Hilfe - Verzweifelt und ausgebrannt nach Wochen ohne Schlaf

Themenstarter
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23.08.10
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Hallo ihr Lieben,

nachdem ich gestern abend wie schon geschrieben ein Einschlafhilfe genommen habe, konnte ich endlich nochmal einige Stunden schlafen. Bin davon jetzt noch leicht benommen, aber mir gehts zumindest besser.

Da ich seit einer Woche und bis Ende August noch Urlaub habe, versuche ich jetzt auch noch einiges zu bewegen. Habe heute einen termin in der Endokrinologie der Uniklinik Bonn in 2 Wochen bekommen, was wirklich schnell ging wie ich fiinde. Wenn vorher noch etwas frei wird, melden sie sich auch noch. Und am Donnerstag habe ich einen Termin bei einer Heilpraktikerin, die angeboten hat, sich die Neurotransmitter anschauen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit verschiedenen Sets zu testen, bevor ich einen Neurotransmittertest machen. Sie arbeitet mit Kinesiologie nach Klinghardt. Werde dann berichten was dabei rauskommt.

@Binnie: Ja, warst du wieder nachtaktiv:) Hätte ich nicht nachgeholfen, wäre es bei nicht anders gewesen. Also die Einschlafhilfe die ich nehme, nennt sich Lormetazepam, 2mg. Also die nehme ich zwischendurch immer mal so für 3-4 tage maximal. Ich vertrage sie ziemlich gut und der Vorteil ist für mich, dass sie einen nicht so weghaut und am nächsten Tag so matschig im Kopf macht, wie ne richtige Schlaftablette, deshalb auch nur Einschlafhilfe.

Vielen Dank für das pdf.dokument mit dem Fragenogen. Jetzt weiß ich ja wie sowas aussieht. Hatte auch ein interessantes Neurostressprofil bei Neurolab gesehen. Aber das kostet auch gleich 230 € oder mehr. Werde ich mir mal überlegen. Und mit der therapeutischen Begleitung ist echt nicht so einfach. Habe am Donnerstag einen Termin bei einer Heilprkatikeriin die mit Kinesiologie nach Klinghardt arbeitet. Sie wollte bei mir auch mal Neurotransmitter bzw.Mangel dergleichen testen und meinte danach könnte ich immer noch ein Neurostressprofil erstellen, wenn ich da wollte. Werde mal berichten was da rausgekommen ist Ende der Woche.

Tja, Binnie. Dann wünsche ich dir auf jeden Fall auch mal wieder deinen wolhverdienten Schlaf und Ruhe. Und drücke dir die Daumen, dass du der Ursache bald auf die Schliche kommst. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann lass es mich wissen.

@Oregano:
Quecksilber wurde auch mitbstimmt.

Der Wert für Quecksilber lag bei: 19.9 µg/l oder 9.7 µg/g Kreatin.

Dazu wurde mir dann gesagt dass das in Ordnung sei.


Viele Grüße.

Fabian
 
wundermittel
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24.02.10
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Ich habe auch immer mal wieder Einschlaf und Durchschlafprobleme.

Vor einigen Monaten war es ganz schlimm. Über Monate keine einzige nacht mehr wo ich (durch) schlafen konnte. Mittlerweile hat sich das ganze etwas gebessert, auch Gesundheitlich ist schon wesentlich besser .
Leider habe zwar immer noch diese Phasen mit Herzrasen/Herzstoplern und massiver Aufgeregtheit (ca. 1 mal Monatlich währen meiner ich nenne sie "Schübe") aber ich krieg es jetzt zumindest hin dass ich mich "schnell" wieder beruhigen kann.

Ich kann es echt nachvollziehen wie extrem zermürbend sowas sein kann, man ist in einem Permanent aufgeregtem Zustand, daher ist kein Schlafen mehr möglich.

Schlaftabletten hate ich eigentlich nie keine genommen, auch nicht in meinen Schlimmsten Phasen, hate zusehr Angst dass sich der körper daran gewöhnen könnte.

habe lange gebraucht um Rauszufinden was mich beruhigen kann, bin nun mit der Folgenden Prozedur sehr zufrieden:

Also, was mir hilft um wieder runter zu kommen:

- Nieren Blasen Tee (ich vermute Goldrute wirkt so sehr beruhigend)
- Magnesium Einnahme (hilft gegen Herzrasen und Herzstolpern in meinen Phasen sehr gut)
- Gutes Multivitaminpräparat (hilft gegen Herzrasen und Herzstolpern in meinen Phasen sehr gut)
- Inhalationen mit Frischem bzw getrocknetem Anis, Fenchel, Thymian, Salbei, Pfefferminz. Manchmal gebe ich auch noch Kammille und Äthärisches Thymianöl hinzu. Tief ein und ausatmen und ca 10 (wenn du Ätherische Öle verwendest MAXIMAL 10 Minuten) bis 15 Minuten (nur Kräuter) dabeibleiben. Dann Handtuch um den Kopf und ab ins Bett.
- Fussbad (warm) mit Natron pulver oder mit Getrockneter Kamille. Kannst du parallel zu der Inhalation machen.

Probier es einfach mal aus, mir hilft diese Prozedur wirklich sehr. Würde mich freuen über eine Rückmeldung ob es auch bei dir Positive Effekte hat :)

lg und einen endlich erholsamen Schlaf
adac

PS: GANZ wichtig: alle elektrischen Geräte auschalten. Auch das beeinflusst, zumindest bei mir, den Schlaf extrem!! Demnächst werde ich mir auch einen baldachin kaufen um auch von dem Mobilfunk und anderen Verursachern geschützt zu sein.
 
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Themenstarter
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23.08.10
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Hallo adac,

vielen Dank für deinen Beitrag und die vielen Tipps. Freut mich zu hören dass es dir wieder besser geht und du einen Weg für dich gefunden hast, wieder besser schlafen zu können.

Denke mit dem Magnesium und einem Multipräparat werde ich auf jeden Fall mal austesten. Einen Tee am Abend, entweder wie du vorgeschlagen hast, Blasen und Nieren Tee oder Johanniskraut, werde ich auch mal wieder einführen. Ist ja an sich auch schon recht entspannend und gemütlich.

Das mit der Inhalation und dem Fussbad höre ich auch zum ersten Mal. Klingt aber sehr vernünftig. Werde mir auch da mal was besorgen und probieren wie das wirkt.

Mit gehts auch seit gestern wieder stimmungsmäßig bergauf und auch mein Schlaf wird wieder etwas besser. Habe allerdings nichts wirklich verändert. Denke daher dass es bei mir sicher auch zu einem großen Teil mit der Psyche zusammenhängt und damit wie ich mit Stress oder Ungewissheit umgehe.
Das erzeugt bei mir oft Ängste und Unsicherheiten, die sicher auch irgendwo in Kindheit oder Vergangenheit ihre Ursachen haben und sich dann oft in verschiedenen Lebenssituationen verstärken. Und das ruiniert mir dann auch den Schlaf.

Vielen Dank für deine Tipps. Bin mir sicher dass mir das auch gut tun wird.

Auch für dich alles Gute und weiterhin gute Nächte.

Viele Grüße.

Fabian
 
regulat-pro-immune
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10.01.04
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Was mir nur gerade einfällt:

Mit gehts auch seit gestern wieder stimmungsmäßig bergauf und auch mein Schlaf wird wieder etwas besser.

Am Dienstag, 24.8., war Vollmond. Ob der bei Dir eine Rolle spielt?
Das wäre dann evtl. eine Frage, die zur Homöopathie führen könnte.

Grüsse,
Oregano
 

Binnie

Hallo Fabian,

wollte mal hören, wie es bei Dir inzwischen in Sachen Schlaf so geht und was die Heilpraktikerin gemeint hat ?

Von mir kann ich sagen, dass ich die ganzen letzten Tage wieder recht gut geschlafen habe, leider jedoch bei einer ebenfalls wieder verstärkten Tagesmüdigkeit... :rolleyes:

Irgendwie bekomme ich die "Grobeinstellung" meines NS wohl recht gut über GABA bzw. Glutamin, Glycin und Serotonin hin, nicht jedoch das "Feintuning"... Daran muss ich noch arbeiten. ;)

Viele Grüße
Binnie
 
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19.03.09
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Hallo Fabian,
habe alles nur überflogen und bin mir nicht sicher, ob das Thema Elektrosmog von außen schon kam:
bist Du zu Deinem Studium umgezogen? Wie sieht es mit Mobilfunkantennen in Deiner Umgebung aus? Extrem schlecht schläft man auch, wenn der Nachbar seinen Fernseher an der anderen Seite der Wand hat, wo man schläft.
Hab ich alles schon erlebt.
Wie schläfst Du, wenn Du im Urlaub bist, bzw. einen Ortswechsel vornimmst?

Liebe Grüße
Solveig
 
Themenstarter
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23.08.10
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Hallo Ihr Lieben,

ich habe die letzte Woche 5 Tage am Stück mal mit Einschlafhilfe geschlafen und konnte so ein wenige Ruhe und Erholung auftanken. Das hat wirklich gut getan.
Habe es dann die letzten beiden Nächte wieder ohne Einschlafhilfe versucht und es ging bisher ganz gut. Mein Schlaf hat sich wieder einigermaßen eingependelt und ich hoffe, dass ich (mal wieder) die heftigste Phase überstanden habe.
Dass ich, wie momentan auch, mindestens eine Stunde brauche bis ich einschlafe und nicht länger als 1.5 bis 2 Stunden am Stück durchschlafe gehört für mich schon seit Jahren zur Norm. Bin nur glücklicherweise nicht mehr so erschöpft und mies drauf, sondern verkrafte den wenigen Schlaf (denke so im Schnitt 6 h) gerade ganz gut.

@Oregano: Ich habe auch schon festgestellt, dass ich definitiv schlechter und unruhiger schlafe wenn Vollmond ist. Das werde ich nur wenig ändern bzw. beeinflussen können oder?

@Binnie: Vielen Dank der Nachfrage. Habe ja oben schon geschrieben wie die letzten Nächte so waren. Freut mich zu hören, dass Du auch wieder besser geschlafen hast :freu:
Die Heilpraktikerin hat bei mir ausgemessen, dass Magnesium und GABA bei mir sehr empfehlenswert wären. Magnesium nehme ich jetzt auch seit 2 Tagen und denke es bekommt mir gut, soweit ich dass jetzt schon sagen kann. Aber ist mein Gefühl. GABA ist bestellt und ich werde es morgen abholen. Dann mal schauen was das bewirkt. Bin optimistisch :)

Drücke Dir auf jeden Fall die Daumen für dein Feintuning...denke auch dass ist einfach nur ne Frage der Zeit und sicher auch oft von vielen Faktoren abhängig.

@Solveig: Vielen Dank für deine Tipps.
Ja, ich bin zum Studium umgezogen. Ich habe in den letzten Jahren auch an unterschiedlichen Orten sehr schlecht oder Nächte auch gar nicht geschlafen. Also ein Ortswechsel hatte keine (positiven) Auswirkungen auf meinen Schlaf. Aber ich werde im Dezember umziehen. Mal schauen wie es dann wird.

Viele liebe Grüße.

Fabian
 

Binnie

Hallo Fabian,

schön zu lesen, dass es bei Dir "bergauf" geht in Sachen Schlaf! :)

Ja, Magnesium ist auch ein unentbehrlicher Stoff für mich! Da denke ich schon gar nicht mehr darüber nach inzwischen, dass ich davon täglich mindestens 900 mg einnehme.

Wie nimmst Du denn das GABA ein ? GABA ist ja leider nicht in der Lage so unmittelbar die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Gerade aber dort und im ZNS ist GABA u.a. bei schwereren Schlafstörungen wohl häufig insbesondere defizitär. Dafür spricht bei Dir m.E. auch Dein gutes Ansprechen auf Deine "Einschlafhilfe", die ja auf die GABA-Rezeptoren wirkt und nicht gerade "nebenwirkungsarm" ist...
In der Peripherie hat GABA zwar auch wichtige Funktionen, aber bei u.a. Schlafstörungen braucht man es halt wohl insbesondere auch im ZNS...

Ich nehme daher jedenfalls die Vortufe von GABA, das Glutamin und eben noch Glycin, um eine verstärkte inhibitierende Wirkung bei mir im ZNS zu erreichen.
Die verschiedenen Therapiemöglichkeiten um GABA im ZNS anzuheben hat Dr. Bieger hier auch sehr schön aufgelistet: Gamma-Amino-Buttersäure (GABA) - Neurotransmitter mit angst-lösender Wirkung | Dr. Bieger

Wie Du siehst, war ich heute Nacht auch mal wieder ziemlich schlaflos. :rolleyes: Trotz Glutamin, Glycin, 5-HTP und Co. Bei mir hängt wohl vieles von meinen zahlreichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten ab. Gestern habe ich mir nachmittags wieder Heidelbeerkuchen gegönnt... Ich weiß nicht was besser ist, Heidelbeerkuchen oder ein erholsamer Schlaf, ich denke aber inzwischen eindeutig Letzteres! Darum ist jetzt auch wieder Schluss mit diesen Fructosebomben und Co.! :mad: Insbesondere auch am Nachmittag... ;)

Viele Grüße
Binnie
 
regulat-pro-immune
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23.08.10
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Hey Binnie,

hab jetzt mal ein paar Tage abgewartet um zu schauen wie sich alles entwickelt.

Also ich nehme das GABA oral, abends, 2 Kapseln. Darin enthalten sind 550 mg BABA und 200 mg L-Theanine. Meine Heipraktikerin habe ich auf möglich Schwierigkeiten beim Übertreten der Blut-Hirn-Schranke angesprochen. Sie meinte, die meisten Neurotransmitter würden im Darm gebildet und deshalb sei auch mit einer oralen Gabe gute Erfolge möglich.

Leider wohl nicht bei mir :) Nehme das GABA und Magnesium jetzt seit einer Woche etwa und schlafmäßig ist irgendwie wieder alles beim Alten. Solange ich mir abends keine Einschlafhilfe reintue, passiert nicht viel. Wirklich wieder alles sehr anstrengend. Bin auch gerade noch leicht erkältet und ohne wirklich tiefen oder erholsamen Schlaf ist das alles nicht so angenehm.

Aber ich geb die Hoffnung nicht auf. Nehme Magnesium, GABA und Johanniskraut erstmal weiter, weil ich mir vorstellen kann, dass es etwas dauert bis sich ein ausreichender Wirkstoffsspiegel aufgebaut hat. Naja, mal abwarten.

Hab auch Montag in einer Woche einer Termin in der Endokrinologie der Uniklinik. Mal schauen ob die was feststellen können. Hat noch jemand einen Tip welche Werte ich da auf jeden Fall untersuchen lassen sollte?

@Binnie: Hoffe dir gehts gut und dein Schlaf lässt dich schlafen :)

Viele Grüße.

Fabian
 
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10.01.04
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Hallo Fabian,

ist bei Dir - soweit das möglich ist - schon einmal das Melatonin bestimmt worden?
Es spielt ja eine große Rolle für einen guten Schlaf.

Hervorzuheben sind die Melatonin Hormone aber besonders als Schlaf - Hormon bei Schlafstörungen und schlechtem Schlaf: Melatonin und verschiedene andere Hormone wirken sich auf den Schlaf aus.

Insbesondere eine Verringerung (aber auch eine Erhöhung!) der Hormon –Konzentration von Melatonin führen zu Schlafstörungen oder allgemeinen Störungen des Schlaf -Wach-Rhythmus (z.B. der Tagesmüdigkeit).

Chronische Störungen in der Hormon -Produktion von Melatonin führen zur vorzeitigen Somatopause (vorzeitiges Abnehmen bzw Schwächen im/am Bindegewebe, Sehnen und Muskulatur).

Weitere wichtige Effekte der Melatonin Hormone finden sich in Ihrer Wirkung als Antioxidans sowie dem Herunterregeln vieler biologischer und oxidativer Prozesse (oxidativer Stress, siehe 8-OHdG Chec
www.swisshealthmed.de/Hormone/Melatonin/

Stresshormone und Neurotransmitter

Die neuere medizinische Forschung kennt inzwischen eine große Anzahl gesundheitlicher Störungen, die auf erworbenen Fehlregulationen der Neurotransmittersysteme zurückzuführen sind. Defizienz oder Exzess einzelner oder mehrerer Neurotransmitter führen zu einer andauernden Dysbalance zwischen exzitatorischer (anregender) und inhibitorischer (dämpfender) Aktivitätslage. Bei rund der Hälfte aller Patienten vor allem in den allgemeinärztlichen Praxen stehen heute, mit stetig steigender Tendenz, derartige Gesundheitsstörungen im Vordergrund. Sie stellen daher einen bedeutenden wirtschaftlichen und sozialen Faktor dar.
Stresshormone und Neurotransmitter (FBR 0028) - Stresshormone und Neurotransmitter - GANZIMMUN AG
(Mit der Möglichkeit, einen ausführlicheren Text downzuloaden).

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Fabian,
nach 5 Tagen "Einschlafhilfe" hat sich Dein Körper schon ein bischen daran gewöhnt, erste Entzugserscheinungen können da eintreten, d.h. noch schlechteres Einschlafen als normalerweise. Das Wort "Einschlafhilfe" finde ich auch irreführend, denn auch bei diesen Tabletten hast Du am nächsten Tag noch einiges im Blut. Aber ich verstehe es, wenn man irgendwann nicht mehr kann und sowas nimmt. Diese Tage kann man nur für die Einschätzung gar nicht verwenden, geschweige denn irgendwelche Tests bei den Ärzten machen.
Liebe Grüße
Solveig
 
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10.01.04
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Was für eine Einschlafhilfe nimmst Du denn?

Ich habe den Eindruck, daß Solveig mit ihrer Vermutung eines Entzugs richtig liegt. Bei zwei meiner Bekannten war es endgültig aus mit dem Schlafen, obwohl sie beide nur ganz kleine Mengen einer so benannten Einschlafhilfe genommen hatten. Es waren Benzos.

Grüsse,
Oregano
 
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23.08.10
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Hallo,

@Oregano: Melatonin oder noch besser ein Neurostressprofil erstellen lassen, möchte ich in Zukunft auch auf jeden Fall machen. Soweit ich mich erinnern kann wurde Melatonin bei mir noch nie gemessen. Könnte das der Endokrinologe nächst Woche machen?

Leider ist auch meine Einschlafhilfe ein Benzo namens Lormetazepam 2mg. Habe es in den letzten Tagen wieder langsam abesetzt und werde jetzt mal wieder ohne versuchen zu schlafen. Mal schauen wie es wird.

@Solveig: Ja, da könntest Du Recht haben, aber irgendwann ist tatsächlich der Punkt erreicht, wo man einfach keine Kraft mehr hat, noch eine Nacht erschöpft und augelaugt im Bett zu liegen und nicht schlafen zu können. Naja, werde es in den nächsten Tagen nochmal ohne versuchen.

Vielen Dank für Eure Tipps und Kommentare.
Viele Grüße.
Fabian
 
regulat-pro-immune

Binnie

Hallo Fabian,

ich wäre auch kritisch bei Deiner "Einschlafhilfe". Es handelt sich dabei ja um einen Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine, die ja am GABA-Rezeptor wirken:
Benzodiazepine und Barbiturate wirken akzessorisch über den sog. GABA-A-Rezeptor und verstärken die GABA-Wirkung.

Quelle: Gamma-Amino-Buttersäure (GABA) - Neurotransmitter mit angst-lösender Wirkung | Dr. Bieger
Ich habe ja keine Ahnung, aber ich persönlich fände es nicht so "prickelnd", wenn da eine Chemikalie in mein Nervensystem eindringen würde und gezielt etwas an meinen Rezeptoren verändern würde...

Für mich scheint aber klar, dass GABA-Mangel wohl eine wesentliche Ursache Deiner Probleme sein könnte... D.h. eine Möglichkeit besteht jetzt für Dich darin, das GABA im NS zu erhöhen und die Rezeptorsensibilität, usw. dafür mit körpereigenen Stoffen zu erhöhen. Dazu gibt es hier auch einige "Mittelchen": z.B. GABANight

Hier werden die Mittel dort im einzelnen noch näher beschrieben:
https://www.neurolab.eu/images/pdfs/neurostress-therapieneurolab.pdf

Immerhin werden bei diesen Präparaten nur körpereigene natürliche Stoffe verwendet, die "synergistische" Wirkungen auf die GABA-Synthese und -Sensibilität haben. Ob sie in dieser Kombi so wirkungsvoll sind wie Deine Chemikalie, kann ich nicht beurteilen...

Berichte doch hier mal weiter, was bei Deinen Untersuchungen beim Endokinologen rauskommt!

Meine Schlafprobleme sind nicht mehr ganz so gravierend, aber immer noch vorhanden. :mad: Ich fürchte, bei mir liegt das u.a. insbesondere einmal wieder an einem erheblichen Serotoninmangel... ausgelöst durch übersteigerte Immunreaktionen auf Nahrungsmittel und Infusionen! :mad:

Bei Serotoninmangel kann es zu Depressionen, Angstzuständen, Konzentrationsmangel. Schlaflosigkeit, Migräne, Fibromyalgie, Empfindungsstörungen und schwerer Abgeschlagenheit (Fatigue) kommen. Tryptophan wird nur zum sehr geringen Teil (ca. 5%) zu Serotonin aufgebaut, vorwiegend entstehen die für die Immunregulation wichtigen Kynurenine und andere Metaboliten. Bei Aktivierung der Immunabwehr (Infektionen, Tumoren, etc.) mit Anstieg von Interferonen wird die Kynureninsynthese weiter verstärkt - zu Lasten von Serotonin. Starke, chronische Aktivierung der zellulären Immunabwehr kann daher Serotonin- und Tryptophanmangel verursachen. Aus Serotonin entsteht über Acetylserotonin das wichtige immunregulierende, schlaffördernde und antioxidative Hormon Melatonin, sodass Serotoninmangel auch zu Melatoninmagel und zu verstärkten Schlafstörungen führt. Ein ausreichendes Angebot an Serotonin im zentralen Nervensystem hängt von der Konzentration von Tryptophan im Gehirn ab.

Quelle: Neuroendokrine Stressachse - Arnold Hilgers Institute - DE
Mittlerweile nehme ich 300 mg 5-HTP über den Tag verteilt und damit scheint sich mein Schlaf wieder ganz allmählich zu normalisieren... Ich werde wohl aber trotzdem wieder mal ein Neurostress-Profil machen lassen, damit ich anschließlich hoffentlich genauer weiß, was sonst noch los sein könnte...

Viele Grüße
Binnie
 
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06.08.09
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Hallo Fabian,
hallo Binnie,

bei meiner Suche nach Zusammenhängen bin ich auf diese Textstelle getroffen:

Neurotransmitter und synaptische Signalübertragung

Die Funktionen von Zink im Zentralen Nervensystem sind sehr vielseitig. Neben den für die Entwicklung wichtigen Enzymen, gibt es im Gehirn eine Reihe weiterer zinkabhängiger Enzyme. Darunter solche, die für die Synthese und Metabolisierung von Neurotransmittern verantwortlich sind. Noradrenalin und Adrenalin werden über die Zwischenstufen Dopa und Dopamin aus der Aminosäure Tyrosin gebildet. Die dabei beteiligten Enzyme Dopamin-beta-hydroxylase und Phenylethanolamin-N-methyltransferase unterliegen dabei einer zinkabhängigen Regulation. So konnte man bei Zinkmangel-Ratten erhöhte Dopamin- und Noradrenalinkonzentrationen im Gehirn nachweisen, was auf einen gestörten Metabolismus dieser beiden Katecholamin-Transmittersubstanzen hinweist.

Die Katecholamin-Transmitter sind aber nicht die einzigen Botenstoffe im ZNS, die zinkabhängig reguliert werden. Auch die Neurotransmitter Glutaminsäure und gamma-Aminobuttersäure (GABA) werden von Zink beeinflußt. Glutaminsäure entsteht aus alpha-Ketoglutarat, einem Metabolit des Citratzyklus, unter der katalytischen Wirkung der Glutamatdehydrogenase. gamma-Aminobuttersäure, ein inhibitorischer Transmitter, wird wiederum aus Glutaminsäure von der Glutamatdecarboxylase synthetisiert. Beide Enzyme werden durch Zink beeinflußt und zeigen Aktivitätsverluste bei Zinkmangel. Die Folge kann ein Mangel an den entsprechenden Botenstoffen sein.

Zink scheint aber nicht nur in die Synthese von einigen Transmittersubstanzen involviert zu sein, sondern auch bei der synaptischen Signalübertragung eine Rolle zu spielen. Aufgrund des hohen Gehalts dieses Spurenelementes im Hippocampus wurden die meisten Untersuchungen bisher an dieser Hirnregion vorgenommen. Hier konzentriert sich das Zink in den synaptischen Vesikeln der Endköpfe der Moosfaseraxone. Auf einen Reiz hin wird Zink in den extrazellulären Raum freigesetzt und anschließend wieder aufgenommen. Vieles ist dabei noch unklar. Für die Beteiligung von Zink an der synaptischen Signalübertragung werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, die von direkter Signalübertragung über Kontrolle der Abgabemengen anderer Transmitter bis zur Funktion als Neuromodulator, z.B. über die Beeinflussung von Ionenkanälen, reichen.

Weiterhin gibt es Hinweise, daß Zink bei der Modulation von postsynaptischen Rezeptoraffinitäten eine Rolle spielen könnte. Es soll bei der Down-Regulation von Opioid-Rezeptoren beteiligt sein und weiterhin bei der Wechselwirkung anderer neuroaktiver Substanzen wie GABA und Acetylcholin mit ihren Rezeptoren. Die genaue Aufklärung dieser Vorgänge bedarf jedoch noch weiterer eingehender Forschung.

Quelle:Zink und seine Bedeutung für die Sinnesleistungen

Vielleicht ist fehlendes Zink ein Hinweiszeichen! Es abzuklären sollte keinen grossen Aufwand bedeuten. Wenn es jedoch helfen könnte, so wäre es m.M. nach weitaus harmloser als andere Medis die Neurotransmitter oder deren Rezeptoren beeinflussen.

Viele Grüsse
Frank
 

Binnie

Hallo Frank,

danke für Deinen Hinweis! Ich persönlich substituiere schon lange Zink und noch einiges mehr nach dem "Gießkannprinzip". ;) Im Grunde genommen kann nämlich jeder Mangel an einem einzigen Spurenelement oder einem anderen Micronährstoff eklatante Folgen haben! Evt. ist das daher ja auch für Fabian noch ein Hinweis. Es wäre sowieso in seinem Fall noch abzuklären, was denn genauer die Ursachen bei ihm für den GABA-Mangel im ZNS sind (Gifte, Micronährstoffmängel, usw.).

Aber der Hinweis mit dem Zink ist schon sehr gut. Das ist eines der Spurenelemente, die ich mittlerweile seit fast über 10 Jahren regelmäßig einnehme, denn es ist bei so vielen Prozessen im Körper Cofaktor, besonders wichtig eben auch für die Entgiftung, das Immunsystem, usw. Ich hatte ja über 25 Jahre über 12 Amalgamfüllugnen im Mund, die natürlich mein Entgiftungssystem und alles enorm beansprucht haben! :mad:

Allerdings muss man auch hier auf Dauer aufpassen, dass es nicht zu einer einseitigen Verschiebung zu Lasten insbesondere auch von Kupfer kommt. Daher bevorzuge ich eben allgemein eher das "breitbandige" Substituieren von Spurenelementen, Vitaminen, Mineralien, usw., als nur das gezielte Ergänzen einzelner Stoffe, wobei ich Zink schon noch immer extra nehme (mind. 30 mg / Tag).

Viele Grüße
Binnie
 
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06.08.09
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Hallo Binnie,

Allerdings muss man auch hier auf Dauer aufpassen, dass es nicht zu einer einseitigen Verschiebung zu Lasten insbesondere auch von Kupfer kommt. Daher bevorzuge ich eben allgemein eher das "breitbandige" Substituieren von Spurenelementen, Vitaminen, Mineralien, usw., als nur das gezielte Ergänzen einzelner Stoffe, wobei ich Zink schon noch immer extra nehme (mind. 30 mg / Tag).

und nicht nur auf das Kupfer ist zu achten, sondern auch auf das Mangan!

Und genau aus diesem Grund nehme ich das Zink nicht kontinuierlich, und nicht in einem Mix sondern:

1. - gleichzeitig mit Mangan, und

2. - kurweise (6 - 8 Wochen), um danach 3 - 4 Wochen ein milde Kupfersubstitution durchzuführen, anschliessend wieder weiter mit dem Zink.

Zur Dosishöhe hab ich nun eine andere Meinung bekommen: da Zink auch in der BB Szene genommen wird hab ich mich eine Zeit lang nicht an höhere Dosen herangetraut! 50 - 60 mg /Tag waren meine Schallgrenze...

Nun lese ich in den o.g. Zusammenhängen, dass eine kurweise Einnahme mit Mengen bis zu 160mg Tag die grösseren Erfolge erwarten lässt.

Ich werd es ausprobieren - wobei ich meine Einnahmedauer jedoch reduzieren werde...

Liebe Grüsse
Frank
 

Binnie

Hallo Frank,

Bodybuilder zählen eigentlich nicht gerade zu meinen Vorbildern... ;)

Ich muss Deinen zitierten Text erst noch ausführlicher studieren, aber ich denke, der Körper hat, gerade in der heutigen Zeit, mit den permanent hohen Giftbelastungen, einen stetigen erhöhten Verbrauch an sämtlichen Micronährstoffen, sodass ich persönlich eine einigermaßen kontinuierliche Zufuhr bevorzuge. Außerdem können zu hohe Dosen von Zink auch zu Problemen im Verdauungstrakt usw. führen...

Außerdem möchte und kann ich auch nicht aus jedem einzelnen Stoff eine eigene Wissenschaft machen. Die Palette an den so an die Tausenden von "Mittelchen", die ich zu jeder Mahlzeit einnehme, ist jetzt schon kompliziert genug! :rolleyes:

Viele Grüße
Binnie
 
regulat-pro-immune
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23.08.10
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Hallo Binnie, Hallo Frank,

vielen Dank euch beiden für die Antworten.

Habe meinen Termin beim Endokrinologen jetzt leider erst in 3 Wochen. Die haben mich letzte Woche angerufen und mussten den Termin, den ich eigentlich heute gehabt hätte verschieben.

Werde aber über Zink und Kupfer auch mal mit dem Endokrinoolgen sprechen. Da ich den Termin an der Uniklinik Bonn habe, hoffe ich dass da etwas aufschlussreiches bei rumkommt.

Habe auch in den letzten Tagen ohne Einschlafhilfe ganz gut (für meine Verhältnisse) schlafen können. Hatte aber auch wirklich einige super anstregende und sehr lange Tage. Deshalb bin ich mir gerade unschlüssig ob es an der GABA-Einnahme liegt und sich da langsam etwas verbessert hat oder ob ich tatsächlich einfach nur so erschöpft war? Naja, mal schauen wie sich das weiter entwickelt.

@Binnie: Das ist auch das Problem was ich sehe. Es gibt eine so große Vielfalt an Mangelerscheinungen und möglichen Ursachen bzw. Möglichkeiten zur Substitution, dass ich gar nicht weiß wo man anfangen oder aufhören soll??

@Frank: Danke für den Tip mit dem Zink. Werde mal abklären lassen ob ich da eventuell einen Mangel habe.

Vielen Dank und viele Grüße.

Fabian
 
Themenstarter
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23.08.10
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Hallo zusammen,

wollte mich ja nochmal melden wenn ich beim Endokrinologen war. Hat jetzt etwas länger gedauert, aber ich wollte nochmal einen kurzen Zwischenstand und die Befunde des Endokriniologen durchgeben.

Der genaue Befund ist jetzt bei meiner Hausärtztin, mit der ich nächste Woche erst sprechen kann. Aber ich habe mit dem Endokrinologen der Uniklinik per Telefon gesprochen. Kurz gesagt gibt es laut seiner Aussage keinerlei Ansätze aus endokrinologischer Sicht, die die Ursachen für meine Schlafstörung erklären könnten. Was alles im einzelnen getetestet wurde kann ich erst nach dem Gespräch mit meiner Hausärtztin sagen und wenn ich dann den genauen Befund kenne. Er hat allerdings jede Menge Blut- und Urinproben genommen und es sah recht umfangreich aus.

Tja, irgendwie schon etwas entäuschend. Hatte mir mehr Erkenntnisse davon versprochen. Echt komisch wenn alle sagen, man ist gesund aber irgendwas stimmt einfach vorne und hinten nicht.

Naja, ich nehme ja jetzt seit einigen Wochen GABA, Magnesiumorotat und Johanniskraut (LAIF 900) und mache ja seit über einem Jahr Gesprächstherapie (Psychoanalyse). Ich hatte dann vor 6 Wochen etwa, tatsächlich mal 2 Wochen in denen es mir sehr gut gung und ich echt richtig gut geschlafen habe. Ich konnte es selber gar nicht fassen und hab mich einfach nur sehr gut gefühlt. Ob dass an der GABA Einnahme lag?? Keine Ahnung?
Dann bin ich an einem Freitag Abend mit Freunden nochmal weggegangen um meinen anstehenden Abschied und den Umzug in eine andere Stadt zu feiern und habe an dem Abend Alkohol getrunken und wieder mal geraucht. Seitdem ist wieder alles beim Alten und das ist jetzt etwa 4 Wochen her.

Kann das vielleicht jemand verstehen? Klar sind Alkohol und Zigaretten ungesund. Aber dass mich so ein Abend wieder so aus der Bahn wirft, dass ich tagelang wie benommen in der Gegend rumlaufe und wieder wochenlang nachts gar nicht oder nur mit Tabletten einschlafen kann, ist schon sehr krass. Ich werde wohl in Zukunft anstatt alle paar Wochen mal was zu trinken komplett auf Alkohol verzichten.

Hoffe nur dass sich mein Schlaf mal wieder etwas einpendelt, weil ich in 2 Wochen einen neuen Job in einer neuen Stadt anfange und da brauche ich nachts etwas mehr als 1-2 Stunden Schlaf, wenn überhaupt. Und Tabletten weiternehmen geht auch echt nicht gut, weil ich davon mittlerweile auch nach ein paar Tagen einen richtigen Hangover und miese Stimmung bekomme.

So, hoffe Euch gehts oder gings in der Zwischenzeit gut.

Viele liebe Grüße.

Fabian
 
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