Dissertation Amalgam

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10.01.04
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Hier wurde untersucht, ob Schwermetalle ausgeschieden wurden:

Studien mit Kontrolle des Ausscheidungsproduktes Urin zeigten die Auswirkung von Fischverzehr auf Arsen- und Quecksilberkonzentrationen in den Urinproben oder die forcierte Ausscheidung von Arsen-, Selen-, Quecksilber- und Zinnverbindungen nach Einnahme des metall- und metalloidbindenden Präparates Asparagus P. Studien mit Kontrolle des Ausscheidungsproduktes Stuhl zeigten die forcierte Ausscheidung von Germanium-, Arsen-, Quecksilber- und Zinnverbindungen nach Einnahme der metall- und metalloidbindenden Alge Chlorella pyrenoidosa.
://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DocumentServlet?id=10714

Hier wird auch "Asparagus P" genannt:
www.meine-gesundheit.de/646.0.html
Warum Asparagus-P® ?


Schon lange sind Wissenschaftler auf der Suche nach einem Diuretikum (Entwässerungsmittel), das auf der einen Seite verlässlich wirkt und auf der anderen Seite den Elektrolythaushalt unbeeinflusst lässt. Unter den synthetischen Diuretika erfüllt keine Substanzklasse diese hohen Erwartungen. Die pflanzliche Wirkstoffkombination aus Spargelwurzelpulver und Petersilienkrautpulver – wie in Asparagus-P® - kommt diesem Ideal sehr nahe.


Spargelwurzel enthält Saponine und Fructane, aber auch wichtige Mineralstoffe (Kalium, Calcium, Phosphor), Vitamine (B1, B2, C) und Spurenelemente (Zink, Molybdän). Außerdem enthält Spargel einen hohen Anteil an besonderen schwefelhaltigen Verbindungen, die im Körper schädliche Stoffe (wie z.B. Schwermetalle) binden und wasserlöslich machen; dadurch helfen sie der Niere bei der Entgiftung.
Gruss,
Uta
 

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30.07.06
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super,

dass du das gefunden hast, uta. das ist ja endlich mal
eine wissenschaftliche quelle, die die ausleitende wirkung
von chlorella und schwefelhaltigen pflanzen belegt....

interessant fand ich auch, dass die ausleitung mal über leber
und mal über die nieren läuft.

im buch von dr. mutter steht z.b ja auch beschrieben,
dass die ausleitung mithilfe des schwefelhaltigen bärlauchs
überwiegend über die nieren abläuft.

das interessiert mich gerade besonders,
da ich jetzt mal langsam aufhören möchte, chlorella zu nehmen

und trotzdem die schöne bärlauch-saison ausnutzen will
(es gibt da so ein wäldchen in meiner nähe
und ich hab schon fleissig pesto produziert-lecker!)

sonnige grüsse von karin
 
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10.01.04
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Bei uns blüht er schon...


Noch eine Frage zum Bärlauch: ich dachte, man muss auf jeden Fall Chlorella dazu nehmen?

Gruss,
Uta
 
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30.07.06
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kann ich dir auch nich genau sagen, uta
ausser dass mans immer wieder so hört,
dass das angebracht wäre.....

ich nehme an, dass hg letztendlich
über beide organe ausgeleitet wird

meine entgiftungssymptome sind insgesamt
schon sehr zurückgegangen

ich wills mit kleineren mengen bärlauch
jetzt einfach mal vorsichtig ohne chlorella versuchen,

aber auch gleichzeitig sicherstellen,
dass meine verdauung gut funktioniert

einmal wöchentlich nach meiner kohleeinnahme
werd ich dann richtig in die vollen gehen

... und für die nächsten stunden
sämtliche anderen menschen meiden :D

machts schön. karin
 
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04.04.07
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auch mal interessant:

Die wichtigsten Ergebnisse der GZM – Studie

Das Hochschulprojekt „Münchener Modell“ und die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin e.V. (GZM) befragten bundesweit 6744 Patienten von Zahnärzten nach Beschwerden sowie nach Zahl und Material ihrer Füllungen. Das Ergebnis dieser repräsentativen, bislang unveröffentlichten Untersuchung:

1. Die Beschwerdehäufigkeit und –intensität bei Patienten mit und ohne Amalgamfüllungen ist gleich.

2. Es ergab sich kein Zusammenhang zwischen der Zahl der Amalgamfüllungen und den Beschwerden. Sie nahmen nicht mit der Zahl der Füllungen zu.

3. Patienten, die bereits eine Amalgamsanierung hinter sich hatten, hatten insgesamt geringfügig weniger Beschwerden als Patienten vor der Sanierung. Die Gründe sollen weitere Studien klären.


Ärzte, die im Amalgam nicht ebenfalls die Wurzel für fast jedes Gebrechen sehen wollten, wurden als „industriehörig“ und „Schulmediziner“ verteufelt – obwohl auch sie stets einräumten, daß es durchaus Patienten gibt und gab, die überempfindlich auf den Füllstoff reagieren.

Im Biotop der „Ökochonder“, jener neuen Spezies von eingebildeten Umweltkranken, fiel die These vom Amalgam als Krankheitsverursacher Nummer eins dagegen auf fruchtbaren Boden – bot sie doch einer gläubigen Klientel eine simple Erklärung für Krankheiten, deren Ursachen bis heute weitgehend unbekannt sind. Kein Wunder, daß auch der mit Umweltfragen und den daraus resultierenden Ängsten befaßte BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) das Thema auf- und in die emotionsbeladene Diskussion eingriff. Die Umweltschützer initiierten den „weltweit größten Feldversuch zur Freisetzung von Quecksilber aus Amalgamfüllungen“ über ihre Kinderstiftung Momo und verhalfen ihr dabei zu größerer Bekanntheit. Mit an Bord: das Institut für Organische Chemie und ein Arbeitskreis Umweltanalytik, beide Universität Tübingen.
Gegen Einsendung von 40 Mark erhielten über 20 000 „hochmotivierte“ Probanden einen Speicheltest, der von den Tübinger Chemikern dann auf seinen Quecksilbergehalt analysiert wurde.

lieber gruß
andreas
 

oli

auch mal interessant:

Die wichtigsten Ergebnisse der GZM – Studie

1. Die Beschwerdehäufigkeit und –intensität bei Patienten mit und ohne Amalgamfüllungen ist gleich.

2. Es ergab sich kein Zusammenhang zwischen der Zahl der Amalgamfüllungen und den Beschwerden. Sie nahmen nicht mit der Zahl der Füllungen zu.

3. Patienten, die bereits eine Amalgamsanierung hinter sich hatten, hatten insgesamt geringfügig weniger Beschwerden als Patienten vor der Sanierung. Die Gründe sollen weitere Studien klären.

Im Biotop der „Ökochonder“, jener neuen Spezies von eingebildeten Umweltkranken,
zu 1.
Die Studien sind falsch aufgebaut. Amalgam verursacht Langzeitschäden, man muss Menschen über Jahrzehnte beobachten. Auch die Füllungen der Mutter sind für die Kinder gefährlich, da sie das Gift über den mütterlichen Stoffwechsel in der Schwangerschaft abkriegen. Habe leider keine Qullen, aber in Säuglingen, die nach der Geburt gestorben sind, fand man hohe Mengen Quecksilber. Das bedeutet, dass auch Menschen ohne Amalgamfüllungen davon betroffen sein könnten.
Desweiteren spielen viele andere Zahn- und Umweltgifte mit rein. Amalgam ist zwar anscheinend ein essentieller Faktor, aber nicht der einzige "Krankmacher".

zu 2.
Das fällt auch unter Punkt 1. Diese Sicht ist stark reduktionistisch und vereinfachend. Eigentlich ist es eine Schande, dass Menschen, die sich damit auskennen, solche Untersuchungsdesigns erstellen. Das ist Vorsatz, denn wenn man grundlegende Punkte nicht beachtet und die Untersuchungsergbenisse als objektiv verkauft, ist die Studie verfälscht. Man kann auch die Ungefährlichkeit von Rauchen beweisen wenn man will: Man nimmt einfach 1000 Raucher im Alter von 20 Jahren und vergleicht die Krankheiten derer mit Nichtrauchern im selben Alter. Da wird man keine Unterschiede finden, auch die Dosis des Gifts wird dabei eine Untergeordnete Rolle spielen.
Man kann jede Studie fälschen, bzw milder: man kann jede Untersuchung so aufbauen, dass das gewünschte Ergebnis dabei heraus kommt.

zu 3.
Dies ist ebenfalls reduktionistisch. Wenn man sich mit der Thematik eingehend beschäftigt, weiss man, dass allein der Austausch nicht langt. Oft müssen Gegengifte gegeben werden, der Lebensstil muss sich ändern (Ernährung und Wohngifte) oder eine Kiefersanierung ist angezeigt. Wenn die Füllungen ohne Vorsichtsmaßnahmen entfernt werden, atmet man große Mengen Staub und Gas ein.
Ein Freund von mir betreute man einen 18jährigen, der "merkwürdigerweise" kurz nach dem Austausch aller Füllungen in einer Sitzung MS bekam. Den Zusammenhang MS-Amalgam könnte man hier natürlich auch wieder verleugnen. Die Medizin allerdings, die sonst einfache Korrelationen als Kausalitäten verkauft, lässt solch drastische Vorfälle nicht gelten.

Der Begriff "Ökochonder" ist eine Frechheit. Es ist alles messbar und beweisbar. Die meisten Ärzte kennen sich damit nur nicht aus. Tino Merz, ein Toxikologe schreibt, dass der vielgepriesene Stand der Wissenschaft beim Thema Umweltkrankheiten immer falsch zitiert wird: der Stand der Wissenschaft ist demnach nicht, dass man nichts beweisen kann und dass die Umweltkranken alle Spinner sind, sondern, dass es beweisbare Pathologien gibt.
Diese sind nur leider nicht besonders ruhmbringend für unseren modernen Lebensstil, Politik und Industrie. Daunderer hat das mal so ungefähr formuliert: "Im Stammland der chemischen Industrie darf es keine Umweltkranken geben". Wenn man drüber nachdenkt, ein Satz mit sehr großer Tragweite, der sehr viel aussagt.
Wenn man anfängt, sich differenziert und ernsthaft mit diesem Thema auseinander setzt, kommt man zu interessanten Einsichten.

Interessante Links für Dich, Holon, zum Weiterbilden:
Die meisten wissenschaftlichen Arbeiten sind wahrscheinlich falsch - pressetext.austria
Nachrichten und Analysen auf ZEIT online - Wissen - -
''Korrupter Einfluss der Pharmaindustrie'' Gefälschte Studien, beeinflusste Behörden, verschwiegene Risiken - Deutschland - sueddeutsche.de
www.dr-merz.com/Umweltmedizin/umweltmedizin.html
CSN - Chemical Sensitivity Network
 
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16.02.05
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Lieber Oli,

klasse Beitrag!

(musste jetzt gesagt werden...)

und kurz für Holon... ich hatte zum Thema Tübingen hier schon mal was geschrieben...
 

oli

Lieber Oli,

klasse Beitrag!

(musste jetzt gesagt werden...)

und kurz für Holon... ich hatte zum Thema Tübingen hier schon mal was geschrieben...
Oh, welche Ehre, vom "Meister der Streitkunst" gelobt zu werden :D

Das mit der Tübinger Studie ist ja erschreckend, aber ich denke, dass es oft so abläuft. Ich habe mal einen alten Film über Pasteur gesehen. Er machte Mikroben für die Komplikationen bei der Geburt verantwortlich. Seine Beweise waren die Mikroskopischen Beobachtungen und Versuche mit Schafen (Verringerung der Sterberate bei der Geburt durch Abkochen des OP-Bestecks). Trotz Beweisen wurde er - als junger Forscher - von den Etablierten verlacht und diffamiert. Er wurde angegeriffen, als hätte er Gott gelästert und es dauerte lange bis sein Wissen Konsens wurde.
Heute stellt die Existenz der Mikroben keiner mehr in Frage.

Die Wissenschaft ist ein ganz eigener "Organismus", der nach seinen eigenen Regeln fuktioniert. Früher wurde - streng wissenschaftlich natürlich - drüber diskutiert, ob die "Neger" Menschen oder Tiere sind. Oder ob sich Kriminelle anhand ihrer Körpermaße identifizieren lassen. (Anthropometrie)
Ein Forscher wollte mal herausfinden, ob es die Seele gibt und ob sie den Körper nach dem Tode verlässt. Dazu wog er den Leichnam vor und nach dem Exitus. Was dabei rauskam, weiss ich nicht mehr. Aber dieser Versuch an sich ist schon - aus heutiger Sicht - haarsträubend.
So wird man in ein paar Jahrzehnten vielleicht oder hoffentlich auch über die komplette Ignoranz bezüglich der Thematik Umweltgifte (und ähnliches) schmunzeln...
 

oli

Noch was zur Lernfähigkeit von Menschen und der angeblichen "Vernunftbegabung" unserer Spezies (was uns ja so gloreich von den "primitiven" Tieren unterscheidet....):

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war Quecksilber ein weit verbreites Mittel zur Behandlung der Syphilis. Dazu wurde das Quecksilber in der Regel auf die Haut aufgetragen oder gelegentlich sogar inhaliert, wobei es in vielen Fällen zu Vergiftungserscheinungen kam. Syphilis galt als Volksseuche und Anspielungen auf die Symptome der Syphilis sowie der damit einhergehenden Quecksilbervergiftung finden sich in vielen literarischen Werken der damaligen Zeit.
In manchen Ländern werden oder wurden quecksilber-organische Verbindungen zum Beizen von Saatgut verwendet. Dabei kam es im Irak 1971-1972 zu Massenvergiftungen infolge des Verzehrs von Saatgut.
und

Früher wurden Quecksilbersalze von Hutmachern zum Gerben von Filz (für Filzhüte) verwendet. Der englische Ausdruck mad as a hatter („verrückt wie ein Hutmacher“), der durch die Figur des verrückten Hutmachers in Lewis Carrolls Alice im Wunderland populär wurde, ist dahingehend gedeutet worden, dass bei Hutmachern der häufige Kontakt mit Quecksilber eine chronische Vergiftung zur Folge hatte. Deren Symptome, insbesondere motorische Störungen, habe dann zur Prägung des Ausdrucks geführt. Diese Deutung ist allerdings umstritten ([2]).
Quellen: Quecksilber - Wikipedia

Der Mensch lernt nicht. Bildlich gesprochen fasst er immer wieder in die lodernde Flamme. Der Hund oder die Katze etwa lernt wenigsten draus und meidet das Feuer. Der Mensch springt mit Vergügen wieder in den Brandherd und schimpf auf alle, die lieber nicht springen...
 
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16.02.05
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Ein Forscher wollte mal herausfinden, ob es die Seele gibt und ob sie den Körper nach dem Tode verlässt. Dazu wog er den Leichnam vor und nach dem Exitus. Was dabei rauskam, weiss ich nicht mehr. Aber dieser Versuch an sich ist schon - aus heutiger Sicht - haarsträubend.
passender Filmtip: 21 Gramm
 
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04.04.07
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ich meinte es würde euch interessieren mal eine wissenschaftliche studie die sich auf so viele menschen stüzt zu lesen.

ich denke auch das der begriff ökhonder nicht nett ist.
das sollte man vermeiden.
der ausdruck kommt auch nicht von mir.

lieber gruß
andreas
 
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10.01.04
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Man müsste das STudien-Design kenne, um beurteilen zu können, wie "wissenschaftlich" diese STudie ist.
Das Hochschulprojekt „Münchener Modell“ und die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin e.V. (GZM) befragten bundesweit 6744 Patienten von Zahnärzten nach Beschwerden sowie nach Zahl und Material ihrer Füllungen. Das Ergebnis dieser repräsentativen, bislang unveröffentlichten Untersuchung:
Dieser Satz klingt so, als ob Patienten nur befragt wurden, ohne sie körperlich zu untersuchen, ohne DMPS-Test usw. Aber wie gesagt: ich weiß nicht, wie die Studie aufgebaut wurde, und das müsste man wissen.
Es wäre nicht das erste Mal, daß wichtige Tests einfach weggelassen wurden, um auf das erwünschte Ergebnis zu kommen.

www.hennek-homepage.de/selbsthilfeinitiative/amalgam.htm

Volksvergiftung Amalgam: Quecksilber etc.:
-- die Tatsache von anhaltenden Symptomen nach der Füllungsentfernung ist kein Beweis, dass die Symptome andere Ursachen als Hg haben (S.120)
Es tut mir für Dich leid, daß bei Deiner Frau die Amalgamentfernung nichts gebracht hat. Das ist bedauerlich, aber auch das kommt natürlich vor. Das heißt aber nicht, daß nun alle Amalgamentfernungen nichts bringen und alle Recht haben, die das für Unsinn halten.

Gruss,
Uta
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
24.10.05
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Noch was zur Lernfähigkeit von Menschen und der angeblichen "Vernunftbegabung" unserer Spezies (was uns ja so gloreich von den "primitiven" Tieren unterscheidet....):

Der Mensch lernt nicht. Bildlich gesprochen fasst er immer wieder in die lodernde Flamme. Der Hund oder die Katze etwa lernt wenigsten draus und meidet das Feuer. Der Mensch springt mit Vergügen wieder in den Brandherd und schimpft auf alle, die lieber nicht springen...
Dies ist das Problem des Lernens von Erwachsenen: Ein Erwachsener ändert sein Verhalten erst dann, wenn er mit dem Rücken zur Wand steht - oder auch nicht, indem er sagt: Und dennoch habe ich recht!

Alles Gute!
Gerold
 
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