Manipulation von Daten: Studien, Presse, WEB usw.

Luft

interessanter Artikel:

New York Times

12. September 2016

Wie die Zuckerindustrie Fett als den eigentlich Schuldigen dargestellt hat

Dokumente, die vor kurzem veröffentlicht wurden, zeigen, daß die Zuckerindustrie in den 1960er Jahren Wissenschaftler bezahlt hat, damit sie die Verbindung zwischen Zucker und Herz-Kreislauferkrankungen herunterspielen und stattdessen gesättigte Fette als die eigentlich Schuldigen darstellen.
 

Clematis

Hallo Luft,

ein sehr guter Artikel - doch wen wundert das noch?
Als Dr. Bruker seinerzeit in seinen Büchern und Vorträgen in Deutschland gegen den Zucker wetterte und so manch anderes, bekam er heftige Probleme und wurde von der Zuckerindustrie angegriffen - sozusagen in der Luft zerrissen.

Interessant ist auch dieser Link in dem Artikel:
Cholesterol Nutrition - Nutrition, Function, Side Effects - NY Times Health Information
Die Auswirkung der Falschdarstellungen von Zucker und Fett als Krankmacher hängen eng mit der Panikmache bei Cholesterin zusammen und tun es heute noch. Das führt heute noch dazu, daß gesunde Werte so tief herunter gedrückt werden, daß die Menschen davon krank werden. Obendrein trauen sich viele nicht mehr, z.B. Eier zu essen, vor lauter Angst Cholesterin könnte ansteigen, obwohl das so gut wie keinen Einfluß auf den Cholesterinspiegel hat. Die Tatsache, daß Cholesterin ein extrem wichtiger Stoff ist und in ausreichenden Mengen benötigt wird, wird bis heute von der Medizin und Forschung komplett ignoriert.

Gruß,
Clematis
 
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Luft

Ärzteblatt, 18. Januar 2017

Interessenkonflikte: Finanzielle Verbindungen führen zu positiveren Ergebnissen

Die Ergebnisse randomisierter klinischer Medikamentenstudien, die wichtigste Grundlage für eine evidenzbasierte Therapie, fallen dreimal häufiger positiv aus, wenn der Hauptautor einen Interessenkonflikt mit dem Hersteller angegeben hat. Dies ist das Ergebnis einer Studie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2017; 356: i6770). ……

Viele klinische Forscher, die Medikamentenstudien durchführen, haben finanzielle Beziehungen zu den Herstellern. Sie erhalten Reisekosten zu Kongressen erstattet, Honorare für ihre Vorträge oder für Beratungsleistungen. Auch der Besitz eines Aktienpaketes oder ein Patent für die Entwicklung des Wirkstoffs können dazu führen, dass die Forscher mehr als nur ein wissenschaftliches Interesse am Ausgang einer Studie haben.

Dass dies zu Manipulationen führen kann, ist lange bekannt. So gaben 2002 in einer Umfrage 15,5 Prozent der bei den US-National Institutes of Health beschäftigten Forscher an, dass sie auf Druck eines Herstellers schon einmal Design, Methoden oder Ergebnisse einer Studie verändert hätten (Nature 2005; 435: 737-8). Eine Analyse des Nordic Cochrane Centre fand heraus, dass industriegesponserte Studien häufiger zu positiven Ergebnissen kommen als unabhängige Studien (Cochrane Database Syst Rev. 2012; 12: MR000033).

Diese Bedenken haben zu Forderungen nach mehr Transparenz in klinischen Studien geführt. Seit einigen Jahren müssen die Studienleiter ihre finanziellen Interessenkonflikte offen legen. Die Hersteller werden verpflichtet, ihre Studien vor Beginn öffentlich zu registrieren. Dies soll die Unterschlagung von negativen Studienergebnissen verhindern, da es sonst in späteren Meta-Analysen zu einer verzerrten Bewertung kommen könnte.

Ob Transparenz allein Manipulationen verhindert, ist umstritten .....
 
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Hallo Clematis u.a.
Mit grosser Freude habe ich die Beiträge hier gelesen. Gibt es diese Denke tatsächlich noch. Ich hatte schon Angst, ein Artefakt zu sein. Wir wissen alle was los ist, ich auch.
Ich tröste mich immer mit einem Gedicht von Erich Fried ( bin nicht der Gedichteleser)
Ich bin der Sieg
Mein Vater ist der Krieg
Der Friede ist mein lieber Sohn
er gleicht ganz meinem Vater schon
Grüße, Bizzi
 
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Im Bayerischen Rundfunk gab es kürzlich eine Sendung mit dem Titel "Faked Science", also in etwa "getürkte Wissenschaft".
Darin ging es hauptsächlich um einen Wissenschaftlicher, der richtig bekannt wurde durch seine angeblichen STudienerkenntnise und -ergebnisse: Diederick STapel. - Bis sich herausstellte, daß seine Forschungsergebnisse von ihm manipuliert worden waren.

Faked Science: Wenn Forscher betrügen | radioFeature | Kultur | Bayern 2 | Radio | BR.de

Grüsse,
Oregano
 
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