Medikamente: Arzt sagt ja, ich sage nein. Was tun?

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Die gleiche Frage gilt für Impfungen, evtl. Physiotherapie und andere Empfehlungen, von denen ich nicht überzeugt bin oder gegen die ich sogar aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und Informationen bin.

Sage ich etwas von diesen Informationen, verhärten sich die Fronten, und ich habe gar keine Chance mehr, diese Menschen zum Nachdenken und "Einlenken" zu bringen. Über den Arzt kann ich auch keinen Einfluß nehmen, weil der sich an die Leitlinien und sein Wissen hält und mir dann sagt, daß er Behandler ist und nicht ich.

Kennt Ihr diese Situation? Wie geht Ihr damit um?

Grüsse,
Oregano
 
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alexo13105

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weil der sich an die Leitlinien
Ich war mal bei Ärztin , 2015 , und es ging um Thrombose .
Sie wollte mir so´n Blutverdünner der neuen Generation verschreiben bzw. diese andere Zeugs .
Ich hab ordentlich abgelassen , meinen Frust .
Bin dann los und hab ne Schokolade mit Stevia gekauft und ihr durch Kschwester übergeben lassen .
Es tat mir Leid .

Später rief sie mich an und erklärte mir ihre nicht freien Möglichkeiten zur Behandlung .

Wie frustrierend muss es sein , ist man nicht frei , im Vollzug der ärztlichen Heilkunst .

Ich hab mich geändert und bin immer freundlich , nicht provozierend .

Einmal habe ich eine andere Ärztin so in Bedrängnis gebracht , das ihr Stottern aktiviert wurde .

Sie sind auch alle irgendwie Opfer .

Ich kenne eine Geschichte von einem Arzt , der seine Arbeit aufgab . Er machte , was er für richtig hielt (Verschreibungen , Therapien ) und bekam natürlich Ärger , massiv .
Möge es dir gut ergehen , Mensch !

LG
 

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wenn ich ganz anderer meinung war und er auf seiner beharrte (z.b. ein gelenk müßte unbedingt operiert werden), hab ich den arzt gewechselt bzw. es selbst behandelt (die vor über 20 jahren angeblich nur mit gelenk-op zu therapierenden gelenkschäden und -versteifung hab ich ganz ohne op selbst wieder so hinbekommen, daß ich seit 20 jahren keine schmerzen mehr habe und das komplett versteifte re. schultergelenk seitdem wieder normal beweglich ist).

wenn es nur ein vorschlag war wie bei meinem hausarzt, mit dem ich jetzt schon seit ca. 20 jahren in friedlicher ko-existenz lebe, d.h. er verschreibt mir alle hom. mittel, die ich haben will und gibt mir überweisungen zum laborzt mit den gewünschten untersuchungen oder zu anderen fachärzten (z.b. zum neurologen als ich hirndrucksymptome hatte) und dafür lasse ich ihn mit meinen komischen krankheiten in ruhe, die er alle nicht kennt (noch nicht mal die aip, die schon seit jahrzehnten in den med. fachbüchern steht, aber die kannten auch einige andere ärzte nicht), bleib ich da und geh bei bedarf zu einem entsprechenden facharzt zur untersuchung.

bei den zahnärzten hab ich mich leider viel zu lange auf die ärzte verlassen, weil ich dachte, daß man da nichts selbst machen kann und man manches auch nicht selbst feststellen kann. jedenfalls nicht in den anfängen wo es noch leicht zu behandeln wäre.


lg
sunny
 
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Danke für die Antworten.
Es geht mir aber nicht um den Umgang mit meinem Arzt. Da lebe ich wie sunny in '"friedlicher ko-existenz" und habe keine Probleme.

Es geht mir darum, bei mehreren überzeugten schulmedizinisch orientierten Familienmitgliedern kritisches Denken einzuführen und sie dazu zu bringen, wenigstens andere Argumente überhaupt zuzulassen und sich selbst damit auseinander zu setzen.

Grüsse,
Oregano
 

ory

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Hallo Oregano,
Es geht mir darum, bei mehreren überzeugten schulmedizinisch orientierten Familienmitgliedern kritisches Denken einzuführen und sie dazu zu bringen, wenigstens andere Argumente überhaupt zuzulassen und sich selbst damit auseinander zu setzen.
da es bei solchen Diskussionen immer hoch hergeht, tue ich mir mittlerweile etwas Gutes, ich halte mich bei med. Themen vollkommen raus, zumindest in meinen Familie/Freundeskreis, jeder ist so von seinem Denken überzeugt, das da kein rankommen ist.:eek:)

Gruß ory
 
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Wenn es um meinen Mann und mich geht, bleibe ich freundlich, lasse sie reden und behandle selber.
Ist unser Körper und unsere Gesundheit.

Bei anderen frag ich ob sie etwas zu ihrem Thema wissen möchten, wenn sie ja sagen erkläre ich es ihnen und wenn sie mir gleich erzählen "da könne man eh nix machen", kommt von mir nur ein "okay".
Man braucht dann aber bei mir auch nicht jammern oder fluchen kommen.

Jeder geht seinen eigenen Weg.

Liebe Grüße Tarajal :)
 

togian

Huhu,
wenn jemand fix überzeugt ist, dass "Gesundheit" in die Hand von ÄrztInnen gehört, kann man sich meiner Erfahrung/Meinung nach den Mund fusselig reden, alles an Infos zusammentragen was es nur gibt und... es bringt original nix (außer einem selber Ärger, Frust, zumindest Zeitverlust... wie auch immer man damit umgeht).

Ich war mehr als die Hälfte meines Lebens ja auch "auf der anderen Seite". Voll durchgeimpft und der Überzeugung, dass nur absolute .... ;) sich selbst "threrapieren. Impfgegner kannte ich nicht - hätte ich aber sicher für subversive Elemente gehalten....
Sein Auto bringt man ja auch zum Mechaniker. Wenn die Waschmaschine was hat, dann hol ich mir auch meinen Fachmann und Kühe schlachte ich auch nicht selbst usw...

Solang es mir gut ging, hätte ich meine Meinung auch auf keinen Fall überdacht. Mein "Glück" war, dass mir die Schulmedizin - wie ich sie dann mal gebraucht hätte - so gut wie nicht helfen konnte und mich nicht mal ernst genommen hat. Da hab ich dann - zwangsläufig - begonnen zu recherchieren.

Also würde ich sagen, dass bei manchen ein enormer Leidensdruck helfen könnte die eigene Sichtweise zu überdenken.
Und ja, es gibt auch jene (und meiner Wahrnehmung nach sehr zahlreich) die selbst schwerstens krank immer noch an der "Behandlung" festhalten, die 0 nützt. (weil der Primar/die Oberärztin, der Spezialist/die Fr. Dr. unterrichtet sogar an der Uni... DIE MÜSSEN ES JA WISSEN!!!)

Und ja, ich versuche es bei manchen immer wieder und beisse mir die Zähne aus.

Was helfen kann zumindest berechtigte Zweifel zu säen/Interesse zu wecken...:
- Autoritäten zu Wort kommen lassen: z.B. stell Dir vor: Prof. Dr. Dr. XY hat festgestellt, dass wir in unseren Breiten Vitamin D brauchen.

Der CEO von Baxter hat auf einer Pressekonferenz verkündet, dass die "alte Art" Chemotherapie bald Geschichte ist. In Zukunft soll nur mehr mit Hilfe des Immunsystems therapiert werden. (ja, das Interview gibt es wirklich, weiss nur nicht mehr ob Baxter oder ein anderes Pharma Unternehmen).

- Beispiele/Erfahrungsberichte mit persönlichem Bezug bringen: zB die Greta war bei einem neuen Spezialisten. Der hat doch tatsächlich alle Medikamente gestrichen. Anscheinend waren die Statine mit Schuld daran, dass ihre Arterien verhärtet sind. Es geht ihr schon so viel besser...
Und Fred hat schon den 3ten Herzinfarkt - der nimmt seine Statine seit Jahren. Scheint nicht so als würden sie helfen..

- für Haustierbesitzer: Sag, hat Dir der Tierarzt schon mal Vitaminpasten/Infusionen/Tropfen für ... empfohlen. Soso, haben gut geholfen.
Und warum meinst Du, dass es bei Tieren hilft, aber Menschen nachweislich keine zusätzlichen Vitamine brauchen? Ah, weil Dein Arzt dagegen ist. Ich verstehe. Aber Tierärzte und Menschenärzte durchlaufen doch im Großen und Ganzen das gleiche Studium?
(bzw. - ist Dir aufgefallen, dass Futter mit Vitaminen angereichert ist)

- Alternativärzte anbieten: zum "selbst therapieren"/einlesen haben die wenigsten Lust/Zeit/Nerv... aber "den super tollen neuen innovativen Arzt (Ärztin) - auf dem neuesten Stand, bildet sich laufend weiter... kostet halt privat... sind SkeptikerInnen noch eher bereit sich einzulassen. (Und wenn Herr/Frau Doktor Medikamente streicht und dafür ein paar Vitamine, pflanzliche Mittel,... aufschreibt, dann ist das ja ganz was anderes als wenn jemand "nicht studierter" da "Tipps" gibt.

- Berechtigte Zweifel säen: wenn Du Dein Geld einem Anlageberater gibst, und es wird Woche für Woche weniger, würdest Du den dann dennoch weiter vertrauen? (und warum nimmst du Medis die Dir eindeutig nicht helfen sondern Dich immer kränker machen..?)

...Der Opioid-Skandal in US ist ja unglaublich. Noch unglaublicher wie viele Medikamente in den letzten Jahrzehnten zugelassen wurden die im Endeffekt extrem schädlich waren und es passiert immer wieder, dass ihnen so schädliche Medikamente durchrutschen. Leider werden ja die Zulassungsstudien oft von den Herstellern bezahlt. Unglaublich. Oder? So als würde man sich selbst bei der Führerscheinprüfung prüfen. Angefangen bei Contergan über...

...Stell Dir vor - das 3te Mal in 1/2 Jahr ist mein Auto kaputt. Der Mechaniker erzählt mir schon wieder, dass eine sehr teure Reparatur notwendig ist. Hab mir jetzt eine 2te Meinung eingeholt und - ebenfalls von einer Vertragswerkstatt - und war sehr verwundert, da sie ebenfalls eine teure Reparatur vorgeschlagen haben - aber einen anderen Teil. Dann 3te Werkstatt - und nun bin ich schockiert. Die Ersatzzteile der letzten beiden Reparaturen scheinen nicht neu zu sein und diesmal ist nur eine Kleinigkeit kaputt gewesen. 15 Minuten warten und nur 30 Euro gezahlt und er startet wieder problemlos.
Dabei war Werkstatt 1+2 eine Vertragswerkstatt von XX und Werkstatt 3 nur so eine kleine "Hintergassenbude". So kann man sich irren/von Äußerlichkeiten täuschen lassen.
Bin ich doch tatsächlich 1 Pfuscher auf den Leim gegangen... Dabei hab ich ihm vertraut. War der Meister persönlich. Schimpf, schimpf..
Überleitung - wie geht es Dir mit... (Herz, Lunge, was auch immer...)
... und ich kenn da wen - zwar kein Arzt, aber eine sehr begehrte Heilpraktikerin..

(Ich denk mir steter Tropfen... hilft bei manchen. Bei vielen nicht. Besonders schlimm und augenscheinlich fand ich es in meinem Umfeld bei Impfschäden. z.B. vor der Impfung Kind fröhlich geplappert - nach der Impfung WOCHENLANG den Kopf nicht hochhalten können. Nur gesessen/gelegen, gesabbert, gewimmert... Und das Spiel 2 Jahre lang - bei X Impfungen immer die gleiche Reaktion.
Aber die Ärztin meinte jedes Mal, dass das "normal" sei. Bzw. dann mit der Zeit auch, dass die Reaktion ja fürs Kind typisch sei und daher kein Grund zur Sorge bestehen würde..). Eltern - beide Wissenschafter - haben die Kröte geschluckt - man könne doch nicht alles kontrollieren und müsse outsourcen und dem System trauen... :schock::rolleyes:

Umgekehrt - wenn jemand innerlich soweit ist, genügen wenige Infos um den Richtungswechsel anzustoßen...

Ich versuch mich bei jenen die "sehenden Auges" Schrott schlucken mit dem Placebo Effekt zu trösten (wenn sie fest genug glauben sich was Gutes zu tun..)
bzw. eventuell ist es ja Teil ihres "kosmischen Lebensplanes". Weiss man ja nicht...

lg togi
 
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Hallo,

viele Leute wollen sowas nicht wahrhaben. Und die schwere Krankheit, bei der die mal Einsehen haben - ja, das kann's geben, aber selbst da trauen sie oft lieber den Ärzten. Und wenn es hoffnungslos ist, dann ist es eben Schicksal, Alter... Mich frustriert es, wenn ich im Familienkreis höre, na ja, ist doch normal in dem Alter, wenn da was kommt. Oder bei sehr alten Menschen: Ein Wunder, dass er überhaupt so alt geworden ist mit Krankheit xy... Ich hab früher mal von jemanden gehört (in den Medien), der nach Japan auswandern wollte, weil er meinte, dass es keinen Sinn hat, in einem Land altzuwerden, in dem man spätestens mit 70 gesundheitlich aufgegeben wird...

Ich kann mir nicht vorstellen (und konnte das noch nie), mit jemandem eine Beziehung zu haben, der keine Verantwortung für seine eigene Gesundheit übernimmt. Mit Freunden, na ja, gegenwärtig stellt sich das Problem nicht, aber sonst würde ich sie halt mal in Richtung Alternativen anstupsen, aber wenn da kein Interesse ist, dann lass ich das auch. Sollen sie es so machen, wie sie es wollen, solange ich mit demjenigen nicht zu eng bin, dass es mir wehtut, zuzusehen, ist es halt so. Hauptsache sie lassen mich in Ruhe (an letzterem scheitert es schon manchmal). Vielleicht bin ich aber auch kein gutes Beispiel, ich tue und mache seit Jahren, aber es wird ja nie besser. Vielleicht, wenn ich mal sagen könnte, mir gehts wieder gut und ich hab das mit Massnahmen xy hingekriegt, glauben sie mir eher...

Viele Grüße
 
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Danke für Eure Antworten.
Ich halte es im allgemeinen wie ory: raushalten. Manchmal gelingt mir das nicht so ganz, aber immer besser..
Da es sich aber um Familienangehörige und alte Freunde handelt, möchte ich diese Verbindungen aus solchen Gründen wirklich nicht abbrechen. Dafür mag ich diese Menschen viel zu gerne. Und: sie haben mir die Freundschaft ja auch gehalten, obwohl ich nicht immer in ihrem Sinne gehandelt habe.

Grüsse,
Oregano
 

ory

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Hallo Oregano,
sich aus einem Thema raushalten heißt ja nicht Kontaktabbruch. Freunde Familie wissen/kennen deine Meinung ....Fragen von ihnen, wenn es darauf ankommt, kommen oftmals von ganz alleine, dann ist es immer gut "dazusein".

Gruß ory
 

nicht der papa

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Danke für die Antworten.
Es geht mir aber nicht um den Umgang mit meinem Arzt. Da lebe ich wie sunny in '"friedlicher ko-existenz" und habe keine Probleme.

Es geht mir darum, bei mehreren überzeugten schulmedizinisch orientierten Familienmitgliedern kritisches Denken einzuführen und sie dazu zu bringen, wenigstens andere Argumente überhaupt zuzulassen und sich selbst damit auseinander zu setzen.

Grüsse,
Oregano
So wie jeder Mensch die Partei wählen darf, die er wählen möchte, darf sich jeder Mensch behandeln lassen, ernähren und leben, wie er möchte.

Es kann also leicht passieren, dass die eigene Einstellung innerhalb der Familie auf unfruchtbaren Boden fällt.

So hat meine bekannte Einstellung zur schulmedizinischen Krebsbehandlung dafür gesorgt, dass ich erst nach dem Tod meines Bruders von seiner Krebserkrankung erfahren habe.
Er hatte alle dazu verpflichtet mich nicht zu informieren, da er jede Diskussion mit mir über seine Behandlung vermeiden wollte. Er war überzeugt davon, dass ich seinen Heilungsprozess negativ beeinflussen würde.

Und das macht in nahezu perfekter Weise klar, dass es nicht deine Sache ist, wie sich deine erwachsenen Familienmitglieder behandeln lassen und es sehr leicht als Übergriff auf die eigene Überzeugung verstanden werden kann.

Und ganz ehrlich. Auch wenn es bei meinem Mann sehr erfolgreich war, was wir nach seiner Krebsdiagnose gemacht hatten, war das eine gemeinsame Entscheidung, bei der er das machte, was ich entschieden hatte. Und da es erfolgreich war, hat die Schulmedizin weitere damals geplante Maßnahmen dann nicht mehr für notwendig gehalten und gestrichen.

Aber wer könnte und wollte die Verantwortung für die Krebsbehandlung eines anderen Familienmitglieds übernehmen, dass sich ähnlich passiv wie mein Mann verhält und eigentlich Chemo und Co. für die bessere Behandlung hält? Ich nicht.
Denn auch wenn mein Bruder nach wenigen Monaten Chemo und Co. tot war, wäre sein Tod in dem Fall, dass ich mit ihm seine Massnahmen entschieden hätte voll zu meinen Lasten gegangen. Auch wenn er damit länger und besser gelebt hätte, als mit der Schulmedizin. Und alle hätten gedacht, dass er vielleicht noch leben würde, wenn er Chemo und Co. gemacht hätte. Denn das ist die Ansicht, die im öffentlichen Bewusstsein vorherrscht.

Ich war im Nachhinein froh, dass sich mein Bruder so entschieden hat und mich aus seiner Erkrankung rausgelassen hat. Es war nicht nur egoistisch von ihm, sondern hat mir auch viel erspart.

Man kann seine Meinung sagen, Kritik und alternative Vorschläge anbringen. Aber das war es dann auch.

Die Entscheidung für die eigene Behandlung hat jeder selbst in der Hand.
Auch jeder Arzt macht per Gesetz nur Behandlungsvorschlaege, denen der Patient zustimmen muss.
Jeder Eingriff gegen den erklärten Willen des Patienten erfüllt den Tatbestand der Körperverletzung.
 

alexo13105

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Ich denke , handelt es sich um Familie und um eine lebensbedrohliche Erkrankung , ist es gut , schafft man es dann , sachlich und rein fachlich zu agieren .
Meine Halbschwester bekam eine solche Diagnose .
Ich fuhr hin ,regelte Neueinweisung in anderes KH , besorgte Medikamente (Schmerz ) bei Arzt und wir bestellten ein großes Sortiment an Alternativmitteln -Krebsbekämpfung .

Ich kontaktierte eine bekannte Tagesklinik , regelte die Möglichkeit -Zweitmeinung Charite - einzuholen , sprach ausgiebig mit Pharmazeut und telefonierte mit Kuklinski .

Neue Ernährungsformen schlug ich vor , immer mit neuesten Quellen /Studien .
Ich bot an , meinen Garten aufzugeben und dort zu wohnen und gemeinsam mit ihr daran zu arbeiten .

Ich war völlig ohne Emotionen .

Plötzlich änderte sich alles . Der Mann übernahm nun die Führung , bestelltes wurde zurückgesandt und man wollte sich auf die Ärzte verlassen .
Meine Geschicklichkeit setzte ich nun ein , um bestelltes wieder loszuwerden .
Immer noch keine Emotion .
Ich schenkte meiner Schwester ein wertvolles Buch und warnte sie vor ihrem schlimmsten Feind -Familie , Kollegen etc. und sagte ihr :" dich werden genug Leute anrufen , deshalb tue ich es nicht .Brauchst du mich , ich bin am nächsten Tag da ".

Im Nachgang merkte ich , ich bin massiv schwer getroffen . Schon auf der Rückfahrt , nur im Schritttempo , Stau . Das ganze Schlimme mit der Umwelt . Ich sagte zu meiner Freundin : " ich glaube , ich bin fertig mit den Menschen ".

Ich frage mich , um wen geht es hier eigentlich , um mich oder um die Halbschwester ?
Mittlerweile hab ich nun wieder eingegriffen , wenn meine Mutter mir Geschichten von dort erzählt und deren Ungeschick zum Himmel schreit .
Ich korrigierte dann und war wieder weg .

Meine Mutter ist schon alt und sie fuhr mit der Halbschwester 2mal im Jahr in den Urlaub .Sie telefonierten fast täglich .

Ich hatte soviel Kraft, strotze davor , war bereit zu kämpfen und ein dummer Trottel zieht mir /uns den Boden unter den Füssen weg .

Vielleicht sollte ich einen Psychologen aufsuchen oder einen Geistlichen .

LG
 
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Hallo ndp,

sehr treffende Situation. Ich denke darüber auch so wie Du. Krebs ist natürlich eine Sondersituation. Es kann einem ja niemand im Vorfeld sagen, wie es richtig ist. Allerdings muss es ja nicht unbedingt ein entweder-oder sein. Man kann auch sagen, folge Du dem Weg, den Du für richtig hältst, aber mache doch bitte zusätzlich noch das und das.

Und die Ärzte - die machen manchmal ein entweder-oder draus, behaupten z.B., dass Nährstoffe die Wirksamkeit der Chemo herabsetzen würden, aber das tut es ja nicht, gibt ja auch viele Onkologen, die das mitmachen oder sogar unterstützen, wenn Leute naturheilkundlich was machen. Wenn die bekannte Person dann natürlich an erste Kategorie Arzt gerät, ist das schwierig.

Wenn es einem zu nahe geht, wie die Person mit ihrer Gesundheit umgeht, muss man sich ggf. schützen - das Thema aussparen im Kontakt oder notfalls den Kontakt zurückfahren und/oder an sich arbeiten, eine Einstellung entwickeln, dass einem das nicht zu nahe geht. Mir gehen solche Sachen auch immer sehr nahe, aber ich hab auch keine Kapzitäten mehr, solch emotionaler Stress ist für mich manchmal einfach zuviel (trotzdem funktioniert der Selbstschutz nur begrenzt).

alexo13105 schrieb:
ein dummer Trottel zieht mir /uns den Boden unter den Füssen weg
Ich würde an Deiner Stelle die Konzentration nicht auf den "dummen Trottel" richten. Das raubt Dir nur Energie und bringen tuts auch nichts. Ich versuche mir in solchen Situationen immer wieder zu sagen, die Welt ist eben nicht perfekt und jeder kann sich selbst raussuchen, welchen Weg er geht, wem er glaubt, wie er an solche Sachen grundsätzlich herangeht.

Viele Grüße
 
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Lieber alexo,
das wollte ich unbedingt noch schreiben. Bleib wie du bist und dich hätte ich gern als Bruder, auch was die Gesundheitsfragen betrifft, an meiner Seite.:)

Sei lieb gegrüßt von Wildaster
 

alexo13105

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Wir haben Fröhlichkeit nötig und Glück,Hoffnung und Liebe.( Vincent van Gogh)

-danke, Wildaster :)
 

nicht der papa

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Ich denke , handelt es sich um Familie und um eine lebensbedrohliche Erkrankung , ist es gut , schafft man es dann , sachlich und rein fachlich zu agieren .
Meine Halbschwester bekam eine solche Diagnose .
Ich fuhr hin ,regelte Neueinweisung in anderes KH , besorgte Medikamente (Schmerz ) bei Arzt und wir bestellten ein großes Sortiment an Alternativmitteln -Krebsbekämpfung .

Ich kontaktierte eine bekannte Tagesklinik , regelte die Möglichkeit -Zweitmeinung Charite - einzuholen , sprach ausgiebig mit Pharmazeut und telefonierte mit Kuklinski .

Neue Ernährungsformen schlug ich vor , immer mit neuesten Quellen /Studien .
Ich bot an , meinen Garten aufzugeben und dort zu wohnen und gemeinsam mit ihr daran zu arbeiten .

Ich war völlig ohne Emotionen .

Plötzlich änderte sich alles . Der Mann übernahm nun die Führung , bestelltes wurde zurückgesandt und man wollte sich auf die Ärzte verlassen .
Meine Geschicklichkeit setzte ich nun ein , um bestelltes wieder loszuwerden .
Immer noch keine Emotion .
Ich schenkte meiner Schwester ein wertvolles Buch und warnte sie vor ihrem schlimmsten Feind -Familie , Kollegen etc. und sagte ihr :" dich werden genug Leute anrufen , deshalb tue ich es nicht .Brauchst du mich , ich bin am nächsten Tag da ".

Im Nachgang merkte ich , ich bin massiv schwer getroffen . Schon auf der Rückfahrt , nur im Schritttempo , Stau . Das ganze Schlimme mit der Umwelt . Ich sagte zu meiner Freundin : " ich glaube , ich bin fertig mit den Menschen ".

Ich frage mich , um wen geht es hier eigentlich , um mich oder um die Halbschwester ?
Mittlerweile hab ich nun wieder eingegriffen , wenn meine Mutter mir Geschichten von dort erzählt und deren Ungeschick zum Himmel schreit .
Ich korrigierte dann und war wieder weg .

Meine Mutter ist schon alt und sie fuhr mit der Halbschwester 2mal im Jahr in den Urlaub .Sie telefonierten fast täglich .

Ich hatte soviel Kraft, strotze davor , war bereit zu kämpfen und ein dummer Trottel zieht mir /uns den Boden unter den Füssen weg .

Vielleicht sollte ich einen Psychologen aufsuchen oder einen Geistlichen .

LG
Hallo alexo,

habe mir deinen Beitrag jetzt 3x durchgelesen und es bleibt der Eindruck, dass du in der ersten Schocksituation, bevor sich die eigentlich Betroffenen ( deine Halbschwester mit ihrem Mann) überhaupt eine eigene Meinung über das weitere Vorgehen bilden konnten, die komplette Kontrolle über die Situation übernommen und wirklich alles einschließlich der nachfolgenden Behandlung in deinem Sinn geregelt hast.

Dass sich ein Mensch nach einer solchen Diagnose im Schock befindet und einige Zeit braucht, um seine Gedanken zu sortieren, ist normal. Auch deine angebliche Emotionslosigkeit ist meiner Ansicht nach Ausdruck für deinen eigenen Schockzustand. In dem du präzise wie ein Uhrwerk sofort alles in die Wege geleitet hast, was nötig und deiner Meinung nach zur Behandlung deiner Halbschwester erforderlich ist.
Damit hast Du mit besten Vorsätzen den eigentlich Betroffenen deine Behandlung vorgegeben, bevor die sich gemeinsam eine Meinung bilden konnten und sie nach deiner Schilderung in gewisser Weise überfahren und deine Kompetenzen überschritten.

Danach haben sie gemeinsam das entschieden, was die Mehrheit der Bevölkerung entscheidet- erstmal den ärztlichen Empfehlungen zu folgen.
Auch wenn es schwer ist, hast du das zu akzeptieren, denn es war nie deine Entscheidung. Auch wenn du es zu deiner Entscheidung gemacht hattest.

Wenn du dich nun aufreibst, weil dir deine Mutter von dem berichtet, was jetzt ganz falsch läuft, ändert das nichts an der Situation und du machst dich nur weiter fertig. Wirst in gewisser Weise nun von der Mutter gegen die Entscheidung deiner Halbschwester und ihres Mannes ausgespielt, denn deine Mutter scheint eher deine Ansichten zu teilen.

Doch eigentlich hast Du da nichts zu korrigieren.
Sag deiner Mutter das nächste mal, dass es deren Entscheidung ist, wie es jetzt läuft und nicht deine Sache. Dass sie sich an den Mann wenden soll.

Ich rate dir, dich da rauszuhalten. Auch wenn es schwer ist. Zumindest solange dich deine Halbschwester nicht selbst um die Hilfe bittet, die Du ihr explizit angeboten hattest.
 
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10.01.04
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Was ich gerade denke:
Auch wenn man davon überzeugt ist, daß man den einzig richtigen Weg zur Gesundheit kennt: eine Garantie, daß das auch so ausgeht, hat man nicht. Ein Grund mehr, sich heraus zu halten.

Grüsse,
Oregano
 

nicht der papa

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18.11.09
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Meiner Ansicht nach ist seit vielen Jahren bekannt, dass es nur ganz wenige Krebserkrankungen gibt, bei denen eine Chemotherapie helfen kann.
Dazu gab es in der Vergangenheit schon viele Studien und auch 2 australische Onkologen, die dazu eindeutig Stellung bezogen haben und an die Öffentlichkeit gingen. Auch wenn das an uns weitgehend vorbei ging.

Aber man kann es auch sehen, wenn man eine Auswertung der Daten der Gesundheitsberichterstattung des Bundes vornimmt.
Nicht nur mehr Krebserkrankung, sondern in der Relation auch ein höherer Prozentsatz als früher, der stirbt und nicht ein niedrigerer, wie das bei besserer Behandlung der Fall sein müsste.
Und das ist, gemessen an der früher noch viel größeren Quälerei bei der Behandlung als heute schon ein Ding.
Zudem starben nach einer britischen Krankenhausuntersuchung bis zu 25% der behandelten Patienten an der Chemotherapie und nicht an der Krebserkrankung.

Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Medizin und auch mit Krebserkrankungen. Daher hatte ich schon lange bevor mein Bruder erkrankt ist, eine eindeutige Meinung dazu, die ihm bekannt war.
Für mich wird es, falls ich einmal eine entsprechende Diagnose bekomme, keine Chemotherapie und keine Bestrahlung geben.

In meinen Augen ist der Ansatz Menschen mit Gift vollzupumpen, vor dem sich alle ansonsten Beteiligten schützen müssen und die jeder normalerweise meidet, um in der Hoffnung entartete Zellen zu entfernen jede Zelle des Körpers eines Menschen so schwer zu schädigen, dass er alleine von dem verabreichten Gift sterben kann oder durch das Gift selbst an einem weiteren Krebs erkranken kann, oder sich erst dadurch Metastasen bilden, da es hochtoxische krebserregende Substanzen sind, ganz prinzipiell der falsche Ansatz.
Bezeichnend für den medizinischen Ansatz, dass es vor rund 90 Jahren mal eine Studie zur Krebsbehandlung durch Verabreichung von flüssigem Blei gab.

Ich bin fest davon überzeugt, dass der Tag kommen wird, an dem diese Art der Krebsbehandlung ganz offiziell als einer der größten Fehler der Medizin benannt werden wird.
Natürlich erst, wenn sie einen besseren, aber genau so gewinnbringenden Ersatz dafür gefunden haben.
 

alexo13105

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Ich denke es fehlt auch die Lebenserfahrung . Alles lief wie am Schnürchen , Autos , Geld , Urlaube , Haus .
Vieles fiel auch zu . Sagen wir mal , Glück gehabt (in ihrem Sinne) .
Ich kann sehr gut reden , zusammenhängend und manchmal hatte ich den Eindruck , abgesehen mal von der Traumatisierung ihrerseits, konnte sie mir nicht folgen , gar nicht .
Ihrem bisherigem Schema folgend , wird sie agieren .
Wie eine Katze , von Geburt an gefüttert und nun forever vor die Tür gesetzt . Es ist traurig und hart , aber der Vergleich ist nicht völlig absurd .

Meine liebe Freundin 2018 . Deren Mutter wurde von dem schweren Krebs geheilt . Schwester ist Ärztin .
Weiter fand ich eine Bekannte , deren ehem. Schwiegervater von fortgeschritt. Krebs dieser Art , geheilt wurde .
Ich teilte dieses mit und sagte :" ich nehme Kontakte auf " .
Keine Reaktion .

Stattdessen wurde mit Hinterbliebenen der an der Krebsart verstorbenen telefoniert .

Versteht jemand was ich meine ? Bis in die letzte Pore -Destruktiv .
Ich musste immer an Erich Fromm und sein Buch zu dem Thema denken .

Ist auch egal .Die gemeinsame Zeit , ich und meine Schwester wird kommen .
Vielleicht kann ich noch ein wenig wachsen .

LG
 

alexo13105

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Stattdessen wurde mit Hinterbliebenen der an der Krebsart verstorbenen telefoniert .
So und das ist mein Anliegen . Auch in vorherigen Posts .
Worum geht es hier ?
Es geht ihnen um die Bewältigung ihrer eigenen Probleme und deshalb ist das so gefährlich . Die Destruktivität .

Kuklinski schreibt ja : "Angehörige füttern mit Kuchen und bringen den Patienten damit um ".Darauf hingewiesen : " Aber es schmeckt ihm doch so gut"
Hier wird das Ureigenste befriedigt , koste es was wolle !
Natürlich , zur Entlastung , unbewusst .

LG
 

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