Tinnitus, Migräne, Wirbelsäulen-Probleme, EBV - HWS-Leiden?

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Bandscheibenvorfälle würden eh innerhalb von 2 Jahren von selbst ausheilen

nein. das kann so sein, ist es aber meist eher nicht. allerdings gibt es rel. oft vorfälle ohne beschwerden. umgekehrt auch.

müssten fast nie operiert werden
ja. mit einer wirklich guten therapie (leider nicht sehr häufig) kann man es meist auch so hinbekommen.

außerdem ist jede op ein risiko und beim prolaps rel. oft auch nicht wirklich erfolgreich, manchmal gibt es auch verschlimmerungen, die dann nicht mehr so einfach zu therapieren sind.

den Atlas manuell einzurichten

sowas o.ä. sollte man nie machen lassen. es gab dabei schon sehr oft gr. probleme bis hin zu schlaganfällen und lähmungen.


Ich begreife auch nicht, wie es sein kann, dass die Radiologie im MRT nichts sieht und der Neurochirurg aber einen vollständigen Bandscheibenvorfall entdeckt

sowas kommt leider rel. oft vor.

bei mir haben z.b. mal mehrere ärzte in versch. praxen "ganz eindeutig" einen nierentumor gesehen. aber offensichtlich hatten sie wohl alle nur die gleichen halluzinationen.
jedenfalls war nach einer erfolgreichen eigentherapie der nierenblutungen nichts mehr zu sehen und es ist mehr als unwahrscheinlich, daß ich innerhalb rel. kurzer zeit einen tumor beseitigen konnte oder daß ich ihn durch mein nicht-daran-glauben und positiv denken weggezaubert hab.

einen angeblichen hirntumor hatte nur ein arzt gesehen, aber der war sich absolut sicher . :rolleyes:

nach einem jahr hab ich woanders eine kontrolluntersuchung machen lassen und da war nichts.

erhebliche gelenkschäden waren mal übersehen worden, ebenso selbst beim ultraschall deutliche sichtbare nierenschäden usw. usw.

ein bandscheibenvorfall vor ca. 30 jahren war auch erst übersehen worden (sogar von einem neurologen, der eigentlich rel. gut war) und erst als schon lähmungen im bein da waren, wurde mir geglaubt, daß es nicht nur ein hexenschuß war (die betonung lag dabei immer auf dem nur) .
glücklicherweise hab ich durch zufall einen physiotherapeuten gefunden, der um lichtjahre besser war als die anderen (da war es nur noch schlimmer geworden) und der es innerhalb weniger wochen wieder hinbekommen hat.

und ich hab dabei so viel dazugelernt, daß ich bei 2 weiteren bsp (in einer anderen stadt) nicht mehr von ärzten usw. abhängig war (es gab da wieder versch. meinungen usw.), sondern es selbst hinbekommen konnte und auch dabei dazugelernt hab, so daß ich seitdem (über 20 jahre ) nie mehr rückenschmerzen usw. hatte und das in einem alter (fast 70), in dem die meisten probleme damit haben.

es ist gut, daß du dich schon selbst informierst, das kann helfen, es besser in den griff zu bekommen bzw. wirklich gut behandeln zu lassen.

den muskelschund solltest du unbedingt therapieren. entweder bei einem wirklich guten physiotherapeuten, der nicht mit hauruck o.ä. arbeitet oder selbst mit sehr vorsichtigen und wirklich geeigneten übungen.

und vor allem auch genug und gesund essen. das spielt bei den beschwerden, die du hast oft auch eine rolle, ebenso wie positives denken usw.

ich wünsch dir gute besserung. :)


lg
sunny
 
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@knuddz CFS steht auch mehr oder minder jetzt als Diagnose fest... mit wirksamen Therapien, außer halt Vitamine, Mikronährstoffe, etc kann die Medizin bis heute nicht dienen... mit dieser Erschöpfung und den paar Muskel- und Gelenkschmerzen könnte ich ja durchaus noch leben, aber die HWS-Symptome sind unerträglich... :(

In der Neurologie werden die vermutlich jetzt das von dir Genannte checken (falls es in der Endo nicht schon dabei war, da wurde auf jeden Fall auch Vit.-B-Mangel ausgeschlossen...) außerdem soll die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen werden und wohl noch zwei drei Untersuchungen... es war die Rede von Charcot Marie Tooth oder Myositis... beides passt aber imho nicht wirklich. Ich gehe pro Tag etwa 1 Stunde spazieren, das geht noch, aber ist das Äußerste an "Sport". Trotzdem dieser heftige Muskelverlust.
 
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nein. das kann so sein, ist es aber meist eher nicht. allerdings gibt es rel. oft vorfälle ohne beschwerden. umgekehrt auch.


ja. mit einer wirklich guten therapie (leider nicht sehr häufig) kann man es meist auch so hinbekommen.

außerdem ist jede op ein risiko und beim prolaps rel. oft auch nicht wirklich erfolgreich, manchmal gibt es auch verschlimmerungen, die dann nicht mehr so einfach zu therapieren sind.



sowas o.ä. sollte man nie machen lassen. es gab dabei schon sehr oft gr. probleme bis hin zu schlaganfällen und lähmungen.


sowas kommt leider rel. oft vor.
Hallo sunny,

danke. Ja scheint so zu sein, dass vieles übersehen wird und umgekehrt, bei einer Freundin ist jetzt nach 3 Jahren Schmerzen, die angeblich "psychosomatisch" waren, ein dreifacher Vorfall an der HWS entdeckt und operiert worden, da die Beschwerden nicht in den Griff zu kriegen waren. Sie ist sogar erst 38. Jetzt 2 Wochen post OP sind die Schmerzen wohl weg, weiß halt keiner ob`s so bleibt... Sie hatte aber keine neurologischen Ausfälle, und die habe ich leider ganz massiv, was schlimmer ist als meine Schmerzen...

Bei mir wurde mit Osteopathie und manueller Therapie (Mobilisation) am Atlas rumprobiert, aber sogar das hat nach kurzlebiger Verbesserung alles noch erheblich verschlechtert. Da war über den Bandsch3eibenvorfall noch gar nichts bekannt...

LG
 
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manueller Therapie (Mobilisation) am Atlas rumprobiert, aber sogar das hat nach kurzlebiger Verbesserung alles noch erheblich verschlechtert

s.o.

ich würde an deiner stelle aber auch mal anderes für möglich halten und dadurch evtl. schon mal einen teil der beschwerden bessern können.

wie mal irgendwer sagte: man kann auch flöhe und läuse gleichzeitig haben.

d.h. kopfschmerzen und tinnitus könnten auch andere ursachen haben, die leichter in den griff zu bekommen sind.

beides hatte ich früher lange zeit sehr oft (hws war ok) , dann durch passende eigentherapie seit weit über 20 jahren garnicht mehr.

durch den crash anfang des jahres (falsche medis durch ........ ärzte) kam wieder alles durcheinander, alles war wieder uv und ich hatte ein paar mal kopfschmerzen und seit einigen tagen wieder eine extrem schmerzhafte kieferneuralgie (war auch durch eigentherapie fast 20 jahre weg) usw. usw., bin mir aber sicher, daß ich das auch wieder hinbekomme.


lg
sunny
 
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Hallo sunny,

was waren bei dir denn die Ursachen für Kopfschmerzen & Tinnitus und wie lange hattest du das... ? Bei mir geht es seit 2 Jahren, Tendenz: zunehmend, und ich bin wirklich am Ende :( Um die zehn verschiedene Töne gleichzeitig, alle Frequenzen, teils (fast immer!!!) laut wie Fluglärm, die Ärzte sind machtlos und meinen, es wird wird eh für immer so bleiben und man könne halt nix machen. Alleine das reicht schon dafür aus, dass ich dem Suizid Monat für Monat immer näher komme :( Die Hemmungen schwinden da immer weiter. Wo keine Hoffnung mehr ist, hält einen eben auch nichts mehr bzw ist einem irgendwann jede Form der Erlösung recht.

Ausgeschlossen wurde bei mir:

- Schwerhörigkeit, Hörsturz, Knalltrauma, Ohrenschmalz, Meniere, Akustikusneurinom, generell Tumore, Otosklerose, eigentlich das gesamte HNO-Spektrum
- Medikamentennebenwirkungen
- MS, rheumatologische Ursachen, HIV, Borrelien, Chlamydien, entzündliche Prozesse
- Mangelerscheinungen
- Schilddrüse
- Nebennierenschwäche
- Ehlers-Danlos
- psychosomatisch
- Zöliakie, Morbus Crohn usw

Noch im Rennen:

- Halswirbelsäule, evtl auch Brustwirbelsäule
- Verspannungen allgemein (wird man wohl nie sicher ausschließen können)
- Störfelder im Kiefer (NICO): vorhanden, aber Zusammenhang unklar
- CMD (vorhanden, aber laut Zahnärzten nicht die klassische primäre CMD von Zähnen/Kiefer ausgehend, sondern von der HWS kommend)
- neuromuskuläre Erkrankungen
- Tollwut

Mir fällt auch nicht ein, was es sonst noch sein könnte... Ich habe ja auch nicht "nur" Tinnitus, sondern zusätzlich heftige Ohrenschmerzen, Ohrendruck, sich verlegende Ohren, ständig Knallgeräusche im linken Ohr (wie Schüsse) und alle Beschwerden verschlimmern sich bei Kopfbewegungen. Die Ohrenprobleme sind wie gesagt von allem, was ich habe, das Schlimmste... :( Die Kopfschmerzen dagegen harmlos, aber auch die werden durch Kopfbewegungen oder Druck auf den Nacken ausgelöst...

Ausprobiert habe ich:

- Amitryptilin
- andere Antidepressiva
- Infusionen mit Cortison
- Rauschgeräte
- Psychotherapie
- stationäre Klinikaufenthalte
- Entspannungsübungen
- Tinnitus Retraining
- Akupunktur
- Chinesische Medizin
- klassische Homöopathie
- Osteopathie, Physiotherapie
- Cannabis
- verschiedene Kopfkissen
- Magnesium
- Gingko...

Leider alles gescheitert, es wird immer mehr und immer aggressiver...

LG
 
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Lies dich mal zur Post-Exertionellen-Malaise (PEM) ein. Wenn du das nicht hast, ist es kein CFS, egal was Ärzte sagen (die meist keine Ahnung von dem Krankheitsbild haben).

Dann lies mal über Jennifer Brea nach. Die hat nach einer Virusinfektionen sehr schweres CFS bekommen. Es gab sogar eine Doku über sie. Letztlich wurde dann auch eine Instabilität bei ihr diagnostiziert und nach Versteifung ist sie wesentlich gebessert oder geheilt. Wie das jetzt mit dem Virus zusammenhängt weiß ich auch nicht, aber diese Fälle gibt es. Auch habe ich schon einige positive Berichte bezüglich Versteifung bei CFS gelesen, u.a. von Jeff Wood, den du auch kontaktieren könntest, weil er sich extrem gut auskennt. Ich denke es hängt auch davon ab, wer die OP macht und nach welcher Technik. Aber das ist alles spekulativ und erstmal bräuchtest du eine ordentliche Abklärung. Und die bekommst du nicht von den normalen Radiologen. Die haben davon keine Ahnung.
 
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Die "post-exertional malaise" habe ich sehr ausgeprägt. Es gab/gibt Phasen, wenn ich tagelang gar nichts mache, wo sich die Erschöpfugn bessert. Dann gehe ich einmal einkaufen, bin vielleicht 2 Stundne unterwegs, trage ein paar Taschen, und etwa 24 Stunden später folgt ein kräftemäßiger Zusammenbruch; die Schwäche/das Krankheitsgefühl halten dann oft tagelang an...
 
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Dann ist es gut möglich, dass du CFS hast, aber das alleine erklärt nicht alles würde ich sagen. Bei CFS ist das Wichtigste, dass man sich nur so belastet, dass man nicht in einen Crash kommt. Für extreme Fälle heißt das, dass die sich nicht mal im Bett drehen können ohne zu crashen.
 
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Dann ist es gut möglich, dass du CFS hast, aber das alleine erklärt nicht alles würde ich sagen. Bei CFS ist das Wichtigste, dass man sich nur so belastet, dass man nicht in einen Crash kommt. Für extreme Fälle heißt das, dass die sich nicht mal im Bett drehen können ohne zu crashen.
Richtig. Bisher wird davon ausgegangen, dass die ganzen HWS- und neurologischen Probleme damit nicht erklärbar sind; die Infos zB zu Jen Brea lassen aber auch da einen Zusammenhang möglich erscheinen.

Das mit "über die Grenze gehen" und "alles psychosomatisch, man muss das ignorieren" habe ich auch seit langem aufgegeben, so lange ich nach der Maxime verfahren bin (wird von manchen Ärzten propagiert...) wurde die Schwäche nur noch schlimmer. Extremfall bin ich keiner, aufstehen kann ich schon noch, aber mehr als 1 Stunde leichte körperliche Aktivität und ansonsten höchstens noch Staubwischen/bisschen Homeoffice ist nicht mehr drin.
 
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was waren bei dir denn die Ursachen für Kopfschmerzen & Tinnitus und wie lange hattest du das.

den tinnitus hatte ich gsd nur einige monate lang sehr heftig. dann hab ich aus ganz anderen gründen den kaffee weggelassen und kurze zeit später war der tinnitus weg, ist aber eine längere zeit immer wieder mal aufgetreten und ich hatte keine ahnung warum, weil ich absolut keinen kaffee getrunken hatte, noch nicht mal koffeinfreien.

dann hab ich durch ein ernährungstagebuch herausgefunden, daß alles, das auch nur winzigste spuren koffein o.ä. enthält (schokolade, kakao, tee usw.) das auslöst. dann war er weg bzw. nur selten mal ein bißl, das ich einfach ignoriert hab bis auch das weg war.

die gleichen trigger haben auch eine schlimme kieferneuralgie, die mir eine ....... zahnärztin eingebrockt hat getriggert, dabei gibt es aber auch noch andere trigger, die ich gerade versuche rauszufinden, weil nach einer viele jahre langen pause völlig ohne schmerzen (und auch ohne tinnitus trotz etwas kaffee und schokolade usw.) seit kurzem wieder sehr heftige schmerzen da sind (durch den crash ist halt alles wieder uv).

die Ärzte sind machtlos und meinen, es wird wird eh für immer so bleiben und man könne halt nix machen.

solche ärzte sollte man einsperren. man kann immer was machen. manchmal ist es sehr schwierig, aber es geht immer.

lediglich bei sehr schweren organschäden kann man nicht mehr ganz gesund werden, aber auch dann kann man noch enorme besserungen erreichen (in der o.g. praxis sogar bei patienten, die schon krebs im endstadium hatten und mit dem krankenwagen gebracht wurden, weil sie noch nicht mal mehr im auto sitzen konnten).

bei mir haben die ärzte vor über 20 jahren beim nierenversagen (funktion unter 40 %) auch gesagt, da könnte man nichts machen und ich hab es wieder hinbekommen (ebenso wie auch alles andere allein, weil ich keinen passenden arzt finden konnte).

ebenso bei meinen augen (lt. ärzten sollte ich jetzt schon lange blind sein, bin aber weit davon entfernt, konnte beim li. auge trotz etlicher netzhautrisse und glaskörperblutungen die sehkraft wieder bessern, angeblich ist sowas völlig unmöglich), ebenso beim asthma (lufu unter 50 %) und beim rheuma (mehrere kaputte gelenke und das re. schultergelenk war "dank" der tollen ärzte und physios damals komplett versteift).

ich hab früher in der praxis eines hom. arztes die gesundheits- und ernährungsberatung gemacht und da kamen fast nur schwerkranke leute hin und die meisten waren therapieopfer der ärzte und hp usw. und sehr oft war mit fehldiagnosen und falschbehandlungen eine besserung verhindert worden bzw. alles immer noch schlimmer gemacht worden.

leider hat er nach ein paar jahren zunehmend auf´s geld geschaut und deshalb hab ich da aufgehört und später von patienten gehört, daß er wie viele andere "alternative" ärzte vor allem auf`s geld achtet und bzgl. der therapie nicht mehr so gut ist wie früher.

wie gesagt, man kann immer noch irgendwas machen. wichtig ist, daß man auch daran glaubt und positiv denkt.

und egal was man hat, ist auch eine gesunde ernährung und lebensweise usw. wichtig (haben damals manche patienten nicht geglaubt oder gedacht, sie würden gesund essen und leben und dann staunend festgestellt welch enorme besserung es dadurch auch bei krankheiten gab, die scheinbar garnichts damit zu tun haben).


lg
sunny
 

Kate

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Hallo @saoirse,

hier ist ja ein reger Austausch.

Das
Ich gehe pro Tag etwa 1 Stunde spazieren, das geht noch, aber ist das Äußerste an "Sport". Trotzdem dieser heftige Muskelverlust.
... finde ich aber schon ziemlich gut und hätte ich nach Deiner Beschreibung weiter oben nicht für möglich gehalten. Ich habe in stressigeren Zeiten (wo ich aus anderen Gründen knapp an der Kraftgrenze war) eine halbe Stunde "schnelles Gehen" pro Tag als Minimal-Programm (auch von Kuklinski so empfohlen) durchgezogen, auch das hat schon geholfen, Stress abzubauen & Muskeln nicht abzubauen. Dazu kamen (wenn ich es recht erinnere) meist auch noch 3 Theraband-Übungen und natürlich der normale Tagesablauf, wo man sich ja auch noch etwas bewegt. - Dein Muskelverlust scheint mir dem, was Du noch schaffst, nicht angemessen. Kenne mich damit aber nicht speziell aus, weil ich selbst zwar dünn, aber muskulär nicht so schlecht ausgestattet und wenigstens leicht "durchtrainiert" bin.

Wegen Ausschluss von Morbus Crohn und Zöliakie: Wurde das fachgerecht gemacht? Bei Zöli wäre das meines Wissens (immer noch) die Zwölffingerdarm-Biopsie als Goldstandard und beim Morbus Crohn ist zu bedenken, dass er den gesamten Verdauungstrakt befallen kann, also auch den schwer spiegelbaren Dünndarm, wo meine ich das MR-Sellink (leider mit Gadolinium) immer noch Standard ist.

Wie sunny auch schrieb ist die Ernährung auf jeden Fall aus meiner Sicht immer ein Grundbaustein. Bei Muskelschwund würde ich da vor allem mal systematisch auf die Eiweißzufuhr achten. Wurde auf Eiweißmangel untersucht? (Ich meine, das geht schulmedizinisch über die Eiweiß-Elektrophorese, aber man könnte auch mal an eine Aminosäuren-Untersuchung im Plasma denken.)

Was mir eben noch bei Muskelschwund einfällt: Wurdest Du auf Mitochondropathien untersucht? (Hier meine ich die schulmedizinisch anerkannten Erbkrankheiten, nicht die "mitochondriale Dysfunktion", wie Kuklinksi, Kremer u.a. sie beschreiben.) Meist wird das wohl früher im Leben manifest, es gibt aber wohl auch leichtere Formen, die sich erst später zeigen können. Auch hier bin ich ich aber nicht sehr gut informiert.

Gruß und bitte nicht aufgeben
Kate
 
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eine halbe Stunde "schnelles Gehen" pro Tag als Minimal-Programm

davon konnte ich dieses jahr monatelang nur träumen. ich konnte nur wenige schritte mühsam humpeln und dann wieder lange nur rumsitzen.

sichtbaren muskelschwund hatte ich trotzdem nicht.

ebenso etliche schwerkranke patienten, deren zustand und entwicklung ich früher miterlebt hab.

wer da sichtbar so dünn war, war halb verhungert, weil er längere zeit nichts mehr oder fast nichts mehr essen konnte oder wollte.

oder die nährstoffe wegen einer zehrenden krankheit nicht mehr vom körper verwertet werden konnten.
oder beides.

aber sowas ist kein fall für ein forum.

damit muß man einen arzt bzw. eine klinik mit besserer diagnostik und mehr kenntnissen finden als üblich.

das ist nicht einfach, aber möglich.

früher waren da ein paar anthroposophische kliniken gut. wahrscheinlich immer noch, aber ich bin schon länger nicht mehr im med. bereich tätig und daher aktuell nicht mehr zuverlässig informiert.

es wäre aber eine möglichkeit und wird wohl auch von der kasse bezahlt, wenn man eine überweisung bzw. einweisung vom arzt hat.



lg
sunny
 
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Hallo,

danke euch. Ich kann nur in normalem Tempo bzw gemächlich spazierengehen, mit Pausen, wie eine Oma... also zügig oder Nordic Walking ist schon lange nicht mehr drin...

Das ist es eben, was auch der Orthopädin auffiel: Der Muskelschwund ist nicht ganz angemessen. Allerdings war ich auch schon immer dünn und hatte immer Schwierigkeiten, Muskulatur aufzubauen und zu erhalten. Das bedurfte relativ viel Sport mit relativ hohen Belastungen (Krafttraining). Und selbst dann hat man nur recht wenig gesehen im Vergleich mit anderen. Schnell und gut auftrainieren ließen sich eigentlich immer nur Oberschenkel, Po, Bauch.

Morbus Crohn und Zöliakie: Wurde leider bisher nur per Blutuntersuchung ausgeschlossen, ich habe aber auch keine typischen Symptome, die das nahelegen würden. Die Dünndarmbiopsie war vor ein paar Wochen (vor der Blutabnahme) mal im Gespräch, ob das noch aktuell ist, erfahren ich wohl morgen, man hatte jedenfalls auch da Bedenken wegen meines Allgemeinzustands. Genau wie bei einer angedachten Muskelbiopsie.

Auf Mitochondropathien wurde wohl noch nicht untersucht, morgen wird in der Uniklinik Blut für die Immunologie gezogen, ich muss mal fragen, ob das dort enthalten ist...

Meine Ernährung besteht aus normaler Mischkost. Also nicht vegetarisch oder sonstwie eingeschränkt. Man findet ja auch nicht raus, warum ich ein Gewicht wie ein Vogel habe, ganz gleich, was ich in mich reinstopfe. Das war zwar immer schon so, hat sich aber seit den Infektionskrankheiten auch verschlimmert. Deshalb hatte man an Krebs gedacht (und mir auch schon öfters Bulimie unterstellt). So oder so muss ich mich ständig dagegen wehren, dass alles auf die Psyche geschoben wird (ok, der Bandscheibenprolaps ist nun Fakt). Ironischerweise sind es ausgerechnet die behandelnden Psychotherapeuten, die mir attestiert haben, dass die Beschwerden nicht psychosomatisch oder somatoform sind. Verkehrte Welt...

LG
Saoirse
 

Kate

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Hallo saoirse
Schnell und gut auftrainieren ließen sich eigentlich immer nur Oberschenkel, Po, Bauch.
Dann musstest Du zumindest nicht die typischen Frauen-Kurse a la "Bauch-Beine-Po" mitmachen bzw. hattest nicht die üblichen (vermeintlichen) "Problemzonen" ;)
Morbus Crohn und Zöliakie: Wurde leider bisher nur per Blutuntersuchung ausgeschlossen, ich habe aber auch keine typischen Symptome, die das nahelegen würden.
Bei beiden Krankheiten gibt es verschiedene Schweregrade und vor allem nach meiner Information auch Fälle, bei denen extraintestinale Symptome im Vordergrund stehen. Beide Krankheiten könnten eine schlechte Nahrungsverwertung zur Folge haben. Wobei ich persönlich mir das so ganz ohne Darmprobleme auch eher nicht vorstellen kann. Das ist aber eine Frage für einen Gastroenterologen.
Muskelbiopsie.

Auf Mitochondropathien wurde wohl noch nicht untersucht,...
Soweit ich weiß, spielen bei der Diagnostik Muskelbiopsien eine Rolle. Es ist allerdings auch ein spezielles Fachgebiet.
So oder so muss ich mich ständig dagegen wehren, dass alles auf die Psyche geschoben wird...
Leider muss ich sagen, dass ich so etwas öfter mal auch von anthroposophischen Kliniken oder Ärzten gehört habe. Ein Fall war mal bei "Abenteuer Diagnostik" im NDR: Eine ganz junge Frau, noch Schülerin, mit neurologischen Beschwerden. Nachdem sich mit Standarddiagnostik nichts finden ließ, wurde sie in einer anthroposophischen Klinik ziemlich umgehend psychiatrisiert. Später stellte sich eine (wohl seltene oder selten diagnostizierte) genetische Erkrankung heraus, die dann aber zum Glück ganz gut behandelbar war.

Dass es Psychologen sind, die darauf hinweisen, dass es sich eher nicht um etwas psychogenes/-somatisches oder somatoformes o.ä. handelt, habe ich schon öfter gehört...

Zum Thema möglicher Eiweißmangel hast Du nichts gesagt, da habe ich auch von einem Fall gehört. Ein Mann mit Muskelschwund am Po, er konnte nur noch mit Kissen überhaupt sitzen, hat es erst selbst nicht ernst genommen und es war ihm eher peinlich. Als Ursache stellte sich Eiweißmangel heraus. Bei meinem Hausarzt wird eine Eiweißelektrophorese durchaus gemacht, auch beim Checkup - jedenfalls, wenn jemand sich nicht ganz gut fühlt.

So - nun noch einen entspannten Sonntagabend...
Gruß
Kate
 
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Stimmt. Diese typischen Problemzonen hatte ich nicht bzw nur in sportfreien Phasen... Das ist schon so lange her, dass ich mir über sowas Gedanken machen konnte :( Wenn ich dran denke, dass mein größtes Problem mal Besenreiser an den Beinen und feine Fältchen unter den Augen waren. Und Männer. Das ist alles so weit weg wie der Mond. Heute bin ich froh, dass ich noch regelmäßig duschen und Haare waschen kann. Und dann wundert man sich ernsthaft drüber, dass ich eine Depression bekommen habe und täglich Suizidgedanken pflege.

Darmprobleme sind tatsächlich nicht da, daher haben die Ärzte das mit Zöliakie und MC vielleicht nach der negativen Blutuntersuchung nicht weiterverfolgt.

Achso, ja, das mit dem Eiweißmangel hatte ich so verstanden, dass ich vielleicht zu wenig Eiweiß über die Nahrung aufnehme, was aber eigentlich nicht sein kann, da ich regelmäßig Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier esse. Wenn das aber auch andere Ursachen als bloß die Ernährung haben kann, sollte ich das mal weiterverfolgen... Das hat jedenfalls noch kein Arzt erwähnt.

Dir auch einen schönen Abend. Ich glaube, ich guck mir irgendwas Blödes aus der Mediathek an. "Sturm der Liebe" oder so...
 
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@Kate die Eiweißelektrophorese wird nun von der Uniklinik gemacht... Auch wurde mir gesagt, der Prolaps könnte schon für einiges verantwortlich sein... trotzdem soll halt parallel der Muskelschwund noch abgeklärt werden. Das geht dann neben der heutigen Blutentnahme in der Neurologie weiter...
 

Kate

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Danke für Deinen Bericht, @saoirse,
weiter alles Gute
und halte uns gern auf dem Laufenden :)

Gruß
Kate
 
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Hallo,

ich habe noch eine Frage zum Upright MRT (München): Wird im Befund auch ein direkter Bezug zu den vorhandenen Beschwerden hergestellt, oder schildert der Radiologe bloß, was zu sehen ist, ohne es zu werten... ?

Ich bin mittlerweile zu 100% überzeugt, dass meine Kopfgelenke an allem schuld sind und immer instabiler werden, warum auch immer. Es ist quasi von Tag zu Tag eine Abwärtsspirale, und mehr und mehr denke ich, der BSV ist bloß die Spitze des Eisbergs und kommt wahrscheinlich durch instabile Kopfgelenke.

Was ich halt (außer der endgültigen Bestätigung für mich selbst, um über weitere Schritte zu entscheiden) brauche, ist ein Befund, den ich den ständigen Psychiatrisierungsversuchen (trotz nachgewiesenem BSV ja immer noch... !) entgegenhalten kann. Aktueller "Lösungs"vorschlag ist: Psychosomatische Reha mit Tanztherapie, Entspannungstechniken usw. Ja hahaha, selten so gelacht.

LG, saoirse
 
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Wird im Befund auch ein direkter Bezug zu den vorhandenen Beschwerden hergestellt
Nein.

Was ich halt (außer der endgültigen Bestätigung für mich selbst, um über weitere Schritte zu entscheiden) brauche, ist ein Befund, den ich den ständigen Psychiatrisierungsversuchen (trotz nachgewiesenem BSV ja immer noch... !) entgegenhalten kann.
Dazu taugt das Upright nicht. Weder Upright noch Kopfgelenksstörung ist in Deutschland vom Mainstream anerkannt und erst recht nicht von irgendwelchen Rententrägern.
 
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