Clematis

mich innerhalb dieses Zeitfensters wirklich gut sattessen. Und wenn ich nach einer kleinen Pause merke, ich habe noch Hunger, dann wird so lange mit gesundem Essen weiter gegessen, bis ich richtig normal satt bin, wie ich persönlich es gut finde. (Also erstmal nichts mit 30% noch hungrig...)

Hallo Earl Grey,

das hört sich gut an und ich wünsche Dir viel Erfolg dabei.

Vielleicht noch meine Erfahrungen: lange (bei mir ca. 6 Stunden) satt macht z.B. Vollkornbrot aus dem Bioladen, Weißbrot - spätestens zwei Stunden danach hatte ich wieder Hunger. Und, wenn ich abends mit leerem Magen ins Bett gehe, kann ich nicht einschlafen - daher ist es bei mir bei der Hauptmahlzeit abends geblieben. Und dann esse ich mich wirklich satt, mit Resthunger könnte ich nicht einschlafen!

Letztlich kommt es aber darauf an, was Dich satt macht und Dir bekommt ;)

Liebe Grüße,
Clematis
 
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25.09.13
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Hallo Clematis,

also das Thema mit den größeren und selteneren Mahlzeiten steht bei mir nicht mehr an. Ich bekomme das nicht so locker hin, obwohl es sinnvoll ist, denn Magen nicht zu überlasten. Ich denke aber 4 kleinere Mahlzeiten und zwischendurch keine typischen Naschereien, 12h Nachruhe für den Magen. Das wäre für mich erstmal so o.k. und ich habe das Gefühl, dass ich nichts verkehrt mache.
Mir wird übel, wenn ich mehr esse, um dann einfach länger durchhalten zu können. Ich bin von Grund auf einfach nicht dafür geschaffen und widme mich wieder anderen "Gesundheitsverbesserungsmaßnahmen". Ich habe auch kein Interesse abzunehmen.

viele Grüße

Earl Grey
 

Clematis

Ich bin von Grund auf einfach nicht dafür geschaffen und widme mich wieder anderen "Gesundheitsverbesserungsmaßnahmen". Ich habe auch kein Interesse abzunehmen.

Hallo Earl Grey,

jeder sollte hier das tun, was am bekömmlichsten ist und Du weißt das eben am besten.

Bei mir hat sich das einmal täglich essen über die Jahre ganz von alleine eingestellt und wurde nicht mit Absicht eingeführt. Diese Angewohnheit hielt ich aber für ungesund, obwohl ich mich dabei wohl fühlte und bin nun beruhigt, habe kein schlechtes Gewissen mehr, weil ich nur einmal am Tag esse. So unterschiedlich sind wir Menschen eben und jeder sollte auf seine Art glücklich werden.

Ich komme jetzt nur darauf zurück, weil ich zu dem bereits erwähnten Buch von Yoshinori Nagumo noch eine lesenswerte Rezension gefunden habe, die jedoch nicht auf Dich gemünzt ist, sondern nur für evtl. Interessierte gedacht ist:
https://www.efodon.de/html/archiv/rezi/geise/Yoshinori Nagumo - Ein leerer Magen macht gesund.pdf

Liebe Grüße,
Clematis
 
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25.09.13
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Hallo Clematis,

da ich praktisch ein Ständig-Esser sein kann ist für mich 3-4x essen mit gesunden Zutaten schon recht gut. Weniger Mahlzeiten bedeuten da irgendwie Stress und bringen mich durcheinander, so dass ich dann wieder zur Völlerei neige bei den wenigen Mahlzeiten.
Dieses mehrmals-am-Tag-Essverhalten war schon immer so. Als Kind konnte ich auch keine großen Mahlzeiten essen. Vielleicht hat damals die Babyernährung und die viele Nascherei im Kindesalter schon einiges am Mikrobiom verändert, so dass es sich bei mir so entwickelt hat.
Es ist gut, dass ich ständig am Gesundheitsthema dran bleibe - auch wenn meine Postings evtl. etwas banal sind. Aber gerade die Kommunikation erinnert ich mich immer daran, dass ich nicht nachlassen darf, da mich sonst die Lethargie überrollt.
Somit also vielen Dank für jeglichen Gedankenaustausch!

Ich finde es auch wichtig, dass jeder seine persönlichen Erkenntnisse für wichtig nimmt und seinen eigenen Weg bastelt, immer wieder prüft und gegebenenfalls Anregungen einbaut.

Alles Gute
Earl Grey
 
Zuletzt bearbeitet:

Clematis

Es ist gut, dass ich ständig am Gesundheitsthema dran bleibe - auch wenn meine Postings evtl. etwas banal sind. Aber gerade die Kommunikation erinnert ich mich immer daran, dass ich nicht nachlassen darf, da mich sonst die Lethargie überrollt.

Hallo Earl Grey,

daß Deine Beiträge "etwas banal" sein sollen, empfinde ich ganz anders. Für mich sieht es so aus, daß Du Dir Gedanken darüber machst, wie Dein Körper reagiert, daraus Deine Schlüsse ziehst und sie befolgst soweit Dir das möglich ist. Das ist keineswegs banal, sondern m.E. wichtig und richtig. Und es ist ein Hinweis, den jeder Leser für sich beobachten kann und so evtl. wieder zu eigenen Lösungen kommt. Das ist also sehr anregend :).

Im Forum bekommen wir so viele Anregungen, Ideen, Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt, daß wir zwangsläufig gefordert sind, herauszufinden, was für uns überhaupt geeignet ist. So manches wäre wünschenswert, dann aber aus triftigen Gründen nicht machbar, anderes können wir umsetzen, manches wäre verkehrt oder zu viel usw.

Liebe Grüße,
Clematis
 

Kate

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ARTE Doku: FASTEN UND HEILEN
Laut dieser Doku wurde von Wissenschaftlern festgestellt, dass sich beim Fasten nach kurzer Zeit die Genexpression der Zellen ändert, bei den gesunden in entgegengesetzter Richtung als bei Krebszellen: die gesunden schützen sich, die Krebszellen gehen kaputt. Als Hintergrund dieser unterschiedlichen Reaktion der Zellen wird vermutet, dass die gesunden Zellen entwicklungsgeschichtlich und damit genetisch an eine immer mal wieder unterbrochene Nahrungszufuhr angepasst sind, die Krebszellen als neu entstandene Zellart nicht.)

Siehe auch: Intermittierendes Fasten / Neue NZZ-Doku "Dosierter Hunger..."

Gruß
Kate
 
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17.03.16
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Ich bin im Augenblick dabei, auszuprobieren, was für mich der richtige Weg ist. Eine Zeitlang habe ich zum Frühstück nur ungesüßten Tee getrunken, also 16-18 Stunden gefastet. Nach Weihnachten habe ich zum Frühstück Obst gegessen, sonst auf Zucker und leere Kohlehydrate verzichte und auch sonst wenig Kh zu mir genommen, dafür viel Gemüse, Nüsse und Proteine. Ich habe festgestellt, dass ich inzwischen besser fühle, wann es genug ist, und manche geplante Zutat weglasse. Ich nehme dabei langsam ab. Es scheint für mich, die richtige Ernährung zu sein, und da ich nicht krankhaft übergewichtig bin, kann ich mir Zeit lassen. In drei Wochen fliege ich zu meiner Tochter in die USA. Da werde ich mich wohl anders verhalten. Aber sonst meine ich, dass ich die für mich passende Ernährung endlich (mit fast 80 J.) gefunden habe.

Das Dilemma der vielen Diäten ist, dass keine für alle passt. Jeder muss sich genau beobachten und seinen Weg finden zu einer dauerhaften Ernährung, keiner Crash-Diät. Die helfen ohnehin nichts!
 
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Aufgrund meines Stoffwechsels kommt es für mich auf gar keinen Fall in Frage nur 1 Mahlzeit am Tag zu essen.
Ich bin schon mein ganzes Leben lang leicht untergewichtig und ich esse viel und auch größere Portionen.

Ich hab bereits intermittierendes Fasten ausprobiert und dabei ziemlich schnell noch mehr abgenommen.
In meinem Fall wäre das gefährlich, weil der Körper wirklich gar nichts hat, worauf er zurückgreifen kann.

Wie bereits erwähnt, gibt es nicht eine Ernährungsform, die für alle gut funktioniert und ich bin eh der festen Überzeugung, dass Ernährung nur ein kleiner Baustein von vielen ist.

Meine Großeltern sind beide über 90 geworden und die haben nie sonderlich gesund gegessen und auch mind. 3 Mahlzeiten am Tag zu sich genommen.

Und wenn ich so sehe, was die Leute um mich herum an der Supermarktkasse so alles einkaufen, dann müssten die schön längst totkrank sein. ;) ;) ;)

Und ich müsste schon längst wieder gesund sein. ;)
 
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12.10.18
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Meine Großeltern sind beide über 90 geworden und die haben nie sonderlich gesund gegessen und auch mind. 3 Mahlzeiten am Tag zu sich genommen.

Und wenn ich so sehe, was die Leute um mich herum an der Supermarktkasse so alles einkaufen, dann müssten die schön längst totkrank sein.


früher haben die menschen automatisch gesünder gegessen als heute, weil die nahrungsmittel sehr viel weniger zusatzstoffe, rückstände von pestiziden usw enthielten und man auch mehr frisch gekocht hat statt fast food, dosen usw. zu verwenden usw usw

die leute waren damals auch gesünder. viele krankheiten und störungen, die früher nur ältere hatten, haben heute schon ganz junge, altersdiabetes wurde sogar extra in diabetes 2 umbenannt, damit es nicht so auffällt.

und die längere lebenserwartung liegt auch nicht daran, daß die leute gesund sind, sondern mit maschinen (dialyse usw), ersatzteilen (künstl. herzklappen, stents usw) und organtransplantationen am leben erhalten werden, wobei das oft nur darin besteht, daß sie in scheußlichen pflegeheimen dahinvegetieren.

und leute mit übergewicht gab es vor 60 und mehr jahren auch sehr viel weniger als heute. vor allem die mit extremem übergewicht, das ja auch sehr ungesund ist und vor allem an der heute üblichen ungesunden ernährung liegt.


lg
sunny
 
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17.03.16
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Wissen wir heute überhaupt noch, was Hunger ist. 1945/46 wurde Essen rationiert. Die Butter teilte sich unsere 6köpfige Familie mit Strichen ein, damit sie für die Woche reichte. Wer konnte, baute selbst Kartoffeln und Gemüse an. Man ging hamstern und tauschte im Dorf Kinderkleidung und Haushaltsgeräte gegen Nahrung ein. Damals kannte man den echten Hunger noch, und der sagte uns, wann es angebracht gewesen wäre, zu essen, wenn man etwas hatte. Damals aber war das Gemüse frisch aus dem Garten. Die seltene Portion Fleisch kam von Bauern, die noch kein "Kraftfutter" kannten. Milch holten wir Kinder in Milchkannen aus der Molkerei. Wir sammelten Bucheckern im Wald, um sie in der Ölmühle pressen zu lassen. Kurzum, die rare Nahrung bestand insgesamt aus nährstoffreichen Substanzen, wenn man von Trockenkartoffeln, Eipulver und Trockenmilch absah, die von der amerikanischen Besatzung verteilt wurden.

Da heute die meisten ein verändertes Hungergefühl hat, muss jeder selbst herausfinden, welche Essenszeiten gut für ihn sind. Schaut man in zu viele Ratgeber, dann liest man die verschiedensten Meinungen. Die Frage ist also, was für mich am gesündesten ist. Und dann muss man in der Partnerschaft und Familie den geeigneten Kompromiss finden. Mein Mann ist sehr schlank, ich habe Gewichtsprobleme. Ich koche, was zu mir passt, und mein Mann fügt hinzu, was für ihn passt, werktags zu drei Mahlzeiten, Sonntags gibt es dann schon mal ein Stück zuckerfreien Kuchen mit Vollkornmehl zum Kaffee.
 
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