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- 02.01.05
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ganz viele Beschwerden
Hallo Georgia,
Du scheinst etliche Probleme gleichzeitig zu haben. Ich denke, da spielen verschiedene Faktoren zusammen eine Rolle.
Leider hast Du bei den Blutwerten nicht die Normwerte des Labores genannt, ich will versuchen, anhand der Normwerte, die bei vielen Laboren üblich sind, einige Deiner Blutwerte zu interpretieren, wobei ich nur auf die häufiger bestimmten Werte eingehen kann (da ich die Normwerte der selteneren Blutwerte nicht kenne):
Auffällt, dass Du wenig Kalium hast mit 3,8. Der Wert liegt im unteren Normbereich, doch wenn er so niedrig liegt, ist es möglich, dass er auch öfters unterhalb des Normbereiches liegt, vor allem nachts.
Meist hat man, wenn man Kaliummangel hat, auch Magnesiummangel und der macht sich dann auch gern nachts bemerkbar.
Dies kann zu folgenden Problemen führen:
Tachykardien (=viel zu hoher Puls), Herzrhythmusstörungen, Schmerzen (=Krämpfe) im gesamten Körper, also auch im Bauchraum, im Brustraum etc. Vor allem nachts kann es da zu sehr schmerzhaften Verkrampfungen kommen.
Ich habe sowohl Magnesium- als auch Kaliummangel und hatte vor der regelmäßigen Einnahme dieser beiden Stoffe, sehr häufig Schmerzen im Rumpfbereich, also im Bauch (Ober- und/oder Unterbauch), aber auch mal Atemprobleme, weil sich die Bronchialmuskulatur verkrampft. Ebenso kann man scheußliche, migräneartige Kopfschmerzen bekommen, wenn man Magnesiummangel hat, denn auch die Blutgefäße verkrampfen bei Magnesiummangel.
Da Du angibst, auch Durchfälle zu haben, könnte die Ursache von einem immer wieder auftretenden Magnesium- und Kaliummangel auch davon kommen.
Ich war auch öfters mal in der Notambulanz nachts (vor der regelmäßigen Einnahme der beiden Stoffe), weil ich merkte, dass sich der Urin in den Nieren staute und ich hatte dabei auch wieder diese Schmerzen.
Magnesium hat darüber hinaus eine sehr beruhigende Wirkung, es wirkt stressabbauend und ist für Menschen, die nervös und gestresst sind, meist eine Wohltat.
Leider wird Magnesium von den Ärzten oft gar nicht untersucht. Hinzu kommt, dass die Normbereiche bei vielen Laboren sehr großzügig bemessen sind, so dass ein Mangel oft gar nicht erkannt wird, weil man Serum-Blutwerte im unteren Normbereich hat (und dann hat man bei den meisten Ärzten kein Mangel). Besser ist es, sowohl Magnesium als auch Kalium im Vollblut zu bestimmen. Da habe ich immer zu niedrige Werte, obwohl ich schon seit Jahren die Substanzen einnehme.
Aber bitte versuche nicht auf eigene Faust Kalium einzunehmen, denn zuviel davon ist sehr gefährlich. Man muss dies unter ärztlicher Überwachung machen und mit niedrigen Dosierungen beginnen.
Auch bei Magnesium sollte man vor der Einnahme mit dem Arzt sprechen (gerade weil Du ein relativ hohes Kreatinin mit 1,1 hast, wobei das Kreatinin auch stark schwanken kann - es war bei mir auch schon so hoch und ich habe aber meist Werte, die deutlich niedriger sind, z. B. 0.70).
Magnesium würde ich nicht unter einer Dosierung unter 150 mg pro Tag nehmen (ich selbst nehme täglich meist 450 mg, aber man muss sich an die richtige Dosierung "herantasten", der eine braucht mehr, der andere weniger).
Noch etwas wegen des Kreatinins (Wertes der Nierenleistung): Der ist relativ hoch.
Hast Du evtl. öfters Harnwegsinfekte?
Bei Problemen mit den Harnwegen können Beruhigungstabletten sich negativ auswirken, man kann weniger Wasser lassen mit der Folge, dass es schneller zu Harnwegsinfekten kommt und dass es zu Ödemen und Blutdrucksteigerungen kommt.
Du nimmst Beruhigungstabletten ein, ich würde versuchen, diese so weit wie möglich, wegzulassen und wenn der Arzt nichts dagegen hat, eher mal eine Zeitlang Magnesium (und evtl. niedrig dosiertes Kalium, z. B. Tromcardin, Magium K) probieren. Das könnte Dir vielleicht helfen.
Was weiter auffällt, sind die hohen roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und der hohe Hb-Wert. Für eine Frau sind diese Werte sehr sehr hoch und da Du angibst, Diabetes Typ II zu haben und dazu noch Gelenkprobleme hast, würde ich Dir raten, die Eisenspeicherkrankheit ausschließen zu lassen, denn beides, Diabetes wie auch Gelenkprobleme bekommt man mit dieser Krankheit, die leider oft übersehen wird (mein Bruder hat sie und nur weil ich ihn drängte, sich darauf untersuchen zu lassen, wurde sie bei ihm entdeckt - es gibt hier im Forum noch eine Rubrik dafür=Hämochromatose).
Wie hoch ist Dein Speichereisen (=Ferritin)?
Der Wert wäre hier sehr wichtig, ebenso die anderen Eisenwerte wie Serum-Eisen, wie Transferrin, wie Transferrinsättigung.
Du hast zwar keine erhöhten Leberwerte (vielleicht noch nicht), die man mit dieser Krankheit bekommen kann, doch könnte das noch kommen.
Auch dass Du frühzeitig graue Haare bekommen hast, würde zu dieser Krankheit passen. Siehe hier:
Hämochromatose - Wikipedia
Zitat: "Symptome:
Typische Symptome der Hämochromatose sind:
Gelenkschmerzen, vor allem in den Händen, bei Bewegung zunehmend
starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Anfälligkeit für Infekte
Verringerung der Libido, Impotenz; Veränderung und Ausfall der Monatsblutung durch Eiseneinlagerung in der Hypophyse
graubraune Hautpigmentierung, rötliche Flecken, später Bronzetönung der Haut (auch als Bronzediabetes bezeichnet)
Haarausfall, frühzeitige "graue Haare"
Krämpfe im Oberbauch, Brustschmerzen, unregelmäßiger Herzschlag
chronische Hepatitis bis zur Leberzirrhose durch Eiseneinlagerung in der Leber
Diabetes mellitus durch Eiseneinlagerung in die Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Milzvergrößerung (Splenomegalie)
später auch Minderung und Störung der Herzfunktion (Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen) "
Du findest unter diesen Symptomen auch Krämpfe im Oberbauch und ich vermute, dass Deine Bauchschmerzen auch davon kommen könnten, wenn Du diese Krankheit haben solltest.
Hinweisen möchte ich darauf, dass man nicht alle dieser Symptome gleichzeitig haben muss und dass sich einige der Symptome erst im Endstadium einstellen, so hat man die Leberzirrhose erst nach vielen Jahren, nachdem die Krankheit ausgebrochen ist. Bei Frauen wird diese Krankheit erst dann schlimm, wenn die Wechseljahre vorüber sind.
Andererseits kann es natürlich auch andere Ursachen für die hohen roten Blutkörperchen und den höhen Hb-Wert geben.
Ja und was mir noch auffällt, sind die beiden CT´s innerhalb nur weniger Wochen und gleichzeitig der geäußerte Verdacht auf eine Leukämie. CT´s haben ja immens viel Röntgenstrahlung und Röntgenstrahlung kann ja zu Krebs führen. Jedenfalls soll die Blutbildung dadurch geschädigt werden können, es kann bei zu viel Strahlung zu Lymphomen kommen, etc. Ab wann es nun zu viel Strahlung ist, das weiß offenbar kein Arzt so richtig, denn man bekommt dazu die unterschiedlichsten Behauptungen. Aber generell würde ich darauf drängen, ein CT nur machen zu lassen, wenn es gar nicht anders geht.
Aber im Bauchraum geht es oft auch mit einem MRT (=Kernspin-Untersuchung), die zwar teurer ist, dafür aber unschädlich ist (nach bisherigen Erkenntnissen).
Ich habe nicht alle Beiträge durchgelesen, die bisher geschrieben wurden und daher könnte es sein, dass Du meine Tipps schon von anderer Seite bekommen hast.
Gruß
margie
Hallo Georgia,
Du scheinst etliche Probleme gleichzeitig zu haben. Ich denke, da spielen verschiedene Faktoren zusammen eine Rolle.
Leider hast Du bei den Blutwerten nicht die Normwerte des Labores genannt, ich will versuchen, anhand der Normwerte, die bei vielen Laboren üblich sind, einige Deiner Blutwerte zu interpretieren, wobei ich nur auf die häufiger bestimmten Werte eingehen kann (da ich die Normwerte der selteneren Blutwerte nicht kenne):
Auffällt, dass Du wenig Kalium hast mit 3,8. Der Wert liegt im unteren Normbereich, doch wenn er so niedrig liegt, ist es möglich, dass er auch öfters unterhalb des Normbereiches liegt, vor allem nachts.
Meist hat man, wenn man Kaliummangel hat, auch Magnesiummangel und der macht sich dann auch gern nachts bemerkbar.
Dies kann zu folgenden Problemen führen:
Tachykardien (=viel zu hoher Puls), Herzrhythmusstörungen, Schmerzen (=Krämpfe) im gesamten Körper, also auch im Bauchraum, im Brustraum etc. Vor allem nachts kann es da zu sehr schmerzhaften Verkrampfungen kommen.
Ich habe sowohl Magnesium- als auch Kaliummangel und hatte vor der regelmäßigen Einnahme dieser beiden Stoffe, sehr häufig Schmerzen im Rumpfbereich, also im Bauch (Ober- und/oder Unterbauch), aber auch mal Atemprobleme, weil sich die Bronchialmuskulatur verkrampft. Ebenso kann man scheußliche, migräneartige Kopfschmerzen bekommen, wenn man Magnesiummangel hat, denn auch die Blutgefäße verkrampfen bei Magnesiummangel.
Da Du angibst, auch Durchfälle zu haben, könnte die Ursache von einem immer wieder auftretenden Magnesium- und Kaliummangel auch davon kommen.
Ich war auch öfters mal in der Notambulanz nachts (vor der regelmäßigen Einnahme der beiden Stoffe), weil ich merkte, dass sich der Urin in den Nieren staute und ich hatte dabei auch wieder diese Schmerzen.
Magnesium hat darüber hinaus eine sehr beruhigende Wirkung, es wirkt stressabbauend und ist für Menschen, die nervös und gestresst sind, meist eine Wohltat.
Leider wird Magnesium von den Ärzten oft gar nicht untersucht. Hinzu kommt, dass die Normbereiche bei vielen Laboren sehr großzügig bemessen sind, so dass ein Mangel oft gar nicht erkannt wird, weil man Serum-Blutwerte im unteren Normbereich hat (und dann hat man bei den meisten Ärzten kein Mangel). Besser ist es, sowohl Magnesium als auch Kalium im Vollblut zu bestimmen. Da habe ich immer zu niedrige Werte, obwohl ich schon seit Jahren die Substanzen einnehme.
Aber bitte versuche nicht auf eigene Faust Kalium einzunehmen, denn zuviel davon ist sehr gefährlich. Man muss dies unter ärztlicher Überwachung machen und mit niedrigen Dosierungen beginnen.
Auch bei Magnesium sollte man vor der Einnahme mit dem Arzt sprechen (gerade weil Du ein relativ hohes Kreatinin mit 1,1 hast, wobei das Kreatinin auch stark schwanken kann - es war bei mir auch schon so hoch und ich habe aber meist Werte, die deutlich niedriger sind, z. B. 0.70).
Magnesium würde ich nicht unter einer Dosierung unter 150 mg pro Tag nehmen (ich selbst nehme täglich meist 450 mg, aber man muss sich an die richtige Dosierung "herantasten", der eine braucht mehr, der andere weniger).
Noch etwas wegen des Kreatinins (Wertes der Nierenleistung): Der ist relativ hoch.
Hast Du evtl. öfters Harnwegsinfekte?
Bei Problemen mit den Harnwegen können Beruhigungstabletten sich negativ auswirken, man kann weniger Wasser lassen mit der Folge, dass es schneller zu Harnwegsinfekten kommt und dass es zu Ödemen und Blutdrucksteigerungen kommt.
Du nimmst Beruhigungstabletten ein, ich würde versuchen, diese so weit wie möglich, wegzulassen und wenn der Arzt nichts dagegen hat, eher mal eine Zeitlang Magnesium (und evtl. niedrig dosiertes Kalium, z. B. Tromcardin, Magium K) probieren. Das könnte Dir vielleicht helfen.
Was weiter auffällt, sind die hohen roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und der hohe Hb-Wert. Für eine Frau sind diese Werte sehr sehr hoch und da Du angibst, Diabetes Typ II zu haben und dazu noch Gelenkprobleme hast, würde ich Dir raten, die Eisenspeicherkrankheit ausschließen zu lassen, denn beides, Diabetes wie auch Gelenkprobleme bekommt man mit dieser Krankheit, die leider oft übersehen wird (mein Bruder hat sie und nur weil ich ihn drängte, sich darauf untersuchen zu lassen, wurde sie bei ihm entdeckt - es gibt hier im Forum noch eine Rubrik dafür=Hämochromatose).
Wie hoch ist Dein Speichereisen (=Ferritin)?
Der Wert wäre hier sehr wichtig, ebenso die anderen Eisenwerte wie Serum-Eisen, wie Transferrin, wie Transferrinsättigung.
Du hast zwar keine erhöhten Leberwerte (vielleicht noch nicht), die man mit dieser Krankheit bekommen kann, doch könnte das noch kommen.
Auch dass Du frühzeitig graue Haare bekommen hast, würde zu dieser Krankheit passen. Siehe hier:
Hämochromatose - Wikipedia
Zitat: "Symptome:
Typische Symptome der Hämochromatose sind:
Gelenkschmerzen, vor allem in den Händen, bei Bewegung zunehmend
starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Anfälligkeit für Infekte
Verringerung der Libido, Impotenz; Veränderung und Ausfall der Monatsblutung durch Eiseneinlagerung in der Hypophyse
graubraune Hautpigmentierung, rötliche Flecken, später Bronzetönung der Haut (auch als Bronzediabetes bezeichnet)
Haarausfall, frühzeitige "graue Haare"
Krämpfe im Oberbauch, Brustschmerzen, unregelmäßiger Herzschlag
chronische Hepatitis bis zur Leberzirrhose durch Eiseneinlagerung in der Leber
Diabetes mellitus durch Eiseneinlagerung in die Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Milzvergrößerung (Splenomegalie)
später auch Minderung und Störung der Herzfunktion (Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen) "
Du findest unter diesen Symptomen auch Krämpfe im Oberbauch und ich vermute, dass Deine Bauchschmerzen auch davon kommen könnten, wenn Du diese Krankheit haben solltest.
Hinweisen möchte ich darauf, dass man nicht alle dieser Symptome gleichzeitig haben muss und dass sich einige der Symptome erst im Endstadium einstellen, so hat man die Leberzirrhose erst nach vielen Jahren, nachdem die Krankheit ausgebrochen ist. Bei Frauen wird diese Krankheit erst dann schlimm, wenn die Wechseljahre vorüber sind.
Andererseits kann es natürlich auch andere Ursachen für die hohen roten Blutkörperchen und den höhen Hb-Wert geben.
Ja und was mir noch auffällt, sind die beiden CT´s innerhalb nur weniger Wochen und gleichzeitig der geäußerte Verdacht auf eine Leukämie. CT´s haben ja immens viel Röntgenstrahlung und Röntgenstrahlung kann ja zu Krebs führen. Jedenfalls soll die Blutbildung dadurch geschädigt werden können, es kann bei zu viel Strahlung zu Lymphomen kommen, etc. Ab wann es nun zu viel Strahlung ist, das weiß offenbar kein Arzt so richtig, denn man bekommt dazu die unterschiedlichsten Behauptungen. Aber generell würde ich darauf drängen, ein CT nur machen zu lassen, wenn es gar nicht anders geht.
Aber im Bauchraum geht es oft auch mit einem MRT (=Kernspin-Untersuchung), die zwar teurer ist, dafür aber unschädlich ist (nach bisherigen Erkenntnissen).
Ich habe nicht alle Beiträge durchgelesen, die bisher geschrieben wurden und daher könnte es sein, dass Du meine Tipps schon von anderer Seite bekommen hast.
Gruß
margie