Corona-Virus: Meinungen abseits des Mainstreams

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In vielen Ländern ist das Gesundheitssystem wegen Covid-19 komplett zusammengebrochen, da geht gar nichts mehr. Das kommt davon, wenn man auf die falschen Leute hört.

Hierzulande ist das aber nicht der Fall, die Intensivstationen sind kaum belegt.
Dass die Betten leer zu halten sind, ist das Problem. Und dass die Leutchen sich nicht mehr zum Arzt / KH getraut haben und trauen.

(Die KH bekommen übrigens für jedes freigehaltene Bett mehr Geld aus Steuermitteln, als für belegte von den Kassen. Bei Intensivbetten nochmal viel mehr. Profit zählt als einziges seit den Privatisierungen).

In deutschen Krankenhäusern wurden in der Corona-Krise weit über eine Million Behandlungen weniger durchgeführt als üblich. Auch in mitteldeutschen Kliniken blieben viele Betten leer. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft befürchtet nun Folgeschäden. Man sehe Fälle mit verschleppten, nicht mehr korrigierbaren Beschwerden.
Man gehe im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Mai von rund 1,6 Millionen Behandlungen weniger aus, teilte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem MDR mit. Diese Zahl ergebe sich aus dem Rückgang der Behandlungen von Patienten in den Krankenhäusern um rund 50 Prozent im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen. Das bedeute zugleich, dass auch hunderttausende Operationen verschoben worden seien. Genaue Zahlen werde es allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt geben.
2018 führten deutsche Klinikärzte noch knapp 17 Millionen Operationen durch. In diesem Jahr dürfte der Wert deutlich niedriger liegen. Auch hier gibt es noch keine exakten Daten, weder auf Bundesebene noch in den Ländern. Nach Recherchen des MDR sind aber beispielsweise in Sachsen-Anhalt in der Spitze bis zu 80 Prozent der geplanten OPs abgesagt worden.
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Kate

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Hallo Orangerl
Auf QAnon-Inhalte geh ich hier im Forum nicht ein, weil ich das unserem admin so zugesagt hab.
Ich denke, Du weißt es selbst, dass Du Deine Zusage an Marcel ad absurdum führst, indem Du diese Andeutungen machst. Denn damit stößt Du ja das Thema dennoch an, zudem sind Absprachen mit der Moderation generell nichts, das öffentlich diskutiert werden sollte.

Es wäre nett, wenn Du dies zukünfig berücksichtigen würdest :)

Gruß
Kate
 
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Lustiig auch, wie da jemand regelmässig persönlich wird wenn die Argumente versagen oder generell andere Meinungen nicht passen..
Ja, schlimm. 😭 Nimm dir doch einfach ein Beispiel an Attila Hildmann, der hat jetzt den Verschwörungstheorien abgeschworen:

 
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Ich habe übrigens nicht den Eindruck, dass die Leute besonders ängstlich sind. Eher ärgerlich über die Einschränkungen, aber insgesamt doch recht diszipliniert. Mit eurer Psycho-Angstmasche werdet ihr nicht viele mobilisieren können - mich auch nicht. :cool:
Ich würde sagen, Du unterhältst Dich mal mit jenen Menschen, die Angstpatienten betreuen, die werden Dir ganz was anderes sagen. Ich kenne ein paar von Haus aus ängstliche Menschen, die haben es jetzt besonders schwer und haben eine sehr spezielle Angst vor einem Virus, wo aktuell die Chance, sich anzustecken, so ungefähr wie im Lotto zu gewinnen ist (zumindest bei uns in OÖ).

Andere ängstliche Menschen wiederum haben Angst vor der Willkür, die die Regierung an den Tag gelegt hat. Über andere Menschen drüberfahren erzeugt zuerst einen Schock, dann Angst.

Ich weiß nicht, ob Du Psychotherapeuten kennt, ich schon (beruflich), die können Dir ein Lied singen von den irrationalen Ängsten einiger Menschen.

Diese Menschen findet man grad nicht in Youtube-Videos oder auch nicht in echt, sie verstecken sich grad zuhause und gehen nur im Notfall aus dem Haus (hat ja die Regierung auch so gewollt). Diese Menschen reden auch nicht über ihre Ängst, sondern ziehen sich zurück, in die Lähmung gehen ist ein Verhalten bei einem Schock, wenn man nicht mit "Kampf und Flucht" reagieren kann und genau das ging nicht in dieser Situation.

Nicht umsonst hat die ÖGK jetzt zusätzliche Psychotherapeuten angefordert, um hier zu helfen. Deshalb auch mein Wunsch, dass schnell über die Bevölkerung gestülpte Gesetze von Psychologen geprüft werden müssen ("Psychologieverträglichkeitsprüfung"). Es ist extrem wichtig, auch hier hinzuschauen, psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie die körperliche Gesundheit, die Physis stärkt gesundheitlich die Psyche und umgekehrt.
 
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09.09.08
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Wuhu Kate,
Auf QAnon-Inhalte geh ich hier im Forum nicht ein, weil ich das unserem admin so zugesagt hab.
Ich denke, Du weißt es selbst, dass Du Deine Zusage an Marcel ad absurdum führst, indem Du diese Andeutungen machst. Denn damit stößt Du ja das Thema dennoch an, zudem sind Absprachen mit der Moderation generell nichts, das öffentlich diskutiert werden sollte.

Es wäre nett, wenn Du dies zukünfig berücksichtigen würdest :)
ich hab hier keine Inhalte von dieser Bewegung verlinkt oder zitiert, ich habe über diese Bewegung geschrieben, was übrigens auch Mainstream-Medien tun - das ist doch ein Unterschied; Weiters hab ich das ja einige mal so öffentlich geschrieben bez Inhalten - eine "(interne) Absprache" gabs ja so gesehen gar nicht... :unsure:
 
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angstpatienten finden immer irgendwas, mit dem sie ihre path. angst erklären können.

mal sind es spinnen, mal die "schmutzigen" geldscheine, mal hunde im bus usw. usw.

bei normal ängstlichen reichen hinweise auf die schutzwirkung von maske plus abstand usw. um aus der angst eine partielle vorsicht zu machen, die ja auch notwendig ist, wie man immer wieder sieht.

wenn die nicht beachtet wird, wie z.b. in dieser kirche, in der sich gleich über 100 leute angesteckt haben und in dem restaurant und in den massenunterkünften usw. stecken sich immer etliche an.

am deutlichsten ja in den "freiheitlichen" ländern zu sehen wie amerika und schweden usw., wo sehr viel mehr an/mit corona sterben als hier.


Angst vor einem Virus, wo aktuell die Chance, sich anzustecken, so ungefähr wie im Lotto zu gewinnen ist (zumindest bei uns in OÖ).

eben. in österreich.
schon hier sieht es anders aus.(s.o.), da gab es in der letzten zeit immer wieder hotspots wo sich jedes mal über 100 leute angesteckt haben.

und im bus usw., wo immer einige ohne maske und ohne abstand unterwegs sind, kann man sich durchaus anstecken.
im lotto hab ich schon extrem oft gewonnen. im coronalotto kann ich auf einen "gewinn" durchaus verzichten.

ich trage die maske auch draußen, wo es eigentlich nicht nötig ist (es sei denn, jemand steht direkt vor einem und hustet oder nießt, dann kann es auch draußen kritisch sein), aber die hält auch die blütenpollen rel. gut ab und das ist für mich sehr angenehm.
ich finde sie auch nicht irgendwie unangenehm o.ä. bzw. nur am anfang ganz kurz ein bißchen, dann wußte ich welche für mich geeignet ist und hatte mich auch so dran gewöhnt, daß ich sie garnicht mehr bemerke.
hier hab ich auch schon etliche kl. kinder gesehen, die noch garkeine tragen müßten, es aber mit offensichtlichem vergnügen tun, wahrscheinlich weil sie wie viele kl. kinder gern das tun, was die "großen" machen.


lg
sunny
 
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angstpatienten finden immer irgendwas, mit dem sie ihre path. angst erklären können.
mal sind es spinnen, mal die "schmutzigen" geldscheine, mal hunde im bus usw. usw.
Ja genau, und wie wirkt sich ein Lockdown, der die Bürger unter Androhung staatlicher Gewalt zwingt, sein Verhalten zu ändern, auf Angstpatienten aus? Es wurde keine Rücksicht genommen auf ängstliche und in gewissen Dingen sensible Menschen.

Ich meine schon, dass es in einer freien Gesellschaft möglich sein sollte, dass wir Bürger aus Einsicht in die Gefahr unser Verhalten ändern und nicht unter Androhung von Polizei- bzw. Militärgewalt. Ein Lockdown beschädigt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Vertrauen der Menschen.
 
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Bürger aus Einsicht in die Gefahr unser Verhalten ändern und nicht unter Androhung von Polizei- bzw. Militärgewalt.
Darauf würde ich auch gerne setzen können, auf Einsicht. So hat es ja auch Schweden gehandhabt. Nur sieht man auch bereits bei den Lockerungen hier, dass jegliche Einsicht bei sehr vielen über Bord geworfen wird. Sicherlich sind mehr als 30% dabei, die das Allgemeinwohl null interessiert. Die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo die Freiheit des anderen beginnt, wie hier in einem Blog eines Psychologen über die Demos gegen die Schutzmaßnahmen eingegangen wird:

.
Sie vergessen den Grundsatz, der schon immer galt, dass die Freiheit individuellen Handelns dort endet, wo in die Freiheit und die Menschenrechte von anderen eingegriffen wird.

Freiheit ist nur möglich, wenn sie in eine solidarische gesellschaftliche Struktur eingebettet ist.

Individuelle Handlungsfreiheit galt also noch niemals um jeden Preis, sondern musste schon immer das Allgemeinwohl berücksichtigen.

Diejenigen, die jetzt den Verlust ihrer Freiheit beklagen, blenden die Freiheit anderer aus, die sich und ihre Angehörigen schützen möchten und gerne Freiheit haben möchten von durch Covid-19 ausgehendem Schmerz, Angst oder Verlust von Angehörigen.

Die Freiheit, Infektionsrisiken zu erhöhen, nimmt also gleichzeitig denjenigen die Freiheit, die ohne Infektion durch das neue Coronavirus leben möchten.

Ich halte Masken und Abstandsregeln etc für sinnvoll, und verhalte mich dementsprechend und will nicht zwischen Uneinsichtige geraten, denen das, gelinde gesagt, "wurscht" ist. Und so geht es vielen. Was ist mit denen ihrer Freiheit und dem Recht sich schützen zu wollen?

Es gab Demos in verschiedenen Ländern gegen Corona-Ignoranz und Corona-Leugnern, auch in Deutschland. Dort wo die Regierungen eher lasch reagierten und bis heute verharmlosen, und die Bevölkerung sich wenig an irgendwelche Regeln hält, trifft es Menschen besonders hart und auch sie demonstrieren gegen diese Laschheit im Umgang mit den Regeln. Einige Familien haben mehr als ein Familienmitglied bereits an Covid-19 verloren, vor allem auch in Brasilien.

Und in Schweden flacht die Kurve der Neuinfizierten und der Todesfälle kaum ab im Gegensatz zu manchen anderen Ländern. (Teilweise mittlerweile über den Fallzahlen von Deutschland) Und auch die Wirtschaft dort beklagt erhebliche Einbußen.

In Neuseeland war der Lockdown sehr radikal und auch länger als bei uns. Dafür sanken die Fallzahlen dementsprechend schneller und der Rückgang zur "Normalität" geschah schneller.

Die Neuseeländer standen hinter der Entscheidung ihrer Regierungschefin und sie ist nach wie vor beliebt:

.

Bevölkerung unterstützt strengen Lockdown
Bereits Mitte März - da waren in dem Fünf-Millionen-Inselstaat gerade mal sechs Covid-19-Fälle bestätigt - verkündete die sozialdemokratische Politikerin strenge Quarantäne-Regeln. Wenige Tage später bereitete sie ihr Land bereits auf den Lockdown vor.

Sieben Wochen lang haben die Neuseeländer ihre Normalität geopfert, um Alte und Kranke zu schützen. Doch anders als etwa in Deutschland - wo die Einschränkungen niemals auch nur annähernd so radikal waren wie in Neuseeland - gibt es kaum Kritik in der Bevölkerung.

Ich würde mich auch gerne auf allgemeine Einsicht verlassen können, aber ich habe kein Vertrauen darin, oder sagen wir so, ich vertraue der Einsicht vieler vernünftiger Menschen, aber dass die Anzahl Unvernünftiger auch sehr breit ist, dafür gibt es im Alltag genug Beispiele.
 
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Kate

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Hallo sunny,

hier darf inhaltlich vieles geäußert werden und wir freuen uns über (sachlich-)kontroverse Diskussionen. So eine Bemerkung:
angstpatienten finden immer irgendwas, mit dem sie ihre path. angst erklären können.
... kann allerdings von Betroffenen (von bspw. Panikattacken) als extrem unempathisch und unsensibel empfunden werden und bringt auch die Sachdiskussion nicht weiter.

Bitte versuche, Dich an solchen Punkten in Zukunft zurückzuhalten; Du kennst Dich selbst ja schon eine Weile und dürftest Dich insofern rechtzeitig "ertappen", bevor Du einen Beitrag abschickst.

Gruß
Kate
 
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Ich würde mich auch gerne auf allgemeine Einsicht verlassen können, aber ich habe kein Vertrauen darin, oder sagen wir so, ich vertraue der Einsicht vieler vernünftiger Menschen, aber dass die Anzahl Unvernünftiger auch sehr breit ist, dafür gibt es im Alltag genug Beispiele.
Wir kennen sicher alle Menschen, die sich überhaupt nicht an die Vorschriften gehalten haben, oder Menschen, die trotz positiven Coronatests die Quarantäne nicht eingehalten haben (auch die gab es bei uns). Sie ließen bzw. lassen sich auch von den polizeil. Maßnahmen nicht beeindrucken.

Genauso gibt es die gewissenhaften, oft sensiblen Menschen, die im Wirrwarr der Maßnahmen, die ja am Anfang nicht ganz so leicht zu durchschauen waren, einfach nur Angst hatten, irgendwas falsch zu machen und dafür gestraft zu werden oder (wie zausel es berichtet hat) von den Wichtigtuern unter den Bürgern angepöbelt zu werden.

Genauso wie es gesundheitl. Schäden gibt durch Corona-Infektionen, gibt es zweifellos gesundheitl. Schäden durch Corona-Maßnahmen. Wenn wir wirklich ein so starkes Gemeinschaftsgefühl haben, wir wir es grad behaupten, müssen wir auch diese Schäden anschauen und ernst nehmen, auf keinen Fall verharmlosen oder sagen: „Naja, das war halt notwendig“.

Ich bin froh über die viele und doch recht frühe Kritik an den Maßnahmen. In China bestimmt mittlerweile die Gesundheits-App den Alltag der Chinesen. Die Lokalregierung von Hangzhou schlägt vor, die im Februar eingeführte „Praxis des Gesundheitscodes zu normalisieren“ nach dem Motto, „Es ist schwieriger, die Macht wieder zurückzuziehen, nachdem sie sich einmal ausgebreitet hat“. China hat die Maßnahmen ohne jegliche Kritik akzeptiert und integriert. Ich bin froh, dass das bei uns nicht so ist.
 
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18.03.16
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hier darf inhaltlich vieles geäußert werden und wir freuen uns über (sachlich-)kontroverse Diskussionen. So eine Bemerkung:

... kann allerdings von Betroffenen (von bspw. Panikattacken) als extrem unempathisch und unsensibel empfunden werden und bringt auch die Sachdiskussion nicht weiter.
Sunny hat aber vollkommen recht! Angstpatienten finden immer was zum Angsthaben. Das ist weder meine, Sunnys noch der Regierung Schuld.

Mich ärgern nicht die Angstpatienten, sondern Politclowns, die diese besondere Befindlichkeit als Begründung für ihre absurden Verschwörungstheorien missbrauchen.
 

Malve

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Hallo MaxJoy,

Mich ärgern nicht die Angstpatienten, sondern Politclowns, die diese besondere Befindlichkeit als Begründung für ihre absurden Verschwörungstheorien missbrauchen.
schade, dass Du an dieser Stelle die Menschen diffamierst, die sich um die Folgen der Coronamaßnahmen Gedanken machen; die Mainstream Medien werden sich über eine solche Unterstützung freuen.

Gruß
Malve
 
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12.05.11
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Hallo Malve,

damit dieser Vorwurf treffen könnte, müßte MaxJoy behauptet haben, alle "die sich um die Folgen der Coronamaßnahmen Gedanken machen", seien Politclowns. Diese Behauptung sehe ich nirgends.

Gruß
Malvegil
 

Malve

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Hallo Malvegil,

wer sind denn diese "Politclowns", die diese besondere Befindlichkeit (Angst) als Begründung für ihre absurden Verschwörungstheorien missbrauchen? Das könnte man vielleicht näher definieren.

Gruß
Malve
 
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Es gibt hier im Forum z. B. eine Riesenauswahl an den seltsamsten Videos, die auf dem Thema Angst herumreiten (wir seien alle Opfer eines Systems, das die Bevölkerung in Angst und Schrecken hält, um uns in Sklaven o. ä. zu verwandeln usw. usf.). Das Alles vorgetragen von Typen, die garantiert keine Angst haben, sondern ein politisches Programm. ;)
 
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Ich bin froh über die viele und doch recht frühe Kritik an den Maßnahmen.
Verhältnismäßige Kritik ja, aber Kritik, die mit Anfeindungen und Unterstellungen vermischt wird, wo Studien teilweise verfremdet, Dinge aus einem Kontext gerissen werden, oder Spekulationen als Tatsachen festgehalten werden, wo Schwarz-weiß-Denken überhand nimmt, Symbole umgekehrt und verunsicherte und hilflose Menschen mit Negativ-Suggestionen genauso zu vereinnahmen versucht werden und teilweise politisch mißbraucht und instrumentalisiert werden, wie man das eigentlich dem Mainstream vorwirft, und wo Ausnahmen pauschaliert werden -für so eine Kritik kann ich wenig Verständnis aufbringen und bis jetzt, habe ich selten eine Kritik vernommen, abseits des Mainstreams, die nicht in irgendeiner Weise davon eingefärbt war.

Dem gegenüber wird aber auch von offizieller Seite Kritik nicht heruntergespielt, in dem Maß, wie es schon vorgeworfen wurde. Die wirtschaftlichen Verluste, die Situation in den Altenheimen, die sonstigen Folgen und auch die erwähnten Anpöbeleien, sowie Kritiken an einzelnen Politikern und Behörden, sowie Impfen selbst sind Thema - ohne oben erwähntes einbeziehen zu müssen.

Natürlich können und sollen sich Minderheiten zu Wort melden, die zum Beispiel auf Unverträglichkeiten durch Maskentragen hinweisen, aber das bedeutet nicht gleich, dass Masken per se nichts taugen oder mehr schaden als nützen, wenn die Mehrheit damit klarkommt und nicht nur klinische Studien dazu, Gegenteiliges beweisen. Das meinte ich zum Beispiel mit Verhältnismäßigkeiten.

Und wer solches und ähnliches auf diese Art auf die Spitze treibt, verfolgt meiner Meinung nach noch andere Ziele, als der Schutz derjenigen.
 
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Verhältnismäßige Kritik ja, aber Kritik, die mit Anfeindungen und Unterstellungen vermischt wird, wo Studien teilweise verfremdet, Dinge aus einem Kontext gerissen werden, oder Spekulationen als Tatsachen festgehalten werden, wo Schwarz-weiß-Denken überhand nimmt, Symbole umgekehrt und verunsicherte und hilflose Menschen mit Negativ-Suggestionen genauso zu vereinnahmen versucht werden und teilweise politisch mißbraucht und instrumentalisiert werden, wie man das eigentlich dem Mainstream vorwirft, und wo Ausnahmen pauschaliert werden
Ich weiß nicht, wie es in Deutschland war, in Österreich jedenfalls hat die Politik genau auf diese Weise den Shutdown begleitet. Gesetze wurden umgangen, um das Betretungsverbot durchzusetzen, Schwarz-weiß-Denken wurde zur Norm (Lebensschützer/Lebensgefährder), auch der Rest stimmt exakt überein.

für so eine Kritik kann ich wenig Verständnis aufbringen und bis jetzt, habe ich selten eine Kritik vernommen, abseits des Mainstreams, die nicht in irgendeiner Weise davon eingefärbt war.
Es gibt Verschwörungen, wo man sich auf den Kopf greift. Bei den meisten "Verschwörungstheorien" handelt es sich aber nicht um Verschwörungen, sondern um Kritik, die durch persönliche Betroffenheit entstanden ist. Wenn man in keiner Form betroffen ist, kann ich mir vorstellen, dass man den Shutdown zu 100% gut findet. Ganz anders ist es, wenn man selbst betroffen ist oder jemand kennt, der persönlich betroffen ist.

Ab dem Zeitpunkt, wo man also durch Betroffenheit empathisch reagiert mit Kritikern oder "Verschwörungstheoretiker" wird es schwer, hier pauschal zu verurteilen.

Wie schnell man bei als Verschwörungstheoretiker gilt bzw. welche Macht die Medien haben, zeigt ein Beitrag vom 30.1.20 aus dem BR Fernsehen: https://www.br.de/mediathek/video/c...OUiIlyFDfg9apGWOIOdtCQxzqcMTHic8J-apOnvPtO6SY

Hier galt man als Verschwörungstheoretiker, wenn man an die Gefährlichkeit des Virus glaubte. Heute gilt man als Verschwörungstheoretiker, wenn man die Gefährlichkeit des Virus in Frage stellt :D


Und wer solches und ähnliches auf diese Art auf die Spitze treibt, verfolgt meiner Meinung nach noch andere Ziele, als der Schutz derjenigen.
Je besser die Regierung auf die Kritik reagiert, umso weniger werden den Extremisten zulaufen. Was man unserer Regierung auch zugute halten muss: sie reagiert schon auf Kritik, Dinge verbessern sich und ich hoffe, dass das weiterhin so bleibt. Zeigt allerdings, wie wichtig die Kritik an der Arbeit der Regierung ist. Auch wenn dadurch Druck auf die Politik entsteht: indem absichtlich Angst geschürt wurde, hat die Regierung begonnen, den Druck auf uns Bürger aufzubauen.
 
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Kate

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Sunny hat aber vollkommen recht! Angstpatienten finden immer was zum Angsthaben. Das ist weder meine, Sunnys noch der Regierung Schuld.
Ganz egal, was man vom Konzept der "psychischen Krankheiten" hält, ist es aus meiner Sicht nicht zu leugnen, dass Menschen in sehr extreme emotionale Verfassungen geraten können, die dann erstmal auch nicht mehr steuerbar sind (ich hatte mal einen Freund, der öfter mal nicht zu Verarbredungen kam; er war außer Stande, aus dem Haus zu gehen, war schweißgebadet und fix und fertig; auch wenn ich das nicht nachvollziehen konnte und es irrational ist, war es doch faktisch da). Und insofern finde ich Sunnys und auch Deine Formulierung unangemessen.

Weiteres, was Du schreibst, kann ich nachvollziehen:
... auf dem Thema Angst herumreiten (wir seien alle Opfer eines Systems, das die Bevölkerung in Angst und Schrecken hält, um uns in Sklaven o. ä. zu verwandeln usw. usf.). Das Alles vorgetragen von Typen, die garantiert keine Angst haben, sondern ein politisches Programm.
... ebenso wie Lauriannas Äußerungen hier:
... wo (...) verunsicherte und hilflose Menschen mit Negativ-Suggestionen genauso zu vereinnahmen versucht werden und teilweise politisch mißbraucht und instrumentalisiert werden,...
Auch ich habe den Eindruck, dass die sogenannten "Angsterkrankungen" im Moment teils instrumentalisiert werden, was außerdem den Effekt einer "selbsterfüllenden Prophezeiung" haben könnte. Damit meine ich: Es fördert womöglich, dass Menschen sich in so etwas (noch weiter) hineinsteigern. Und damit sage ich weiterhin nicht, dass ich diese Menschen oder deren Symptome nicht ernst nehme. Sie waren ja auch für Ausnahme-Atteste im Gespräch.

Gruß
Kate
 
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@Kate

hallo kate,

meine bemerkung war nicht an angstpatienten gerichtet, ich wußte garnicht, daß es hier welche gibt, sondern an die, die hier ständig die "angst" anderer anführen um immer wieder (als endlosschleife) zu behaupten, eine maske zu tragen wäre schädlich und würde krank machen usw., was definitiv nicht stimmt
(und die angst bei denen schürt, die für ängste anfällig sind und das absichtlich, unnötig und verantwortungslos) ,

schon garnicht die wenigen minuten, die normalerweise nötig sind, wenn jemand einkauft oder im bus fährt.
op-schwestern und chirurgen tragen sie seit vielen jahrzehnten jeden tag etliche stunden und werden nicht krank. und ersticken auch nicht usw usw.

durch dieses anti-gerede werden nur noch mehr leute ohne maske (und meist auch ohne mindestabstand, weil der ja auch so "entsetzlich" ist) rumlaufen und andere gefährden.

in der letzten zeit gab es ja auch in deutschland wieder einige absolut unverantwortliche ............., die -zig andere angesteckt haben , u.a. bei einer feier in einer gaststätte und in einer kirche (da über 100 ) usw.

und daß hier einige immer wieder gegen masken agieren und obskure weltverschwörungstheorien verbreiten und das so oft und so penetrant, daß es nervt, ohne mal zur mäßigung aufgefordert zu werden, finde ich auch nicht gut.

und bin mit sicherheit nicht die einzige.

einige user, die hier waren um tatsächlich anderen zu helfen und nicht nur solche behauptungen penetrant zu wiederholen, sind ja leider schon nicht mehr hier.

ich brauche nicht unbedingt ratschläge von anderen (obwohl es manchmal durchaus hilfreich wäre), weil ich im wesentlichen allein zurechtkomme (und mich bis auf ein paar wochen als ich durch den crash mehr tot als lebendig war auch im real life um ein paar andere kümmern kann, wenn auch krankheitsbedingt nicht mehr so viel wie früher und leider auch nicht mehr um kinder, die dringend hilfe brauchen) ,

aber es gibt viele andere, die rat brauchen und von der flut dieser nur noch gegen maske und "bill gates will allen irgendwas antun" usw. usw. beiträge abgeschreckt werden.

im übrigen hilft es angstpatienten überhaupt nicht, wenn man sie darin bestärkt, daß diese welt eine ganz schreckliche ist und man vor -zig sachen angst haben muß. ganz im gegenteil.

ich hab früher u.a. längere zeit bei einem neurologen gearbeitet, der auch psychiater war und aus unerfindlichen gründen auch eine zulassung für psychotherapie hatte, obwohl er als araber nicht hier aufgewachsen war, also auch anders sozialisiert war und probleme, die z.b. frauen hier hatten (waren damals mehr als jetzt) garnicht verstehen konnte und auch noch nicht mal richtig deutsch sprechen konnte.

da er aber eigentlich bemüht war, den patienten zu helfen, hat er einen teil der gespräche mit den patienten, vor allem den frauen mir überlassen (ich hatte eh wenig zu tun, weil die arzthelferin da ziemlich fit war und auch einen teil der untersuchungen gemacht hat, für die der arzt eigentlich mich eingestellt hatte und ich nur die sachen machen mußte, die sie nicht machen durfte).
es war keine psychotherapie, wirkte aber trotzdem so , nur schneller, da ich mich nicht an irgendwelche gepflogenheiten halten mußte, sondern rel. unkonventionell vorgehen konnte.
den patienten gefiel es (nicht unbedingt sofort, aber nach den ersten besserungen umso mehr), zumal sie dadurch wieder zu einem normaleren leben zurückkehren konnten.
wie z.b. eine junge frau, bei der ich gleich der meinung war, daß die diagnose schizophrenie nicht stimmte und die aber damit nicht nur permanent spritzen bekam, die auf dauer zur verblödung führen, sondern auch nicht mehr zur schule gehen und dann studieren konnte, was bei ihrer da noch vorhandenen intelligenz durchaus möglich war. usw. usw. usw.


lg
sunny
 
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