Amalgam - tote Zähne raus - was dann ?

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Hallo :wave:
Irgendwann werde ich mich um meine kaputten Zähne kümmern müssen - hoffe ich finde einen guten Zahnarzt, einen Arzt für die Ausleitung hätte ich allenfalls. Um mich aber auch auf das Ganze vorzubereiten, habe ich mir mal ins Maul geschaut :))). Nun, wenn ich die Wurzelbehandelnden Zähne raus nehme, dann habe ich keine Mahlzähne mehr,:eek:) was gibt es denn da für mögliche Protesen :confused: in so einem Fall ?

Ich habe nämlich
oben rechts Weisheitszahn raus, dann 2 Amalgam Wurzelbehandlungen
oben links Weisheitszahn raus, 1 Amalgam Wurzelbehandlung, 1 Krone

unten rechts Weisheitszahn raus, 1 Amalgam + 1 Kunststoff Wurzelbehandlung
unten links Weisheitszahn raus, 1 Kunststoff + 1 Amalgam Wurzelbehandlung

eigentlich müsste ich so alle "toten" Molare entfernen :schock: und dann, was gibt es denn da für Möglichkeiten, damit ich nicht nur Suppe essen muss?

Als erstes wenn ich die bevorstehenden Arztbesuchen hinter mir habe und ich etwas ruhiger bin, wird wohl sein ein Panoramabild meines Gebisses bei einem in der Nähe liegenden Zahnarzt zu machen-dann sehe ich wie es unter den restlichen Zähnen mit Füllungen aussieht :eek:)

Ich habe aber schon lange in Verdacht, dass meine langjährige Krankheit auch mit den Zähnen zusammenhängt-darum will ich nicht nochmals viele Jahre warten mit dem Besuch beim Zahnarzt-auch wenn ich ehrlich gesagt echt Schiss davor habe und auch nicht weis wie alles finanzieren.

Vielen Dank für Hinweise was man ohne Molare macht :rolleyes:
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KARDE
 
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Windpferd

Hallo Karde,

erstmal Glückwunsch zu Deinem Beschluß, Dich von diesem Müll zu trennen. Allen meiner Bekannten und mir selber ging es nach diesem Schritt deutlich bis wesentich besser.


Irgendwann werde ich mich um meine kaputten Zähne kümmern müssen - hoffe ich finde einen guten Zahnarzt,
Auf Wunsch (per PN) kann ich Dir gerne welche nennen.


einen Arzt für die Ausleitung hätte ich allenfalls.
"Allenfalls"? Hoffentlich einen, der Dir nicht bloß DMPS reinhaut sondern umsichtig und kundig mit den notwendigen NEM arbeitet.

Um mich aber auch auf das Ganze vorzubereiten, habe ich mir mal ins Maul geschaut . Nun, wenn ich die Wurzelbehandelten Zähne raus nehme, dann habe ich keine Mahlzähne mehr, was gibt es denn da für mögliche Prothesen in so einem Fall ?
Das ist zunächst bedrückend, klar.

Ich habe nämlich oben rechts Weisheitszahn raus, dann 2 Amalgam Wurzelbehandlungen oben links Weisheitszahn raus, 1 Amalgam Wurzelbehandlung, 1 Krone
unten rechts Weisheitszahn raus, 1 Amalgam + 1 Kunststoff Wurzelbehandlung
unten links Weisheitszahn raus, 1 Kunststoff + 1 Amalgam Wurzelbehandlung

eigentlich müsste ich so alle "toten" Molare entfernen und dann, was gibt es denn da für Möglichkeiten, damit ich nicht nur Suppe essen muss?
Es gibt sehr gute Suppen! :rolleyes: Nein, im Ernst: Normalerweise sitzen die Prothesen so fest, daß man kauen kann, auch ohne Implantate. Nüsse und rohe Karotten vielleicht nicht - aber die kannst ja mit einem Mixer pürrieren. (Auch in Lokalen kannst Du ohne weiteres darum bitten, zu pürrieren, was Dir zu hart ist. Auch ohne zahnmedizinische Begründung.)

Es wird aber noch schlimmer :wave: : Mit nennenswerter Wahrscheinlichkeit ist Dein Kiefer stellenweise ostitisch evtl. nekrotisch. D.h. es kann sein, daß er ausgefräst werden muß. Mit hat das lange nicht eingeleuchtet. Dann aber, während der zweiten Fräserei erfüllte plötzlich ein durchdringender Fäulisgestank (wie ich noch keinen je gerochen hatte) das Behandlungszimmer. Uncharmant zu sagen: das sind Leichengifte (mit grauslichen Namen: Putrescin, Cadaverin usw.), die halt leider im Organismus streuen. Ihre Giftigkeit soll der von Methyl-Hg annähernd vergleichbar sein. Nach dieser Geruchswahrnehmung war zwar mein Kiefer noch nicht ganz, mein Zweifel aber vollständig ausgeräumt.

Gefahr: ZÄ sind darauf trainiert, Ostitiden NICHT zu sehen. Man braucht einen, der wagt, hinzuschauen. Die GKV bezahlt regulär nichts, aber mit Begründungen läßt sich vieles erreichen. Wenn tief gefräst werden muß, braucht es einen Kieferchirurgen (oder einen ZA mit entsprechender Ausbildung). Andernfalls kann u.U. der N. mandibularis verletzt werden - oder der Herd bleibt drin.

Ich würde das Prothesenmaterial (genauer: eine Auswahl möglicher Materialien) zuerst auf Verträglichkeit testen lassen. (Das können ZÄ eher nicht, aber z.B. Kinesiologen.) Konsequent metallfrei. Unbedingt darauf achten, daß der Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer konstant bleibt. (Sonst kann man allerlei unangenehme Beschwerden kriegen.) Die Herstellung von Prothesen braucht Sorgfalt; nicht alle ZÄ bringen die auf.

Als erstes wenn ich die bevorstehenden Arztbesuchen hinter mir habe und ich etwas ruhiger bin, wird wohl sein ein Panoramabild meines Gebisses bei einem in der Nähe liegenden Zahnarzt zu machen-dann sehe ich wie es unter den restlichen Zähnen mit Füllungen aussieht.
Du meinst die Zähne 1 - 3? Mit einem Kieferpanorama sieht man allerdings nicht so richtig ins Innere. Bedenken würde ich, daß Zähne mir tiefen Füllungen nicht notwendigerweise tot sind aber jedenfalls todgeweiht.

Ich habe aber schon lange in Verdacht, dass meine langjährige Krankheit auch mit den Zähnen zusammenhängt
Das kannst Du evtl. mit dem Schema der der Zuordnung von Organen und Odontonen nach Voll, Kramer u.a. zusammensuchen-

darum will ich nicht nochmals viele Jahre warten mit dem Besuch beim Zahnarzt-auch wenn ich ehrlich gesagt echt Schiss davor habe und auch nicht weis wie alles finanzieren.
Es gibt ZÄ, die mit großem Geschick auch GKV zum Bezahlen kriegen. Vermutlich kannst Du den Betrag, den Du selber bezahlen mußt, als "Außergewöhnliche Kosten" steuerlich geltend machen.

Vielen Dank für Hinweise was man ohne Molare macht.
Dich des Lebens freuen. Es gibt Schönes auf dieser Welt, ganz unabhängig vom Zahnstatus.

Alles Liebe und guten Mut,
Windpferd
 
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Hallo liebes Windpferd :eek:)
Tja, tief schnaufen :idee:, aber ich war ja schon immer jemand der den Tatsachen ins Auge schauen will --- obwohl die Lösung des Problems geht dann oft nicht so schnell wie ich möchte.

Auch wie ich das Ganze durchstehen soll, mit Zahnziehen etc. weis ich nicht-ich hatte mich ja mal informiert wie das ist mit Narkose, aber das kommt wohl wegen den grossen Medikamentenunverträglichkeiten auch nicht in Frage.

Geld? Das weis ich noch nicht wer mir so was zahlt, bin ja in der Fürsorge, da wird nur das Nötigste bezahlt.

Auswärts Essen...das war im 2005 das letzte Mal.

Aber schon mal gut, dass ich weis, dass es irgend welche Prothesen auch für solche Fälle wie mich gibt.

Aber eben, eins ums andere... erst muss ich wieder etwas besser auf die Beine kommen und sehen wie ich Betreuung bekomme.

Vielen Dank für Deine Antwort
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KARDE
 
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Mein Kiefergelenk knackt ja sehr, und zu Kiefer kommt mir natürlich auch meine Wirbelsäule in den Sinn, da gibt es ja auch Baustellen :eek:) am Hals-Brust- und Lendenbereich, werde die aber in einem neuen Thread beschreiben, wie ich es schon mal vor hatte.
Ich habe nämlich immer mehr den Verdacht, dass vieles bei mir bereits in der Kindheit mit Neurostress in Verbindung gebracht werden könnte.
Auch die beiden Autounfälle Dez.2002 und 2005 hatten mir extreme Schmerzen in der Wirbelsäule ausgelöst und es begann der Zustand aus dem ich nicht mehr raus kam...es verschlimmerte sich immer mehr, auch wenn es mir jetzt schon soweit besser geht, dass ich die starken Medis absetzen konnte.
dh.1/2 Xanax 0.25 vor Amts- und Arztbesuchen zu nehmen, da bin ich in grosser Versuchung, denn all die Eindrücke sind eine grosse Anstrengung und sind da jeweils zu viel. Die Panik kommt dann nicht auf, und ich bin gelassener, falls ich mich nicht konzentrieren kann, nehme ich auch einen Kaffee mit Honig dazu-das ist aber wie Doping auf der einen Seite, und Beruhigung auf der anderen, es ist krank in meinen Augen wenn man das machen muss.

Xanax brauche ich sonst nicht, es tut mir auch nicht gut.
 
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Hallo Karde,

Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Auch wenn sie nicht leicht umzusetzen ist und die Folgen (neben wahrscheinlich besserer Gesundheit) aufwendig und kostenintensiv sein können.
Ich wünsch dir gutes Gelingen! :)


Gefahr: ZÄ sind darauf trainiert, Ostitiden NICHT zu sehen. Man braucht einen, der wagt, hinzuschauen.

Hallo Windpferd,

ich hätte ein paar Fragen, da ich grade selber bei diesem Thema bin.:wave:
Wie findet man einen Zahnarzt, der bereit ist, hinzusehen?
Und woran lassen sich Ostitiden erkennen?
 
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Auch wenn sie nicht leicht umzusetzen ist und die Folgen (neben wahrscheinlich besserer Gesundheit) aufwendig und kostenintensiv sein können.
Ich wünsch dir gutes Gelingen! :)
Danke kari, Dir auch.
Ich kann im Moment nicht mehr machen, als alle meine Baustellen dokumentieren-und mit jemandem der sie ernst nimmt Finanzierungen suchen sowie die Hilfe für Fahrdienst und Betreuung zu finden, damit ich das Ganze mit all dem anderen durchstehe. Vor oder nach dem zügeln...ich weis es nicht, im Moment bin ich froh jeden Tag durchzubringen.
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KARDE
 
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Hallo kari,
auf einer CT des Kiefers kann man mehr sehen als auf den Panoramabildern, die üblicherweise gemacht werden, obwohl man auch mit geübtem Auge auf den Panoramabildern etwas sehen kann.

DAs Problem bei Kieferostitiden ist nicht nur das Finden sondern auch das Entfernen. Denn der Kieferchirurg "wühlt" ja dann halbwegs blind im Kiefergewebe herum in der Hoffnung, das vermatschte und entzündete Gewebe entsprechend Bild zu finden.
Dabei ist auch abzuwägen, ob die erneute Op nicht zusätzliche Narben mit sich bringt, die evtl. auch wieder als Störfeld wirken.

Hier wird das MRT mit Kontrastmittel empfohlen bei der Abklärung:
https://www.zwp-online.info/epaper/pub/sim/kn/2009/kn0609/epaper/pdf/page_4.pdf

Grüsse,
Oregano
 
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Mit nennenswerter Wahrscheinlichkeit ist Dein Kiefer stellenweise ostitisch evtl. nekrotisch. D.h. es kann sein, daß er ausgefräst werden muß. Mit hat das lange nicht eingeleuchtet.
[/COLOR]
Hallo Windpferd,

Das mit dem Kiefer fräsen ist mir immer noch nicht ganz klar. Gibt es matschiges Gewebe nur da, wo wurzelbehandelte Zähne waren? Mein ganzheitl. arbeitender ZA hat mein Kiefer bei einem vor 6 Jahre extrahierten wurzelbehandelten Zahn gefräst. Er verlässt sich dabei auf die energet. (kinesiologisch sowie mit Bioresonanz getestet, also 2fach) Testung, ob ein Kiefer gefräst werden muß oder nicht. Worauf hat sich denn die Testung Deines ZA gestützt bez. dem Fräsen?

LG
Eva
 
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Hallooo
:freu::wave:
lasst mir meine Freude ich hoffe sie hält zumindest etwas in diesem Bereich an.
Ich habe nun ein altes Panoramabild angesehen und wenn ich das nun richtig deute, dann habe ich gar nicht so viele tote Zähne, denn die Füllungen gehen nicht tief in die Wurzeln runter.
So wie ich mich aber erinnere-sprach man bei den Behandlungen von Wurzelbehandlung...weh tat es auch und Anestesien wurden gemacht.
Es gibt aber trotzdem so einiges zu machen, und mir wird schon Bange wenn ich daran denke, aber hoffentlich muss ich so evtl. nicht alle Molaren ausreissen - wäre schon mal was.

Zur Krone ... der Zahn musste mit ca 16 bis zur Wurzel gebohrt werden, und dann noch einige Male, da es immer wieder etwas an der Wurzelspitze hatte das weh tat, verschiedene Zahnärzte versuchten ihr Glück, aber nichts half --- bis dann eine Krone gemacht wurde, was mir aber auch Jahrelang nicht so recht bekommen ist. Ich glaube das könnte sicher der erste Zahn sein, der entfernt werden sollte.
Da hat es 2 "Stifte" bis tief runter...

Dann gibt es vorne unten in der Mitte ein Zahn, der ist auch abgestorben als ich ihn mal angestossen hatte. Der Zahnarzt fand nach der Dentalhygiene nichts, aber 2 Wochen später bekam ich immer mehr Schmerzen.
Musste von einem anderen Zahnarzt Notfall geöffnet werden. Ich ging in die Ferien, und auf dem Weg wo ich übernachtete musste ich erneut zum Notarzt, dieser musste vorne zwischen Zahnfleisch und Lippe einen tiefen Schnitt machen, damit das Eiter raus konnte.
Am Ferienort bekam ich erneut extrem Schmerzen, ging zu einem neuen Zahnarzt, dieser musste noch tiefer schneiden, da der erste zu wenig tief war und die Entzündung weiter runter ging. Mehrmals musste ich immer wieder zu ihm, um die Wunde zu säubern und ich nahm auch Antibiotika.
Der Zahn ist tot, wird auch langsam schwarz - auch hier geht die Füllung bis tief runter -auch der sollte raus

Jedenfalls braucht es bald mal einen Zahnarzt, der mir genau sagt wie es nun aktuell in meinem Mund aussieht, denn es gibt aktuell schon erneutes zum Flicken.
:wave: Hoffe ich freute mich nicht zu früh :eek:)

etwas interessantes:Ganzheitliche Kieferorthopädie: Integrative Zahnheilkunde
 
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Der OroTox Text soll Aussagen, ob tote Zähne Gift abgeben, etwas das ich eigentlich noch recht interessant finde. Leider gibt es wohl die Anwendung nur in der Zahnklinik in Zürich.
OroTox - Seegarten Klinik
 

Windpferd

Hallo Kari,
hallo Evalesen,

gerade schaue ich wieder mal hier vorbei und sehe mit Bestürzung, daß ich mindestens zwei Fragen, die an mich gerichtet waren, nicht beantwortet habe.

Meine Schußligkeit oder Eile - tut mir sehr leid.

Ich werde die Beantwortung baldmöglichst nachholen. Im Augenblick geht's grad nicht.

Bitte um Nachsicht.
Windpferd
 

Windpferd

Hallo Karde,

ich vermute, man kann einfach davon ausgehen, daß tote Zähne Gift in den Kiefer abgeben.

Ein Zahn ist tot, wenn der ihn versorgende Nerv tot ist. Totes Gewebe verwest aber. Und die Verwesungsgifte (Kadaverin, Putrescin usw.) gelten als in ähnlichem Maß toxisch wie Quecksilberverbindungen. Und natürlich geraten sie in den Kiefer. (Niemals können bei einer sog. Wurzelfüllung sämtliche Kanälchen verschlossen werden.) Von dort durch axonalen Transport ins Gehirn und - im Sinn einer Herdwirkung - an die diversen Zielorgane. Leider.

Und wenn es dieses Gerät sowieso nur in Zürich gibt - vielleicht ist es dann eben für die Bewohner der dortigen "Goldküste" bestimmt, die einfach zu viel Geld haben?

Alles Liebe
Windpferd



Der OroTox Text soll Aussagen, ob tote Zähne Gift abgeben, etwas das ich eigentlich noch recht interessant finde. Leider gibt es wohl die Anwendung nur in der Zahnklinik in Zürich.
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Hallo Kari (#5),

verzeih meine verspätete Antwort.

Ich weiß keine generelle Antwort auf das "Wie". Ist eine elende Sucherei.

Ich werde Dir per PN ein paar Namen nennen. Hoffentlich ist's dann geographisch machbar.

Ostitiden erkennt man an "Aufhellungen" im OPG. Aber nur, wenn man's gelernt hat. Gründlich gelernt.

Alles Liebe
Windpferd

Hallo Karde,

Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Auch wenn sie nicht leicht umzusetzen ist und die Folgen (neben wahrscheinlich besserer Gesundheit) aufwendig und kostenintensiv sein können.
Ich wünsch dir gutes Gelingen! :)




Hallo Windpferd,

ich hätte ein paar Fragen, da ich grade selber bei diesem Thema bin.:wave:
Wie findet man einen Zahnarzt, der bereit ist, hinzusehen?
Und woran lassen sich Ostitiden erkennen?
 
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Windpferd

Hallo Karde (#3),

es laufen viele Menschen, die keinen Zahn mehr haben, mit Vollprothesen herum (z.B. ich). Die Oberkieferprothesen halten ausgezeichnet - die haften ja am Gaumen. Die Unterkieferprothesen rutschen u.U. etwas herum, v.a. wenn vom Unterkiefer viel weggefräst werden mußte. Aber auch dann kann man noch kauen - das meiste jedenfalls. Keine Haselnüsse u. dgl.

Man wirkt nicht besonders sexy damit. Ist schon blöd, wenn man sich zum ersten Mal dazu bekennen muß. Aber wir werden einfach nicht nur älter sondern irgendwann mal richtig alt. So ist das einfach.

Andererseits: Kinder sind fasziniert, wenn sie sehen, daß man seine Zähne rausmachen kann. Da gibt's viel zu lachen, wenn man das gut inszeniert. Auch der zahnlose Mund ist eindrucksvoll.

Vor langer Zeit kam ich mal ins Gespräch mit einer Patientin des bekannten ZA Dr. Kreger in München. Ich fürchtete mich. Sie sagte: "Ja - hier laufen viele Menschen zahnlos aber glücklich herum." Auch so ist das.

Alles Liebe,
Windpferd


Hallo liebes Windpferd :eek:)
Tja, tief schnaufen :idee:, aber ich war ja schon immer jemand der den Tatsachen ins Auge schauen will --- obwohl die Lösung des Problems geht dann oft nicht so schnell wie ich möchte.

Auch wie ich das Ganze durchstehen soll, mit Zahnziehen etc. weis ich nicht-ich hatte mich ja mal informiert wie das ist mit Narkose, aber das kommt wohl wegen den grossen Medikamentenunverträglichkeiten auch nicht in Frage.

Geld? Das weis ich noch nicht wer mir so was zahlt, bin ja in der Fürsorge, da wird nur das Nötigste bezahlt.

Auswärts Essen...das war im 2005 das letzte Mal.

Aber schon mal gut, dass ich weis, dass es irgend welche Prothesen auch für solche Fälle wie mich gibt.

Aber eben, eins ums andere... erst muss ich wieder etwas besser auf die Beine kommen und sehen wie ich Betreuung bekomme.

Vielen Dank für Deine Antwort
HERZENSGRUESSE
KARDE
 

Windpferd

Hallo Eva,

verzeih bitte meine verspätete Antwort.

Das mit dem Kiefer fräsen ist mir immer noch nicht ganz klar. Gibt es matschiges Gewebe nur da, wo wurzelbehandelte Zähne waren? Nein. Es gibt verschiedene Ursachen für entzündliche (ostitische) Veränderungen des Kieferknochens und auch für sein Absterben (Nekrose). Dazu gehört wohl an erster Stelle Amalgam, das aus dem Zahn in den Kiefer gelangt. Vielfach wird - entgegen den Regeln der Kunst - versäumt, Unterfüllungen zu lagen. Aber auch trotz Unterfüllungen kann Amalgam durchsickern. - Es gibt sogar Kiefererkrankungen an Stellen, wo niemals Amalgamfüllungen waren; das Zeug wandert. Vor allem soll es sich ansammelt bei den Weisheitszähnen (8ern). Ich hatte mal eine schwere Nekrose über einem 2er oben. (Der unwiderlegliche Beweis ist dann - sorry - der Verwesungsgestank, der während des Eiter-Auslöffelns den Behandlungsraum erfüllt. Hab ich mehrfach erlebt.)

Mein ganzheitl. arbeitender ZA
So nennen sich leider viele. Ist kein geschützter Titel, soviel ich weiß. Oder man wird's mit einigen wenigen Fortbildungs-Wochenenden. Das ist nicht, was wir brauchen.

hat mein Kiefer bei einem vor 6 Jahre extrahierten wurzelbehandelten Zahn gefräst. Er verlässt sich dabei auf die energet. (kinesiologisch sowie mit Bioresonanz getestet, also 2fach) Testung, ob ein Kiefer gefräst werden muß oder nicht.
Bioresonanz halte ich für abenteuerlich. Bei der Kinesiologie bin ich mir - trotz Mißtrauens - nicht sicher. Richtig validiert (d.h. bezüglich ihrer Gültigkeit getestet) sind diese Methoden m.W. nicht. Obwohl das durchaus mit akzeptablem Aufwand möglich wäre. Vielleicht ist das wie bei den Astrologen: die haben ja auch gelegentlich recht. Weil sie gute Menschenkenntnis haben - nicht etwa wegen der Sterne.

Worauf hat sich denn die Testung Deines ZA gestützt bez. dem Fräsen?
Fast durchwegs auf OPGs. Einmal auf eine DVT (Digitalen Volumen- Tomographie).

Liebe Grüße
Windpferd
 
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Hallo Windpferd,
meine Zahnärztin sagt, sie würde manuell sauber machen, das gelinge ihr wohl besser, da hätte sie mehr Gefühl in der Hand. Und dann bringt sie Ozon ein. Wäre das wohl ausreichend und vergleichbar mit "fräsen und desinfizieren"? (Ich könne dann leider keine Lücke lassen, bräuchte dann gegebenenfalls eine Brücke oder Implantat. Alternativ die Krone auf einen wurzelbehandelten Zahn mache sie bevorzugt mit Keramik samt Glasfaserverstärkung).

Liebe Grüße
Prema
 

Windpferd

Hallo Prema,

das klingt in meinen Ohren ziemlich schrecklich. Um mal hart zu sein: wenn diese ZÄ mit dem Bohrer in der Hand nicht ausreichend Gefühl hat, hat sie vielleicht den Beruf verfehlt. Ich würde die Flucht ergreifen.

Es kann sein, daß der Kieferknochen beim Kratzen und Fräsen sich zunächst ganz hart anfühlt, anhört - und plötzlich glischt der Bohrer aus - es muß der Eiter löffelchenweis herausgeholt werden. Dann hat man wieder festen Grund. Es scheint zu den Regeln der Kunst zu gehören nicht nur den Eiter zu entfernen sondern auch den umliegenden, infizierten Knochen. Ozon ist sicher ein gutes Desinfektionsmittel. Aber ob die Kanälchen so offen sind, daß es auch wirklich ausreichend in die Tiefe eindringt, würde ich mindestens bezweifeln.

Und einen wurzelgefüllten Zahn überkronen? Tja, technisch kann die Zahnmedizin sehr viel. Aber ich glaub, sie kümmert sich in der Regel nur um die Zähne, nicht um den Menschen, der da ja irgendwie dranhängt, davon abhängt. Kieferherde gibt es ja offiziell gar nicht mehr. Aber wir leiden trotzdem daran.

Ein bekannter Kieferdiagnostiker alter Schule spricht von dem "Zahnerhaltungswahn" der meisten ZÄ.

Tut mir leid.

Alles Liebe,
Windpferd
 
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