Tinnitus, Migräne, Wirbelsäulen-Probleme, EBV - HWS-Leiden?

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Hallo,

ich habe den Thread über Google entdeckt und reihe mich hier mal still ein. Ich leide seit über 2 Jahren. Sehr vieles spricht für ein HWS-Leiden... bei mir ist das Leitsymptom unerträglichster, vielstimmiger Tinnitus, außerdem habe ich ständig migräneartige Kopfschmerzen, die vom Atlasbereich über den Hinterkopf in die Augenbraue ziehen (beidseitig), Nackenschmerzen, Schmerzen und Taubheitsgefühle im Bereich BWS, in jüngster Zeit auch Probleme im Ischias und linkem Knie.

Ich habe zwei Suizidversuche und schon davor auch diverse Psychiatrieaufenthalte wegen der Unerträglichkeit der Beschwerden hinter mir. Natürlich wurde alles psychologisiert und auf eine Angststörung geschoben, die ich schon seit weit über 20 Jahren habe und die mich immer nur periodisch und vernachlässigbar beeinträchtigt hat. Diagnostiziert wurde dann auch eine schwerwiegende Depression (die definitiv durch den unbeschreiblichen Tinnitus ausgelöst wurde, nicht umgekehrt). Die HNO konnte überhaupt nichts finden, mein Gehör ist ganz normal durchscnittlich, ich hatte keinen Hörsturz, kein Knalltrauma. Der Tinnitus kann ganz klar durch Bewegungen des Halses beeinflusst werden. Zusätzliche Töne können so ausgelöst oder unterbrochen werden.

Inzwischen haben zwei Osteopathinnen und ein Physiotherapeut voneinander unabhängig blockierte Kopfgelenke (Atlas) festgestellt. Das aber erst seit letztem Herbst. Es wurde von der Orthopädin die HWS geröntgt und ein MRT gemacht - angeblich sei alles in Ordnung, bis auf "atersgemäßen Verschleiß". Ja, klar... Osteopathie hat nichts bewirkt, versuche jetzt Physiotherapie, die hilft zumindest gegen die Kopfschmerzen. Ansonsten habe ich von Akupunktur bis Psychopharmaka (teils 6 gleichzeitig! Alle komplett ohne Wirkung!) alles durch, sogar Cannabis, das und Pregabalin muss ich jetzt langsam ausshcleichen, hat mir null gebracht...

Woher das mit der HWS kommt, weiß keiner. Ich kann nur mutmaßen. 2015 bin ich umgezogen, im Zuge des Umzugs bekam ich vernichtende Kopfschmerzen, hauptsächlich rechtsseitig, migräneartig, von hinten hochziehend. Konnte quasi nur noch liegen, bei jeder Bewegung habe ich vor Schmerzen geschrien. Notaufnahme KH, da war ein Chiropraktiker, der einen ausgerenkten Atlas feststellte und den ruckartig "eingerenkt" hat; im Nachhinein glaube ich, das war`s mit meinem Leben. Die Schmerzen wurden nicht besser, also kam ich dann stationär ins KH.

Verdacht: MS oder Borrelliose oder irgendwas mit Rheuma. Alles wurde per MRT, Blutuntersuchung und Lumbalpunktion usw ausgeschlossen. Also angeblich alles psychosomatisch (was es nicht war). Ein Physio kam dann auf Verspannungen im Nacken, siehe da, nach drei Wochen Physiotherapie waren die Schmerzen weg. Ein halbes Jahr später dann plötzlich Probleme mit der rechten Hand, Finger schwollen, wurden dick und schmerzhaft, keiner konnte was finden. Wieder Rheumaverdacht, wieder negativ. Verging nach einigen Wochen. Das war 2016.

Sommer 2017 begannen komische Ohrsensationen links. Knistern, Ohr immer wieder leicht verlegt, manchmal leichte Ohrgeräusche. Habe ich ignoriert, war nicht so schlimm. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch konsequent Fitnesstraining betrieben und bin regelmäßig geschwommen.

Dann Frühjahr 2018, bäm. Erst Influenza, dann Pfeiffersches Drüsenfieber. Keinerlei Sport mehr möglich. Danach fingen die ganzen Probleme schlagartig an. Erst die BWS, dann der Tinnitus, dann schleichend immer mehr, und so ist es bis heute. Einen Tag hatte ich auch mal heftigen Drehschwindel, der ist nach Lagerungsübungen verschwunden. Ich kann nicht mehr. Nichts hilft mir. Schmerzen in und hinter den Ohren, HNO findet nichts... Sobald ich wach werde (schlafen geht eh nur mit Schlafmitteln) gehen die Qualen wieder los. Womit habe ich das nur verdient. Das ist kein Leben mehr. Ich denke, dass, wie bei so vielen hier, meine HWS kaputt ist und da einfach nichts mehr helfen wird, egal, was ich noch versuche :( Vermutlich war meine HWS unbemerkt schon vorgeschädigt. Ich war früher Reiterin und habe von Kindheit an jede Menge Stürze gesammelt. Ich fürchte, das Einrenken mit dem späteren krankheitsbedingten Muskulaturverlust hat das Fass dann zum Überlaufen gebracht. Mein Bindegewebe ist auch schlecht, liegt in der Familie.

Ich bin noch jung, und doch am Ende :( Die Ärzte glauben mir nicht. Alles sei psychosomatisch... Alle Therapien muss und musste ich komplett selbst bezahlen. Ich will noch zu Prof. Kuklinski, aber kaputte HWS ist ja so oder so bleibend... ich weiß nicht mehr weiter und bin für meine Familie eine Last. Noch kann ich arbeiten, aber auch da sehe ich schwarz, da meine Kraft immer weniger wird...

Traurige Grüße
saoirse
 
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am besten bittest du den admin, deinen beitrag in einen eigenen thread zu setzen. du bist jetzt in dem von wackelkopf.

bzgl. deiner beschwerden:

ws einrenken sollte man nie machen lassen, das kann sehr schiefgehen bis hin zu lähmungen usw.

probleme mit der ws. kommen sehr oft durch eine ungünstige körperhaltung, nicht optimale schuhe (bei frauen besonders oft), bei manchen auch durch ein ungeeignetes bett oder einen ungünstigen schlafplatz (das kann man einfach testen, wenn man mal einige tage woanders schläft und schaut, ob die beschwerden dann weniger werden oder das bett an einen anderen platz stellt ohne elektrisches oder strahlendes in der nähe), zu wenig oder falsche bewegung (sport und auch physiotherapie isr manchmal eher schädlich als nützlich), manchmal auch durch uv nahrungsmittel oder medis, vor allem chem.

bei der chron. borre nützen die üblichen tests oft nichts. es gibt aber ein paar ärzte, die sich besser damit auskennen und umfangreicher testen und teils auch naturheilkundlich behandeln. einer (berghoff o.ä.) ist in der nähe von köln/bonn.

beim tinnitus kann alles mögliche eine rolle spielen, u.a. auch eine uv von koffein.

wie alt bist du denn ?

wieso mußtest du denn die therapien selbst zahlen ?

physiotherapie usw. bekommt man normalerweise auf kasse.


lg
sunny
 

Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Hallo Sunny,

danke für die Antwort, ich wusste nicht, dass es ein "fremder" Thread ist, wie kann ich denn die Admin hier informieren...?

Koffein haben ich mal probeweise 3 Monate rausgelassen = leider keine Veränderung. Trinke aber nur 1 Tasse Milchkaffee/Tag. Histamin hingegen geht gar nicht mehr. Ich musste alles, was histaminhaltig ist oder als Liberator dient, streichen. Es verstärkt den Tinnitus noch weiter :(

Ich bin 42. Wohne im Raum Frankfurt/Main.

Da ich gesetzlich versichert bin, hat die Kasse alles das nicht übernommen:

- Akupunktur
- TCM
- Osteopathie
- Homöopathie
- Shiatsu
- Infusionen
- Tinnitus-Retraining

Bin mittlerweile Tausende losgeworden, ohne irgendeine Besserung zu erfahren. Die Physio wird nicht übernommen, weil es angeblich keine Indikation gäbe; ich sei nur verspannt und solle mehr Sport machen. Wenn ich sage, dass es durch Sport NOCH schlimmer wird, wird mir das nicht geglaubt bzw es kommt der Kommentar "Ja aber der Tinnitus wird ja nur kurzzeitig lauter und dann leiser." Falsch :( Der dreht nach einer Runde Ausdauer und Krafttraining für Wochen doppelt und dreifach auf... Jede sportliche Bewegung oder Belastung oberhalb des Bauchnabels scheint verschlimmernd zu wirken. Es geht überhaupt nur noch langsames Schwimmen und Spazierengehen. Zum Glück habe ich keine Gewichtsprobleme, da hätte ich ohne Sport sonst echt ein Thema.

Danke für den Hinweis mit der chronischen Borrelliose, das hat mir natürlich auch kein Arzt gesagt *wütend* nur, dass die Lumbalpunktion gezeigt habe, dass ich keine Borreliose habe.

Habe seit das angefangen hat so ein Tempur-HWS-Kissen... hat aber nichts verbessert, auch andere Kissen bisher nicht. Mein Schlafzimmer ist insoweit "strahlenfrei", als dass ich da keine elektrischen Geräte außer einem uralten CD-Player habe (den brauche ich, um nachts Musik zu hören, ohne geht Schlafen gar nicht mehr, da der Tinnitus schreit wie drei einfahrende Züge und eine Alarmanlage...)

Ich weiß natürlich nicht, inwiefern von den Nachbarn oder dem nahen Mobilfunkmast etwas rüberstrahlt, oder mein W-LAN.

Ich bin mir mit der Physio auch nicht sicher :( Es wechselt ständig. Nach der vorletzten Behandlung (vorsichtiges Mobilisieren des Atlas durch Drücken, und Lösen von Verspannungen Hals/Nacken) war der Tinnitus plötzlich zu 99% WEG. Es war himmlisch... hielt leider nur 4 Tage an, dann morgens heftigen Schmerz hinten rechts am Wirbel, heftigen Schmerz hinter der rechten Augenbraue, und zack, Tinnitus wieder da, alles beim Alten, und seitdem mal wieder sehr stark... die darauffolgende Behandlung konnte den Erfolg leider nicht wiederholen. Dieselbe Erfahrung durfte ich schon mit der Osteopathie machen. Auch da war einmal der Tinnitus einfach hinterher für ein paar Tage weg, kam aber zurück und dann war der Erfolg nicht wiederholbar.

Einlagen bräuchte ich in der Tat, habe Spreizfüße... vielleicht sollte ich das mal ausprobieren...

LG
 
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10.01.04
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Hallo saoirse,

bist Du schon auf den "Morbus Meunière" gestoßen?:

Leider gibt es da anscheinend auch keine wirksame Behandlung. Trotzdem wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn Du Dich mit der Tinnitus-Liga in Verbindung setzt; evtl. fällt denen noch etwas für Dich ein?

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
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18.06.20
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Hallo saoirse,

bist Du schon auf dern "Morbus Meunière" gestoßen?:

Leider gibt es da anscheinend auch keine wirksame Behandlung. Trotzdem wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn Du Dich mit der Tinnitus-Liga in Verbindung setzt; evtl. fällt denen noch etwas für Dich ein?

Grüsse,
Oregano
Hallo Oregano,

danke. Ja, das Thema MM habe ich auch schon durch :( Negativ. Kein Meniere, laut meinem HNO. Auch keine Hörminderung. Es ist vielmehr überhaupt nichts HNO-technisches festzustellen. (Der Schwindel ist nur einen einzigen Tag lang aufgetreten, nur im Liegen beim Umdrehen... Hausärztin hat das als Lagerungsschwindel klassifiziert...) Akustikusneurinom hat man auch ausgeschlossen.

Die DTL hatte letztlich nur den Ratschlag, ein Retraining und eine Verhaltenstherapie durchzuführen, auch das half leider nicht. Der Tinnitus hat ein Ausmaß, welches mit dem Leben nicht vereinbar ist und was der Retraining-Spezialist so angeblich auch noch nie erlebt hat :(

Die letzten 2 Jahre war halt überhaupt nicht zu ersehen, wo das herkommt; ich bin vergeblich auf 1.000 Krankheiten inkl HIV getestet worden, die Rücken- und Kopfschmerzen hat man nicht wirklich mit dem Tinnitus in Verbindung gebracht, sondern es hieß, das seien alles stressbedingte Verspannungen. Mittlerweile ist es allerdings so, dass ich den Atlas auf der rechten Seite hinter dem Ohr nur anfassen oder mich auf den Rücken legen muss, so dass er belastet wird, sofort werden Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und zusätzliche Töne ausgelöst. Dasselbe, wenn ich den Kopf drehe. Ich bin jetzt hier auf die Atlastherapie nach Arlen gestoßen, es gibt einen Arzt in FFM, der das anbietet, aber Wackelkopfs Berichte machen da auch nicht so wirklich Mut...

Rant: Mittlerweile frage ich mich echt, wozu wir die "moderne Medizin" überhaupt haben. Meinem Eindruck nach funktioniert Unfallchirurgie, Transplantationsmedizin und Lebensverlängerung mit Maschinen, und das war`s so ziemlich. Irgendwie befinden wir uns bei sehr vielen Krankheiten (Meniere, Tinnitus, instabile HWS, ALS sind nur ein paar davon) quasi immer noch im Mittelalter und man könnte wohl ebensogut beten oder eine Hexe verbrennen, statt den 3.854ten Arzt aufzusuchen... :(

LG

saoirse
 

Kate

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Hallo saoirse,

willkommen hier :)
am besten bittest du den admin, deinen beitrag in einen eigenen thread zu setzen. du bist jetzt in dem von wackelkopf.
ich wusste nicht, dass es ein "fremder" Thread ist, wie kann ich denn die Admin hier informieren...?
am einfachsten wenn du auf melden unter deinem beitrag klickst.
Das mit dem Meldeknopf ist richtig, dann kümmert sich jemand, in diesem Fall ein Moderator. Du wirst Dich mit der Zeit sicher zurechtfinden, so schwierig ist es nicht und die Nutzungsbedingungen und Boardregeln kannst Du ja jederzeit nochmal nachlesen.

"Fremder Thread" in dem Sinne, als ihn ein anderes Mitglied für seine ganz speziellen Probleme (also personen- und nicht sachthemenbezogen) eröffnet hat. Dort mitten im Thread die eigene (noch dazu komplexe) Geschichte einzubringen ist weder für Dich noch für den Thread-Eröffner sinnvoll ;)

Ich habe daher die Beiträge in einen eigenen Thread verschoben; falls Du den Titel noch verändert haben möchtest, sag bitte Bescheid.
---
Zur Atlastherapie nach Arlen haben wir einen kompletten Thread und im forumseigenen Wiki steht auch einiges dazu.

Gruß
Kate
 
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18.06.20
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Hallo Kate,

danke dir. Ich hatte fälschlicherweise angenommen, es sei ein allgemeiner Thread über HWS-Probleme.

Ich sehe mir jetzt mal den Arlen-Thread an. Wie ich im Forum schon gelesen habe, scheint Prof. Kuklinski nicht mehr zu praktizieren :( Bitte "Borreliose" aus dem Threadtitel entfernen, da ist ja der bisherige Stand nach Lumbalpunktion, dass ich angeblich keine habe.

LG saoirse
 

ADo

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06.09.04
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Hallo,
ich habe sicherlich nicht so starke HWS und Tinnitus Probleme wie du aber vielleicht kann dir meine Methode ja auch helfen. Als sich bei mir der Tinnitus mal wieder verstärkt hatte, habe ich versucht, mich gedanklich abzulenken und mir fiel ein Besuch bei einem Summstein ein. Ich versuchte "meinen" Ton zu finden und stellte überrascht fest, dass sich mein Tinnitus verabschiedet hatte. Wann immer ich jetzt so eine Hörsensation erlebe, fange ich an zu summen und bei einem bestimmten Ton geht der Tinnitus zumindest in Lautstärke und Intensität zurück.
Vielleicht versuchst du es mal?

 
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05.10.17
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Woher das mit der HWS kommt, weiß keiner. Ich kann nur mutmaßen. 2015 bin ich umgezogen, im Zuge des Umzugs bekam ich vernichtende Kopfschmerzen, hauptsächlich rechtsseitig, migräneartig, von hinten hochziehend. Konnte quasi nur noch liegen, bei jeder Bewegung habe ich vor Schmerzen geschrien. Notaufnahme KH, da war ein Chiropraktiker, der einen ausgerenkten Atlas feststellte und den ruckartig "eingerenkt" hat; im Nachhinein glaube ich, das war`s mit meinem Leben. Die Schmerzen wurden nicht besser, also kam ich dann stationär ins KH.
Hallo saoirse,

eine mögliche Ursache für Deinen Tinnitus ist eine Blockade der Halswirbelsäule.
Aber auch ein HWS kann Tinnitus auslösen.
Als mögliche Ursachen kommen Verschleiss, Fehlhaltung (Bsp. Handy-Nacken), eben blockierte Halswirbel, Rheuma, Osteoporose u.a. in Frage. Kuklinki unterscheidet übrigens zwischen Genickgelenksinstabilität u. HWS.
Wichtig für Dich zu wissen: Nach Kuklinki kommt es bei HWS zu einem Anstieg der NO- und Perxinitrit-Bildung im Körper. Nitrostress, Oxidativer Stress u. Peroxinitrit können an unbestimmten Orten im Körper Probleme und Schäden verursachen.
Leider steigern auch viele Medikamente, wie Betablocker, Ibuprofen, Paracetamol, usw., gepökelte Lebensmittel, u.a. die NO-Bildung.
Deine Beschwerden führen sicher zu mehr Stress, was noch weitere Folgen hat - u.a. höherer Bedarf an Magnesium, Zink, Vitamin C, Kalium, Omega 3. Ich würde auch hier ergänzen - mind. Magnesium.
Zahlreiche Nitrit- und Nitrat-Lieferanten wie z.B. Konservierungsstoffe von Fleisch- und Wurstwaren begünstigen die Anhäufung von NO.
Quelle: Nitrostress

Vielleicht helfen Dir ein paar Übungen weiter. Übungen und eine korrekte Haltung sind sehr wichtig.
Was hilft beim HWS Syndrom? 11 Tipps und Übungen für einen schmerzfreien Alltag

Ich würde Dir auch diese 2 Bücher von Kuklinski empfehlen:
Kuklinski, Dr. sc. med. Bodo. Mitochondrientherapie - die Alternative: Schulmedizin? Heilung ausgeschlossen!
Kuklinski, Dr. med. Bodo. Das HWS-Trauma: Ursachen, Diagnose und Therapie

Du solltest u.U. auch etwas zur NO-Reduktion machen - mit B12 hochdosiert (mit B-Komplex kombinieren).
Ein gutes B12-Präparat findest Du mit:
B12 + Methylcobalamin + Adenosylcobalamin + Hydroxocobalamin + 1000µg + Bioaktiv
(siehe auch Vitamin B12 - Wirkung)

Alles Gute
 
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25.09.13
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Hallo saoirse!
Wenn du Übungen am Oberkörper schlecht verträgst, dann könntest du doch erstmal die Beine für Dehnung und Kräftigung benutzen.
Flexibilität in anderen Körpergegenden entlastet bestimmt die HWS.
Viele Grüße!
 
Themenstarter
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18.06.20
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Hallo alle,

danke. Die Bücher von Kuklinski werde ich mir gleich bestellen, leider bin ich ab morgen 2 Wochen im Urlaub, dann kann ich die erst danach lesen... :( Omega 3 nehme ich schon lange, außerdem Gingko. Das andere muss ich mir bestellen. Den Summstein kannte ich noch gar nicht xD

@Earl Grey
Ja so ähnlich hat mein Physiotherapeut es auch gesagt ;) Ich habe jetzt auch mit mehrmals täglich Übungen für die Beine angefangen. Ich habe auch den Eindruck, dass seitdem ich die krankengymnastischen Übungen und die craniosakrale Physio mache (5 Wochen), zumindest die Beschwerden in der Gegend des Ischias langsam nachlassen. Das Problem ist vielleicht auch, dass ich eben bis zum Frühjahr 2018, als ich mir die Virusinfektionen eingefangen habe, einen recht guten Muskeltonus durch Sport hatte und der dann schlagartig weggebrochen ist; monatelang durfte ich GARNICHTS machen, weil sonst das Herz Schaden genommen hätte, und dann waren/sind meine Muskeln völlig verkümmert. Als ich den Sport dann wieder aufnehmen wollte, habe ich ihn wie gesagt wegen des Tinnitus nicht mehr vertragen :( Heißt, viel Muskulatur habe ich nach wie vor nicht. Spazierengehen und Schwimmen (was ja seit Monaten coronabedingt auch wegfällt) ersetzen halt leider kein intensives Zirkeltraining im Studio... :(

@docwho
Einen Verschleiß an der HWS hatte die Orthopädin auch tatsächlich auf dem Röntgenbild gesehen. Ihre Aussage dazu war allerdings, das sei völlig in der Norm, also altersgemäß, das habe jeder... das könne die Beschwerden nicht erklären. Ich war und bin skeptisch bzgl dieser Aussage, zumindest was den Teil "das kann nicht daran schuld sein" angeht. Meine Theorie dazu ist, dass zwar vielleicht jeder ü40 einen gewissen Verschleiß an der HWS aufweist, der aber im Einzelfall so ungünstig lokalisiert sein kann, dass eben doch Beschwerden entstehen... Etwas Rheumatisches wurde ja ausgeschlossen, was noch nicht untersucht wurde, ist Osteoporose. Wäre ein neuer Ansatz, da bin ich noch nicht drauf gekommen, aber meine Oma hatte Osteoporose...

Bei mir hören die Schmerzen im Liegen komplett auf. Oft verschwindet dann auch der Tinnitus völlig, zB wenn ich morgens wach werde, kommt es vor, dass erstmal NICHTS da ist. Mit autogenem Training im Liegen kann ich auch alles gänzlich ausschalten, da darf aber kein einziger Muskel mehr Spannung haben... Ich hatte auch schon längere Phasen, einmal fast 2 Monate, wo er quasi weg war. Leider war das niemals nachhaltig... Er ist auch immer mal für Stunden oder tageweise fast weg. Extrem schwankend halt. Sehr verschlimmernd wirken Fahrten mit der Straßenbahn. Autofahren geht relativ gut, seit ich meinen Autositz mit Gartenstuhlpolstern versehen habe...

Mein Speiseplan ist schon sehr zusammengestrichen, weil ich ja sofort auf Histamin reagiere... :( ein bestimmter Tinnituston rastet dann für lange Zeit völlig aus, und noch ein paar andere Beschwerden treten auf... Wurst, Pökelfleisch usw habe ich zB komplett gestrichen, auch wage ich mich an kein einziges Schmerzmittel mehr heran, weil die entweder histaminfreisetzend wirken, oder aber als direkte Nebenwirkung den Tinnitus verschlimmern könnten.

Was ist denn der Unterschied zwischen HWS (Halswirbelsäulensyndrom?) und der Genickgelenksinstabilität? Ich hatte die ganze Zeit angenommen, das sei ein und dasselbe? Wenn Kuklinski nicht mehr praktiziert, wonach es ja leider aussieht, müsste ich mir einen Arzt suchen, der nach seiner Methode arbeitet...

Ich bin natürlich auch auf diese Seite gestoßen https://www.holy-shit-i-am-sick.de/...ilitaet-chiari-tethered-cord-thoracic-outlet/ und dadurch auf das Ehlers-Danlos-Syndrom... jetzt habe ich Angst, denn eine ererbte Bindegewebsschwäche habe ich ja. Ich kann zwar diese ganzen Beighton-Score-Handverrenkungen nicht, auch kein umgekehrtes Namaste usw, meine Haut erscheint mir auch eher normal, aber wer weiß. Nur mir ist auch klar, wenn ich meiner Hausärztin damit komme, wird sie nur die Augen verdrehen, weil "zu selten" (falls es ihr überhaupt ein Begriff ist).

Allen ein schönes WE
saoirse
 
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bei mir hören die Schmerzen im Liegen komplett auf. Oft verschwindet dann auch der Tinnitus völlig, zB wenn ich morgens wach werde, kommt es vor, dass erstmal NICHTS da ist.
Hallo saoirse,

das kenne ich auch. Bei mir war u.a. der Aufbiß und unverträgliche Materialien in den Zähnen an den Problemen beteiligt. Hast Du Deinen Aufbiss schon einmal überprüfen lassen?

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,

ja. Ich hatte zB nie Amalgam im Mund, sondern bisher nur drei kleine Plastikfüllungen... außerdem hinter den oberen und unteren Schneidezähnen jeweils einen dünnen Draht (Retainer), aus Stahl oder Wolfram. Mein Zahnarzt meint, das würde höchstwahrscheinlich keine Probleme bereiten... meinen Aufbiss habe ich im Zeitraum 2012 - 2014 mittels einer festen Klammer korrigieren lassen, da der nicht stimmte; die Kieferorthopädin in der Kindheit hatte es versemmelt. Es lag ein mittelgradig ausgeprägter Deckbiss vor. Der Biss konnte weitgehend, wenn auch nicht komplett korrigiert werden, da im Erwachsenenalter nicht mehr soviel möglich ist wie in der Wachstumsphase. Der Aufbiss ist jetzt aber laut KFO und Zahnarzt völlig ok. Seit 2014 habe ich auch Aufbissschienen für nachts, weil ich wohl mit den Zähnen gepresst/geknirscht habe. Das geht mit den Schienen ja nicht mehr.

LG
saoirse
 
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weil ich wohl mit den Zähnen gepresst/geknirscht habe. Das geht mit den Schienen ja nicht mehr.
zähne durch knirschen abschmirgeln geht damit wahrscheinlich nicht mehr, aber pressen geht durchaus und das schadet dem kiefer enorm.
irgendwann fallen dann die zähne aus und die zahnärzte können sehr viel geld an den implantaten verdienen. hier (großstadt) haben schon seit längerem über 90 % der zahnärzte implantologie auf dem praxisschild stehen................

sinnvoller wäre es wie bei allen krankheiten und störungen die ursachen herauszufinden und die zu beseitigen.
das geht oft mit ganz natürlichen , unschädlichen und oft sogar kostenlosen mitteln.

beim zähne pressen usw. reicht es oft schon, wenn man für weniger streß (für manche ist auch zu viel tv und inet schon streß, vor allem wenn es vor dem schlafen keine pause ohne geflimmer usw. gibt) und mehr entspannung sorgt und sich vor dem schlafen gehen und vor dem einschlafen noch mal gezielt entspannt, z.b. durch autogenes training, meditation oder progressive muskelentspannung usw.

mangelnde entspannung kann auch zum fehlbiß führen und natürlich auch zu vielen anderen störungen usw.

es ist also in jedem fall sinnvoll, etwas für mehr entspannung zu tun.


lg
sunny
 

Kate

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Hallo @saoirse
Ihre Aussage dazu war allerdings, das sei völlig in der Norm, also altersgemäß, das habe jeder... das könne die Beschwerden nicht erklären. Ich war und bin skeptisch bzgl dieser Aussage, zumindest was den Teil "das kann nicht daran schuld sein" angeht. Meine Theorie dazu ist, dass zwar vielleicht jeder ü40 einen gewissen Verschleiß an der HWS aufweist, der aber im Einzelfall so ungünstig lokalisiert sein kann, dass eben doch Beschwerden entstehen...
Diese von Ärzten nach meinem Eindruck oft angeführte Schlussfolgerung kann ich auch nicht nachvollziehen. Schon von der Logik her. Warum sollte nicht bei einem Menschen ein bestimmter orthopädischer Zustand (Mit-)Ursache von Symptomen sein können und beim anderen nicht? Menschen sind ja in vielerlei Hinsicht unterschiedlich.
...und dadurch auf das Ehlers-Danlos-Syndrom..
Dazu haben wir hier auch einen Thread, der von @odyssina eröffnet wurde und hauptsächlich gepflegt wird, die selbst betroffen ist:

Übrigens sind oben einige wichtige Threads festgepinnt und es gibt ein forumseigenes Wiki (auch zur HWS-Instabilität). Das, was da drin steht, dient auch dazu, dass man es hier nicht dauernd wiederholen muss ;)

Gruß und alles Gute
Kate
 
Zuletzt bearbeitet:
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18.06.20
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Hi Sunny,

ich weiß natürlich nicht mit Sicherheit, ob ich nachts noch presse trotz Schienen, meist wache ich aber mit "auseinanderliegenden" Zahnreihen auf... Meine Zähne machen gefühlt und laut Zahnarzt keine Probleme. Ich weiß nicht, wie ich rausfinden kann, ob ich nachts unwillkürlich noch presse -.- Autogenes Training mache ich oft zum Einschlafen. Mit PMR hingegen komme ich gar nicht klar, das wollte man mir in der Klinik nahebringen, aber die bewusste Anspannung (vor allem im Oberkörper/Gesicht) verhindert bei mir jedwede Entspannung und verschlimmert auch wieder die Ohrgeräusche. Mich wundert immer, dass so viele auf PMR schwören :D

LG
saoirse
 
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Ich weiß nicht, wie ich rausfinden kann, ob ich nachts unwillkürlich noch presse
das ist sehr schwierig, weil man meist nicht mehr preßt wenn man ganz wach ist.

ich hab es bei mir viel zu spät rausgefunden als ich mal nachts nur halb wach wurde und es gespürt habe und dann fiel mir auch auf, daß meine kiefermukulatur sehr ausgeprägt war.
die zahnärzte haben nie auf sowas geachtet oder es irgendwie erwähnt (wie auch einiges andere, das vorbeugend hätte gemacht werden müssen um zahn- und kieferprobleme zu verhindern).

aber die bewusste Anspannung (vor allem im Oberkörper/Gesicht)
das hab ich nie gemacht, wär mir auch unangenehm gewesen. ich hab immer nur füße, beine, hände und arme und teils auch den bauch ganz kurz angespannt und dann gründlich losgelassen um ein gespür dafür zu bekommen, wie sich völlig entspannte muskeln anfühlen.

das hab ich dann auch nach rel. kurzer zeit erreicht und kann seitdem einfach alle muskeln im körper nacheinander loslassen.
das mach ich normalerweise mehrmals täglich, teils geht es auch im bus, da hat man ja eh nichts gescheites zu tun und kann die zeit zum entspannen usw. nutzen und auch an der supermarktkasse kann man es teilweise machen und die zeit sinnvoll nutzen und muß sich dadurch auch nicht ärgern, wenn die kassererin rumtrödelt und alle vor einem jeden noch so geringen betrag umständlich mit einer karte zahlen.

da das muskeln loslassen (im stehen natürlich nicht alle :oops: :giggle: ) sehr schnell geht, wenn man daran gewöhnt ist, mach ich fast immer auch noch eine übung für die gute körperhaltung, die rückenschmerzen zuverlässig verhindert und so kurz und unauffällig ist, daß man sie auch an der kasse, an der roten ampel und im bus machen kann.

wenn ich mehr als 5 min im bus bin, träum ich mich auch oft einfach weg ans meer oder auf eine schöne blumenwiese, das entspannt auch und nicht nur den körper, sondern auch den kopf, was auch sehr wichtig ist und gut tut.

wenn man außerdem die muskeln im gesicht immer schön lockerläßt, verhindert man auch eine vorzeitige faltenbildung.
vor allem die stirnfalten sind selbstgemacht und teils ja schon bei rel. jungen leuten sehr ausgeprägt, dabei kann man sie bis weit ins rentenalter komplett verhindern und sieht u.a. dadurch sehr viel jünger und freundlicher aus. :)


lg
sunny
 
Beitritt
10.01.04
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Hallo saoirse,

kennst Du die Muskelrelaxation nach Jacobson? - Da kann man lernen, jeweils einzelne Muskelln bzw. Muskelgruppen anzuspannen und dann zu entspannen und dann am Ende quasi als "Zusammanfassung" noch einmal alle auf einmal anzuspannen und dann zu entspannen.
Das kann ma in Kursen sehr gut lernen, aber man kann es auch mit einer entsprechenden CD einüben.

z.B.:

Grüsse,
Oregano
 
Beitritt
05.10.17
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Was ist denn der Unterschied zwischen HWS (Halswirbelsäulensyndrom?) und der Genickgelenksinstabilität?
Hallo saoirse,

HWS betrifft die ersten 7 Wirbel ( Halswirbel) und Genickgelenksinstabilität betrifft eher die Bandstrukturen im Genickgelenk.
Störungen im HWS-Bereich
Kommt es im Bereich der Halswirbelsäule zu Störungen, werden diese gemeinhin als „HWS-Syndrom“ oder
auch „Zervikalsyndrom“ bezeichnet. Dabei ist die Diagnose im Prinzip recht ungenau, vielmehr handelt es sich
um einen Sammelbegriff für verschiedene Beschwerden im Hals-Nackenbereich.
Unterschieden wird zwischen akuten und chronischen HWS-Syndromen: Während erstere häufig auf
Verletzungen (zum Beispiel Halswirbelsäulen-Schleudertrauma) zurückzuführen sind, liegt die Ursache für ein
chronisches HWS-Syndrom meist in degenerativen Veränderungen.
Quelle: HWS-Syndrom: Häufige Ursachen, Symptome und Behandlung

Info zum instabilen Genickgelenk von Olaf Posdzech
Durch Unfälle und Überstreckungen können Bandstrukturen im Genickgelenk dauerhaft geschädigt werden.
Man bekommt eine Überbeweglichkeit im Genickgelenk, die lebenslang anhält.
Bei bestimmten Kopfhaltungen führt diese Überbeweglichkeit zu Durchblutungsstörungen im Gehirn.
Manchmal macht sich das durch Schwindel, Herzrasen oder Gesichtsfeldausfälle bemerkbar. Aber oft wird es
gar nicht bemerkt, denn diese Durchblutungsstörungen passieren vor allem nachts im Schlaf bei ungünstiger
Kopfhaltung.
Die Gehirnzellen geraten dann durch die mangelnde Versorgen in Panik. Als Reaktion auf die
Durchblutungsstörung schütten sie in großen Mengen einen Giftstoff aus: Stickstoffmonoxid. Man spricht von
nitrosativem Stress. Diese Substanz zerstört unter anderem Vitamine in den Zellen und führt zum Verlust von
wichtigen Spurenelementen über den Urin.
Mit der Zeit entstehen beträchtliche Mängel an lebensnotwendigen Vitalstoffen.
Quelle: Das instabile Genickgelenk als Hauptursache massiver Mangelzustände und Erkrankungen

Deine HWS- oder Genickgekenk-Probleme können durchaus für alle Deine Probleme - Tinnitus, Schmerzen, HI, usw. - verantwortlich sein.

lg
 
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