Aber was ist es genau?? Ich habe es noch nicht "gecheckt" wirklich. Und was ist nun besser - Keto? Oder Intervallfasten? Oder geht das ev. sogar "Hand in Hand"?
Hi Remy,
ich hoffe, ich krieg das noch hin...: Keto kannst du mal aufteilen in streng ketogen und weniger streng. Bedeutet erstmal, wenig bis sehr wenig Kohlenhydrate, kein Weißmehl oder Produkte daraus, also kein Brot, kein Reis keine Nudeln usw.. Auch bei Gemüse drauf achten, und natürlich kein Zucker (zugesetzt), keine Säfte oder Limo´s und solches unnötiges Gedöns. Kein Getreide. Fett (möglichst gesundes, wie natives, kaltgepresstes Olivenöl) gehört unbedingt und gerne reichlich dazu, daraus gewinnt der Körper dann Energie (vereinfacht gesagt).
Sinn: der Körper kommt mit der Zeit in die sog. Ketose, er bildet Ketonkörper und bezieht daraus Energie - die Energie, die er sonst aus Kohlenhydraten gewinnt. Körperchen verbrennt Fett zur Energiegewinnung - man verliert Gewicht.
Das Verhältnis sieht oft so aus:
- Kohlenhydrate: sehr niedrig, oft etwa 20–50 g/Tag
- Eiweiß: moderat
- Fett: relativ hoch
Da es hier wohl auch um Diabetes und Herzgesundheit geht (beides Themen für mich) kann ich sagen: es funktioniert.
Und zwar ganz hervorragend. Klar braucht es eine Zeit für die "Gewöhnung" und das Erlernen des "neuen Speiseplans" inklusive Einkaufsliste, aber das ist echt easy, wenn man die Vorteile und das verbesserte Lebensgefühl betrachtet. Handhabe ich seit mehreren Jahren so und bin fein damit. Dadurch konnte ich mein hohen Blutzuckerwerte ganz allein ohne Insulinspritzen in der Griff (in Remission) bringen und bewege mich seit Jahren nur im gesunden Bereich. Und habe viel an Gewicht verloren - aber dazu gehört schon auch Bewegung.
Buchempfehlung: Jesse Inchauspé "Der Glukosetrick" - geht weniger um Diabetes, vielmehr um Vermeidung von Blutzucker-Achterbahnfahrten, was definitiv schlechte Laune-Attacken usw. auslöst. Sehr interessant.
Zudem lernt der Körper durch Low-Carb-Ernährung (=weniger strenge ketogene Ernährung) und hochwertige selbstgekochte Mahlzeiten, wieder Sättigungssignale zu senden, wenn er alles Notwendige an Proteinen,Vitaminen usw. bekommen hat - man hat einfach keinen Hunger mehr und fühlt sich satt.
Intervallfasten: Ja, geht sehr gut mit ketogener, bzw. Low-Carb zusammen. Kann ich nur empfehlen.
Mittlerweile esse ich 2x täglich, nicht zu festen Zeiten, eher wenn ich mir die Zeit zum Kochen/Zubereiten und genießen nehmen kann. Aber in einem Zeitfenster, also meistens irgendwann zwischen 14 und 20 Uhr. Wichtig ist für mich, dass ich auch zwischen diesen beiden Mahlzeiten meinem Magen Pause gönne und nichts nebenbei snacke oder "nasche" - ich brauche es auch nicht.
Für 1 Jahr hatte ich nur OMAD, also 1 Mahlzeit täglich. Für den Körper ist es aber rückblickend bekömmlicher, Protein und alle anderen Nährstoffe auf 2x zu verteilen.
PS: Baguette-Brötchen backe ich mir mittlerweile übrigens selbst und friere die (6 Stück passen auf ein Blech) ein, reichen für 2 Monate. Der Teig dafür ist natürlich Low-Carb, ganz ohne Mehl, mit Goldleinsamen, Eiern und Wasser. Inzwischen gebe ich gerne noch ganzen Kümmel und gerebelten Oregano dazu. Geht ganz einfach und ersetzt mir Brot für die sehr seltenen 2-3 Mal im Monat sehr gut.