Eigene Gedichte

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06.03.07
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Gedichte

Hallo rudi

ich würde wechseln zwischen denen, die mich zum Tränen-lachen :))) (Die letzte Miete) und denen, die mich zum Heulen :traurig: bringen. (Vor dem Schlafen ein Witziges.....).

Leòn,
deine Bilder finde ich auch immer sehr schön und passend.

Viele Grüsse
Kathy
 
wundermittel
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18.12.06
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Rettungslos
von Richter



Unmöglich die Kreisbahn zu verlassen,
zu tief ausgetreten ist der runde Pfad.
Der eigene Frust lässt dich alles hassen,
nun erntest du deine eigene Saat.

Dein Frohsinn, wo kam er einst her?
Die Seele hat nur noch dunkle Stellen.
Zu müde deine Augen, finster und leer,
nur dein Zorn kann sie noch erhellen.

Einzig die Liebe vermag dich noch zu retten,
doch wer liebt schon einen wildgewordenen Stier?
Du müßtest sie sprengen all deine Ketten,
was du brauchst ist ein Wunder, und das wünsche ich dir.


.
 
regulat-pro-immune
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28.10.05
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Gerettet
von Sema

Jederzeit, das Steuer in der Hand
schaue ich auf die Wege ganz gespannt,
Die eigene Kraft lässt erschaffen
nun ernte ich meine eigene Saat.

Dein Frohsinn, wo kam er einst her?
Die Seele hat nur noch dunkle Stellen.
Zu müde deine Augen, finster und leer,
nur die Hoffnung kann sie noch erhellen.

Einzig die Liebe kann dich noch retten,
sogar einen wildgewordenen Stier!
Du müßtest sie sprengen all deine Ketten,
was du brauchst ist ein Wunder, und das gebe ich dir. :kiss:​
 
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10.01.04
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Manu%20-%20Der%20Kreis%205.jpg


Stilles Licht
der Kreis des Lichtes verbindet die Kräfte der Einheit
der Kreis des Lichtes öffnet die Pforten des Himmels
der Kreis des Lichtes strömt durch die Tore der Erde

Manu - Der Kreis

Danke, RR.

Uta
 
Themenstarter
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19.03.06
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Gedichte

Leere
durchzieht meine Gedanken
Schwere
lastet auf meinem Herzen

Du bist nicht da
Ich weiss nichts von dir
Als ich dich das letzte Mal sah
warst du ganz nah bei mir

Einsamkeit
zerfrisst meine Seele
Bitterkeit
durchzieht all meine Sinne

Was soll ich bloss tun
Es raubt mir den Verstand
Werde nicht eher ruhn
Bis ich dich hab in meiner Hand

Sehnsucht
zerreisst mein Herz
Eifersucht
kocht in meinen Adern

Weiss nicht
wie es weitergeht
sehe nirgendwo ein Licht
kein Stern am Himmel steht

Vertrauen
sollte mich erfüllen
Freiheit
sollte ich schenken.

Doch kann ich nicht.
 
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19.03.06
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Hallo Shadowlady,:)

wie schön, wieder etwas von Dir zu lesen! Das wirkt sehr traurig und schwer auf mich! Aber wie so oft blitzt ganz am Ende wieder etwas Helles auf. Jedenfalls nehme ich das so wahr!

Herzliche Grüße von
Leòn
 
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regulat-pro-immune
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19.03.06
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Burg Canossa



Canossa

Ich werd' nicht nach Canossa geh'n,
das würde ihnen so passen,
das würden sie sehr gerne seh'n,
mit gebeugtem Haupt vor ihnen steh'n,
doch das werd' ich lassen!



Auch wenn manches dafür spricht,
nach Canossa latsch ich nicht!
Sich einen Fehler zu gesteh'n,
das ist menschlich, das ist schön,
doch mehr, so spricht der tief're Sinn
ist bei mir fürwahr nicht drin!



Immer denke ich: "Gewiss:
Das beste ist der Kompromiss!"
Doch gibt es hin und wieder Sachen,
da kann ich keine Kompromisse machen!
Und dann bleib' ich bei der Tour:
Ohne Kompromiss und stur!



Mag der Pfaffe es begehren,
ich werd' ihm doch den Sieg verwehren,
Selbstbetrug und Leutbeschiss
ist ein fauler Kompromiss!
Auch wenn Vernunft dagegen spricht:
Nach Canossa geh' ich nicht!



Ich werd' nicht nach Canossa geh'n,
das würde ihnen so passen,
das würden sie sehr gerne seh'n,
mit gebeugtem Haupt vor ihnen steh'n,
doch das werd' ich lassen!
 
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hallo leon!


ich gehe deswegen nicht, denn ich bräuchte mich gar nicht mehr auf den heimweg machen!



grüße
rudi
 
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Weihnachtszeit

1. Advent

Die ersten Weihnachtsbäume zieren
unsre Innenstadt,
an den Fenstern sieht man Schlieren
weil’s geregnet hat

2. Advent

Hell erstrahlen unsre Straßen,
im Lichterkettenglanz,
und zwei Autofahrer rasten
unsrer Katze übern Schwanz.

3. Advent

Frostklar sind die Nächte nun
und die Sterne scheinen,
die Weihnachtsbraten, Gans und Huhn,
steh’n im Stall und weinen.

4. Advent

Auf den Straßen, auf den Plätzen,
rennen Leute, herrscht Betrieb.
Kaufen, zahlen, laufen, hetzen,
ach wie haben wir uns lieb!

Heiligabend

Die Pfarrer auf den Kanzeln reden:
„Frieden sei und Wohlgefall’n!“
Und sie sprechen ihren Segen,
nach drei Glühweingläsern geben,
sie ehrlich sich und lall’n!
 

Malve

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Hallo Leòn -

131.gif
!

Liebe Grüsse,
Malve
a042.gif
 
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regulat-pro-immune

Anne B.

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Winter

Was scheinst du mir hart und zerbrechlich zugleich
kahle Zweige und Äste schnittmustergleich
am meerblauen Himmel, zart mit Sichelmond
und der Morgen, er wird mit rotem Licht belohnt.

Wiesen noch immer grün, jetzt glitzernd bereift
die Luft klar wie Eis, die mein Innerstes streift
Erinnerung an fröhliches Zusammensein
an Duft von Zimt, Orangen und Wein.

Vor Stunden war der Boden noch weich wie Sand
nun starr wie Stein gibt er Halt, gleich einer Hand
die kühl zwar und doch wissend fest in sich trägt:
blühendes Leben, das sich Schlafen gelegt.

Ich ergebe mich in die zwingende Ruh'
gehe zu mir, schließ die Tür hinter mir zu
und bei dem Gesang deiner stillen Lieder
legst du mir Blumen auf das Fenster nieder.


eisblumen.jpg
 
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18.12.06
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Erlösendes Nichts
von Richter



Einsam sitzt du da, abgekämpft und ausgelaugt.
Festgenagelt ist die Zeit in deinem Zimmer.
Deine lichtlose Seele hat dir die letzte Kraft geraubt,
die Dämmerung als Begleiter, scheinbar für immer.

Das eigene Aufbegehren stets teuer bezahlt,
alle Träume sind verloren, nichts bringt sie zurück.
Das Bild des Scheiterns ist mit deinem Blut gemalt,
und zum Abgrund hin ist es nur noch ein winziges Stück.

Tief und erlösend ist für dich der Schnitt mit dem Messer,
das ganze Universum breitet sich nun aus in dir.
Nur im Nichts findest du Frieden, dort ist es besser,
Und mit keinem Blick zurück durchschreitest du die Tür.



.
 
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06.03.07
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Gedichte

Erlösendes Nichts
von Richter



Einsam sitzt du da, abgekämpft und ausgelaugt.
Festgenagelt ist die Zeit in deinem Zimmer.
Deine lichtlose Seele hat dir die letzte Kraft geraubt,
die Dämmerung als Begleiter, scheinbar für immer.

Das eigene Aufbegehren stets teuer bezahlt,
alle Träume sind verloren, nichts bringt sie zurück.
Das Bild des Scheiterns ist mit deinem Blut gemalt,
und zum Abgrund hin ist es nur noch ein winziges Stück.

Tief und erlösend ist für dich der Schnitt mit dem Messer,
das ganze Universum breitet sich nun aus in dir.
Nur im Nichts findest du Frieden, dort ist es besser,
Und mit keinem Blick zurück durchschreitest du die Tür.



.

That hurts, Rudi!

Aber guuuuuut ist es ........

:traurigwink:
Kathy
 
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10.01.04
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Diesem einsamen ritzenden Menschen wünsche ich Erlösendes.

Vielen Dank, RR . Sehr eindrucksvoll. Dir müßten eigentlich die Ingeborg-Bachmann-Gedichte liegen, wenigstens manche.

Gruss,
Uta
 
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