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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst seit Monaten...

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09.04.07
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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst seit Monaten...

Ich bin ziemlich verzweifelt, weil ich es besonders nachts vor Schmerzen in den Hüften, Beinen und Füßen kaum aushalte. Immer wieder muss ich aufstehen. Denn wenn ich auf bin, wird es ein wenig besser. Wirklich komisch mit der nächtlichen Verschlimmerung.
Kennst Du vielleicht den Grund?

[


Borrelien wollen keine Wärme, das ist der Grund :wave:

Wenn Doxy nicht mit 4-5 mg/kg Körpergewicht dosiert wird, so kann es nicht wirken,ausserdem braucht es fast 14 Tage um im Bindegewebe, Nervenzellen anzukommen.

Ich würde beim Neurologen auch mal die Nervenleitgeschwindigkeit messen (ist allerdings unangenehm). Eventuell hast du durch die Borrelien eine infektiöse Polyneuropathie bekommen. Da kommt man mit normalen Schmerzmitteln nicht weit. Antiepileptika (Gabapentin oder Pregabalin) wären da wohl die geeigneten Mittel.

Das würde ich erst ganz zum Schluß tun, stattdessen Minocyclin nehmen, da es weit liquorgängiger ist, diese Empfindungsstörungen beseitigen kann und wenn möglich noch ein Makrolid dazu.
Sind Coinfektionen abgeklärt?

Grüßle Michel
 

Quittie

in memoriam
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20.12.09
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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst seit Monaten...

Hallo Sandbank,
Ja, es könnte eine Herxheimer sein. Das war letztes Mal auch der Fall. Wirklich komisch mit der nächtlichen Verschlimmerung.

du schriebst, dass dir die beiden Antibiosen vorher nix gebracht hätten. Allerdings wenn du da auch schon eine Herx hattest, hat es schon gewirkt. Wenn man schon länger mit der Infektion unbehandelt herumgelaufen ist, dauert es auch länger, bis sich richtige Therapieerfolge merklich zeigen. Die Erregerlast ist dann noch sehr hoch, dadurch kann es auch erstmal durch das Zerfallen der Erreger zu Verschlimmerungen oder/und gar völlig neuen Beschwerden kommen. Im Laufe der Zeit werden diese dann weniger bzw. halten dann nicht mehr so lang an.

dann 5 Wochen Roxcyclin + Infeciotrimet im Wechsel (nach Prof. Gasser). Die Borrelien hatten sich auch danach nur wenig vermindert.

Inwiefern? Weil die Beschwerden wieder kamen bzw. sich nicht besserten? Oder weil die Blutwerte kaum veränderlich waren oder gar angestiegen sind? Ersteres kann leider dauern bei schon langer Infektion und letzteres ist nicht ausschlaggend, denn die Borrelienserologie taugt nix zur Verlaufskontrolle.

Jetzt versucht es die Ärzin mit der letztlich erwähnten Therapie. Sie meint, nach zwei Wochen müsste man schon eine Verminderung sehen, andernfalls wären die Schmerzen wohl auf andere Ursachen zurückzuführen....

So schnell kann man da noch keine Schlußfolgerungen ziehen, wie gesagt, es können sich auch erstmal nur Verschlimmerungen einstellen, welche auch anzeigen, dass Borrelien getroffen wurden. Bei mir z.B. tritt so um den 12.-14.Tag herum fast immer erstmal eine Verschlechterung ein, der eigentliche Therapieerfolg zeigt sich oft auch erst einige Zeit nach Antibiose. Und wenn dies nicht der Fall ist, also die Therapie nicht angeschlagen haben sollte bzw. noch immer Beschwerden vorhanden sind, könnte auch das betreffende AB nicht ausreichend wirksam gewesen sein und es könnte dann ggf. ein anderes ausprobiert werden. Eine Ausschlußdiagnostik sollte auch nebenher gemacht werden, auch wie Michel schreibt, das Co-Infektionen abgeklärt werden sollten.

Wirklich komisch mit der nächtlichen Verschlimmerung.
Kennst Du vielleicht den Grund?

Ja das ist auch mit aufgrund der Bettwärme, grad bei Entzündungen. Ich z.B. vertrage auch die Hitze und Schwüle im Sommer nicht gut.

Schau auch hier ab Seite 5 und S. 16

Typisch für diese neuralgiformen Symptome ist ihre nächtliche
Zunahme (im Liegen!) im Gegensatz zu Schmerzen, die von der
Statik, mechanischem Druck und lokaler Irritation abhängig sind wie
z.B. bei einem Bandscheibenvorfall (BSV).
Man nimmt man an, dass die bei Borreliose nachgewiesene Vaskulitis/
Arteriitis ursächlich ist und dass der Brennschmerz entsteht
durch die nächtliche Engerstellung der Kapillaren oder einer passageren
Eindickung des Blutes („sludge-Phänomen“) mit der Folge einer
relativen Gewebe-Ischämie. Dies gilt besonders für die schlecht
durchbluteten Gewebe wie Sehnen oder das Bindegewebe, wohin
sich die Borrelien als Persister/Blebsformen aus dem Blutstrom zurückziehen.

https://www.zeckenbiss-borreliose.de/Vortrag.pdf

Viele Grüße Quittie
 
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12.05.13
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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst

Hallo symptomwoman,

ich hoffe, dass du dies noch liest, denn dein Beitrag ist ja nicht mehr neueste..

Meine Mutter hat mich gebeten, mich hier anzumelden, um dir mitzuteilen, dass deine Symptome genau wie ihre klingen...

Hier mal eine kleine (leider etwas ältere Zusammenfassung) ihre Leidensweges (der Brief war für eine Gesundheitsfernsehsendung gedacht):

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein medizinisches Problem, das wahrscheinlich äußerst selten oder überhaupt noch nicht vorgekommen ist. Das schließe ich daraus, dass sämtliche Ärzte, bei denen mein Mann mit mir war, es als Lappalie abtaten, den Ernst meiner Lage überhaupt nicht erkannten, mir wirklich inkompetente Antworten gaben und es schließlich als rein psychisches Problem darstellten.

Da ich unter sehr starken körperlichen Beeinträchtigungen und täglichen Schmerzen leide und ich überhaupt keine Lebensqualität mehr habe, bin ich mittlerweile mit meinen psychischen Kräften am Ende, deshalb möchte ich jetzt Sie um Ihre Hilfe bitten, soweit es Ihre Möglichkeiten erlauben.

Und nun zu meiner Geschichte:

Im Jahr 2000 habe ich mir im Urlaub einen Meniskuseinriss am linken Knie zugezogen. Da dieser erst ein Jahr später (viel zu spät!) operiert wurde, konnte ich in der Zeit vor Schmerzen nicht laufen. Infolge dessen haben sich meine gesamten Muskeln am linken Bein vollständig abgebaut. Sechs Jahre konnte ich nur an zwei Gehhilfen gehen und baute mir mit eigenem Training unter Anleitung einer Physiotherapeutin meine Beinmuskulatur wieder langsam etwas auf. In dieser Zeit arbeitete ich in der Küche im Sitzen auf einem Drehstuhl und überlastete damit die Muskulatur meiner rechten Schulter und des Armes. In den folgenden vier Jahren baute ich mir auch diese wieder auf. Leider übertrieb ich es mit dem Training. Am Ende zog ich jeden Abend einen Expander mit der Zugkraft von 80 kg. Somit überlastete ich nun beide Schultern und Arme und es fand wieder ein Muskelabbau statt. Da ich nun mit beiden Armen nichts mehr machen konnte, bekam ich sehr starke Despressionen. Doch das Schlimmste sollte mir noch bevorstehen:

Da ich mit meinen Armen nicht mehr viel anfangen konnte, trainierte ich umso mehr mein Bein wieder. Und das natürlich auch wieder übereifrig. So stecke ich nun in der Situation, dass ich eine sehr schwache Hals-, Nacken-, Schulter- und Armmuskulatur habe und das linke Bein sich auch wieder rapide abgebaut hat. Da ich nun nicht mehr an Gehhilfen gehen kann, wie ich es damals tat, da meine Armmuskulatur dafür viel zu schwach ist, kann ich momentan nur ganz kurze Strecken innerhalb der Wohnung zurücklegen. Im rechten Bein habe ich starke Fehlbelastungsschmerzen, da ich mit diesem nur stehen kann und das linke Bein ist mit dem Aufstehen vom Sessel und dem Laufen in der Wohnung auch total überfordert. Das geht nun seit einem ganzen Jahr schon so und ich komme auf diese Art und Weise keinen Schritt vorwärts. Wenn ich einmal außerhalb der Wohnung irgendwo hin muss, bin ich auf den Rollstuhl angewiesen.

Wir waren bei einer privaten Sportärztin, die mir sagte, dass ich das allein wieder in den Griff kriegen muss. Dann waren wir bei dem Chefarzt unserer Hausärzte, welcher mich auf die Neurologie der Uniklinik Dresden überwies. Dort wurde mir vom Chefarzt entgegnet, dass jeder Mensch eine schwache und eine starke Seite hat. Es gab keinen neurologischen Befund. Letzten Endes war ich noch bei meinem Orthopäden, der mir den Rat gab, wenn ich in dem einen Bein Schmerzen hätte, solle ich mich auf das andere stellen und wenn ich nicht laufe, brauchte ich mich nicht wundern, wenn die Muskeln weggingen. Mein aktueller körperlicher Zustand ist der, dass ich an allen vier Gliedmaßen sowie am gesamten Rücken eine extrem geschwächte Muskulatur habe. Ich sehe absolut keinen Ausweg, wie ich das allein wieder schaffen soll.

Ich bin der Meinung, dass mir nur eine stationäre Rehabilitation, ohne das Eigengewicht meines Körpers, helfen würde.

Ich halte das Ganze psychisch nur noch mit starken Medikamenten aus, von denen ich seit zwei Jahren schon abhängig bin. Einen Selbstmordversuch habe ich schon hinter mir.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir bei der Suche nach einer medizinischen Kapazität, die auf den Aufbau und die Funktion von Muskeln spezialisiert ist, meine Hilflosigkeit erkennt und mir Hilfe zukommen lassen würde, helfen würden.

Meine Familie und ich wissen uns sonst keinen Ausweg mehr.

[Brief Ende]


Mittlerweile wurde Ihre Krankheit endlich festgestellt. Sie leidet an einer unspezifischen Kollagenose (Kollagenosen - Krankes Bindegewebe im ganzen Körper - gesundheit.de). Hat dies schon einer deiner Ärzte in Betracht gezogen? Dieses Thema ist leider sehr unbekannt bei Ärzten...

Wie gesagt, ich sollte dir das nur mal schreiben, weil meine Mutter natürlich auch so vielen wie möglich helfen möchte, die die selbe Krankheit haben, da sie nicht so leicht festzustellen ist.

Über ein Feedback würde sie sich sehr freuen.
 
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20.09.14
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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst sei

Hallo symtomwoman,

sind deine Beschwerden noch vorhanden?

Wenn ja, wäre vielleicht ein HPU-Urintest sinnvoll. (Ich bin HPUler).

HPU wird häufig nach stressigen Phasen akut, dann kann der Körper seine Mängel nicht mehr kompensieren.

Deine Symptome scheinen da auch HPU-typisch, insbesondere die psychisch-neuronalen und auch die Muskelprobleme.

HPU tritt häufig bei Borreliose-Patienten auf und verhindert oft, dass die Erkrankung ausheilt.

Mehr Infos zu HPU und Borreliose:
https://www.google.de/webhp?hl=de&gws_rd=ssl#hl=de&q=borreliose+hpu+klinghardt

Gruß
Hans
 
Beitritt
02.01.05
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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst sei

@Hans:
Da wüßte ich aber noch einige andere Krankheiten, bei denen man diese Beschwerden auch hat.


HPU ist ein Symptom und keine Krankheit. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Menschen mit einem Eisenmangel HPU haben, da bei einem Eisenmangel das Zinkprotoporphyrin hochgeht.
 
Beitritt
02.01.05
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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst sei

Hast Du dafür (HPU durch Eisenmangel) eine Quelle?
Zunächst kann man es sich ableiten:
1. Bei HPU soll der Porphyrin-Stoffwechsel gestört sein.
HPU soll bei Frauen überwiegend vorkommen und Frauen haben oft einen unerkannten Eisenmangel.
Eisenmangel wiederum stört den Porphyrinstoffwechsel, weil Eisenmangel das Zinkprotoporphyrin erhöht und Zinkprotoporphyrin ist ein Wert des Porphyrinstoffwechsels.

2. Vereinzelt waren hier im Forum schon Leute, die angaben dass sie positiv auf HPU sind und die angaben, dass sie Eisenmangel haben.

3. Dann gibt es hier 2 Fundstellen, worin auf einen evtl. Eisenmangel im Zusammenhang mit HPU auch hingewiesen wird:
Kryptopyrrolurie (KPU) - eine unbekannte aber recht häufige Stoffwechselerkrankung - Biomedical Center
Hämopyrrolurie - HPU
Eisenmangel stört die Funktionsweise des "Häm".
Wenn ich es richtig verstanden habe, verwendet der Körper dann Zink (siehe Zinkprotoporphyrin), weil zu wenig Eisen da ist. Das Zinkprotoporphyrin steigt an, was den Eisenmangel nachweist.
Dem Körper fehlt dann aber das Zink, was bei HPU eines der Kennzeichen ist.
Hier wird dazu auch etwas geschrieben:
https://www.vakverlag.de/leseproben/978-3-86731-152-6.pdf

HPU ist also die Folge von Nährstoffmängeln.
Nährstoffmängel haben die verschiedensten Ursachen und meiner Meinung nach sollte man sich mehr fragen, ob man einen Nährstoffmangel hat, als dass man sich fragen sollte, ob man HPU hat.
Denn über den Nährstoffmangel kommt man am ehesten zu der dem Mangel zugrundeliegende Grunderkrankung.
HPU ist daher für mich ein "Geschäftsmodell", mit dem die Ahnungslosigkeit der Patienten ausgenutzt wird.
Würde man die Patienten gleich auf Nährstoffmängel untersuchen und würde man dann fragen, was könnte dieser Patient denn für eine Grunderkrankung haben, so wäre dem Patienten mehr gedient.
Die "Gefahr" ist dann allerdings, dass man einen Patienten weniger hat, weil der ja nun weiß, was er hat und diese Grunderkrankung behandelt.
Wenn es also nur der Eisenmangel ist, der zur HPU führt, dann wäre diese Erkenntnis für den Patienten wichtig, für den Therapeuten hieße es wohl: Ein Patient weniger.


lg
margie
 
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20.09.14
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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst sei

Dann gibt es hier 2 Fundstellen, worin auf einen evtl. Eisenmangel im Zusammenhang mit HPU auch hingewiesen wird
Sämtliche Quellen beschreiben Eisenmangel als mögliche Folge von HPU. Sie bestätigen also nicht deine These, sondern ganz im Gegenteil, sie widerlegen sie.

Würde man die Patienten gleich auf Nährstoffmängel untersuchen und würde man dann fragen, was könnte dieser Patient denn für eine Grunderkrankung haben, so wäre dem Patienten mehr gedient.
Ja wenn margie, wenn...nur es wird eben so gut wie nicht gemacht, weil es zu teuer und zu schwierig zu interpretieren ist.

Bei mir zum Beispiel wurde zu Beginn meiner Beschwerden B6 gemessen und es lag weit über dem Normwert. All meine Ärzte, Kassenärzte wie Privatärzte, fanden den B6-Wert aber super, obwohl er eigentlich einen HPU-typischen B6-Mangel anzeigte -und da war im Befund sogar noch ein oberer Normwert angegeben. (In späteren Befunden gab es dann später überhaupt keinen oberen Normwert mehr...!)

Der B6-Mangel wurde also nicht systematisch behandelt. Stattdessen hat man mich mit nutzlosen Medikamenten vollgestopft, die alles nur noch schlimmer machten. Neben viel Geld für mich und das Gesundheitssystem hat es mich einen Teil meiner Gesundheit und viel Zeit gekostet.

Erst, nachdem ich mich später wieder auf meinen positiven HPU-Test besonnen hatte und selber weiter geforscht hatte, wurde mir klar was dieser hohe B6-Wert eigentlich bedeutet. Insofern war der Test für mich, und ich denke vielen anderen HPUlern ging es da ähnlich, sehr hilfreich. Weil es endlich ein Stück voran ging.

Da eben nicht jeder zu einem Dr. House mit prall gefüllter Geldtasche gehen kann, ist so ein Urin-Test aus meiner Sicht sehr sinnvoll, wenn man den begründeten Verdacht hat. Ebenfalls ist der Befund HPU hilfreich, weitere typische Nährstoffmängel für eine genauere Untersuchung aufs Korn zu nehmen, die Ärzte bei ihren Untersuchungen und Überlegungen normalerweise nicht auf dem Radar haben.
Klar ist, dass es verschiedene Faktoren gibt, die HPU akut werden lassen und die erforscht und beseitigt werden müssen - niemand behauptet da etwas anderes.
 
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02.01.05
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Somatisierungsstörung oder ALS, unbändige Schmerzen und Angst sei

Hallo Hans,

in den beiden Links wird ein Eisenmangel genannt.
Die Frage ist, was war vorher da, der Eisenmangel oder HPU?
Der Arzt, der HPU als Störung sieht, wird sagen, dass HPU den Eisenmangel verursacht hat.
Ein anderer wird sagen, dass der Eisenmangel die Ursache ist für HPU.


Hier noch ein Link mit Zitat dazu:
Stoffwechselstörung |
Die vielen Gesichter der HPU

...

Was ist HPU?

Wird in unserem roten Blut das Hämoglobin, der rote Farbstoff nicht korrekt zusammengefügt entstehen Schlacken, die, wenn im Körper abgelegt zu regelrechten Vitamin B6-, Zink- und Mangan-Räubern werden.
Dieses nicht korrekte Zusammenfügen des Hämoglobins passiert bei einem Eisenmangel, weil dann dieses Häm nicht richtig aufgebaut wird, wenn Eisen fehlt.
Bei Eisenmangel wird Zink anstelle von Eisen in der Häm-Synthese verwendet. Es entsteht Zinkprotoporphyrin (ZnPP)
https://www.labor-limbach.de/Leistu..._cache=1&tx_laboratoryeditor_pi1[s_uid]=46881
Das dafür verwendete Zink fehlt dann, weil es anstelle von Eisen im Zinkprotoporphyrin eingebaut ist und das ist dann die Ursache für den Zinkmangel.

Auch diese Aussage lässt sich so interpretieren:
https://www.vakverlag.de/leseproben/978-3-86731-152-6.pdf
Bei einer Eisenmangel-Anämie, einer Blutarmut aufgrund eines Eisen-
defizits, kommt es zu Schlappheit, Müdigkeit und eingeschränkter
Leistungsbereitschaft. In diesem Fall fehlt dem Hämoglobin das Zen-
tralatom Eisen zu seiner Vollständigkeit. In der Folge wird nicht ge -
nügend funktionsfähiges Häm gebildet
und der Sauerstofftransport
findet nur noch unzureichend statt.
D. h. als Folge des Eisenmangels wird das Häm nicht genügend gebildet ...
Da bei HPU die Häm-Synthese gestört ist, ist im Falle des Eisenmangels die Ursache dieser Synthesestörung in dem Eisenmangel und dessen Folgen zu sehen.

Ich glaube daher, dass der Eisenmangel zur HPU führt und in der Folge auch den Zinkmangel erklärt (Nämlich den ersatzweisen Einbau von Zink in das Zinkprotoporphyrin).
Das würde auch erklären, weshalb HPU bei Frauen so häufig sein soll. Denn Frauen haben nun mal oft einen Eisenmangel.


Mit dem B6 bei HPU habe ich mich noch nicht beschäftigt. Bei mir war B6 nie im Mangel und auch ab und an mal erhöht, was aber von einer mäßigen Substitution durch einen B-Komplex auch kommen kann.


lg
margie
 
Beitritt
28.12.19
Beiträge
2
Hallo zusammen,

Ist es irgendwie möglich mit symptomwoman in Kontakt zu treten, da ich exakt dieselben Symptome gerade erlebe?

Grüße
 
Beitritt
28.12.19
Beiträge
2
Hallo Ory,

Wollte eigentlich nur wissen ob man symptomwoman irgendwie persönlich erreichen kann oder jemand mit ihr noch in Kontakt steht?

Grüße
 

ory

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.339
Hallo Kalabock, persönlich können wir symptomwoman auch nicht erreichen, aber vielleicht meldet sich ja noch jemand der tatsächlich noch Kontakt zu ihr hat.

Alles Gute
ory
 
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