BiodiversitÀt

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09.09.08
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Wuhu Gerd,
... Klar und deutlich finde ich das nicht 🔼
ja, das ist ja grade das Problem, dass "der Mensch denkt & meint", es wĂ€re "alles klar" - doch ist vieles mindestens zwei-, wenn nicht gar mehr-deutig, in dieser Welt, auf dieser Erde... 🌍🌎🌏🌐đŸ—ș



Liebe Kate,
... was zieht Ihr denn fĂŒr Euer ganz praktisches Leben fĂŒr Konsquenzen aus Euren Erkenntnissen? Von Umsetzung einer entsprechenden Lebensweise bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit o.Ă€. - mal ausgenommen vom Darstellen hier im Forum.
meine Konsequenz/en fĂŒr mein Leben aus Erkenntnissen? Sich etwas erarbeiten im Leben, und seien es "nur" Erkenntnisse, sollte nicht nur zum Selbstzweck dienen; Und, glĂŒcklicher Weise haben alle Menschen die Gelegenheit, dies auch selbst zu tun... :)
... Wir sind stĂ€rker, als wir Glauben (gemacht wurden)... 💞

youtube.com/watch?v=j800SVeiS5I...
Viele Menschen stellen sich einen Wecker, um rechtzeitig wach zu werden; Wieder viele davon drĂŒcken einige Male auf die sog Schlummer-Taste, um das Unvermeidliche hinauszuzögern; Einige Menschen stellen sich zwar den Wecker (weiterhin), werden aber schon lĂ€nger kurz vor dem LĂ€uten wach; Und manche Menschen stellen gar keinen Wecker mehr... :cool:


Oder gibt es da aus Eurer Sicht nichts Konstruktives mehr zu tun und man kann nur noch dem Untergang zuschauen (und dann schon aus dem Grunde besser keine Kinder mehr in die Welt setzen)?
Konstruktives gibt es immer zu tun, und da fĂ€llt mir grad so passend ein: Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.
💞 Nachsatz: Jede/r. Auf ihre/seine Weise... 😊

Dass man "besser keine Kinder mehr in die(se) Welt setzen kann" oder soll hab ich so nicht erwĂ€hnt (zugegeben könnte auch bei mir der Eindruck entstanden sein (so "abgeklĂ€rt" war ich als ich im FfF-Alter war)), sondern lediglich beschrieben, dass es wohl ein Narrativ ist, welches viele Menschen bereits angenommen haben (ohne darĂŒber noch weiter nachzudenken)...

Auch wenn es fĂŒr viele Menschen nach einen "Untergang" aussieht, sollen manche (Untergangs-) Narrative eben genau das bezwecken: darĂŒber Gedanken machen, nicht nur annehmen... und eventuell etwas (hoffentlich Konstruktives) tun...


Das wĂŒrde mich persönlich interessieren. Denn irgendwie muss man dies Leben ja gestalten und sich dazu stellen, zumal wenn man noch einige Jahre vor sich hat.
Einige Dinge im Leben sind wie schon zuvor erwĂ€hnt leider nicht "so klar" wie sie sein sollten; Viele Menschen "sehen" oder "hören" das eine und andere zwar nicht, "spĂŒren" jedoch etwas; Etwas, was man vermutlich (noch) nicht in Worte, gar Gedanken kleiden kann (oder will)...

Aber es ist eben da; So wie viele kleine "unbedeutende" Dinge in jener Welt, in der wir (noch) alle leben, und sei es eben nur die eine oder andere "Neuigkeit"; Diese wird - wenn ĂŒberhaupt - zwar registriert, allerdings gibts da (noch) keine benannte Schublade (von denen gĂ€bs ja mehr als genug), in der es (im Geiste) abgelegt werden kann, so wandert es eben in die große offene Kiste daneben, die frĂŒher oder spĂ€ter wohl einfach ausgeleert wird...

Vermutlich gibts auch deshalb da und dort "herausstechende" (ohne gut/schlecht Wertung!) Meinungen oder Leute, damit man vielleicht ja doch noch einmal vorm Ausleeren alles durchmustert, eventuell eine passende Schublade findet, womöglich sogar einen bisher "unbekannten" Namen fĂŒr eine "neue" Schublade entdeckt...

Irgendwann könnte man solche Schubladen dann als Hinweise oder Punkte verstehen. Punkte, die man zu "verbinden" versucht... 😘


... DA sind Franzosen von einem anderen Schlag. Nicht umsonst begann bei ihnen die Revolution gegen ausbeuterische KrÀfte die das Blut ihrer Untertanen aussaugte...
Kleeeiiiner Einspruch ;)

Bisherige "Revolutionen" waren letztlich nur ein aus dem Weg RĂ€umen von (SchlĂŒsselwĂ€rter-) Konkurrenten sowie die "KĂ€figneulackierung" fĂŒr "das revoltierende Volk" (sonst wĂ€ren wir heute nicht da wo wir sind); Mal sehen, wie es bei der kommenden so sein wird... 🧐
 
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Kate

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16.11.04
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Hallo GĂŒnter40
Möchtest Du damit sagen dass Du konstruktiver bist wie zb. ich?
Du stellst hier eine Gegenfrage, statt zu antworten. Mit solchen rhetorischen Windungen lasse ich mich allerdings nicht hinters Licht fĂŒhren 🔩 Meine Frage bleibt bestehen.

Nur nebenbei zu der impliziten Unterstellung (auch wenn ich diesen GesprĂ€chsstil nicht schĂ€tze und fĂŒr wenig konstruktiv halte): Nein, das hatte ich nicht mal im Hinterkopf.
Ich bin kein Schaf in der Herde das sich zum SchlĂ€chter fĂŒhren lĂ€ĂŸt.
Eben deshalb frage ich ja, was Du konkret anders machst als "die Schafe". Und auch hier wieder klingt in meinen Ohren die Unterstellung an, die Mehrheit der Menschen seien "Schafe".

Ich finde es wichtig, nicht Menschen, die zu anderen Erkenntnissen kommen als man selbst, ein irgendwie geartetes (Intelligenz-, Charakter-, Bildungs-...) "Defizit" zu unterstellen. Aus meiner Sicht macht man sich damit eher selbst angreifbar.

WEr meint das durch die heutige Medienlandschaft zu erlangen bleibt auf einem Abstellgleis stehen.
Und hier nochmal eine Àhnliche Nachfrage: Wo informierst Du Dich und wie gehst Du sicher, dass diese Quellen seriöser, "wahrer",... sind? Es werden ja auch Medien sein, d.h. keine PrimÀrquellen.
Wir wurden Obrigkeitshörig erzogen - wenn wir eine Ohrfeige erhalten halten wir die zweite Wange hin. So ist es ein leichtes uns so zu dirigieren wie man es sich wĂŒnscht.
Mir ist das - wie Oregano - zu allgemein formuliert. Selbst in Deiner Generation dĂŒrfte das nicht immer so gelaufen sein.
ES gibt viele Möglichkeiten Widerstand zu leisten- Nichtstun und in Lethargie versinken verschlimmert die Lage und erleichtert den MÀchtigen ihre Möglichkeiten.
Eben deshalb fragte ich ja, was Du konkret tust (um z.B. Widerstand zu leisten gegen "die MĂ€chtigen").
...und seien es "nur" Erkenntnisse, sollte nicht nur zum Selbstzweck dienen;
Ja, genau, darauf wollte ich hinaus...

Gruß
Kate
 
Beitritt
09.09.08
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Wuhu,
"wir" bedeutet doch , daß dazu eine Gemeinschaft gehört, zu der auch ich gehöre, oder?
Also war auch ich mit diesem "wir" angesprochen, fĂŒhle mich aber nicht angesprochen und habe das ausgedrĂŒckt...
glĂŒcklicherweise sind "wir" als Menschheit bzw Menschen(gruppen) auch divers (unterschiedlich) :)

Was bezĂŒglich BiodiversitĂ€t von dzt EntscheidungstrĂ€gerinnen etc pp national und international gemacht geplant und hoffentlich umgesetzt wird, kann man ja ua auf der allwissenden MĂŒllhalde nachlesen: de.wikipedia.org/wiki/BiodiversitĂ€t

Das sind - leider - auch schon mal nur FeigenblĂ€tter, um tw ganz arge ZustĂ€nde zu kaschieren; Entmutigen lassen darf man sich da aber nicht; Auch bin ich - ich hoffe, das ist in meinen BeitrĂ€gen auch immer wieder durchgekommen - gar nicht so pessimistisch wzB GĂŒnter; Noch ist nichts ganz verloren... đŸ€“


Was mir in dem Thread hier fĂŒr all die "kleinen" Menschen (zB Dich und mich ;)), also ganz individuell, noch als AufzĂ€hlung fehlte,
... Von Umsetzung einer entsprechenden Lebensweise bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit o.Ă€. ...
ist zB fĂŒr sich selbst statt einem "sterilen" Vorzeigegarten quasi wie aus dem Katalog einen sinnvolleren und nĂŒtzlicheren (Kleintiere/Insekten, eigenes Obst/GemĂŒse!) Permakultur- und/oder Wald-Garten anlegen - der muss auch gar nicht "wild" oder "englisch" aussehen, man kann sogar (wenn man extra Arbeit gerne hat ;) ) einen "italienisch/französischen" Garten permakulturell aufbauen...

Wenn man keinen eigenen Garten zur VerfĂŒgung hat könnte man sich in seiner (Dorf/Stadt-) Gemeinde bei solchen Projekten engagieren, wo man auf öffentlichem Raum so - zumindest fĂŒr Kleintiere/Insekten - paradiesische Inseln anlegen bzw pflegen kann; Falls es noch keine solchen Projekte vor Ort gibt, dann tatsĂ€chlich aktiv diese VorschlĂ€ge machen resp daran arbeiten...

Denn auch, wenn man keine FrĂŒchte mehr von einer Pflanze zu seinen eigen Lebzeiten ernten/genießen wird können, so sollte man dennoch pflanzen/gĂ€rtnern... :cool:
 
Beitritt
12.05.11
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1613563312620.jpeg

Ich beobachte mindestens 40 verschiedene Wildbienenarten in meinem Garten. Mir ist aber trotzdem klar, daß mit diesen kleinen Inseln der BiodiversitĂ€t fast nur Allerweltsspezies gefördert werden. Gegen das wirklich katastrophale Verschwinden von NaturrĂ€umen wie Mooren, Magerwiesen, Trockenrasen etc. und den davon abhĂ€ngigen Arten kann man damit nichts ausrichten.
 
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Beitritt
09.09.08
BeitrÀge
11.513
Wuhu,
... Ich beobachte mindestens 40 verschiedene Wildbienenarten in meinem Garten. Mir ist aber trotzdem klar, daß mit diesen kleinen Inseln der BiodiversitĂ€t fast nur Allerweltsspezies gefördert werden.
40 verschiedene ist ja nicht Nichts :cool:

wildbiene.org/wildbienen/


Gegen das wirklich katastrophale Verschwinden von NaturrÀumen wie Mooren, Magerwiesen, Trockenrasen etc. und den davon abhÀngigen Arten kann man damit nichts ausrichten.
"Nichts" - wĂŒrde ich hier sagen - ist auch ĂŒbertrieben, das VerstĂ€ndnis fĂŒr den (Biotop-) Schutz fĂŒr div Arten (nicht nur Tiere) in der "Allerwelts"-Bevölkerung ist inzwischen schon relativ hoch...

In meiner Gegend (ca Mitte Niederösterreich) gibts zwar (wohl seit Jahrhunderten) keine echten Moore mehr (SĂŒmpfe/Auen, auch "geschĂŒtzte", schon), wobei Mittel- und SĂŒd-Europa ohnehin nicht so ein "wichtiges" Moor-Entstehungsgebiet darstellt...
Moorverbreitung_weltweit_Succow_gross_02.jpg
bfn.de/themen/biotop-und-landschaftsschutz/moorschutz/moore-entstehung-zustand-biodiversitaet.html

Und es gibt auch einige Initiativen, das bisschen, was noch vorhanden ist, zu schĂŒtzen - in D: bfn.de/themen/biotop-und-landschaftsschutz/moorschutz/situation-und-handlungsbedarf/landesweite-moorentwicklungskonzepte.html
in Ö: naturschutzbund.at/die-ramser-konvention.html
und sogar in der Schweiz gibts ein paar (kleine): artenschutz.ch/moore.htm

Ja, fĂŒr diese kleinen (im VerhĂ€ltnis zu sehr großen) Moor-Gebiete siehts insgesamt/kĂŒnftig vermutlich nicht so rosig aus; Doch wenn auf dieser Erde in einem Gebiet etwas zurĂŒckgeht oder sogar verschwindet (das kann es auch ohne dass der Mensch damit etwas zu tun hat geben), dann gibt es dennoch andere Gebiete, wo solche Biotope (nicht nur Moore) wachsen oder ĂŒberhaupt erst entstehen; Und es gibt wie erwĂ€hnt einige Anstrengungen auch das noch bisschen vorhandene in unseren Breiten und LĂ€ngen so lange wie möglich zu bewahren...

Magerwiese bzw Trockenrasen gĂ€bs in meiner Gegend dann schon eher, falls diese der allgemeinen resp moderneren Land- bzw Bau-Wirtschaft nicht zum Opfer gefallen sind - grĂ¶ĂŸere FlĂ€chen, wo es solche Gebiete zB aufgrund der damaligen Tierhaltung (KĂŒhe, Schafe, Ziegen) gab, gibt es nicht sehr viele...

Aber auch da gibts Initiativen, diesen bisher noch stiefmĂŒtterlicher als zB Moore behandelt Lebensraum zu schĂŒtzen oder gar wiederherzustellen - so ein vor einigen Jahren wiederhergestellter "Halb-Trockenrasen" wurde als Naturdenkmal in meiner unmittelbaren Gegend erst kĂŒrzlich ganz offiziös bestĂ€tigt; In unseren Gegenden neigen solche "mageren" FlĂ€chen gerne wieder zu verwalden, es muss also - da die tierischen "RasenmĂ€her" fehlen, die FlĂ€che ein- bis zweimal im Jahr gemĂ€ht werden...

Bei vielen dieser Initiativen kann man - zumindest ehrenamtlich - mitarbeiten... 💞
 
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