MS: Weihrauch und Palmitoyl-Ethanol-Amin (PEA)

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https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Mit-Weihrauch-gegen-MS-233305.html
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Während der acht Monate dauernden Therapie wurde die Dosis des Extrakts in den ersten beiden Monaten bis maximal 4,8 Gramm hochdosiert oder bis limitierende Nebenwirkungen auftraten.

Über 80 Prozent der Patienten vertrugen ohne größere Probleme die Maximaldosis, zwei brachen wegen Nebenwirkungen ab und drei wechselten auf eine Standardtherapie, nachdem erneut Schübe bei ihnen aufgetreten waren.

Nach Weihrauchtherapie: Zwei Drittel weniger Läsionen

Bislang ließen sich Daten von 25 Patienten auswerten, und die sind durchaus überraschend: So war die Zahl neuer Gadolinium-anreichernder Läsionen in den letzten drei Therapiemonaten um knapp zwei Drittel geringer als in den drei Monaten vor Therapiebeginn, die Zahl neuer T2-Läsionen hatte sich um knapp 60 Prozent reduziert, und die jährliche Schubrate war von 0,94 auf 0,32 zurückgegangen.

Als Nebenwirkungen traten vor allem Magen-Darm-Probleme auf. Die Ergebnisse erwiesen sich zwar alle als statistisch signifikant, aber es fehlte eine Placebo-Kontrollgruppe. Die Resultate, so Stürner, sollten jedoch genug Gründe für eine größere kontrollierte Studie liefern.
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Orefice und seine Mitarbeiter hatten im Laufe ihrer einjährigen Studie 29 Patienten mit schubförmiger MS zusätzlich zu einer Interferon-beta-Therapie entweder mit Placebo oder dem endogenen Fettsäurederivat Palmitoyl-Ethanol-Amin (PEA) behandelt.

PEA wird etwa bei neuropathischen und chronischen Schmerzen angewandt; die Substanz hat ebenfalls antientzündliche Eigenschaften, die sie für die MS-Therapie interessant macht.

Wie sich herausstellte, ließen sich in der PEA-Gruppe tatsächlich die Serumwerte für Entzündungsmarker wie TNF-alpha und Interferon gamma deutlich senken, gleichzeitig stiegen die Konzentrationen von Endocannabinoiden. Ob PEA als Zusatztherapie auch klinische Effekte hat, bleibt aber abzuwarten.
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Das waren ja ziemlich kleine Studien, die auch noch nicht wirklich "vollständig" waren. Immerhin scheinen die Ergebnisse erfreulich und weitere Tests wären sicher gut.

Grüsse,
Oregano
 
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