Intervallfasten hilft Diabetes verhindern oder aufhalten

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Wie die Forscher beobachteten, beeinflusste das Fasten vor allem die Leberfette positiv, wobei sich besonders die Menge an denjenigen Fetten deutlich reduzierte, die im Verdacht stehen, eine Insulinresistenz zu fördern. Fette liegen in der Leber in Form von winzigen Fetttröpfchen vor, die wiederum mit verschiedenen Eiweißmolekülen assoziiert sind. Wie die Wissenschaftler feststellten, veränderte sich nicht nur die Größe der Fetttröpfchen, sondern auch die Zusammensetzung der mit den Tröpfchen verbundenen Eiweißmoleküle. „Wir nehmen an, dass diese veränderte Eiweißzusammensetzung für den günstigen Effekt verantwortlich ist“, so Diabetesforscherin Annette Schürmann. Weitere Untersuchungen seien aber notwendig, um diesen molekularen Zusammenhang weiter aufzuklären.

„Zudem weisen unsere Messdaten darauf hin, dass sich durch das Fasten der Energiestoffwechsel deutlich verbesserte. Die Muskeln der Mäuse waren in der Lage, viel rascher zwischen der Verbrennung von Kohlenhydraten und Fetten zu wechseln. Diese größere Stoffwechselflexibilität trägt im gesunden Menschen dazu bei, die Mengen an schädlichen freien Fetten niedrig zu halten. Dies wiederum kann einer Insulinresistenz vorbeugen“, ergänzt Co-Autor Robert Schwenk.

* Insulinresistenz bedeutet, dass vor allem die Muskel-, Leber- und Fettzellen nicht mehr ausreichend auf den Botenstoff Insulin reagieren. Insulin reguliert die Zuckeraufnahme aus dem Blut in die Gewebe und spielt zudem eine wichtige Rolle für den Fettstoffwechsel. Reagieren die Zellen nicht mehr ausreichend auf Insulin und kann der Körper die Insulinresistenz nicht mehr durch eine verstärkte Insulinproduktion ausgleichen, entgleist der Stoffwechsel und man spricht von einem Typ-2-Diabetes.
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Die Versuche wurden mit Mäusen gemacht. Ergebnisse aus solchen Studien sind nicht unbedingt 1:1 auf den Menschen übertragbar.

Trotzdem: Intervallfasten ist sicher eine gute Möglichkeit, dem Körper die Chance zu geben, sich selbst zu regulieren.

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[aus England:]
Normales Sattessen an fünf Tagen in der Woche ohne Kalorienzählen,
an zwei Tagen eine sehr geringe Nahrungsmenge von rund 650 Kalorien.
An diesen Fastentagen sollten darüber hinaus Kohlenhydrate wegfallen, also Brot, Nudeln, Kartoffeln und Zucker. Dieses Konzept ist unter dem Namen 5:2-Diät bekannt geworden (englisch „Five-to-Two“, deutsch „Fünf-zu-Zwei-Diät“ oder Intervallfasten).
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[aus den USA:]
... Fasten an jedem zweiten Tag, genannt „alternate day fasting“ (ADF). Dabei essen Abnehmwillige abwechselnd am Tag einmal nur 500 bis 600 kcal, am folgenden Tag essen sie ganz nach Wunsch, ohne jede Beschränkung. Das Fasten jeden zweiten Tag bewirkt in der Woche einen ganz erheblichen Kalorienverzicht, bis zu 8000 Kalorien, entsprechend hoch kann die Gewichtsabnahme sein – und entsprechend hart ist das Durchhalten des Programms. Die Fastenmahlzeiten sollten nach Varady mittags eingenommen werden, mit langer Nahrungspause bis zum nächsten normalen Tag.
Varady stellte in ihren Studien Gewichtsabnahmen von fünf bis fünfzehn Kilogramm in zwei Monaten fest. Dazu verbesserten sich die Werte beim als ungünstig geltenden LDL-Cholesterin.

Die Forscherin probierte mit verschiedenen Probanden-Gruppen auch unterschiedliche Kostformen an den Fastentagen aus, einmal mit mehr, dann mit weniger Fett, Ergebnis: Die Studienteilnehmer, die an den Fastentagen mehr Fett essen durften, hielten besser durch, fühlten sich wohler und verloren mehr Gewicht. Allerdings hatte Varady auch Ausfälle in ihrer Gruppe – zehn Prozent der Teilnehmer brachen das Fasten innerhalb der ersten zehn Tage ab.
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http://www.wdr.de/tv/applications/fernsehen/wissen/quarks/flash/5_2_diaet/assets/pdf/hintergrund.pdf

Grüsse,
Oregano
 

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10.04.08
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Hat jemand das mal ausprobiert? Da sollen ja 7 von 11 dauerhaft in einer Studie geheilt dadurch worden sein.
 
Beitritt
27.12.15
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Hey,

also ist für mich absolut nachvollziehbar. Laut Kuklinski beruht Diabetes auf einer Mitochondriopathie. Fasten oder auch Bergwandern haben eine positive Wirkung auf die Mitochondrien, weil diese dadurch zur Neubildung und Regeneration angeregt werden.

LG

Mera
 
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