Hyposensibilisierung

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Hallo,
ich mache seit 5 Wochen eine Hyposensibilisierung gegen Frühblüher. Seit 2 Wochen bekomme ich die erhöhte Dosis. Seither werden meine Darmbeschwerden immer schlimmer (Durchfall, Krämpfe).Heute konnte ich sogar nicht zum Arbeiten.
Ich habe ein Histaminintoleranz, die ich aber durch Diät ganz gut im Griff habe. Meine Hautärztin meint, die jetztigen Beschwerden könnten nichts mit der Hyposensibilisierung zu tun haben. Im Netz finde ich wenig bis gar nichts dazu. Ein Dr. Jarisch aus dem Florisdorfer Allergiezentrum in Wien schrieb 2005:"....eine Histaminintoleranz ....wäre eine Kontraindikation für eine Immuntherapie". Eine Begründung kann ich nicht finden.
Kennt sich jemand aus?
Viele Grüße
Kerstin
 
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Ein Dr. Jarisch aus dem Florisdorfer Allergiezentrum in Wien schrieb 2005:"....eine Histaminintoleranz ....wäre eine Kontraindikation für eine Immuntherapie".

er hat recht.

bei der hypo bekommst du ja genau die stoffe, auf die du reagierst.

und dadurch wird die hi natürlich getriggert.

ich hatte früher auch einige allergien (frühblüher, hausstaub, schimmel usw.) und div. kreuzallergien und hab die ohne hypo teils schon ganz wegbekommen und teils so weit gebessert, daß ich fast nichts mehr davon merke. in diesem frühjahr dank maske auch draußen in der nähe der birken usw. nichts mehr. :giggle:
ich war hier in der stadt auch nicht die einzige, die nur aus dem grund die maske schon draußen getragen hat als es noch garnicht üblich war.


lg
sunny
 
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Hallo Mondgesicht,

eine Histaminintoleranz hat nur indirekt mit IgE-vermittelten Reaktionen (= Allergie) zu tun. Insofern denke ich so wie sunny sunlight: Du schadest Dir durch die wiederholte Zuführung von histaminerzeugenden Spritzen oder Tabletten/Tropfen. In welcher Form machst Du die Hyposensibilisieurng?

...
Die spezifische Immuntherapie dient als Behandlungsprinzip bei Immunglobulin-E-vermittelten allergischen Reaktionen. Sie ist auch bekannt als Hyposensibilisierung, Desensibilisierung oder Allergie-Impfung. ... Eine IgE-vermittelte Reaktionsbereitschaft muss daher vor der SIT adäquat diagnostiziert werden, wobei neben dem Hauttest besonders dem nasalen, beziehungsweise konjunktivalen Provokationstest ein hoher Stellenwert zukommt. ...
Geringere Ansprechraten wurden in Studien bei Hausstaubmilbensensibilisierung berichtet. Bei Tierepithelien liegen Nachweise der Wirksamkeit besonders für Katzenepithelien vor. Die Datenlage zur Effektivität der Behandlung von Sensibilisierungen auf Schimmelpilzsporen oder der pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien ist eher unzureichend. Vor Aussagen zur Wirksamkeit sollten weitere Studienergebnisse abgewartet werden.

Von einer systemischen Überempfindlichkeitsreaktion nach Insektenstichen, vor allem durch Wespen oder Bienen, sind zwischen 0,8 und 5 Prozent der Bevölkerung betroffen. Fast immer handelt es sich um eine IgE-vermittelte Reaktion mit der Symptomatik einer Soforttypallergie. Auf diesem Gebiet ist die SIT eine hocheffektive Behandlungsmethode und deutlich besser wirksam als bei Inhalationsallergien.
...
Gegenanzeigen beachten

Vor einer Entscheidung zur SIT müssen bestimmte Kontraindikationen beachtet werden. Aus Sicherheitsgründen sollte sie nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden. Doch ist die Fortsetzung bei lebensbedrohlichen Allergien durch Insektengifte und guter Verträglichkeit ratsam und bei Aeroallergenen möglich. Die für eine SIT gelegentlich propagierte obere Altersgrenze von 50 Jahren ist medizinisch nicht zu halten. Gegen die Durchführung sprechen jedoch gegebenenfalls Erkrankungen, die jenseits des 50. Lebensjahres häufiger auftreten, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einer Betablocker-Medikation.
Unabhängig vom Alter profitieren Patienten mit einer irreversiblen asthmatischen Erkrankung (FEV1 < 70 Prozent des Sollwerts) nicht von einer SIT. Vielmehr sind fortgeschrittene Krankheiten der Atemwege einschließlich Emphysem und Cor pulmonale Kontraindikationen für die SIT, ebenso wie Erkrankungen, an denen Autoimmunprozesse beteiligt sind, zum Beispiel Morbus Basedow, juveniler Typ-I- Diabetes sowie Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Andere schwerwiegende Organerkrankungen, beziehungsweise solche mit nicht vollständig geklärter Ätiologie gelten ebenfalls als Kontraindikation (zum Beispiel Malignome, Tuberkulose, chronisch aktive Hepatitiden, Niereninsuffizienz, Leberfunktionsstörungen, Multiple Sklerose). Neben einer medikamentösen Therapie mit Betablockern ist auch eine immunsuppressive Therapie eine Kontraindikation einer spezifischen Immuntherapie. ...

Warum machst Du denn so eine Hyposensibilisierung?

Grüsse,
Oregano
 
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24.01.11
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Hallo, ich mache die Hyposensibilisierung, weil ich einfach eine heftige Allergie auf Frühblüher habe und es so satt hatte, kaum noch durchschlafen zu können im Frühjahr weil ich permanent meine Nase putzen muss. Trotz Antihistaminika und Cortisonspray.
Ich habe heute Abend noch mit der Hautärztin telefoniert. Sie sagte wieder, dass sie sich eine Verbindung nicht vorstellen könne, weil die Hyposensibilisierung an den Immunzellen andocke? Es würde nicht über das Histamin laufen? Sie will sich aber noch einmal erkundigen. Ich soll mein Antihistaminikum nehmen, weil es mir damit auch darmmäßig besser geht.
Hilft gerade aber nüscht.
Sie meinte wir könnten jetzt eine 2wochige Pause machen und schauen, wie es mir bis dahin geht.....
 
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24.01.11
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Sunny, wie hast Du denn die Allergien in den Griff bekommen?

Danke für eure Antworten, Kerstin
 
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12.10.18
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Frühblüher habe und es so satt hatte, kaum noch durchschlafen zu können

dann hast du dich anscheinend noch nicht genug informiert, was man machen kann und deine ärztin dich auch nicht.

aus der wohnung kann man die blütenpollen durch versch. maßnahmen (vlies an den fenstern usw.usw., s. google) so gut raushalten, daß schlafen kein problem ist.

und nur weil die nase läuft, was man gut vermeiden kann, würde ich nicht die nachteile der hypo. in kauf nehmen.


lg
sunny
 
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24.01.11
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Sunny, wie hast Du denn die Allergien in den Griff bekommen?

Deine beschriebenen Maßnahmen sind nicht vielversprechend. Ich lebe auf einem Bauernhof und muss tagtäglich raus und Tiere versorgen. Ein bisschen Schniefnase halte ich gut aus. Aber so ist es leider nicht
Aber das nur Nebenbei. Das war ja nicht meine Frage.... LG
 
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12.10.18
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kaum noch durchschlafen zu können im Frühjahr weil ich permanent meine Nase putzen muss

das hast du zu deiner frühblüherallergie geschrieben und dafür reichen die auch von allergologen usw. empfohlenen maßnahmen aus.

was ich gemacht hab, war sehr aufwendig und würde dir wohl erst recht nicht gefallen.

es umfaßt u.a. diese maßnahmen, die dazu dienen, daß man in der wohnung keine allergene hat und dann noch andere ernährung usw. usw.


lg
sunny
 
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