WARNUNG: vor neuen Gerinnungshemmern wie Xarelto, Pradaxa

Obwohl die neuen Gerinnungshemmer offenbar immer häufiger verschrieben werden, gibt es weiter Einwände gegen sie, und es gibt natürlich auch Einwände gegen diese Einwände ;):o):

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Die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) sind dabei, den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) in der Indikation nicht valvuläres Vorhofflimmern den Rang abzulaufen. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) rät in einem aktuellen Leitfaden allerdings zu einem zurückhaltenden Einsatz.
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Die AkdÄ weist jedoch darauf hin, dass höhere Plasmakonzentrationen von Dabigatran und Edoxaban mit einem erhöhten Blutungsrisiko einhergehen und dass das vermutlich für alle DOAK zutrifft.
Ein Monitoring würde daher wohl auch bei den DOAK die Therapiesicherheit verbessern und sei bei speziellen Patientengruppen sogar zu fordern, zum Beispiel bei älteren Patienten, Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz, bei vorübergehenden schweren Begleiterkrankungen oder in Notfallsituationen. Eine Überwachung des gerinnungshemmenden Effekts ist aber bei den DOAK mit Routinetests nicht möglich.
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Beim Edoxaban nimmt die Wirksamkeit mit steigender Kreatinin-Clearance ab, der Wirkstoff ist laut FDA ab 95 ml/min sogar kontraindiziert. Daher ist die Anwendbarkeit schon bei normaler Nierenfunktion eingeschränkt, so die AkdÄ. Edoxaban scheine daher »für den Alltag nicht geeignet« zu sein.

Muss die Wirkung schnell aufgehoben werden, gibt es nach wie vor für die meisten DOAK noch kein spezifisches Antidot. Lediglich Dabigatran lässt sich mit dem im vergangenen Jahr zugelassenen Idarucizumab (Praxbind®) antagonisieren.
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Pharmazeutische Zeitung online: Leitfaden: DOAK zurückhaltend einsetzen

Grüsse,
Oregano
 
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Im letzten arznei-telegramm ist zu lesen:

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STEVENS-JOHNSON-SYNDROM UND AGRANULOZYTOSE UNTER RIVAROXABAN (XARELTO)

In der Schweiz informiert die Firma Bayer über das sehr seltene, jedoch potenziell lebensbedrohliche Risiko für STEVENS-JOHNSON-Syndrom und Agranulozytose unter dem oralen Antikoagulans Rivaroxaban (XARELTO). Basierend auf Spontanmeldungen wird pro 10.000 Patientenjahre eine Berichtsrate von 0,04 für die schwere Hautreaktion und 0,03 für Agranulozytose angegeben (1). Unseres Erachtens dürfte allerdings von einer nicht unerheblichen Dunkelziffer nicht berichteter Ereignisse auszugehen sein. Patienten sollen über mögliche Anzeichen und Symptome informiert werden und bei Auftreten ihren Arzt kontaktieren (1).

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA überblickt 34 Verdachtsberichte zu STEVENS-JOHNSON-Syndrom unter dem Faktor-Xa-Inhibitor sowie 24 zu Agranulozytose, davon 4 mit tödlichem Ausgang (2). In den USA sind beide Schadwirkungen seit der dortigen Zulassung 2011 bereits in der Produktinformation gelistet (3), während hierzulande in den Fachinformationen bislang ein Hinweis darauf fehlt (4).
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Newsletter vom 19.1.2017
https://www.arznei-telegramm.de

Mehr zum Stevens-Johnsons-Syndrom:
https://www.uniklinik-freiburg.de/h...r-hautreaktionen/krankheitsbilder.html#c16659
MSD Manual

Grüsse,
Oregano
 
Danke Clematis, für die ausführlichen Recherchen. Das ist alles sehr bedenklich :(

Ich möchte gerne als Tipp hierlassen, für da wo es passt, Omega3s in Überdosen haben Blutungen als mögliche Nebenwirkung. Ich bin darauf gestoßen, als ich selber ständig Nasenbluten bekam und nutze das für mich als einen Weg, mein Blut etwas dünner zu machen.

LG Samia
 

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