Nach DMPS-Test Leberwerte erhöht - nun EDTA um Arsen auszuleiten?

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Hallo,

bei unserer Tochter wurde nach einem DMPS-Test Arsen/Cobalt/Kupfer etwas erhöht vorgefunden. Natürlich wollen wir das nicht in ihrem Körper lassen. Nun ist es aber so, dass direkt nach dem DMPS-Test die Leberwerte angestiegen sind, die sonst immer normal waren. Im Abstand von zwei Wochen haben wir Blut nehmen lassen - und tatsächlich gehen die Leberwerte wieder langsam auf ihre Ausgangswerte zurück. Ein Arzt (auch Naturheilkundler) sagt, dass es am DMPS gelegen habe. Ist sehr selten, aber dokumentiert (1 von 10.000).

Unsere Tochter hat auch nichts anderes gegessen, nichts anderes eingenommen wie sonst auch. DMPS war das einzige "Neue".
Nun sind wir verunsichert, unsere Tochter scheint auf vieles komisch zu reagieren. (Sie hat Hashimoto, PCOS, Neurodermitis und schon auf Metformin gab es eine körperliche Reaktion, die trotz Absetzen bis heute anhält: Muskelschmerzen. Punktgenau zur Metformingabe.)

Nun empfiehlt der Arzt EDTA, da dies nicht über die Leber geht. Frage: Ist das wirklich sicher, braucht man Nierenschutz? Hilft es beim Ausleiten der o. g. Sachen? (der Arzt meint JA, er habe dies in seiner Zeit als Kardioarzt in Holland wöchenlich bis zu 100 Patienten gegeben etc.)

Wir brauchen dringend eine zweite Meinung. Unsere Tochter muss zwecks EDTA 3 Stunden an einem Tropfer hängen. Allein das macht ein mulmiges Gefühl. Es soll ja nicht eine neue Baustelle in ihrem Körper entstehen.

Danke für alle Antworten!

Gruß

Graf
 
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Hallo Graf,

Eure Tocher hat aber schon ein ganz schön schweres Bündel zu tragen. Ist denn abgeklärt, warum?
Warum hat sie Metformin genommen? Hat Sie auch Diabetes?
...
Das Biguanid Metformin wird über die Nieren ausgeschieden, weshalb es bei einer Nierenfunktionsstörung zu erhöhten Plasmaspiegeln kommt. Metformin hemmt in der Leber die Glukoneogenese und bei einer Überdosierung steigen die Laktatwerte im Blut. Wird dies nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu einer metabolischen Azidose kommen. Wenn die Patienten ins Koma fallen, ist es für Gegenmaßnahmen meist zu spät.
Das läßt mich daran denken, daß evtl. eine Nierenfunktionsstörung vorliegt? Ist da denn genau nachgeschaut worden?
https://www.onmeda.de/behandlung/nierenwerte.html

... Gibt es Kontraindikationen / Ausschlussgründe? [bei der Anwendung von EDTA]

Ja, erhöhte Nierenwerte (>1,6 Kreatinin), akute Infekte (Antibiotika behandelt), dekompensierte Herzinsuffizienz (unbehandelt), Schwangerschaft, Demenz. ...
https://www.metallausleitung.de/für-patienten/faq/

Was verstehst Du unter "Nierenschutz"? Ist das ähnlich zu verstehen wie ein "Magenschutz" durch Säureblocker, die aber dann auch wieder unerwünschte Wirkungen haben können?

Was tut Ihr gegen die erhöhten Leberwerte?

Wie alt ist denn Deine Tochter?

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,

danke! Sie hat neben Hashimoto dieses PCOS und eine geringgradige Insulinresistenz (noch kein Diabetes), da soll Metformin helfen (um das PCOS letztlich einzudämmen). Nach 4 Wochen haben wir es abgesetzt, da sie (seitdem) Wadenschmerzen (krampfartig) und es auch sonst nicht geholfen hat. Das war vor einem halben Jahr! Und immer noch schmerzt es. Und der TSH geht trotz L-Tyroxin immer weiter nach oben. Innerhalb eines Jahres ist sie von L 25 auf L 75 gekommen.

Die Nierenwerte wurden und werden ja laufend genommen, ich gehe davon aus, dass die immer soweit in Ordnung waren. Uns ist nie etwas anderes aufgefallen. Durchschnittlich wird alle zwei Monate Blut genommen. (Endokrinologe, Gynäkologe, Naturheilarzt etc.)

Die Leberwerte waren nur aufgrund des DMPS für einige Wochen erhöht (sagt der Arzt). Nun gehen sie zurück und sind schon wieder im Normbereich. Das ist gut! Aber die Schwermetalle (Arsen, Cobalt und Kupfer) sind ja noch im Körper und die sollen jetzt mit EDTA raus, wenn es mit DMPS nicht geht. Die Frage ist nur, ob EDTA wirklich gut ist. Du hast da ja einiges geschrieben. Sie hat da wohl keine Auffälligkeiten. Also können wir es wagen?

Nierenschutz? Das Wort ist mir "nur" begegnet, leider weiß ich gar nicht, was das genau ist.

Danke für alle Hilfe.

Grüße

Graf
 
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Hallo Graf,

sicher sollen die Schwermetalle raus. Ich würde aber erstmal was in Richtung Ernährung tun und sehen, ob man damit nicht eine Verbesserung des Gesamtsystems erreicht. Erst dann würde ich die Schwermetallausleitung angehen.

Da scheint einiges Autommunes bei Deiner Tochter zu rumoren: Hashimoto, Neurodermitis... Möglichwerweise hägen Insulinresistenz und Leberprobleme auch damit zusammen. Ist nicht sicher, aber es ist oft so, dass wenn man erstmal eine Autoimmunkrankheit hat, gesellen sich andere dazu und das passiert nicht von einem Tag auf den anderen. Es ist ja eine Erkrankung des Immunsystems nicht des jeweiligen Organs. Eine wichtige Ursache dafür sind Darmstörungen, insbesondere Leaky gut, d.h. durchlässiger Darm. Dadurch, dass durch ein Laeky gut Fremdstoffe aus der Nahrung in den Blutkreislauf gelangen, reagiert das Immunsystem darauf. Bei Hashimoto geht man z.B. davon aus, dass es zu Kreuzreaktionen kommen kann, dass Gluten aus der Nahrung so ähnlich aussieht wie Schilddrüsengewebe und wenn das Immunsystem auf das Gluten der Nahrung reagiert, werden damit Reaktionen auf Schilddrüsengewebe getriggert. Da hilft eine Ernährung wo vorübergehend (mind. 30Tage) die üblichen kritischen Lebensmittel weggelassen werden (und den Darmstatus zu verbessern), wie z.B. die Ernährung nach Autoimmunpaleo (AIP). Danach kann man nach und nach wieder die gemiedenen Lebensmittel einführen und schauen, ob es das Wiedereinführen zu Problemen führt. Solche Lebensmittel lässt man dann dauerhaft weg. Da würde ich eine Weile warten, dass sich alles neu einpendelt und dann nochmals mit Ausleitung versuchen. Dazu vorher auch die Entgiftungsorgane (Leber, Niere) stärken, da gibt es verschiedene pflanzliche Mittel wie Mariendistel (am besten standardisiert auf 80% Silymarin), bittere Lebensmittel/entsprechende NEMs für die Leber, Solidago und Brennessel für die Nieren.

Was ich noch mit der Ernährung versuchen würde: zusätzlich möglichst kein Zucker, und wenn AIP gelockert wird, darauf achten, dass es nicht zuviele Kohlenhydrate werden (ist halt etwas schwierig unter AIP). Wichtig für Insulinresistenz, wenn es nicht bis dahin schon besser wurde.

Ich würde mir ein gutes Buch über Autoimmunkrankheiten holen. Denn eigentlich sollen dabei alle Faktoren beachtet werden, u.a. auch Schwermetalle.

Viele Grüße
 

alexo13105

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Nierenschutz? Das Wort ist mir "nur" begegnet, leider weiß ich gar nicht, was das genau ist.

Da sollte man das HauptAugenmerk drauf richten ! Zumindestens geht es dabei um Quecksilber !
Es sitzt dort (hauptsächlich) und landet auch wieder dort ( nach Mobilisation). Also das was nicht ausgeschieden wurde (durch DMPS-mobilisation).

Das wäre ein Wert , der gemacht werden solte !
https://de.wikipedia.org/wiki/Glomeruläre_Filtrationsrate

https://www.google.de/search?q=nier...1.69i57j0l5.8938j0j8&sourceid=chrome&ie=UTF-8

https://www.heel.de/media/de/downlo...is/nierentropfen_cm_mischung_k_049596_bpz.pdf

https://www.pascoe.de/produkte/detail/pascorenal-n.html

Damit kann man Nieren unterstützen ! Es gibt da noch mehr !

LG
 
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Hallo alexo,

Quecksilber war aber weit in der Norm, also nicht das Problem. Ist dann Nierenschutz dennoch sehr wichtig?

Danke auch dir, damdam! Ernährung/Kohlehydrate sind auch Dauerthema, was bei einer 16-jährigen aber nicht so einfach umzusetzen ist.

Grüße

Graf
 
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Hallo Graf,
Quecksilber war aber weit in der Norm
"Norm" ist welche? Alles, was mehr als 1 µg/g Kreatinin ist, ist zuviel (manche Labore geben leider 50µg an). Und dann ist es auch heikel, EDTA ohne DMPS/DMSA zu verwenden, da EDTA das Quecksilber giftiger werden lässt.

Ja, das mit der Ernährung kann gut sein, dass das schwierig ist. Ich würde da ein Bewusstsein schaffen bei ihr. Und dann soll sie das Autoimmunpaleo halt mal 30 Tage zu 100% (=keine Sünden) durchziehen (Belohnung?). Wenn es ihr hinterher besser geht, bleibt sie vielleicht von selbst am Ball. KH würde ich solange halt nur aufpassen, dass es nicht übermäßig viel wird (mir scheint das Autoimmune in der Situation wichtiger zu sein als der Blutzucker)

Viele Grüße
 
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Hallo damdam,

ja, wir hatten tatsächlich 50 ug als Norm und unsere Tochter hatte nach DMPS 3.2 (2.5)
Aber auf was kann man sich denn dann noch verlassen, wenn selbst die ganzheitlichen Mediziner/Labore falsche Normen aufstellen?
Jetzt bin ich völlig verunsichert. DMPS verträgt sie definitiv nicht, da die Leberwerte ja wie beschrieben steigen (und wieder nach 6 Wochen endlich gefallen sind). Der ganzheitliche Arzt rät aufgrunddessen dringend von DMPS ab und rät zu EDTA. Du sagst aber, EDTA nur mit DMPS? Zwickmühle. Meine Frau sagt schon, es wäre besser gewesen, das nie messen zu lassen. Wir haben seitdem nur noch mehr Sorgen. Und die Sache mit den Normwerten lässt zum Himmel schreien. Wieso geben die 50 an, wenn es schon ab 1 gefährlich wird?? Irgendwo ist das eine falsche Welt.

Was sollen wir denn jetzt machen?

Danke und Gruß

Graf
 
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Hallo Graf,

mein Arzt sagte mal, die 50µg orientieren sich am Arbeitsschutz (der mit Gesundheit nicht wirklich zu tun hat). EDTA geht auch zusammen mit DMSA, vielleicht verträgt sie das ja. 3,2µg ist an sich wenig, aber der Wert ist nicht absolut zu sehen. Er kann auch niedrig sein und erst im Zuge längerer Ausleitung ansteigen. Kann man im Forum öfters solche Erfahrungen lesen. Das hängt wohl von der tatsächlichen Belastung ab. Wenn die hoch ist, kommt am Anfang nur wenig raus, das kommt erst später.

Kannst ja mal die Befunde reinstellen. Wäre ja vielleicht für die anderen Stoffe auch interessant. Kann mir vorstellen, dass da noch andere Stoffe drin sind, die raussollten. Dann würde ich danach schauen, welches Ausleitungsmittel man nimmt (also nicht ich, sondern allgemein gesprochen). Vielleicht gibt es ja auch erstmal mildere Mittel.

Viele Grüße
 
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26.08.17
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Hallo damdam,

danke!

Hier die erhöhten:
Arsen 34,5 / 44.2 nach DMPS (Norm < 38)
Cobalt 2,1 / 2,7 (Norm < 1.0)
Kupfer 1458 / 1869 nach DMPS (Norm < 1700)
Nickel ist grenzwertig: 1.5/1.9 nach DMPS (Norm < 2.2)
Wismut grenzwertig: 1.6/2.1 (Norm < 1.6)
Zinn finde ich auch nicht wenig: 8.5 / 10.9 nach DMPS < 15.0

Der Rest war ziemlich "gut" in der Norm.

Ich fürchte, wir müssen das EDTA riskieren, auf irgendeinen Arzt müssen wir hören. Und derjenige ist ja "ganzheitlich" und hat uns hier jegliche Sorge nehmen wollen. (nicht geschafft)

Danke und Gruß

Graf
 
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10.01.04
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Die Nierenwerte wurden und werden ja laufend genommen, ich gehe davon aus, dass die immer soweit in Ordnung waren. Uns ist nie etwas anderes aufgefallen. Durchschnittlich wird alle zwei Monate Blut genommen. (Endokrinologe, Gynäkologe, Naturheilarzt etc.)
Hallo Graf,

warum werden die Nierenwerte immer wieder bestimmt? Gab es da schon Probleme? Oder geht es da um den Zusammenhang PCO - Zuckerhaushalt - Blutfette ...?

Wahrscheinlich hast Du das längst gelesen?:
... In weiterer Folge müssen andere Erkrankungen (z.B. androgenitales Syndrom, Enzymdefekte der Nebennieren, Androgen-produzierende Tumoren etc.) ausgeschlossen werden, die ebenfalls zu erhöhten Androgenwerten führen können. Je nach vorliegenden Befunden können weitere Untersuchungen für die Abklärung bzw. Differenzialdiagnose hilfreich sein, z.B. MRT der Nebennieren.

Wie wird PCOS behandelt?
Eine Heilung des PCOS ist derzeit nicht möglich. Es gibt allerdings einige Möglichkeiten, die Symptome und Begleiterscheinungen der Erkrankung zu behandeln. Die Behandlungsmöglichkeiten bei PCOS sind somit:

- Änderungen des Lebensstils
- medikamentöse Therapie
- Hormonbehandlung
- Operation
- Ein regelmäßiger Zyklus dank Gewichtsabnahme

Eine der wichtigsten Lebensstilfaktoren, die eine Frau selbst beeinflussen kann, ist die Gewichtsreduktion. Durch sportliche Betätigung etabliert sich bei bis zu 75% der betroffenen Frauen wieder ein regelmäßiger Zyklus, in dem auch der Eisprung wieder stattfindet.
Die Gewichtsreduktion wirkt sich zudem positiv auf die Insulinresistenz bzw. auf die Vermeidung eines manifesten Typ-2-Diabetes aus. Weiters ist es Ziel der Therapie, das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen zu senken – auch hierfür kommt der Anpassung des Lebensstils eine wesentliche Bedeutung zu.

Medikamente bei PCOS

Die medikamentöse Therapie richtet sich in erster Linie nach den individuellen Symptomen und Bedürfnissen.
...
https://www.netdoktor.at/krankheit/pcos-8066

Hat Deine Tochter Füllungen in den Zähnen oder sonstige Metalle im Mund (gehabt)?
Seid Ihr irgendwie fündig geworden auf der Suche nach der Quelle für die erhöhten Werte nach DMPS? Ist sie mit irgendwelchen Giften in Berührung gekommen? Wohngifte wie z.B. Schimmel oder Formaldehyd?

Soll Deine Tochter eigentlich EDTA-Infusionen bekommen oder soll sie EDTA als Tabletten einnehmen?:
https://www.vitaminbest.com/Entgift...-UWlTXnSYKQ3VQgT1TB6nUqERjx_byuxoChvoQAvD_BwE

Hier wird beschrieben, wie man EDTA anwenden kann und wofür es gut ist:
Dr. med. Elena Kolbe Schwermetallausleitung, Chelat-Therapie

Hier werden noch andere Entgiftungsmöglichkeiten genannt:
https://www.vitaminbest.com/Entgiftung:::2.html?XTCsid=a00ed611723c97fac08de1db13d3fb22


Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,

ja, sie hat eindeutig PCO diagnostiziert bekommen, die anderen Dinge wurden (hoffentlich richtig) ausgeschlossen.

Keine Füllungen, aber ein halbes Jahr an einer Schimmelwand gelebt! Jeder Arzt fand bislang keinen Zusammenhang, auch nicht mit der Schwermetallbelastung. Hier würden eher Lunge und Atmung, Nase etc. leiden. Wir sehen immer noch einen Zusammenhang, aber niemand will ihn uns bestätigen. Arsen, Kobalt und Kupfer sind erhöht - aber keiner sieht den Schimmel als Ursache. Wieso hast du ihn aufgezählt? Kann da wirklich eine Schwermetallbelastung entstehen?

Sie würde EDTA als Infusion (3 Stunden lang am Tropfer) erhalten.

Unsere Tochter hat zwar seit einigen Monaten 10 kg zugenommen, ist aber noch schlank. Aber Sport geht gar nicht. Seit Einnahme von Metformin hat sie krampfartige Wadenschmerzen (auch nach Absetzen, und das ist einige Monate her) beim Joggen etc. Magnesium, Zink und Co ... alles probiert. HPU hat sie ein bisschen, nimmt aber alles ein. Hilft nichts.

DANKE für alle Hilfe.

Gruß

Graf
 
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Hallo Graf,

ich bin davon überzeugt, daß Wohngifte und Gifte aller Art zu allen möglichen Folgeschäden führen können. In diesem Zuammenhang habe ich Schimmel genannt, und ich könnte mir sehr wohl vorstellen, daß die Schimmelwand auf jeden Fall Folgen gehabt hat.

https://www.inventer.de/wissen/luft...r-wohnung/gesundheitsschaeden-durch-schimmel/

Ich finde im Moment keinen Link, der den direkten Zusammenhang zwischen einer Schimmelbelastung und den weiblichen Hormonen belegt. Aber möglicherweise läuft der Zusammenhang u.a. über die Verträglichkeit bzw. der Unverträglichkeit der Ernährung. Da könnte die Histamin- und Salicylatintoleranz eine Rolle spielen, ebenso aber auch Leptin, Fructose, Gluten und mehr:
https://books.google.de/books?id=ZK...page&q=zusammenhang schimmel, hormone&f=false

Habt Ihr in der Richtung schon untersucht?

Wadenkrämpfe:
Weißt Du, ob Deine Tochter mit Magnesium gut versorgt ist?
https://www.symptome.ch/vbboard/nahrungsergaenzung/138501-fragen-magnesium.html


Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Graf,

Wurde nicht mehr bestimmt? Blei, Cadmium, Alu? Die sind auch öfters erhöht, da ist vielleicht auch die Frage mit den Grenzwerten (deswegen fragte ich)
Aber verrückt machen würde ich mich trotzdem nicht, so richtig schlimm erhöht ist ja keiner der Werte. Wie gesagt, ich würde erstmal mehr mit Darm und Ernährung machen.

Viele Grüße
 
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Hallo Oregano,

Leptin haben wir noch gar nicht angesehen. Wie kann man da was bestimmen? DAO und Salic. steht noch aus, da sind wir aber dran. Fructose und Lactose war nichts.
Magnesium haben wir eine Zeitlang deutlich zugeführt, das brachte keine Veränderungen. Irgendwas war in dem Metformin, das diese Dauerkrämpfe (trotz Absetzen bis heute) ausgelöst hat. Schwermetall im Medikament? Ihr Hashimoto und PCOS hatte sie aber vorher schon.

Hallo damdam,

das klingt so, als wäre die Schwermetallbelastung nicht genug, um Autoimmunerkrankungen auszulösen. Das wäre natürlich ein Ansatz, erstmal anderes auszuprobieren. Wir haben noch einen Übersäuerungstest gemacht, der war eindeutig "schlecht". Aber woher die MASSIVE Übersäuerung kommt, kann ich mir trotzdem nicht erklären. Seit über einem Jahr isst unsere Tochter relativ normal. Was ja nicht heißt: gesund in ihrem Sinn. Trotzdem erschien mir der Übersäuerungswert zu hoch. Es gab 5 Stufen, sie war höher als 5. Übersäuerung durch Medikamente? (Metformin)

Interessanterweise hat meine Frau genau das gleiche Problem mit den Waden-Muskelschmerzen bekommen, als sie Betablocker nahm. Und auch nach Absetzen (Januar!) hat sie bis heute diese Krämpfe. Man muss da ja fast was Genetisches vermuten. Tochter und Mutter reagieren beide irgendwie im Bereich der Muskeln ganz schlecht.

Jetzt wird es dadurch aber off-topic.

Ach ja, Blei, Cadmium, Alu ... alles in der besten Norm (ganz unten).

DANKE und Grüße

Graf
 
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02.10.10
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Hallo Graf,

ich würde mal dazu lesen.
Ich selbst habe das Buch "Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln" von Datis Kharrazian. Ich finde es sehr gut, aber einigen ist es zu kompliziert (und was die Ernährung angeht, ist man heute strenger)
Was sonst noch zu der Thematik empfohlen wird (und wohl auch ein bisschen pragmatischer ist), daher vermutlich besser geeignet:
"Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln: Das 4-Schritte-Programm für ein gesundes Immunsystem" von Susan Blum
"Hashimoto im Griff: Endlich beschwerdefrei mit der richtigen Behandlung" von Izabella Wentz
"Mein Leben mit Hashimoto: Jeden Tag wurde ich dicker und müder. Die Hashimoto-Diät" von Vanessa Blumhagen

Ich glaube, bei solchen komplexen Sachen ist es mit Arzt allein nicht getan (auch wenn er ganzheitlich ist)

Viele Grüße
 
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10.01.04
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Hallo Graf,

hat Deine Tochter in der Zeit der Metformin-Einnahme evtl. ein MRT bekommen?

... Eine gefürchtete Nebenwirkung von Metformin ist die Laktatazidose, die insb. bei fortgeführter Einnahme im Rahmen schwerer Erkrankungen und Operationen sowie bei intravenöser Gabe jodhaltiger Kontrastmittel auftritt. ...
https://wehrmed.de/article/2368-metformin-assoziierte-laktatazidose-fallberichte.html

Mehr zur Laktazidose:
Laktatazidose - Ursachen, Symptome und Behandlung - paradisi.de
Das nur so als "Beifang" ...

Anscheinend seid Ihr gerade dabei, die DAO (wegen einer möglichen Histaminintoleranz = HIT) bestimmen zu lassen.
Auch bei normaler DAO kann trotzdem eine HIT vorliegen, weil die DAO nicht das einzige Enzym ist, das Histamin abbaut. Zur HIT gibt es hier im Forum viele Informationen. Ebenso zur Salicylat-Intoleranz.
Beide Intoleranzen sind ebenso wie eine Leptin-Intoleranz eigentlich nicht mit Labortests zu testen. Eine Auslaßdiät ist da der klarere Weg, wenn auch schwierig.

Hat Deine Tochter eigentlich mal Antibiotika genommen?

Grüsse,
Oregano
 
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26.08.17
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Danke, damdam, für die Buchtipps. Einige haben wir schon. Es scheitert an der Tatsache, dass ein junger Mensch leben will. Ernährung in der Weise einzuschränken bedeutet für sie ähnliches wie "Gefängnis". Vermutlich ist sie im Alter von 30 Jahren mehr fähig, die Tatsache, dass Ernährung hier ein Schlüssel ist, mit einzubeziehen. Das ist für uns als Eltern wirklich sehr schwierig aktuell. Es gibt keine solche Lösung ohne neue Probleme, die dann auch gern in Richtung Psyche zielen.

Danke, Oregano. Diese Laktataziodse hatten wir auch im Netz entdeckt und waren gleich sehr erschrocken. Das scheint aber nun abgeklärt. MRT hatte sie erst weit später eines. Übersäuerung (kann ja auch Wadenprobleme verursachen) bleibt aber ein Thema, da hatte sie beim Test einen höheren Wert als das Maximum der Skala.

Wie ich das herausgelesen habe, wird das Ausleiten der Schwermetalle also nicht allzu viel bringen. Man sollte es vermutlich dennoch tun? Ich hoffe, Sie verträgt EDTA nun besser als das DMPS.

Danke für alles.

Gruß

Graf
 
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10.01.04
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Hallo Graf,

die Chelatierung mit DMPS bzw. EDTA ist eine Möglichkeit, Schwermetalle los zu werden.
Es sind aber beides Methoden, die auch umstritten sind, weil sie evtl. schwerwiegende Folgen haben können.

Habt Ihr denn schon über eine Ausleitung nach Klinghardt nachgedacht: mit Chlorella (Algomed), Bärlauch und Koriander. Auch über Klinghardt gibt es hier im Forum viele Informationen.

Grüsse,
Oregano
 
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26.08.17
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Hallo Oregano,

danke dir sehr!

Klinghardt, Algen etc. - da habe ich tatsächlich im Forum geforscht und fand hier deutliche Gegner. Am deutlichsten mit dem zitierten Satz "Die Algen-Esser werden alle in der Psychiatrie landen" oder so ähnlich. Das schockt natürlich.

Das ist der Nachteil eines solchen Forums, dass man eben viele Meinungen antrifft und letztlich manchmal nicht weiß, was man denn nun guten Gewissens tun soll.

Der (ganzheitliche) Arzt meinte, er hätte EDTA schon seit den 80ern teils am Tag (als er in der Kardio-Station war) an 70 Patienten durchgeführt, es gab nie Probleme, egal, ob sie schon geschwächt waren oder nicht. EDTA würde auch nicht die Leber belasten.

Nierenschutz und trotzdem Leberschutz in Form von homöopathischen Mitteln wurden uns bereits zugesichert. Jetzt müssen wir es wohl einfach wagen ... immerhin hat sie kein Quecksilber im Zahnbereich ... und Quecksilber DMPS war ja beim Provokationstest bei 3,2. Also vergleichsweise niedrig. Hoffen wir das Beste.

Gruß

Graf
 

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