Fructoseintoleranz oder doch was ganz anderes?

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Hallo,

nach langer Suche bin ich auf dieses Forum gestoßen und hoffe hier vielleicht ein paar Anregung zu bekommen.
Kurz zu meiner Geschichte. Ich bin w. 30 Jahre und seit nunmehr 2 Jahren habe ich diverse Symptome für die ich bis dato offensichtlich noch immer keine plausible Erklärung gefunden habe... ?

Seit 2 Jahren leide ich unter einer Art Schwankschwindel ( schwer zu beschreiben, eher eine Standunsicherheit, kein Drehschwindel). Ich bin generell müde und ausgelaugt, obwohl ich ausreichend schlafe.
Dazu kam vor 6 Monaten eine ständige Übelkeit, sowie täglich breiiger Stuhl, gluckern im Bauch. Verstärkte Probleme bei nüchternem Magen. Auch die Übelkeit tritt bereits morgens beim Aufwachen auf.
Des Weiteren hatte ich in den vergangenen Jahren immer wieder Nebenhöhlenentzündung, welche oft mit Antibiotika behandelt werden mussten, diverse verschiedene, insgesamt bestimmt 6x in 2018. Die Magenprobleme bestanden zu dieser Zeit noch nicht. Seit einer OP Anfang diesen Jahres habe ich Ruhe mit den Nebenhöhlen. Die Übelkeit und Schwindel blieben ?
Ich war bei diversen Ärzten und folgende Untersuchungen habe ich hinter mir:

-MRT Schädel/HWS/Abdomen ( ohne Befund bis auf eine zonale Verfettung der Leber, allerdings so minimal lt. Radiologie, dass es eher ein Zufallsbefund ist)

-Magenspiegelung ( leichtgradige, nicht aktive, chronische Typ C Gastritis. Helicobacter negativ)

-diverse Blutwerte ( organisch alles in der Norm. Leicht erhöhter Calciumwert ( 2,6) , bei gleichzeitigem Vit. D Mangel ( 12-15 nl/m). Immer leicht erhöhte Leukos (ca. 11) was allerdings dem Rauchen zugeschrieben wird

-Endokrinologie wg. Calciumwert. Dieser ist nach 6 Monaten nun wieder in der Norm ( rätselhaft wieso? Zusammenhang mit Fructosekarenz ?). Schilddrüse und Nebenniere in Ordnung. 24 Stunden Urin ebenfalls.

-Gastroenterologie wg. Nahrungsmittelallergien. IGE Werte unauffällig. Gluten negativ.

-Histaminintoleranz wurde ausgeschlossen, allerdings nur Anhand des DAO Wertes im Blut ( welcher bei 12 lag). Mehr Werte wurden nicht genommen

-Stuhluntersuchung auf Bakterien, Parasiten, Blut. Alles ohne Befund

-Fructoseatemtest. Ich hatte einen Nüchternwert von 33ppm, den ich mir nicht erklären konnte. Definitiv war ich 10 Stunden davor nüchtern, bis auf ein Glas Mineralwasser. Die Helferin meinte es könnte an unerträglichem Essen vom Vortag liegen. Test wurde also trotzdem durchgeführt.
Nach 60 Minuten Anstieg auf 68ppm. Nach 90 Minuten Anstieg auf 112ppm.
Result: Fructoseintoleranz

Ich begann also unmittelbar mit der Karenz. Nun seit 4 Wochen. Habe mich sehr in die Thematik eingelesen und kann daher Fehler zu 100% ausschließen. Nun geht es mir leider immer noch nicht gut. Zwar haben sich die Magenprobleme ein wenig gebessert aber weg sind sie definitiv nicht. Übelkeit besteht nach wie vor ( wenn auch nicht so ausgeprägt), Schwindel auch und die Stuhlkonsistenz schwankt.

Nun frage ich mich: ist der Test auf Fructose überhaupt in dieser Form zuverlässig?
Wie lange kann es dauern bis es wirklich besser wird?
Was kann denn außer Fructose noch für die Beschwerden verantwortlich sein? Histaminintoleranz? Auch dazu habe ich viel gelesen, allerdings schließt die Ärztin das ja aus.

Es ist ein langer Text geworden, entschuldigt. Aber ich habe noch 2 kleine Kinder und mein Zustand ist mittlerweile wirklich für alle belastend. Bei keinem Arzt fühlt man sich verstanden und dann wird man mit keinerlei Interesse wieder weg geschickt...
 
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29.09.13
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Hallo mira,

Histaminintoleranz ist kaum durch einen Test auszuschließen. Glutensensitivität und andere Unverträglichkeiten auch nicht.
Aus eigener Erfahrung und langsjährigem Lesen hier im Forum denke ich, dass eine Unverträglichkeit selten allein kommt. Natürlich ist es auch möglich, dass deine Beschwerden mehrere unterschiedliche oder auch zusammenhängende Faktoren haben. Soweit ich weiß ist die häufigste Form der FI erworben, d.h. sie muss irgendeine Ursache haben. Wenn der Darm so angeschlagen ist, hat das a) einen Grund und b) macht das einen Haufen Symptome.
Eine Leberverfettung würde ich auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Übelkeit und schlechte Verdauung können schon mit einer überlasteten Leber zusammenhängen.
Ich würde weitermachen mit der Karenz und evtl. noch andere Sachen testen (selbst!) oder mal eine zeitlang weglassen: Gluten, Histamin, Milchprodukte. Für die Leber sind Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn gut.
 
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13.09.19
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Hallo Piratin,

vielen Dank für deine Antwort.
Ja du hast Recht es scheint tatsächlich häufig so zu sein, dass es nicht bei einer Unverträglichkeit bleibt. Bisher nicht getestet wurde Lactose aber ich kann mir schwer vorstellen, dass das ein Problem bei mir ist...
Bezüglich Weizen kann ich sagen, dass ich generell alle Weizenprodukte aus dem Speiseplan gestrichen habe weil ich tatsächlich das Gefühl habe sie schlecht zu vertragen. Generell nutze ich momentan nur Dinkel. Gleiches gilt für Hefe, die mir ziemlich zusetzen, weswegen ich mir Brot und Brötchen ohne Hefe selbst backe. Das mit dem weglassen der Milchprodukte fällt mir deutlich schwerer. Aufgrund der Fructosekarenz gibt es viele Rezepte in denen auch viel mit Milchprodukten gearbeitet wird...

Die Leber ist tatsächlich keine klassische "Fettleber". Besagte Stelle ist so klein, dass sie nichtmal auf dem Ultraschall zu erkennen war. Lediglich im MRT. Alle gängigen Leberwerte im Blut wurden untersucht und sind durch die Bank gut.
Danke trotzdem für den Hinweis mit den Lebensmitteln, die der Leber gut tun :)
 
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08.11.10
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Hallo Mira1990,

Nun seit 4 Wochen. Habe mich sehr in die Thematik eingelesen und kann daher Fehler zu 100% ausschließen.
Da ja eigentlich alle Gemüsesorten Fruktose und alle Getreidesorten (ausser Reis) Fruktane und Inulin enthalten, ist es unmögich "Fehler" auszuschliessen und man kann sich auch nicht Fruktosefrei ernähren, man kann es immer noch weiter optimieren.

weswegen ich mir Brot und Brötchen ohne Hefe selbst backe.
Wenn Fruktoseintoleranz vorliegt und die Darmflora in Ordnung ist, kann das gut vertragen werden aber nach deinen ganzen Antibitika, würde ich davon ausgehen, dass du das nicht verträgst.

Von einer Histaminintoleranz würde ich ausgehen: https://www.histaminintoleranz.ch

Welche Dosis und welches Präparat nimmst du deinen Vitamin D Mangel zu beheben und zu halten. rund 14 ng/ml sind ein starker Mangel.
 
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13.09.19
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Hallo Mira1990,



Da ja eigentlich alle Gemüsesorten Fruktose und alle Getreidesorten (ausser Reis) Fruktane und Inulin enthalten, ist es unmögich "Fehler" auszuschliessen und man kann sich auch nicht Fruktosefrei ernähren, man kann es immer noch weiter optimieren.

Wenn Fruktoseintoleranz vorliegt und die Darmflora in Ordnung ist, kann das gut vertragen werden aber nach deinen ganzen Antibitika, würde ich davon ausgehen, dass du das nicht verträgst.

Von einer Histaminintoleranz würde ich ausgehen: https://www.histaminintoleranz.ch

Welche Dosis und welches Präparat nimmst du deinen Vitamin D Mangel zu beheben und zu halten. rund 14 ng/ml sind ein starker Mangel.
Hallo,

danke auch dir für deine Antwort. Tatsächlich meine ich mit dem Ausschluss von Fehlern, dass ich kein Obst und nur sehr, sehr wenig Gemüse ( Feldsalat, verarbeiten Mais in Form von Maiswaffeln oder ungesüßten Flakes) konsumiere. Auf Zucker in jeglicher Form ( auch Traubenzucker) verzichte ich komplett. Lediglich der Milchzucker aus den Milchprodukten bleibt übrig. Der sollte ja meines Wissens unproblematisch sein.. Oder irre ich mich da?

Bezüglich der Fruktane war ich der Ansicht die würden besonders in Weizen vorkommen und weniger in Dinkel. Daher der Übergang zu Dinkelprodukten...

Die verschiedenen Symptome der Histaminintoleranz waren mir von Anfang an sehr ähnlich mit meiner Symptomatik. Danke für den Link :). Deswegen hatte ich bei meiner Hausärztin gebeten das mal zu prüfen. Wenig überraschend hat sie leider nicht wirklich Ahnung davon. Deswegen wurde auch nur der DAO Wert bestimmt. Da dieser bei 12 liegt, hat sie mich mit den Worten "das haben Sie nicht" entlassen..
Auch der Gastroenterologe sah den Wert und hat das Thema damit vom Tisch gefegt. Keine weitere Überprüfung. Ich weiß, dass der wahrscheinlich einzige mögliche Weg eine Auslassdiät ist. Da ich aber eh schon sehr eingeschränkt bin in meiner Ernährung weiß ich kaum was ich dann noch essen kann :-(

Das mit dem Vitamin D ist sehr schwierig. Als der Mangel ( damals ein Wert von 12 dn/l, heute 15 dn/l) erstmals festgestellt wurde gab mir der Arzt Vigantol 1000 i.E einmal täglich. Bereits nach wenigen Tagen bekam ich davon so heftige Übelkeit, dass ich ins Krankenhaus kam. Dort stellte man einen zu hohen Calciumwert fest ( ohne organische Ursache). Da die Einnahme von Vitamin D automatisch den Calciumwert erhöht, hat der Arzt mir damals gesagt man müsse sehr genau abwägen ob nur der Mangel an Vit D oder die dadurch verursachte Hypercalcämie schlimmer wäre. Bis letztes Monat war der Calciumwert immer erhöht. Auch ohne Einnahme von Vit D. Erst bei der letzten Prüfung im August war der Wert wieder normal.
Daraufhin empfahl der Endokrinologe eine sehr vorsichtige Aufsättigung von Vit D mit nur 500 i. E täglich unter strenger Kontrolle des Calciumwertes..
 
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29.09.13
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Hallo Mira!

Versuch mal zum Vitamin D zusätzlich Vitamin K2 dazuzunehmen. Das soll wohl einer Hypercalcämie entgegenwirkem. Es kann ja nicht die Lösung sein, einfach im Vitamin-D-Mangel zu bleiben!
Milcheiweiß und Gluten werden sehr oft nicht vertragen.

Liebe Grüße
 

alexo13105

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Parathormon -Nebenschilddrüse .
Das wäre eine Möglichkeit , erhöhtes Calcium zu erklären .

LG
 
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Ja stimmt. Das wurde mehrfach abgeklärt. Paronthormon ist unauffällig, ebenso diverse Schilddrüsenwerte und Nierenwerte. Auch im Ultraschall war die Schilddrüse normal groß und unauffällig.
 
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Das werde ich mal probieren. Danke.
Das Seltsame ist, dass mir Milch selbst keine Probleme macht. Scheibenkäse ( Emmentaler z. B.) schon. Ebenso Parmesan...

Naja wörtlich hieß es damals "sie können sich zwischen Pest und Cholera entscheiden. Vit D Mangel oder Hypercalcämie" :-(

Der Endokrinologe war nun schon der Ansicht das Vit D sollte erhöht werden. Aber eben nur sehr langsam
 
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08.11.10
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Hallo Mira,

1000 IE Vitamin D, meine 1 Jährige Tochter bekommt schon mehr, kann niemals nie nicht deinen Kalziumspiegel erhöhen. Deine Ärzte laber Unsinn.

Etwas anderes ist, dass es durchaus sein kann, dass man selbst so niedrige Dosen nicht verträgt. Das kann einmal an diesem Vigantol liegen (eines der schlechtesten Präparate auf dem Markt, noch schlimmer ist nur Dekristol) oder ein totaler Magnesiummangel, wenn man zum Beispiel mal Cipropfloxacin bekommen hat.

Vergiss das mit dem Calcium, das ist Unsinn. Und schau mal welche Antibiotika man dir gegeben hat.
 
Themenstarter
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13.09.19
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Hallo Mira,

1000 IE Vitamin D, meine 1 Jährige Tochter bekommt schon mehr, kann niemals nie nicht deinen Kalziumspiegel erhöhen. Deine Ärzte laber Unsinn.

Etwas anderes ist, dass es durchaus sein kann, dass man selbst so niedrige Dosen nicht verträgt. Das kann einmal an diesem Vigantol liegen (eines der schlechtesten Präparate auf dem Markt, noch schlimmer ist nur Dekristol) oder ein totaler Magnesiummangel, wenn man zum Beispiel mal Cipropfloxacin bekommen hat.

Vergiss das mit dem Calcium, das ist Unsinn. Und schau mal welche Antibiotika man dir gegeben hat.
Ja ich weiß dass 1000 i.e tatsächlich nicht viel ist. Aber damals hatte ich eben diese Probleme. Fraglich ist auch ob der Calciumwert nicht einfach generell bei mir höher liegt und bis dahin einfach nie aufgefallen ist. Vigantol hab ich definitiv nicht vertragen, hab jetzt ein anderes Präparat bekommen.

Ich hatte zu Beginn der Infekte ( jeweils mit Erregernachweis) Amoxi Clavulan. Zuletzt hat das nicht mehr angesprochen und ich bekam auch Ciprofloaxin. Das hab ich in 2018 und auch Anfang 2019 mindestens 2x einnehmen müssen :-(

Magnesium würde tatsächlich noch nie bestimmt. Das könnte ein Ansatz sein. Danke dir!
 
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29.09.13
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Hallo Mira!

Ich hatte zu Beginn der Infekte ( jeweils mit Erregernachweis) Amoxi Clavulan. Zuletzt hat das nicht mehr angesprochen und ich bekam auch Ciprofloaxin. Das hab ich in 2018 und auch Anfang 2019 mindestens 2x einnehmen müssen :-(
Hast du dich schon zum Thema Fluorchinolone eingelesen?
 
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13.09.19
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Hallo Mira!



Hast du dich schon zum Thema Fluorchinolone eingelesen?
Ja ich war auch jedes Mal nicht begeistert davon, eben aufgrund der Nebenwirkungen. Allerdings passt der zeitliche Zusammenhang bei mir nicht. Der Schwindel bestand bereits vor der ersten Einnahme und die Übelkeit tauchte ca. 1 Jahr später erst auf, definitiv noch bevor ich sie das zweite Mal einnehmen musste. Ich bin allerdings ziemlich sicher, dass zumindest die Intoleranz und die Magenprobleme auf die generell häufige Einnahme von Antibiotika zurück zu führen sind. Darin besteht gar kein Zweifel. Ich hatte mein ganzes bisheriges Leben keine Probleme damit. Ich kenne trotz zwei Schwangerschaften keine Schwangerschaftsübelkeit z.B. War nie anfällig bei irgendwelchen Lebensmitteln...
Gerade Antibiotika stehen ja in Verdacht Intoleranzen zumindest zu begünstigen.
 
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