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Die Salatlüge

Beitritt
22.04.06
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Salat ist eine feine Sache. Wenn man sich ausschließlich von Salat ernährt, braucht man sich ernährungsmäßig (denke ich) keine große Rübe mehr machen.

In der letzten Zeit sind mir allerdings Dinge zu Ohren gekommen, die das ganze etwas einschränken könnten. Viel wird darüber nicht geredet, vielleicht spielt sogar „der Mantel des Schweigens“ eine Rolle. Ich meine das Zeug, auf dem unsere Salate (und natürlich auch andere Gemüse) produziert werden. Steinwolle, Plastekugeln & Co. Ob das Folgen hat und welche, weiß ich nicht.

Viele Grüsse
Wero
 
Beitritt
10.01.04
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Bei Salat ist es wichtig, entsprechend den Jahreszeiten zu essen. Kopfsalat im Winter ist fragwürdig, weil er im Treibhaus unter ungesunden Bedingungen gezüchet wird. Rucola kann sehr viel Nitrat enthalten, Tomaten im Winter kommen aus Treibhäusern, wo sie : s. Wero...

Trotzdem: ich mag Salat auch, aber ich esse im Winter eben eher Endiviensalat, Rote-Rüben-Salat, Krautsalat aller Arten usw.

Gruss,
Uta
 
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13.03.05
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Wenn jemand nur noch und ausschließlich Salat isst, dann ist er wahrscheinlich salatsüchtig, schließlich wurde aus dem Giftlattich, einem nahen Verwandten des Kopfsalates, früher "deutsches Opium" hergestellt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gift-Lattich
Auch eine Heilwirkung bei "Nymphomanie" wird beschrieben, diesbezüglicher Kommentare möchte ich mich jetzt enthalten.
 
Beitritt
07.12.06
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Daß Salatblätter kaum Nährstoffe enthalten ist ja bekannt. Aber man muß es mal so sehen, Nährstoffe sind nicht alles was gesund ist. Zum einen ist Salat eine hervorragende Ballaststoffequelle, besteht ja fast nur aus Ballast und Wasser. Zum anderen ist Zellwasser gesünder als "normales Wasser", und man bekommt es im Salat ja praktisch in reinem Zustand, ohne Zucker, Säure, oder Pi-Pa-Po, wie es bei Obst der Fall ist. Warum gibt es eigentlich noch nicht "Blattsalat-Saft" im Handel!?
 

u.s.

"Die Süddeutsche" bringt in Ernährungsfragen genausoviel wie "Die Zeit" - Nichts! Irgendwelche Sensationsmeldungen werden aufgepuscht zu langen Artikeln.

1. Der untersuchte Salat stammte u.a. aus Almeria in Spanien. Wer "We feed the world" gesehen hat, weiß, dass dort der Salat natürlich ernährungsphysiologisch "wertlos" ist, da er auf wertloser Steinwolle wächst und nicht auf gesunder, nährstoffeicher Erde.

2. Bio-Salat wurde nicht untersucht - das wäre aber sinnvoll gewesen, denn der enthält sehr sohl viele Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe, da er nicht mit Pestiziden verseucht ist (200-fach !!! weniger belastet).

3. "Nährstoffe" zu definieren, schaffen ja noch nicht mal alle Ernährungswissenschaftler (obwohl es wichtig wäre). Die Journalisten schreiben dann natürlich solchen Unsinn.

Am meisten macht mich wütend, dass solche Artikel in sogenannten "renommierten" Zeitungen des sogenannten "Bildungsbürgertums" erscheinen. Wissen ist zur bloßen ungeprüften Information verkommen. Journalisten sind auch nur am "googeln" zur Informationsbeschaffung.

Wer heute gesund leben will, muss sich lange und intensiv informieren um Wissen auzuwägen.

-Ulf

(in Hoffnung, dass es mehr Menschen werden, die das schaffen)
 

oli

Ulf hat leider Recht, denke ich. Die Journalisten nutzen heute sogar teilweise den selben Wortlaut bzw Satzbau und Ausdrücke. Da werden einfach Zahlen, Werte, Floskeln und Fakten ungeprüft übernommen. Mit "Copy&Paste" ist das ja kein Problem heute, der Artikel ist in ein paar Minuten hingekloppt. Die Zeit drängt ja, die neueste Ausgabe muss raus, zuhause warten Kinder oder der Partner, außerdem fährt man ja über´s Wochenende in Urlaub uswusw.

Jedenfalls muss man tatsächlich alles selber prüfen.
Ich erinnere mich, dass ich vor ein paar Jahren mal eine Sendung über Fleischkonsum sah, dort meinte ein Ernährungswissenschaftler, dass man so drei- bis viermal die Woche eine Fleischmalzeit mit etwa 200g jeweils essen sollte. Das wären 600-800g Fleisch pro Woche PLUS Wurst und Schinken zum Frühstück. So hätte man ein Kilo Fleisch pro Woche verdrückt.
Woanders las ich dann, dass es langt, wenn man etwa einmal pro Woche ein-bis zweihundert Gramm Fleisch isst.

Wenn man sich dann Länder wie Indien anschaut (dort leben hunderte Millionen Menschen vorwiegend vegetarisch und auch vegan), dann muten solche Aussagen unserer "Wissenschaftler" lächerlich an.

So und nun zum Thema :D:
Salat ist sicherlich sehr gesund, wenn er bio ist.
Ansonsten ist er ziemlich heftig verseucht, soweit ich weiss.

Oft sind es auch Sachen, die noch gar nicht erforscht sind, die an den Lebensmitteln gesund sind. So dachte man, dass Vitamine gesund sind. Heute weiss man, dass sie nur im natürlichen Verbund in der Pflanze wirken können und in isolierter Form sogar schaden können.
Momentan wird ja immer mit den "sekundären Pflanzenstoffen" geworben. Aber sind diese auch noch gesund, wenn sie isoliert in Kapseln gepresst werden ?
 
Beitritt
10.01.04
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Hier haben wir noch einmal den Salat:
... gibt es auch Gebiete, auf denen der Kopfsalat und der Blattsalat punkten können. Zum Beispiel, wenn es um Folsäure geht. Da hat der Salat mit seinen 75 Mikrogramm ganz eindeutig die Nase vorn. Nur der Grünkohl schneidet mal wieder besser ab. Folsäure ist eines der Vitamine, mit dem bestimmte Bevölkerungsgruppen in Deutschland unterversorgt sind - junge Frauen, zum Beispiel.

Kalorienarmer Magenfüller

Fast so gut wie Grünkohl: Paprika
Also hat es doch seinen Sinn, viel Salat zu essen - in Zukunft vielleicht gemischt mit Paprika, dann bekommt man auch eine ordentliche Dosis Vitamine und Ballaststoffe ab. Und noch etwas spricht für den Salat: Kaum ein anderes Nahrungsmittel hat pro Volumen so wenig Kalorien. Salat füllt den Magen, macht aber nicht dick. Gerade richtig für Figurbewusste. Oder diejenigen, die jetzt im Frühjahr dem Winterspeck den Kampf angesagt haben ...
Salat: Gesund - aber anders als gedacht! | Umwelt & Gesundheit | BR

Gruss,
Uta
 
Beitritt
28.09.04
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Hallo,

wenn ich Salat putze, freue ich mich riesig, wenn ich eine Schnecke, kleine Fliegen oder Sand finde. Salat, der so sauber ist, dass er eigentlich nicht gewaschen werden brauchte, ist mir suspekt.

Ich lebe in der Hoffnung, irgenwann mal meinen eigenen Salat anbauen zu können - fernab von Industrie usw....

*träum*
schurline
 
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