.
 
regulat-pro-immune

Kate

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16.11.04
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Hallo,

ich danke Euch für die vielen Antworten und Anregungen :)

Erst einmal möchte ich nochmal festhalten, dass ich nur leicht unterhalb des Normbereiches liege. Da Normbereiche Durchschnittswerte vermeintlich gesunder Menschen sind und eine willkürliche Komponente haben, sehe ich da erstmal keine Dramatik. Und bin natürlich gerade deshalb auch empfänglich für sanfte, natürliche Methoden. Leider bin ich aber mit der Ernährung durch 20 (echte) Lebensmittelallergien, LI, HI und andere Unverträglichkeiten sowie Hypoglykämie eingeschränkt.

Hier liste ich mal Eure Nahrungsmittelempfehlungen und markiere die rot, die für mich wegfallen bzw. eingeschränkt sind:
  • Getreide, Vollkornbrot (derzeit glutenfrei und wenig wegen Blutzuckerschwankungen)
  • Früchte (einige Sorten)
  • Bananen (alle paar Tage eine Banane wäre vielleicht noch zuträglich, "täglich mehrere Bananen" wie Nova schreibt, ist ausgeschlossen)
  • grünes Gemüse wie beispielsweise Spinat, Salat und Petersilie (esse regelmäßig Rucola, Feldsalat, ab und an auch etwas Spinat)
  • Fleisch (ca. 2 mal die Woche 100 g)
  • Fisch
  • Sojabohnen
  • Avocados (Allergie!)
  • Orangen (selten trinke ich mal etwas O-Saft - zur Leberreinigung nach Clark oder mit Rizinus)

Ich esse allerdings viele Kartoffeln, die auch Kaliumreich sind so weit ich weiß. Und ich habe in der letzten Zeit relativ viele Feigen gegessen, für die so weit ich weiß das gleiche gilt, das muss ich aber wieder lassen - es zerschießt meinen Darm. Auch Cashewkerne habe ich viel gegessen, da muss ich mich aber wegen des Nickelgehaltes wohl auch etwas einschränken.

ErikaC schrieb:
Natrium in einem Basenpulver oder Mineralwasser kommt nicht als Ursache in Frage?
Nein, trinke nur Leitungswasser.

ErikaC schrieb:
Ich lese daraus, dass man bei Kaliummangel erst einmal nur soviel trinken soll, wie man auch wieder ausscheidet. Normalerweise kenne ich das auch so, dass man bei Kaliummangel eher weniger Wasser ausscheidet, viele haben auch Ödeme.
Ja, Burgerstein schreibt das auch unter "Ödeme". Davon kann bei mir wie gesagt keine Rede sein. Dennoch passen Zufuhr und Ausscheidung nicht zusammen und ich habe auch schon länger den Eindruck, dass mir diese erzwungen "hohe" Trinkmenge (1,5 Liter, sofern möglich, dazu muss eine Toilette ständig verfügbar sein) nicht unbedingt bekommt.

Baffomelia schrieb:
Zu niedriger Blutzucker sowie Stress (u.a.) führen zu einem Verlust an Kalium.
Das könnte ein Hinweis sein. Mein Fructosamin (ein Zucker-Langzeitwert) war recht niedrig - nach Kamsteeg "Übergang zur Hypoglykämie".

Carrie schrieb:
gleichzeitig auch ne gute Menge naturbelassenes Salz (Natrium).
Wohl eher nicht erhöhen, wenn Natrium schon erhöht ist.

Carrie, Du solltest auf jeden Fall mal nachfragen wegen der Blutuntersuchungen. Ich befürchte, das zweite war Serum.

Grüße
kate
 
Beitritt
21.05.06
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Dann hab ich nicht nur Kalium-, sondern auch Natriummangel, wenn nur das Heparin-Blut aussagekräftig ist. Kann man beides gleichzeitig haben?
 

Kate

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Fortsetzung ;) :

ErikaC schrieb:
Ich habe mir eben mal den Natriumgehalt verschiedener Mineralwässer angeschaut, die hier noch so herumstehen, wobei mir aufgefallen ist, dass "Gerolsteiner Stille Quelle medium" 118 mg/l Natrium und 11 mg Kalium enthält.
Vielleicht gibt es ja auch kaliumlastige Mineralwässer? Für diesen Zweck wäre es ja vielleicht eine Zeitlang vertretbar.

Carrie schrieb:
Dann hab ich nicht nur Kalium-, sondern auch Natriummangel, wenn nur das Heparin-Blut aussagekräftig ist. Kann man beides gleichzeitig haben?
Tja, gute Frage. Ich nehme an, ja. Es sind zwar Gegenspieler, aber es könnte ja Ursachen dafür geben, dass beide niedrig sind.

Hier fand ich was dazu, keine Ahnung, was dran ist:
Natrium und Kaliummangel geht oft mit schweren Depressionen, Apathie und schizophrenen Symptomen einher.
Journal für Orthomolekulare Medizin - Excerpt 1993 bis 1998


Ich habe mal "Kuklinski, Kalium" gegooglet:
Aktivierung des Sympaticus führt aber auch zu Magnesium-, Zink- und Kaliummangel, sowie B-Vitaminen und Omega 3 Fettsäuren. Das wiederum führt zur Acidose und bei Müttern zu erhöhtem Risiko ADS gestörte Kinder zu gebären. "Kleine" Ursache, große Wirkung! Oft helfen die Nährstoffe in Mikroalgen, Vollfrucht- und Gemüsesaftpulvern in ihrer Ganzheit dem Organismus diesen Mangel auszugleichen, aber die Fehlstellung des Atlas gehört behoben!
Von einem User namens Medizinmann in Das Amalgam-Forum: Atlaskorrektur kann beim Ausleiten bzw. gesundheitlich generell hilfreich sein!, Medizinmann am 10.7.2005 20:47

Hier geht es um Kaliummangel im Serum (stammt nicht von Kuklinski, der ist auf dieser Website nur weiter unten in anderem Zusammenhang erwähnt):
Die Gruppe um Deborah Green vom Queen’s Medical Center in Honolulu hat nun herausgefunden, dass Patienten, die mit Diuretika behandelt wurden und niedrige Kaliumwerte im Serum (unter 4,1 mEq/l) haben, ein 2,5-fach erhöhtes Schlaganfallrisiko aufweisen. Es erhöht sich auf den Faktor zehn, wenn die Patienten noch an Vorhofflimmern leiden, einem ebenfalls etablierten Risikofaktor für den Schlaganfall.
Der neue Newsletter

Grüße
Kate
 
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02.01.05
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Hallo Kate,

Vorab: Ich habe nun die anderen Beiträge nicht gelesen, denke aber, dass der nachfolgende Hinweis nicht darunter ist:
Bei Dir habe ich immer noch den Verdacht, dass Du mindestens Genträgerin für MW bist, wenn Du nicht gar MW hast als evtl. mildere Form.
Bei MW kann auch ein Kaliummangel entstehen, weil man bei MW mit Nierenbeteiligung Kalium über die Nieren vermehrt ausscheiden kann.

Hier die Auswirkungen von MW, wenn die Nieren betroffen sind:
AWMF online - Leitlinie Neurologie: Morbus Wilson
renal tubuläre Azidose
proximale und/oder distale tubuläre Dysfunktion
(Aminoazidurie, Hyperphosphaturie, Hyperkalzurie, Glukosurie, K-Verlust, Urikosurie, Bicarbonatmangel)
Urolithiasis
Peptidurie, Proteinurie
Ein K-Verlust, also vermehrte Kaliumausscheidung über die Nieren hat zur Folge, dass im Körper ein Mangel an Kalium entsteht.
Glukosurie ist wohl die Ursache von Hypoglykämie, die Du auch hast.

Bei mir werden vermehrt Aminosäuren, Calcium und teils auch Kalium über den Urin ausgeschieden. Im Blut wurden alle diese Stoffe entweder erniedrigt oder mit niedrigen Werten gemessen.

Natürlich gibt es noch einige andere denkbare Ursachen für Kaliummangel und oft soll Kalium- und Magnesiummangel gemeinsam auftreten (auch bei mir der Fall).


Gruß
margie

Habe mir Deinen ersten Beitrag nochmals genauer durchgelesen und stolpere über ein Symptom, das mich selbst schon lange nervt bei mir:
und ich ein nerviges Herzpochen in den Ohren, das ich besonders abends wahrnehme, wenn ich mich hingelegt habe. Fühlt sich an, als wenn der ganze Kopf pulsiert und stört ziemlich (Halsarterien wurden überprüft, sind ok).
Genau dieses Problem habe ich auch und ich habe mittlerweile den Verdacht, dass es evtl. gar verschiedene Ursachen haben könnte:
1.) Histaminintoleranz: vermehrtes Herzklopfen möglich und seid ich Pellind nehme, meine ich, ist
das Problem nicht mehr so heftig
2.) Anämie: Bei mir liegt eine hämolyt. Anämie (Hämolyse=Folge von Wilson) und teils auch eine Eisenmangelanämie vor. Bei Anämien kommt es zu einem vermehrten Herzklopfen und ich merke, dass die Beschwerden stärker waren, wenn Eisenmangel bei mir festgestellt wurde.
3.) Blutdruckerhöhungen: Auch dann habe ich dieses Herpochen im Ohr vermehrt
Auch ich habe schon die Halsarterien untersuchen lassen, ebenso die Hirnarterien, wobei ich tatsächlich in den Hirnarterien eine Verengung haben soll, aber ich vermute, dass diese Verengung nicht die Ursache dieser Symptome ist, da diese Symptome nicht immer gleich stark sind.
4. Durchblutungsstörungen: Auch dies halte ich für möglich. Seltsamerweise habe ich nach den beiden Fibroscan-Untersuchungen (Stosswellen werden dabei auf die Leber bzw. rechte Flanke gerichtet) für einen Tag lang die Beschwerden nicht gehabt und ich spekuliere, ob die Stosswellen für eine bessere Durchblutung gesorgt haben könnten (?)
Wenn Du eine Erklärung bei Dir vermutest oder gefunden hast, würde mich dies sehr interessieren.

Noch ein weiterer Nachtrag:
Noch was interessantes aus dem Burgerstein: Durch Bevorzugung kaliumreicher Kost (und eventuell Einnahme von Kaliumpräparaten) und Reduktion der Natriumzufuhr sowie durch eine harnmengenbezogene Einschränkung der Trinkmenge, wird eine Verbesserung des Natrium-Kalium-Verhältnisses und der Flüssigkeitsbilanz angestrebt. Hat jemand eine Idee, was damit gemeint ist?
Wenn man zu wenig Kalium hat, hat man oft zu viel Natrium. Dies hängt mit den Nebennieren zusammen und möglicherweise auch mit dem Aldosteron. Beim sog. Hyperaldosteronismus hat man neben zuviel Aldosteron und Renin, zu viel Natrium und zu wenig Kalium. Bei mir wurde des öfteren ein sog. sekundärer Hyperaldosteronismus festgestellt. Wie das Ganze genau funktioniert, kann Dir ein Endokrinologe am besten erklären.
Aber Natrium sollte man meiden, wenn man Kaliummangel hat.
 

Kate

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16.11.04
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Hallo Margie,

auch Dir danke für Deinen langen Beitrag.

Bei Dir habe ich immer noch den Verdacht, dass Du mindestens Genträgerin für MW bist, wenn Du nicht gar MW hast als evtl. mildere Form.
Das weiß ich und ich versuche, nicht in Panik zu geraten deshalb ;) Wie Du an meinen Beiträgen mitbekommen hast, habe ich im letzten Quartal das Zink schrittweise reduziert und nehme seit Anfang 2008 keines mehr, um - etwa im April - die Kupferwerte erneut überprüfen zu lassen. Wie Du auch gelesen hast, geht es mir ohne Zink eher besser als schlechter (im Nachhinein denke ich, ich hätte nie soviel Zink einnehmen sollen) und der Zinkwert im Vollblut ist jetzt noch im Normbereich obwohl es zum Schluss nur noch 5 mg/Tag waren, die ich nahm (im Oktober 15 mg). Wenn ich ansonsten die Veröffentlichungen über MW lese, komme ich eher zum Schluss, dass es nicht wahrscheinlich ist, dass ich es habe:

  • bin über 40
  • niemals Leberauffälligkeiten (Werte, Ultraschall)
  • niemals neurologische Symptome
  • keine labortechnischen Hinweise auf Zinkmangel (auch alkalische Phosphatase stets normal)
  • kein KF-Ring
  • Haptoglobin (hatte ich mal auf Deine Anregung untersuchen lassen) normal
  • Nierenwerte (Harnsäure, Harnstoff) normal
  • HB-Wert super für eine Frau im menstruierenden Alter
  • auch sonst Blutbild immer picobello - allenfalls waren mal die Eosinophilen leicht erhöht (was von Allergien kommen kann), dann aber wieder normal
  • die psychischen Auffälligkeiten halten sich in Grenzen, keine Psychose, kein Autismus, keine Depression (phasenweise, da war aber der Auslöser ein Schockerlebnis)

Mein Calcium-Vollblutwert ist übrigens mit 61,32 mg/l am oberen Rand des Referenzbereiches (59 - 61) - ohne dass ich das einnehme und trotz Magnesiumeinnahme. (Und der Kaliummangel ist übrigens "knapp" - siehe oben.)

Glukosurie ist wohl die Ursache von Hypoglykämie, die Du auch hast.
Wird sowas nicht beim Check-Up bestimmt? Ich meine mich zu erinnern... Die Check-Up-Werte waren immer normal. Was meine Hypoglykämie betrifft, habe ich bisher nur Fructosamin bestimmen lassen und das war wie gesagt grenzwertig. HBa1C immer normal.

Trotz dieser ganzen eher nicht auf MW hinweisenden Fakten nehme ich Deinen Hinweis wie gesagt ernst. Schön wäre, wenn Du mir - und "uns" (den Pyrrolikern) - Ärzte nennen könntest, die MW-kundig sind und so jemanden wie mich nicht gleich verspotten und wieder weg schicken. Du wirst es nicht glauben: Ein Heilpraktiker (der nach meinem Eindruck ein großes Wissenspektrum hat) hat mich aufgrund meiner Forumsaktivitäten zum Thema MW und ein bisschen Mailaustausch (wo ich u.a. sagte, dass ich das schon gern mal etwas definitiver abklären würde) offen als Hypochonder beschimpft und sich noch Monate später nicht wieder eingekriegt, so dass ich das immer wieder auf's Butterbrot bekam. Wenn schon ein HP so reagiert... Mit Schulmedizinern habe ich fast durchweg schlechte Erfahrungen in punkto Diagnostik abseits der Routine und ernst genommen werden mit Symptomen, die man nicht sieht - da kann ich ja den Termin bei der Krisenberatung gleich vorher abmachen :mad:

Grüße
Kate
 
regulat-pro-immune
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08.04.07
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Hallo Kate und Margie

Glukosurie ist wohl die Ursache von Hypoglykämie

Glucosurie kommt doch bei Hyper- und nicht Hypoglykämie vor :confused:.
www.biorama.ch/biblio/b50chem/k30niere/neph390.htm

Zucker im Urin wird wohl bei jedem Schnelltest mitbestimmt.

Liebe Grüsse
pita
 
Beitritt
07.05.04
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Hallo Kate,

man nimmt eigentlich genug Kalium mit der Nahrung auf. Der Kaliummangel kommt viel, viel häufiger aus einer anderen Richtung. Meistens ist es Magnesiummangel, der den Kaliummangel verursacht. Ich habe Magnesiummangel und nehme immer wieder eine Messerspitze Magnesiumcitrat (hatte mir mal 1kg besorgen lassen). Laß ich das weg, bekomme ich Herzrythmusstörungen. Meine Frau braucht jeden Tag eine ordentliche Briese, da sie durch ihre Borrelien noch mehr Bedarf hat, als ich.
Kaliumpräparate können bei Überdosierung echt gefährlich sein, Vorsicht! Und wenn Du Magnesiummangel als Ursache hast, ist es eh der falsche weg.
Liebe Grüße

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
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10.01.04
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Noch einmal zurück zum Urinzucker (Glukosurie):

Was ist Urinzucker?
Als Urinzucker bezeichnet man den Überschuss an Zucker, der nicht mehr im Körper benötigt und mit dem Urin ausgeschieden wird. Beim stoffwechselgesunden Menschen wird Zucker (Glukose) in der Niere fast vollständig zurückgehalten, d.h. der Urin ist normalerweise zuckerfrei.

Ist der Blutzuckerspiegel sehr hoch, scheidet die Niere einen Teil des Zuckers über den Urin aus. Die Blutzuckerkonzentration, bei der die Zuckerausscheidung mit dem Urin beginnt, nennt man Nierenschwelle. Sie liegt bei etwa 180 mg/dl (10 mmol/l).

Die Nierenschwelle ist aber keine fixe Größe, sondern individuell unterschiedlich. Zudem steigt sie mit dem Alter und kann durch äußere Faktoren wie Medikamente beeinflusst werden.

Wann wird der Urinzucker bestimmt?
Bei Nierenerkrankungen wird der Urinzucker gemessen. Bei der Therapiekontrolle des Diabetes spielt die Urinzuckerbestimmung keine Rolle mehr. Die Bestimmung des Blutzuckerspiegels ist aussagekräftiger und heute überall verfügbar.

Wie wird der Urinzucker bestimmt?
Der so genannte Streifentest dient der groben Orientierung, ob Zucker im Urin vorhanden ist. Zur Einstufung des Schweregrades der Nierenerkrankung sollten genauere Messmethoden durchgeführt werden.....
Urinzucker (Glukosurie)

Der Urinzucker wird - wie hier gesagt - eigentlich nicht mehr bestimmt, weil Unregelmäßigkeiten des Blutzuckers so gut wie immer schon durch den Nüchternwert erkannt werden. Wenn der Urinzucker doch einmal überprüft wird uns auffällig ist, dann ist der Diabetes schon fortgeschritten.

Gruss,
Uta
 

Kate

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Hallo Pita, Günter, Uta,

danke für diese Aufklärung :)

Bei mir ist Glukose im Urin nie festgestellt worden. Nüchternblutzucker sind auch niedrig, Blutzucker nach Kohlenhydratmahlzeit war mal bei 120 (wenn ich's richtig erinnere, das hat mal ein HP gemacht).

Günter, ich hab's oben geschrieben: Ich nehme 300 - 600 mg Magnesium pro Tag - seit langem. Und der Vollblut-Magnesiumwert liegt damit hübsch mittendrin im Referenzbereich. Daran kann es dann wohl nicht liegen, dass Kalium ein bisschen knapp ist. Dass die Einnahme davon nicht ganz harmlos ist, ahnte ich schon, Du scheinst ja auch nicht gerade die tollen Erfahrungen zu haben. Mit der Ernährung scheine ich es allerdings nicht unbedingt hinzukriegen, werde das aber nochmal genau überdenken.

Vielleicht reicht es auch, meine unfreiwillige Dauer-Diurese mal anzugehen, denn der Wassermangel kann - wie ich es verstanden habe - sowohl für den leichten Natriumüberschuss als auch für den leichten Kaliummangel verantwortlich sein.

Grüße
Kate
 
regulat-pro-immune
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29.05.07
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Hallo Kate,

kaliumhaltige Mineralwässer halte ich nicht für eine gute Idee. Das Wasser sollte möglichst "rein" sein, damit Gifte besser ausgeleitet werden können. Deswegen trinkst du ja wahrscheinlich auch kein Mineralwasser. Sehr umstritten ist ja auch, ob diese Mineralstoffe aus dem Mineralwasser überhaupt aufgenommen werden können.



Was in dem Link Das Amalgam-Forum: Atlaskorrektur kann beim Ausleiten bzw. gesundheitlich generell hilfreich sein!, Medizinmann am 10.7.2005 20:47
steht, hätte auch fast von mir sein können, aber im Juli 2005 wusste ich zwar von dem Zusammenhang Kiss/ADS, aber nicht viel mehr. Danach sind wir ja auf dem richtigen Weg.

Bei den kaliumhaltigen Lebensmitteln ist übrigens noch Folgendes zu beachten:

Durch längeres Einweichen in Wasser oder Kochen geht das Kalium in die Flüssigkeit über und wird damit mit dem Kochwasser verworfen.
Kalium Kaliumreiche Lebensmittel - Onmeda: Medizin & Gesundheit

Viele Grüße
Erika
 
Beitritt
02.01.05
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Hallo Pita, hallo Kate,

Pita schreibt:
Zitat:
Glukosurie ist wohl die Ursache von Hypoglykämie
Glucosurie kommt doch bei Hyper- und nicht Hypoglykämie vor :confused:.
www.biorama.ch/biblio/b50chem/k30niere/neph390.htm

Bei Diabetes ist die Glucosurie sicher ein Zeichen für eine Hyperglykämie.

Aber es gibt auch eine Glucosurie bei Nierenschäden, die infolge von Schwermetallvergiftungen (MW z. B. ) entsteht und bei der es dann sicher zu einem verminderten Blutwert kommt (s. "erworbenes Fanconi-Syndrom"):
Glucose im Harn (Harnzucker) - Übersicht
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
Bei jedem Diabetes mellitus mit Blutzuckerwerten über der Nierenschwelle gelangt Glucose in den Harn. Über die einzelnen Formen der Zuckerkrankheit siehe Abschnitt Blutzucker-Erhöhungen.
Schwangerschaft
Wegen der erniedrigten Nierenschwelle in der Schwangerschaft kann Glucose auch ohne dass ein Diabetes vorliegt in den Harn kommen. Muss aber abgeklärt werden, denn es könnte ja sehr wohl ein Diabetes bestehen.
Erworbene Nierenschäden
  • Erworbenes Fanconi-Syndrom
    Vermehrte Ausscheidung von Glucose, Phosphat, Kalium, Bikarbonat, Harnsäure, Aminosäuren und Eiweiß im Harn. Nicht bei jedem Patienten gleich ausgeprägt. Entsteht, wenn Teile des Nierenröhrchensystems geschädigt sind.
    Ursachen:
    • Bestimmte Formen der Nierenentzündung
    • Schwermetallvergiftung
    • Multiples Myelom (Blut-Knochenkrebs)
    • Nephrotisches Syndrom (starker Eiweißverlust über die Niere)

Wegen niedrigen Fructosaminwerten habe ich folgendes gefunden:
Fructosamine
Erhöhung bei:
  • Diabetes mellitus
Verminderung bei:
  • Hypoproteinämie
  • Nephrotisches Syndrom
  • Exsudative Enteropathie
  • Hyperthyreose
Also die Verminderung von Fructosamin kann auf Nierenproblemen beruhen, aber auch auf anderen Störungen (Schilddrüse?).
Allerdings ist die Verminderung, wie Kate schreibt, grenzwertig, so dass ich dem auch nicht eine zu hohe Bedeutung beimessen würde, zumal HbA1c bei Kate normal ist.

Nun, kann bei Kate der (leichte) Kaliummangel die verschiedensten Ursachen haben und ich würde angesichts dessen, dass der Wert nur leicht erniedrigt ist, dies auch nicht als gravierend einstufen. Vielleicht ist es auch nur eine Schwankung oder ein technisches Problem.
Die Kaliumwerte im Serum sind sehr empfindlich, ob die Werte im Vollblut, wo bei Kate die Erniedrigung gefunden wurde, auch so empfindlich sind weiß ich nicht.

Da beide Werte nicht sooo auffällig sind, würde ich den MW-Verdacht nicht auf diese beiden Werte stützen.
Kate hat sicher Recht, dass sie bei den meisten Wilson-Kriterien nicht sooo auffällig ist. Ich erinnere mich jedoch, oder verwechsle ich dies, dass das Urinkupfer oder ein anderer Kupferwert bei Kate etwas auffällig war (freies Kupfer?).
Nun eine Genträgerschaft würde, wenn die Kupferwerte etwas auffällig sind, immer denkbar sein. Wenn keine neurologischen und auch keine psychiatrischen Beschwerden in Kates Alter vorhanden sind und die Leber nicht auffällig ist, eine Hämolyse auch nicht vorliegt, ist allerdings ein echter MW eher unwahrscheinlich.
Vielleicht kommt der Grund für die auffälligen Kupferwerte auch von anderen Problemen? Darmstörungen sollen evtl. auch zu Störungen im Kupferstoffwechsel führen können, hat mir mal ein Forumsmitglied in einem anderen Forum geschrieben.

Was Kate und ich auch gemeinsam haben:
Auch ich benötige ähnlich hohe Magnesiumzuführungen wie Kate und frage mich auch, wie sich dieser Mg-Mangel erklären läßt. Er ist möglicherweise bei uns auch familiär, weil in der Linie meines Vaters auch andere Familienmitglieder einen starken Mg-Mangel haben.

Schön wäre, wenn Du mir - und "uns" (den Pyrrolikern) - Ärzte nennen könntest, die MW-kundig sind und so jemanden wie mich nicht gleich verspotten und wieder weg schicken
Das ist in der Tat ein großes Problem. Ich würde jedem raten, erst mal die wichtigsten Werte des Kupferstoffwechsels wie auch die Leberwerte wiederholt beim Hausarzt oder auf eigene Rechnung bestimmen zu lassen. Sind diese auffällig, würde ich diese schon mit einem MW-kundigen Arzt besprechen. Ich kann nicht ausschließen, dass jeder MW-kundige Arzt einen Patienten nie verspotten würde. Es gibt mw-kundige Ärzte, die ich selbst kennen gelernt habe und denen ich dies zutraue, weil sie auch bei mir die Tendenz dazu hatten. Problem bei MW ist, dass ein Arzt sich bei einem Grenzfall viel Zeit nehmen muss und die meisten Ärzte dies nicht wollen und versuchen dies abzukürzen. Sie lassen sich einen Wert nennen, z. B. das Urinkupfer. Ist dies normal, so wird gar nichts weiter hinterfragt, Ich nahm bei allen Urinkupferbestimmungen Zink ein und mein Urinkupfer konnte daher nie so extrem hoch sein. Das wollten manche Ärzte gar nicht berücksichtigen, weil es ihnen am besten "reinpasste", wenn sie Gründe finden, die gegen MW sprechen um eben einen Fall schnell erledigen zu können.
Das Zeitproblem sehe ich auch als einer der Gründe, weshalb die Dunkelziffer bei MW hoch ist. Ein Arzt muss bei MW sehr viele Dinge abfragen oder untersuchen und das passt nicht in das heutige Gesundheitssystem.
Ja, leider kann ich Dir und anderen da kein Patentrezept geben. Ich bin selbst sehr unzufrieden mit so manchen Ärzten, weil ich sehe, dass das Verhalten der Ärzte (Verspottungen, etc. => Voreingenommenheiten) mit dazu beiträgt, dass es auch zu Fehldiagnosen kommen muss.

Gruß
margie
 
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