Systemische Probleme seit Geburt?

Themenstarter
Beitritt
28.10.08
Beiträge
19
Hi @ all,
Ich habe jede Menge Symptome (bzw. „Eigenarten“ die Symptome sein könnten) von denen ich hier mal einige Zusammenfassen will. Dies in der Hoffnung dass mir vielleicht jemand noch einen Tipp geben kann, wie ich meinen Zustand vielleicht verbessern kann.
Vorne weg, der Post wird vermutlich recht lang da ich versuche vieles hier gleich zu schreiben. Aber ich kann mich nicht mehr an alles erinnern was ich über die Jahre versucht habe bzw. was getestet wurde. Manche Dinge kann ich auf Nachfrage vielleicht noch ergänzen und ich habe auch noch einiges an Bluttest etc. als Kopie bei mir. Jedenfalls ich bin ziemlich verzweifelt da ich im Prinzip ein Großteil meines Lebens mit vielen Symptomen zu tun habe. Außerdem kommen immer mehr Frust und Verzweiflung dazu, was sich natürlich zusätzlich negativ auswirkt. Dazu kommt dass mir Ärzte häufig sagen, dass es nicht behandlungsbedürftig ist oder die Blutwerte nichts zeigen (obwohl vieles im Grenzbereich ist) und ich deshalb auch gerne auf die psychosomatische Schiene abgeschoben werde.

Ich versuche dazu zu schreiben wann die Symptome scheinbar aufgetreten sind. Leider kann ich nicht alles zurückverfolgen und kann dann nur ein „min.“ dazu setzen.

- Frieren (seit Geburt?)
Ich bin sehr Kälte empfindlich und habe besonders mit kalten Händen und Füßen zu tun. Auch ist meine Haut generell eher kalt und ich friere schnell wenn sie nicht bedeckt ist. Ich habe aber manchmal das Gefühl, dass der Wärmeaustausch in meinem Körper insgesamt ein Problem hat. Das merke ich z.B. wenn ich schlafen gehe muss ich meine Socken ausziehen da mir sonst an den Füßen zu warm wird und ich nicht schlafen kann. Meine Mutter hatte mir jedenfalls mal erzählt, dass ich bereits nach der Geburt geweint habe bis mir dann eine Wärmflasche gegeben wurde. Außerdem waren meine Versuche mich „abzuhärten“ (durch kalt duschen) bisher nicht wirklich erfolgreich und durch die hohe Empfindlichkeit gegen Kälte auch nicht sehr angenehm. Als kleine Randnotiz ich bade (wenn ich die Gelegenheit bekomme) auch sehr heiß (42-46°C) da mir weniger dann nicht wirklich angenehm vorkommt.

- blasse Haut (<12Jahren).
Ich habe eine blasse Haut und wurde früher häufiger gefragt ob es mir gut geht. Also ist die helle Haut schon seit jungen Jahren da

- Schwindel (<16J)
Ich habe immer wieder mal mit Schwindel zu tun, besonders bei Lage Veränderungen (aufstehen oder kurz bücken). Früher war es Phasenweise schlimmer (konnte nicht festmachen warum) und meine Ärztin als Jugendlicher meinte, dass liegt am schnellen Wachstum und das die Organe nicht hinterher kamen. Jedenfalls wurde bei meinem Blutdruck (immer im sitzen gemessen) nie etwas festgestellt bzw. nichts wo dann gehandelt wurde. Insgesamt kann man aber eher von (etwas) zu niedrigem Blutdruck ausgehen.

- Depression und Ängste (<14J) [Antriebslosigkeit, geringes Selbstbewusstsein / Zweifel , Probleme bei der Konzentration , verschiedene Ängste / Nervosität , Müdigkeit (besonders Morgens, Abends aktiver)]
Ich fasse hier mal die typischen Symptome der Depression zusammen. Für Leute die sich mehr damit auskennen, zeitweise sind alle primär und sekundär Symptome vorhanden, und zusätzlich noch weitere. Ich kann die Symptome mindestens 15 Jahre zurückverfolgen, bin mir aber nicht sicher ob nicht einige oder alle schon vorher vorhanden waren. Besonders Problematisch sind Antriebslosigkeit, mangelndes Selbstbewusstsein / extreme Zweifel, Probleme bei der Konzentration, Nervosität / verschiedene Ängste (Sozialphobie) und Müdigkeit. Letztere ist besonders morgens ein Problem und Abends werde ich zum Teil sogar wieder munter wenn ich den ganzen Tag über müde war. Trotzdem schlafe ich in schlechten Phasen 10-13h, in guten 8-10h.

- Muskelkrämpfe
- eingerissene Schleimhäute (Mundwinkel, Nase, Blut aus Nasennebenhöhlen?)
- häufiger Durst (trockner Mund, trockene Nase)
- Testosteron und Estradiol niedrig
Testosteronwerte waren bei mir niedrig und Estradiol waren teilweise gar nicht messbar. Der Endokrinologe meinte aber dass alles noch in der Norm sei und nicht behandlungsbedürftig. Ein Selbstversuch mit Testosteron (auf der Haut) brachte gar keine Veränderung.
- Schilddrüsenunterfunktion?
Die Schilddrüsenwerte zeigten immer mal eine Unterfunktion die dann zeitweise auch behandelt wurde (mit T4). Insgesamt trat da aber nie eine Besserung ein und einige Selbstversuche (z.B. mit T3) brachten mich auch nicht voran oder nur neue Ungereimtheiten. :-(

- Belastungsastma? => schlechte Ausdauer seit Jugend
- verschiedene Allergien (Hausstaub, Heuschnupfen, Katze, Hund, Kern- und Steinobst, Mandeln, Haselnüsse+Kiwis)
- Salzhunger schon seit früher Jugend
- sehr schlechte Zähne (bereits bei Milchzähnen)
- Verdauung immer wieder Durchfall und Verstopfungen
- Muskelkrämpfe (zusätzlich auch durch Grünen Tee hervorgerufen) und vereinzelt Muskelzucken

Dazu kommen noch einige andere Dinge wo ich zum Teil nicht sicher bin ob es Symptome oder „normale“ Erscheinungen sind bzw. ob sie hier eine Rolle spielen.

„Problemlösungen“

- Experimente bei der Ernährung (z.B. Verzicht auf Gluten und Laktose)
=> dazu gehört auch die Einnahme von verschiedensten Nahrungsergänzungsmitteln einzeln und in Kombinationen (Fe, Mg, Ca, B12, usw.)
- Fasten
- Sport
- Antidepressiva und Psychotherapie
- TCM
- vor 2-3 Jahren Entfernung aller Amalgamfüllungen und toter Zähne
- uvm.

Es gab auch schon verschiedenste Untersuchungen wodurch manche Dinge ausgeschlossen wurden, z.B. Diabetes (vor einigen Monaten), Nieren, Nebennieren, Schilddrüse. Leider gab es auch eine Menge Untersuchungen wo die Blutwerte in Grenzbereichen waren oder immer mal wieder rumgesponnen haben, bei denen die verschiedenen Ärzte aber keinen weiteren Handlungsbedarf sahen. Oder Versuche (häufig privat durchgeführt) keine Veränderung brachten.

Ich habe mich in den letzten Jahren auch immer wieder mit den Verschiedenen Krankheiten beschäftigt die zu meinen entsprechenden Symptomen führen könnten. Dabei gab es für mich zwei große Probleme. Das erste waren die Zusammenhänge. Also ist die Müdigkeit „nur“ ein Teil der Depression oder gibt es eine Ursache die dahinter liegt? Und gibt es nur eine Krankheit oder mehrere die sich gegenseitig beeinflussen?
Und das zweite große Problem bestand für mich daran, dass häufig Symptome gut zu dem passten was bei mir auftrat. Aber nur selten habe ich klären können ob sie z.B. bei Neugeborenen oder Jugendlichen schon auftreten können. Zum Beispiel denke ich, dass Testosteron und vielleicht auch die Schilddrüsenhormone erst später eine Rolle spielen und keine Erklärung für Probleme aus der Jugend sind. Dazu kommen einige Wiedersprüche. Zum Beispiel finde ich einige Berichte wo es um Testosteronmangel geht aber dann häufig mit zu hohem Estradiol (bei mir praktisch gar nicht vorhanden) und konnte keine Verbindung zum Frieren oder den schlechten Zähnen herstellen. Und es wird von einer Schilddrüsenüberfunktion gewarnt wenn man zu viel T3 Hormon nimmt, bei mir hat es nach sehr kurzfristiger Besserung zur massiven Verstärkung von z.B. Frieren geführt (also noch stärkere Unterfunktion). Und da gibt es noch mehr.

Jedenfalls bin ich wirklich verzweifelt und weiß nicht mehr weiter. Die Hoffnung auf eine Besserung schwindet, aber leider auch die Energie überhaupt nach neuen Lösungen zu suchen. Ein Teil der psychischen Probleme ist definitiv auf die steigende Frustration und Hoffnungslosigkeit zurück zu führen. Dadurch fehlen mir aber wiederum immer mehr die Kraft und die Ausdauer um neue Dinge zu verfolgen oder überhaupt zu suchen. Durch die Zweifel, Ängste etc. kämpfe ich halt auch sehr stark gegen mich selbst und drehe mich immer wieder im Kreis. Das erhöht dann die Barrieren nochmal zum Arzt zu gehen oder selbst etwas zu suchen. Für diesen Post hier habe ich auch Monate gebraucht um es endlich nochmal zu versuchen.
Insgesamt komme ich seit Jahren nicht voran und weiß schon lange nicht mehr weiter. Aber vielleicht hat ja jemand noch eine Idee. Ich habe auch die meisten Bluttests der letzten Jahre ausgedruckt hier Zuhause, aber mir fehlte die Energie sie nochmal durch zu gehen und es waren zu viele zum posten.
 

togian

Hi,
es kann sehr wohl SD+NN sein.
Bzw das was die SD braucht um vernünftig zu funktionieren: jod, selen, b2, b3, vit a...: https://www.symptome.ch/vbboard/nah...-halogene-entgiften-joddepots-auffuellen.html

es kann sein, dass du schon mit latenten mängeln auf die welt gekommen bist/giftstoffe von deiner mutter mitbekommen hast und die dich im weiteren leben mal mehr, mal weniger gestresst haben, je nachdem wie ausgeprägt sie waren.

es kann sein, dass du impfungen nicht gut vertragen hast (die führen zu einem künstlich erzeugten th2/th1 shift, d.h. dass man in einen entzündlichen zustand „gezwungen wird“ (kinder bis 2 sind von natur aus sehr „antientzündlich unterwegs). manche bleiben in der th2 dominanz hängen. bedeutet stress, nn wird ausgepowert.

Bindungstheorie Bowlby: wenn die mutter-kind bindung nicht sicher ist, läuft die cortisolproduktion auf hochtouren, nebennieren sind permanent gefordert —> salzhunger.
(das heisst nicht, dass man nicht geliebt wird. es reicht, wenn die mutter sich an erziehungstipps hält wie z.B. in den schlaf weinen lassen/kind schreien/weinen lassen damit es kein tyrann wird etc.)
v.a. wenn die mutter sehr launisch agiert und droht („wenn du dich nicht anziehen lässt, geh ich allein einkaufen“) ist man als kind in ständiger alarmbereitschaft. das sympathische nervensystem dominiert. oder vereinfacht: dauerstress - nebenniere leidet.

es könnte nichts von all dem sein, oder von jedem eln wenig.

lösungsansätze:
ich würde d3 messen lassen und auf >70ng/ml aufdosieren (+magnesium, k2, bor, kalium)

jod & selen auffüllen (inkl. salzprotokoll, b2, b3, ...) gut einlesen! langsam starten!

omega 3 (epa/dha 3-4g/tag), magnesiumspiegel >1nmol, aminosäuren optimieren (l-tryptophan etc) und wenn du schon dran bist ein hochdosiertes multivitamin (zb two-per day).

schauen, dass du möglichst oft dein parasympathisches nervensystem aktivierst. (negative glaubenssätze/kindheitsprogrammierungen „entkoppeln“, entspannungstechniken, schlaf optimieren - sag bescheid, wenn du eine toolbox brauchst)

ziel ist es, dich in einen möglichst entzündungsfreien, stressfreien zustand zu bringen und durchs selen/jod deine hormonproduktion anzukurbeln/ins gleichgewicht zu bringen. (hilfe zur selbstheilung :) )

lg togi
 
Beitritt
20.09.14
Beiträge
1.623
=> dazu gehört auch die Einnahme von verschiedensten Nahrungsergänzungsmitteln einzeln und in Kombinationen (Fe, Mg, Ca, B12, usw.)
Hallo Weltenbrecher,
welche Nährstoffe wurden bisher mit welchem Ergebnis (Wert und Normwert) ermittelt?
Es interessieren mich ganz besonders Mg und die Vitamine.

Hast Du schon B6 genommen, wenn ja welche Form, bzw. welches Produkt?

All diese Fragen stelle ich in Zusammenhang mit HPU, deine Beschwerden scheinen da "wie aus dem Lehrbuch".

Gruß
Hans
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
67.966
Hallo Weltenbrecher,
sehr schlechte Zähne (bereits bei Milchzähnen)
Kannst Du da Näheres dazu schreiben? Amalgam bei Deiner Mutter? Metallmix in den Zähnen?
- Belastungsastma? => schlechte Ausdauer seit Jugend
- verschiedene Allergien (Hausstaub, Heuschnupfen, Katze, Hund, Kern- und Steinobst, Mandeln, Haselnüsse+Kiwis)
...
- Verdauung immer wieder Durchfall und Verstopfungen
- Muskelkrämpfe (zusätzlich auch durch Grünen Tee hervorgerufen) und vereinzelt Muskelzucken
Hast Du die Atemtests auf Laktose- und Fruktose-/Sorbitintoleranz beim Gastroenterologen machen lassen?
Hast Du Dich mit der Histamin-, Tyramin- und Salicylatintoleranz beschäftigt?

HIT > Histaminose > HNMT-Abbaustörung
Salicylat-Intoleranz - Das Ende der Symptombekämpfung
(Vor allem, wenn Du Medikamente im allgemeinen schlecht verträgst, wäre hier weiter zu suchen.)

https://www.symptome.ch/vbboard/histamin-intoleranz/94817-tyramin-intoleranz.html

Welche Werte waren denn knapp außerhalb der Norm?

Grüsse,
Oregano
 
Beitritt
21.05.11
Beiträge
7.123
Milcheiweiß gehört auch noch ausgetetet durch 8 Wochen Auslass, Wellenbrecher.
Der Wasserstoffatemtest passt nur auf ca. 75 % der Betroffenen , die anderen atmen Methan aus. Es soll Praxen geben, die beides mesen können.

Schlechte Zähne hört sich nach Mängeln an Nährstoffen an. Ich hatte das auch schon als Kind aufgrund einer Jahrzehnte übersehenen Zöliakie. Später sind mir zwei Schneidezähne dadurch fast durchsichtig geworden.

Gluten: Wie lange war der Auslass, wie streng? Sojasauce geht nicht, Rotwurst und sogar Pommes können bemehlt sein....

Mitochondrientherapie die Alternative würde ich mir mal anschauen...Verfasser Kuklinski.

Noch was: Ich habe mal einer Frau MSM zur Einnahme empfohlen. Sie hatte schon als Baby einen Schlaganfall und x gesundheitliche Probleme. Es hat ihr sehr! geholfen. bitte einschleichen .

Beste Wünsche!
Claudia
 
Beitritt
27.08.13
Beiträge
4.168
Ich bin sehr Kälte empfindlich und habe besonders mit kalten Händen und Füßen zu tun....

das kann ein Hinweis sein, dass du Getreide schlecht verträgst, entweder das Gluten oder aber auch das Mutterkorn, von dem immer noch Spuren vorhanden sein können.
An Mutterkornvergiftung (Ergotismus) starben im Mittelalter Hunderttausende von Menschen. Ein Symptom ist eben schlechte Durchblutung.

Ansonsten würde ich bei Krankheit auch immer rotes Fleisch und Wurst meiden, ebenso Milchprodukte. Dafür mehr Gemüse, vorwiegend BIO.
 
Themenstarter
Beitritt
28.10.08
Beiträge
19
Zu den Blutwerten schreibe ich später noch mal was, aber keine Ahnung wie lange ich dafür brauche. Heute wo möglich nicht mehr.

Zu den Nährstoffen: Ich habe wie gesagt schon vieles genommen, darunter auch Omega 3, Selen und Jod. Leider war es schon sehr viel, in verschiedensten Formen und zum Teil Jahre her, so dass ich jetzt kaum noch etwas Genaues zusammen bekommen würde. Zum Beispiel habe schon 2x je für einen Monat Orthomol vital m/f (ich glaube einmal sogar die doppelte Dosis) genommen. Momentan nehme ich noch Vitamin B12 (1k µg + 800µg Folsäure), Biotin, Vitamin D3 und L-Tryptophan. Alles auf Grund der Depression die wenn es kalt wird tendenziell noch schlimmer wird. Nichts hat bisher etwas gebracht.

Zur Ernährung: Ich habe schon verschiedene Anläufe unternommen. Darunter einen Monat nur Rohkost-Vegan (hauptsächlich rohe Früchte und etwas Gemüse). Der stärkste Verzicht auf Gluten und Laktose ging über mehr als ein Jahr. Teilweise sehr streng, als keine Besserung eintrat wurde ich dann irgendwann nachlässiger bis ich dann wieder aufgegeben habe. Soja habe ich kaum bis nie gegessen, weiß ich leider nicht mehr genau. Bei einer Hausärztin wollte ich mal einen Test auf Unverträglichkeit (bin mir nicht mehr sicher ob Gluten oder Laktose) machen, aber sie hat nur einen Gentest durchgeführt. Dessen Sinn hat sich mir damals schon nicht ganz erschlossen. Danach habe ich das Thema halt durch Selbstversuche bearbeitet.

Zu den Zähnen: Wie gesagt waren schon die Milchzähne schlecht, d.h. Füllungen und sogar Entfernung von Zähnen. Mit den „richtigen“ Zähnen ging es so weiter. Früh wurden auch Zähne gezogen und ich bekam jede Menge Kronen und Füllungen. Vor ein paar Jahren hat ein Heilpraktiker dann festgestellt, dass ich viele verschiedene Metalle (weiß nicht mehr die Anzahl aber die reagierten sicher auch untereinander) in mehreren Legierungen im Mund hatte. Und da ich damals schon am Verzweifeln war und nicht weiter wusste habe ich alle Toten Zähne, Amalgamfüllungen etc. entfernen und durch Keramik ersetzen lassen. Momentan ist noch eine Metallbrücke mit Keramiküberzug im Mund.

Insgesamt haben die ganzen Experimente häufig zwei Probleme. Zum einen ist es meist eine erhöhte Finanzielle Belastung (Untersuchungen/Behandlungen beim (Zahn)Arzt, frisches Bio-Essen, usw.) und es fordert mehr Energie von mir, die halt immer weniger vorhanden ist. Momentan bin ich wieder bei einer eher normalen Ernährung. Wurst, Milch und Gluten sind aber trotzdem weniger als vor vielen Jahren noch, kompletter Verzicht schaffe ich momentan nicht mehr und haben ja bisher nichts gebracht.
Ach so und ich hatte bisher wenige Male Zeiten wo die Ängste, Antriebslosigkeit etc. für einen sehr begrenzten Zeitraum extrem reduziert bis gar nicht vorhanden waren. Einmal hielt die Zeit ungefähr eine Woche an und wenn ich gedacht habe „es müsste mal Rasen gemäht werden“ bin ich aufgestanden und habe es gemacht. Nicht wie meistens dass ich schon beim Essen zwischen 15min und mehreren Stunden brauche um mich dazu zu bewegen. Ich habe dafür aber nie die Ursache gefunden oder konnte es reproduzieren, das ist aber der einzige Grund warum ich nicht glaube dass meine Probleme nur psychische Ursachen haben. :(
 
Beitritt
27.08.13
Beiträge
4.168
...Darunter einen Monat nur Rohkost-Vegan (hauptsächlich rohe Früchte und etwas Gemüse)...

1 Monat ist nicht sehr lang und Früchte und etwas Gemüse ist auch zuwenig, es fehlt Eiweiß in pflanzlicher Form und auch Kräuter, Gewürze, Nüsse, Samen, Kerne...

...
Der stärkste Verzicht auf Gluten und Laktose ging über mehr als ein Jahr.
.... und da hast du rotes Fleisch, bzw. Wurst und Schinken gegessen?

Ich würde trotzdem an der Ernährung dranbleiben, muss ja nicht vegan sein, ausgewähltes Geflügel und Fisch wären eine Möglichkeit.
 
Themenstarter
Beitritt
28.10.08
Beiträge
19
1 Monat ist nicht sehr lang und Früchte und etwas Gemüse ist auch zuwenig, es fehlt Eiweiß in pflanzlicher Form und auch Kräuter, Gewürze, Nüsse, Samen, Kerne...

Ich habe aber auch immer wieder mit grünen Säften mit Spirulina und Pflanzen aus dem Garten (Brenn-, Taubnessel, Löwenzahn usw.) gemacht und Cashewkerne, Erdnüsse sowie Paranüsse gegessen experimentiert. Weiß aber nicht wieviel ich davon auch in diesem Monat durchgezogen habe. Und mittlerweile ist dass ernten im Garten auch nicht mehr möglich.

.... und da hast du rotes Fleisch, bzw. Wurst und Schinken gegessen?

Ich würde trotzdem an der Ernährung dranbleiben, muss ja nicht vegan sein, ausgewähltes Geflügel und Fisch wären eine Möglichkeit.

Das weiß ich nicht mehr, später im Jahr auf jeden Fall. Kann aber auch nicht sagen ob ich diese Ernährung direkt an den Rohkost-Monat angeschlossen hatte. Ist alles zulange her und ich für kein Buch darüber oder sowas.

Jedenfalls hatten diese Versuche (und andere) mit der Ernährung nie auch nur Besserung gebracht (besonders psychisch und frieren ist mir wichtig), so dass (neben der finanziellen Belastung) häufig vorallem der fehlende Antrieb und der riesige Energieaufwand zu einem Abbruch führten.
Und da ich seit Monaten schon die meiste Energie brauche um noch halbwegs funktionstüchtig zu sein, bezweifel ich dass ich zeitnah weitere Versuche starte. Momentan gibt es innerlich wieder viele Kämpfe und ein paar potentielle Projekte...
 

togian

hi,
wie viel jod/selen hast du ca. genommen?
(zb jod - ein wenig kelp oder lugolsche lösung?)
wie lang ungefähr?
gemeinsam mit salz, b2, b3?

hast du schon mal versucht: 1/4tl salz + 1/2 tl ascorbinsäure + 1/4 tl kalium (-citrat oder gluconat oder...) in einem großen glas wasser in der früh + gegen 15h.
ist simpel und wenn es hilft weißt du aus welcher ecke die erschöpfung kommt.

temperatur: wie hoch ist deine normaltemperatur? mach ein paar messungen (früh/vormittag/nachmittag/abend)
bist du deutlich über 36, oder immer wieder darunter?

wurde anämie ausgeschlossen?
(sowohl eisen als auch b-vitamine als ursache möglich)

lg togi
 
Beitritt
29.03.17
Beiträge
35
Kann mich dem was Togi sagt nur anschliessen. Das klingt sehr verdächtig nach Schilddrüsenunterfunktion. Und künstliches T3 einnehmen wird Dir da vielleicht nicht helfen.

Schilddrüsentests, welche allein die Blutwerte als Referenz nehmen sind dazu nicht immer aussagekräftig. Anders gesagt: T3/T4 & TSH können im Normbereich sein, und es gibt trotzdem eine Schilddrüsenunterfunktion. In den letzten 10-15 Jahren ist da enorm viel an Forschung angestellt worden. Zb. was die Referenz für einen "normalen" TSH-Wert anbelangt.

Viel aussagekräftiger aber als einzelne Blutwerte sind die sogenannten klinischen Anzeichen: Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Verdauungsstörungen usw.

Wenn Du Salzhunger hast kann das ein Zeichen dafür sein, dass Dein Körper auch mehr Salz braucht (logisch ?!). Zu wenig Salz und der Körper muss mit Stresshormonen wie Aldosteron das kompensieren.

Wenn Du Salz nimmst: es ist NICHT egal welches. Meiner Meinung nach empfehlenswert: unraffiniertes Meersalz + jodiert. Gibt's beim Drogeriemarkt um die Ecke. Selen ausschliesslich in organischer Form. Selensalze meiden. Pilze und Paranüssen sind zB. reich an Selen und gut verträglich -

Neben jodiertem unraffiniertem Salz und Selen könntest Du Magnesium und Vitamin C brauchen. Mit letzteren zweien nicht sparen. Könnte zunächst Durchfall bringen, der Körper gewöhnt sich aber schnell daran. Dazu können ALLE B Vitamine und auch Vitamin A (zB Lebertrankapseln) den Stoffwechsel und eine normale Schilddrüsenfunktion unterstützen.

Ist die Schilddrüsenfunktion normalisiert (Körpertemperatur unter der Zunge gemessen, morgens vor dem Aufstehen 36,6°-36,8"C) könnten sich auch Deine Verdauungsbeschwerden möglicherweise in Wohlgefallen auflösen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Themenstarter
Beitritt
28.10.08
Beiträge
19
Sry habe mich wieder eine Weile nicht gemeldet. Die Blutwerte muss ich noch zusammensuchen, dafür fehlt mir momentan die Energie. :(

@Schilddrüse: Ich habe nicht nur T3 eingenommen sondern eine Kombination. Hatte in einem Forum (vielleicht sogar hier) eine Empfehlung von einem User gefunden die mit Auffüllung von Mikronährstoffen/Vitaminen und einer Kombi aus T3/T4 einher ging. Zusätzlich noch andere Dinge aber ist jetzt auch wieder ein paar Jahre her und hatte mir ja nicht wirklich geholfen.
Jod hatte ich einmal seperat genommen (die 150µg-Kapsel aus dem ortomol Kombipack) da ich gelesen habe das Jod bei einigen mit Schilddrüsen-UF zu Problemen führen könnte. Später hatte ich auch die Komplette Dosis mit den anderen Mikronährstoffen zusammen genommen (also dann auch Vitamin B2 etc.). Bei mir gab es da weder Positive noch Negative Veränderungen und deshalb nutze ich jetzt auch wieder Jodsalz.

Meine Temperatur habe ich schon lange nicht mehr gemessen. Muss mir erstmal ein Thermometer holen. :eek:)

@Hans F: Ich war auch erschrocken wie viele der Symptome bei mir vorhanden sind. Nehme seit 1-2 Wochen 100mg P-5-P, 25mg Zink und 10mg Mangan. Das scheint auf jedenfall etwas zu bewirken da ich mich jetzt häufiger an meine Träume erinnere und auch ziemlich intensiv träume (sogar aufwache dadurch). Hoffe das mit den Träumen beruhigt sich bald etwas, da es momentan die Müdigkeit verstärkt.
Kann man eine HPU eigentlich auch feststellen wenn man bereits die Nährstoffe nimmt? Oder müsste ich das erst unterbrechen? Ein Heilpraktiker hatte vor Jahren mal auf KPU einen Test gemacht der aber negativ war. Bin aber gerade noch dabei etwas zu den Unterschieden zu lesen.

@Pasteur: Ich nehme seit einer Woche täglich 2 Beutel Magnesium Verla Plus zusammen dann mit 300mg Mg, 600mg Kalium und 160mg Vitamin C. Sollte also auch erstmal abgedeckt sein.

@bestnews: MSM habe ich vor Jahren glaube ich mal genommen. Leider habe ich über sowas nie Buch geführt. :confused:
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
17.07.10
Beiträge
2.811
Hallo Weltenbrecher,

versuch es doch vorerst mit dem Schüßler Salz Nr. 12, D6
Calcium sulfuricum D6 ist wie ein warmer Ofen im Zellgeschehen und stärkt auf natürliche Weise das Selbstvertrauen und die Ich-Kraft. Dadurch wird auch übersteigertes Kopfdenken ruhig gestellt und das
Rad der Gedanken zum Stillstand gebracht, weswegen dieses Lebenssalz auch zum Einschlafen nützlich ist. Durch Calcium sulfuricum D6 werden Hormone angeregt, welche die innere Wärme schützen und ein Auslaufen von Energie vermindern. Es kommt mehr schäumende Lebendigkeit ins Seelenleben und in jede Zelle. 3 bis 5 mal tägl. eine Tablette. Dann verschwindet auch Dein bleicher Farbton im Gesicht.

LG Rawotina
 

togian

hi weltenbrecher,
die dosis macht das gift (in dem fall die wirkung).

das immunsystem ist immer nur so stark wie das schwächste glied.
ich hab jahrelang ein hochdosiertes multi genommen in dem 150mcg jod waren. und dennoch dürfte ich im lauf der zeit mein jod und damit meine SD so in den keller gefahren haben (einfach weil 150 mcg nicht reicht), dass ich zum schluss auch am liebsten auf meiner couch gelebt hätte.
kann also sein, dass du zb 1mg brauchst oder 5 oder 10 oder 50mg (nicht mcg!) um eine wirkung zu spüren).
mein lebensgefährte hatte grad erst seinen ersten richtigen „energieschub“ durch die jod hochdosistherapie - und das nach wochen hochdosierter einnahme (aktuell ca. 50mg/tag).

kann sein, dass jod dir nicht oder nur eingeschränkt hilft (wenn was anderes stark im mangel ist wie zb salz oder andere vitamine oder aminosäuren oder...)

ziel ist es möglichst viele essentielle stoffe GLEICHZEITIG zu nehmen (einzeln einschleichen macht natürlich sinn um zu schauen, womit es dir gut geht.) aber letztlich brauchst du alles um gut zu „funktionieren“.
- aminosäuren
- gute fette
- vitamine
- spurenelemente

je nach finanziellem rahmen kannst du testen lassen und gezielt auffüllen oder im gießkannenprinzip auffüllen.

lg togi
 
Themenstarter
Beitritt
28.10.08
Beiträge
19
Hi @ all,

Hier endlich meine letzten Bluttests, leider wurde beim Doktor keine Einheiten mit ausgedruckt wenn also nichts dabei steht weiß ich es selbst nicht:
08.05.18
Kreatinin: 94 (Normbereich <99)
Kreatinin (cgs): 1,07 (<1.12)
GFR (berechnet nach CKD-EPI): 91 (>80)
Zink (Serum, AAS): 0,97 (0,70 - 1,50)
Vitamin B12: 435 (200 - 1000)
25-Hydroxy- Vitamin D: 109 (>75)

Dazu noch ein paar auffälligere Werte aus den letzten Jahren:
Anfang 2016:
DHEAS: 14,1 µmol/l (4,34 - 12,2)
17beta-Estradiol: <18,4 pmol/l (99-192)
(Testosteron war in allen Varianten an der unteren Grenze)

Ende 2014:
Cholesterin i.S. (enzym.): 208 mg/dl (<200)
Triglyceride i.S. (phot.): 257 mg/dl (<200)
HDL-Cholesterin i.S. (enzyme.) 32,6 mg/dl (>35)
LDL-Cholesterin i.S. (phot.): 157 mg/dl (<160)
LDL/HDL Quotient: 4,82 (2,5-4,0)

Und dann noch ein Update zu meinem jetzigen Zustand:
Nach meinem letzten Post hat sich mein Schlaf (bzw. die Träume) wieder deutlich beruhigt. Mir ging es dann für 2-3 Wochen auch ziemlich gut, weshalb ich dann nicht zum posten kam da ich nach langer Zeit mal wirklich wieder einige Dinge erledigt habe. Zum Beispiel äußerte es sich darin, dass sich meine Haltung von sich aus gebessert hat (sonst hab ich das bewusst machen müssen) oder das ich wieder einen stärkeren „Willen“ hatte und so Dinge anfangen konnte. Dazu kam auch auf einer körperlichen Ebene der Wunsch nach Bewegung, was dann in ein wenig Sport (ein paar Liegestützen etc.) resultierte, für mich aber ein sehr ungewöhnliches Gefühl war. Und meine Müdigkeit und Schlafbedürfnis wurde gefühlt geringer. Besonders auffällig waren aber die verminderten Ängste und psychischen Blockaden.
Nach ca. einer Woche gab es dann einen starken knick im Befinden und ich wurde auch wieder extrem Müde habe dies aber auf die Antiallergikum (Cetirizin) geschoben und diese nach 4 Tage wieder abgesetzt. Und danach besserte sich diese Symptomatik auch wieder für einige Zeit.
Nach ca. einer Woche nahmen die positiven Effekte immer weiter ab. Der Sport fiel weg, Müdigkeit wurde wieder stärker und zum Schluss kamen auch wieder die anderen Symptome der Depression zurück. Ich habe dann versucht wieder gegen zu steuern indem ich zusätzlich Vitamin B2 (nicht aktive Form) und später dann noch Chlorella Presslinge zum Entgiften genommen habe. Beides hat aber nicht wirklich Wirkung gezeigt (abgesehen von zusätzlichen Entgiftungssymptomen).

Für mich stellt sich gerade die Frage was ich noch probieren kann. Alternativ könnte ich die ganzen Nährstoffe etc. für ein paar Wochen absetzen um einen HPU Test zu machen. Aber meine Depression war vor dem Versuch schon schlimm und jetzt bin ich auch wieder in einer sehr schlechten Phase. Deshalb habe ich etwas Sorge ob und wie ich weiter komme wenn ich jetzt erstmal ein paar Wochen aussetze. Und vor allem ist es wirklich schlecht wenn ich wieder weiter abrutsche weil seit Jahren auch immer wieder suizidale Gedanken dazu kommen und ich vorher schon bei jeder Phase nicht mehr sagen konnte ob ich da durchkomme.
An zusätzlichen Nährstoffen wollte ich jedenfalls noch Jod und Calcium probieren. Letzteres weil es über die Jahre häufig weiter unten oder sogar unterhalb des Referenzbereiches in Bluttests lag.
Ich weiß auch nicht ob noch andere B-Vitamine oder gar ein Komplex zu empfehlen wären oder ob ich die aktive Form von B2 testen sollte da mir vorher ja auch nur unter dem aktiven B6 Verbesserungen aufgefallen sind. Oder ist es auch möglich, dass ich noch höhere B6/Zink/Mangan Dosen brauche? Ich habe manche Tage die doppelte Menge Kapseln genommen aber das schien keine besondere Wirkung zu bringen.
Wenn ihr jetzt noch Empfehlungen habt was an Hormonen, Nährstoffen, Aminosäuren usw. häufig bei HPU geholfen habt (insbesondere in ähnlichen Fällen wie meinem) dann würde ich das gerne noch probieren.

@togian: finanziell ist sieht es leider nicht so doll aus weshalb ich nicht so viele Test machen kann die ich selbst zahlen muss. Zusätzlich muss man die NEMs ja auch noch kaufen. :(
 

togian

Hi Weltenbrecher,
schau Dir mal das Multi an: https://www.lifeextensioneurope.de/two-per-day-tablets-120-tablets-life-extension

Da bist Du für (aktuell) € 11/Monat mit den meisten wasserlöslichen Vitaminen gut versorgt.
Ich würde mal schauen, was sich mit dem + mehrere Gramm Ascorbinsäure/d + Magnesium + Kalium + Salzgetränk 2x/Tag in ein paar Wochen tut.
Optimieren kannst Du dann ja noch immer.
Ascorbinsäure (= Vit C) funktioniert bei vielen auch gut statt der handelsüblichen Antihistaminika.

(Je nach dem wie oft Du in der Sonne bist, D3, K2 dazu).

Die vielen Tests sind "wünsch Dir was ;)" - ich hab auch vieles (ebenfalls aus Kostengründen) einfach so probiert.

lg togi
 
Themenstarter
Beitritt
28.10.08
Beiträge
19
Um das nochmal zusammen zu fassen. Momentan nehme ich an den meisten Tagen:

100mg P-5-P (B6), 25mg Zink, 10mg Mangan, 300mg Mg, 600mg Kalium und 160mg Vitamin C, Vitamin B2 250mg, ca. 30k-50k µg Biotin, 4k I.E. D3, 1000µg B12 (MHA) und 800µg Folsäure. Seit Heute dann noch 1200mg Calcium und 80µg Vitamin K1.
Bei vielen handelt es sich dann um Kapseln oder Tabletten wo mehrere dieser Nährstoffe drin sind. Und manchen Tag habe ich höhere Dosen eingenommen (z.B. bei Muskelkrämpfen noch mehr Magnesium etc.).

@togian: Da ich schon so viel nehme müsste ich mal schauen was bei deinem Link drin ist. Nicht dass ich irgendwas am Ende überdosiere.
 

togian

Hi weltenbrecher,
das Multi hab ich erwähnt, da Du die Kostenfrage angesprochen hast. Es hilft damit Du mit der Zeit ein paar Deiner Sachen nicht extra nehmen musst oder nur mehr weniger ergänzen musst.
Alternativ so wie Du schreibst Vit B Komplex und dann einzelne B's ev. noch dazu.
Mir persönlich wär die HPU/KPU Dosierung "auf Verdacht" zu heikel (Mangan..).

Ich bin ein Fan vom Gießkannenprinzip. + dann einzelne Substanzen höher dosiert.
Sobald man ein/mehrere Nährstoffe hochfährt, kann es sein, das der Körper andere Nährstoffe - die bislang ok waren - dann auch höherdosiert braucht. (z.B. D3 (ver-)braucht Magnesium, K2, Bor, Vit A...)
Also kann man sich meiner Erfahrung nach mit der Optimierung eines Stoffes wo anders ein Loch rein reißen. Deswegen helf ich mir mit dem hochdosierten Multi.

Kalzium - Du schreibst von Mangel. Wie schaut Deine Ernährung aus? Auch wenn Kalzium für die Knochen benötigt wird, halte ich da einen Mangel für eher unwahrscheinlich. Das ist eins der wenigen Dinge die ich nie dazu nehme. (Meist geht es nur um die richtige Verteilung vom Kalzium (K2, D3!, Bor), weniger um die Verfügbarkeit. (Muss jetzt nix heißen - jeder ist anders. Ich würd's einfach nochmal messen lassen. Ein zu viel an Kalzium halte ich für recht heikel. Es wurde leider jahrzehntelang hochdosiert (mit nur 400 iE D3 verschrieben. Das hat bei den Betreffenden viele Probleme verursacht).

Kalium werden aktuell bis zu 4.700mg/Tag empfohlen (für den 70kg Modellmenschen)- z.B. von der American Heart Association (insgesamt, also da einfach schauen wie viel ohnehin ungefähr durch Ernährung - vor allem grüne Salate, Rohkost - bei Dir reinkommt).

Magnesium würd ich hochfahren (Spiegel rund um 1nmol/l im Serum ist lt. Dr. Strunz optimal). Ich nehm 1-2 Gramm/Tag.

K2 statt/zusätzlich zu K1

Omega 3 (über Nahrung oder Kapseln) - da auch nicht geizen. DHA/EPA 2 Gramm/Tag als untere Grenze.

Vit C - 160mg seh ich persönlich als zu niedrig an. 3 Gramm/T auf 4x, besser 6x verteilt sehe ich als untere Grenze an.
(Ich selbst hab chronische Infekte und auch immer wieder ein Thema mit der NN und nehme selten unter 10g/Tag. In Akutfällen schieße ich hoch auf ein Vielfaches). Das klingt jetzt wahrscheinlich ein wenig spooky, wenn man die DGE/D-A-CH Empfehlungen kennt :D, ist aber gut erforscht. (www.vitamincfoundation.org). Bzw. hat Levy 2 deutsche Bücher rausgebracht vor kurzem. z.B. https://www.kopp-verlag.de/Superhei...pTSptRqxn0lKLeq2GoBjEd86gLVjcWaBoCJgcQAvD_BwE

Schau mal, ob Dich das "anspringt": https://www.amazon.de/Grundlos-ersc...coding=UTF8&psc=1&refRID=TVMY2V7T5FVXXFWK61N8

+ die entsprechenden Helferleins Vit C, Salz, und ev. sowas: https://www.amazon.de/BIOTICS-Cytoz...1528187094&sr=1-1&keywords=nebennierenextrakt
(da geht es mir vor allem um die Rezensionen, nicht um das Mittel selbst. Über Amazon sind die Dinger unglaublich teuer. In US gibt es die um einen Bruchteil. Ich hab grad die hier bestellt, bin nur noch nicht sicher ob sie durch den Zoll kommen: https://www.iherb.com/pr/nutricology-adrenal-natural-glandular-150-veggie-caps/45935

Es gibt auch viele positive Erfahrungen mit "nur Kräutern" (Lakritz, Ginseng...) und ohne Nebennieren(rinden)extrakt
(+ SD optimieren, also Selen, Jod.... )

lg togi
 
Beitritt
02.01.05
Beiträge
5.338
Hallo Weltenbrecher,

bei der Symptomatik würde ich die Leber mal ins Visier nehmen.
Müdigkeit ist ein sehr typisches Zeichen für eine schwache Leber. Ebenso sind Leberkranke oft depressiv bzw. haben psychische Probleme (bis hin zur Schizophrenie), weil das Gehirn durch bestimmte Stoffwechselprodukte in Mitleidenschaft gezogen wird.
Zur Leber finde ich in dem gesamten Thread gar nichts ....

Sind die Leberwerte denn mal überprüft worden?
Leberwerte sind:
GGT, GPT, GOT, Bilirubin, Alkalische Phosphatase, Cholinesterase (CHE), GLDH, LDH.
Sind alle diese Werte unaufällig, d. h. mittig im Normbereich oder sind einzelne grenzwertig niedrig oder hoch?
Wurde mal Eiweiß und Albumin im Blut bestimmt?

Zu Deinen Medikamenten:
Mit Mangan wäre ich extrem vorsichtig. Es fördert die sog. hepatische Enzephalopathie und wirkt sich genauso aus wie Ammoniak.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/1...pie-der-minimalen-hepatischen-Enzephalopathie

Vitamin B2 nimmst Du in einer starken Überdosis. Hat das einen Grund?


Leider finde ich auch keine Angaben zu Deinem Alter und Deinem Gewicht - vielleicht habe ich auch einiges übersehen, denn ich habe nur "quer gelesen".

Gruß
margie
 
Oben