Kokosnuss_Diät nach Leberreinigung

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Kurzes Update:

heute ging es mir ziemlich mies, keinesfalls Hochstimmung. Ich hatte nachts ein ungewöhnliches Magen- bzw. Darmgrimmen, bin dann nach nur drei Stunden Schlaf gegen 5 Uhr aufgestanden, kleine Einläufe gemacht etc., Aber auch das ergab nur kurzfristig eine Erleichterung.

Gegen Nachmittag dann Aufheiterung. Ich habe ja gestern mehrere Dinge zu mir genommen, unter anderem (leider, leider, wie ich meine) kurz vor dem Schlafengehen noch ein paar Mandeln. Und nun will ich also rauskriegen, was davon die Probleme bereitet hat.

Heute habe ich zunächst die Kokosnuss weggelassen. Und den smoothie habe ich auch nicht gemacht, sondern die Dinge separat probiert. Das war zunächst eine Handvoll frisches Alfalfa. Und hier war es so, dass das Bauchgrimmen sofort anfing und erst nach etwas mehr als einer halben Stunde wieder abklang. Da haben wir also einen der Übeltäter! Interessant, weil mir Alfalfa-Sprossen sonst noch keine Probleme bereitet hatten.

Was sehr gut ging, das war das Leinöl (kleine Portionen), davon fühle ich mich richtig gut. Gut ging auch der Weizengrassaft (woran ich immer einen Schuss Apfelessig gebe und etwas Cayennepfeffer). Und schließlich sind mir auch zwei Avocados gut bekommen. Jetzt fühle ich mich wohl und hoffe, eine angenehme Nacht zu haben.

Morgen geht es dann andersherum. Also an Stelle der grünen Sachen gibt es dann nur Kokosmilch und Kokosnuss. Ich glaube, danach sehe ich klarer. Ich kann ja nicht ausschließen, dass die Kokosnuss im Rahmen eines sonstigen Fastens (für mich) schwer verträglich ist. Das muss man eben ausprobieren.

Was heute ebenfalls gut ging und im Grunde für vieles ja ausreicht, das war das pure Kokosöl. Habe ich zwischendurch mehrmals einen Löffel davon zu mir genommen. Butter (Süßrahmbutter) dagegen ging gar nicht (gereizte Augen, Müdigkeit, juckende Nase, schlechter Geschmack im Mund).

Der extrem miese Geschmack, den ich am ersten und auch noch am zweiten Tag (schwächer) im Mund hatte, hat sich übrigens sonst verflüchtigt. Wie mir die Erfahrung mit der Butter zu zeigen scheint, rührte er wohl von der Schlagsahne her. Aber das wird sicherer, wenn ich am Ende der Kur es dann noch einmal mit der Schlagsahne versuche.

R.
 
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Hallo Reinhard,

ein kurzer kommentar von mir: Warum bleibst Du nicht konsequent bei nur fettigen Nahrungsmitteln? Ist ja sonst überhaupt nicht vergleichbar mit der Sahnediät.
Ausprobieren kannst Du doch später mehr.

außerdem fände ich es gut, wenn Du mittels Ketosticks kontollieren würdest, inwieweit die Ketone verstoffwechselt werden. Davon kann auch ein schlechter Geschmack kommen, denke ich mal.

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VG, Brigitka
 
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Ist ja sonst überhaupt nicht vergleichbar mit der Sahnediät.
Das ist für mich nicht so wichtig. Ich suche nach für mich optimalen Fasten- bzw. Diätformen. Und die Idee der Sahnediät enthielt Momente, die mir bedeutsam erschienen. Aber andere Sachen (ich unterteile Lebensmittel unter anderem auch nach Farben: weiß, rot, gelb/braun, grün - deren Kombinationen mich interessieren) sind mir mindestens genauso wichtig, wenn nicht wichtiger. Heute zum Beispiel habe ich einen überwiegend "roten" Tag eingelegt...

Was Du vielleicht auch nicht siehst: Ich nehme weder Kohlenhydrate, noch Eiweiß zu mir (die paar Mandeln waren ein Ausrutscher), aber in jedem Fall ausreichend Fett, und genau das war für mich (siehe dazu bitte weiter oben) der rationale Kern der Sahne-Diät.

Übrigens reagiert selbstverständlich jeder Körper anders. Man kann aus den Erfahrungen anderer oft etwas ziehen, aber die einem wichtigen Dinge muss man am Ende doch wohl selbst ausprobieren. Und ich sage es vielleicht noch einmal: Mir ist nicht wichtig, was ich technisch messen könnte, sondern wie ich mich fühle!

Heute: gut!

Gruß
Reinhard
 
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... inwieweit die Ketone verstoffwechselt werden. Davon kann auch ein schlechter Geschmack kommen, denke ich mal.
Das kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Ich hatte schlechten Geschmack nur: in sehr starker Form am ersten Morgen nach der Sahne, am zweiten Tag (Mittwoch) schon schwächer, am dritten Tag kaum noch.

Außerdem ist bei mir die Ketose höchstwahrscheinlich kein Problem, denn ich habe kein/kaum Fett am Körper, und wenn ich lange genug faste (was ich regelmäßig tue) stellt die sich gewiss immer irgendwann ein.

Aber einen schlechten Geschmack im Mund hatte ich bisher noch nie.

Was ich auch nicht recht verstehe: Die vielzitierte Wikipedia schreibt im Zusammenhang mit der Ketose von einem "fruchtigen" Geschmack, der durch die freigesetzten Ketone entstehen soll. Das habe ich auch nicht erlebt, aber ich meine nach wie vor, dass das "Gemüffel", welches Kullerkugel erlebt hat und bei weiteren Versuchen so fürchtet, einfach von ihrer schlechten Ernährung herrührt (so war es nämlich bei mir früher auch).

Aber, wie gesagt, Ketose oder nicht, ist für mich auch nicht entscheidend. Mich interessieren vor allem Klarheit im Kopf, Ruhe und Energie.

Gruß
Reinhard
 
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Siebenter Fasten- bzw. Diättag:

Ich schlafe gut (jeweils ca. 7 Stunden, nach denen ich auch einigermaßen frisch bin) und erlebe vor allem tagsüber die angenehme Ruhe und Konzentration des Fastens. Dazu trägt zweifellos bei, dass ich kurz nach dem Aufstehen mit zwei kleinen Einläufen (Wasser mit einem Schuss Apfelessig), die das Geschehen anregen sollen, abführe. Danach Kaffee-Einlauf. Und dann jogge ich.

Dabei vor allem spüre ich den Komfort dieser Art von Diät. Denn ich bin kräftiger, lauflustiger als beim normalen Fasten. Gestern abend habe ich aus reiner Bewegungslust auch noch eine Art Power-Walking (naja: straffer Spaziergang) über ungefähr 10 km dazu veranstaltet. Das ist alles sehr angenehm.

Vor dem Laufen nehme ich ein wenig Kokosöl zu mir. Auch damit fühle ich mich wohl. Ich weiß nicht, wie es zusammenhängt, aber es ist nicht jeden Tag genauso: Gestern hatte ich wieder Leinöl probiert, und davon fühlte ich mich eine Zeit lang mies. Also habe ich es heute völlig weggelassen.

Gestern habe ich sonst - wie schon erwähnt - einen "roten" Tag veranstaltet. Das heißt, außer dem Kokosöl, das ich wegen seiner guten Verträglichkeit und angenehmen Wirkung mehrmals am Tag zu mir nehme, vor allem rote Säfte: eine Mischung aus Gemüsesäften mit etwas Apfelessig und viel Cayennepfeffer. Das bekam mir ganz ausgezeichnet, auch weil es für die beim Fasten ja oft problematische Hand- und Fußwärme sorgt. Keinerlei Blähungen.

Am Abend habe ich dann noch ein bisschen Kokosfleisch versucht. Aber das hat nicht so gut geklappt: Es lag zu schwer im Magen. Ich habe dann recht viel nachgetrunken (eben die Säfte), dadurch ging es, aber Kokosfett pur ist eindeutig besser.

Heute nun habe ich die Farben gemixt (zu "rein weiß", also nur Kokosfleisch oder -milch hatte ich einfach keine Lust). Da heißt, nach dem Joggen habe ich zunächst einen Weizengrassaft mit Grapefruitsaft (alles frisch zubereitet) vermischt getrunken. Das tat sehr wohl. Und ein paar Stunden später habe ich mir - versuchsweise und zum ersten Mal - Kokosmilch zubereitet.

Dazu muss ich etwas sagen. Es ist in der Tat einfacher und billiger, als man vielleicht denkt, sich eine wirklich erstaunlich schmackhafte Kokosmilch selbst herzustellen. Ich habe nur ein bisschen Kokosfleisch verwendet (wahrscheinlich nicht einmal ein Fünftel der Gesamtmenge meiner Nuss, die ich gestern noch "geschlachtet" hatte), dieses in kleinere Stückchen geschnitten und in den Standmixer gegeben. Dazu kamen dann ca. 200 ml lauwarmes (wirklich sauberes) Wasser, und das wird dann eine Weile gemixt. Ergibt ein schönes weißes Getränk, das ich im Folgenden durch ein feines Sieb gieße und die im Sieb verbleibende Masse noch ein wenig ausdrücke. Die Milch war mit ungefähr 250 ml absolut ausreichend als Mahlzeit und schmeckt fettig und richtig gut. Merkwürdig: Hier, beim Trinken der frischen Kokosmilch, hatte ich wirklich einmal ein Muttermilchgefühl... (ich weiß, wie die schmeckt, habe sie öfter gekostet). Danach habe ich mich angenehm energetisiert, gesättigt, ruhig gefühlt.

Das übrig bleibende Kokosfleisch ist nebenbei gut weiterverwendbar. Ich habe es auf Porzellanschalen bereits getrocknet und werde es später anstelle der sonst verwendeten Kokosraspeln in mein tägliches Müsli tun. Diese selbst gemachten Kokosraspeln schmecken wesentlich besser als die gekauften (auch bio), sind deutlich billiger und vor allem rohköstlich (man muss beim Trocken nur darauf achten, dass sie nicht über 40 Grad erhitzt werden). Mir gefällt diese ganze Geschichte außerordentlich gut.

Nach einer Weile (ich hatte mich zum Lesen hingesetzt) fing es an, in meinem Bauch zu blubbern. Ich glaube nicht, dass das außerhalb eines Fastens auch so wäre, aber hier war es eben so. Ich habe deshalb (nach ca. 2 Stunden) wieder die roten Säfte nachgetrunken. Dann war es weg.

Fazit: Kokosfleisch geht fast gar nicht - es ist für die Darmruhe offenbar wichtig, wirklich nur Flüssiges zu sich zu nehmen. Kokosmilch schmeckt gut, kräftigt, sollte man aber auch nur in Maßen genießen (vielleicht über den Tag verteilt, was mir selbst allerdings nicht liegt). So sieht es jedenfalls bei mir bisher aus. Die Farben (weiß, rot, grün) lassen sich gut an einem Tag kombinieren, wobei ich sie zeitlich auseinanderhalten würde. Rot und Grün zusammen sind meines Erachtens kein Problem, aber das Weiße muss eher für sich sein.

Kurz noch zu Erläuterung:

Weiß steht - wurde schon irgendwo vom creamdoc erwähnt - für Heilung. Für mich fallen darunter so etwas wie eben Kokosfleisch, -milch, -öl, Mandeln (ohne Schale), schwarzer Rettich (selbstverständlich ohne Schale, dann ist er weiß), Meerrettich, bedingt Knoblauch, Ingwer, aber unter Umständen auch gewisse Milchprodukte (Kefir, Joghurt, Quark - der bei äußerlicher Anwendung gut entgiftet), die allerdings meist zugleich auch weniger erwünschte "Nebenwirkungen" haben (unter anderem Verschleimung).

Grün steht seit Hildegard von Bingen für das Leben. Was darunter alles fällt, brauche ich sicher nicht extra ausführen. Für mich ist es in der Praxis vor allem Löwenzahn, Brokkoli, Grünkohl, Weizengras, Frühlingszwiebeln usw.

Rot steht in meiner Begrifflichkeit nicht nur für das Leben, welches auch passiv und (von grün bekannt) kühlend sein kann, sondern für aktive, warme Lebendigkeit. Für mich verbinden sich damit überwiegend rote Säfte, Chili, bedingt rote Bete, Himbeeren, Erdbeeren, Hagebutten usw.

Gelb bis Braun dienen nach meinen Vorstellungen vor allem der Sättigung: Bananen, Kartoffeln, Süßkartoffeln, alle Getreide und Getreideprodukte, gelbe Melonen, Birnen etc. Sie sind es, die man bei dieser Diät und bei jedem Fasten ja vollständig weglässt.

Es ist klar, dass viele Lebensmittel nur überwiegend oder teilweise in eine der Kategorien passen bzw. unterschiedliche Anteile von mehreren haben. Das mag auch für Steckrüben und Sellerie gelten, auch für Äpfel etc. Aber das stört mich jedenfalls nicht, sondern ich halte das für natürlich und normal und es regt mich an, über die verschiedenen Anteile nachzudenken, die Sachen auszuprobieren usw.

Soweit für heute.

Viele Grüße
Reinhard
 
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Achter Fasten-, Diät- oder Kurtag

Hängt mich auf, aber heute bin ich bereit, meine Kokosmilch-Hypothese völlig zurückzunehmen. Der Grund: Ich hatte schlecht geschlafen, unruhig und für eine Fastenperiode viel zu lange, und ich fühlte mich danach nicht erfrischt; weiterhin "roch" ich heute unter den Achseln, was eigentlich nur von der Kokosmilch herrühren kann.

Freilich konnte ich das verbessern: durch kleine Einläufe, den Kaffee-Einlauf, viel Trinken und ein ausgiebiges Joggen. Nach diesem Programm war ich wieder fit, und bin es immer noch. Um das nicht wieder zu vermiesen, trank - und trinke ich immer noch - nur mit viel heißem Wasser verdünnte Säfte: erst etwas Sauerkrautsaft, später Tomaten- und Rote-Bete-Saft gemischt, auch etwas Brottrunk. Ich bin wieder sehr bewegungsfreudig (vorhin noch 10 km Walking), klar und so ruhig im Kopf, wie ich das von einem Fasten erwarte.

Selbst gemachte Kokosmilch ist eine feine Sache, eignet sich nach meinen jetzigen/bisherigen Erfahrungen für eine darauf gestützte Diät aber wohl nicht. Was bleibt, ist das Kokosöl, auf das ich nach wie vor schwöre. Ich habe es heute wieder vor dem Joggen und auch später noch zweimal zu mir genommen. Als Gesamtmenge kommen da ca. 30 g zusammen (und so würde ich es zunächst auch empfehlen). Das kräftigt mich, das sorgt dafür, dass ich keineswegs "verhärmt" aussehe und das bewirkt bekanntlich außerdem einige Entgiftung (es bekämpft ja u.a. Pilze und ist vor allem gegen Alzheimer und zu seiner Vorbeugung erprobt u.a.m.).

Warten wir also die Nacht ab, morgen sehen wir weiter.

Viele Grüße
Reinhard
 
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Neunter Tag

So muss Fasten sein! Ich habe nur ca. 6 Stunden geschlafen und war den ganzen Tag über fit. Wieder sehr bewegungsfreudig (15 km gejoggt und am Abend 10 km Walking, dazu immer wieder Klimmzüge und Gymnastik), insgesamt vital, optimistisch, arbeitslustig...

Von einem normalen Fasten kenne ich das so nicht, da fühle ich mich am neunten Tag nicht mehr so kräftig. Während ich jetzt das Gefühl habe, an körperlichen Kräften (auch direkt an Muskeln!) sogar zu gewinnen. Das ist schon erstaunlich. Dann kommt noch hinzu, dass ich kaum einmal (nur abends etwas, aber nicht so stark) kalte Hände und Füße bekomme. Das hat mich bei meinem letzten (vierzehntägigen) Fasten ziemlich gequält: Ich hatte erst Jodmangel und dann eine Schilddrüsenunterfunktion vermutet und nach dem Fasten verstärkt Algen gegegessen, jetzt geht es auch sehr gut ohne. - Warum? Weil das Kokosöl unter anderem nicht nur fett ist (was auch dafür sicher wichtig ist), sondern zugleich die Schilddrüsenfunktion stimuliert. Ich bin wahnsinnig zufrieden.

Heute habe ich das Gefühl, dass ich noch viel länger so weiterfasten könnte, ohne irgendwelche Mangelerscheinungen zu haben bzw. zu spüren. Das ist schon sehr interessant.

Dazu trägt m.E. aber nicht nur der Schlagsahne-"Ersatz", also das Kokosöl, sondern auch der Weizengrassaft bei, den ich täglich trinke. - Dazu zwei Anmerkungen.

1. Ich bin in der Zwischenzeit einem link nachgegangen, wie er in dem Ursprungsthema dieses threads hier gegeben wurde. Da ging es um die acht unverzichtbaren und für den Muskelaufbau wichtigen Aminosäuren und die entsprechenden Präparate. Ich habe das gelesen und finde es eklig, sowohl die Art der Präsentation, als auch das Präparat. Meiner Meinung nach ist das alles im Weizengras wesentlich besser, weil in natürlicher Form und in den natürlichen Relationen der acht Aminosäuren, enthalten. Wer sich mit Weizengras näher beschäftigt, wird finden, dass es wirklich eine Art "superfood" ist (offen gestanden: ich hasse dieses Wort, verwende es hier nur wegen des Wiedererkennungswertes). Siehe unter anderem hier: Weizengrassaft - ein ernährungsphysiologisches Phänomen mit heilsamem Potential

Ich glaube, ich muss dafür keine zusätzliche Werbung machen. Wenn Weizengras auch noch Fett enthalten würde, so kam mir der Gedanke, dann müsste es für eine längere Zeit als Nahrung fast ausreichen und darüber hinaus enorme Heilungsprozesse in Gang setzen. Und das ist eben der Punkt: Das nötige Fett steckt im nicht minder gesunden Kokosöl!

Ich meine also, dass die Kombination von Weizengrassaft und Kokosöl (und außerdem kaum mehr als gutes Wasser, dreimal am Tag mit einem Schuss Apfelessig angereichert) die ideale Diät für viele gesundheitliche Probleme darstellen müsste. Mir selbst jedenfalls, wenn ich nichts anderes dazwischen esse, geht es derzeit von Tag zu Tag besser. Man sollte es also probieren! - Ebenso wie die Schlagsahne-Diät ist diese Diätform ja ohne für mich erkennbare Risiken und kann jeden Tag problemlos abgebrochen werden. Das werde ich morgen austesten und darüber hier schreiben.

2. Wie kommt man aber am einfachsten zu Weizengrassaft? Ist das nicht zu teurer oder zu aufwändig? Nun, es ist noch wesentlich billiger als das Kokosöl. Und es ist erstaunlich einfach, es selbst herzustellen und Tag für Tag frisch zu genießen.

Ich habe etliche Anleitungen dazu im Internet gelesen, aber ich sage vielleicht einmal kurz, wie ich es seit einiger Zeit mache. Ich kaufe keimfähigen Weizen (1 kg am billigsten wohl 1,19 Euro). Eine Tasse davon weiche ich über Nacht ein und tue die Körner dann in einen kleinen Leinenbeutel. Den spüle ich zweimal am Tag mit Wasser durch und lasse ihn nass irgendwo auf einem Teller liegen, bis der Weizen deutlich gekeimt hat (die Keime können ruhig ein paar Zentimeter lang sein). Wenn das passiert ist, nehme ich ein Backblech, auf dem ich Zeitungspapier ausbreite und gebe (am besten Bio-) Erde darauf, ca. 2-3 cm. hoch, die ich befeuchte. Darauf kommen dann die Keime, gut verteilt, darüber noch etwas Erde, wieder befeuchten. Und dieses Backblech nun stelle ich tagsüber womöglich in die Sonne, jedenfalls in richtiges Tageslicht (vor allem nicht unbedingt hinter Glas). - Tut man das nicht, wird das Gras nur blass-hellgrün, klar.

Wenn die Gräser dann 10-15 cm groß sind, kann man anfangen zu ernten. Ich schneide ein Feld des Grases aus dem Blech (Größe nach Bedarf) mit der Schere kurz über der Erde ab, spüle das Gras mit Wasser (muss man möglicherweise nicht) und schneide es klein. Und nun kommt das Besondere: Man kann es in einem sehr teuren Entsafter weiiterverarbeiten, aber es klappt sehr gut auch mit dem billigen Handentsafter von der Firma Lurch (25 bis 35 Euro) - hierfür schneidet man das Gras selbstverständlich nicht klein. So habe ich es lange gemacht. Trotzdem ist das noch recht kompliziert und dauert alles in allem seine Zeit. Die einfachste Variante aber ist, das klein geschnittene Gras in einen Standmixer zu geben, ca. 200 ml oder etwas mehr Wasser dazu und das Ding erst langsam und dann schneller mixen lassen. Eine oder höchstens zwei Minuten, muss man sehen, wann die Flüssigkeit homogen wird. Dann ausschalten und beobachten, wie sich oben ein heller Schaum bildet, während unten der grüne Saft bleibt. Durch ein Sieb abgießen - fertig! Den Schaum, der immer noch viel Saft enthält, kann man etwas mit einem Holzlöffel im Sieb auspressen. Ich selbst kaue ihn meist noch (gut für die Mineralisierung der Zähne) - was dann übrig bleibt, ist wirklich nur so eine Art verklumptes Stroh, das man gut ausspucken kann.

Das Ganze dauert nicht länger, als eine Tasse Kaffee zu kochen.

Bei mir reicht ein Backblech für vier bis sechs Tage. Das heißt, ich setze den nächsten Weizen etwa fünf Tage später an und habe immer gerade zwei Backbleche in "Arbeit". Keine große Belastung, finde ich. Kochen verbraucht jedenfalls mehr Zeit.

Ich selbst mache an den Weizengrassaft übrigens Chili und etwas Apfelessig, um die kühlende Wirkung des Grüns auszugleichen, die Bauchspeicheldrüse anzuregen, die Nieren zu unterstützen usw. Das klappt auch während des Fastens sehr gut.

"That's it", glaube ich. Wenn mir noch etwas einfällt, trage ich es nach.

Meiner bisherigen Meinung nach kann man aus der Kombination von täglich 30 g Kokosöl (in drei Portionen über den Tag verteilt) und dazu ein bis zwei Gläsern Weizengrassaft wahrscheinlich eine halbe Ewigkeit ohne Leistungsverlust leben. Bis jetzt nimmt meine Leistungsfähigkeit (körperlich und geistig) ja sogar noch zu. Wie lange das tatsächlich der Fall ist, weiß ich nicht, aber ich bekomme es heraus.

Morgen - am zehnten Tag - werde ich mein Fasten zunächst brechen: weil ich Lust dazu habe, weil das Fleisch der Kokosnuss im Kühlschrank darauf wartet, von mir zu Kokosmilch-Kakao verarbeitet und getrunken zu werden und weil ich heute bereits mit einiger Vorfreude Tomaten, Steckrüben, Grünkohl, Sellerie, Rote Bete, Walnüsse und dergleichen gekauft habe. Das wird meine Nahrung in den nächsten Tagen sein. Ich setze also die Diät insofern abgemildert fort, als ich Kohlenhydrate und Proteine weitgehend meide. Nicht schwer für mich, weil das eigentlich meine normale Ernährung ist. Und von hier aus gehe ich vielleicht nach einer Woche oder zwei dann wieder zurück in die Diät. Und dann möchte ich gern sehen, wie lange sie aufbauend funktioniert.

Joi... heute besonders viel geschrieben hier. Aber vielleicht war's ja nicht ganz umsonst?

Gruß
Reinhard
 
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Zehnter Tag

Unverändert habe ich ein tolles Lebensgefühl. Ich empfinde keinen Verzicht, eher eine Bereicherung sowie viel Energie, zugleich innere Ruhe.

Zunächst noch ein kurzer Nachtrag: Gestern habe ich eine neue Flasche Leinöl gekauft. Denn ich war mir nicht ganz sicher, ob der bittere Geschmack meines Öls und die Tatsache, dass ich mich gelegentlich davon nicht völlig wohl (geschwächt) fühlte, nicht darauf hinweisen könnten, dass es trotz Lagerung im Kühlschrank eventuell schon schlecht geworden sein könnte. Das wird bei Leinöl ja oft unterschätzt. Aber das neue Leinöl (und von einer anderen Firma) schmeckte ebenfalls leicht bitter. Da ich es gut vertragen habe, habe ich danach noch einmal mein altes probiert: dasselbe Resultat: leicht bitterer Geschmack und (gestern) gute Verträglichkeit. Heute morgen habe ich wieder einen kleinen Löffel - ich verwende Porzellan-Eier-Löffel - davon zu mir genommen, und ich fühlte mich sehr gut davon.

Leinöl hat bekanntlich eine ganze Reihe ausgezeichneter Eigenschaften, wenn man davon nicht zuviel zu sich nimmt. Ich meine, dass ein bis höchstens drei kleine Löffel pro Tag genügen. Und ich würde nach meinen Erfahrungen empfehlen, die Diät in dieser Hinsicht vorsichtig zu ergänzen. Ich habe Lein- und Kokosöl auch kurz nacheinander gekostet, sie "beißen" sich nicht, würde sie ansonsten aber trotzdem lieber mit einigem zeitlichen Abstand einnehmen, damit sich deren Wirkungen gleichsam ungestört entfalten können. Es gibt ja nicht überall synergetische Effekte.

Soweit zunächst. Heute am späten Nachmittag will ich - mit leisem Bedauern zwar - mein Fasten brechen. Ich sehne mich nicht danach, weil ich mich im Moment irgendwie so vollständig versorgt und zugleich leicht fühle. Aber ich bin doch neugierig. Meine erste abweichende Nahrung wird in einigen blanchierten und kurz gekochten Tomaten bestehen. Das ist das, was ich üblicherweise zum Fastenbrechen esse. Dieses Mal scheint mir aber eine spezielle Vorsicht gar nicht so geboten. Denn die richtet sich ja oft vor allem auf das ungewohnte Fett, was bei dieser Diät ja kein Problem ist. Ich werde sehen.
 
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Wenn man etliche Tage nix grobfaseriges gegessen hat, ist es ganz sinnvoll erstmal mit leichtverdaulichem anzufangen. Und gut kauen.

VG, Brigitka
 
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14.09.09
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bitte schreib weiter von deinen erfahrungen! :)

bisher sehr spannend zu lesen und bestätigt auch meine empfindung: (teilzeit-)fasten und kokosöl sind 2 wohltuende dinge für körper und geist.
 
Themenstarter
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16.12.11
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Wenn man etliche Tage nix grobfaseriges gegessen hat, ist es ganz sinnvoll erstmal mit leichtverdaulichem anzufangen. Und gut kauen.
Danke! Das sind zwei gute Argumente, und ich werde mich daran halten.

Ursprünglich hatte ich vor, heute abend noch einen Salat (vor allem mit rohem Grünkohl) auszuprobieren, den ich sonst täglich esse und auch in sehr großen Mengen gut vertrage. Aber das lasse ich nun lieber sein. Wäre gewiss eine Überlastung, die ich nicht möchte.

Viele Grüße
Reinhard
 
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16.12.11
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bitte schreib weiter von deinen erfahrungen! :)

bisher sehr spannend zu lesen und bestätigt auch meine empfindung...
Danke für Dein feedback! Ich dachte schon, ich schreibe hier seit Tagen ganz für mich allein und wollte eben dazu später eine gewisse Verunsicherung kundtun. Aber so fühle ich mich bestärkt, sehr angenehm :) (und passt auch zu meinem körperlichen Zustand). :):):)

Viele Grüße
Reinhard
 
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