Starke Schmerzen in HWS nach Besuch bei falschem Chiropraktiker

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Hallo,

wir wenden uns an dieses Forum, nachdem wir nach vielen Arztbesuchen einfach nicht mehr weiter wissen.
Nachdem meine Frau seit über 20 Jahren monatlich an sehr starker Migräne leidet, hat sie sich nach Empfehlung eines Arbeitskollegen dazu überreden lassen einen bestimmten Chiropraktiker aufzusuchen (wie sich später herausgestellt hat ist er nur Masseur und dürfte das gar nicht machen. Außerdem stellt der keine Rechnungen aus, wie wir im Nachinhein auf Nachfrage erfahren mussten).
Die Geschichte begann also im Juli 2016. Der vermeintliche Chiropraktiker meinte er kann ihr helfen. Er baut ihren Körper um. Und hat sich gleich ans Werk gemacht und an ihrer Wirbelsäule rumgepfuscht. Schon nach der ersten Sitzung hatte sie ein Taubheitsgefühl im gesamten rechten Arm und im rechten Fuß und die Halswirbelsäule knackte bei Bewegung. Außerdem war die rechte Hand fühlbar kälter als die linke Hand. Aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Schmerzen. Auf Nachfrage beim Masseur und beim Arbeitskollegen wurde ihr gesagt dass es normal ist dass man anfangs ein paar Beschwerden hat. Das wird aber nach weiteren Sitzungen wieder besser. Also gab es dann noch 4 weitere Sitzungen. Da die Beschwerden aber immer stärker wurden und dann auch noch Schmerzen hinzu kamen brach sie die Behandlung ab.
Wenige Wochen später kam es dann auch noch zu einem leichten Auffahrunfall. Sie fuhr mit rollender Geschwindigkeit gegen eine Betonsäule während sie nach rechts blickte. In der Woche nach dem Unfall gab es aber keine zusätzlichen oder verstärkten Beschwerden. Danach erfolgten 2 Besuche bei einem echten (amerikanischen) Chiropraktiker. Mit dem Ergebnis dass zwar das Taubheitsgefühl im rechten Arm und im rechten Fuß weg war, jedoch die Schmerzen in den darauf folgenden Tagen massiv zunahmen:
Sehr starke Spannungskopfschmerzen nach PC-Arbeit. Knacken im gesamten Rücken. Schlafstörungen. Sehr starke brennende Schmerzen im gesamten Rücken+Hinterkopf+rechter Ischias Nerv. Starker Tinnitus. Kopf nicken kaum mehr möglich, sehr schmerzhaft. Strecken der Arme nach vorne sehr schmerzhaft.
Meine Frau versuchte mit Training die Rückenmuskulatur zu stärken und mit Massagen die Muskeln zu entspannen und zu dehnen. Die Wirkung war allerdings dass die Schmerzen weiter zunahmen. Beim Hausarzt bekam sie 4 mal Xyloneural infiltriert. Das dämpfte den Schmerz allerdings nur für ein paar Stunden. Sie suchte auch mehrmals die Notfallambulanz im LKH auf. Dort bekam sie aber immer nur eine Infusion mit Diclofenac und wurde dann nachhause geschickt.
Schließlich wurde sie dann doch für 1 Woche im Krankenhaus aufgenommen um eine Schmerztherapie zu machen. Durch die Ruhe die sie dort hatte und der ständigen medikamentösen Behandlung verbesserte sich ihr Zustand dann ein wenig. Und nach einer Xyloneural Infiltrierung wurde sie schließlich als "schmerzfrei" nachhause geschickt.
Nach dem Aufenthalt wurde ihr eine Schmerztherapie mit TENS, Heublumenwickel und Gymnastik verschrieben. Diese Therapie zeigte aber kaum bis keine Wirkung. Außerdem bekam sie folgende Medikamente verschrieben: Noax, Voltaren, Sirdalud und Pantoloc. Dieser Medikamentmix versursachte starke Übelkeit und ständiges Erbrechen. Meine Frau nahm in 1 Monat 5kg ab. Noax wurde dann durch Hydal Retard 2mg ersetzt. Übelkeit und Erbrechen trat jedoch nach wie vor auf.
Wir suchten dann auch noch Hilfe in der TCM und versuchten es mit Akupunktur. Das half dann tatsächlich und konnte die Beschwerden nach dem 2.ten Besuch für 1 Tag komplett nehmen. Aber schon am 2.Tag waren die Beschwerden wieder voll da und verstärkten sich sogar noch.
Seit Anfang Dezember hat meine Frau Angstattacken, Herzrasen (Ruhepuls manchmal bei 83, in gesundem Zustand bei 60), brennende Schmerzen in HWS+BWS, Schmerzpunkt in T2, Knacken im Rücken, Gefühl als ob Unterarme brennen würden. Der Medikamentmix wurde mittlerweile auf Diclofenac, Novalgin und Temesta umgestellt. Die Medikamente konnten die Schmerzen kaum nehmen.
Schließlich kam die Schmerzambulanz zum Schluss dass sich meine Frau die Schmerzen nur einbildet und Psychotabletten (Trittico) schlucken und alle anderen Tabletten absetzen soll. Die Schmerzen und der Tinnitus verschlimmerten sich weiter. Der Schlafentzug war mittlerweile enorm, da sie mehrere Nächte kaum geschlafen hat. Sie kann nur mehr mit Schlafmittel (easysleep) ein paar Stunden Schlaf finden. Danach wird sie durch die Schmerzen und Angstattacken aufgeweckt und ist die ganze Nacht hellwach.
Bei den Schmerzen ist es so, dass die über den Tag hinweg zunehmen und zu wandern scheinen. Von rechts nach links und wieder zurück. Von oben nach unten und wieder zurück.
Wir waren mittlerweile schon bei sehr vielen Ärzten und Physiotherapeuten (fast Alles privat bezahlt da man sonst in Österreich mittlerweile ca. 8 Wochen auf einen Termin beim Facharzt warten muss!!) und sind daher auch schon viel Geld losgeworden. Das Ergebnis war meist ziemlich enttäuschend. Es scheint als ob die Ärzte ihre Befunde von den Vorgängern abschreiben würden. Manche Ärzte haben sich nicht einmal die Mühe gemacht Röntgenbilder und MRT-Bilder (ebenfalls fast Alles privat bezahlt) anzuschauen!
Was wir suchen ist ein Arzt in Österreich der auf die Wirbelsäule spezialisiert ist und seine Arbeit auch wirklich ernst nimmt und nicht nur abkassieren will.

Beste Grüße,

Martin
 
wundermittel
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Hallo brumm,

ich wünsche Dir und Deiner Frau, daß es bald wieder aufwärts geht. Das ist ja eine lange und schmerzhafte Krankheitsgeschichte :mad:.

Fragen:

- Hat Deine Frau Allergien und/oder Intoleranzen? Dabei denke ich in erster Linie an eine Histaminintoleranz, und zwar wegen der monatlichen Schmerzen. Ich nehme an, die Schmerzen sind an den Zyklus gebunden?
BEi der Histamin- und Salicylatintoleranz werden Schmerzmittel im allgemeinen sehr schlecht oder gar nicht vertragen...
- Da Intoleranzen oft nicht alleine auftreten, wäre auch die Information über die anderen Intoleranzen wichtig (Gluten-, Fruktose-, Laktose-I. u.a.), ebenso wie Allergietestungen.
- Wenn überhaupt würde ich nur zu einem OsteopathIn gehen, und dann am besten nur Cranio-Sacral-Behandlungen machen lassen, also ganz sanfte Behandlungen.
- Sind die Zähne Deiner Frau in Ordnung oder gibt es da fragliche Stellen wie wurzelbehandelte Zähne, unverträgliche Materialien, Kieferoperationen ...? Wurde in der letzten Zeit mal ein CT gemacht?

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo brmmm3,
herzlich Willkommen im Forum!
:wave:
Ich habe hier schon öfter gelesen, dass Einrenken an der Wirbelsäule eher zu Verschlechterungen von Symptomen geführt hat. Meistens wird dann empfohlen, dass man zu einem Osteopathen gehen soll, weil er sanfter arbeitet. Bei meiner Krankenkasse (Deutschland) kostet es aber ab der 4. Behandlung 90 Euro, zumal ich herausgefunden habe, dass auch eine "sanfte" Physiotherapie auf Rezept sehr gut ist. Ich finde auch das Gespräch mit unterschiedlichen Personen weiterführend, solange man noch keinen Super-Therapeuten gefunden hat.

Über die Jahre habe ich schleichend immer öfter an Migräne gelitten, zusätzlich zu anderen Symptomen. Nun konnte ich wenigstens das Symptom positiv beeinflussen und mit Hilfe des Forums habe ich mir folgende Meinung gebildet: Durch jahrelange Stoffwechselschieflage (die immer noch nicht ganz behoben ist) und von monatelangem ungewöhnlichem Stress haben sich Stoffe aufgestaut, die nur durch die lästigen Symptome abgebaut werden können. Auch bildet der Körper an verschiedenen Stellen Entzündungen, die Giftstoffe abbauen. Nun kann ich mir gut vorstellen, dass Migränepatienten besonders im Halswirbelsäulenbereich Entzündungen haben, die bei Verstärkung, Migräne verursachen.
Wenn ein Bereich entzündet ist, kann eine Korrektur an den Wirbel eigentlich nur zufällig etwas bewirken, so dass bestimmte Nerven entlastet werden, aber andere Bereiche werden dann belastet - nach meiner Logik. Besser fände ich, sich beraten zu lassen, ob evtl. eine Fehlhaltung vorliegt und so oft wie möglich/sanft im Alltag die optimale Haltung zu praktizieren, so dass sich ganz allmählich die Sehnen und Bänder daran wieder gewöhnen.

Das wird aber nicht die einzige Maßnahme sein und man wird in das unübersichtliche Stoffwechselthema einsteigen müssen. Aber meine Bemühungen haben an den Kopfschmerzen schon gefruchtet. Die Migräne taucht nur sehr selten auf (letztens im September) und auch ein wochenlanger Dauerkopfdruck ist verschwunden (trotz wurzelbehandeltem Zahn in dem Bereich).

1. Für einen selbst gesunde und verträgliche Ernährung finden (ich lasse Milchprodukte weg, versuche glutenarm (besser wäre kein Gluten), lasse möglichst Fertigprodukte weg, koche 1x am Tag aus frischen Zutaten, Salat so oft wie möglich, wenig Naschen (besser wäre gar nicht), viel Gemüse, bio-Hühner-Suppe ....) vielleicht seid ihr da sowieso schon weit.

2. Da ich der Meinung bin, dass in meinem ganzen Dilemma der Darm noch gut funktioniert, habe ich mich mit diesem Thread beschäftigt: https://www.symptome.ch/vbboard/ernaehrung/119348-resistente-staerke-praebiotika-probiotika.html und der Darm funktioniert jetzt noch besser und bekommt regelmäßig freundliche Bakterien und Fasern, damit er Stoffwechselgifte besser abtransportiert. Gerade die Optimierung des Darms, soll Entzündungen in anderen Körperregionen verringern, ich verspreche mir weiterhin viel davon und werde regelmäßig dranbleiben.
:)
3. Auch an Nahrungsergänzungen traue ich mich immer mutiger ran. Allerdings bin ich der Typ, der alles seehr langsam einschleicht, somit hatte ich noch keine schlimmen Reaktionen auf Ergänzungen. Vielleicht nehme ich auch zu wenig - keine Ahnung. Aber wenn ich nicht probiere, verpasse ich evtl. eine Chance.
Bei jeder Ergänzung sollte man sich vorher ausführlich einlesen.
Ein Anhaltspunkt für Mängel bieten Tests, obwohl man trotzdem manchmal einen Mangel nicht ausschließen kann, obwohl er nicht angezeigt worden ist.

Ich denke, die ganze Gesundheitsproblematik bei chronisch Kranken braucht Zeit, Selbstbeobachtung, Kombinationsgabe, Intelligenz und Geduld und ich glaube, dass es keine schnelle Heilung gibt. Alle Hau-Ruck-Methoden, Spontan-Heilungs-Versprechen gehen jedenfalls an mir vorbei genauso wie das Alltagsgeschwätz von gesunden Leuten (z.B. "je mehr man sich mit Krankheit beschäftigt, desto kränker wird man":cool: ).

Ich wünsche alles Gute und trotz Symptomen eine friedliche, weihnachtliche Zeit
Earl Grey
 
regulat-pro-immune
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Hallo Oregano,

danke für die Rückmeldung. Also als Allergien sind uns nur Gräser und Hausstaub bekannt. Auf Intoleranz gegen Fruktose und Laktose ließ sich meine Frau vor einiger Zeit testen und war negativ. Also keine Intoleranz.
Bei den Zähnen hatte meine Frau in letzter Zeit ein paar Wurzelbehandlungen bei einem Entodonten. Dabei wurden mehrere Wurzelkanäle gereinigt in denen sich Entzündungen gebildet haben.
Gestern waren wir bei einem weiteren Arzt, der auch Physiotherapeut ist. Er hat bei meiner Frau Akupunktur an den Ohren und Laserakupunktur an der Narbe vom Kaiserschnitt (4 Jahre alt) gemacht. Seit dieser Laserakupunktur kann meine Frau kaum gehen, da sie das Gefühl hat dass die Oberschenkel und Knie verdreht sind. Außerdem hatte sie in der Nacht starke, brennende Schmerzen in den Oberschenkeln.
CT wurde noch nicht gemacht. Wir wissen noch nicht welches CT genau notwendig ist und wir möchten gleich das richtige CT machen, da dies ja wieder eine radioaktive Belastung für den Körper ist.
Irgendwie ist es zum Verzweifeln, da fast jede Behandlung der Zustand nur noch verschlimmert haben.

Grüße,

Martin
 

Clematis

CT wurde noch nicht gemacht. Wir wissen noch nicht welches CT genau notwendig ist und wir möchten gleich das richtige CT machen, da dies ja wieder eine radioaktive Belastung für den Körper ist.
Irgendwie ist es zum Verzweifeln, da fast jede Behandlung der Zustand nur noch verschlimmert haben.
Hallo Martin,

ich schließe mich Oregano und Earl Grey an...

Statt eines CT solltet Ihr gleich ein MRT machen lassen - keine Belastung mit Röntgenstrahlung, ist außerdem bei Wirbelsäulenproblemen eine Standarduntersuchung.

So wie ich Deine Beschreibung lese, können die recht rabiaten Einrenkmanöver des "nicht"-Chiropraktikers für die Probleme verantwortlich sein. Da wurde mehr Schaden angerichtet als Gutes gemacht.

Osteopathie ist hier m.E. die beste Möglichkeit eine Erleichterung zu erlangen. Als Einstieg wäre Cranio-Sakral-Therapie sicher geeignet, noch besser wäre aber jemand, der sich fast ausschließlich auf Osteopathie spezialisiert hat und nicht gleich einen Bauchladen an X Therapien anbietet, mit denen diese Methode dann verfälscht wird.

Hier noch ein Link, der sehr viele Informationen enthält - sozusagen eine Sammlung, u.a. mit Querverweisen, vielen Tipps:
https://www.symptome.ch/vbboard/rue...erungen-statik-op-behandlungen-verhalten.html

Jegliche Art von Gymnastik oder Übungen sollte unterlassen werden. Wenn dann nur solche, die ein Osteopath auf den Patienten abgestimmt hat, ansonsten kann es nur zu weiteren Problemen kommen.

Magnesium-chlorid könnte eine Möglichkeit sein, die Schmerzen zu lindern, weil es die von der Reizung der Nerven verursachten Entzündungen mit folgenden Schwellungen und erhöhtem Druck auf Nerven, vermindert.
https://www.symptome.ch/vbboard/nah...ium-chlorid-magnesium-chlorid-hexahydrat.html

Liebe Grüße,
Clematis
 
Themenstarter
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Hi Clematis,

MRT haben wir schon gemacht. Von HWS, BWS und LWS. Alles privat bezahlt, da sonst Wartezeit von 6-8 Wochen. Es wurde eine leichte Protrusion zw. 5. und 6.Halswirbel und ein Bandscheibenriss in der LWS festgestellt. Aber nichts was als Ursache für die starken Schmerzen infrage käme.
Magnesiumchlorid haben wir uns nun besorgt. Gibt es dabei irgendwas zu beachten?
Als Dosis wird meine Frau 3x50ml aus einer Lösung von 20g in 1l Wasser aufgelöst zu sich nehmen. Mal schauen ob das was hilft.
Mittlerweile wird der Psychologe im Krankenhaus ziemlich unangenehm. Er möchte meine Frau unbedingt in eine psychiatrische Anstalt einweisen, weil er der Meinung ist dass meine Frau selbstmordgefährdet ist. Dabei ist sie trotz der vielen Schmerzen ein lebensfroher Mensch!

Grüße,

Martin
 
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10.01.04
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Hallo brmmm,

Auf Intoleranz gegen Fruktose und Laktose ließ sich meine Frau vor einiger Zeit testen und war negativ. Also keine Intoleranz.
... also keine Fruktose- und Laktose-Intoleranz. Das heißt aber nicht, daß eine Histamin-, Gluten- und Salicylintoleranz nicht in Frage kommt. Deshalb ja der Hinweis auf die wichtigen Informationen zu diesen Intoleranzen.

Wenn Deine Frau auf Gräser und Hausstaub reagiert, gibt es möglicherweise auch Kreuzallergien und weitere, nicht erkannte Allergien. AUch das sollte man im Auge behalten.
Kreuzallergie: DAAB

ein paar Wurzelbehandlungen bei einem Entodonten. Dabei wurden mehrere Wurzelkanäle gereinigt in denen sich Entzündungen gebildet haben.
Auf diese WUrzelbehandlungen würde ich ein sehr waches AUge haben. Wurzelbehandlungen gehen oft nicht gut aus, noch weniger die WUrzelspitzenresektionen. Wenn sowieso gesundheitliche Probleme bestehen und alte Wurzelbehandlungen erneuert werden, kann es gut sein, daß die ihren Anteil an den Schmerzen haben.

Grüsse,
Oregano
 

Clematis

Es wurde eine leichte Protrusion zw. 5. und 6.Halswirbel und ein Bandscheibenriss in der LWS festgestellt. Aber nichts was als Ursache für die starken Schmerzen infrage käme.
Hallo Martin,

ich versuche hier mal die geschilderten Probleme den WS-Bereichen zuzuordnen:
HWS: alles extrem eng beeinander, leichte Protrusion kann daher erhebliche Beschwerden verursachen. Migräne, Schwindel, Übelkeit, Druck auf Augen usw. Spannungskopfschmerzen (ausgelöst von verspannter Muskulatur als Folge von Schmerzen), Tinnitus. Kopf nicken sehr schmerzhaft.
HWS 5/6 und obere BWS, da könnte das Taubheitsgefühl im Arm herkommen. Arme nach vorne sehr schmerzhaft.
BWS: "Angstattacken, Herzrasen (Ruhepuls manchmal bei 83), brennende Schmerzen in HWS+BWS, Schmerzpunkt in T2, Knacken im Rücken, Gefühl als ob Unterarme brennen würden.
LWS: Taubheitsgefühle Fuß. Bandscheibenriss LWS, d.h. der Faserring ist gerissen. Dann ist eine Protrusion hier fast mit Sicherheit anzunehmen, weil der Faserring die Gallertmasse, die in der Mitte liegt, nicht mehr begrenzen kann, sie tritt hervor, klemmt den Ischias ein. Tauber Fuß ist der BEWEIS!
Dazu kommt unbewußte Schonhaltung, verschiebt/verkrampft die Positionen von Muskeln, Sehnen und weiteren Wirbeln, dadurch gerät alles was darüber liegt zusätzlich aus den "Fugen", verschlimmert die Probleme von BWS und HWS. Dies gehört dazu: "Knacken im gesamten Rücken. Schmerzen im gesamten Rücken+Hinterkopf+rechter Ischias Nerv".

Was mich bei Deiner Beschreibung bedenklich stimmt ist dies:
Außerdem war die rechte Hand fühlbar kälter als die linke Hand.
Das könnte bedeuten, daß hier Blutgefäße beim Einrenken geschädigt wurden, was zu mangelhafter arterieller Durchblutung von Arm/Hand führt, dadurch kälter! Eine derartige Schädigung ist beim Einrenken an der HWS ein häufiges Problem. Hat sich das inzwischen gebessert, gleiche Temperatur rechts/links?

Der leichte Auffahrunfall bei verdrehter HWS nach rechts, war wohl keine Ursache, könnte aber insgesamt für eine erhöhte Empfindlichkeit in dem Bereich verantwortlich sein.

Bei den Schmerzen ist es so, dass die über den Tag hinweg zunehmen und zu wandern scheinen. Von rechts nach links und wieder zurück. Von oben nach unten und wieder zurück.
Dies ist auf die unterschiedlichen, evtl. auch länger anhaltenden Körperhaltungen zurückzuführen, je nach dem, was gerade belastet wurde. Manchmal treten sollche Schmerzen auch erst nach einer oder mehreren Stunden auf, was es erschwert festzustellen, welche Haltung der Auslöser war. Hier muß genau beobachtet werden, um Schmerz auslösende Haltungen vermeiden zu können. Je länger am Tag die Belastung, umso stärker wird der Schmerz.

Magnesiumchlorid haben wir uns nun besorgt. Gibt es dabei irgendwas zu beachten?
Nur wenn eine schwere Nierenunterfunktion bestehen sollte, ist Vorsicht angesagt, dann sollte MgCl2 nicht eingenommen werden.

Mittlerweile wird der Psychologe im Krankenhaus ziemlich unangenehm. Er möchte meine Frau unbedingt in eine psychiatrische Anstalt einweisen, weil er der Meinung ist dass meine Frau selbstmordgefährdet ist.
Du und Deine Frau wissen am besten, ob eine solche Gefahr besteht und danach solltet ihr Euch richten.

In der Psychiatrie werden Wirbelsäulenprobleme nicht behandelt. Deine Frau würde mit Psychopharmaka zugedröhnt, helfen würde ihr das nicht. Wenn Ärzte nicht weiter wissen weichen sie auf die Psyche aus, leider geschieht das immer häufiger, denn sie verwechseln Ursache und Wirkung. Die Schmerzen führen natürlich zu Niedergeschlagenheit und psychischer Belastung. Aber nicht die Psyche ist hier die Ursache, sondern eindeutig die körperlichen Beschwerden und diese müssen behandelt werden. Daher sollten Psychopharmaka wie Trittico abgelehnt werden. Schaut Euch die Nebenwirkungen genau an, dann wißt Ihr warum!

Bei der Suche nach einem Arzt in Ö kann ich leider nicht helfen. Ich fand unter ca. zwei Dutzend auch keinen in D und gab es schließlich auf.

Mein Rat bleibt daher: einen gut ausgebildeten Osteopathen aufsuchen, das sollte Vorrang haben. Er sollte dann aber die gesamte Wirbelsäule behandeln, weil da überall etwas anliegt, wie oben zugeordnet. Nur oben oder nur unten was machen, ist nicht sonderlich Erfolg versprechend.

Parallel dann auch die Ratschläge von Oregano und Earl Grey angehen.

Das schlimmste Problem ist wohl derzeit, daß die Schmerzen kaum einzudämmen sind. Medikamente, die da helfen würden, machen den Patienten zum Zombie, was man sich sehr gut überlegen sollte. Außerdem haben sie starke Nebenwirkungen. Dann spürt man die WS zwar nicht mehr, dafür fangen dann die Nieren oder Leber an ihr Leid zu klagen. Ich weiß nur zu gut, was Nervenschmerzen bedeuten, die kein Schmerzmittel wirklich lindern kann. Daher verzichtete ich in Zeiten mit nicht allzulang anhaltenden Schmerzen letztlich ganz auf sie, suchte stattdessen nach den schmerzauslösenden Haltungen und verminderte die Schmerzperioden so sehr stark.

In dem bereits von mir genannten symptome-link stehen viele Tipps, wie man sich evtl. Erleichterung verschaffen, Schmerzen vermeiden kann, Tipps, die ich für mich über viele Jahre herausgefunden habe. Ausprobieren geht hier über Studieren, denn nicht alles wirkt auch bei jedem... ;)

Liebe Grüße,
Clematis
 
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Clematis

Hallo Martin,

Das Upledger Institut hat auch einen Ableger in Österreich
Upledger Institut, Upledger Verband, Osteopathie & Barral Institut

Der Teilbereich "Muscle Energy" der Osteopathie ist der, der in Eurem Fall am wirksamsten sein dürfte. Siehe dazu diese Ausbildungsinformationen:
Kurse detaillierte Informationen - Upledger Institut Deutschland
Diesen Kurs habe ich vor langer Zeit gemacht und staunte Bauklötze wie einfach und schonend das vor sich geht, und vor allem wie wirksam es ist.

Ihr könntet mit Hilfe des Instituts sicherlich einen Therapeuten in Österreich finden. Ggfs. auch den Kurs falls erwünscht.

Wenn alle Stricke reißen, könntet Ihr gemeinsam diesen Kurs machen und Euch dann selbst behandeln. Hinzu kommt, daß die Teilnehmer natürlich fleißig miteinander üben müssen und während der Ausbildung selbst schon einige Verbesserungen eintreten. Ähnliches stimmt auch für die Ausbildungsmodule zur Cranio-Sacral-Therapie, das sind aber mehrere während es für Muscle Energy nur einer ist, wichtig da nicht ganz billig.

In Österreich werden Muscle-Energy-Kurse scheint es, nicht angeboten, aber sie haben eine Therapeutenliste für Viszerale und CST-Therapeuten:
Home

Das ist jetzt nur eine Idee, aber vielleicht hilft es weiter ;).

Gruß,
Clematis
 
Themenstarter
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Hallo Clematis,

vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten.
Also der Temperaturunterschied hat schon abgenommen. Ist aber noch leicht vorhanden. Dass ein Gefäß verletzt worden sein könnte ist uns noch nicht in den Sinn gekommen. Hat auch bisher keiner der Ärzte überlegt. Die ganzen Röntgen und MRT-Befunden haben auch keine Schäden gezeigt. Zumindest haben die bisherigen Ärzte nichts gefunden. Vielleicht würde der richtige Arzt dann doch etwas sehen.
Und ja die steigenden Schmerzen hängen mit bestimmten Bewegungen zusammen und kommen mit ein paar Stunden Verzögerung. Ein paar Bewegungen haben wir schon ausgemacht. Kopfnicken, oder Verdrehung des Kopfes in großen Winkel bzw. auch beide Hände nach vorne strecken verursachen starke Schmerzen. Anfangs war der Schmerz sofort spürbar. Mittlerweile kommen die Schmerzen zeitverzögert. Das könnte aber auch an den Medikamenten liegen.
Ich hätte noch folgende Fragen, die hoffentlich jemand im Forum beantworten kann:
- Welche besseren Alternativen gibt es zu Voltaren?
- Wie wirkt Teufelskralle? Die Frau von meinem Bruder hatte vor ein paar Monaten einen Bandscheibenvorfall. Sie bekam von einer Osteopatin Teufelskralle, Annanas und Ingwertee verschrieben nachdem sie die starken Medikamente abgelehnt hat. Damals konnte sie kaum gehen. Heute kann sie schon wieder selbst einkaufen gehen. Meine Frau hat auch diese 3 Sachen aufprobiert. Ohne erkennbaren Erfolg.
- Meine Frau war bisher 3mal bei einer Chinesin zur Akutpunktur. Eigentlich hat das jedesmal die Schmerzen stark reduziert. Allerdings nur für 1-2 Tage. Dann waren die Schmerzen wieder voll da. Hat jemand Erfahrungen mit TCM?

Beste Grüße,

Martin
 
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Clematis -

ich stimme Deiner Stellungnahme voll zu. Bin HP mit Schwerpunkt Chiropraktik und habe in über 40 Praxisjahren über 10 000 gezielte Eingriffe an der WS vorgenommen (amerikanische Ch., was anderes wurde seinerzeit nicht gelehrt). Viele, sehr viele Patienten waren vorher geröngt worden, ohne jede Auffälligkeiten. Die Bruchteile von Millimetern, die reichen, um oben geschilderte WS-Probleme auszulösen, kann man im Röntgenbild überhaupt nicht sehen, das ist meine immer wiederholte Erfahrung.

Ich kann nur, wie Du, raten, in diesem Zustand einen guten Osteopathen aufzusuchen, der ganz, ganz langsam (denn auch die Muskulatur muß sich ja jedesmal wieder anpassen) die gesamte WS behandelt. Das kann dauern, aber wird sich lohnen. Auf die Psyche schieben, ist die bequeme Schiene von Therapeuten, die es sich leicht machen wollen, von solchen unglaubwürdigen Leuten sollte man sich trennen und nichts einreden lassen.

Gute Besserung!
wünscht
Iltschilein
 

Clematis

Also der Temperaturunterschied hat schon abgenommen. Ist aber noch leicht vorhanden. Dass ein Gefäß verletzt worden sein könnte ist uns noch nicht in den Sinn gekommen. Hat auch bisher keiner der Ärzte überlegt.
Hallo Martin,

beobachtet das bitte weiterhin... der Schaden kann gewesen sein, daß das Gefäß stark eingeklemmt wurde -> verminderte Blutzufuhr. Möglicherweise wird es jetzt weniger belastet. Aber keine Manipulationen an der HWS mehr, da das Gefäß Schaden nehmen könnte. Daß die Ärzte nicht drauf kommen, wundert mich gar nicht. Nachdenken kostet Zeit und wird von der Kasse nicht bezahlt.

Die ganzen Röntgen und MRT-Befunden haben auch keine Schäden gezeigt. Zumindest haben die bisherigen Ärzte nichts gefunden. Vielleicht würde der richtige Arzt dann doch etwas sehen.
Daß nichts gesehen wurde ist kein Wunder, wie Iltschilein schreibt, minimale, vielleicht 1-3mm Verschiebungen bedürfen eines gut geschulten Auges. Osteopathen brauchen dazu keine Bilder, sie können dies ertasten! Besonders schlimm ist, daß ein Prolaps HWS 5/6 festgestellt und als bedeutungslos abgetan wurde, ebenso der Faserriss an einer LWS-Bandscheibe. Sorry, aber da fasse ich mir an den Kopf!!!

Anfangs war der Schmerz sofort spürbar. Mittlerweile kommen die Schmerzen zeitverzögert. Das könnte aber auch an den Medikamenten liegen.
Das ist durchaus möglich, sie müssen erst stärker werden, um das Schmerzmittel zu "übertrumpfen". Solange Schmerzmittel eingenommen werden dürfen keine Übungen gemacht werden, weil man dann immer die Schmerzgrenze überschreitet. Der Schmerz bedeutet ja: bis hier hin und nicht weiter. Das kann man dann nicht mehr wahrnehmen.

Die Verzögerung kann aber auch ohne Schmerzmittel geschehen, vermutlich ein alter angeborener Mechanismus: selbst ein schwer Verletzter kann noch flüchten, droht Lebensgefahr wird die Schmerzempfindung vom Nervensystem blockiert, damit man trotzdem um sein Leben rennen kann ;).

- Welche besseren Alternativen gibt es zu Voltaren?
Meines Wissens keine. Es gab mal Musaril - wurde vom Markt genommen wegen Nebenwirkungen - das machte mich zum Zombie... Voltaren ist auch nicht das gelbe vom Ei, aber wenigstens alt eingeführt mit inzwischen gut bekannten Nebenwirkungen. Auf neuere Medikamente würde ich mich nicht einlassen, da ist man nämlich Versuchskaninchen - Risiken noch nicht bekannt.

- Wie wirkt Teufelskralle? Meine Frau hat auch diese 3 Sachen aufprobiert. Ohne erkennbaren Erfolg.
Damit habe ich keine Erfahrung. Doch nicht jedes Mittel hilft bei jedem... leider!

- Meine Frau war bisher 3mal bei einer Chinesin zur Akutpunktur. Eigentlich hat das jedesmal die Schmerzen stark reduziert. Allerdings nur für 1-2 Tage.
Hatte ich auch mal, mit ähnlichem Ergebnis. So lange Prolaps, Fehlstellungen u.a. nicht behoben sind, kann Akupunktur nur begrenzt wirken, weil die Reize, die damit gesetzt werden, von den Ursachen wieder zurück versetzt werden.

Gruß,
Clematis
 
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18.09.16
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Sorry, wenn ich mich kurz einklinke.

Ich habe ähnliche Symptome wie Martins Frau.
Auch bei mir wurde der Zustand durch chiropraktisches Einrenken verschlechtert. Meine Schmerzen sind bisher gott sei dank aushaltbar aber ich habe sehr starke und viele unterschiedliche neurologische Symptome (viele auch von Martins Liste), die sich seit Behandlung jedweder Art (Massage, Manualtherapie jedweder Art, cranio-sacral-therapie und div. andere osteopathische Anwendungen bei einem sehr geschulten Osteopathen, Faszientherapie, Tiefenmuskulartraining und sogar Kinesiotaping) deutlich verschlechtert haben.
Mich kann man gar nicht mehr an der HWS anfassen. Auch bei mir hat man eine deutliche breitbasige Bandscheibenhern HW5/6 im MRT festgestellt (ohne Stenose aber direkt am Myelom). Ausserdem Osteochondrosen und Steilstellung der HWS, zwei weitere breitbasige Bandscheiben in der BWS und arthrotische Veränderungen wie geringe spondylose .LWS Bilder hab ich leider nicht.

Die Frage ist, wie kann man diese Bandscheibenprotrusionen behandeln, wenn man faktisch nicht behandeln kann??

Da ich es nicht oral einnehmen kann - hier auch als Tipp für Martin - habe ich mir mit Magnesiumchlorid-Hexahydrat eine 3% Spraylösung angemischt und
spraye damit meine verhärtete Muskulatur in Nacken, Schulter, Hals, Rücken und Taille ein. Es scheint transdermal gut aufgenommen zu werden. Ich bin derzeit tatsächlich abends nicht mehr so verspannt und damit sind bei mir die Kopfschmerzen auch nicht mehr so übel. Mein Dank an Clematis für den Tipp!

Lieber Martin, ich hoffe, Du und Deine Frau könnt trotz der schlimmen Situation die weihnachsfeiertage halbwegs schön verbringen.
Gute Besserung aus dem Allgäu!
Chris
 
regulat-pro-immune

Clematis

Die Frage ist, wie kann man diese Bandscheibenprotrusionen behandeln, wenn man faktisch nicht behandeln kann??
Hallo Christopher und Martin,

eine gute Frage, die darauf hinausläuft die Bandscheiben u.a. auch mittels gesunder Ernährung wieder etwas aufzupäppeln. Eine Möglichkeit ist auch: Organpräparate von WALA:
WALA Arzneimittel - Aus der Natur für den Menschen
https://fachkreise.walaarzneimittel.de/arzneimittel/pdf/WALA_Organpraeparate_Kompendium.pdf
Hier unter Disci - je nach Bereich suchen.
Weiteres hier:
https://www.symptome.ch/vbboard/oxi...offe-fuer-bandscheiben-knirschende-hws-2.html

Vor vielen Jahren hatte ich diese Kur mal gemacht und es hat geholfen. Derzeit überlege ich, das zu wiederholen, weil meine neurologischen Ausfallerscheinungen immer mehr werden.

Gruß,
Clematis
 
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31.10.15
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Hallo, Martin
Zu diesem Penner von Psychiater wurde von anderen schon das richtige gesagt. Ebenso herrscht anscheinend Einigkeit über den Pfusch eines...der das ganze erst verursacht hat. Ein weiteres Opfer von unsachgemässen Eingriffen an der Wirbelsäule
-DMSO: Probiere es mal. Es ist ein Aquariumsdesinfektionsmittel. Verdünnen auf 60%, dann 70% wenn es keine Unverträglichkeiten gibt. Grosszügig aufsprühen/ einreiben und einziehen lassen. Es wirkt abschwellend und hemmt die Schmerzweiterleitung. Da es auch Faserstrukturen aufweicht: 1x / Tag und nach einer Woche pausieren. Länger.
-Aconitöl. Apotheke. Lindert Nervenschmerzen.
-Ostheopath. Den besten. Mit Ausbildung und Zertifikat. Ewig hingehen. 1 x / Woche.
https://www.symptome.ch/vbboard/koe...ohrendruck-tinnitus-starke-sehstoerungen.html
Da sind ein paar Infolinks von mir drin.
Grüße, Bizzi
 
Themenstarter
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19.12.16
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Hi,

ich glaube wir haben heute den Stein der Weisen gefunden, d.h. den richtigen Arzt mit der richtigen Diagnose! Wahnsinn. Was für ein Weihnachtswunder!
Aber der Weg bis dorthin war sehr lang und steinig.
medimpuls :: Prof. Dr. Stephan Becker
Der Arzt ist ein Wahnsinn. Ein richtiger Kapazunder! Man muss sich mal seinen Werdegang durchlesen und selbst steht nicht Alles drin, z.B. dass er das Therapiegerät, das meine Frau jetzt verordnet bekommen hat, bei der NASA für die Astronauten im Weltall mitentwickelt hat.
Alle Ärzte haben sich bisher auf die HWS konzentriert. Manche haben sogar nur die HWS angeschaut. Dabei ist das Übel in der LWS zu finden. Meine Frau hat nur 4 Lendenwirbel und 6 Steißbeinwirbel. Dieser Umstand kann ab ca. 30 zu genau diesen Symptomen führen. In der LWS ist die Haltung falsch. Die HWS versucht das zu korrigieren. Typische Symptome dafür sind auch die Protrusionen. Dafür hat der Arzt gerade mal 10min gebraucht. Die Therapie sieht so aus, dass sie sich in insgesamt 5 Sitzungen beim Physiotherapeuten in seiner Praxis auf so ein Rüttelgerät stellt. Das soll die LWS auflockern und dafür sorgen, dass sich die Wirbel wieder in die richtige Position bewegen. Heute hatte sie schon die erste Behandlung. Und was soll ich sagen. Meine Frau war vor der Therapie schon fast ein Zombie. Und jetzt ist sie schon wieder quicklebendig. Der Arzt hat gemeint dass sie in ca. 2 Wochen schon wieder schmerzfrei sein soll! Wir sind gespannt! Das war echt knapp, denn alle Ärzte bei denen wir vorher waren haben schon Alles auf die Psyche geschoben und wollten nur mehr die Psyche behandeln. Wir können über diese Geschichte schon ein Buch schreiben.
Dieser Arzt wurde uns von einer Bekannten empfohlen, deren Mann mal einen Wirbelbruch hatte. Er hatte eine ähnliche Odysse wie meine Frau durchgemacht. Und kein Arzt hat diesen Bruch gesehen. Dr. Becker aber sofort.
Christopher, vielleicht kann auch Dir dieser Arzt helfen.
Dieses Magnesiumchlorid nimmt meine Frau auch seit 2 Tagen. Hat aber bisher keine Wirkung gezeigt. Man kann es übrigens schon trinken. Schmeckt halt echt übel.

Dr. Becker hat übrigens auch zusätzlich zu seinen anderen Qualifikationen Chiropraktik gelernt. Er hat aber einen ganz anderen Zugang zu dieser Methode. Er sagt bei der Wirbelsäule darf man das nicht anwenden. Schon gar nicht bei der HWS.

Grüße, Martin
 

Clematis

ich glaube wir haben heute den Stein der Weisen gefunden, d.h. den richtigen Arzt mit der richtigen Diagnose! Wahnsinn. Was für ein Weihnachtswunder!
medimpuls :: Prof. Dr. Stephan Becker
Hallo Martin,

schon die klare, aussagekräftige Webseite macht einen guten Eindruck. Vielleicht kann ein Moderator diese Praxis irgendwo so plazieren, daß sie für alle leicht zu finden ist und nicht untergeht. Vor allem weil gute Ärzte bei Rückenschmerzen eine Rarität sind ;).

Dabei ist das Übel in der LWS zu finden. Meine Frau hat nur 4 Lendenwirbel und 6 Steißbeinwirbel. Dieser Umstand kann ab ca. 30 zu genau diesen Symptomen führen. In der LWS ist die Haltung falsch. Die HWS versucht das zu korrigieren.
Und das hat sonst niemand gesehen? Augenreiben meinerseits!!! Ja, wenn irgendwo an der WS etwas nicht stimmt, dann wirkt das nach oben und unten störend weiter. Ein Grundsatz, der vielfach außer acht gelassen wird.

Meine Frau war vor der Therapie schon fast ein Zombie. Und jetzt ist sie schon wieder quicklebendig. Der Arzt hat gemeint dass sie in ca. 2 Wochen schon wieder schmerzfrei sein soll! Wir sind gespannt!
Das ist eine sehr gute Prognose und ich wünsche Euch alles, alles Gute! Jetzt könnt Ihr Weihnachten wohl erst so richtig genießen!

Dieses Magnesiumchlorid nimmt meine Frau auch seit 2 Tagen. Hat aber bisher keine Wirkung gezeigt. Man kann es übrigens schon trinken. Schmeckt halt echt übel.
2 Tage ist etwas kurz, bei mir setzte die Wirkung erst am 3. Tag ein. Ja, schmeckt übel, daher mit Apfel- oder Orangensaft mischen, dann schmeckt's ganz gut ;).

Dr. Becker hat übrigens auch zusätzlich zu seinen anderen Qualifikationen Chiropraktik gelernt. Er hat aber einen ganz anderen Zugang zu dieser Methode. Er sagt bei der Wirbelsäule darf man das nicht anwenden. Schon gar nicht bei der HWS.
Diese Aussage halte ich für sehr wichtig - daher hebe ich sie hier nochmals hervor!

Liebe Grüße, gute Besserung und ein frohes Fest,
Clematis
 
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Hallo Martin
So kennt man das. Genauso.
Herzlichen Glückwunsch. Da habt Ihr Glück gehabt, auf die Ausnahme gestossen zu sein. Schöne Weihnachten.
Grüße, Bizzi
 
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regulat-pro-immune
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Hallo,

wir haben uns heute noch einmal die Bilder der HWS angeschaut. Einmal vor dem amerikanischen Chiropraktiker und einmal nach dem amerikanischen Chiropraktiker. Man sieht einen deutlichen Unterschied. Zwischen C5/6 ist ein Knick. Und das Funktionsröntgen zeigt ganz deutlich dass dort eine Blockade existiert.
Aber alle Ärzte geben diesem Umstand wenig Relevanz, sofern sie sich diese Bilder überhaupt angesehen haben (was leider bei den meisten Ärzte der Fall ist).
Wir sind nun nicht mehr so ganz überzeugt von der Diagnose von Dr. Becker. Wir stellen seine Kompetenz aber noch nicht infrage. Es war ein Einschubtermin und er hatte nur wenig Zeit. Und es kann schon sein dass beim Fall meiner Frau nun mehrere Dinge auf einmal zusammengekommen sind.
Weiß vielleicht jemand wie man so einen Knick therapieren kann?

Grüße,

Martin
 

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04.01.13
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Diese Rüttel-Therapie geht konform mit dem, was Viele schon lange wissen und erfahren haben: das Beste für den Rücken ist Reiten! Die gesamte Muskulatur vom Steißbein bis zum 1.HW wird indirekt und superschonend bearbeitet bei jedem Schritt, den das Pferd macht - natürlich nur langsamen Schritt, keine andere Gangart.
Vielleicht mal mit Therapeutischem Reiten probieren - die Leute, die das anbieten, kennen sich aus und haben auch die richtigen Pferde dafür; dies ist jedenfalls meine bisherige Erfahrung.

Gute Besserung wünscht
Iltschilein
 
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