Kosten-Nutzen-Bewertung bei Arzneimitteln

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Hallo, einen Gruß an alle,

mal unabhängig wie man grundsätzlich zu (sogenannten) schulmedizinischen Behandlungsansätzen steht: sollte das nicht schon im September 2009 begonnen haben?
Von September an sollen in Deutschland erstmals Kosten-Nutzen-Bewertungen von Arzneimitteln vorgenommen werden. Darauf verwies der Chef des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), Peter Sawicki nach einer Sitzung des Gemeinsamen Bundesausschusses in Berlin. Dies sei ein „neuer Abschnitt für das Gesundheitswesen in Deutschland“, sagte der Institutsleiter
Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "GBA stellt Weichen für Kosten-Nutzen-Bewertung – Erster Auftrag im September"

Nicht jedes neue Arzneimittel, das teuer ist, ist auch besser. Neue Arzneimittel müssen sich deshalb an ihrem Nutzen und an ihren Kosten messen lassen. Die gesetzliche Krankenversicherung soll Mehrkosten für neue Therapien nur bezahlen, wenn sie bessere Behandlungserfolge für Patientinnen und Patienten sichern. Durch eine Kosten-Nutzen-Bewertung wird für alle alle Patientinnen und Patienten der unmittelbare Zugang zu neuen, besseren Arzneimitteln und zu wirksamen diagnostischen und therapeutischen Verfahren garantiert.
Bundesministerium für Gesundheit - Kosten-Nutzen-Bewertung bei Arzneimitteln (bmg.bund.de/nn_1605522/SharedDocs/Standardartikel/DE/AZ/K/Glossarbegriff-Kosten-Nutzen-Bewertung-bei-Arzneimitteln.html)

Herzliche Grüße von
Leòn

Siehe hierzu auch:
https://web.archive.org/web/2010112...nte/analysen/2009/kosten-nutzen-bewertung.pdf
 
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Hey Leon,
danke für diesen Beitrag. ich hatte vor, nachdem ich mit einem Arzt über LND(lowdosenaltrexon) gesprochen hatte, und er auch der Ansicht war, das die Wirksamkeit den Behörden mitgeteilt weden sollte, einen Brief zu verfassen.

Es ist nämlich so, das Naltrexon in der Preisklasse von Aspirin liegt, während eine Monatspackung Interferon schlappe € 1.664,- kostet. Interferon reduziert bei einem Drittel der Multiple Sklerose Patienten die Schubrate um ein Drittel (aber auch nur bei denen wo es überhaupt anschlägt).

In vier Jahren in denen MS Patienten in den USA mit LDN behandelt wurden, traten überhaupt gar keine Schübe auf, ja es kam teilweise innerhalb der ersten paar Tage und Wochen zu Verbesserungen.

Die Patente von Naltrexon sind allerdings abgelaufen, und darum wird auch kein Pharmakonzern in Studien mit LDN investieren, weil sich diese niemals refinanzeren würden, da ja jeder, auch Ratiopharm, inzwischen Naltrexon herstellen und vertreiben darf.

Die DMSG (Deutsche MS Gesellschaft) wird wiederum von der Firma Merck unterstützt, deren Haupteinnahmequelle das Interferon ist.

Hier könnte den MS Patienten geholfen, und die Krankenkassen entlastet werden.

Gruß
Tanja
 
Ich hoffe, dass diese Wirtschaftskrise, die die Welt am Ueberwinden ist, die Regierungen zwingt, Generika und natürliche Mittel/Zusätze mehr zu beachten. Leider sind in den meisten grossen Organisationen und Regierungen Leute drin, deren Hauptinteresse Eigenprofit ist. Natürlich kann man es keiner Firma übelnehmen, wenn sie zuerst ihren eigenen Interessen/Angestellten etc. schaut, aber irgendwie ist die ganze Situation schief, Wirtschaft, Profit ist grösser geschrieben, als Humanität, aber nur eine gesunde Bevölkerung stärkt die Wirtschaft. Eine kranke schwächt sie. Die LDNNow-gruppe mit Basis in Grossbritannien, aber mit dem Potenzial, weltweit zu agieren, haben seit ein paar Tagen eine offene Petition an das europäische Parlament, Tests und Forschung für/von LDN (low dose naltrexone) zu finanzieren.
Sie kann hier unterschrieben werden LDN Petition to the European Parliament
LDN ist ein generisches Mittel, das allen Leuten mit Autoimmunkrankheiten hilft, weil es das Immunsystem reguliert. Immer öfters zeigen sich auch grosse Erfolge in Krebserkrankungen, Leute, die monatelang, jahrelang nach ihrem Todesurteil noch leben. (google Dr. Burt Berkson)
L G Silv
 
In Deutschland prüft Peter Sawicki, Leiter des Kölner Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) die Wirksamkeit von Medikamente. Sein Urteil kann der Pharma sehr viel Geld kosten, dafür werden Patienten aber geschützt. Es besteht jedoch die Gefahr, dass diese Kontrollinstanz von der Bundesregierung demnächst abgeschafft wird.

Näheres unter Pharmaindustrie: Wirbel um Sawicki | Frankfurter Rundschau - Wirtschaft
 
"
Manche Hersteller verdrehen Tatsachen, bestechen Wissenschaftler, kaufen Zeitungsartikel und verschweigen unliebsame Ergebnisse von Experimenten", so Sawicki zur FR. "Ich kämpfe für das Vertrauen der Menschen in die Pharmaindustrie, das sie in den vergangenen Jahrzehnten verspielt hat." Inzwischen sei die Skepsis der Patienten gegenüber der Pharmaindustrie so groß, dass sie sogar manchmal wichtige Medikamente nicht einnehmen würden.
Ist dieses Verdrehen von Tatsachen nur den Patienten nicht bewusst, oder sogar unseren Aerzten? Glauben die der Pharma blind? Ich las diese Woche so etwas über Gabapentin.
LG Silv
 

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