Hilfe - Verzweifelt und ausgebrannt nach Wochen ohne Schlaf

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Hallo liebes Forum,

da ich gerade sehr verzweifelt und ziemlich am Ende meiner Kräfte bin, hoffe ich, dass mir vielleicht der ein oder andere hier im Forum weiterhelfen kann.

Ich habe jetzt wieder seit mittlerweile fast 4 Wochen nachts kaum oder gar nicht schlafen können und bin wirklich fertig. Aber ich fange besser etwas weiter vorne an mit meiner Krankheitsgeschichte:

Ich, männlich, 32 Jahre alt, leide jetzt seit etwa 5 Jahren an teilweise sehr extremen Schlafstörungen. Diese begannen während meines Studiums im Januar 2006. Ohne einen für mich bis heute nicht erkennbaren Auslöser habe ich 2 Wochen am Stück nachts nicht geschlafen. Und es waren wirklich 2 Wochen, weil ich mir das im Anschluss an diese Zeit immer wieder vor Augen geführt habe und es tatsächlich ein solch langer Zeitraum war.

Das ganze sah so aus, dass ich abends müde und kaputt ins Bett gegangen bin und dann in dem Moment, wo man an diese Schwelle kommt und dann einschläft, ich plötzlich wieder hellwach, mit Herzrasen und total erschöpft im Bett gelegen habe. So ging das dann die ganze Nacht weiter, bis ich dann aufstehen und entweder zur Uni oder auf die Arbeit musste.
Ich habe die Tage dann auch mehr schlecht als recht überstanden, trotzdem aber fast jeden Tag auch noch Sport gemacht. Aber das Problem hat sich dann jeden Abend wiederholt, 2 Wochen lang. Habe mir nach einer Woche von meiner Hausärtztin eine Einschlafhilfe verschreiben lassen, die ich dann am We genommen habe. Darauf habe ich auch anfangs sehr positive reagiert und konnte zumindest am We wieder ein paar Stunden durchschlafen.

Nach 2 Wochen hat sich mein Schlaf dann wieder etwas normalisiert, ohne dass ich etwas verändert hätte. Dann ging es allerdings los, dass es verschiedene Auslöser für die Problematik gab, die ich oben beschrieben habe. Beispielweise wenn ich Sport gemacht habe oder einen Tag in der Sauna verbracht habe. Abends im Bett Herzrasen kein Einschlafen in dieser oder den beiden kommenden Nächten möglich.
Besonders schlimm wurde es, wenn ich am Wochenende Alkohol getrunken habe. Ich rauche dann auch meistens Zigaretten, was ich nüchtern nicht tue. Aber nach einem solchen Abend, an dem ich dann auch noch spät ins Bett gekommen bin, war in den nächsten 3-4 Tagen keine Minute Schlaf möglich. Tagsüber war ich dann wie benommen und hatte teilweise sehr heftigen Schwindel. Meistens gings mir dann ab Mittwoch erst wieder besser.

Da mein Zustand nicht besser sondern eher schlechter wurde, habe ich natürlich auch angefangen diverse Ärtze und Heiler aufzusuchen. Darunter waren ein Endokrinologe, Internist, Neurologe, Kardiologe, mehrfach meine Hausärtztin und ich war für 3 Nächte im Schlaflabor. Alles ohne Befund. Eigentlich sollte ich also gesund sein. War ich aber offensichtlich nicht.
Da Schulmedizinisch nichts zu erreichen war, habe ich dann auch verschiedene Heiler und Heilpraktiker aufgesucht. Darunter ein Geistheiler und ein Kinesiologe, ich habe es ein Jahr bei in homöopathischer Behandlung und auch ein Jahr etwa mit Akkupunktur versucht. Auch eine festgestellte Quecksilbervergiftung habe ich nachweislich erfolgreich ausgeleitet. Die Behandlunngen waren auch bei Heilern bzw. Heilpraktikern, die einen guten Ruf hatten und mir von Freunden empfohlen wurden. Leider alles ohne anhaltenden Erfolg. Gerade bei der Geistheilung und einer psychokinesiologischen Behandlung hat sich mein Zustand eher noch verschlechtert.

Da mir in den letzten Semestern meines Studiums besonders schlecht ging, mittlerweile hatte ich zusätzlich zu den andauernden Schlafstörungen auch Depressionen, Panikattacken und ein Tinnitus auf beiden Ohren, habe ich eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie begonnen und auch zu Beginn meiner Diplomarbeit im Oktober 2008 abgeschlossen. Danach ging es mir auch einige Monate wirklich gut und ich konnte auch recht gut schlafen. Nach Beendigung meines Studiums letztes Jahr im März, ging allerdings alles wieder von vorne los. Kein Schlaf mehr, Depressionen und Panik und Angstzustände. Daraufhin habe ich dann seit Mai 2009 mit einer analytischen Psychotherapie begonnen. Seitdem habe ich immer mal wieder kurze Phasen in denen es mir ganz gut geht und ich auch einigermaßen gut schlafen kann. Grundsätzlich ist mein Schlaf allerdings meistens nicht gut und erholsam.

Ich habe jetzt auch seit April 2009 in dem gleichen Job den ich als Student gemacht habe gearbeitet, allerdings jetzt Vollzeit um Geld zu verdienen und mich parallel um einen Berufseinstieg nach meinem Studium beworben. Jetzt habe ich knapp 1,5 Jahre nach Beendigung meines Studium und unzähligen Absagen, einen wirklich guten und interessanten Job gefunden, der im November beginnt. Das Problem ist allerdings dass ich jetzt seit etwa 4 Wochen wieder kaum schlafe und es mir wieder so schlecht geht, dass ich nicht weiß wie und ob ich das schaffen soll, wenn ich nachts nicht zur Ruhe komme und tagsüber so zermürbt bin und nicht klar denken kann? Außerdem muss ich in eine andere Stadt umziehen, wo ich niemanden kenne und auch meine Therapie beenden bzw. am Wochenende weitermachen. Auch dass macht mir wirklich zu schaffen

Ich werde seit etwa 4 Wochen abends oder nachts überhaupt nicht müde. Es ist so, als legt mein Körper den Schalter nicht mehr um, der auf Schlaf oder Erholung schaltet. Also bei mir fehlt gerade dieses Müdigkeitsgefühl oder schwere Augenlieder etc. Ich bin einfach nur erschöpft und finde keinen Schlaf oder Erholung. Tagsüber fühle ich mich wie jetzt auch total benommen und mein Körper steht wie unter Strom. Teilweise ist mir auch schwindelig.

Bis jetzt ging dass einigermaßen gut, weil ich im Studium mal nen Vormittag aussetzten konnte wenn die Nacht wieder mal eine Katastrophe war und ich in meinem Job von 12 bis 20 Uhr arbeite. Da kann ich zumindest vormittags mal noch ne Stunde oder zwei schlafen.

Ich weiß allerdings nicht wie das weitergehen soll. Ich bin auch deshalb so verzweifelt, weil die Psychotherapie in meinen Augen so ziemlich die letzte Alternative war/ist. Jetzt geht es mir nach über einem Jahr, in meiner zweiten Therapie, immer noch so schlecht und ich weiß langsam nicht mehr weiter.
Ich habe wirklich Angst vor der Zukunft und dass ich meinen Job in dem Zustand nicht schaffe und dann einfach keinen Berufseinstieg mehr finde.
Und ich weiß auch, dass ich mein Leben lang in diesem Zustand (mit kaum oder so wenig Schlaf und so einer depressiven Grundstimmung und diesen Erschöpfungszuständen) nicht weitermachen möchte.

Ich hoffe sehr, dass mir der ein oder andere hier vielleicht etwas raten kann oder eine Idee oder Alternative hat.

Vielen Dank für Eure Hilfe.
 
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wundermittel
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Hilfe - Verzweilfelt und ausgebrannt nach Wochen ohne Schlaf

Hallo FaMe,

das klingt ganz schön heavy, was Du schreibst.

Ich kenne den Grund Deiner Schlafstörungen nicht, würde Dir allerdings dringend empfehlen Dich zu einem Endokrinologen (Hormonarzt) zu begeben.

Vermuten würde ich, dass Dir Serotonin und Melatonin fehlen. Was die Ursache dafür ist? - I don't know... - ich vermute aber das sich etwas über die lange Zeit aufgeschaukelt hat und der Hormonhaushalt Deines Körpers gründlichst durcheinander geraten ist.

Wenn Du beim Endo bist kannst Du auch gleich mal die SD (Schilddrüse) checken lassen.

Meine "Schnellempfehlung" an Dich wäre: probiere Magnesium (Tabs gibs im Supermarkt) zu ergänzen. Fange vorsichtig an - 300 mg pro Tag - und probiere (anhand der Festigkeit des Stuhlganges) wie sehr Du steigern kannst auf vielleicht 600 mg oder sogar noch mehr. Vielleicht bekommst Du mit dem Magnesium einen Ausgleich in viele Stoffwechselprozesse die Dir helfen können.

Viele Grüsse
Frank
 
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Hey Frank,

danke für deine schnelle Antwort. Ja, klingt auch für mich ziemlich krass wenn ich mir das selber so durchlese.

Endokrinologe ist sicher ne gute Idee. Ich habe mich zwar als das vor ein paar Jahren losging mit der Erkrankung schon mal bei nem Endokrinologen durchchecken lassen, natürlich ohne Befund, aber könnte jetzt sicher nochmal hilfreich sein.

Magnesium werde ich mal austesten.

Danke dir für die Vorschläge.

Viele Grüße.

Fabian
 
regulat-pro-immune
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Hilfe - Verzweilfelt und ausgebrannt nach Wochen ohne Schlaf

Hallo Fabian,

sag bitte - isst Du zu Abend?

Und wenn "ja" - wann ist das ungefähr? Und ist das leichte Kost oder schwer verdaulich?

Dein Flüssigkeitshaushalt ansonsten ist o.k.? ca. 1,5 bis 2 l pro Tag? Vorwiegend Wasser - oder extrem viel Kaffee??

VG
Frank
 
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23.08.10
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Hallo Frank,

also ich ernähre mich grundsätzlich sehr gesund und bewusst, was auch damit zusammehängt oder besser hing, dass ich schon immer viel Sport gemacht habe. Leider habe ich das in den letzten 2 Jahren auch immer weiter reduziert und mache nur noch wenig Sport.

Ich bin trotzdem sehr schlank und nehme sogar eher ab statt zu. Das ist aber denke ich genetisch bedingt, weil ich schon immer eine recht schlanke und sportliche Figur hatte.

Also abends esse ich eigentlich nach 18 oder 19 Uhr nichts mehr und wenn dann eher Kleinigkeiten wie z.B. eine Banane oder sowas.

Mein Wasserhaushalt müsste auch okay sein. Trinke immer so um die 2 Liter am Tag, meistens etwas mehr. Gerade wenns warm ist. Kaffe trinke ich gar keinen. Mittlerweile auch kaum noch Alkohol. Habe wenn überhaupt nur am Wochenden mal getrunken, aber selbst dass lass ich lieber sein weil es mich tagelang so fertig macht

Was ich auch noch erwähnen sollte. Meine Mutter hat schon seit etlichen Jahren eine sehr ähnliche Symptomatik und sehr starke Schlafstörungen. Auch bei ihr wurde schulmedizinsch nichts auffälliges festgestellt. Sie bekommt zur Zeit Akkupunktur, was ihr anscheinend gut tut.

Viele Grüße .

Fabian
 

Binnie

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Hallo Fabian,

Also abends esse ich eigentlich nach 18 oder 19 Uhr nichts mehr und wenn dann eher Kleinigkeiten wie z.B. eine Banane oder sowas.
Vielleicht solltest Du auch mal testweise, zumindest abends, auf sämtliche Fructose-haltige Nahrungsmittel verzichten. Bananen enthalten übrigens mit am meisten Fructose von allen Früchten... Fructose verhindert die Aufnahme von Tryptophan im Darm, der Vorläufersubstanz für Serotonin und Melatonin.

Wurde bei Dir schon mal untersucht, ob Du evt. irgendeinen Mangel oder einen Gendefekt für Enzyme hast, die für die Melatonin-Synthese wichtig sind ?

Hast Du es denn schon einmal mit 5-HTP (5-Hydroxytroptophan) versucht ? Das fördert auch den Schlaf, wenn man es vor dem Abendessen einnimmt und es hat eine bessere "Bioverfügbarkeit" als bspw. reines Tryptophan.

Viele Grüße
Binnie
 
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Hallo Fabian,

Vielleicht solltest Du auch mal testweise, zumindest abends, auf sämtliche Fructose-haltige Nahrungsmittel verzichten. Bananen enthalten übrigens mit am meisten Fructose von allen Früchten... Fructose verhindert die Aufnahme von Tryptophan im Darm, der Vorläufersubstanz für Serotonin und Melatonin.

Wurde bei Dir schon mal untersucht, ob Du evt. irgendeinen Mangel oder einen Gendefekt für Enzyme hast, die für die Melatonin-Synthese wichtig sind ?

Hast Du es denn schon einmal mit 5-HTP (5-Hydroxytroptophan) versucht ? Das fördert auch den Schlaf, wenn man es vor dem Abendessen einnimmt und es hat eine bessere "Bioverfügbarkeit" als bspw. reines Tryptophan.

Viele Grüße
Binnie

Hallo Binnie,

vielen Dank für deine Antwort.

Dachte eigentlich dass Bananen reichlich Tryptophan enthalten und wie Milch schlafförderend wirken sollen? Deshalb hab ich die Bananen Abends gegessen. Aber werde ich dann einfach mal weglassen.

Bezüglich Gendefekt habe ich noch nichts testen lassen. Wo kann man das machen?

Ich hab es schon mal ein paar Tage mit L-tryptophan von ratiopharm versucht, aber hatte keinen Effekt. Würde sogar sagen dass mir das eher schlecht bekommen ist.
Deshalb bin ich was 5-htp angeht auch etwas vorsichtig. Und da ich gerade wieder so durch bin und mein Schlaf und mein Wohlbefinden einen wirklichen Tiefpunkt erreicht haben, bin ich sehr unsicher was ich überhaupt machen soll um meinen Zustand wieder zu verbessern. Dachte eigentlich dass alles besser und stabiler würde...so sah es ja auch eine zeitlang aus. Deshalb haut mich dieser Phase hier gerade echt wieder um.

Viele Grüße.

Fabian



Versuch
 
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10.01.04
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Hilfe - Verzweilfelt und ausgebrannt nach Wochen ohne Schlaf

Ein Puzzle-Steinchen könnte auch eine Histamin-Intoleranz sein. Auf die Idee bringt mich dieser Satz:

Besonders schlimm wurde es, wenn ich am Wochenende Alkohol getrunken habe. Ich rauche dann auch meistens Zigaretten, was ich nüchtern nicht tue. Aber nach einem solchen Abend, an dem ich dann auch noch spät ins Bett gekommen bin, war in den nächsten 3-4 Tagen keine Minute Schlaf möglich. Tagsüber war ich dann wie benommen und hatte teilweise sehr heftigen Schwindel. Meistens gings mir dann ab Mittwoch erst wieder besser.

Mehr über alle Intoleranzen findest Du hier:
Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit
> Fruktose-, Gluten-, Histamin-, Laktose-Intoleranz

Was auch eine Rolle spielen könnte:
W-Lan-Anschlüsse bei Dir oder auch bei den Nachbarn, Mobilfunkmasten in der Nähe, angeschaltete Handys bei Dir oder den Nachbarn.

Als Du damals im Januar 2006 nicht schlafen konntest: gab es da bei Dir irgendein Ereignis, an das Du Dich erinnern kannst wie
- Krankheit, Medikamente, Reise, neue Möbel, Impfung, Stress pur, Unfall, Umzug, Zeckenbiß .....?

Falls Du einen Endokrinologen suchst, könntest Du hier fündig werden:
von Patienten empfohlene rzte (Ben's Liste)

Daß Du eher abnimmst als zunimmst, könnte -wie Planer schon schreibt - ein Hinweis auf die Schilddrüse sein. Wie sieht es mi der SD eigentlich bei Deiner Mutter aus?
Und: hast Du es schon mit Akupunktur versucht?

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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Hilfe - Verzweilfelt und ausgebrannt nach Wochen ohne Schlaf

Hallo Oregano,

vielen Dank für die deine Antwort und die Tipps.

In Richtung Histamin-Intoleranz habe ich noch nichts unternommen. Aber meine akut schlechte Phase wurde auch ausgelöst, als ich letzten Samstag vor 3 Wochen nochmal mit Freunden ein paar Bier getrunken habe. Habe an dem Abend auch 2 Zigaretten geraucht und seit dem Tag danach wieder solch massiven Probleme. Das kenne ich zwar aber das hat bisher noch nie so lange angehalten.

An wen wende ich mich denn am besten um eine solche Intoleranz abklären und dann behandeln zu lassen? Und ist eher ein Nuklearmediziner oder Endokrinologe zu empfehlen?

W-Lan habe ich persönliche keinen Anschluss, wie es bei den Nachbarn aussieht keine Ahnung. Klar, Handy, strahlungsarmes Telefon und batterie betriebenen Wecker habe ich. Leider habe ich nur eine Apartment Wohnung mit einem großen Raum. Damit sind Schlafzimmer und Wohnzimmer in einem und ich habe keine Möglichkeit der Strahlung zu entgehen, außer natürlich nachts abschalten.

Schilddrüse war soweit ich weiß bei meiner Mutter immer unauffällig. Ich hatte vor ein paar Wochen bei meiner Hausärtztin nochmal mein SD Werte überprüfen lassen und dabei wurde fetsgestellt, dass der Wert wohl sehr nahe an der Grenze zu einer Sd Unterfunktion liegt, was auch immer das heißen mag. Jetzt habe ich seit 4 Wochen etwa L-Thyroxin 25 genommen. Aber seit dieser Woche auch wieder abgesetzt weil sich meine Symptomatik ja wieder stark verschlechtert hat und ich ausschließen will, dass es mit dem L.Thyrox zusammenhängt.

Habe vor etwa 3 Jahren bei einem Nuklearmediziner alles checken lassen und meine Werte waren damals alle okay.

Und an ein besonderes Ereignis 2006 kann ich mich bis heute nicht erinnern. Auch im Rahmen der Psychotherapie ist da noch nichts aufgetaucht. Kurz nachdem meine Probleme so akut wurden, habe ich auch die Beziehung zu meiner damaligen Freundin beendet. Das ist das einzige was zu der Zeit war.

Grundsätzlich ist es auch so dass ich schon immer, eigentlich seit ich denken kann schlecht schlafe. Von meinen Eltern weiß ich auch dass ich als Säugling in meinen ersten beiden Lebensjahren nachts immer geschrien habe und kaum geschlafen habe. Habe mich als Säugling 2 Mal sehr erschreckt und daraufhin ging das los mit den schlaflosen Nächten für mich und meine Eltern.

Akupunktur hatte ich auch mal ein Jahr lang. Das hat mir sicher immer ganz gut getan, aber meinen Schlaf nicht verbessert.

Ich frage mich eben auch, ob die Psychotherapie hier für mich der richtige Weg ist. Das es nach über einem Jahr wieder so einen Einbruch gibt, ist echt schwer zu verkraften. Habe auch schon überlegt, Antidepressiva oder Johanniskraut zu nehmen um zumindest meine Gefühlslage wieder zu verbessern. Wäre das sinnvoll?

Viele Grüße .

Fabian
 
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Hallo Fabian,

An wen wende ich mich denn am besten um eine solche Intoleranz abklären und dann behandeln zu lassen?
Der beste Behandler und auch Diagnostiker bist Du selbst :idee:. Zunächst ist Information wichtig, und da kannst Du wirklich mit dem wiki anfangen.
Dann kannst Du erst einmal für ein paar Wochen möglichst histaminarm essen und trinken (auch Medikamente beachten!) und schauen, ob es Dir besser geht.
Das ist zwar zunächst gar nicht so einfach, aber es ist möglich. Danach eine "Provokationsmahlzeit": wenn es Dich danach sozusagen aus den Latschen kippt, weißt Du, daß Du mit Histamin vorsichtig sein mußt.

Für die Fruktose- und die Laktoseintoleranz gibt es Atemtests, die Du beim Arzt machen kannst.
Die Glutenintoleranz probiert man auch am besten aus.

Wegen der Schilddrüse gehst Du wegen sämtlicher Werte zum Endokrinologen und wegen des Ultraschalls zum Nuklearmediziner :).

Am besten legst Du Dir einen Ordner an, in den dann sämtliche Befunde abgeheftet werden. Das ist wichtig für spätere Vergleiche und auch einfach um nachschauen zu können.

Grundsätzlich ist es auch so dass ich schon immer, eigentlich seit ich denken kann schlecht schlafe. Von meinen Eltern weiß ich auch dass ich als Säugling in meinen ersten beiden Lebensjahren nachts immer geschrien habe und kaum geschlafen habe. Habe mich als Säugling 2 Mal sehr erschreckt und daraufhin ging das los mit den schlaflosen Nächten für mich und meine Eltern.

Es kann gut sein, daß Du wegen dieses zweimaligen großen Schrecks danach nicht mehr gut geschlafen hast.
Es kann aber auch gut sein, daß Du geschrieen hast, weil Du damals schon irgendwelche Lebensmittel nicht vertragen hast und das niemand gemerkt hat.
Lies' Dir doch einfach mal diesen Thread durch; den finde ich weiter hochinteressant.

https://www.symptome.ch/vbboard/koennte-problem/16954-sohn-2-jahre-schlaeft-schmerzen.html

Ein Johanniskraut-Tee am Abend kann Dir bestimmt nicht schaden :).

Grüsse,
Oregano
 
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18.04.09
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Zuerst wünsche ich Dir schnell gute Besserung!

Als Tipp (auch von meinem Hausarzt): Baldrianperlen.
Gibts in jedem Drogeriemarkt, völlig ungefährlich, macht nicht abhängig und kann selber dosiert werden.

Sie wirken beruhigend, helfen beim einschlafen.

Allerdings sollte man gleich ins Bett gehen, wenn man sie nimmt, sich also vorher schon innerlich darauf einstellen.
Dann nicht mehr ablenken und aufstehen oder lesen, sondern Augen zu,
schönes, ruhiges Einschlafthema suchen und innerlich zur Ruhe kommen.

Bei mir hilft das Präparat, wenn ich Schwierigkeiten habe.
Nicht nur Einschlafschwierigkeiten, sondern innere Unruhe, Getrieben sein.

In unserer Zeit, wo ein Mensch immer perfekt funktionieren soll und Höchstleistungen von sich selber erwartet, ist es ja kein Wunder,
wenn ab und zu oder dauerhaft das Hirn nicht mehr abschalten kann.
 
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06.08.09
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Hallo Fabian,

...

Schilddrüse war soweit ich weiß bei meiner Mutter immer unauffällig. Ich hatte vor ein paar Wochen bei meiner Hausärtztin nochmal mein SD Werte überprüfen lassen und dabei wurde fetsgestellt, dass der Wert wohl sehr nahe an der Grenze zu einer Sd Unterfunktion liegt, was auch immer das heißen mag. Jetzt habe ich seit 4 Wochen etwa L-Thyroxin 25 genommen. Aber seit dieser Woche auch wieder abgesetzt weil sich meine Symptomatik ja wieder stark verschlechtert hat und ich ausschließen will, dass es mit dem L.Thyrox zusammenhängt.

also aus meiner Sicht ist damit eine Ursache erkannt: Das L-Thyroxin!

Doch halt, ich meine das ganz anders als Du es jetzt auffasst!! In Kurzform: wenn man mit der LT-Substitution beginnt, und der natürliche Regelkreis der SD-Kontrolle durch den Hypothalamus und die Hypophyse funktioniert einwandfrei, dann passiert nach einigen Tagen/Wochen ein weiteres Zurückregeln der eigenen SD. Wenn man vorher einen leichten Mangel an Hormonen aufwies, nur wenige Hormone einnimmt (und 25µg sind sehr wenige Hormone!), dann liegt man durch dieses Zurückregeln der SD schnell wieder in einem Mangelbereich trotz Hormonergänzung! Da hilft nur eines: die Dosis weiter erhöhen!!


Habe vor etwa 3 Jahren bei einem Nuklearmediziner alles checken lassen und meine Werte waren damals alle okay.

Yepp, das war vor 3 Jahren --- und jetzt? Alles anders? SD Hormonwerte ändern sich im Tagesrhythmus - Fehlfunktionen können innerhalb weniger Monate auftreten...

Viele Grüsse
Frank
 
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23.08.10
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Hallo Fabian,

ich habe das alles gelesen, was du erlebt und versucht hast.
Ist ja unglaublich. Nicht lustig, gar nicht lustig. Sehr extrem.

Mein einziger Rat ist, aus Erfahrung an mir selbst und an anderen seit anderthalb Jahren: mache einen entspannten aber ernsthaften Versuch mit EFT. Ein weitere Sache wird nicht schaden, und die "EFT-Welt" ist voll von Fällen wie deinem, nicht umsonst gibt es den Spruch "hilft oft, wenn sonst nichts hilft". Klingt wie ein schlechter Werbespruch, aber glaub mir - ich bin seit über 20 Jahren in der Werbung - es ist tatsächlich wahr. Auch wenn m.E. noch niemand eine wirklich schlüssige Erklärung hat, warum ETF wirkt, ich traue dem, was ich erlebt habe.

Ich rat zum Original, unter EFTUniverse.com findest Du Anwender (Practitioner). Es gibt inzwischen auch viel Wildwuchs und Nachahmer. Aber schau Dir zuerst die diversen kurzen Filme bitte an, die sie dort zur Verfügung stellen. Ich habe selbst genug erlebt mit EFT um sagen zu können, das ist nicht "irgend so eine Methode". Das funktioniert tatsächlich fast immer, warum auch immer. Sonst kann ich Dir in München einen empfehlen, und auch bei Bern, falls Du in der Schweiz bist.

Ich wende das selbst an, auch per Telefon, aber man soll ja hier die eigenen Dienste nicht anbieten, obwohl, wenn es gratis ist... ist das noch die Frage (Administrator, was sagst Du?).

Im Ernst: versuch das bis zu drei Termine lang und schau, was geschieht. Ich habe alles gelesen, was Du geschrieben hast. Und ich schätze deine Aussichten, mit EFT eine Besserung zu bekommen auf gute 80%.

Was immer Du tust, ich wünsche Dir endlich einen sicheren und tiefen Schlaf, auch Nachts. Du schreibst ja an einer Stelle, das fiel mir auf, vormittags ging es ein oder zwei Stunden.

Viele Grüsse, DavidK
 
regulat-pro-immune
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26.07.09
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Aus Deinem ersten Beitrag:
Auch eine festgestellte Quecksilbervergiftung habe ich nachweislich erfolgreich ausgeleitet.
Gifte, Schwermetalle, chronische Vergiftungen, Entgiftungen, Ausleitungen sind ja ziemlich große Themen hier im Forum.

Eine WIE festgestellte Quecksilbervergiftung, mit welchen Symptomen, wurde bei Dir WIE ausgeleitet, und wie kontrolliert, gemessen, und welche Symptome sind dadurch verschwunden?


Gruß! Gerd
 

Binnie

Hallo Fabian,

hier auch noch ein sehr interessanter Artikel von Dr. Bieger in München (Privatpraxis für Neurostress) zum Thema Insomnie. Ist zwar ziemlich anspruchsvoll, aber da Deine Leidensgeschichte ja nun schon seit über 5 Jahren andauert, hast Du Dich wahrscheinlich schon tiefgehender mit der Problematik befasst, und viele Begriffe sind Dir daher auch schon vertraut:

Akute und subakute Schlafstörungen verschwinden häufig wieder, wenn
die auslösende Ursache (z.B. eine Krankheit, besondere Stressfaktoren)
überwunden ist. Nicht selten jedoch tritt innerhalb weniger Wochen nach Beginn
einer Schlafstörung eine "Verselbständigung" auf. Die auslösenden Ursachen
spielen dann keine Rolle mehr und die Schlafstörung wird chronisch.
Chronische Insomnie gehört zu den ausgesprochenen "hartnäckigen" Beschwerden.
Eine spontane Heilung ohne Behandlung ist bei dieser Form der Schlafstörung kaum
noch zu erwarten. Entsprechend berichten zwei Drittel der Patienten mit schweren
Schlafstörungen, dass sie bereits 1‐5 Jahre oder mehr darunter leiden, bei 40% der
Betroffenen sind es mehr als 5 Jahre. Schlafgestörte Patienten in schlafmedizinischen
Ambulanzen weisen im Mittel eine Störungsdauer von 12‐14 Jahren auf!

Folgen des Schlafentzugs
Wer unter chronischen Schlafstörungen leidet, hat oft das Gefühl, er wäre der
Einzige, der sich durch die Nacht quälen muss, während alle anderen gut schlafen.
Häufig reagieren Freunde, Arbeitskollegen, ja sogar selbst der Partner mit
Unverständnis, wenn man darüber berichtet, wieder einmal die ganze Nacht wach
gelegen zu haben. Viele Betroffene ziehen es daher vor, ihre Schlafprobleme nicht
zu erwähnen. Häufig weiß nicht einmal der Hausarzt, dass sein Patient darunter
leidet.

Dabei sind die Auswirkungen von Schlafstörungen häufig gravierend, u.a.
Tagesmüdigkeit, Unruhe, Angst vor der Nacht (Schlaf‐Erwartungsangst),
allgemeines Unwohlsein, Reizbarkeit, nachlassende körperliche und mentale
Leistung, Aufmerksamkeits‐ und Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme,
Motivationsverlust, Versagensängste, depressiven Stimmungsschwankungen bis zu
Depressionen, sozialer Rückzug, Kopf‐, Muskelschmerzen, erhöhte Unfallgefahr,
vermehrte Krankheitsausfälle. Schlafstörungen sind ein weitreichendes
individuelles und soziales Problem.
Neuroendokrine Schlafregulation
Das Neuroendokrinium hat zentrale Bedeutung in der Schlafregulation.
Noradrenerge und histaminerge Systeme sind bestimmend in der Wachphase,
während der Schlafphase fällt der zentrale und periphere Sympathikotonus ab. Bei
Insomnie sind die nächtlichen Katecholamin‐Konzentrationen erhöht und es kommt
zu atypischen Anstiegen der zentralen noradrenergen Aktivität und/oder des
peripheren sympathogenen Adrenalins (Irwin, 2003). Insomnie wirkt wie ein starker
Stressor auf das Neuroendokrinium.
Serotonin hat einerseits die wichtige Funktion als Vorstufe für Melatonin, das als
Taktgeber schlafbahnend wirkt. Andererseits wirken serotoninerge Systeme unter
physiologischen Bedingungen in erster Linie aktivierend und wachheitsfördernd,
erst in höherer Konzentration auch schlaffördernd. Noradrenerge (Locus coeruleus)
und serotoninerge Hirnzentren (Raphe dorsalis) sind tagsüber hochaktiv. Ihre
Aktivität sinkt zum Abend ab und wird beim Übergang von der NREM‐ in die REMSchlafphase
minimal. Bei chronischem Schlafmangel fällt Serotonin stärker ab, vor
allem als Folge des Anstiegs der HPA‐Aktivität (Hypothalamus‐Hypophysen‐
Nebennierenrinden‐Achse).
CRH hemmt zentral die Serotoninsynthese, Cortisol steigert peripher den
Serotonin‐Metabolismus. Zu den quantitativen neuroendokrinen Wirkungen des
Schlafmangels kommen Veränderungen der Rezeptor‐Regulation mit Abregulation
von Neurotransmitter‐Rezeptoren (Serotonin‐Rezeptor: Novati, 2008). Auch
Melatonin fällt bei Schlafmangel ab, sodass dessen physiologische Taktgeber‐ und
Schlaf‐Initiierungs‐Funktion zunehmend wegfällt.

Die stärksten schlafbahnenden Aktivitäten gehen allerdings von GABAergen Nerven
aus, dem dominanten inhibitorischen System des ZNS, das vorwiegend
interneuronal die Aktivität aktivierender Nerven hemmt. Die GABA‐Konzentration
im Gehirn ist bei Insomnie deutlich vermindert. Störungen des GABA‐Steady‐State
sind mit zum Teil schwerwiegenden Schlafstörungen assoziiert (Hamet 2006).
Fast alle heutigen Schlafmittel greifen am GABA‐System an. Die Benzodiazepine,
wirken durch intensive Bindung an den GABA‐Rezeptor schlaffördernd (Bowery,
2006; Winkelman, 2008). Die Aktivierung glutamaterger Neurone, der dominanten
exzitatorischen Interneurone des ZNS und Hauptantagonisten GABAerger Neurone,
wirkt pro‐entzündlich. und stark schlafhemmend. Exzessive Glutamat‐Anstiege
werden durch emotionalen Stress, toxische Belastungen, virale/bakterielle Infekte
und chronisch entzündliche Erkrankungen mit hoher Oxidantien‐Pproduktion
getriggert.
Abbildung 2:
Modell der neuroendokrinen Schlafregulation, bei der GABA (Glycin) die größte
Bedeutung für den Schlaf, und Melatonin die Rolle des Schlafinitiators zukommt.
Über tagesabhängige Aktivitäten (Noradreanlin, Glutamat, Serotonin) kommt es bei
Lichtabfall zur Aktivierung von GABA‐ und Glycin‐ergen Zentren und Umwandlung
von Serotonin zu Melatonin.

Quelle: Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen | Dr. Bieger

Vielleicht wäre ja auch mal die Einnahme von GABA und Glycin eine Möglichkeit das ZNS grundlegend zu beruhigen... Besser wäre es natürlich, vorher ein Neurostressprofil zu machen, und dann gezielter vorzugehen u.v.a auch die möglichen Ursachen und Auslöser für Deine Schlafprobleme genauer zu erforschen.

Viele Grüße
Binnie
 
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Hallo,

erstmal vielen Dank Euch allen für die Antworten.

@Oregano: Werde die Allergien bzw. Unverträglichkeiten dann mal abklären lassen und mich über Histamin informieren. Und an Johanniskraut habe ich auch schon gedacht. Hatte mal einige Monat LAIF hoch dosiert, was mir wirklich gut bekommen ist. Und ein Tee am Abend ist sicher auch nicht schlecht.

@anonym09: Da hatten wir ja fast die gleiche Idee. Werde mir auf jeden Fall Johanniskraut besorgen. Und zu dem was du geschrieben hast:
"In unserer Zeit, wo ein Mensch immer perfekt funktionieren soll und Höchstleistungen von sich selber erwartet, ist es ja kein Wunder,
wenn ab und zu oder dauerhaft das Hirn nicht mehr abschalten kann."

Das kann ich unterschreiben. Bin mir auch sicher dass hier eines meiner Probleme liegt. Ich habe immer sehr hohe Ansprüche an mich und dass was ich tue. Ob während Ausblidung, Studium oder im Job und überhaupt. Gleichzeitig kommen damit immer wieder Ängste vorm Versagen oder Selbstzweifel. Damit baue ich mir selbst immer wieder ziemlichen Druck und Stress auf. Dass das nicht förderlich für meinen Schlaf ist, weiß ich auch sehr gut. Soviel vielleicht zur psychologischen Sichtweise meiner Problematik.

@Planer: Was ich nur dann nicht verstehe. Nachdem ich das LT vier Wochen eingenommen hatte, wurde ein erneuter Bluttest gemacht und dann waren meine Werte in Ordnung. Das heißt also, der Wert müsste danach wieder in den Keller gerutscht sein? Und sind Ein- und Durchschlafstörungen nicht Symptome einer SD-Über-, und nicht einer, wie bei mir, Unterfunktion?
Werde auf jeden Fall die Werte und SD Funktion über Endokrinologen und Nuklearmediziner abklären lassen.

@DavidK: Ja, da hast du Recht. Ist überhaupt nicht mehr lustig. Danke für deinen Tip mit EFT. Leider gehört auch dass zu den Dingen die ich im Laufe der letzten Jahre ausprobiert habe. War bei einer Heilpraktikerin, mit der ich das einige Sitzungen lang getestet habe und auch für mich zuhause, wenns mir mal wieder schlecht ging. Leider konnte ich damit keine Besserung erreichen.

@Gleerndil: Festgestellt wurde die QS Vergiftung durch eine Heilpraktikerin die mit Kinesiologie nach Klinghart (ist das Richtig formuliert?) arbeitet. Nach einigen Monaten Ausleitung mit Chlorella und Koriander, habe ich dann nach Einnahme von Dimaval in Kapselform meine Blei, Kupfer Zink und Kreatinin Werte testen lassen. Die Werte waren in Ordnung und laut Aussagen des Arztes vom Medizinischen Labor Bremen, kann einen QS vergiftung so gut wie ausgeschlossen werden.
Symptome haben sich auch während und nach der Entgiftung nicht verbessert. Test war vom Mai 2009.

So, nachdem ich auch jetzt wieder vor meinem PC sitze und keinerlei Anzeichen davon verspüre dass mein Körper heute Nacht schlafen möchte, werde ich gleich eine Einschlafhilfe nehmen. Habe echt keine Kraft gerade noch ne Nacht stundelang wach und erschöpft im Bett zu liegen. Hoffe das sich das alles in Zukunft wieder bessert.

Viele Grüße und Danke für die Unterstützung.

Fabian
 
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Hallo Binnie,

sehr interessanter Artikel. Der passt gerade von der Einleitung her und der Beschreibung der Symptome und Auswirkungen bei mir wie die Faust aufs Auge. Habe auch oft das Gefühl, dass sich die Schlafstörung auch irgendwie verselbstständig hat und mittlerweile einfach durch viele Dinge oder Situationen ausgelöst wird. Das dann immer wieder nach einigen Tagen ohne Schlaf depressive Verstimmungen oder Angst- und Panikzustände bei mir auftreten, ist dann auch kein Wunder.
Über ein Neurostressprofil habe ich auch schon nachgedacht, um dann gezielter vorgehen zu können. Ist nur recht teuer, deshalb habe ich damit bisher noch gewartet. Aber vielleicht sollte ich das auch einfach mal in Angriff nehmen.

Hast du einen Tip welche Werte ein solches Profil umfassen sollte und wo man das möglichst kostengünstig machen kann?

Viele Grüße.

Fabian
 

Binnie

Hallo Fabian,

ich hatte das damals bei Biovis gemacht. Die schicken einem eine sehr übersichtliche Auswertung mit laienverständlichen Erklärungen und Therapiemöglichkeiten.

Jetzt im Nachhinein finde ich meine Ergebnisse von damals noch "spannender". Bei mir war damals GABA stark erhöht, d.h. dass mein ganzes NS im Zuge der Inflammation durch viele Allergien, usw. quasi total "Runtergefahren" war. Damals hätte ich am liebsten den ganzen Tag geschlafen. Morgens habe ich mich schon wieder auf abends, auf´s Bett gefreut...

Momentan habe ich tendenziell eher wieder auch das Problem der "Insomnie", also besonders Durchschlafstörungen. Ich überlege mir schon seit einer Weile, ob ich nicht doch mal zu diesem Dr. Bieger gehen sollte... :idee:

Hier findest Du den Anforderungsbogen von Biovis: www.biovis.de/fileadmin/downloads/pdf/anforderung/a4_bogen__mai_2008.pdf
Auf S. 3 kannst Du Dir ein Neurostressprofil auswählen.

Ich hänge Dir mal meine Ergebnisse vom letzten Mal an, damit Du siehst, welche Infos Du dazu bekommst.

M.E. bewerten sie hier (in meinem Fall) die Erhöhung des Adrenalins allerdings viel zu gering. Denn ich vermute, dass das einer der Gründe ist, warum ich heute u.a. auch so stark mit Magen-Darmproblemen zu tun habe. Bei Stress wird ja die Aktivität der Verdauungsorgane stark gehemmt. Dazu sitzen bspw. an den Zellen der Bauchspeicheldrüse auch Adrenalin-Rezeptoren, die bei der BSD hemmend wirken...

Naja, man muss eben über diese Auswertungen und Empfehlungen hinaus wohl selber noch einiges recherchieren... Oder man hat eine gute therapeutische Begleitung, die das erkennt. Aber ich kenne da leider niemanden... Habe diese Befunde auch etlichen Ärzten vorgelegt, ohne dass diese daraus die entsprechenden Erkenntnisse und Konsequenzen gezogen hätten... :rolleyes:
Die Sache mit dem Adrenalin wäre vielleicht einem Neurologen aufgefallen, da war ich jetzt nicht. Aber wahrscheinlich hätte mir auch der nicht vorhergesagt, dass es dadurch auf Dauer u.a. zu einer massiven Fehlbesiedelung des Dünn- und Dickdarm kommen kann... (man muss natürlich solche Werte, die ja Momentaufnahmen darstellen, immer in den Gesamtkontext stellen).

Viele Grüße
Binnie

P.S. Wie Du siehst war ich heute mal wieder "nachtaktiv". :rolleyes: Ich schätze, dass es daran liegt, dass ich mir gestern Abend einfach 2 St. Heidelbeerkuchen (ohne Zucker, aber mit wahrscheinlich zu viel Fructose) gegönnt habe... :rolleyes: Naja, ich werde mir jedenfalls mal dieses Glycin für abends besorgen.

Ich gehe davon aus, dass mein NS derzeit einfach insgesamt wieder mal irgendwie übererregt ist (wahrscheinlich auch zu viel Glutamat und zu wenig GABA...) Naja, ich werde das wohl auch mal wieder genauer überprüfen lassen müssen, wie es mit meinen Neurotransmittern aktuell aussieht, und was sonst noch so los ist bei mir... :rolleyes:

Darf ich fragen, welche "Einschlafhilfe" Du einnimmst ?
 

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Nachtjäger

in memoriam
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Hallo Fabian,
alle Symptome,die Sie angeben,lassen mich entweder eine echte A l l e r g i e oder eine der oben schon erwähnten Intoleranzen vermuten.
Für mich ganz auffällige Punkte sind:
1.) Dieselben Probleme bei Ihrer Mutter ( Echte Allergien auf Kuhmilch,Weizen und Ei werden vererbt ! ) ,
2.) Die genannten Auffälligkeiten seit dem Säuglingsalter (Unruhe,Schreien,sehr wahrscheinlich bedingt durch Nahrungsmitel-Unverträglichkeit,also Bauchweh etc.,,durch die Muttermilch oder später durch Zufütterung),
3.) Ihre Einschlaf-Probleme nach Biergenuss ( im Bier ist oft Weizen, s.o. ! )

Nach meiner Erfahrung ist die Schulmedizin mit ihren Test's (Hauttest,Bluttest's,Atemtest etc.) leider nicht in der Lage,Allergieen +Co erschöpfend zu erfassen. Besser wäre für Sie ein Therapeut,der mit einer der Biophysikalischen Methoden testet (unter Zuhilfenahme von homöopathischen oder natürlichen Test-Präparaten,wobei Testsätze aus v e r s c h i e d e n e n Gegenden und ebenso natürliche Materialien aus I h r e m ganz persönlichen Umfeld verwandt werden sollten).
Wenn Sie mit der Therapeuten-Suche nicht weiter kommen sollten,können Sie mir gerne eine pn schicken.
Nachtjäger
 
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