Geruch und Geschmacksstörung durch Virusinfektion

ory

Moderatorin
Teammitglied
Themenstarter
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.502
Geruch und Geschmacksstörungen ein oftmals bekanntes Überbleibsel einer starken Erkältung oder einer Grippe , welches bis Dato aber nicht wirklich große Beachtung gefunden hat.
Durch Covid19 wird diesem Symptom mehr Beachtung geschenkt da viele Betroffene diese teilweise mild bis starke Verminderung des Geruchs/Geschmacksvermögen bemerken.

Da der Geruch und der Geschmackssinn aber auch eng mit unserer Gefühlsempfindungen zusammenhängt kann das Riechproblem die Lebensqualität unter Umständen recht stark beeinträchtigen. Man geht aber davon aus, das der Verlust sich nach einer gewissen Zeit von alleine wieder verflüchtigt, demnach kann/sollte man erst einmal eine weniger große Aufmerksamkeit darauf richten. Es kann bis zu 40 Tage nach der Genesung dauern (laut Info), bis die Covid19 Infizierten ihren Geschmacks- und Geruchssinn wieder zurück haben.
Achtgeben sollte man ob der Verlust nicht eventuell doch ein Teil des normalen Alterungsprozesses ist.

Es scheint bei Covid19 nicht ungewöhnlich zu sein, das während und nach der Infektion, es auch nur teilweise zu einem Riechunvermögen kommen kann, welches mit fehlerhaften Riechwahrnehmungen einhergeht, das heißt, das angenehme Gerüche oftmals als ausgesprochen unangenehm empfunden werden oder das unangenehme Gerüche plötzlich einen Anreiz haben den man sich nicht entziehen kann.

Das dies mitunter große Auswirkungen auf den Alltag haben kann, kann man sich lebhaft vorstellen.

Gruß Ory
 
Beitritt
12.10.18
Beiträge
4.116
es kann auch aus anderen gründen zu einem langanhaltenden völligen ausfall des geruchsinns kommen.

vor ca. einem jahr war es bei mir sehr lange und da ich vorher kontakt zu jemandem hatte, der corona hatte und es mich nichts gekostet hat, weil eh einiges beim laborarzt gemacht werden mußte, hab ich den ak-test machen lassen. der war wie erwartet negativ.

ein paar jahre vorher hatte ich es schon mal. da mit negativen auswirkungen, weil ich eine gebrauchte waschmaschine gekauft hab und erst nach einigen wochen feststellen konnte, daß die ganz scheußlich gestunken hat und nach der zeit leider auch etliche sachen die ich darin gewaschen hatte..............

warum ich jeweils etliche wochen nichts riechen konnte, weiß ich nicht, aber es war dann beide male von selbst wieder weg.

aber durch aip, sle usw. hab ich eh immer wieder auch symptome, die auch bei corona und long-covid vorkommen.
teils extrem unangenehm, aber irgendwann wird es auch wieder besser. hoffe ich jedenfalls. :)

es muß also keineswegs immer corona sein, wenn man entsprechende symptome hat. aber dafür gibt es ja mittlerweile auch die schnelltests, die man überall kostenlos machen lassen kann. :)


lg
sunny
 

ory

Moderatorin
Teammitglied
Themenstarter
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.502
Hallo sunny, in diesem Thread geht es ausschließlich um die Geruch und Geschmacksstörung als Spätfolge eines Virusinfektes.

Gruß Ory
 
Beitritt
12.10.18
Beiträge
4.116
aber das weiß man doch erst nicht und muß halt nicht in panik geraten, wenn man nicht gleich testen kann (z.b. sonntags), wenn man weiß, daß es auch andere gründe geben kann. :)


lg
sunny
 
Beitritt
12.05.11
Beiträge
2.683
Aus einem Interview mit einem Dresdener Riechforscher:
Bei wie vielen mit SARS-CoV-2-Infizierten bleibt die Symptomatik nach der Genesung bestehen?
Dazu gibt es noch nicht wirklich gute Zahlen. Wir wissen, dass rund 60 Prozent der Corona-Erkrankten von Riechverlusten betroffen sind. Nach ein bis zwei Monaten bessert sich das bei etwa 80 bis 95 Prozent dieser Betroffenen. Möglich ist, dass feine Aromen nicht erkannt werden. Ein Beispiel wäre, dass Kinder nicht mehr an ihrem Körpergeruch erkannt werden. Leichte Riechverluste können andauern. Bei fünf bis 15 Prozent der Patienten mit Riechverlust bleibt dieser über Monate oder gar Jahre bestehen – eine komplette Heilung ist in den Fällen selten. Angesichts von rund 1,8 Millionen Infizierten, von denen wir inzwischen bundesweit ausgehen, bedeuten 60 Prozent mit Riechverlust 1,1 Millionen Menschen, davon mindestens 54 000 (= fünf Prozent), deren Riechverlust länger besteht.

Sie haben mit der französischen Parfüm- Expertin Marie Urban Le Febvre ein Geruchstraining entwickelt. Wie kam es dazu und wie funktioniert das?
Riechtrainings existieren schon länger. Im Jahr 2008 gab es dazu erste Veröffentlichungen. Über 40 wissenschaftliche Studien haben seither gezeigt, dass Riechtrainings sinnvoll sein können. Wir verwenden monomolekulare Düfte: Rose, Gewürznelke, Zitrone und Eukalyptus. Diese verderben nicht. Das Riechtraining erfordert Geduld. Zweimal täglich und mehrere Monate lang wird etwa 30 Sekunden an jedem Duft geschnüffelt, morgens und abends.

Genauso gibt es aber auch die Ansicht, ein Riechtraining sei sinnlos:
 
Oben