Allergie gegen Eisen

  • Themenstarter Themenstarter Petri
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Hallo Petri,

das ist ja gut, dass dein Arzt den Test solange drauf gelassen hat. Normalerweise wollen die ja nur max. 2-3 Tage.
Mußtest Du ihn dazu überreden?

Ich habe seit Jahren immer schlimmeren Eisen (22) und Ferritinmangel (4!).
Insgesamt Blutarmut/Anämie Hämatokrit und den Rest immer rund 2-3 Punkte erniedrigt. Ferrosanol duodental hat keine Verbesserung gebracht, zum Teil kann ich es nicht nehmen, weil ich so starke Verstopfung davon bekomme.
Eine Eiseninfusion die ich letzte Woche dann erstmals bekommen habe
(mit nur sehr geringer Dosierung) hat bei mir stärkste Unruhe, starke Kreislaufprobleme, Herzrasen und Schmerzen im Kopf ausgelöst. Konnte gar nicht mehr denken.

Evtl. habe ich ja auch eine Eisenallergie? Bin eh Multiallergiker + MCS u.a.

LG Tina
Liebe Tina,
Ich habe von den Infusionen starke , Rheuma ähnliche Netvenentzündungem bekommen, inkl. eingeschränkter Motorik (Entzündungen an den Nerven/Muskeln) plus Kopfschmerzen, Übelkeit ,Husten und massivem Herzrasen.
Tabletten, 20mg haben den gleiechen Effekt- erst Globoli mit Kupfer haben Abhilfe bei dem HB Wert von 6 gebracht... seit 6 Monaten massiver Hautjuckreiz auf dem Rücken, bei der Aufnahme von Fleisch, egal ob rot oder hell...
Hat noch jemand Ideen??
 
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Hallo ,

welche Eiseninfusionen waren das?
Wenn es Ferinject war, dann vergeht mir die Lust an einer solchen Injektion, wenn ich den Beipackzettel lese:
...
Ferinject sollte nur angewendet werden, falls medizinisches Fachpersonal, das anaphylaktische Reaktionen bewerten und behandeln kann, sofort verfügbar ist, sowie nur in einer Einrichtung, in der alle Vorrichtungen zur Reanimation vorhanden sind. Patienten sollten aktiv vor jeder Verabreichung von Ferinject nach früheren unerwünschten Wirkungen intravenöser Eisenpräparate befragt werden.

Typische Symptome akuter Überempfindlichkeitsreaktionen sind: Blutdruckabfall, Tachykardie (bis hin zum anaphylaktischen Schock), respiratorische Symptome (Bronchoobstruktion, Ödeme von Larynx und Pharynx, u.a.) abdominale Symptome (Bauchkrämpfe, Erbrechen, u.a.) oder Hautsymptome (Urticaria, Erythem, Pruritus, u.a.).

Patienten sollten während und über mindestens 30 Minuten nach der Verabreichung von parenteralen Eisenpräparaten auf Anzeichen und Symptome einer Überempfindlichkeitsreaktion beobachtet werden. Sollten während der Verabreichung allergische Reaktionen oder Anzeichen einer Unverträglichkeit auftreten, muss die Behandlung sofort gestoppt werden.

Zur medikamentösen Notfallbehandlung akuter anaphylaktischer/anaphylaktoider Reaktionen wird als erstes Adrenalin, z.B. 0.3 mg-weise i.m., empfohlen. Antihistaminika und/oder Kortikosteroide (späterer Wirkungseintritt) erst danach.

In seltenen Fällen sind Fieber oder allergische Spätreaktionen (Verzögerung von mehreren Stunden bis Tagen) beobachtet worden.

Das Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen ist erhöht bei Patienten mit bekannten Allergien einschliesslich Arzneimittelunverträglichkeit, anamnetisch schwerer Asthma, Ekzem und sonstigen Atopien, sowie bei Patienten mit immunologischen oder entzündlichen Erkrankungen (z.B. systemischer Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis). ...

Sind bei Dir alle diese Werte zur Erfassung eines Eisenmangels bestimmt worden?:
...
Welche Blutwerte sind entscheidend?

Zur Bestimmung des Eisenstatus sollte der Arzt neben dem Hämoglobin im Blut und dem Ferritin als Wert für den Eisenspeicher auch den löslichen Transferrin-Rezeptor (sTfR) als Wert für den Eisentransport sowie den Entzündungsmarker C-reaktives Protein (CRP) messen. Dies ist von Bedeutung, da bei jeder Entzündung, sei es in Form von akuten Infekten oder chronischen Entzündungen, der Körper dem Blut Eisen entzieht und in den Speicher ablegt.
Die Normwerte sind für Hämoglobin 12 bis 16 g/dl (Frauen), 13 bis 18 g/dl (Männer), für Serum-Ferritin 25 bis 250 µg/dl (Frauen), 30 bis 300 µg/dl (Männer), für sTfR 0,76 bis 1,76 mg/dl (Referenzwert laborabhängig) und für CRP < 0,5 mg/dl.
Nach neuerem Kenntnisstand werden die Normwerte für Serum-Ferritin eventuell als zu weit gefasst angesehen. Oftmals können schon bei niedrignormalen Ferritinwerten Symptome eines Eisenmangelsyndroms auftreten und nach Eisengabe verschwinden. Auch die funktionelle Besserung einer Herzinsuffizienz oder die eines Restless-Legs-Syndroms nach Eisengabe bei Ferritinwerten unter 50 µg/dl deuten darauf hin. ...

Ernährst Du Dich denn einigermaßen eisenhaltig? Weißt Du, daß Vitamin C dabei wichtig ist?:
....
  • Tipp: Vitamin C (z. B. in Orangensaft, Paprika, Erdbeeren) zum Essen verbessert die Eisenaufnahme, Kaffee und Tee erschweren sie dagegen.

Grüsse,
Oregano
 

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