Was kann man gegen Angst machen?

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30.08.21
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Hi zusammen :)
ich bin noch recht neu im Forum aber hab mich schon bissl umgeschaut und gesehen dass hier ja oft wirklich sehr hilfreiche Ratschläge kommen und vor allem unterschiedliche Meinungen. Deshalb hätte ich jetzt doch auch gleich eine Frage.

Und zwar geht es um Angst und wie man sie am besten in den Griff bekommt. Meine Tante, bei der ich zeitweise wohne, ist schon etwas älter (69) aber noch sehr fit, abgesehen davon dass sie immer wieder mit Ängsten zu kämpfen hat und zwar teils auch ganz diffuser Natur. Sie sorgt sich um Kleinigkeiten, hat manchmal Angst wenn sie in den nächsten Ort zum Einkaufen fahren muss oder wenn ihr Hund mal nicht so aufgeweckt ist wie sonst. Ihr Arzt meinte dass das nichts Ernstes ist also keine Depression oder so und sie möchte auch keine harten Medikamente mehr nehmen, weil sie da nicht so gute Erfahrungen gemacht hat. Trotzdem finde ich es schlimm und würde ihr gern helfen, gegen diese Ängstlichkeit vorzugehen. Manchmal geht es ihr eh sehr gut aber dann schaut sie wieder Nachrichten oder kriegt auch ganz ohne sichtbaren Anlass einen Sorgenschub der sie richtig runterzieht.

Habt ihr vielleicht Tipps oder Erfahrungen, was ich ihr raten könnte? Oder kennt ihr solche diffusen Ängste vielleicht auch selbst?
Danke schonmal und einen feinen Tag! ✌️
 
wundermittel

ory

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04.02.09
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Ihr Arzt meinte dass das nichts Ernstes ist also keine Depression oder so und sie möchte auch keine harten Medikamente mehr nehmen, weil sie da nicht so gute Erfahrungen gemacht hat.
Bei diffusen Ängsten denke ich in erster Linie immer daran nachzuforschen wann und in welchem Zusammenhang diese Ängste angefangen haben und ja.....mit Ängsten kenne ich mich leider recht gut aus.

Sollten diese Ängste erst in den letzten 2 Jahren gekommen sein, könnte dies im Zusammenhang mit der jetzigen Zeit sein und sind dann auch irgendwie zu verstehen.

Ideal wäre da eventuell erst einmal ein Gespräch mit deiner Tante, vielleicht kennt sie ja den Grund!?

GrußOry
 
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10.01.04
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Hallo life-boarder,

ich hatte auch so eine Tante (Jahrgang 1927) Sie entwickelt ungefähr im Alter von ca. 60 Jahren viele Ängste, dazu hatte sie zeitweise auch noch depressive Phasen. Sie hat sich dann eine Gesprächspsychotherapie, die ihr sehr gut getan hat.
In ihrem Leben hatte sie etliche schlimme Erlebnisse - Tod des Ehemannes, als er zum Militär eingezogen worden war, Tod des Sohnes bei einem Bergunfall, sie selbst war unehelich geboren worden und erst einmal „zum Bauern gegeben worden“ .... In ihrem Berufsleben und Leben überhaupt wirkte sie sehr tüchtig und heiter. Aber das war eben nur ein Teil von ihr. Wahrscheinlich kamen die Ängste dann wieder hoch, als sie im Beruf aufhörte und mehr allein war.

Vielleicht wäre auch bei Deiner Tante eine Psychotherapie möglich und hilfreich?

Es gibt Therapeuten (meistens sind das Heilpraktiker), die auch andere Methoden wie Hypnose und Ähnliches anbieten. Es gibt Bach-Blüten, die manchen Menschen gut gegen Ängste helfen. Die Frage ist, ob sich Deine Tante auf solche Behandlungen einlassen würde.

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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22.03.10
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Ich denke bei Ängsten - neben anderen Faktoren - auch immer an Nährstoffdefizite und Stoffwechselbelastungen (durch Umweltgifte, Elektrosmog etc.). Mit Ende 60 hat der Körper schon einiges an Giften etc. "abbekommen". Wenn dann - aufgrund unausgewogener Ernährung etc. - Nährstoffmängel entstehen (die für das System Stress bedeuten), kann sich dies auch in Form von Ängsten wider spiegeln. Generell würde ich also mal das Thema "Stress" anschauen, auch, wenn das Leben Deiner Tante auf den ersten Blick vielleicht gar nicht stressig ist oder wirkt. Aber, auch eine zu hohe Schadstoff- und E- Smog- Belastung sowie Nährstoffmängel bedeuten Stress für dne Körper. Ebenso ist die derzeitige Situation (Dauer- Panikmache etc.) für viele Menschen ein großer Stressfaktor, auch, wenn dies (weil man inzwischen daran gewöhnt ist), nicht unbedingt immer so wahr genommen wird. Man sollte also die Lebensweise- und Bedingungen einfach mal genauer unter die Lupe nehmen, die Ernährung anschauen, ggfls. Blutbilder machen und auch an die Ergänzung von Nährstoffen denken (B- Vitamine, Vitamin D, Magnesium etc.). Es gibt zudem auch tolle, stärkende Pflanzenextrakte, die einen Menschen wieder besser in seine Mitte bringen können, ich denke da u.a. an Passionsblume, Rhodiola Rosera, Ashwaghanda, Ginseng etc. und Dinge, die ausgleichend wirken (Meditation, Waldspaziergänge, entspannende Musik/ Frequenzen hören usw. usf.).
 
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12.10.18
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dann schaut sie wieder Nachrichten

sollte man nicht, wenn man zu ängsten neigt.

es gibt im tv auch sendungen von lokalsendern (in nrw z.b. im wdr3 die lokalzeit und hier und heute und die servicezeit) , die positiver sind und wenn etwas wirklich sehr wichtig ist (corona, großflächiger stromausfall o.ä) wird auch darüber berichtet, aber nicht in katastrophenstimmung, sondern eher mit vorschlägen zur vorbeugung bzw. schadenvermeidung usw., sonst berichten sie eher über positives.

ganz ohne sichtbaren Anlass

wenn man sich bemüht, die ängste mit etwas abstand zu betrachten (z.b. so als wenn ein anderer sie hat und man ihm helfen will) , erkennt man rel. oft auch den anlaß und kann ihn teils auch komplett meiden (bei manchen reicht z.b. schon kaffee, schw. tee, cola, schokolade oder sonstiges mit koffein o.ä. zu meiden bzw. durch entkoff. kaffee, der nur bei rel. heftiger koffein-uv probleme macht zu ersetzen, wobei man leider auch eine koffein-uv haben kann, wenn man viele jahre problemlos kaffee usw. trinken konnte), teils kann man sie auch nach und nach reduzieren.

wenn jemand z.b. oft allein ist, kann es auch helfen mehr mit anderen zusammen zu sein.

hat sie einen pc mit internet ? es gibt im inet auch foren für ältere.
einfach mal googeln. ich weiß keins, weil es für mich noch uninteressant ist (ich bin erst 71 :) und ich arbeite noch und hab noch viele andere dinge vor).

vielleicht auch selbst?

da ich eine mehr als blöde krankheit (aip) habe, bei der es zu den symptomen gehört, kenn ich es, obwohl ich kein ängstlicher mensch bin (ich bin u.a. mehrmals allein durch halb europa getrampt und habe dabei auch allein im wald übernachtet).
und durch einige andere sehr üble krankheiten (u.a. maligne myopie, sle, nierenversagen usw.) könnte ich mir auch pausenlos sorgen machen und angst haben, aber damit würde ich mir doch nur selbst mein leben versauen.
da es eh viel zu kurz ist und mit zuehmendem alter immer schneller vorbeigeht, nutze ich es lieber für positives.
und trickse ein bißchen. ich hab mir z.b. ein paar kleine keramikengel gekauft, die superfreundlich lächeln. sie stehen in versch. räumen und immer wenn ich an einem vorbeikomme, lächel ich auch. bevor die krankheiten so kraß wurden, daß ich ohne vorwarnung mitten auf der straße umgekippt bin, hab ich mich neben beruf und weiteren aus- und fortbildungen und treffen mit freunden usw. um kinder gekümmert, die dringend hilfe brauchten. dabei vergißt man auch eigene probleme usw. und wenn man mangels entsprechender ausbildung keinen gestörten kindern helfen kann, gibt es genug möglichkeiten hin und wieder oder regelmäßig als babysitter tätig zu sein, wenn die mutter z.b. mal zum friseur oder ins fitneßstudio gehen möchten. wenn man mit kindern spielt, ist negatives auch weit weg.

wenn man hunde mag oder selbst einen hat, der sich auch mit anderen verträgt, kann man z.b. für berufstätige hundebesitzer mittags den hund gassi führen. hab ich auch mal eine weile gemacht und beim spielen mit den hunden ist auch alles negative weit weg.
manchen hilft auch eine psychotherapie, wenn sie einen guten therapeuten finden.
und sich oft mit positiv denkenden bekannten zu treffen oder sie zum essen einzuladen vertreibt auch sorgen und ängste. usw. usw.usw.


lg
sunny
 
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30.07.18
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hey, also ängste sind wirklich keine schöne sache, das kann sehr belastend sein... bei deiner tante wäre es echt einmal interessant herauszufinden, wie oft und intensiv ihre sorgen und ängste auftreten. wenn dich das bereits aufhorchen lässt, ist es vielleicht keine kleinigkeit mehr und sie sollte gegenmaßnahmen ergreifen. was wurde dem behandelnden arzt denn erzählt? eventuell unterschätzt er ja die situation. hierbei würde vielleicht ein psychologisches erstgespräch aufschluss geben, wie ernst es wirklich ist. ich selbst hatte auch phasenweise vermehrt mit ängsten und sorgen zu kämpfen. so sachen, wie, dass die decke über mir einstürzt oder, dass geliebte menschen aus dem leben gerissen werden haben mich nicht losgelassen. ich habe mir dann selbst mit achtsamkeitsübungen und einem natürlichen mittel aus der apotheke, lasea, helfen können. wäre aber nicht bald besserung eingetreten, wäre ich sicherlich zu einer psychologin oder einem arzt/einer ärztin gegangen. ich schaue auch keine aktuellen nachrichten mehr, das gibt mir so ein ungutes, machtloses gefühl. also am rande bekomme ich mit, was beispielsweise in der ukraine im moment los ist, das löst beklemmungen in mir aus. vielleicht nennen es manche ignorant, aber ich tue mir selbst nichts gutes damit, mich permanent mit katastrophenmeldungen zuzumüllen...

Ich denke bei Ängsten - neben anderen Faktoren - auch immer an Nährstoffdefizite und Stoffwechselbelastungen
ja, das kann tatsächlich zutreffen. also nährstoffdefizite können sich in psychisch äußern. vitamin d oder b12 mangel kann depressive verstimmungen begünstigen, das weiß ich aus eigener erfahrung.
 
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10.01.04
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Hallo Life-boarder,

(bedeutet Dein Nick „Grenzgänger“?)

Würde sich denn Deine Tante auf eher alternative Verfahren einlassen, wie sie z.B. hier beschrieben werden?:
#27

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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18.03.12
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Einen schönen Guten Morgen, lieber life - boarder.:)

Ich finde es klasse, dass du dich um deine Tante sorgst, ihr helfen möchtest und hier bei uns im Forum nach Lösungen suchst👍 - und du hast ja auch schon ganz tolle und vielseitige Antworten bekommen.

Ich möchte dir einmal schildern, wie ich mit meinen Ängsten so im Alter umgehe. An mir selbst kann ich beobachten, dass sie sich im Alter verstärken und ich glaube, wenn ich immer darüber sprechen würde, dann wären sie für einige auch diffus.
Es ist auch so, wenn man allein lebt, dass man sich schneller in etwas hineinsteigert, weil ein wohltuender Partner fehlt.
Ich weiß, dass Ängste organische und genetische Ursachen haben können und man es abklären sollte, aber auch seelische Ursachen hat.
Ich schaffe es oft, mich bewusst meinen" kleinen Ängsten" zu stellen und bin hinterher so richtig glücklich darüber, es geschafft zu haben.
Mit Freunden rede ich nicht darüber, aber mit meinem jüngsten Sohn.
Er hat das Einfühlungsvermögen und Verständnis für mich, denn er kennt mich ja genau und weiß, dass es wahrscheinlich "zum Leben im Alter" gehört.

Er hat mich mit Technik ausgestattet, wo ich ihn jederzeit erreichen kann und wenn mich Ängste bei Vorhaben begleiten, dann melde ich mich von unterwegs und er ermutigt mich. Vorher spricht er in Ruhe alles mit mir ab, X mal, egal um was es geht. Das brauchte ich früher auch nicht, aber nun hauen mich auch oft Kleinigkeiten um und dann bin ich über diesen sicheren Halt froh. Sonst fühle ich mich gut und gestalte selbständig mein Leben.

. Manchmal geht es ihr eh sehr gut aber dann schaut sie wieder Nachrichten oder kriegt auch ganz ohne sichtbaren Anlass einen Sorgenschub der sie richtig runterzieht.

Sei weiterhin für deine Tante da, höre ihr zu und habe weiterhin Verständnis und versuche ihr die Ängste zu nehmen, indem du ihr z.B. beim Einkaufen in einem anderen Ort zeigst, dass nichts passieren kann.

Ich wünsche deiner Tante und dir alles Liebe und Gute.🌷🍀
Wildaster
 
Themenstarter
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30.08.21
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Vielen vielen Dank für die vielen wertvollen Ratschläge und persönlichen Geschichten!!
Ja Nachrichten schauen ist so eine Sache, ich merke ja auch bei mir selbst dass das oft sehr belastend ist, gleichzeitig möchte ich aber informiert sein und nicht wegschauen wenn schlimme Dinge passieren – so wie jetzt gerade in Europa.

@ory danke dir, wir reden eh immer wieder darüber, aber sie kann selbst nicht so wirklich sagen warum und in welchen Zusammenhang diese Ängste sie überkommen. Manchmal wacht sie morgens schon auf damit, dann überkommt es sie wieder mitten am Tag. Natürlich hat es sich in den letzten Jahren nochmal verstärkt bzw. sind neue Aspekte hinzugekommen, aber das Problem hatte sie auch schon vor der Pandemie.

Lieber @Oregano das hört sich schlimm an, ich danke dir fürs Teilen! Ganz so turbulent war die Geschichte bei uns jetzt nicht, meine Tante ist aber auch erst nach dem Krieg geboren. Ich werde ihr das mit der Gesprächstherapie mal vorschlagen, vielleicht lässt sie sich ja doch darauf ein, bisher hat sie das immer abgetan weil sie meint darüber reden macht es auch nicht besser. Hat deine Tante oder du selbst denn Erfahrungen mit Bachblüten gemacht? Bei so sanfteren Sachen ist sie schon offen, interessiert sich auch für Heilpflanzen im Garten, also vielleicht wäre das ein Weg. Die Vorschläge im anderen Thread schaue ich mir auch gerne mal an, danke fürs Teilen!

@Sunny wow das hört sich super an mit dem Trampen, richtig spannend! Und Hut ab dass du das Leben trotz deiner schwierigen Umstände so positiv siehst! Finde ich richtig inspirierend!

@Gleerndil sie hat als sie noch jünger war mal eine Weile Antidepressiva verschrieben bekommen, kann dir nicht genau sagen was das war, aber sie meinte sie möchte das nie wieder nehmen.

@smiling_sun danke auch dir, ich werde das mit den Nährstoffen mal ansprechen und vielleicht möchte sie sich ja auch mal in der Apotheke umsehen. Hat dir das Mittel ein Arzt empfohlen oder hast du da einfach in der Apo direkt gefragt?
 
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30.07.18
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ja, ich verstehe, dass du nicht wegschauen möchtest. ignorieren muss man das weltgeschehen nicht, aber wenn man schwierigkeiten hat, das ganze zu verarbeiten, dann ist es ratsam, nachrichten vorsichtig und in kleinen dosen zu konsumieren. ich persönlich konzentriere mich eher darauf, was ich hier in meiner bubble machen kann, um zu helfen, bevor ich mir dauernd ansehe, wo nicht überall schon wieder bombardiert wurde. ganz entkommen kann man dem eh nur schwer. und daran denken, wie sich das ganze entwickeln kann, ist jetzt auch nicht unbedingt förderlich, wenn man mit ängsten zu tun hat. in letzter zeit muss ich wieder aufpassen und gegenmaßnahmen treffen, damit ich mich nicht in einen gedankenstrudel aus sorgen verliere. also wieder regelmäßig ins hier und jetzt zurückfinden und abends nehme ich wieder regelmäßig lasea vor dem zubettgehen, das hilft mir dann ganz gut.
deine tante könnte ja auch einfach mal ein blutbild machen lassen, da wird dann ersichtlich, ob ihr an irgendwas etwas mangelt. mir wurde das mittel in der apotheke gegeben und ich habs einfach probiert.
 
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30.08.21
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Danke dir @smiling_sun , ja ich merke auch wie mich der Nachrichtenkonsum zunehmend belastet, obwohl ich bisher im Alltag jetzt eigentlich nicht oft mit Ängsten zu kämpfen habe. Aber aktuell kommt ja wirklich alles zusammen, da wird es echt zur Herausforderung den Seelenfrieden aufrechtzuerhalten…Darf ich fragen wie und wo du dich da engagierst? Ich fühle mich aktuell ehrlich gesagt ziemlich hilflos und würde auch gern irgendwas tun um zu helfen, aber weiß nicht so recht wie ich das angehen soll.

Meine Tante hatte jetzt aber zum Glück eine etwas bessere Phase, dadurch dass jetzt immer so schönes Wetter war war sie viel im Garten draußen beschäftigt und bei der Gartenarbeit hat sie nicht so viel Zeit sich Sorgen zu machen. Außerdem meinte sie dass sie jetzt auch mehr darauf achtet nicht zu viel Nachrichten zu schauen bzw. wenn dann bewusst und eher in der Zeitung als im Fernsehen. Ich werde ihr das mit der Apotheke und auch dem Blutbild trotzdem mal vorschlagen, sie ernährt sich jetzt nicht gar so abwechslungsreich, also kann natürlich gut sein dass dem ein Vitaminmangel zugrunde liegt…
 
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30.07.18
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ja, da hilft es, sich ein - zwei mal pro woche die anstehenden neuigkeiten durchzulesen um informiert zu bleiben. man muss sich nicht stündlich mit dem weltgeschehen auseinandersetzen, vorallem dann nicht, wenn es balastend ist.
engagieren ist vielleicht eh ein bisschen zu hoch gegriffen, aber bei uns in der umgebung gibt es einige kriegsflüchtlinge, kinder und frauen, für die ich kleidung, spielsachen und hygieneartikel gespendet habe und im näheren beakanntenumfeld eingesammelt habe.
freut mich, dass es deiner tante im moment besser geht. ja, die sonnenstunden tragen auch einiges bei zum seelischen wohlbefinden. wenn man sich im freien aufhalten kann und einem hobby nachgeht, dann kann das schon auch positive auswirkungen haben. ja, schlag es ihr mal vor, ist dann eh ihre sache, ob sie den ratschlag befolgt. schaden wird ein blutbild jedenfalls nicht.
 
regulat-pro-immune
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30.08.21
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Klar, ich würde das durchaus als Engagement bezeichnen! Hut ab, das war sicher nicht wenig Aufwand. Ich habe mich jetzt auch einige Male für Freiwilligendienste bei mir in der Gegend angemeldet, da gibt es so ein Ankunftszentrum für Vertriebene aus der Ukraine. Sind nur ein paar Stunden am Tag und nicht viel mehr als Essen und andere Sachen ausgeben, Fragen beantworten und so. Aber es fühlt sich gut an weil ich das Gefühl habe, ich kann aktiv etwas tun und nicht nur hilflos Nachrichten konsumieren. Weil das merke ich schürt bei mir schnell Ängste und Sorgen, wenn ich nicht das Gefühl habe absolut nichts dazu beitragen zu können dass die Welt ein Stück besser wird, kennst du das?
 
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30.07.18
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danke, das ist lieb, aber das war echt nicht so ein großer aufwand! also da gibts sicher engagiertere leute als mich und ich konnte dafür nur kleine beträge spenden.
wow, das ist ja toll was du für die kriegsflüchtlinge machst! irgendwie schön zu sehen, wie hilfsbereit und solidarisch sich einige zeigen. und ja, ich weiß total, was du meinst. zu helfen gibt auch irgendwie ein stück kontrolle über die situation zurück, das kann schon auch gegen ängste und sorgen gelfen.
ach und wie geht es denn deiner tante inzwischen? hat sie erfolge erzielen können mit lasea und den anderen maßnahmen?
 
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25.09.13
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Kann es sein, dass solch diffuse Ängste wie beschrieben dann auftauchen, wenn irgendwie die Kräfte nachlassen und es keinen Ausgleich gibt durch Angehörige oder Freunde, die einen ein bisschen Mut zusprechen?
Denn die Ängste der Tante waren nicht vorhanden, als sie noch berufstätig war und viel Energie hatte.

Eine kraftvolle Beschäftigung, wie zB die Gartenarbeit hat dann gegen die Ängste gut gewirkt. Man fühlt sich wahrscheinlich weniger hilflos, wenn man merkt, was so alles noch möglich ist. Der Muskelaufbau bei körperlicher Tätigkeit bewirkt auch eine stärkere Entgiftung.

🏋‍♀️🧹
 
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30.08.21
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@Earl Grey das klingt stimmig ja, aber ich glaube das mit dem Kräfte nachlassen ist irgendwie auch ein bisschen ein Teufelskreis. Weil je weniger sie sich körperlich betätigt, desto weniger Kraft (und Motivation) meint sie dass sie hat. Deshalb glaube ich eben dass es gut ist, sich da irgendwie Unterstützung zu holen, um wieder auf Schiene zu kommen.

@smiling_sun vielen Dank der Nachfrage :) Das Lasea hat ihr eine Zeit lang ganz gut geholfen, leider ist sie nicht sehr konsequent damit es einzunehmen und vergisst immer wieder darauf. Ich habe es ihr jetzt ins Bad gelegt, neben die Zahnbürste, damit sie es immer Abends gleich nimmt. Sie ist jetzt außerdem in der Nachbarschaft wieder etwas aktiver, weil eine befreundete Nachbarin jetzt wieder da ist, die den Winter immer in Spanien verbringt. Das tut ihr schon gut dieser soziale Kontakt, das merke ich deutlich. Und dass die Covid Maßnahmen jetzt fast alle gefallen sind und – zumindest vom Gefühl her – die Pandemie nicht mehr so bedrohlich wirkt erleichtert sie denke ich auch.
 
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18.05.22
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Ich hatte vor ein paar Jahren diffuse Angstgefühle. Es zog sich über einige Tage hin.
Daraufhin wandte ich mich an mein Inneres und teilte diesem mit, dass ich damit überhaupt nichts anfangen kann.
Es möge bitte aufhören, mir Botschaften dieser Art zu senden.
Es hat gewirkt.
 
regulat-pro-immune
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18.03.12
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8.412
Ich hatte vor ein paar Jahren diffuse Angstgefühle. Es zog sich über einige Tage hin.
Daraufhin wandte ich mich an mein Inneres und teilte diesem mit, dass ich damit überhaupt nichts anfangen kann.
Es möge bitte aufhören, mir Botschaften dieser Art zu senden.
Es hat gewirkt.
Das finde ich toll, Wohlstand , wenn Wünsche dieser Art unsere Inneres erreichen und dann mit einer so positiven Resonanz reagiert.
Hoffnungsvoll zu lesen!:love:

Als mich vor vielen Jahren gewisse Ängste und Panikattacken quälten, es war kurz nach dem Tod meines Mannes, hatte ich mich nicht am mein Inneres gewandt, ich steckte fest, quasi in einem schwarzen Loch.
Es war eine harte, aber auch gleichzeitig lehrreiche Zeit und ich schaffte es nur da heraus, weil ich von lieben Menschen umgeben war, die mich auffingen und mir auch bewusst wurde, dass ich noch die Verantwortung für andere trug.
Diese furchtbaren tiefen Angst - Attacken sind fort und jetzt im Alter, indem man so dünnhäutig wird, tauchen leider oft " bei mir" altersbedingte Ängste auf, so wie bei der Tante von live Boarder, die ich aber durch den Austausch mit anderen gut in den Griff bekomme. Ich habe dann gedanklich einige Hilfsbrücken die mir dann weiter - und oft heraushelfen.

Ich lese hier voller Interesse mit, denn durch meine eigene erlebte Hölle, kann ich mich einfühlen und finde es bewundernswert wie sich live - boarder um seine Tante sorgt, denn das beruhigt mehr als alles andere.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende🌸🌼🌺
Wildaster
 
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30.07.18
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Kann es sein, dass solch diffuse Ängste wie beschrieben dann auftauchen, wenn irgendwie die Kräfte nachlassen und es keinen Ausgleich gibt durch Angehörige oder Freunde, die einen ein bisschen Mut zusprechen?
Denn die Ängste der Tante waren nicht vorhanden, als sie noch berufstätig war und viel Energie hatte.

Eine kraftvolle Beschäftigung, wie zB die Gartenarbeit hat dann gegen die Ängste gut gewirkt. Man fühlt sich wahrscheinlich weniger hilflos, wenn man merkt, was so alles noch möglich ist. Der Muskelaufbau bei körperlicher Tätigkeit bewirkt auch eine stärkere Entgiftung.

🏋‍♀️🧹
ja, oft ist es ja auch so, dass ängste dann auftreten, wenn auf einmal die zeit da ist, um über alles mögliche nachzudenken. wenn man viel zu tun hat, also beruflich und privat, dann kommt man ja gar nicht so leicht in einen gedankenstrudel.
also gartenarbeit könnte da echt helfen, habe tatsächlich schon sehr oft davon gehört, dass das total entspannend sein soll.
@Earl Grey das klingt stimmig ja, aber ich glaube das mit dem Kräfte nachlassen ist irgendwie auch ein bisschen ein Teufelskreis. Weil je weniger sie sich körperlich betätigt, desto weniger Kraft (und Motivation) meint sie dass sie hat. Deshalb glaube ich eben dass es gut ist, sich da irgendwie Unterstützung zu holen, um wieder auf Schiene zu kommen.

@smiling_sun vielen Dank der Nachfrage :) Das Lasea hat ihr eine Zeit lang ganz gut geholfen, leider ist sie nicht sehr konsequent damit es einzunehmen und vergisst immer wieder darauf. Ich habe es ihr jetzt ins Bad gelegt, neben die Zahnbürste, damit sie es immer Abends gleich nimmt. Sie ist jetzt außerdem in der Nachbarschaft wieder etwas aktiver, weil eine befreundete Nachbarin jetzt wieder da ist, die den Winter immer in Spanien verbringt. Das tut ihr schon gut dieser soziale Kontakt, das merke ich deutlich. Und dass die Covid Maßnahmen jetzt fast alle gefallen sind und – zumindest vom Gefühl her – die Pandemie nicht mehr so bedrohlich wirkt erleichtert sie denke ich auch.
ja, genau, je weniger man sich körperlich betätigt, desto träger wird man. da gibt es ja ein sprichwort: "wer rastet, der rostet" und genau so ist es... ich hoffe, dass deine tante dahinter bleibt und die maßnahmen durchzieht! nur so kann sich dauerhaft etwas verbessern. aber ich weiß, dass das schwer ist. aus so einem strudel muss man sich auch erst befreien, das dauert seine zeit und nimmt viel kraft und geduld in anspruch. also dann wohl nicht nur für sie selber, sondern auch für dich, wo du als unterstützung dienst. die idee, das mittel neben die zahnbürste zu legen finde ich super, so kann sie das wunderbar verbinden. es freut mich, dass deine tante inzwischen so aktiv ist und sich mit menschen umgibt, das ist so viel wert. es hebt die laune und verleiht neue kräfte. ich bin mir sicher, das wetter trägt auch total zur stimmung bei, nun kann man wieder draußen sein.
Ich hatte vor ein paar Jahren diffuse Angstgefühle. Es zog sich über einige Tage hin.
Daraufhin wandte ich mich an mein Inneres und teilte diesem mit, dass ich damit überhaupt nichts anfangen kann.
Es möge bitte aufhören, mir Botschaften dieser Art zu senden.
Es hat gewirkt.
Interessant, dass das gewirkt hat! Muss ich mal ausprobieren... aber ich kann mir schon vorstellen, dass eine Entschlossenheit, die dann auch noch bewusst formuliert wird, etwas bewirken kann!
 
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