Folsäure/Vitamin B12 Mangel/Störung?

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Hallo,

ich habe eine Aminosäureanalyse machen lassen. Laut der Analyse sind Mängel an Vitaminen aufgezeigt wurden, die so laut Labor nicht existieren:
Sie haben eine herabgesetzte Eiweißverdauung, wodurch aus Eiweißen nicht die einfachen Bausteine (Aminosäuren) gewonnen werden können. Stattdessen scheidet Dipeptide (zwei aneinander gebunden Aminosäuren) Carnosin und Anserin aus (beides hoch). Das deutet auf einen angeborenen relativen Carnosinase-Mangel hin. Die Kompensation durch zink- und mangnabhängige (eiweissspaltende) Peptidasen ist, was die zinkabhängige Form angeht, ungenügend. Es besteht ein Zinkmangel!

Labor:
01.03.2016: Zink im Vollblut, 6,6 mg/l (7,3-7,7),
08.06.2016: Zink im Vollblut, 6,9 mg/l (7,3-7,7),
28.03.2017: Zink im Vollblut, 6,9 mg/l (7,3-7,7),
17.11.2017: Zink im Vollblut, 6,7 mg/l (7,3-7,7).
Es gibt Schwankungen im Blut Zucker Spiegel. Bei niedrigen Werten werden Aminosäuren umgewandelt in Glukose. Ammoniak das hier bei freikommt wird gebunden an Alfa-Ketoglutasäure das umgewandelt wird in Glutaminsäure und letztendlich im Glutamin das mit dem Urin ausgeschieden wird. Das Problem hier ist aber die niedrige P5P Werte. Für diese Umwandlung braucht man P5P (Vitamin B6). Es besteht ein ernsthafter Mangel an P5P. P5P wird in der Muskulator und Leber abgelagert an bestimmte P5P-Abhängige Enzyme. Dadurch wird die Glykogen-Synthese stark reduziert sein aber auf die Möglichkeit um Glucose zu produzieren. Bei einem niedrigen Blutzuckerwert werden Aminosäuren in Glukose umgewandelt unter Einfluss von Adrenalin. Normal würde man das sehen weil dann Glutaminsäure in Glutamin umgewandelt wird und im Urin ausgeschieden wird. Aber diese Schritte sind P5P abhängig und da ist kaum Glutaminsäure vorhanden.

Das ein B6-Mangel vorliegt kann laut Labor nicht bestätigt werden. Im Gegenteil es ist teilweise zuviel Vitamin B6 vorhanden:

Labor:
02.06.2016: Vitamin B6 im Vollblut: 105,40 ng/ml (4,1-43,7),
28.03.2017: Vitamin B6 im Vollblut, 32,5 ng/ml (4,1-43,7).

Glutaminsäure ist aber auch ein Bestandteil von Folsäure. Es gibt ein Verdacht auf Defizite von Vitamin B12 (Methylcobalamine) und/oder Folsäure oder es liegt eine Störung im Folsäurestoffwechsel vor. In jedem Fall gibt es Defizite von B12 oder Folsäure.

Laut Labor habe ich keine Mängel an Folsäure/B12:

B12: 3217 pg/ml (600-982),
Folsäure Speicherstatus: 1140 ng/ml (> 750).
Es gibt eine Störung in der Methylierung: 1-Methylhistidin ist herabgesetzt. das deutet auf einen Mangel an aktivem Vitamin B12 (Methylcobalamin) und/oder Folsäure (THF) hin. Die Methylgruppe, die in diesem Prozess gebildet wird, wird übertragen auf einen anderen Prozess wie die Bildung von Myelin (Isolation um das Nervengewebe), die Bildung von DNS oder Adrenalin. Wenn wenig Bedarf ist, wird die Methylgruppe auf Vitamin B12 übertragen, das so zu Methylcobalamin aktiviert wird. Hier werden Methylgruppen aus der Isolation der Nerven geholt und es drohen MS-artige Beschwerden.
Irgendwie bin ich mir jetzt nicht sicher was ich machen soll?

Momentan nehme ich für die kürzliche festgestellte HPU das Depyrrol ein. Zudem Magnesium, Vitamin D, K2, 5HTP, Tyrosin und Taurin.

Kann mir jemand helfen?
 
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Kate

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Hallo ppGerm,

sehe ich es richtig, dass zwei verschiedenene Labore im Spiel sind: eines für die Aminosäuren-Untersuchung (im Urin? von einem Labor aus NL?) und eines für die Blutwerte?

Ich gebe ehrlich zu, dass ich den Ausführungen zur Aminosäure-Untersuchung nur teilweise folgen kann. Zudem macht - soweit ich das mal recherchiert habe und noch erinnere - die Untersuchung im Urin eine andere Aussage als die im Blut (Plasma) und ich bin mit deren Interpretation nicht vertraut (sie zielt wohl auf Stoffwechselstörungen ab).

...ich habe eine Aminosäureanalyse machen lassen. Laut der Analyse sind Mängel an Vitaminen aufgezeigt wurden, die so laut Labor nicht existieren:...
Hiermit meinst Du dann das andere Labor? ... das aber doch:

Labor:
01.03.2016: Zink im Vollblut, 6,6 mg/l (7,3-7,7),
08.06.2016: Zink im Vollblut, 6,9 mg/l (7,3-7,7),
28.03.2017: Zink im Vollblut, 6,9 mg/l (7,3-7,7),
17.11.2017: Zink im Vollblut, 6,7 mg/l (7,3-7,7).
... einen Zinkmangel aufzeigt?

Das ein B6-Mangel vorliegt kann laut Labor nicht bestätigt werden. Im Gegenteil es ist teilweise zuviel Vitamin B6 vorhanden:

Labor:
02.06.2016: Vitamin B6 im Vollblut: 105,40 ng/ml (4,1-43,7),
28.03.2017: Vitamin B6 im Vollblut, 32,5 ng/ml (4,1-43,7).
Nach meiner Information macht die Untersuchung von B6 im Blut (welche Arten wurden überhaupt untersucht, es gibt mindestens 3?) nicht viel Sinn. Und gerade bei KPU/HPU sollen diese (laut Aussage des KEAC, soweit ich es erinnere) oftmals erhöht sein, während trotzdem in den Zellen Mangel herscht.

Infos dazu findest Du

- in der KPU-/HPU-Rubrik
- womöglich im Lexikon zur KPU-/HPU-Rubrik
- in Lexikon dieser Rubrik hier in den Artikeln zu Laboruntersuchungen

Laut Labor habe ich keine Mängel an Folsäure/B12:

B12: 3217 pg/ml (600-982),
Folsäure Speicherstatus: 1140 ng/ml (> 750).
Bezüglich des B12 ist soweit ich informiert bin der Serum-Wert nur sehr eingeschränkt aussagekräftig für die Versorgung der Zellen und funktionelle Mängel. Du findest dazu sehr viele Informationen im Forum (siehe auch oben genannte Quellen). Mit Folsäure-Untersuchungen kenne ich mich nicht aus.

Irgendwie bin ich mir jetzt nicht sicher was ich machen soll?
Das kann ich verstehen und würde mich eventuell an Deiner Stelle nochmal an das Labor wenden, das die Aminosäure-Untersuchung durchgeführt hat, um die Aussagen besser zu verstehen, und/oder falls vorhanden den Arzt, der es beauftragt hat.

Zusätzlich könntest Du den B6- und B12-Status nochmals mit anderen, besser geeigneten, Labormarkern untersuchen lassen.

Eventuell bist Du auch in der KPU-/HPU-Rubrik besser aufgehoben als hier, da dort womöglich einige die gleiche Untersuchung im gleichen Labor haben machen lassen.

Gruß
Kate
 
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Hallo ppGerm,

02.06.2016: Vitamin B6 im Vollblut: 105,40 ng/ml (4,1-43,7),
28.03.2017: Vitamin B6 im Vollblut, 32,5 ng/ml (4,1-43,7).
Den ersten Wert interpretiere ich als kompensatorisch erhöht - ich vermute, dass zu der Zeit in deinem Gewebe ein Mangel bestanden hat.
Der zweite Wert ist gut.
Weißt Du noch, was Du bei letzterem anders gemacht hast?

B12: 3217 pg/ml (600-982),
Der Wert ist ja ziemlich weit über der Norm. Wurde da unmittelbar vor der Blutabnahme viel B12 eingenommen?
Kann mir jemand helfen?
Mir haben tgl 225 mg Vitamin C in Retard-Form sehr geholfen. Vitamin C verstärkt die Leberentgiftung und, zumindest bei mir, wichtige Teile des Vitamin B-Stoffwechsels.
Dazu habe ich diesen Thread eröffnet:
https://www.symptome.ch/vbboard/kry...137820-vitamin-c-fuer-ap-leberentgiftung.html
Daneben hat sich bei mir herausgestellt, dass Diäten die Leber und ihren Stoffwechsel so stark belasten, dass das B6 nicht richtig verstoffwechselt werden konnte. Ob ich mit dauerhafter Vitamin C-Retard-Supplementation wieder leichte Diäten machen kann, muss ich noch austesten.

Gruß
Hans
 
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Der erhöhte festgestellte B6 Wert aus dem Jahr 2016 kam ohne Supplements zustande. Erst danach habe ich aktives B6 (P5P) eingenommen und der Wert ging nach unten in den Normalbereich. Ich glaube es liegt daran, dass ich nur P5P vertrage. Erst kürzlich wurde eine HPU festgestellt.

B12 ist erhöht weil ich subkutan spritze. Von daher okay. Methylmalonsäure und Holo-TC waren ebenfalls in Ordnung, von daher gehe ich davon aus das B12 gut verwertet wird. Obwohl der Aminosäure-Befund sagt ich hätte einen B12/Folsäuremangel, was ich nicht verstehe.

Zum Depyroll nehme ich 2 Kapseln Vitamin C Camu Camu = 250 mg natürliches Vitamin C.
Welches Vitamin C als Retard nimmst du ein?
 
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Ich glaube es liegt daran, dass ich nur P5P vertrage. Erst kürzlich wurde eine HPU festgestellt.
P5P vertrage ich auch besser - außer ich nehme das Vitamin C Retard (dann vertrage ich auch 100% Pyridoxin).
Welches Vitamin C als Retard nimmst du ein?
Orthomol Vitamin C Depot. Von den Zusatzstoffen ist es nicht das beste, aber es wirkt.
 
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Kate

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Hallo ppGerm
Der erhöhte festgestellte B6 Wert aus dem Jahr 2016 kam ohne Supplements zustande. Erst danach habe ich aktives B6 (P5P) eingenommen und der Wert ging nach unten in den Normalbereich. Ich glaube es liegt daran, dass ich nur P5P vertrage. Erst kürzlich wurde eine HPU festgestellt.
Das ist (ich knüpfe nochmals bei dem oben von mir geschriebenen an) "der Klassiker". Genau so wird es vom KEAC und wie ich meine auch einigen Usern in unserer Forums-Rubrik geschildert.
B12 ist erhöht weil ich subkutan spritze. Von daher okay. Methylmalonsäure und Holo-TC waren ebenfalls in Ordnung, von daher gehe ich davon aus das B12 gut verwertet wird.
Dann hast Du bezüglich des B12 ja doch die aussagekräftigeren Untersuchungen machen lassen (bei der Methylmalonsäure hoffentlich auf Kreatinin bezogen). Sofern Du hinreichend weit "im grünen Bereich" liegst, würde ich das Ergebnis auch als valide ansehen (denn es gibt verschiedene Grenzwerte bzw. von GANZIMMUN wurde da zumindest noch vor einigen Jahren auch ein "Graubereich" definiert).

Obwohl der Aminosäure-Befund sagt ich hätte einen B12/Folsäuremangel, was ich nicht verstehe.
Es könnte ja ein Folsäuremangel sein. Bei den Stoffwechsel-Untersuchungen mittels organischer Säuren im Urin ist es bei vielen Parametern so, dass man nicht präzise auf einen bestimmten Mangel schließen kann, sondern mehrere infrage kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass dies bei Aminosäure-Untersuchungen im Urin auch so ist. Diese Frage hast Du übrigens nicht beantwortet... ist es eine Urin-Untersuchung?

Ebenso wie meine anderen Fragen... was mich einmal mehr denken lässt, dass Dein Beitrag wohl besser in die KPU-Rubrik verschoben werden sollte. Bitte äußere Dich mal dazu, ob es einen Grund gibt, warum Du den Beitrag hier platziert hast. Ich würde ihn sonst zeitnah verschieben.

Gruß
Kate
 
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Vielen Dank das ihr euch meinem Thema annimmt.

Ich habe eher mit den Symptomen einer klassischen CFS zutun. Momentan eher schlimmer, aber das liegt glaube ich an den Entgiftungserscheinungen, da ich gerade in Begleitung mit meiner Heilpraktikerin eine Schwermetallentgiftung durchführe (habe auch HPU, kürzlich festgestellt). Aber schlecht geht es mir schon Jahre.

Die Aminosäureanalyse wurde aus dem 24h/Urin gemacht im Labor von KEAC.

Nochmal zum B6 aus dem Jahre 2016:
Vitamin B6 (Pyridoxalphosphat) im Serum: 24,8 ug/l (4,6-18,8),
Vitamin B6 (Labor Biovis: Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal zusammen im Vitamin B6-Wert ausgewiesen) 105,40 ng/ml (4,1-43,7).

Zum B12:
Methylmalonsäure: 0,80 mg/g Crea (< 2,3),
B12 immer über >2000.

Vielleicht ist der Methylierungszyklus gestört?
 
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Hier habe ich noch ein Profil über Nitrosativer Stress/Mitochondrien beigefügt:

Intakte und geschädigte Mitochondrien,
LDH - LDH 5 (keine Ahnung was diese Werte bedeuten),
Vitamine: u.a. Vitamin C niedrig, B3 niedrig,
Vitamin K1/K2 Mangel,
Lactrat/Pyruvat verschoben,
Glutamat zu hoch, Dopamin zu niedrig.

Kann man darauf etwas erkennen? Oder sollten weitere Untersuchungen veranlasst werden? Das größte Problem momentan sind diese Wahrnehmungsstörungen/Benommenheit und Stromgefühle in den Beinen, fühle mich erschöpft, nicht konzentriert.

Folgende NEMs nehme ich:

Depyrrol Kind NF:
P5P: 12,5 mg
Zink: 15 mg
Magngan: 5 mg

Vitamin D Tropfen 5000
Super K, K1/K2 (MK-4, MK-7) 2600 mcg
Magnesium retard 400 mg

Vitamin B12 (MHA) 1000 ug
Folsäure (L-5-MTHF) 800 ug

L-Thrypthophan 500 mg
 

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