Unterschied L-Thyrox(hexal) und L-Thyroxin (Henning)?

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Hallo liebes Forum,

seit knapp 18 Jahren habe ich eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme fast mein ganzes Leben L-Thyroxin von Henning ein. Vor einem halben Jahr bekam ich jedoch plötzlich in der Apotheke L-Thyroxin von Hexal. Das hängt wohl mit den Verträgen der Krankenkassen und den Herstellern zusammen.

Das Problem: Seit etwa sechs Wochen geht es mir richtig schlecht. Ich habe Schwindel, Herzrasen, Kopfschmerzen und frage mich, ob der Wechsel der Tabletten damit etwas zu tun haben könnte.

Der Wirkstoff soll zwar derselbe sein, aber die Träger- bzw. Zusatzstoffe sind wohl leicht unterschiedlich.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
 
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Hallo Luna

Es ist gut möglich, dass der Wechsel auf ein anderes Präparat deine Beschwerden verursacht. Zwar ist der Wirkstoff in beiden Produkten identisch (Levothyroxin), doch die Trägerstoffe können sich unterscheiden und bei manchen Menschen Probleme auslösen, beispielsweise durch eine veränderte Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, dass dein Körper das Hormon vielleicht etwas anders aufnimmt oder verarbeitet.

Ich würde dir empfehlen, das mit deinem Arzt oder Endokrinologen zu besprechen. Vielleicht kannst du ein "Aut-idem"-Kreuz auf das Rezept setzen lassen, sodass du wieder das Präparat von Henning bekommst. Auch ein Bluttest zur Kontrolle der Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) wäre sinnvoll, um zu prüfen, ob du aktuell richtig eingestellt bist.

Falls der Arzt den Wechsel nicht direkt rückgängig machen möchte, könntest du zumindest versuchen, die Einnahme immer exakt gleich zu gestalten (gleiche Tageszeit, immer nüchtern), um Schwankungen durch die Bioverfügbarkeit etwas zu minimieren.

Es gibt übrigens viele, die genau solche Probleme nach einem Präparatewechsel berichten, also nimm deine Symptome auf jeden Fall ernst.

Ich würde zusehen, dass du wieder die Henning tabs bekommst..

Liebe Grüße
Darleen
 
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Ja, ich habe heute wieder meine erste Henning genommen.
Es war ein ganz schöner Akt, meine alten Tabletten wiederzubekommen…
Jetzt schaue ich einfach mal, wie es mir in den nächsten Wochen damit geht.

Ich frage mich nur, ob dieser Tablettenwechsel vielleicht doch der Grund für meinen Schwindel und die Kopfschmerzen ist, die ich seit Wochen habe.
Die Ärzte meinen zwar nein, aber ich muss einfach jede mögliche Ursache in Betracht ziehen.

Mal schauen, wie sich jetzt alles entwickelt.
Danke dir! :)
 
Sollten deine Werte abgerutscht sein durch Medikamentenwechsel, könnte durchaus Schwindel und Kopfschmerz auftreten als Folge einer Unterversorgung.

Drück dir die Daumen! Dauert aber wieder bis sich dein Hormonspiegel aufgebaut hat.

Liebe Grüße
Darleen
 
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ja ich muss jetzt abwarten...dauert ja paar wochen...ich hoffe es hilft :) vielen lieben dank
 
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Hallo Luna,

ich war heute beim Endokrinologen. Dort wurde mir ausdrücklich gesagt, dass die Schilddrüsenmedikamente auf keinen Fall gewechselt werden dürfen!

Ich werde seit September 2009 wegen einer Schilddrüsenunterfunktion behandelt, aber wir haben immer noch nicht den Referenzwert erreicht. Da ich im Dezember von Henning auf Hexal umgestellt wurde, mussten wir leider wieder von vorne anfangen. 😠

Wichtig ist auch: Die Tablette muss morgens nüchtern, mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück mit einem Glas Wasser eingenommen werden.
Da ich zusätzlich noch andere Medikamente einnehmen muss, soll ich diese erst zum oder nach dem Frühstück nehmen.

Schilddrüsenmedikamente sind nicht einfach austauschbar
Zum ersten Mal berücksichtigt die Schilddrüseninitiative Papillon mit ihrer Aktionswoche auch die Besonderheiten der Therapie. Hintergrund dafür sind die Rabattverträge, die Apotheker seit April 2007 dazu verpflichten, an gesetzlich Versicherte Medikamente abzugeben, für die ein Rabattvertrag zwischen Krankenkasse und Hersteller besteht.
Eigentlich ist das eine gute Idee, um Kosten zu senken. Doch bei Schilddrüsenhormonen macht diese Vorgehensweise wenig Sinn. Im Gegenteil: Durch den Präparatewechsel entstehen nicht nur zusätzliche Kosten, auch die Gesundheit der Patienten kann leiden.

Wechsel stört das Gleichgewicht
Für die sogenannte medikamentöse Einstellung braucht der Arzt Fingerspitzengefühl – und der Patient Geduld. Schilddrüsenhormone wirken gezielt und müssen exakt dosiert werden. Die richtige Dosierung ist bei jedem Patienten individuell und es kann mehrere Monate dauern, bis ein hormonelles Gleichgewicht und damit das Wohlbefinden erreicht ist.
Schon ein Wechsel des Präparats kann dieses empfindliche Gleichgewicht stören.
Prof. Dr. Georg J. Kahaly (Universität Mainz) sagt dazu:
„Es gibt keinen vernünftigen Grund, bei einem gut auf L-Thyroxin eingestellten Patienten einen Austausch der Präparate zu erwägen, denn damit sind schwer kalkulierbare Risiken verbunden.“

Spareffekt pro Tablette: 0,5 Cent
Der angestrebte Kosteneffekt ist ohnehin fraglich. Bei jedem Präparatewechsel ist eine Blutuntersuchung nötig, um die Hormonspiegel neu zu bestimmen. Das Einsparpotenzial ist dabei sehr gering.
Prof. Christoph Reiners (Universität Würzburg):
„Durch den Einsatz des günstigsten Schilddrüsenhormons anstelle eines gleich dosierten Originalpräparats lassen sich aktuell etwa 1,80 Euro pro Jahr sparen. Eine zur Kontrolle notwendige Blutuntersuchung kostet aber 10 bis 25 Euro.“
So entstehen unterm Strich zusätzliche Kosten, die die Einsparungen deutlich übersteigen.

Worauf Schilddrüsenpatienten achten sollten
Patienten sollten ihren Arzt informieren, wenn sie in der Apotheke ohne dessen Wissen ein anderes Präparat erhalten haben.
Bei einem Wechsel sollte etwa vier bis sechs Wochen später eine Blutuntersuchung zur Kontrolle der Hormonwerte erfolgen.
Ärzte können einen Austausch in der Apotheke verhindern, indem sie auf dem Rezept das sogenannte „Aut idem“-Kreuz setzen. Damit wird sichergestellt, dass genau das verordnete Präparat ausgegeben wird.

Liebe Grüße
Schutzengel
 
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Ja, ich weiß – diese blöden Rabattverträge…

Ich habe die Schilddrüsenunterfunktion jetzt schon seit 18 Jahren und kenne mich mit der Einnahme gut aus – aber trotzdem danke! :)
Ich lasse meine Werte alle drei Monate kontrollieren, und sie waren eigentlich immer im optimalen Bereich – auch jetzt unter Hexal.
Trotzdem habe ich diesen Schwankschwindel gehabt…

Ich bin jetzt wieder auf Henning umgestiegen, obwohl ich Hexal ein halbes Jahr lang genommen habe.
Ein Wechsel ist natürlich immer Stress für den Körper, aber das nehme ich in Kauf.
Ich bin jahrelang gut mit Henning gefahren und muss jetzt einfach ausprobieren, ob der Schwindel damit aufhört.
Wenn nicht, muss ich in eine andere Richtung weiterforschen.

Beim nächsten Termin beim Endokrinologen werde ich deutlich sagen, dass auf dem Rezept klar vermerkt werden muss, dass ich nur Henning bekommen darf.
Dieses ständige Hin und Her wegen der Rabattverträge nervt mich wirklich sehr…

Aber vielen lieben Dank für eure Antworten! Jetzt heißt es erstmal abwarten, was die Zeit und die Umstellung bringen. :(
 
Hallihallo,

ich war gestern extra bei einem Schilddrüsenexperten (Den einzigen in Kiel mit sehr guten Kritiken). Ich habe seit 11 Jahren keine Schilddrüse mehr (S. Profil).

Seid ich damals ein JODKONTRAST gespritzt bekam, habe ich danach einen leichten Fußheber bemerkt. Mein Zustand hat sich seit dem immer mehr verschlechtert, bis der Neurologe eine Rückenmarksentzündung (anhand MRT) diagnostizierte, die parallel zum Morbos Basedow gewesen sein soll (nur einmal eine Reaktion bei der JODSPRITZE).

Naja wieder zurück zur Schilddrüse. Der Internist, bei dem ich bis jetzt in Behandlung war hat mich mit Henning 175 eingestellt. Sei 2 Jahren bekomme ich Hexal. Mein Zustand ich auch in den letzten beiden Jahren so extrem schlecht geworden.

Nachdem ich eure Beiträge gelesen hatte, ging ich nun gestern zu diesem Spezi, der mir Blut abnahm. Der jedoch meinte, dass es egal ist, ob Hexal oder Henning:confused:

Das war irgendwie schon die erste Enttäuschung. Nächste Woche bekomme ich die Blutwerte.

Lg Maja
 
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Ja ich muss jetzt abwarten...dauert ja paar wochen...ich hoffe es hilft :) vielen lieben dank
Hallo Luna 1987,
es sind zwar erst 2 Wochen rum, aber merkst du etwas?:rolleyes:

LG
Maja
 
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Hallo Luna

Ja ist schon traurig, dass die so genannten Spezies auch wissenschaftliche Schriften nicht anerkennen und es einfach nicht wahr haben wollen, das Medikamentenwechsel eine Auswirkung hat...es kommt mir so vor, dass sie das Prinzip nicht verstanden haben und davon ausgehen, das Thyroxin wie eine Schmerztablette wirkt und nicht ein Speicherhormon ist.

Lass dich nicht entmutigen und bestehe auf dein Recht!

Ich habe das immer so gemacht, dass ich bei Medikamentenwechsel ein bisschen log und eine Allergie auf die anderen Trägerstoffe vortäuschte. So bekam ich immer mein Henning. Heute bestehe ich darauf, auch ohne Ausrede...

Bin mal gespannt auf deine Werte...

Liebe Grüße
Darleen
 
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Unterschied L-Tyrox(hexal) und L-tyroxin (Henning)?

Hallo,



also ich muss sagen, ich habe keine direkte Verbesserung gemerkt, aber es geht mir in den letzten Tagen schon etwas besser. Das hat sicherlich auch viel damit zu tun, dass die Sonne sich endlich wieder blicken lässt. Dadurch bekommt man einfach mehr Motivation und sieht alles etwas positiver.

Und das mit den Ärzten ist wirklich nervig. Die einen sagen, es macht keinen Unterschied, die anderen meinen, ein Wechsel wäre nicht gut usw.
Man muss einfach darauf achten, dass auf dem Rezept „Henning L-Thyroxin“ steht, und das WICHTIGSTE: Im Kasten daneben muss ein Kreuz gemacht werden! Dieses Kreuz besagt dem Apotheker, dass er nur dieses Medikament auszuhändigen hat – und kein anderes, gleichwertiges (wie z.B. Hexal).
Ich werde jetzt immer darauf achten, dass die Arzthelferinnen mir dieses Kreuz setzen, wenn sie das Rezept ausdrucken.

Ich hätte heute eigentlich mein MRT gehabt. Ich habe darauf bestanden, es ohne Kontrastmittel zu machen.
Ich lag etwa eine Minute drin, und plötzlich bekam ich total Herzrasen. Der laute Bass hat meinen Kopf so durchdröhnt, dass es total in meinem Schädel dröhnte und sich alles drehte. Ich musste dann rausgeholt werden. Jetzt muss ich einen neuen Termin vereinbaren, aber diesmal mit Beruhigungsmitteln, und mich danach auch abholen lassen. :(

Eigentlich ist es ja bescheuert, weil ich schon mal ein MRT hatte. Sicher, es war nicht angenehm, aber ich wusste, dass nichts Schlimmes passieren würde. Aber diesmal war es so schlimm, dass mein ganzes Gesicht angefangen hat zu zucken und ich echt Herzrasen hatte. Kam mir total bescheuert vor, aber ich konnte einfach nicht liegen bleiben…

Naja, jetzt muss ich halt weiter abwarten, bis ich einen neuen Termin habe und endlich die Gewissheit habe, dass in meinem Kopf alles in Ordnung ist. :(
 
Hallo zusammen,

ich habe eure Beiträge gelesen und mich in vielem wiedergefunden – deshalb möchte ich meine Situation etwas genauer schildern.

Ich komme ursprünglich aus Bosnien und habe dort viele Jahre lang Letrox 50 genommen. Damit war ich gut eingestellt – ich habe regelmäßig trainiert, mich fit gefühlt und die Werte waren stabil.

Als ich nach Deutschland kam, musste ich die Tabletten immer aus Bosnien mitbringen, weil es Letrox hier nicht gibt. Mein Arzt verschrieb mir deshalb L-Thyrox Hexal 50 µg.

Nach einiger Zeit wurden die Werte laut Arzt „zu hoch“, also sollte ich auf 25 µg reduzieren. Seit dem Wechsel auf Hexal habe ich jedoch massive Beschwerden:
Herzrasen und Herzstolpern
Zittern und Unruhe
Schluckbeschwerden und Atemenge

Die Blutwerte sind laut Arzt „normal“, aber mir geht es von Tag zu Tag schlechter. Diese Symptome hatte ich nie, solange ich Letrox genommen habe.

Ich frage mich, ob die Hilfsstoffe oder Bioverfügbarkeit der Tabletten anders sind. Beide enthalten zwar Levothyroxin-Natrium, aber die Trägerstoffe unterscheiden sich je nach Hersteller. Manche Patienten reagieren empfindlich auf diese Unterschiede – etwa auf Laktose, Maisstärke oder Farbstoffe.

Meine Fragen an euch:
Hat jemand ähnliche Erfahrungen beim Wechsel von Letrox zu Hexal gemacht?
Gibt es in Deutschland ein Präparat, das dem bosnischen Letrox entspricht?
Oder wäre es besser, sich das Letrox weiterhin aus Bosnien besorgen zu lassen, solange man es verträgt?

Ich freue mich über jeden Hinweis – im Moment bin ich wirklich verunsichert, weil die Ärzte meinen, es könne nicht am Medikament liegen.

Danke euch!
 
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