hallo,
na, ja.
jetzt drehen sie es natürlich wieder total zu ihren gunsten.
sie haben noch mit dem urologen extra geredet, mit dem chef und alles.
jetzt behaupten sie, er hätte zuerst versucht, den ballon abzublocken, doch es ging nicht.
na, ja.
also der pfleger sagte da was anderes.
aber ich meine; vielleicht waren ja alle müde und im stress.
nun gut;
weiter sagen sie, das mit dem wasser aus edm ballon durch absaugen mit der spritz sei eine methode und die andere sei, dass man den katheterschlauch eben durchschneidet.
ich meine; ich bin ja in der klinik für querschnittgelähmte und hirngeschädigte auf der urologie ambulant.
also - da hab ich echt noch nie von sowas gehört!
auf alle fälle hätten sie alles richtig gemacht und ich sei einfach empfindlich und sensibel.
der chef fand jetzt, er würde anordnen, dass bei allen weiblichen, sensiblen, feinen menschen beim katheterwechsel suprapubisch automatisch eine lokalanästhesie gegeben wird.
ohne gross zu fragen.
er fragte auch, warum ich nicht die lokalanästhesie verlangte.
hallo?
konnte ich noch sprechen, wo ich vor schmerzen das schreien unterdrücken musste und nur zitterte und bebte und fast nicht atmen konnte, also schauen musste, dass ich zwischen dem hecheln wieder einigermassen schmerzerträglich zu tiefem atem komme, damit ich denen nicht noch vor schmerz ohnmächtig werde?
ich war ein paar mal knapp davor, wollte aber nicht so ein wehleidiger jammerlappen sein.
nö.
das ist nur halb richtig.
ich wollte nicht ohnmächtig werden, weil dann hätte ich gar nicht mehr mitbekommen, was sie mit mir getan hätten, und ich wollte so viel wie möglich mitkriegen, obwohl das vor höllenschmerz fast nicht mehr möglich war.
also am morgen fand ja mein arzt, das sei nur auf dem schlachtfeld so, dass man ohne betäubung solche aktionen durchführt.
und jetzt am abend beim chef hatte plötzlich alles seine richtigkeit.
das einzige, was er tat:
er entschuldigte sich im namen der gesamten klinik dafür, dass sie die aktion ohne jegliche schmerzmittel oder anästhetika durchgeführt haben.
das täte ihm leid.
zuerst fand er schon so, die klinik scheine für mich nicht geeignet zu sein.
aber ich passe ja nirgendwohin
auf alle fälle fand er, dass da zwölf andere patienten seien und das sei normal so, aber für mich hätten sie gestern schon wieder 45 minuten der sitzung gebraucht, weil - ja also - ich weiss auch nicht, was ich mache.
irgendwie bemühen sie sich immer so um mich und ich weiss auch nicht.
irgendwas mache ich falsch in meinem leben.
er fand auch, das sei nicht so toll für sie, wenn sie sich so mphe geben und mir entgegenkommen und das einzige feedback wäre, dass es mir immer schlechter geht.
aber wahr war es doch!
ich sagte ihm, dass ich ja wahrscheinlich die magen-darm-grippe hatte und ja letzte oder war es diese?) woche sagte, dass es mir ja wieder besser geht, weil die nun weg zu sein scheint.
ja das wegen magnesium da erzähle ich noch.
ich wollte schon, aber ich schaffte es nicht und nun musste ich die blasensache los werden.
viele liebe grüsse von shelley :wave: