Kurz vorm Durchdrehen nach Absetzen von Mirtazapin!!!

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Hallo zusammen,
Ich bin nach Wochen langem Probieren von versch. Medikamenten mit Mirtazapin (Remergil) endlich erfolgreich stabilisiert worden.
Start war Anfang Januar und nach wenigen Tagen hatte ich bereits kaum mehr Angstzustände und außerdem ganz okay geschlafen.
Nach 3 Wochen wurde zufällig eine Blutuntersuchung gemacht und fest gestellt, dass ich eine Leukopenie habe (weiße Blutkörper sanken auf 2000). Nach ein paar Tagen und weiteren Bluttests wurde Mirtazapin (15mg) dann sofort abgebrochen, da hier die Ursache der Leukopenie vermutete wurde.
Zwar eine seltene Nebenwirkung, aber es gibt sie. Meine Leukos haben sich sofort wieder auf 5900 erholt. Das ist schonmal gut, ABER:
Ich bin seit dem Absetzen (vor knapp einer Woche) kurz vorm Durchdrehen.
Ich habe das Gefühl meinen Verstand zu verlieren. Zudem schlafe ich schlecht (die ersten drei Nächte fast gar nicht).
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich bin stationär und der Oberarzt sagt, das kann nach 3 Wochen Einnahme keine Absetzsymptomatik sein!?
Leider kann ich ja mit Mirtazapin nicht wieder starten und viele andere Medis habe ich vorher auch nicht vertragen z.B. SSRIs.
Kann mir jemand Tipps geben?? HILFE!
Vielen Dank Somat
 
wundermittel

Windpferd

Hallo Somat,

tut mir sehr leid, daß Du so verzweifelt klingst.


Nach 3 Wochen wurde zufällig eine Blutuntersuchung gemacht und fest gestellt, dass ich eine Leukopenie habe (weiße Blutkörper sanken auf 2000).
Gut, daß die das überhaupt rausgefunden haben. Allerdings ist Leukozytopenie in solchen Fällen reversibel.

Nach ein paar Tagen und weiteren Bluttests
welchen denn?
wurde Mirtazapin (15mg) dann sofort abgebrochen, da hier die Ursache der Leukopenie vermutete wurde.
Allerdings wird der abrupte Abbruch nicht empfohlen. Man hätte vermutlich ausschleichen müssen.

Ich bin seit dem Absetzen (vor knapp einer Woche) kurz vorm Durchdrehen.
Ich habe das Gefühl meinen Verstand zu verlieren. Zudem schlafe ich schlecht (die ersten drei Nächte fast gar nicht).

Solche Erfahrungen sind leider beschrieben beim plötzlichen Absetzen, d.h. sie sind nicht besonders selten.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Nein, zum Glück nicht.

Ich bin stationär und der Oberarzt sagt, das kann nach 3 Wochen Einnahme keine Absetzsymptomatik sein!?
Das mag ja in der Regel stimmen, aber Du bist halt nicht bloß ein Fall im Rahmen der Regel. Hast Du ein gutes Gefühl bei diesem Arzt?

Leider kann ich ja mit Mirtazapin nicht wieder starten und viele andere Medis habe ich vorher auch nicht vertragen z.B. SSRIs.
Ich weiß, mit diesen Antidepressiva wird viel herumprobiert; geht wohl nicht anders.

Kann mir jemand Tipps geben?? HILFE!
Leider weiß ich's nicht besser. Ich müßte ja einem OA der Psychiatrie "Tipps" geben.

Nebenbei: Hast Du je versucht, die Depression mit Orthomolekularen Mitteln zu lindern? Da gibt es ja vieles: 5-Hydroxytryptophan (bei erniedrigtem Serptonin), S-Adenosyl-Methionin (bei erhöhtem Noradrenalin / erniedrigtem Adrenalin), Phosphatidylserin, B-Vitamine (v.a. B12), Vit. D3 (5000 IE / Tag oder 150.000 IE / Monat), Mg, Se, Zn, Cu. Es gibt auch noch phytotherapeutische Substanzen. Hattest Du je Kognitive Verhaltenstherapie, begleitend zur medikamentösen Behandlung?

Ich wünsch Dir, daß Du diese schwierige Phase einigermaßen überstehst. Nur nicht aufgeben! (Ich weiß, das schreibt sich leicht.)

Alles Liebe,
Windpferd
 
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Vielen Dank Windpferd für deinen Beitrag.
Mit dem OA bin ich überhaupt nicht zufrieden, daher gehe ich auch bald raus egal wie es mir geht.
Verhaltenstherapie hatte ich vorstationär kurz gemacht allerdings nur 3 Sitzungen. Muss ich dringend weiter machen. Hier auf der Akutstation gibts nur Kaffeeklatsch Gelaber mit sehr jungen Therapeuten. Bringt nix.
Mit den "weiteren Bluttests" hatte ich nur gemeint, dass sie wiederholt immer geschaut haben wie es mit den Leukozyten aussieht (kleines Blutbild).
Und auf die Leukopenie habe ich(!) sie gebracht, da ich den Beipackzettel gegoogelt hatte. Zuerst wurde gesagt, dass die Leukos nur wegen des Fiebers runter sind. Alles unglaublich. Nach dem Fieber blieben sie nämlich immernoch unten und genau nach Weglassen des Medi gingen sie rapide nach oben.
Danke nochmal für die anderen Tipps. :)
Gruss Somat
 
regulat-pro-immune

Windpferd

Hallo Somat,

ein nachträglicher Einfall. Es gibt die Auffassung in der Orthomolekularen Medizin, daß bei Depression erhöhte Homocystein- (Hc-) Spiegel eine Rolle spielen. Hc ist ein toxisches Stoffwechselprodukt, das möglichst schnell abgebaut werden sollte. Optimal ist Hc < 9 mcmol/l, dringend wünschenswert Hc < 20. Hc ist neurotoxisch; auch beeinträchtigt es die Verfügbarkeit von Serotonin und Noradrenalin.

Hc ist keine esoterische Bestimmung; es gilt als selbständiger Risikofaktor für M. Alzheimer und für Koronare Herzkrankheit sowie Schlaganfall. Es wirkt exzitatorisch (übermäßige neuronale Erregung). Kann gut sein, daß es schon bestimmt worden ist bei Dir. (Normalerweise interessieren sich Internisten besonders dafür.)

Möglich ist auch eine Kombination mit S-Adenosyl-Methionin (SAM), das in D für aktivierte Arthrosen zugelassen ist, in Italien (nur anderer Name, der mir grad nicht einfällt) für Depression.

(Bei B6 und SAM müßte man im Fall einer gleichzeitigen Anwendung mit einem Antidespressivum eigens recherchieren, ob es Wechselwirkungen gibt; damit kann man leicht in Teufels Küche kommen mit Antidepressiva.)

Ich hoffe, Du schläfst inzwischen tief und erholsam.

Nochmals alles Liebe,
Windpferd

Dies jetzt mal primär, um Deiner Hoffnung Nahrung zu geben
 
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Danke Windpferd! :)
Homocystein wurde nicht bestimmt. Hier sind sie nur Panne. Machen nur kleines Blutbild.
 

Windpferd

Hallo Somat,

eben bin ich auf einen kurzen Thread hier im Forum gestoßen, vom April 2012 von einer Userin namens keyc "Mirtazapin Teilnahmslosigkeit".

keyc berichtet u.a., daß ihr einfache Achtsamkeitsmeditation sehr geholfen habe. Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir gern Anleitung dazu geben. Ist zwar sehr einfach, aber ein paar Dinge sollte man beachten.

Mirtazapin ist doch ein Antidepressivum, nicht? Warum hast Du denn das gekriegt, wenn Du primär eine Angsterkrankung hast? Falls jemand bereit ist, Dir das zu erklären. Gut, vielleicht wollten sie Benzodiazepine wegen der Gefahr der Abhängigkeit und der Toleranzentwicklung vermeiden.

Schulmedizinisch werden auch noch tricyclische Antidepressiva bei Angsterkrankungen verwendet, ebenso MAO-Hemmer und - weniger bekannt - Betablocker (Antenolol, Propananolol).

Daß Du Auslöser und Entwicklung Deiner Angst so genau benennen kannst, erhöht die Chancen einer Behandlung mit verhaltenstherapeutischen Methoden, vor allem mit Kognitiver Verhaltenstherapie und vor allem die einer Intensivkur an einem der Christoph-Dornier-Institute. Solltest Du wissen oder vermuten, daß Du seelisch oder / und körüerlich schwer traumatisiert worden bist, könnte eine Behandlung mit EMDR (Eye Movement Desensitization and Restructuring, emdria.de) gut sein.

Und ich hoffe, daß Du möglichst bald aus dieser Psychiatrie rauskommst; das scheint ja ein Saftladen zu sein.

Komplementärmedizinisch gibt es weitere Ansätze: Vermeidung von Stimulanzien wie Kaffee, Tee, Alkohol, Rauchen. Falls Du an Unterzuckerin leidest: viele kleine Mahlzeiten und Vermeidung aller Einfachzucker (sowie Reduktion von Kohlenhydraten überhaupt, dafür mehr Fett und Eiweiß; Obst durch Gemüse ersetzen). Schlaffördernd und den Serotoninspiegel erhöhend wirkt 5-Hydroxy-Tryptophan (nicht solange Du Antidepressiva einnimmst). Theanin (enthalten v.a. in Grünem und Weißen Tee, der länger gezogen hat) sediert (durch Produktion von GABA) und steigert Dopamin. Ginseng (v.a. Sibirischer) soll den Cortisolspiegel senken. Evtl. DHEA, sowie Reishi und Ashwaganda. Auch Kava kava (was ein wenig benommen machen kann).

Bei Angststörungen wird vor allem sehr leichtes (aber sehr regelmäßiges) körperliches Training empfohlen (anders als bei Kreislauf- oder Muskelaufbautraining). T'ai Chi oder Qi Gong.

Dies sind natürlich keine ärztlichen Empfehlungen - einfach Hinweise auf Grund von Vorträgen, der Literatur und ein wenig eigener Erfahrungen.

Nun werden ja auch die Tage schon wieder heller - möge es Dir bald besser gehen.

Alles Liebe,
Windpferd
 
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Hallo Windpferd
Mirtazapin kann man schon auch bei Angststörung geben - ist ein tetracyclisches AD. Vorher haben wir einige andere Sachen probiert. Venlafaxin, Lyrica, Valdoxan, Citalopram und Benzos.
Auf Mirtazapin habe ich schnell und positiv angeschlagen. Allerdings dann mit Unverträglichkeit seitens des Blutbildes.
Die Achtsamkeitsgeschichte interessiert mich natürlich.
Hast du da gute Links etc.? Ich habe hier nur mal einen Zettel bekommen mit einer Übung, bei der ich mich auf Dinge im Raum konzentrieren soll.
Gruss Somat
 
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Interessant für mich wäre auch zu wissen, ob ich generell dazu neige eine Leukopenie zu entwickeln, wie dies eben bei Mirtazapin passiert ist. Dann dürfte ich sowieso gar kein AD oder Neuroleptikum mehr einnehmen.
Oder hängt das nur mit dem einen speziellen Wirkstoff eines einzigen Medikaments zusammen?
Kennt sich hier jemand aus damit?
 
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Hallo Somat,

wie geht es Dir inzwischen
dadr.gif
?

In diesem Artikel werden verschiedene Medikamente genannt, bei denen eine Leukopenie vorkommen könnte:
Anteil von 15 Fällen zu Veränderungen des weißen Blutbildes wie Leukopenie, Granulozytopenie oder Agranulozytose, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Mirtazapin gemeldet wurden. Zum Teil wurden weitere Medikationen verabreicht, die ebenfalls mit den aufgetretenen Blutbildveränderungen in Zusammenhang gebracht werden können (zum Beispiel Diclofenac, Flupentixol, Indometacin, Levomepromazin, Maprotilen, Olanzapin, Sulfasalazin oder Thiamazol). In zwei der ausführlicher dokumentierten Fälle muss jedoch ein Kausalzusammenhang zwischen dem Auftreten der Leukopenien und der Einnahme von Mirtazapin angenommen werden. In Studien vor der Zulassung wurde für Agranulozytosen und Neutropenien eine Inzidenz von etwa 1,1 : 1 000 festgestellt (1); dieser Wert korreliert mit einer in der Literatur angegebenen Inzidenz von etwa 1 : 1 000, bezogen auf Agranulozytosen (2). Eine Schädigung des weißen Blutbildes erscheint auch wegen der chemisch-strukturellen Ähnlichkeit mit Mianserin (zum Beispiel Tolvin®), bei dem ebenfalls Blutbildstörungen bekannt sind, erklärbar. Vorbeugend sollten deshalb in den ersten Monaten der Behandlung mit Mirtazapin wöchentlich Blutbildkontrollen durchgeführt werden (3). Der behandelnde Arzt sollte auf Symptome wie Fieber, Halsentzündung, Stomatitis oder andere Anzeichen einer Infektion achten und den Patienten darauf hinweisen. Bei Auftreten dieser Symptome ist die Behandlung sofort abzubrechen und ein Differenzialblutbild anzufertigen (siehe Fachinformationen zu Remergil®)....
https://www.schildersmilies.de/schilder/dadr.gif

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano
Danke für die Info.
Ich bin zzt weniger am Durchdrehen, schlafe allerdings noch sehr schlecht.
Ich weiß dass es auch andere Medis gibt, die Leukopenien verursachen können. Meine Frage ist, ob ich auch bei diesen anderen Medis dazu neige, diese zu entwickeln - da dies ja schon bei Mirtazapin passiert ist.
Aber das kann man wahrscheinlich nicht pauschal sagen.
Wer könnte da Bescheid wissen? Ich habe nämlich keine Lust weitere Medis auszuprobieren, wenn mein Risiko generell erhöht ist, eine Leukopenie zu bekommen.
Gruss Somat
 
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Hallo Somat,

laut dieser Aufzählung gehören Psychopharmaka zu den Medikamenten, die eine Leukozytose verursachen können. Entsprechend müßte das ja immer auf dem Beipackzettel stehen und warnen.
Am besten wirst Du schnell gesund, so daß Du keine Medikamente mehr brauchst:eek:)...

Erniedigter Wert
Eine zu niedrige Leukozytenzahl wird als Leukopenie, eine stagnierende Nachproduktion der Granulozyten als Agranulozytose bezeichnet.

Erniedrigte Werte (Leukopenie) finden sich häufig bei
Viruserkrankungen und einigen Pilzinfektionen. Einige Medikamente können zu einer Leukopenie führen, insbesondere solche aus den Gruppen der Analgetika (Schmerzmittel), Antibiotika, Thyreostatika (Schilddrüsenmittel), Psychopharmaka und Antikonvulsiva (gegen Krampfanfälle gerichtete Medikamente).
Bei einer Chemotherapie zur Krebsbehandlung
kommt eine Leukopenie praktisch immer zustande.
Bei einer Strahlentherapie kann es je nach Ausdehnung des Strahlenfeldes gelegentlich zu einer Leukopenie kommen.
Eine zu große Milz (Splenomegalie, z. B. im Rahmen einer Leberzirrhose) kann ebenfalls zu einer Leukopenie führen.
Leukozyten

Auf einer anderen Seite steht:

... Andere Bedingungen wie Erkrankungen der Schilddrüse (besonders über aktive Schilddrüse Drüsen), aplastische Anämie, rheumatoide Arthritis, parasitären Befall, Vitaminmangel, mineralische Mängel von Kupfer und Zink Typhus, Malaria, Grippe, Dengue-Fieber, Rickettsienimpfstoffen-Infektionen, Tuberkulose usw....
www.news-medical.net/health/Leukopenia-Causes-

Da Du ja unter Angst leidest, wäre zu überlegen, ob der Ansatz der orthomolekularen Medizin da evtl. helfen könnte? Da könnte eine HPU/KPU eine Rolle spielen:

... Auffälliges Verhalten:
Pyrroluriker sind nicht belastbar, alles ist zu viel, sie sind träge, phlegmatisch, chaotisch, hektisch, oder haben Angst, Panik, Depressionen, Suizidgedanken (Suizidgefahr!), Halluzinationen, Unwirklichkeitsgefühl, Wahrnehmungsstörungen....
Pyrrolurie- das missing link?
Freie Heilpraktiker e.V. Kryptopyrrolurie KPU

Im zweiten LInk wird Dr. Kuklinski genannt, über den es hier im Forum und im Wiki viele Infos gibt.

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune

Windpferd

Hallo Somat,

ob Du KPU (Kryptopyrrolurie) / HPU (Hämopyrrollaktamurie) hast - bei Amalgambelastung sehr wahrscheinlich - kann das Labor GanzImmun in Mainz feststellen (aus dem 24-Stunden-Urin, m.W.; zur Sicherheit anrufen).

Falls ja, sollte man zu Vermeidung weiterer Störungen ca. 25 mg Zn, 5 mg Mn und 50 - 100 mg Vit. B6 einnehmen. (Gibt auch ein Kombinationspräparat bei GanzImmun namens Depyrrol.)

Grad hab ich einen Thread-Titel gelesen: "Der Königsweg bei Angst-/Panik-Attacken ist das Verstehen." Bitte fall auf solchen Unsinn nie rein: Wenn einer kurzsichtig ist, bringt das "Verstehen" der Ursachen (die, nebenbei, kaum zu ermitteln sind) gar nichts - er braucht eine gut angemessene Brille. Sonst lebt er sehr gefährlich. Der Königinnenweg ist vielmehr das kluge Handeln trotz der / gegen die Angst; dazu braucht man sehr gute Anleitung und Ermutigung. Das nennt man Verhaltenstherapie. Wir SIND, was wir TUN - nicht was wir uns ausdenken (und dann "Verstehen" nennen.) Hinter der Versteherei steckt häufig existentielle Faulheit. Physische evtl. auch.

Alles Liebe,
Windpferd
 
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Hallo Oregano, Hallo Windpferd,
Vielen Dank für die interessanten Infos. :)
Gruss Somat
 
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bei Ängsten und Panikattacken, denen eine Traumatisierung zugrunde liegt (und leider nicht nur dort), dürfte "Standard"-Verhaltenstherapie so richtig "nach hinten losgehen"

Hallo Paule
Warum denkst du das?
Ist eine voran gegangene schwere Lungenentzündung (danach hat es mit der Angststörung begonnen) und ein zusätzlicher BurnOut eine Traumatisierung?
Gruss Somat
 
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Hallo Somat,

abgesehen von den Überlegungen, ob eine Verhaltenstherapie bei einer Traumatisierung nutzen kann, würde ich erst einmal an die möglichen Mängel an Vitaminen und Spurenelementen denken, die durch eine schwere Krankheit natürlich auch entstehen können. Außerdem kann großer Stress auch Organe und u.a. Enzyme in ihrer Funktion verändern, was bedeutet, daß STress schlecht verarbeitet werden kann. Wahrscheinlich hast Du auch starke Medikamente bekommen, die ja nicht nur positive Wirkungen haben.
(Du hast ja einen bekannten "Mittraumatisierten", den Georg Michael)

Wer hat die Diagnose "Traumatisierung" gestellt? Was hast Du an Möglichkeiten, dagegen anzugehen?

Schotterblume e.V.
https://www.symptome.ch/vbboard/psy...soziative-identitaetsstoerung.html#post506457
Nach Trauma hilft schnelle Therapie
Traumatherapie: Erinnerung, lass nach | Wissen | ZEIT ONLINE

Grüsse,
Oregano
 
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Wer hat die Diagnose "Traumatisierung" gestellt? Was hast Du an Möglichkeiten, dagegen anzugehen?

Grüsse,
Oregano[/QUOTE]

Hallo Oregano
Paule hat von Traumatisierung geschrieben. In der Klinik wurde sowas mal angedeutet. Allerdings nur von einem Therapeuten (empfahl mir eine spezielle Traumaklink). Eine andere Therapeutin empfahl mir auch Verhaltenstherapie und Körpertherapie.
Ich bin unsicher ob ich jetzt ambulant eine Verhaltenstherapie mache oder stationär in eine Traumaklinik oder doch lieber BurnOut Klinik? Alles verworren. Ich denke ich muss daheim erstmal zurecht kommen mit Frau und Kind und dann weiter sehen. Ich war jetzt zu lange falsch stationär...
Gruss Somat
 
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Hallo Somat,

haben sich denn Deine Herzbeschwerden (Herzneurose) verbessert? Ist auch die Schilddrüse entsprechend abgeklärt worden mit sämtlichen Werten (TSH, fT3, fT4, TPO-Ak, TG-Ak, TRAK + Ultraschall)?
Wenn nicht, wäre es sicher kein Fehler, das machen zu lassen (Facharzt: Endokrinologe/Nuklearmediziner), ebenso wie die Nebennierenwerte wie z.B. ein Cortisol-Tagesprofil. Denn Cortisol erschöpft sich bei langem Stress und kann ihn entsprechend nicht mehr abbauen helfen.
Cortisol Aktivitätshormon :: Gesundheit & Prävention ::

Vielleicht findest Du hier für mehr Stabilität auch noch Anregungen:
Herzbeschwerden - Herzneurose | Natürlich behandelt
Nervenschwäche (Neurasthenie) Definition - Symptome - Behandlung

Grüsse,
Oregano
 
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