Mein Neurostress-Befund (Antje)

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Mein Neurostress-Befund

Hallo Energielos,

ja,wenn es nun doch das Eisen ist ?

Dieses Forum nennt sich "Ende der Symptom-Bekämpfung". Hat die Aufklärung uns nicht auch einen kritischen Geist gegeben ???

Zum Thema RLS+Eisen, die Neurologie:

Eisenmangel ist für die Atiologie des RLS von Bedeutung. Analysen von Autopsieproben ergaben einen verminderten Eisengehalt in der Substantia nigra bei Patienten mit RLS. Magnetresonanz- und Positronemission- tomographie-Studien zeigen ebenfalls einen cerebralen Eisenmangel und Veränderungen des Dopaminstoffwechsels bei RLS (Conner JR, Neurology 61:304-309, 2003). Tierexperimentell gelang der Nachweis einer verminderten Dichte des Dopamin D2-Rezeptors und des Dopamintransporters im Striatum und Nucleus accumbens bei Eisenmangel und RLS (Erikson KM, Pharmacol Biochem Behav 69:409-418, 2001). Bereits in den 50er Jahren war das RLS durch intravenöse Eiseninjektionen behandelt worden (Nordlander NB, Br J Phys Med 17:160-162, 1954). Dieses Konzept wurde durch die Reduktion von RLS-Symptomen nach Infusion von Eisendextran bestätigt (Early CJ, Sleep Med 5:231.235, 2004). Blutspenden von dreimal pro Jahr und darüber hinaus kann zu Eisenmangel führen, erhöht allerdings nicht das Risiko, ein RLS zu entwickeln (Burchell BJ, Sleep Med, Jan 19, 2009). Als Folgen des Eisenmangels ist nach autoptischen Befunden das dopaminerge Profil (Aktivierung der Tyrosinhydroxy*lase) in Putamen und in Substantia nigra verändert (Connor JR, Brain, May 25, 2009).

Eisen ist an über 100 menschlichen Stoffwechselvorgängen beteiligt, einschl. Serotonin- und Dopaminbildung.

Da muß kein Geld für ausgegeben werde, ein Blick in die Nährwerttabellen und
deren Berücksichtigung reicht.

vG Peter
 
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18.04.09
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Hallo alle zusammen,

ich habe mit Kates Schützenhilfe per gestrigen PNs den neuen Glutathion-Thread eröffnet. Er ist zu finden unter https://www.symptome.ch/vbboard/oxi...ibromyalgie-zell-immundefizit.html#post335121

Für dich, Energielos, aus aktuellem Anlaß noch erweitert um Zitate bezüglich des Zusammenhangs Glutathion - Leber.
Ist das neue Buch von Dr. Mutter, das du so gut findest, "Gesund statt chronisch krank"? - oder gibt es schon ein neueres?

Liebe Grüße Gini
 

Kate

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Gini, das hast Du voll super gemacht :fans: - inklusive der Verlinkung von hier aus. Perfekt :danke: :nemma:

Gruß
Kate
 
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Mein Neurostress-Befund

Hallo Energielos,

ja,wenn es nun doch das Eisen ist ?

Dieses Forum nennt sich "Ende der Symptom-Bekämpfung". Hat die Aufklärung uns nicht auch einen kritischen Geist gegeben ???

Zum Thema RLS+Eisen, die Neurologie:



Eisen ist an über 100 menschlichen Stoffwechselvorgängen beteiligt, einschl. Serotonin- und Dopaminbildung.

Da muß kein Geld für ausgegeben werde, ein Blick in die Nährwerttabellen und
deren Berücksichtigung reicht.

vG Peter

Ja, Mineralstoffe und Spurenelemente sollte man nicht unterschätzen:

Das Spurenelement Zink ist als Bestandteil von über 200 Enzymen an verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Zink ist für viele unterschiedliche Stoffwechselvorgänge sehr wichtig:

* Zink reduziert als Antioxidants freie Radikale, beeinflusst das Immunsystem, eliminiert Schwermetalle und ist an der Ausschüttung von wichtigen Botenstoffen beteiligt.
Zink - Gesundheit und Medizin auf qualimedic.de

Bei mehr als 300 bekannten Reaktionen unseres Stoffwechsels, unter anderem bei der Energiegewinnung, bei der Zellvermehrung und der Eiweißherstellung ist Magnesium unbedingt notwendig. Weiters spielt Magnesium bei Verhinderung von Krämpfen, der Nervenleitung, der Muskelarbeit, der Regulierung des Blutgefäßdurchmessers, des Herzrhythmus und bei vielen anderen Vorgängen eine wichtige Rolle. Magnesium ist für uns also ein lebensnotwendiger Stoff, dessen Funktionen noch gar nicht vollständig geklärt sind.
Magnesium - Übersicht

Ich denke, es ist eine gute Idee, auch an Mineralstoffe/ Spurenelemente zu denken, und sie ggf. auch mal überprüfen zu lassen.
 
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Hallo ihr,

@ Summertime
Ja du hast Recht. Auch zur Neurotransmitter-Synthese werden diverse Mikronährstoffe benötigt. Neurolab berücksichtigt dies bei ihrer Medikamenten-Zusammenstellung - so findet man immer auch die nötigen Mikronährstoffe den Kapseln beigemischt.

Bei "Excita Pro", dem Medikament zur Anhebung des Dopamins, ist z.B beigemischt: Vit C, B5, B6, B3, Folsäure, Magnesium, Zink, Mangan. Dazu N-Acetyl-Cystein, L-Tyrosin, L-Histidin, Rhodiola rosea, Mucuna Pruriens (enthält natürl. L-Dopa).

Bei "Serene Pro", dem Medikament für den Serotonin-Anstieg: Vitc, B6, Folsäure, B12, Magnesium, Zink, Selen, sowie Taurin, N-Acetyl-Cystein, 5-HTP, Theanin.

Ich kann mir nicht anders vorstellen, als daß ein starkes Defizit an einer der benötigten Substanzen die Neurotransmitter-Synthese stört. Eisen speziell ist zwar nicht beigemischt, aber vielleicht fehlen in dieser Liste ja noch einige Mikronährstoffe. Manche sind aber auch nur beigemischt, damit die SAMe-Produktion sichergestellt ist (B6 + Folsäure).


@ Kate und Energielos:
Beim Lesen dieser Beipackzettel wurde noch ein Geheimnis gelüftet bezüglich der Beteiligung von SAMe an der Dopamin-Synthese (Hurra!!!):

So heißt es auf dem Beipackzettel für Excita Pro:
Vitamin B6 und Folsäure: Tyrosin wird in L-Dopa durch das Enzym Tyrosinhydroxylase konvertiert, das Tetrahydrobiopterin, ein Produkt der Folsäure, als Kofaktor benötigt. Vitamin B6 und Folsäure sind beide Methylgruppen-Lieferanten und beugen dem Abbau von S-Adenosylmethionin vor, einem essentiellen Kofaktor für die enzymatische Konversion von Noradrenalin zu Adrenalin und die Umwandlung von 3,4-Dihydroxyphenylalanin zu Dopamin.

Dies ist ein weiterer möglicher Synthese-Schritt: Nicht nur über Tyrosin - L-Dopa wird Dopamin synthetisiert, sondern auch aus Phenlyalanin kann Dopamin synthetisiert werden. Ich hatte das schon einmal irgendwo gelesen, war mir aber nicht mehr präsent. Fragt sich nur, zu wieviel Prozent die Dopamin-Synthese auf diese beiden Synthese-Schritte je verteilt ist.
Phenylalanin ist wie Tyrosin und Tryptophan eine aromatische Aminosäure. Das hat mich schon ein paar mal überlegen lassen, ob daher nicht auch Phenylalanin nitrosyliert wird? - Ich meine, auch dies schon irgendwo bestätigt gefunden zu haben. Fragt sich nur, wo?

Liebe Grüße Gini
 
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18.07.09
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Guten Morgen Summertime,
ich sehe den Unterschied der Spurenelemente in der Wichtigkeit. Zink und Magnesium werden, wenn nicht eine ernste Störung vorliegt ausreichend durch eine ausgewogene
Ernährung gedeckt.
Beim Eisen sieht es schon anders aus, die Ernährungswissenschaft geht von einem hohen Eisenmangel in der Bevölkerung aus, die Resorption aus der Nahrung ist meist nicht ausreichend um den tägl. Eisenbedarf für das Knochenmark zur Ery-Bildung sicherzustellen, dazu können Eisenverluste durch Blutverluste entstehen.
Die Laborbestimmung des Eisens ist obsolet, wichtiger sind Ferritin/CRP und der Transferrinrezeptor.

Wenn, wie von Gini beschrieben die "Wunderpillen" nicht einmal Eisen enthalten, wo bitte liegt der Sinn, die beschrieben Nährstoffen können alle über die Nahrung gedeckt werden.

Ein Becher Magerquark täglich von ALDI deckt alle essentiellen Aminosäuren ab. Siehe dazu: "Lebensmitteltabellen für die Praxis" vom Forschungsinstitut für Lebensmittelchemie. Leider nicht im Internet verfügbar, enthält meines Wissens nach, als einzige Information, alle Aminosäure einzeln aufgeführt für die Lebensmittel.

vG
Peter
 
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06.03.07
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Hallo Peter!

Deine Überlegungen haben mich etwas irritiert, denn nach Deinen Ausführungen mache ich ja so ziemlich alles verkehrt.
Und auch Gini hat eigentlich nur versucht aufzuzeigen, wie man durch ganz gezielte Zufuhr bestimmter Aminosäuren und anderer wichtiger Mikronährstoffe die Bildung dieser oder jener Neurotransmitter unterstützen kann. Die erwähnten Präparate sind ja dafür nicht die schlechtesten... von "Wunderpillen" hat sie gar nie gesprochen.
Peter, es steht Dir natürlich vollkommen frei, die Sinnhaftigkeit von Nahrungsergänzungen in Zweifel zu ziehen. Und natürlich macht sich in diesem Zusammenhang der Hinweis auf eine ausgewogene Ernährung immer recht gut, so in der Art und Weise, wie wir es hier bei uns in Österreich immer wieder mal hören: "Iss' was G'scheits". Aber um dem Körper die notwendigen Aminosäuren zuzuführen, wäre ich im Leben nie auf den Magerquark vom Aldi gekommen!!!
Habe nichts gegen Quark... im Gegenteil, ich esse ihn sehr gerne! Eben gerade wieder... einen von einer Alm aus dem Bregenzerwald, der den Namen 'Lebensmittel' wirklich noch verdient... und nicht den vom Aldi, denn was Toteres und Wertloseres als den Magerquark vom Aldi kann ich mir kaum noch vorstellen! Ich esse also diesen Quark von der Alm, vermischt mit 3 Esslöffeln Leinöl, etwas Lauretana dazu, damit es schön cremig wird, und dazu viel Kurkuma und Galgant und feingeschnittenen Oregano und Kapuzinerkresse als natürliche Antibiotika gegen meine eben wieder aufgeflammten chron. Infektionen, die mir momentan wieder die Energie rauben. Dazu Pellkartoffeln mit Alpbutter und frischem Ziegenkäse... ebenfalls aus dem Bregenzerwald! Nur die Buttermilch, die das Ganze abrundet, habe ich aus dem Geschäft... steht zwar 'Bio' drauf, aber damit ist es oft nicht weit her, sobald einmal etwas den Bauernhof verlassen hat und in die Hände der Molkerei und Nahrungsmittelindustrie gekommen ist.

Jetzt nehme ich einfach mal an, dass Du das genau so gemeint hast... oder etwa nicht???
Naja, Du hast es wohl nicht wirklich so trollig gemeint wie es rüber gekommen ist.
Wie auch immer... für mich war es eine gute Gelegenheit, mal aufzuzeigen, was ich unter gesunder Ernährung verstehe.

PS. Das Curcumin, das ich eh schon längere Zeit verwende, ist momentan gerade in aller Munde und soll bezüglich Mitochondrienunterstützung geradezu Wundervolles bewirken... so zumindest höre ich es vom Radioniker Walter Häge... man kann es bestimmt irgendwo auf seinen Seiten nachlesen:
Home*-*Selbstheilung Online
Ansonsten einfach seinen Newsletter abonnieren!
Eine andere interessante Seite in dieser Hinsicht ist auch:
Energie-,Informations-, Quantenmedizin &Metaphysik ... vom Bioenergetiker Fritz Madreiter in St. Johann i. Tirol

PPS. @ Gini, Kate, Uta, Binnie usw.: Würde mich gerne an Eurer äußerst interessanten Diskussion beteiligen, aber es geht im Moment leider nicht.

LG Energielos
 
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18.04.09
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Hallo Peter,

ich habe nie die Medikamente von Neurlab als 'Wunderpillen' bezeichnet oder als solche dargestellt.
Eine solche Anreicherung mit Mikronährstoffen ist aber doch sicher sinnvoller, als nur einzelne Neurotransmitter-Vorstufen wie 5HTP oder Tyrosin alleine einzunehmen, wenn man schon weiß, daß sie bei der Synthese benötigt werden. Nicht jeder ernährt sich so gesund, daß alle Mikronährstoffe über die Ernährung abgesichert sind. Warum sie nicht zufügen?

Daß Neurolab noch nicht am Ende aller Weisheit und Perfektion angekommen ist, versteht sich - meine ich - von selbst. Es kommen ständig neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazu - sie haben ihre Zeit, und werden irgendwann dann auch mit berücksichtigt werden. Auch gibt es viel zu viele hervorragende medizinische Entdeckungen über die ganze Welt verstreut - nur weiß oft der eine nichts von den Entdeckungen anderer. Gestehe doch Neurolab und anderen Medikamenten-Herstellern einen Prozess der Medikamenten-Entwicklung zu.
Vielleicht hatten sie aber auch einen bestimmten Grund, das Eisen wegzulassen? Wissen wir's?
Am besten, du schreibst eine mail mit deinen Eisen-Erkenntnissen an Neurolab - das wäre allen am dienlichsten. Wirklich!

Bei mir haben die Neurolab-Produkte übrigens trotz nachgewiesenen Eisen-Mangels zu einem Anstieg der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin geführt. Soll aber nicht heißen, daß eine Eisen-Zufuhr noch zu einer stärkeren Erhöhung geführt hätte! Ich bin jedenfalls offen für deine Eisen-Hinweise, auch wenn ich sie noch nicht alle verstanden habe und einordnen kann. Werde auch meinen Hausarzt notfalls um Eisen-Infusionen bitten, wenn die eingenommenen Fe-Kapsel nicht zu einem deutlichen Fe-Anstieg geführt haben.

Ich würde noch gerne wissen, wo genau in der Kette der Dopamin-Synthese das Eisen benötigt wird. Dieses Mosaik-Steinchen fehlt mir noch. Hast du das schon irgendwo entdeckt und verstanden?

Viele Grüße Gini
 
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18.04.09
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Hallo Kate, hallo Energielos,

nun muß ich mich berichtigen, bzw. etwas genauer darstellen.

Ich bin nocheinmal dem Phenylalanin auf die Spur gegangen. Es wird tatsächlich wie Tyrosin und Tryptophan nitrosiert (nicht nitrosyliert). Nachzulesen in
www.dr-kersten.com/wp/wp-content/uploads/paradigmenwechsel-kim.pdf. Seite 9, linke Spalte ganz unten.

Es handelt sich aber nicht um eine eigene (von der Tyrosin - L-Dopa - Dopamin-Synthese) getrennte Dopamin-Synthese, wie ich zuerst vermutete, sondern:

1. aus Phenylalanin wird Tyrosin synthetisiert
2. das DOPA ist jenes "3,4-Dihydroxyphenylalanin", das laut Neurolab das SAMe als essentiellen Kofaktor für die Umwandlung in Dopamin benötigt (siehe mein Beitrag #65).

Als Quelle für diese Erkenntnis diente
- für Punkt 1: Klinische Chemie für den Einstieg - Google Bücher (Darstellung Seite 302)
- für Punkt 2: Der Pschyrembel für die erste Satzaussage, Neurolab für die zweite Satzaussage (#65)

Sollte das der letzte Stand der Dinge sein..., dann hätten wir des Rätsels Lösung.
Damit haben alle Recht, die sagen oder gesagt haben, daß SAMe zur Dopamin-Synthese benötigt wird - nämlich bei der Umwandlung von DOPA in Dopamin!

Wenn ich dies jetzt nocheinmal insgesamt zusammenfasse, heißt das:

Der Nitrostress mit Peroxinitritbildung fährt einen dreifachen Angriff auf die Dopamin-Synthese:
1. durch Nitrosylierung von Phenylalanin
2. durch Nitrosylierung von Tyrosin
3. durch Abfall von SAMe

Bei Nitrostress ohne Peroxinitrit-Bildung wird die Dopamin-Synthese allein durch den Abfall von SAMe beeinträchtigt.

Nitrostress greift also in jedem Falle die Dopamin-Synthese an (und damit auch die Adrenalin- und Noradrenalin-Synthese).

Liebe Grüße Gini
 
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Kate

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Hallo zusammen,

ich glaube nicht, dass Peter das "trollig" meinte. Es spiegelt wohl eine gängige Meinung und trifft ja für Gesunde, die sich gut ernähren, möglicherweise auch zu. In unsere Rubriken hier hat sich Peter wahrscheinlich noch nicht eingelesen - ist ja auch viel ;)

Im Falle von nitrosativen Stress finden sich unter Umständen Mineralstoff- und Spurenelemente-Mängel, die durch eine gute Ernährung nicht mehr auszugleichen sind. Kuklinski arbeitet hier mit intrazellulären oder Vollblut-Analysen und findet u.a. oft einen Zinkmangel. Nitrosativer Stress kann Neurostress (speziell Neurotransmittermangel, darum geht es ja hier) auslösen.

Was mir zum Eisen noch einfällt:
Zur Diagnostik schrieb mir mal ein Forumsmitglied, das sich gut damit auskennt, dass der Wert "Transferrinsättigung" (berechnet aus Eisen und Transferrin) bei Hämochromatose als erstes auffällig werde. Bei menstruierenden Frauen kann die Krankheit lange unentdeckt bleiben. Siehe auch: https://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_eisentabelle.htm

Ich nehme an, dass diese beiden Punkte dabei eine Rolle spielen, dass man Eisen selten in Multivitaminpräparaten findet oder aber noch eine Eisen- (und Kupfer-)freie Variante angeboten wird.

Gruß
Kate
 
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06.03.07
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Hallo Gini und Kate!

Habe gestern abend noch Eure Beiträge gelesen und direkt ein schlechtes Gewissen bekommen... echt!
Aus meinen bisherigen Beiträgen hat man eh schon des Öfteren herauslesen können, dass ich manchmal etwas zuviel Emotionen habe, was zwar nicht unbedingt schlecht ist, aber man kommt dadurch viel leichter in Schwierigkeiten und Streitereien als jemand, der sehr ruhig und nüchtern denkt und handelt. Diesbezüglich muss ich mich noch dringend ändern und versuchen, dass ich sachlicher und weniger emotional reagiere. Wie auf einem richtigen Marktplatz werden auch in einem Forum verschiedene Dinge angeboten, manche davon kann man gut gebrauchen, manche weniger oder überhaupt nicht. Im realen Leben würde ich nie auf den Gedanken kommen, Händler, die Unnötiges anbieten, zu fragen, wozu man ihre Ware brauchen kann... ich würde einfach vorbei gehen. Und so hätte ich es auch gestern hier im Forum machen sollen... für mich war nämlich im Beitrag von Peter nichts Wichtiges drinnen. Aber genau an dieser Stelle stolpern emotionale Menschen wie ich gerne... und vergeuden ganz unnötig Energie dabei! Aber das werde ich irgendwann auch noch hinkriegen!

Schreibe aber aus einem ganz anderem Grund...
Habe eben in einem CFS-Forum den Hinweis auf diese interessante PDF-Datei von Orthoanalytic über Stresshormone und Neurotransmitter gefunden:
https://orthoanalytic.ch/fachbereich/pdf/Stresshormone und Neurotransmitter.pdf

Auf Seite 11 fängt dort der Abschnitt über die Katecholamine an... und die dazugehörige Abbildung erscheint mir sehr interessant!

Habe mir deshalb in Karlsons Biochemie und Pathobiochemie nochmals den Abschnitt über die Biosynthese der Katecholamine vorgenommen... und da stehen interessante Dinge drinnen!

Die Biosynthese läuft nur in Katecholamin-Neuronen ab und beginnt mit L-Tyrosin. Diese aromatische Aminosäure wird zunächst oxidiert zum Dihydroxyphenylalanin (= Dopa), einem Zwischenprodukt der Melanin-Bildung. Allerdings wird dieser Schritt nicht von der Melanin bildenden Phenol-Oxidase katalysiert, sondern von einer Tyrosin-3-Monooxygenase, die wie die Phenylalanin-Hydroxylase Sauerstoff und Tetrahydrobiopterin benötigt. Diese Reaktion ist der geschwindigkeitsbestimmende Schritt der Katecholamin-Biosynthese. Dopa wird von einer aromatischen L-Aminosäure-Decarboxylase zu Dopamin umgesetzt, Cofaktor ist dabei Pyridoxalphosphat. Dopamin wird nun in einem aktiven Transport in Vesikel aufgenommen und dort von einer Dopamin-ß-Monooxygenase, einem Cu-haltigen Enzym, hydroxyliert, wozu Ascorbat (Vitamin C) und Sauerstoff benötigt werden. Das entstehende Noradrenalin kann die Vesikel wieder verlassen und im Cytoplasma noch von einer Phenylethanolamin-N-Methyltransferase mit Hilfe von S-Adenosylmethionin zu Adrenalin methyliert werden, bevor es wieder in die Vesikel aufgenommen wird. In den Vesikeln sind die Katecholamine zusammen mit ATP, verschiedenen Neuropeptiden und dem Protein Chromogranin gespeichert, bis sie durch Exocytose gemeinsam ausgeschüttet werden.
Die Geschwindigkeit der Katecholamin-Ausschüttung wird neuronal durch Acetylcholin (mittels nicotinischer Rezeptoren) stimuliert. Dabei ist die Biosynthese der Katecholamine an ihre Sekretion gekoppelt; eine Stimulierung der Ausschüttung aktiviert die Tyrosin-Monooxygenase.
Die Entscheidung darüber, welches Katecholamin von einem Neuron gebildet wird (Dopamin, Noradrenalin oder Adrenalin), hängt von der Ausstattung mit Enzymen ab. Im NNM beträgt das Verhältnis von Adrenalin zu Noradrenalin etwa 4:1, und Dopamin kommt nur in geringen Mengen vor.
Im Blut tauchen sowohl Adrenalin als auch Noradrenalin auf. Adrenalin stammt vorwiegend aus dem Nebennierenmark, während das Noradrenalin vorwiegend aus den Endigungen sympathischer Nerven kommt.

@ Gini: Das Interessante an der Abbildung in der PDF-Datei von Orthoanalytic ist, dass dort bei der Noradrenalin-Bildung bei den Cofaktoren neben Vitamin C und Kupfer auch das Eisen erwähnt wird.
Wenn also das Eisen eine Rolle spielen sollte, dann nicht wie von Dir vermutet bei der Dopamin-Synthese, sondern bei der Noradrenalin-Synthese.

LG Energielos
 
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18.07.09
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Liebe Gini+Kate,

danke für die Beiträge von Euch, da habt ihr euch viel Mühe gemacht. Meine Überlegungen dazu folgen.

Ein schönes Wochende wünscht Peter
 
Beitritt
18.07.09
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Hallo Energielos,

ich habe den Eindruck Eisen ist hier ein "rotes Tuch" warum? Natürlich könnte es sei, dass meine Wahrnehmung selektiv ist. Ich habe aber nichts zu verkaufen. Ich möchte nur auf die Wichtigkeit von Eisen hinweisen und die neuen Erkennise darum.

Und natürlich kann ein zuviel an Eisen genauso schädlich sein, wie ein zuwenig, deshalb hat das Bundesinstitut für Risikobewertung sich auch in 2003 kritisch zur Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel geäussert und ich denke ,dass das auch der Grund ist, warum sie dort fehlen.

Nätürlich müssen auch die entsprechenden Laborwerte bestimmt werden. Vielleicht doch nochmal zum Nachdenken


vG Peter
 
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18.04.09
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Hallo Peter,

besten Dank für Deinen Link. Folgendes Zitat stammt daraus:

Zuerst leeren sich die Eisenspeicher im Gehirn, bevor die Blutbildung beeinträchtigt wird. Die leeren Eisenspeicher schränken die eisenabhängige zerebrale Enzymsynthese ein, zum Beispiel bei der Bildung des wichtigen Botenstoffes Dopamin. Eisen ist zudem essentiell für die Reifung von Nervenzellen

Ich hatte erst vor wenigen Tagen irgendwo im Internet gelesen, daß zur Dopamin-Synthese 10 Enzyme benötigt werden. Angesichts dieses neuen Themas und meiner mangelnden Zeit, habe ich den Kopf in den Sand gesteckt, und mir leider die Seite nicht gespeichert. Weil dort die Enzyme aber nicht beim Namen genannt wurden, hätte Sie uns jetzt auch nicht weitergebracht.
Jetzt würde mich aber doch interessieren, ob es sich bei diesen Eisen-haltigen Enzymen für die Dopamin-Synthese auch um jene Fe-haltigen Enzyme handelt, von denen Dr. Kuklinski sagt, daß sie bei Nitrostress gehemmt werden. Dann hätten wir einen weiteren Angriff bei Nitrostress auf die Dopamin-Synthese.

Allerdings verstehe ich nach folgender Zusammenfassung von Dr. Runow ("Wenn Gifte auf die Nerven gehen") in Bezug auf Eisen so ziemlich gar nichts mehr:

Er schreibt, daß die Alpha-Liponsäure die Blut-Hirn-Schranke passiert und als starkes Antioxidans entgiftende Wirkungen im Gehirn hat. Als Chelatbildner könne Alpha-Liponsäure auch Metallbelastungen des Gehirns reduzieren. Es würde die Ausscheidung von Cadmium und Eisen verstärken. Dies sei wichtig, da Parkinson-Patienten erhöhte Eisenspiegel im Gehirn aufweisen. Eisen und Wasserstoffperoxid, das beim Dopaminstoffwechsel entstehe, würden ein toxisches Gemisch mit zerstörerischer Potenz für die Substanta nigra bilden." (S. 66/67)

Ich glaube, es stellt sich die Frage, warum die Substantia nigra so stark einsenhaltig ist: Ist das physiologisch oder pathologisch? - Oder sehe ich etwas falsch?

Eine weitere Info mag aber vielleicht wieder nützlich sein für alle, die niedere Katecholamine haben und Parkinson mit Hilfe von Mikronährstoffen abwenden wollen (ebd.):
Acetyl-Carnitin konnte im Tierversuch ein durch ein spezielles Gift künstlich ausgelöstes Parkinson-Syndrom komplett verhindern. (Es zählt zu den mitochondrialen Schutzstoffen). Zudem sei festgestellt worden, daß Patienten mit Parkinson ungewöhnlich niedrige Vitamin-D-Spiegeln bei Parkinson-Patienten.

Noch ein Wort zum Beitrag #71 von Energielos: Sie wie ich es verstanden hatte, war mit dem Bild des Marktstandes, an dem man vorbei geht, nicht das Eisen-Thema schlechthin gemeint, sondern nur jener Beitrag # 66 von dir, auf den sie sich ja bezog.

Herzliche Grüße
 
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18.07.09
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Liebe Gini,

ja, Medizin ist widersprüchlich. Es gibt nicht nur eine Wahrheit. Gerade deshalb ist nach meiner Meinung auch der mündige, informierte und kritische Patient gefragt. Und jeder der mir zu meinem Glück etwas verkaufen möchte sollte doch noch kritischer hinterfragt werden.

Ein med. Kauderwelsch, das nur ein Apotheker oder Biochemiker versteht finde ich da wenig hilfreich. Alles kann normal verständlich erklärt werden.

Ja und genauso verhält es sich mit Vitamin D, damit ist kein Geld zu machen. Ausreichend Sonne hilft da schon, sie bildet aus Cholesterin in der Haut D³, in der Leber wird es zu 0,25 D und bei Gesunden bedarfabhängig in das aktive 1,25 D in der Niere umgewandelt.

0,25 D ist nach der heutigen Forschung pleiotrop zu sehen , nicht nur für die Knochen sondern auch gegen Krebs. für Herz und Kopf, Immunabwehr, Zellregeneration und vieles mehr. Gut beschrieben in dem Buch
Heilkraft D Der 0,25 Spiegel sollte über 30 ng/ml (Labor) liegen, evtl. mit Vigantoletten aus der Apotheke.

ganz liebe Grüsse Peter
 
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18.07.09
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Hallo,

noch ein kleiner Nachtrag, der hier im Forum so geschätzte Hp. Jörgensen (von mir ebenfalls) hat auch dazu seinen "kompetenten Senf" zugegeben.

Nur das mit den Frauen und dem Hb ? Warum wohl haben Frauen ein niedriges Hb ? und zwar evolutionsbedingt ?
Weil Blut/Eisen ein Nährboden für Bakteien ist.

viele Grüsse
Peter
 
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Beitritt
18.07.09
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Hallo Energielos,

energielos bist DU ja nicht.

Essen ist Genuß und hat auch etwas mit Identität zu tun.

Aber der Quark von Aldi muß deshalb nicht schlecht sein. Quark ist Quark und bei Aldi stehen dort auf der Verpackung wenigstens noch die Inhaltsstoffe drauf.

Ich habe mal gesucht, da wird in den hier präferierten Mittel von Aminosäuren geschrieben aber ich kann keine näheren Angaben dazu finden.

Und hier für alle Zweifler die Zusammensetzung von QUARK natürlich nicht nur von Aldi.

liebe Grüsse

Peter
 
Beitritt
18.04.09
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Für alle, die an der Dopamin-Synthese interessiert sind, noch eine Info:

Auf meinem Labor-Befund von Neurolab steht, daß folgende Kofaktoren essentiell (also unabdingbar) sind für die Dopamin-Synthese: Vit C, Vit B6, Kupfer, Magnesium und Folsäure (Tetrahydrobiopterin).

Viele Grüße Gini
 
Beitritt
18.04.09
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Hallo Antje,

vielleicht liest du ja doch noch mit. Ich habe noch einen Hinweis gefunden, wie man einen erhöhten Glutamat-Wert absenkt. Und zwar wird aus Glutamat der Gegenspieler GABA synthetisiert. Zu dieser Synthese wird Vitamin B6 benötigt. Mit Vit B6-Gaben kann man Glutamat absenken und GABA erhöhen. Genaueres zur Dosierung findest du im Link www.dr-kersten.com/wp/wp-content/uploads/paradigmenwechsel-kim.pdf in der Tabelle auf Seite 11.

Dort ist auch die Rede davon, daß der Glutamat-Rezeptor (NMDA-Rezeptor) durch Nitrosativen Stress, genauer durch iNO und Peroxinitritstimulation, zu erhöhter Aktivität angeregt wird, wodurch sich die Glutamatbildung erhöht.
Auch daß Magensium die Aktivität des NMDA-Rezeptors senkt (wie ich schon einmal erwähnt hatte), ist dort zu lesen.

Liebe Grüße Gini
 
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26.05.09
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Hallo Antje, ich habe erst heute (18.08.09) von Deinem Neurostress-Profil gelesen. Ich habe vor einer Woche die Proben für mein Neurostress-Profil auf die Reise ins Labor gegeben. Habe natürlich noch keine Befunde, werde mich aber wieder melden, wenn es soweit ist. Ich habe mich auch noch nicht so viel mit diesen Werten auseinandergesetzt. Aber wie du schon geschrieben hast, sucht man halt immer nach einem Grund bzw. nach einer Lösung für die Probleme, die einen beeinträchtigen.
Da Dein Bericht nun doch einige Zeit zurück liegt, würde mich interessieren, wie es Dir denn nun mit der Behandlung mittels Aminosäuren geht.
Vielleicht könntest Du mir auch kurz Deine Symptome schildern, die Dich dazu gebracht haben, so ein Profil erstellen zu lassen. Anscheinend quälst Du Dich auch schon einige zeit damit herum!?

Danke schon einmal im Voraus und liebe Grüße
Walter
 
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