Seit Antibiotikatherapie erhole ich mich nicht mehr

wundermittel

HGZ

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27.01.06
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human schrieb:
"borrelia burgdorferi antikörper

borrelia extract: igg negativ
igm negativ
hmw (high molecular weight prot.) igg negativ
igm negativ
flagellin: igg sowie igm negativ
p39 (39 kd protein): igg sowie igm negativ
OspC (outer surface protein): igg sowie igm negativ

bewertung: dzt. kein hinweis auf eine infektion mit borrelia burgdorferi (antikörper sind erst bis zu 8 wochen nach nicht behandelter infektion nachweisbar)
bei verdacht auf akute infektion entsprechende verlaufskontrolle empfohlen!

borr.-igg.ak.: negativ
borr.-igm.ak.: pos. +-

schwache hinweise auf das frühstadium einer borrelien - infektion. zur bestätigung bzw zum ausschluß einer unspezifischen reaktion wurde ein immunoblot angeschlossen."

Hallo Human,

dieser Befund sagt nicht viel über einen Kontakt mit Borrelien aus. Der positive IgM-Titer könnte auf eine frühe Infektion hinweisen, kann aber auch - wie beschrieben - falsch positiv sein. Bei entsprechendem Beschwerdebild sollte eine weitere Serologie mit ELISA, Westernblot und LTT in einem Borrelien-Referenzlabor durchgeführt werden.

Hier noch einige Erläuterungen zum diagnostischen Dilemma der Borreliose:

Die Diagnose der Borreliose gestaltet sich oftmals schwierig. Besonders wenn der Zeckenstich nicht sichtbar oder erinnerlich ist und die typischen Krankheitsmerkmale, wie die Wanderröte, im Frühstadium ausbleiben und das bunte Symptombild nicht an eine Borreliose denken lässt. Laboruntersuchungen des Blutes (Serologie) helfen in schwierigen Fällen die Diagnose zu sichern, sind jedoch aus verschiedenen Gründen unzuverlässig.

Zu den Methoden der Borrelien-Labordiagnostik gehören u.a. der Borrelien-Suchtest (ELISA oder IFT), der Borrelien-Westernblot-Test und der Borrelien-LTT-Test.
Schulmedizinisch wird lediglich der ELISA oder IFT, bei dem Antikörper im Blut gesucht werden, verlangt. Ist dieser negativ, soll keine Borrelieninfektion vorliegen. Dies ist grundsätzlich in Frage zu stellen, da die Borrelien in der Lage sind, sich an Körperzellen anzuheften oder sich sogar in der Zelle zu verstecken und deshalb nicht von den Immunzellen erkennbar sind und somit auch keine Antikörper gebildet werden können. Auch eine frühe Gabe von Antibiotika nach einem Zeckenstich kann die Antikörperbildung unterdrücken. Desweiteren kann dieser Test durch Kreuzreaktion mit anderen Erregern auch falsch positive Ergebnisse liefern.
Aus diesem Grund sollte als Bestätigungstest gleichzeitig ein Westernblot, bei dem die einzelnen Proteinhüllen der Borrelien nachgewiesen werden, durchgeführt werden. Dieser Test kann zusätzlich eine Auskunft über das Stadium der Borreliose geben. Auch hier kann die Borrelien-Tarnkappe zu einem falsch negativen Ergebnis führen.
Als weitere Möglichkeit bietet sich ein LTT (Lymphozytentransformationstest) an, mit dem gegen Borrelien sensibilisierte T-Zellen (bestimmte Immunzellen) nachgewiesen werden. Diese Zellen können nur sensibilisiert werden, wenn sie auch wirklich Kontakt zu Borrelien hatten. Dieser Test ist hochspezifisch, aber wissenschaftlich noch nicht in jedem Bundesland anerkannt. Auch bei diesem Test können vereinzelt falsch negative Ergebnisse auftreten. Am aussagekräftigsten ist der LTT ca. 14 Tage nach Auftreten starker Symptome. Zu beachten ist, dass die Versanddauer des ungekühlten Blutes 12-24 Stunden nicht überschreiten darf und dieser Test nur von einigen Labors durchgeführt wird.

Alle drei Testverfahren werden nach der KV Nordrhein von der gesetzlichen Kasse übernommen.

Neben der Antikörpersuche im Blut (Serum) können diese auch in der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) - die mittels einer Spritze (Punktion) aus dem Rückenmarkskanal entnommen wird - bestimmt werden. Bei einem positiven Nachweis spricht man von einer Neuroborreliose (Borreliose mit Befall des Nervensystems). Bei nur 20 % der Patienten mit Spätborreliose werden Antikörper im Liquor gefunden.

Bei den genannten Tests wird der Erreger selbst nicht nachgewiesen (indirekter Erregernachweis), sondern nur die Immunantwort gegen diesen. Verfahren für den direkten Erregernachweis sind die PCR (Polymerase-Chain-Reaction) und die direkte Anzucht (Kultur) des Erregers. Mit diesen Methoden lassen sich Erreger in Urin, Gelenkspunktat, Liquor, Gewebe und Haut finden. Eine Anzucht gelingt fast nie und das Ergebnis liegt erst nach Wochen vor. Die PCR ist eine vielversprechende Methode, die jedoch noch in den Kinderschuhen steckt. Das Ergebnis liegt nach 12 bist 24 Stunden vor.

Grundsätzlich sollte die Labordiagnostik frühestens 4-8 Wochen nach dem Zeckenstich durchgeführt werden. Dieser Zeitraum wird für eine Immunantwort und somit zur Bildung von Antikörper benötigt. Des Weiteren sollte die Labordiagnostik in einem mit der Borreliendiagnostik vertrautem Labor durchgeführt werden.

Bei allen genannten Diagnoseverfahren schließt ein negatives Ergebnis eine Borreliose nicht aus (seronegative Borreliose). Letzte Zweifel darüber, ob eine Borreliose vorliegt oder nicht, können nicht ausgeräumt werden. Das gilt grundsätzlich für alle Stadien der Borreliose. Eine Borreliose, die keine typischen Krankheitsmerkmale zeigt, alleine am klinischen Symptombild zu diagnostizieren erfordert einen Arzt mit viel Erfahrung und weiterführende Ausschlussdiagnostik.
 
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20.01.06
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cool :(

dh. alle diese tests sind sehr mit vorsicht zu geniessen bzw ich kann weiter mit meinem beschwerdebild leben (na dann gute nacht).

ltt wird in öreich nicht von den kassen bezahlt (kostet ca 215,-!!!!!!)

und diese s/c therapie ist schlicht ein wahnsinn (hab schwindel, schüttelfrost, schmerzen, etc.)

hmm...

greetz
human
 
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Schwacher Trost, human: mein LTT wurde von der dt. Kasse auch nicht bezahlt.

Mir hat heute der Laborarzt des Kölner Labors gesagt, daß man bei unklaren ERgebnissen noch mal die Antikörper mit Westernblot machen sollte. Vorher sollte aber abgeklärt werden, ob nicht andere Ursachen für die Beschwerden gefunden werden könnten...

Gruss,
Uta
 
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19.01.05
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Hallo zusammen,

mir hilft Vita Biosa sehr. Nehme mittlerweile 3x50 ml. Fühle mich viel besser. Kann fast normal laufen.
Meine HP meint das es das beste Mittel gegen Borreliose ist.
 
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was ist vita biosa? und wo bekommt man es?

ich nehme "rechtsregulat"

greetz
human
 
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28.04.04
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hallo leute!

ich habe vita biosa genommen und selbst keinerlei effekt bemerkt. diese erfahrung teilten bisher auch alle anderen borrelianer, die ich kenne. finde ich aber genial franko, dass es bei dir so toll anschlägt!!

mit rechtsregulat habe ich noch keine erfahrung gemacht.

ein sehr gutes enzymprodukt ist übrigens auch wobenzym. die günstigste bezugsquelle, die ich dafür kenne:

https://www.shop-apotheke.com/search.go;jsessionid=C639353B3D3D541D4DAA4DF542F4E61F

derzeit 800 Stück für 80 Euro.


@human
wenn das s/c solch starken reaktionen bei dir auslöst, könntest du schon fast auf einen offiziellen "nachweis" verzichten. die heftigen reaktionen sind zumindest ein weiteres indiz, dass du borreliose hast. egal was es aber letztlich sein mag, scheint das s/c ja anzuschlagen. die heftigen reaktionen sind absolut typisch.

beste grüße,
wikinger
 
regulat-pro-immune
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@wikinger:

aber für nen doc brauch nun mal nen "offiziellen" test...wie sonst bekomm ich endlich mal ne wirkungsvolle antibiotikatherapie, welche auf borreliose anschlägt.

diese symptomatik bei s/c ist ja nicht auszuhalten + SWausleitung.

greetz
human
 
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@human,

ich weiß, s/c kann echt hart sein - ist halt nix für weicheier :D es hat aber schon so viele menschen aus dem borreliosesumpf herausgezogen (mich eingeschlossen), dass es sich lohnt eisern dran zu bleiben.

eine "wirkungsvolle antibiotikatherapie" ist in bezug auf chronische borreliose fast schon ein oxymoron. es gibt zahlreiche ansätze borreliose mit langzeitantibiose und der kombination verschiedener antibiotika "heilen" zu wollen, aber die ergebnisse sind bestenfalls uneindeutig. antibiosen bringen probleme mit sich, die man sich bewusst machen sollte:

1. antibiotika schwächen das immunsystem und erschweren körpereigene abwehrreaktionen. bei einer chronischen borreliose müssen antibiotika häufig über monate und jahre angewendet werden (mit zweifelhaften erfolgsaussichten, s.u.)

2. borrelien sind unglaublich anpassungsfähig. selbst wenn es gelingen sollte, alle borrelien mit einem antibiotikacocktail abzutöten (was kaum gelingen wird), würden immer noch die eingekapselten cystenformen überstehen und nach absetzen der antibiotika zu einer neuinfektion führen

3. mit einer borrelioseinfektion gehen auch immer co-infektionen einher, die ähnlich starke probleme bereiten können. zielt man mit antibiotika nur auf die borrelien ab, bleiben die co-infektionen bestehen und damit letztlich auch die borrelien.

4. antibiotika zwingen die borrlien zu verkapslungen. danach ist es häufig sehr viel schwieriger, langwieriger und "schmerzhafter" die borreliose mit alternativen verfahren (wie z.b. mit s/c) anzugehen. mit anderen worten: wenn du noch keine antibiose gemacht hast, wird s/c bei dir besser und schneller zu erfolgen führen.

einen "quick fix" bieten antibiotika also nicht - im gegenteil. ich habe auch noch nie gehört, dass jemand berichtet hätte "ich hatte soundsoviel jahre borreliose, dann habe ich antibiotika bekommen und habe seit x jahren keine probleme mehr."

borreliose mit s/c zu bekämpfen und gleichzeitig schwermetalle auszuleiten ist natürlich ein gigantischer kraftakt für deinen körper. vielleicht findest du wege, das nicht gleichzeitig, sondern z.b. im wechsel durchzuführen.

gegen starke herx-reaktionen sollen kaffee-einläufe wahre wunder wirken. ich habe es nicht ausprobiert, aber viele schwören darauf.

halte die ohren steif!
wikinger
 
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18.10.05
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Liebe Gruppe

Bin mir wieder mal mit S/C unsicher.

Ich habe am 3.10.2005 mit 3/3 g begonnen.

Bin jetzt bei etwa 10/10 g.

Klar geht es mir besser. Meine `unruhigen’ Beine

haben sich beruhigt. Auch zahlreiche andere Symptome

haben sich gebessert. So richtig schlecht ging es

mir eigentlich nie auch ohne S/C. Am beständigsten

ist die Taubheit in der rechten Hand. Ich hatte auch

früher mal Phasen in denen es mir besser ging.

Meine Hausärztin fragt mich was ich mache.

‚Ihre Diabetes ist praktisch verschwunden und ihre

Leberwerte sind wieder normal’. Leberwerte und

Blutzucker sind seit 30 Jahren an der Grenze.

Ich habe ihr gesagt ‚Ich lebe halt gesund’.

Damit konnte ich Sie beruhigen.

Am Anfang von S/C traten Beschwerden auf die

ich seit 30 Jahren nicht mehr hatte. Damit

war ich mit sicher, dass ich Borreliose habe.

Vor 5 Jahren bekam ich die Diagnose MS.

Obwohl ich folgende Laborwerte hatte

ELISA :

Borrelia burgd. IgG : auffällig : 8,30 Units/ml

Borrelia burgd. IgM : auffällig



Immunoblot :

Borrelia burgd. IgG : negativ

Borrelia burgd. IgM : auffällig Folgende Bande 25 kD konnte nachgewiesen werden



Neben den Beschwerden durch meine Erkrankung ist die Unsicherheit ob

ich nun MS oder Borreliose habe sehr belastend. Fast noch schlimmer als die

Krankheit selber.

Mein Neurologe bei dem ich wegen meiner MS in Behandlung bin

habe ich von S/C erzählt. Er schaute mich sehr skeptisch an.

Erzählt habe ich ihm davon weil er mit der Diagnose MS der Klinik

in die er mich nach obigen Laborbefund überwiesen hatte nicht sehr ‚glücklich’ war.

Sein damaliger Kommentar ‚Man lernt eben nie aus’. In ihrem Alter

, damals war ich 60 , bekommt man keine MS mehr.

Anderseits war mein Neurologe auch ‚befangen’ da er bei der

sehr dominanten Klinikchefin als Assistenzarzt gearbeitet hatte.

Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher was ich nun habe.

Ohne Beschwerden bin ich noch nicht nach 17 Wochen S/C.

Anderseits haben sich meine Beschwerden auch schleichend

verstärkt. Es ist vielleicht auch logisch dass sie sich auch schleichend

verabschieden.
 
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28.04.04
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hallo radler,

hat sich der blutzuckerspiegel nur durch das s/c normalisiert, oder hast du auch deine ernährung umgestellt? vitamin c kann tatsächlich sehr hilfreich bei diabetes sein, weil zucker und vitamin c strukturell sehr ähnlich sind und daher miteinander konkurrieren. dazu gibt es das transkript einer sehr guten rede, das ich vor einiger zeit schon mal an anderer stelle geposted habe:
bodye.com/insulin1.htm

s/c wirkt über lange zeiträume. bei vielen tritt "die" entscheidende verbesserung nach ca. 12 monaten ein. bis dahin verbessert sich zwar einiges, aber man durchläuft auch immer wieder krisen. je nachdem wie lange man krank war, wie man sich ernährt etc. kann es natürlich auch länger als 12 monate dauern.

ich habe kürzlich einen interessanten artikel gelesen, in dem die theorie aufgestellt wurde, dass ms durch pilz-toxine ausgelöst wird, also z.b. durch langjährige candida albicans belastungen des darms, durch aflatoxin im getreide, schimmelpilzsporen etc. die unterschiedlichen sympotmatiken der ms korrelieren demnach auch mit den unterschiedlichen pilzgiften.

nun gut, andere sagen, dass hauptsächlich quecksilber der auslöser ist, oder eben infektionen wie die borreliose, oder versteckte emotionale konflikte, oderoderoder...

ich hoffe auf jeden fall, dass sich deine symptome - und deren ursachen - so schnell wie möglich "ausschleichen".

beste grüße,
wikinger
 
regulat-pro-immune
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18.10.05
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Ich habe meine Ernährung nicht umgestellt.
Mein Zuckerwert ist schon immer zwischen 7-11 mmol/l.
Bei der letzten Kontrolle war der HbA1c bei 5.8 mmol/l.
Im Klinikum habe ich vor 5 Jahren nach 14 Rozephin (je 2 g.) Infusionen
Eine Stoßtherapie mit Cortison bekommen (wegen MS Diagnose).
Davon habe ich wahrscheinlich einen sehr hohen Blutzuckerwert
bekommen von 16 mmol/l. Um mich von dieser Pferdekur zu erholen
habe ich ½ Jahr gebraucht. Ich war auch zu einer Konsultation bei
Dr. Krickau. Als ich Ihm meine Beschwerden vorgetragen hatte war
er sich sicher, dass ich Borreliose habe. Die von Ihm verordnete
mehrmonatige Therapie mit verschiedenen Antibiotika brachte
leider auch keinen Erfolg. Daneben hat er mir entgiftende und
immunstärkende homöopathische Mittel verordnet. Außerdem
habe ich mir meine Amalganplomben entfernen lassen.

Und nun noch ein paar Gedanken zu MS und Borreliose.
Da ich unterdessen weiß, dass Borrelien sich durch Einlagerung
von Körperstoffen des Wirtes in ihre Hülle tarnen können und so
dem Immunsystem verborgen bleiben ist es nur logisch dass kaum
Antikörper gebildet werden. Vielleicht können die Borrelien das
Immunsystem nicht ewig täuschen. Wenn das passiert greift das
Immunsystem dann auch andere körpereigene Stoffe an. Und die
Ausbildung von MS wird begünstigt.
 
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