Schwindel, Übelkeit, Durchfälle, Knochenschmerz und Bilharziose

StB

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12.06.11
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Hallo.
Ich habe StB jetzt mal gegoogelt und Berichte gefunden.
Diese Berichte kannte ich nicht.

Mannomann, Praziquantel…….das Zeug habe ich für meinen Hund hier rum liegen.
Ich bin kein Forumsneuling oder Naivling, ganz im Gegenteil.
Aber nachdem ich jetzt dieses dahin gerotzte "Lasse deine Zähne sanieren" gelesen" habe, weiß ich warum mein Mann dieses Forum damals verlassen hat.
StB schrieb von allen Symptomen, die ich auch habe, also las ich seine Kommentare und wollte nur wissen was aus ihm geworden ist. Mir geht es so dreckig, dass ich denke 2020 ist endgültig Schluss.
Wenn mich hier überhaupt Kommentare interessieren, dann die von StB.
Aber wenn er nicht mehr will, dann ist es verständlich.
LG
Tip von mir .
Schließe nicht aufgrund von Symptomen auf eine Erkrankung, das wäre fatal.
Und mit Praziquantel ist , war es noch lange nicht getan .
Das wäre ja zu schön .
 
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05.10.17
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Hallo Lilyofthevalley,

Das hat man StB hier auch eingeredet, er hat sich fast alle Zähne ziehen lassen und den halben Kiefer wegfräsen lassen. Das dürfte eine Sackgasse gewesen sein, weil die Probleme, wie man später erkannt hat, woanders herkamen.
Solche Ratschläge können katastrophale Folgen haben! Ich frage mich auch (ich habe den gesamten Thread gelesen!), warum sich die damaligen Ratgeber nicht mit Einsatz der ihnen verfügbaren Selbstkritik fragen, wie gut oder oder schlecht ihre Ratschläge waren und daraus eine Lehre ziehen.
Zwischen sanieren und wegfräsen ist ein grosser Unterschied. Mit "sanieren" meine ich eventuell vorhandene Probleme beheben. Es sollten keine Entzündungsherde mehr vorhanden sein.

Wenn Du einmal von Problemen im Zahnbereich schreibst und bei der nächsten Antwort wieder anders sagst, dann wird es schwierig einen guten Rat zu geben.

.., Entzündungen, Kieferknochenrückgang, CMD, kaputte Zähne,
Ich war bei 11 Zahnärzten, habe unzählige Aufnahmen, alles behandelt und es wird mir immer gesagt meine Zähne und alles sieht top aus. Trotzdem passt nichts mehr. Und ich habe kein Amalgam und nur wenige plombierte Zähne.
Ich denke nicht, dass Parasiten einen Kieferknochenrückgang direkt verursachen. Das schaffen nur Entzündungen bzw. Oxidativer Stress - verursacht u.U. durch Nitrostress. Nitrostress kann auch durch andere Ursachen (Bsp. HWS) auftreten.

Bevor Du Leute in diesem Forum verurteilst, solltest Du Dich vielleicht mal informieren, was Oxidativer Stress ist.
Was ist oxidativer Stress?
https://www.phytodoc.de/naturheilkunde/oxidativer-stress

Gruss, docwho
P.S. ich werde mich ab jetzt nicht mehr zu Deinen Beiträgen äussern. Viel Glück.
 

togian

Huhu,
ich finde man kann nicht pauschal über dieses oder ähnliche Plattformen "herziehen". Mir hat es mit ziemlicher Sicherheit mein Leben gerettet selbstbestimmt an Informationen zu kommen. Und ich bin allen dankbar die sich damals die Zeit genommen haben um mir Tipps zu geben (egal ob "brauchbar" oder "unbrauchbar"). Ich bin erwachsen und muss mit meiner Auswahl und meinen Entscheidungen leben. Egal ob ein Arzt mich falsch behandelt oder ich mich falsch behandle.
Das Ergebnis ist mein Leben. Die Verantwortung dafür kann ich nicht delegieren.
(Selbstverständlich wäre es toll, wenn wir ein System hätten das "solche" Plattformen unnötig macht. Leider ist dem so nicht. Das zeigen ja auch die vielen Ärzte, die Du STB konsultiert hast ohne die richtige Diagnose zu bekommen).

Und wenn ich mir diesen Thread anschau - auf Seite 3 hat Lisbe Parasiten zum Thema gemacht und nachfolgend genau erklärt wie das mit Diagnostik/Therapie laufen könnte. Also "so schlecht" war das Forum mE nicht unterwegs.

Dass eine individuelle und vertiefte Diagnostik natürlich mit "Gießkannenprizip" nicht mithalten kann, ist auch klar. Aber nicht jede/r hat die Chance auf eben solche bzw. die Wartezeit bis man in so ein spezialisiertes Programm kommt, kann massive Schäden anrichten. Diese kann man zumindest gut abfedern, wenn auch nicht immer lösen (mit simplen Nährstoffen).

Und ja, das ist nur meine Sichtweise. Ich verstehe, dass Du, STB eine andere hast. :)
Nur ein Nachsatz: wenn sich bei Dir punkto Genetik was gezeigt hat das DURCH die Erkrankung erst aktiv wurde, nennt sich das Epigenetik. (und das geschieht laufend).
Das heißt, das ist vermutlich nicht in Stein gemeiselt, sondern mit ein wenig Glück und Unterstützung reversibel.
Alles Gute Dir! :)


@ Lilyofthevalley: keep it simple and stupid ;)

Kurzfassung:
um Viren/Bakterien/Pilze kann sich der Körper ganz gut kümmern, wenn Ernährung (individuell) passt (dass kann von Zucker, Milchfrei über Keto über... gehen - einfach schauen, was der Körper am ehesten braucht) und der Körper mit allen Nährstoffen OPTIMAL versorgt ist (Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, eventuell auch Enzyme, Magensäure, Hormone. letztere 3 hoffentlich nur vorübergehend, bis alle Drüsen und Organe wieder ihren Job machen...).
Das nennt sich orthomolekulare Medizin.

Parasiten bekommt man mit Hilfe des Immunsystems nicht mehr los. Da braucht es Hilfe von außen.
Es gibt "äh nur" 3 Stufen die therapiert werden (von Groß nach Klein). Das kann man auch probatorisch machen, selbst wenn nix gefunden wird im Stuhl.
Danach sieht man schnell ob sich was bessert oder nicht (solang man parallel dazu alle Nährstoffe optimiert, damit der Körper auch heilen kann).
Wenn man auf dem Weg erfolg hat, muss man bedenken, dass gut eingelebte Parasiten mit 1xiger Kur nicht weggehen, sondern zum Teil ein Leben lang "klein gehalten" werden müssen (je nachdem welche und wo sie sitzen).

Und selbstverständlich kann es außer dem persönlichen "Zoo" noch viele andere Ursachen geben. Aber mit der Kombi: Immunsystem optimieren + unerwünschte Gäste platt machen, hat man recht viel in vergleichsweise kurzer Zeit abgedeckt.

Alles Gute auf Deinem Heilungsweg :)
togi
 

nicht der papa

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18.11.09
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Ich hätte ja noch was vermisst, wenn sich Dr togian nicht gemeldet hätte.
Hat es dir nicht gereicht, was du kürzlich mit einigen anderen zusammen mit Eduard veranstaltet hast und bist auf der Suche nach neuen Opfern?
 
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02.10.10
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Hallo,

Nur Symptome deuten nie auf eine bestimmte Erkrankung, sie sind oft identisch.

Das sehe ich auch so. Es gibt viele Symptome, die bei vielen verschiedenen Erkrankungen auftauchen. Dies würde ich nur als Hinweis nehmen, in welche Richtung man weitersucht. Und bei bestimmten Symptomkonstellationen und Lebensweisen mögen manche Sachen wharscheinlicher sein als andere, denen würde ich zuerst nachgehen. Aber anderes deswegen nicht völlig abhaken.

Wenn man die Beitragenden schon länger kennt, weiß man, wie man sie einzuschätzen hat. Für Neulinge im Forum ist es unmöglich zu wissen, wessen Meinungen man ernstnehmen könnte und wessen Meinungen man am besten ignorieren sollte.

Das sehe ich auch so (und sehe ich bei mir auch als Vorteil gegenüber anderen Foren, weil ich eben die Leute einschätzen kann, es außerdem hier thematisch breiter ist als anderswo). Und na ja, man kann es nicht erwarten, dass man übers Internet eine gescheite Diagnostik machen kann, genau wie Ärzte keine Ferndiagnostik betreiben können. Man kann nur Ideen bekommen, man kann sich informieren, wie Dinge zusammenhängen und so einiges lernen. Das wird, jedenfalls bei komplexeren Angelegenheiten i.d.R. nicht direkt zielführend sein. Aber eigene Informtiertheit ist oft schon die halbe Miete.

Ich bin im Übrigen im Garten Landschaftsbau tätig gewesen und hatte viel mit kranken Tieren zu tun. Etliche Bisse habe ich mir auch eingefangen, auch von Exoten.

Vielleicht hast Du Dir da was eingefangen. Aber auch da ist es so wie immer: Das Häufige ist häufig, das Seltene ist selten. Es bleibt nur (und meines Wissens nach machen das Ärzte nicht anders), mit dem häufigen anzufangen zu suchen. Wenn man das Pech hat und zu denen mit was seltenem gehört, wird es schwierig. Ich würde dann, weil Du schreibst "Exoten" am ehesten bei Tropeninstituten nachfragen (bzw. wenn es Tiere in Gehegen waren o.ä., weiß man denn etwas von deren Erkrankungen?), bis Du bei so einem Zentrum für seltene Erkrankungen angenommen wirst.

Ich verlasse das Forum wieder.
Dann wünsche ich Dir alles Gute und hoffe, dass Du woanders das findest, was Du suchst.

Aber nachdem ich jetzt dieses dahin gerotzte "Lasse deine Zähne sanieren" gelesen" habe, weiß ich warum mein Mann dieses Forum damals verlassen hat.

Aber so ist doch GottseiDank nicht jeder (nun gut, wie oben geschrieben, muss man die Leute einschätzen können).

Ich hatte früher auch gedacht, was will ich in einem Forum mit solchen extremen Meinungen und hatte mal kurz reingeschaut und bin dann wieder verschwunden (fand das teilweise als "Schlammschlacht" zwischen 2 Lagern). Das, was ich meine, ist zum Glück nicht mehr so extrem, viele Sichtweisen, die ich damals abstrus fand, finde ich nun doch nicht mehr ganz so abstrus, wenn man ein bisschen Hintergründe kennt (aber auch da darf man nicht alles für bare Münze nehmen, was geschrieben wird).

--------- Hier ein paar grundsätzliche Überlegungen zum Umgang zwischen Ratsuchenden und Ratgebenden -------

Das Problem mit Ratschlägen sind doch folgende:
1) sie können zu bedrängend sein
2) sie können vom eigentlichen ablenken
3) sie können zu ernsthafte Konsequenzen haben

Bei all diesen Punkten kann der Ratsuchende selbst einen gewissen Einfluss darauf nehmen, wie sehr sie zum Problem werden.
1) ist schwierig, aber man muss sich verinnerlichen, dass man sich selbst treu sein muss, es sich nicht zu sehr zu Herzen nehmen darf, sich abgrenzen können muss. Vielleicht auch woanders Rat suchen, nicht dauernd hier rumhängen und sich selbst von den Meinungen hier (oder woanders) abhängig machen. Ich hatte hier zu Anfang auch mit 2 Usern Kontakt, die ich als viel zu bedrängend empfand, einen empfand ich (später dann bei anderen) regelrecht übergriffig (dieser User ist wohl nicht mehr hier). Tja, solche Leute gibts leider immer wieder.
Zu 2) würde ich halt sagen, sich breit informieren. Bei seltenen Krankheiten wird es schwierig, denn wo sollte man sonst noch andere Informationen bekommen. Aber halt nichts als gegeben hinnehmen, was gesagt wird. Dieses Problem dürfte jeder User haben, egal ob "selten" oder nicht, was von den vielen Möglichkeiten trifft bei ihm zu. Da gibts keine einfache Lösung.
Bei 3) immer sehr intensiv informieren, und auch woanders.

Noch mal schwieriger wird es, wenn es einem schlecht geht, und man das Gefühl hat, es drängt und man muss nach jedem Strohhalm greifen. Ich denke, es verführt dazu, obige Punkte aus Verzweiflung weniger ernst zu nehmen. Und man darf halt auch nicht zuviele Erwartungen haben (wäre noch ein Punkt 4 oben, dass die Ratschläge zuviele Erwartungen wecken können).

Als Ratgebender im Forum sollte man halt auch drauf achten:
1) sich vorsichtig auszudrücken und nicht zu bedrängen. Das kann auch schon ein zuviel an Nachfragen sein oder ein zuviel vom immer wieder gleichen Ratschlag an diesselbe Person. Das ist individuell, nicht jeder kann sich gleich gut abgrenzen, und was einem selbst als überhaupt nicht bedrängend auffällt, mag auf andere anders wirken. Ein Problem sind in dem Zusammenhang auch eher absolute Aussagen.
2) Auch da nicht absolut ausdrücken und im Blick haben, dass es noch andere Ursachen geben kann, als das, woran man selbst grad denkt und dass die eigene Situation nicht unbedingt auf andere zu übertragen ist. Da wird man im Überschwang aufgrund eigenen Erfolges vielleicht manchmal zuviel des guten tun. Und man muss aufpassen, dass die eigentliche Ursachensuche nicht vor lauter vorübergehenden Maßnahmen zu kurz kommt.
3) sich selbst um die Konsequenzen Gedanken machen und fairerweise, wenn man sie selbst nicht so findet, den anderen darauf aufmerksam machen, dass es auch andere Sichtweisen gibt. Auch berücksichtigen, dass der Ratsuchende evtl. mit viel anderem zu kämpfen hat (was derjenige selbst noch nicht so weiß oder was hier nicht so richtig rauskommt), gerade wenn es etwas komplexere Beschwerden sind, denn dann kann es möglicherweise auch kontraproduktiv sein. Da ist dann die Frage, was man da für ein Typ ist, ob vorsichtig oder eher pragmatisch und da sollte man auch als Ratschlagender nicht unbedingt von sich auf andere schließen.

Ich hoffe mal, das ergibt Sinn und ich hab nichts wichtiges vergessen (ich hab die >1000 Beiträge hier auch nicht gelesen). Und wie fast immer finde ich, muss man es halt differenziert betrachten. Wenn jeder sich in seinem Bereich bemüht, wird es auch alles besser gelingen.

Viele Grüße
 

Marron

ich finde man kann nicht pauschal über dieses oder ähnliche Plattformen "herziehen".

Nein, kann oder "sollte" man nicht.
Ich verdanke dem Forum z.B. eines der besten Programme, dem ich je begegnet bin. Allerdings ist es so, dass man immer gut abwägen muss, wem man vertrauen kann und wessen Beiträge authentisch sind. Das dauert manchmal seine Zeit.

Und ja, das ist nur meine Sichtweise. Ich verstehe, dass Du, STB eine andere hast. :)

Das eine ist die Sichtweise.
Das andere ist die (echte) Erfahrung. ;)
Stefan hat sie sammeln müssen, auf bittere Art und Weise.

Nur ein Nachsatz: wenn sich bei Dir punkto Genetik was gezeigt hat das DURCH die Erkrankung erst aktiv wurde, nennt sich das Epigenetik

Das nennt sich orthomolekulare Medizin.

Stichworte, genau zur rechten zeit. Epigenetik. Ortho. Nems. Cool.

@ Lilyofthevalley: keep it simple and stupid ;)

Schau dir mal den Leidensdruck an, der durch Lillys Beiträge klar wurde.
Simple and stupid kann man es "keepen", wenn man simple und stupide Symptome hat.
Huch es ist halb neun. Ich muss weg.

Marron :wave:
 
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12.05.11
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Nur ein Nachsatz: wenn sich bei Dir punkto Genetik was gezeigt hat das DURCH die Erkrankung erst aktiv wurde, nennt sich das Epigenetik. (und das geschieht laufend).
Das heißt, das ist vermutlich nicht in Stein gemeiselt, sondern mit ein wenig Glück und Unterstützung reversibel.

Das ist übrigens so nicht korrekt. Epigenetik wird meines Wissens nur in der Forschung ausgewertet. Wenn bei Patienten Polymorphismen oder Mutationen festgestellt werden, dann ist das immer im 'richtigen' Genom (allein schon die Begriffe weisen darauf hin), und solche sind durch Epigenetik natürlich nicht zu ändern.

Gruß Malvegil
 

togian

Huhu,
Das ist übrigens so nicht korrekt. Epigenetik wird meines Wissens nur in der Forschung ausgewertet. Wenn bei Patienten Polymorphismen oder Mutationen festgestellt werden, dann ist das immer im 'richtigen' Genom (allein schon die Begriffe weisen darauf hin), und solche sind durch Epigenetik natürlich nicht zu ändern.
Ich bin mir nicht sicher warum Du das schreibst? Ich vermute wir meinen das Gleiche? Nur mal ein Abgleich:

Ich verstehe das so: Ein Mensch kommt mit einer "Fixausstattung" an Genen auf die Welt.
Manche davon sind "optimal/gesund" andere "fehlerhaft/nicht mehr optimal"
Etliche Gene verändern sich im Lauf des Lebens, mutieren also (und werden so an Nachkommen weiter gegeben).

Es werden immer nur "Bruchteile" der Gene gelesen. Ich vergleiche es mit einem Buch. Dort sind 100 Kapiteln und am Tag X werden die Infos von Kapitel 1, 2, 3-7 genutzt. Am Tag Y nutzt man Kapitel 1,2, 93-98 usw.
Das Gen in diesem Beispiel (das Buch) ändert sich nicht, aber die gelesenen Sequenzen (Kapitel) ändern sich (=Epigenetik, somit "oberhalb der Genetik").

Beispiele: Auswirkungen 1er Impfung (Infanrix-Poio+Hib, pubmed Artikel Nr. 18336961) auf die Epigenetik:
Die Untersuchung wurde an 5 Säuglingen, 12 Stunden nach einer Impfung durchgeführt.

Durch die Impfung wurden:
33 Allergie Gene aktiviert
66 Asthma Gene aktiviert
67 Krebs Gene hochreguliert und
25 immunologische Krankheitsgene hochreguliert.

(Also Gene veränderten sich nicht, aber die Verwendung derselbigen, somit Epigenetik).

In den Beispielen die ich kenne, wurde nach Ursachen für eine Erkrankung gesucht und dabei wurde man in der Genetik "fündig". Da gab es dann die Gene XYZ die für ABC Symptome verantwortlich gemacht wurden.
Ob die Gene nun tatsächlich "gelesen"/"verwendet" wurden, hat aber keiner geschaut (ich vermute da meintest Du mit "nur in der Forschung ausgewertet").
Ein Beispiel: eine Bekannte war bis zur Schwangerschaft gesund/leistungsfähig. Nach der Schwangerschaft heilte die Bauchdecke nach dem Kaiserschnitt monatelang nicht. Lange Testerei ergab - genetische Immundefizite, iGG Mängel. Ab da wurden regelmäßig Immunglobuline verabreicht, es musste Haut transplantiert werden etc. (sie selbst "konnte ja nicht" aufgrund der "Genetik"). Nur warum hat sie das die ersten 30 Jahre ihres Lebens nicht gemerkt? Man würde doch meinen, dass ... ?

Sie hat dann viele alternative Dinge probiert (viele NEMS, z.B. Zink war völlig im Keller, Ausleitungen, auch recht intensiv Parasiten rausbefördert - und siehe da - iGG Bildung funktioniert wieder, Immunsystem stabil).
Ich vermute Gene haben sich nicht verändert (aber das wurde dann nicht mehr nachgetestet). Fix ist, dass ihre Kinder auch die gleiche Genkonstellation haben. Aber bei denen ist es bislang nicht "ausgebrochen" - sie sind gesund. Deren Immunsystem funktioniert "normal".
Und ihr Immunsystem nun auch wieder. :)

Und darum geht es mir - im Forum wird aktuell grad oft von "genetischen" Krankheiten gesprochen und das meist als unabänderlich wahrgenommen. Das unabänderliche ist nur, wenn etwas von Geburt an da ist (Trisomie XY...).
Alles andere was im Laufe des Lebens auftaucht "wegen der Genetik" - kann uU reversibel sein. (denn es geht ja um die Epigentik - die steuert was aus den Genen rausgelesen wird.).
Wenn aber ein epigenetischer Impuls zu einer genetischen Mutation geführt hat (und die aus Mangel an Alternativen ausgelesen wird, hat man Pech gehabt).

To make a long story short - ich finde Botschaften wie "das ist genetisch" als ein reindrängen in die Opferrolle (sinngemäß: so ein Pech - die Gefäße, das Herz, der Krebs, die Zähne... ist halt genetisch. Kann man nix machen..).

Und allein um dieses "rausholen" aus der Opferrolle ging es mir bei STB: nur weil etwas durch Parasiten getriggert wurde, muss es nicht ein Leben lang überbleiben.
Und ja klar - Zähne die weg sind, sind weg. Aber anderes kann ev. doch noch positiv beeinflusst werten bzw. verschwinden.

Durch meine Gäste hatte ich auch ganz schön mit meinen Mastzellen zu tun. 10 Jahre lang.
Hab das auch als "Spätschaden" gesehen. (Genetik wurde bei mir allerdings nie getestet. Aber der Zusammenhang mehrmals von Ärzten laut "vermutet").

Meinem Kind hatte ich es "vererbt" - auch das war für mich "schlüssig". Er hatte es von Geburt.
Im Endeffekt waren es nur ein paar fehlende Nährstoffe (und ja, auf das muss man mal kommen).

Somit - nur weil Ärzte etwas auf die Genetik schieben (getestet oder ungetestet) muss das noch lang nix heissen.

Und - zumindest mir - ist es ziemlich egal ob Epigenetik getestet wird oder nicht. Sie ist "da". Minute für Minute. Und wir können sie (in vielen Belangen) steuern. Raus aus der Opferrolle - rein in die Eigenverantwortung :).

OT (Ev. was für die "Vorschlag-Ecke".):
------ Hier ein paar grundsätzliche Überlegungen zum Umgang zwischen Ratsuchenden und Ratgebenden -------
ich fände so eine "Anleitung" wäre ein wichtiger Bestandteil eines "Willkommensmails". Wenn sich jemand im Forum anmeldet oder vorstellt, könnte man das als "Willkommenspaket" per Mail oder im "ich stelle mich vor" Thread posten. (und man kann auch immer wieder mit Link drauf verweisen, wenn es in Threads zu tendenziös wird).
Da genügen ein paar Zeilen - einfach um ganz deutlich auf die Grenzen hinzuweisen.
Für mich gehört auch das Thema Kompetenz rein.
Durch z.B. lange Forumszugehörigkeit/viele Posts/Mod Status/bestimmtes Wording ("wissenschaflich bewiesen..." "Studie XY zeigt deutlich...") etc. kommt es leicht zu "Scheinkompetenz".
(Äh klar, wenn ich ein kompletter KFZ Dau bin, reicht schon wenn jemand die Motorhaube aufmachen kann um Wasser für die Scheibenwaschanlage nachzufüllen um ihn als "kompetent" anzusehen).

"Früher" gab es meiner Wahrnehmung nach viel mehr Diversität im Forum. Da gab es (mE) eine gesündere "Selbstregulierung" in Threads durch die Fülle an Meinungen. Aktuell antworten tlw. nur 1-2 Personen... Viele Richtungen werden schon lange nicht mehr abgedeckt...

lg togi
 
Beitritt
12.05.11
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Hallo Togian,

ja, du hast recht, die Formulierung, der ich widersprochen habe, war nicht ganz eindeutig formuliert und man kann sie so oder so verstehen. Du hattest geschrieben:

wenn sich bei Dir punkto Genetik was gezeigt hat das DURCH die Erkrankung erst aktiv wurde, nennt sich das Epigenetik. (und das geschieht laufend).
Das heißt, das ist vermutlich nicht in Stein gemeiselt, sondern mit ein wenig Glück und Unterstützung reversibel.

Ich hatte das so verstanden, daß du das was sich in "punkto Genetik gezeigt hat" (ein genetisches Testergebnis) für reversibel hältst. Das ist es natürlich nicht. Genetisches ist nicht reversibel. Die Folgen (=Aktivierung) eines Gens können natürlich in Einzelfällen reversibel sein, nämlich wenn ein defektes Gen nur in bestimmten (Stoffwechsel-, Hormon-, Kranhkeits-) Situationen gebraucht wird.

Das ist aber eine Frage, die man für jedes einzelne Gen beurteilen müßte. Pauschal eine Heilungshoffnung darauf bauen, ist auch wenig sinnvoll. Ich habe einen Freund, bei dem ein Schutzmechanismus gegen Krebs genetisch defekt ist. Die Betroffenen bekommen sämtlich schon in jungen Jahren Krebs. Das ist eben was anderes als genetische Veranlagungen im Bereich des Immunsystems, und der Hinweis "wir haben da ja noch die Epigenetik, mit Glück wird das schon wieder", wäre ziemlich daneben.

Aber wir sind hier offtopic und sollten nicht weiter Stefans Faden mit dieser Diskussion belasten.

Grüße
Malvegil
 
Beitritt
02.10.10
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4.332
Hallo (insbesondere Malvegil und Togian),

ich finde das Thema sehr interessant, da es mich auch immer wieder mal beschäftigt und sich hier Fragen aufgetan haben, die ich mir auch schon länger stelle. Vielleicht können wir dafür einen Genetik/Epigenetik-Thread aufmachen? (und wenn es nur noch 2-3 Beiträge sind) Wärt ihr dabei?

Viele Grüße
 
Beitritt
22.08.17
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Hallo Lillyoftheavaly,

liest du eventl. doch noch mit?

Zitat von dir:
"Ich bin im Übrigen im Garten Landschaftsbau tätig gewesen und hatte viel mit kranken Tieren zu tun. Etliche Bisse habe ich mir auch eingefangen, auch von Exoten."

Mögliche Ursachen deiner Beschwerden:
- Beruf: Garten- u. Landschaftsbau: Biss duch z.B. Zecke (mögliche Folge: Borreliose und FSME), durch Flöhe/Läuse (Überträger z.B. bestimmter Bandwürmer), durch Mücken,
- kranke Tiere: Hier ist die Frage, was die Tiere denn für Beschwerden hatten und welche Tiere es waren?,
- "eltliche Bisse ... eingefangen, auch von Exoten": Welche Exoten denn?

Die Beantwortung der Fragen könnte die Ursachen deiner Beschwerden eingrenzen. Da du von Tieren und Exoten berichtest, könntest du dich auch mal an einen Tierarzt wenden. Vielleicht hast du ein Haustier, dass du sowieso zum Tierarzt bringst (z.B. wegen Impfung). Im Zuge dessen könntest du ihm - quasi nebenbei - von deinen Beschwerden berichten, erwähne die Punkte Garten-/Landschaftsbau, kranke Tiere, Bisse (auch von Exoten).

Grüße von andra
 
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