WARNUNG: vor neuen Gerinnungshemmern wie Xarelto, Pradaxa

Clematis

Hallo,

ich habe hier schon verschiedentlich zu Marcumar, Nattokinase, Xarelto, Pradaxa und Co. geschrieben. Da immer mehr Ärzte versuchen ihre Marcumar-Patienten auf Xarelto, Pradaxa und weitere neue Medikamente umzustellen, möchte ich nochmals davor warnen, diese Vorschläge ungeprüft einfach zu akzeptieren.

Das Hauptargument der Ärzte gegenüber dem Patienten lautet: "dann brauchen Sie den INR nicht mehr zu überprüfen!" Klingt gut, nicht wahr? Vor den Folgen einer solchen Vorgehensweise, warnen die Ärzte seltsamerweise aber nicht.

Wer sich bereits mit Marcumar behandelt, weiß wie wichtig es ist den INR ständig zu überwachen. Wird der Wert zu hoch, können Blutungen entstehen, die schlimmstenfalls tödlich verlaufen könnten. Weil bei Marcumar eine regelmäßige Prüfung des INR möglich ist, kommt es selten zu Blutungen. Außerdem kann man jederzeit überprüfen, ob andere Medikamente, NEMs, Nahrung usw. den eigenen INR beeinflussen oder nicht.

Wenn nun bei Blutgerinnungshemmern wie Xarelto, Pradaxa usw. diese Messung gar nicht durchgeführt wird bzw. werden kann, weiß man nie, wann eine Blutungsgefahr im Entstehen ist. Keine Messung ist ein Nachteil - das ist Russisches Roulette und höchst gefährlich!!! 2014 erhielt das BfArM 1.996 Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen, darunter 161 Todesfälle allein für Xarelto. Die Dunkelziffer ist bei den Arztmeldungen erfahrungsgemäß hoch, daher dürften es weit mehr sein. Pradaxa und weitere neue Gerinnungshemmer sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt.

Ein weiterer Nachteil dieser neuen Gerinnungshemmer ist, daß es dafür keine Gegenmittel gibt! Hat man einen Unfall und blutet deswegen stark, kann man bei Marcumar mit hochdosiertem Vitamin K gegensteuern. Da Vitamin K aber vergleichsweise langsam wirkt, gibt es zusätzlich noch ein weiteres starkes Gerinnungsmittel, daß bei den verschiedenen Gerinnungsfaktoren ansetzt und sofort wirkt. Gegen Xarelto, Pradaxa usw. gibt es keinerlei Gegenmittel! Bei einem Unfall mit schweren Blutungen gibt es keine Möglichkeit die Blutungen zu stoppen - und um sich auszumalen, was das bedeutet, dazu braucht man nicht viel Phantasie.

Es liegt mir völlig fern, hier Werbung für Marcumar zu machen, denn auch Marcumar hat Nebenwirkungen. Doch hier haben wir es mit einem erprobten Medikament zu tun, dessen Funktionsweise und Nebenwirkungen inzwischen wohlbekannt sind, es ist steuerbar mittels INR und es gibt Gegenmittel dazu.

Die Pharma betreibt ein flächendeckendes, aggressives Marketing/Werbung für die neuen Mittel und hat inzwischen viele Ärzte als "Kooperationspartner" gewonnen. Warum diese neuen Gerinnungshemmer derart gefördert werden erklärt sich schon durch den Preis: Marcumar kostet monatlich Euro 4,80, Xarelto hingegen Euro 100,50 monatlich. Hier werden ungeachtet der hohen Risiken für den Patienten völlig überteuerte Präparate gewaltsam in den Markt gedrückt.

Obwohl meine Ärztin sehr kritisch war, hatte man auch sie derart intensiv bearbeitet, daß sie mir vorschlug auf Xarelto umzusteigen, als ich Marcumar noch verwendete. Mir reichte schon, daß sie von einem neuen Medikament sprach, um gleich abzulehnen. Als Versuchskaninchen wollte ich nicht dienen, und das sind wir bei neuen Medikamenten immer. Die Studien umfassen meist nicht genug Probanden und dauern nicht lange genug, um alles über ein neues Medikament in Erfahrung bringen zu können. Das bedeutet, daß erst bei Markteinführung mit Tausenden oder Hunterttausenden Anwendern die tatsächlichen Nebenwirkungen in vollem Umfang ans Tageslicht kommen. Das zeigt sich jetzt wieder einmal bei Xarelto und trotz der Todesfälle unternimmt das BfArM nichts! Rein gar nichts! Wundern braucht man sich darüber nicht, stammen dessen Mitarbeiter doch größtenteils aus der Pharma - Drehtür-Korruption!

Nachstehend eine Mail von der CBG, die mich veranlaßte, dieses Thema hier nochmal in den Vordergrund zu rücken.

Presse Information vom 13. Mai 2015
Coordination gegen BAYER-Gefahren
Bundestag: Anfrage zu Gefahren neuer Gerinnungshemmer (NOAKs) „Regierung verharmlost Risiken von XARELTO“
Diese Nachricht bei Facebook/Twitter streuen: <http://www.cbgnetwork.org/6093.html> www.cbgnetwork.org/6093.html

Im Jahr 2014 erhielt das „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte“ (BfArM) 1.996 Meldungen über unerwünschte Arznei-Wirkungen des Gerinnungshemmers XARELTO. Darunter waren – zumeist nach schweren Blutungen – 161 Todesfälle. Ein alarmierender Befund, auch wenn dem BfArM zufolge ein Kausalzusammenhang im Einzelfall nicht immer belegt ist.

Die Bundesregierung hingegen verharmlost in ihrer <http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/047/1804701.pdf> Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei die Risiken des Präparats. Das mit der Beantwortung beauftragte Bundesgesundheitsministerium spricht weiterhin „von einer derzeit positiven Nutzen/Risiko-Relation“ und sieht keinen Handlungsbedarf. Auch die Tatsache, dass es zu XARELTO im Gegensatz zur Standard-Therapie mit Marcumar kein Gegenmittel gibt, um Blutungen zu stoppen, ist für die Regierung kein Anlass zur Beunruhigung.

Selbst die negative Einschätzung der Arzneimittel-Kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), wonach XARELTO und andere neue Gerinnungshemmer (NOAKs) gegenüber älteren Präparaten keine Therapie-Vorteile bieten, kann die Große Koalition nicht von ihrem Standpunkt abbringen. Zu dem Urteil des AkdÄ-Vorsitzenden Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, das von der Firma BAYER verkaufte Präparat verdanke seinen Erfolg nur dem aggressiven Marketing, liegen dem Ministerium „keine belastbaren Informationen vor“. Nicht einmal die hohen Kosten von 100,50 Euro im Monat gegenüber 4,80 Euro bei Marcumar lassen die Regierung auf Distanz zu dem Gerinnungshemmer gehen.

„Für die meisten Patientinnen und Patienten besitzen die neuen Gerinnungshemmer keinen Zusatznutzen gegenüber bewährten Präparaten. Wer trotz des Gefährdungspotenzials und der hohen Kosten zu Medikamenten wie XARELTO hält, der kapituliert vor der Macht der Pharma-Industrie“, kritisiert Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren. Im Jahr 2008 hatten die Kosten für Gerinnungshemmer noch bei insgesamt 68 Millionen Euro gelegen. Im vergangenen Jahr verzehnfachten sich die Gesamtkosten auf gut 675 Millionen Euro. Auch Krankenkassen wie die TK <https://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/politik/716434> monieren deshalb die medizinisch nicht gerechtfertigten Verschreibungszahlen.

Die Internistin Dr. Sigrid Süßmeyer pflichtet Mimkes bei: „Die Bundesregierung hat die Tragweite des Problems offenbar nicht verstanden. Etwa zehn Prozent aller Personen über 80 Jahren leiden unter Vorhofflimmern, allein in Deutschland ca. eine Million Menschen. Sie alle benötigen zur Schlaganfallprophylaxe einen Gerinnungshemmer. Die Industrie macht keinen Hehl daraus, dass die NOAKs hierfür als neuer Standard durchgedrückt werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Risiken banalisiert und verharmlost.“

Dr. Süßmeyer verweist auf schlechte Erfahrungen, die sie in ihrer Praxis mit XARELTO gemacht hat. Neun von 14 PatientInnen erlitten Blutungen, einer verstarb. Mit Vitamin-K-Antagonisten gab es diese extremen Probleme nicht. „Seit über 20 Jahren behandele ich mit Marcumar ohne diese Flut von Komplikationen“, so Dr. Süßmeyer weiter. Die Ärztin fordert ein industrie-unabhängiges Register zur sicheren Erfassung der Nebenwirkungen von Marcumar und von neuen Gerinnungshemmern wie XARELTO oder PRADAXA. Zudem verlangt sie spezielle Verträglichkeitsstudien mit älteren PatientInnen, da bei dieser Gruppe das Blutungsrisiko am höchsten ist.

weitere Informationen: * Antwort der Bundesregierung: <http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/047/1804701.pdf> http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/047/1804701.pdf

Meine Anmerkung: folgende Seite und darin enthaltene Links bitte unbedingt ansehen, bevor man sich zu den neuen Gerinngungshemmern überreden läßt:

Informationen zu Xarelto: <http://www.cbgnetwork.org/4725.html> www.cbgnetwork.org/4725.html

Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. (CBG)
Postfach 15 04 18
40081 Düsseldorf
Fon 0211 - 33 39 11 Fax 0211 - 33 39 40
eMail <mailto:[email protected]> [email protected]
Internet <http://www.cbgnetwork.org/> www.cbgnetwork.org

Gruß,
Clematis
 
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Danke für die Warnung Clematis. Immer wieder das Gleiche. Nicht nur legales, sondern staatlich unterstütztes Gangstertum.

Meine Mutter bekommt seit letztem Jahr das kleinere Übel Marcumar statt des vorherigen Xarelto.. nachdem mir das zu Ohren gekommen ist.

Aber eine für dich überzeugende Alternative zu Marcumar hast du anscheinend auch noch nicht wirklkich gefunden ? Ich dachte schon mal an Nattokinase ggf. in Verbindung mit anderem, aber da gibts halt wenig Erfahrungen und keine Studien (logisch) ..

Übrigens konnte das Vorhofflimmern nicht mehr nachgewiesen werden, seitdem sie sich 2x/ Wo das Herz 5 Min. mit ihrem Diadens behandelt. Nur.. wenns einmal aufgetreten war traut sich niemand, Gerinnungshemmer abzusetzen. Ich auch nicht so wirklich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Clematis

Aber eine für dich überzeugende Alternative zu Marcumar hast du anscheinend auch noch nicht wirklkich gefunden ? Ich dachte schon mal an Nattokinase ggf. in Verbindung mit anderem, aber da gibts halt wenig Erfahrungen und keine Studien (logisch) ..
Hallo Zui,

für mich persönlich schon - dabei geht es darum weitere Thrombosen mittels Gerinnungshemmung zu verhindern. Ich verwende Nattokinase jetzt seit ca. 3 Jahren und alles ist OK. Studien gibt es schon eine ganze Menge, siehe Links unten.

Der Unterschied zu Vorhofflimmern ist m.E. aber, daß eine weitere Thrombose im Bein z.B. zwar riskant ist, aber keine unmittelbare Lebensgefahr bedeutet - abgesehen von einer Lungenembolie, die dabei auftreten könnte. Da konnte ich dann für mich, und nur für mich, entscheiden, das Risiko ist klein genug im Vergleich zu den erheblichen Nebenwirkungen von Marcumar, soweit sie mich betreffen.

Entsteht aber im Herzen ein Gerinnsel kann das weit schwerwiegendere Folgen haben. Aus den u.g. Studien geht hervor, daß Nattokinase auch bei Vorhofflimmern eingesetzt wird - eigentlich logisch. Ich kann aber nur davon ABRATEN, wenn es nicht von einem Arzt kontrolliert wird!

Hast Du Dir auch folgende Threads angeschaut?
http://www.symptome.ch/vbboard/erfolgsberichte/107023-marcumar-nattokinase-thrombosen.html
http://www.symptome.ch/vbboard/gesu...-gesundheitliche-aufklaerung-nattokinase.html

Insbesondere dies:
http://www.bermibs.de/fileadmin/pdf/naturarzt_und_anderes/nattokinase-focus.pdf
Die Firma Deltastar, NL, vertreibt dieses Präparat in einer Variante für Allergiker europaweit. Vielleicht können sie Dir einen Arzt nennen, der es verwendet und Erfahrung damit hat. Ein Telefonat wäre dabei sicher besser als eine Mail.

Weitere Links (stehen hier teils schon):
Nattokinase
engl. - sehr ausführlich
Welcome to NATTO-NATTOKINASE.COM (Klinische Studien)
Welcome to NATTO-NATTOKINASE.COM (fibrinolytische Wirkung)
Welcome to NATTO-NATTOKINASE.COM (Forschung)
Nattokinase Information and Research (Was ist Nattokinase)
JAFRA�F“ú–{�H•i‹@”\Œ¤‹†‰ï (unten Studien Referenzen)
Nattokinase—The Natural Blood Thinner |Â*Smart Publications (natürlicher Blutverdünner)
http://gordonresearch.com/articles_cardiovascular/landmark_dev_for_cardio_dis.html (Forschung)
http://www.chelationtherapyonline.com/GarryGordon/KarlLorenResearch/p4.html (unten weitere Studien)

Gruß,
Clematis
 

Clematis

Einen interessanten Artikel habe ich derweil noch gefunden ---> http://www.naturheilpraxis-hollmann.de/Nattokinase.pdf
Hallo Zui,

das ist das Focus-PDF, das ich verlinkt habe - aber doppelt genäht hält besser, weil die deutsche Version im Netz schwer zu finden ist.

PlusMinus brachte am 21.1.2015 einen Beitrag zu diesen Blutverdünnern. Für 2014 werden dort 2.673 Nebenwirkungensmeldungen, 244 Todesfälle angegeben! Statt 1.996 NWs bzw. 161 Todesfälle bei CBG.

Der PlusMinus Bericht hier:
Video: Medikamente: Teure neue... - Plusminus - ARD | Das Erste
Wenn er im 1. verschwindet, auch hier:


Gruß,
Clematis
 
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... Antidot & Antikoagulation - Das neue Sicherheitslevel in der Antikoagulation?
Zu den entscheidenden Vorteilen Nicht-Vitamin-K-abhängiger oraler Antikoagulantien (NOAK) gegenüber Vitamin-K-Antagonisten gehören die geringe Rate intrakranieller Blutungen, die mindestens gleich gute Verhinderung ischämischer Ereignisse, die geringere Interaktion mit anderen Medikamenten und Nahrungsmitteln sowie die einfachere Handhabung. In Fach- und Laienpresse wurde jedoch das Fehlen von Antidote für den Fall von schweren Blutungen beanstandet. In der Online-Fortbildung stellt PD Dr. Dr. Stephan Schirmer die in Entwicklung befindlichen Antidote vor. Aktuelle Studien haben bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt.
...
Fortbildung: Antidot & Antikoagulation - Das neue Sicherheitslevel in der Antikoagulation? | mediakademie.de

Hier gibt es ein Video dazu:
Fortbildungen Antikoagulation - CME-zertifiziert & kostenlos

Grüsse,
Oregano
 

ullika

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Aber eine für dich überzeugende Alternative zu Marcumar hast du anscheinend auch noch nicht wirklkich gefunden ....
Kann man sein Blut nicht einfach mit frischem Knoblauch, Zitronensaft, Magnesiumchorid und Niacin dünn halten?
 

Clematis

Hallo Oregano,

wie Du Dir sicher denken kannst, habe ich mir das Video genau angesehen. Ein Anti-Dot für die neuen Gerinnungshemmer zu entwickeln, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das löst aber nicht das Problem, daß eine fortlaufende Kontrolle als unnötig erachtet wird und weiterhin außen vor bleibt.

Einige Fehler bzw. Verwirrung stiftende Aussagen bei dem Vortrag sind mir aufgefallen:

1. Ständig sagt Dr. Schirmer es gäbe für Marcumar/Warfarin kein Anti-Dot, erst zwischendurch mal, kommt dann heraus, daß es dieses doch gibt. Vitamin K braucht zu lange, um bei Notfällen, d.h. einem sofort notwendigen operativen Eingriff von Nutzen zu sein. So weit richtig. Bei akuten Notfällen stehen jedoch Konzentrate aus Gerinnungsfaktoren zur Verfügung, eines davon ist PPSB, soweit ich mich erinnere kostet eine einzige Anwendung um € 1.200.-. Dieses, wird später gesagt, wirke auch bei den neuen Gerinnungshemmern. Aber warum muß dann speziell eines für die Neuen entwickelt werden? Dr. Schirmer hebt aber hauptsächlich darauf ab, es gäbe kein Anti-Dot für Marcumar/Warfarin. Der Grund scheint offensichtlich, denn für die Neuen gibt es dieses "noch" nicht und deshalb werden sie oft nicht verschrieben.

2. Er behauptet es sei sehr schwer den INR zwischen 2 und 3 zu halten. Ich habe Marcumar für fast 3 Jahre genommen, mit eigenem Meßgerät abgestimmt. Dabei habe ich noch nicht mal sonderlich darauf geachtet, ob ich viel Vitamin-K-haltiges gegessen habe. Dennoch war es ganz einfach innerhalb dieses Meßbereichs zu bleiben. Bei den Neuen findet diese Kontrolle überhaupt nicht statt, was erwiesenermaßen schon häufiger zu Blutungen geführt hat. Ursprünglich waren die Neuen nur für den Einsatz nach ganz bestimmten und wenigen Operationen gedacht - etwa am Knie - dabei kam es zu starken unerwünschten Blutungen. Dies wird mit keinem Wort erwähnt.

3. Während bei Marcumar bekannt ist, daß es ganz am Anfang der Gerinnungskaskade wirkt - schaltet Vitamin K sozusagen aus, wird nicht berichtet wo die Neuen ansetzen. Bei Nattokinase wird erst bei den Fibrinen angesetzt, die fast am Ende der Kaskade liegen und die übrigen Gerinnungsfaktoren daher unberührt läßt.

4. Bezieht er sich auf Meta-Analysen. Hierbei werden verfügbare Studien gesammelt und ausgewertet. Zu Studien verweise ich der Einfachheit halber auf Kates Sammlung. Bei Meta-Analysen sind die Manipulationen noch gravierender, was bei der Auswahl der Studien beginnt, die eingeschlossen werden. Beliebt ist hier aufgrund fragwürdiger Kriterien das Aussortieren von Studien, die das gewünschte Ergebnis ins Gegenteil verkehren könnten.

5. Soweit sich Dr. Schirmer sehr häufig auf die Studien für die Zulassung bezieht ist anzumerken, daß sie alle von den Herstellern durchgeführt wurden UND, daß dabei heftig manipuliert wurde. Andernorts bereits verlinkt ist, daß bei diesen Vergleichsstudien Neue v/s Warfarin, die Dosierung von Warfarin durchweg falsch angesetzt wurde, daher bei Warfarin mehr Blutungen und Komplikationen als bei den Neuen. So einfach geht das ...

6. Bei den gezeigten Tabellen erzählt er viel Positives über die Neuen, doch aus den Tabellen ist das nur in Einzelfällen ersichtlich, die meisten sind nichtssagende Ausschnitte, bei denen die wichtigsten Angaben schlicht fehlen. Nämlich die Namen der Medikamente, die verglichen werden u.a.m.

7. Lt. Dr. Schirmer können sich bei den Neuen Reste des Medikaments im Darm ansammeln, die dann ins Blut übergehen und in einem begrenzten Bereich Blutungen verursachen. Wie gefährlich das sein kann, da unbemerkt ablaufend, darauf geht er nicht ein. Gibt hingegen zu, daß dies bei Marcumar/Warfarin nicht geschehen kann. Das wirft für mich abermals die Frage auf, was die Neuen mit unserem Blut machen und wo sie ansetzen?

8. Zu den Anti-Dots, die entwickelt werden zeigt er eine Tabelle aus der hervorgeht, daß es mindestens 11,4 Stunden dauert bis dieses die Gerinnungshemmung der Neuen stoppt. Viel zu lange, um bei einer Not-OP von Nutzen zu sein. Öfter erwähnt er, daß die Kosten für dieses Anti-Dot sehr hoch sind, ohne aber einen Preis zu nennen. Soll es etwa wie PPSB auch um die € 1.200 kosten?

9. Angesichts der bereits vorliegenden Konzentrate aus Gerinnungsfaktoren stellt sich die Frage, sofern PPSB bei den Neuen ebenfalls wirkt, wie Dr. Schirmer behauptet, warum dann überhaupt noch nach weiteren Anti-Dots gesucht wird und nun in beschleunigten Verfahren über die FDA und EMEA zugelassen werden sollen. Beschleunigtes Verfahren bedeutet gleichzeitig eine weniger gründliche Untersuchung seitens der Zulassungsstellen - bei Fehlern trägt letztlich der Patient das Risiko. Und das für ein Anti-Dot, das 11,4 Stunden länger bis zur Normalisierung der Gerinnung braucht als PPSB?

10. Die Seite mit Fortbildungen, auf der dieses Video läuft, wird von Boehringer geführt oder gesponsort. Boehringer ist der Hersteller von Pradaxa, eines der sog. NOAK bzw. neuen Gerinnungshemmer. Und das Video kann leicht mit einem Werbefilm verwechselt werden, der einen der beiden Hauptnachteile der Neuen aus dem Weg räumen soll. Die fehlende laufende Kontrolle bleibt als Nachteil erhalten und ist meines Erachtens der gefährlichere bei solch gravierend in die Gerinnung eingreifenden Medikamenten. Von der Pharma gesponserte Schulungen sind generell auch Werbeveranstaltungen für die eigenen Medikamente (Nebenwirkungen bleiben außen vor oder werden bagatellisiert).

Ach ja, und Nattokinase wirkt erst gegen Ende der Kaskade, wirkt nur 12 Stunden lang. Ein Anti-Dot, das erst nach 11,4 Stunden wirkt ist da wohl auch keine Hilfe? Für Notfälle steht aber auch hier PPSB zur Verfügung. Und wie aus vielen Berichten hervorzugehen scheint gibt's keine überraschenden Blutungen, keine Nebenwirkungen. Jedenfalls sind mir in inzwischen fast 5 Jahren Anwendung keine untergekommen. Aber ich vergaß, das ist kein evidenzbasierter wissenschaftlicher Beweis? Welch hochtrabende Bezeichnung für manipulierte Studien sich doch finden lassen. Meinetwegen ... Mir geht's aber gut dabei, was mit Marcumar nicht der Fall war. Hier ist ein Versuchskaninchen, das für die Neuen NICHT zur Verfügung steht ;)!

Liebe Grüße,
Clematis
 
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Danke fürs einstellen, Oregano

und vielen Dank für deine Zusammenfassung, Clematis.

Mein Vater nimmt ja auch so einen neuen Gerinnungshemmer und ich finde es fatal, dass nicht zwischendurch geprüft wird, ob der INR in Ordnung ist.
Dass jetzt ein Antidot entwickelt wurde, zeigt auch, dass es Handlungsdruck gab.
Allerdings ist eine Wirkung nach 11,4 Std. wirklich zu lange.

Hallo Ullika,
Kann man sein Blut nicht einfach mit frischem Knoblauch, Zitronensaft, Magnesiumchorid und Niacin dünn halten?
ich denke auch, dass es noch andere andere Möglichkeiten gibt, sein Blut dünn zu halten, nur wenn jemand Vorhofflimmern hat oder andere Herzprobleme dann machen dass die Ärzte nicht mit. Wer will da schon ohne Kardiologen dastehen!
 
Zuletzt bearbeitet:

Clematis

Kann man sein Blut nicht einfach mit frischem Knoblauch, Zitronensaft, Magnesiumchorid und Niacin dünn halten?
Hallo Ullika,

diese Mittelchen können sicher dazu beitragen eine gelegentlich gestörte Blutgerinnung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Übrigens ist dabei viel stilles Wasser trinken und Bewegung noch wichtiger. Wasser verdünnt das Blut und Bewegung sorgt dafür, daß es fleißig zirkuliert, sich nicht irgenwo staut, was zu Blutgerinnseln führen kann.

Doch diese Mittel reichen nicht mehr aus, wenn z.B. bei Vorhofflimmern die Gerinnungshemmung stärker sein soll als normal. Bei systemischer konstant erhöhter Gerinnungsgefahr reicht das ebenfalls nicht aus. Hier muß etwas her, was kontinuierlich und ziemlich gleichbleibend wirkt.

Knoblauch etc. baut der Stoffwechsel schnell wieder ab. Überschüssiges scheidet er aus, denn bei den o.g. Fällen erkennt er keinen Bedarf für gerinnungshemmende Bestandteile, sie sollen ja über das normale Maß hinaus erhöht werden. Der Körper strebt jedoch immer das für ihn Normale an. Ein Vorhofflimmern erkennt der Organismus nicht als Grund für eine notwendige Gerinnungshemmung - da versucht er nur mit dem Vorhofflimmern klar zu kommen, aber nicht dessen Folgen - der möglichen Gerinnselbildung im Herzen.

Um die Gerinnungsfunktion gesund zu halten sind die genannten Mittel zu empfehlen, ja selbst die Einnahme von Vitamin K1 und K2. Entgegen der allgemeinen, bisherigen Annahme fördern sie nicht nur die Gerinnung, sie haben noch viele weitere Funktionen, darunter auch die, Gerinnung zu hemmen, wenn notwendig. Sie wirken an verschiedenen Stellen der Gerinnungskaskade auf verschiedene Faktoren ein und sorgen so für ein Gleichgewicht, sie sind Förderer, Hemmer und Gegenspieler sozusagen in Personalunion.

Gruß,
Clematis
 
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17.11.12
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Hallo Clematis,

da haben sich eben unsere Beiträge überschnitten.

Nochmal danke für diese Erklärung
Doch diese Mittel reichen nicht mehr aus, wenn z.B. bei Vorhofflimmern die Gerinnungshemmung stärker sein soll als normal. Bei systemischer konstant erhöhter Gerinnungsgefahr reicht das ebenfalls nicht aus. Hier muß etwas her, was kontinuierlich und ziemlich gleichbleibend wirkt.
Denkst Du dass es was gibt, was gleichbleibend wirkt?
Ich meine natürlich Alternativen.
 

Clematis

Denkst Du dass es was gibt, was gleichbleibend wirkt?
Ich meine natürlich Alternativen.
Hallo Rauke und Zui,

ja, es gibt eine Alternative - wir "sprachen" bereits davon. Nattokinase...
Doch meine Erfahrungen damit beschränken sich auf die sogenannte systemisch erhöhte Gerinnung meines Blutes. Ich nehme auch noch anderes, allerdings nicht wegen der Blutgerinnung. Dabei ist aber auch Magnesiumchlorid, das jedoch nur eine sehr geringe gerinnungshemmende Wirkung hat und in meinem Fall völlig unbedenklich ist. Meine Entscheidung auf Nattokinase umzusteigen habe ich nie bereut oder bereuen müssen. Doch das ist nur, unter den gegebenen Umständen und für meinem eigenen Zustand maßgeblich. Das kann nicht unbedingt auf andere übertragen werden.

Bei Deinem Vater ist es jedoch Vorhofflimmern, wenn ich das recht verstanden habe und Du wohnst nicht gerade nebenan. Sonst könntest Du bei der Ernährung noch etwas nachhelfen, doch ein gerinnungshemmendes Mittel, ob Marcumar oder Nattokinase muß die Grundlage sein. Könnte er denn nicht wenigstens auf Marcumar zurückgehen wie Zuis Mutter? Es ist ein bewährtes Medikament, alle Nebenwirkungen sind bekannt und Gefahren die man kennt, denen kann man vorbeugen.

Die Gerinnungshemmung nützt in beiden Fällen, denn dadurch, daß das Blut unter Nattokinaseeinfluß nicht so schnell gerinnen kann, würde dann auch im Herzen nicht so leicht ein Gerinnsel entstehen.

Doch, das führte ich m.W. schon aus, ob ich für mich entscheide, einen Versuch zu wagen und dabei ein Gerinnsel im Unterschenkel riskiere, oder ob jemand ein Gerinnsel im Herzen riskieren würde, das ist ein riesiger Unterschied. Und ohne ärztliche Begleitung kann und will ich das auf keinen Fall empfehlen.

Anmerken kann ich lediglich eine weitere kürzlich gemachte Erfahrung: versuchsweise habe ich morgens und abends statt einer Kapsel Nattokinase zwei genommen. Wie gut die Blut"verdünnung" mit Nattokinase wirkt, konnte ich da sehr schnell sehen. Beim Herumtragen mehrerer schwerer Einkaufstaschen schlugen sie leicht gegen meine Beine und flugs waren sie mit blauen Flecken übersät, d.h. schon nach 2-3 Stunden. Unter Marcumar war das Dauerzustand... Bei mir tut es auch eine geringere Gerinnungshemmung, daher nehme ich inzwischen wieder nur eine Kapsel je morgens und abends.

Wenn Du einen Arzt findest, wenn auch einen etwas zurückhaltenden, hilft vielleicht dieser Hinweis weiter. Mit ärztlicher Überwachung könnten dann z.B. morgens 2 Kapseln, abends eine angesetzt werden oder umgekehrt, je nach dem, ob das Vorhofflimmern eher tagsüber oder nachts auftritt.

In gewissem Sinne teile ich Deine und Zuis Sorgen, ich kann aber nur für mich selbst entscheiden. Eine Entscheidung für einen lieben Vater oder Mutter zu treffen, ist um vieles schwerer. Ich kann Euch nur wünschen, daß Ihr einen aufgeschlossenen Arzt findet, der Euch weiterhilft.

Liebe Grüße,
Clematis
 
Beitritt
17.11.12
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Hallo Clematis,

lieben Dank für Deine Erklärungen. Du bist sehr aufmerksam.:)
Du hast das richtig in Erinnerung. Mein Vater hat Vorhofflimmern.
Ich habe dazu ja auch schon im eigenen Thread geschrieben.

Ich hoffe nun, dass zu Xarelto und Co noch ein INR-Test vorgeschrieben wird, da ich ihn nicht dazu bewegen konnte, zu Marcumar zurückzukehren.

Leider wird es einem von den Ärzten unmöglich oder zumindest sehr schwer gemacht, wenn man ständig auf sie angewiesen ist und gleichzeitig nach Alternativen sucht.

Ich glaube, ein Grund ist auch, dass sie haftbar gemacht werden können, wenn sie es unterlassen haben, vorgeschriebene Medikamente zu geben.

Umgekehrt, wenn Medikamente zu Gesundheitschäden oder Tod führen ist das komischerweise nicht so.

Ich finde es gut aber auch mutig, wie Du so Deine Erfahrung mit Nattokinase sammelst, und schön, dass es bei Dir funktioniert und Du hier berichtest.

Alles Gute für Dich und Liebe Grüße!
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
14.06.09
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Vitamin K1 und K2. Entgegen der allgemeinen, bisherigen Annahme fördern sie nicht nur die Gerinnung, sie haben noch viele weitere Funktionen, darunter auch die, Gerinnung zu hemmen, wenn notwendig. Sie wirken an verschiedenen Stellen der Gerinnungskaskade auf verschiedene Faktoren ein und sorgen so für ein Gleichgewicht, sie sind Förderer, Hemmer und Gegenspieler sozusagen in Personalunion.
Das klingt interessant Clematis...wo finde ich Quellen dazu ?
 

Clematis

Das klingt interessant Clematis...wo finde ich Quellen dazu ?
Hallo Zui,

eine berechtigte Frage ;) - in diesem Thread hat insbesondere Karl viele Links eingestellt, die sich mit Vitamin K und seinen Varianten befassen:
http://www.symptome.ch/vbboard/nahrungsergaenzung/124191-vitamin-d3-therapie-starten.html

Die Vitamin K Varianten:
Vitamin K - Chemgapedia
Einfluß auf Gerinnungsfaktoren:
Vitamin K - Chemgapedia
Antagonismen und Synergismen:
Vitamin K - Chemgapedia
Als Radikalfänger:
Vitamin K - Chemgapedia

Hier finden sich viele Forschungsergebnisse zu Vitamin K:
Life Extension[magazines]
Life Extension[other]

Weitere Infos, u.a. leiden sehr viele an einem Vitamin K Mangel?
Is vitamin K deficiency more common than thought?
Diese Seite führt eine Rubrik -hier OT aber nützlich- die beschreibt welche Einfuhren von NEMs, Futter- und Nahrungsmitteln an EU Grenzen abgefangen wurden:
Supplements blocked at the EU border: October

Zu beachten ist hier, daß eine hochdosierte Einnahme von Vitamin D mit einer Einnahme von Vitamin K einhergehen sollte.

Überlegt man, wie viele Funktionen die Vitamine K1 und K2 erfüllen, ist es kein Wunder, wenn durch die Vitamin-K-Antagonisten (Phenprocoumon - Marcumar, Warfarin) die als Nebenwirkung aufgeführten Nachteile eintreten, u.a. Haarausfall, brüchige Fingernägel, Energiemangel, Müdigkeit usw. Teilweise kann man diesen mit einem guten Aminosäurenpräparat entgegen wirken.

Hallo Oregano,
INR selbst kontrollieren.

Diese Testgeräte sind auf die Vitamin-K-Antagonisten abgestimmt. Ob sie auch bei den neuen Gerinnungshemmern ein verwertbares Ergebnis liefern ist daher unsicher. Es käme auf einen Versuch an.

Während meiner Nattokinase-Einnahme wollte ich das mal ausprobieren - Teststreifen waren aber leider dem Verfalldatum erlegen. Wahrscheinlich hätte der Test versagt weil er keine Fibrine mißt. Fibrine können allerdings mit anderen Tests im Labor gemessen werden, zwei Werte kommen da in Frage - finde den Text leider im Netz nicht mehr, hatte ihn aber für meine Ärztin ausgedruckt - die Tests beziehen sich auf:
EFA - euglobulin fibrinolytic activity
FDP - fibrin degradation products
Beide Werte sind erhöht, wenn Fibrin aufgelöst wird.
Ein weiteres Zeichen für die Aktivität von Nattokinase ist ein erhöhter Wert im Blut von TPA antigen - tissue plasminogen activator, dies verweist auf die Freisetzung von TPA aus den endothelialen Zellen und/oder der Leber.

Eine andere Quelle, gleicher Text - doch noch gefunden:
[FONT=Verdana,Arial]The Prolonged Action of Nattokinase[/FONT] [FONT=Verdana,Arial]Nattokinase produces a prolonged action (unlike antithrombin drugs that wear off shortly after IV treatment is discontinued) in two ways: it prevents coagulation of blood and it dissolves existing thrombus. Both the efficacy and the prolonged action of NK can be determined by measuring levels of EFA (euglobulin fibrinolytic activity) and FDP (fibrin degradation products), which both become elevated as fibrin is being dissolved. By measuring EFA & FDP levels, activity of NK has been determined to last from 8 to 12 hours. An additional parameter for confirming the action of NK following oral administration is a rise in blood levels of TPA antigen (tissue plasminogen activator), which indicates a release of TPA from the endothelial cells and/or the liver.6,7[/FONT]
[FONT=Verdana,Arial]http://www.betterhealthinternational.com/lib_Nattokinase.asp[/FONT]
Liebe Grüße,
Clematis
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Clematis

Wie funktioniert die Selbstmessung der Gerinnungswerte (INR-Wert)?
Vielleicht ließe sich ja ein Arzt finden, der da mitspielt?
Hallo Oregano,

vernünftige Ärzte spielen da mit, doch gibt es eine Einschränkung. Je nach Krankheitsbild, sind die Patienten vielfach im fortgeschrittenen Alter und leiden unter "Vergeßlichkeit". Ist dies der Fall, spielt der Arzt nicht mit, weil die eigene notwendige Kontrolle nicht zuverlässig durchgeführt werden würde.

Um ein solches Meßgerät verschrieben zu bekommen, muß man vorher eine 3-tägige Schulung mitmachen, wie das Gerät zu nutzen ist und wie die Werte bzw. Medikation richtig eingestellt werden. Erst dann übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Schulung und Gerät.

Gruß,
Clematis
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.087
Hallo Clematis,

danke für Deine vielen Informationen :fans:. Du bist ja ein richtiges Lexikon :).

Ja, die geistige Fitness spielt sicher eine Rolle bei der Selbstmessung - nicht nur des INR.

Grüsse,
Oregano
 

Clematis

Ich glaube, ein Grund ist auch, dass sie haftbar gemacht werden können, wenn sie es unterlassen haben, vorgeschriebene Medikamente zu geben.
Hallo Rauke,

das ist sogar ein schwerwiegendes Hindernis.

Ich erinnere mich an ein Gerichtsverfahren in Köln, um 1985:

Eine Ärztin heilte eine Krankheit mit Naturheilkunde, die von der "evidenzbasierten wissenschaftlichen" Medizin, nur unerheblich gelindert, geschweige denn geheilt werden konnte. Sie half sehr vielen Patienten. Sie wurde von "Kollegen" bei der Ärztekammer denunziert (denen liefen wohl die Patienten weg) und letztere verklagte die Ärztin.

Obwohl mehrere Dutzend geheilte Patienten vor Gericht zu Gunsten der Ärztin aussagten, kein einziges negatives Ergebnis zu finden war, wurde der Ärztin die Approbation entzogen - als Ärztin war sie erledigt und konnte auch als Privatärztin nicht mehr arbeiten.

So wurde sie gezwungen die Heilpraktiker-Ausbildung zu absolvieren, um dann als HP arbeiten zu können. In diesem Rahmen konnte sie dann die bewährte Therapie weiterhin anwenden.

Begründung des Gerichts lautete: unverantwortlicher Einsatz wissenschaftlich nicht anerkannter Verfahren und Gefährdung der Gesundheit der Patienten! :mad: :mad: :mad:

Damals ging dieser Fall durch die ganze Presse...

Gruß,
Clematis
 
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