Biodiversität

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18.03.12
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wenn man sich die einschaltquoten bei rtl usw. und die auflagenhöhe der blödzeitung usw. anschaut, verplempern die leute sehr viel zeit damit (abgesehen davon, daß es in deutschland die 40 bzw. teils sogar 38 std. woche gibt, die kneipen abends voll sind usw. usw.) .
Das nennt man, neben dem Informieren, sunny, LEBEN! SPAß! haben und vom Alltag abspannen.:)
Übrigens unsere Kneipen hier würden sich über vollen Kneipen riesig freuen , vor allem nach corona.
wenn sie auch nur einen kleinen teil dieser zeit "opfern" würden um sich mal über gesundheit, umweltschutz usw. zu informieren und wenigstens teilweise danach zu handeln, wäre schon viel gewonnen.

Mal wieder ohne Worte von mir!(n)
 
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09.09.08
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Wuhu,
nur, weils mir grade "unterkam" und mit dem Thema zwar nur zT zu tun hat, aber eben auch wichtig ist, und Prof Braungart
... umweltschädliche materialien nicht entstehen und müllhalden usw. vermieden werden, weil man alles direkt so produziert, daß es wiederverwendet werden kann.

...
... das Cradle-to-Cradle-Prinzip haben 2012 erstmals Kate dort im Dezember und im April ich im Thread Lebendige Ethik (sogar mit Hrn Braungart selbst) verlinkt bzw vorgestellt ...

kommt im folgenden wenige Wochen alten NDR-Bericht ebenso vor; Es geht dabei ua um die Verbrennung von Plastik-Müll, der zT mühsam zuvor "getrennt" wurde, welcher aber nicht wieder recycelt/wiederverwendet werden kann; Natürlich entstehen dabei sehr giftige Schlacken und (durch Filterung) Stäube, welche dann in zB einem alten Salzbergwerk "endgelagert" werden, was von Politik & Betreibern als "sicher für die Ewigkeit" betitelt wird, aber eben doch nicht ist...

youtube.com/watch?v=MOb5m-z2AFg


ndr.de/fernsehen/sendungen/die_tricks/Die-Tricks-der-Plastikindustrie,dietricks146.html
Die Tricks der Plastikindustrie - 44 Min | Verfügbar bis 16.11.2021
Plastik ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit weitreichenden Folgen für Mensch und Umwelt, wie "Markt"-Moderator Jo Hiller und die Autorin Sara Rainer zeigen. Plastik, das Meere und Strände verschmutzt, Mikroplastik in Lebensmitteln und inzwischen sogar in der Luft? Jo Hiller und Sara Rainer sind auf Spurensuche und decken besorgniserregende Ergebnisse auf. Wie kann der Plastikwahnsinn gestoppt werden? Welche Lösungsansätze haben Industrie, Handel und Politik? Jo Hiller trifft Wissenschaftler, deren neueste Forschungen in Sachen Plastik erschreckend sind.
 
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Plastikmüll ist ein ganz großes und wichtiges Thema, und hier kann der Normalverbraucher wirklich einiges tun, um ihn zu vermeiden. Schade nur, daß das recht mühsam ist und man manchmal - z.B. bei Medikamentenverpackungen - gar nicht darum herumkommt, sie mitzukaufen.

In der Verwandschaft hat eine Abiturientin sich über ihre Facharbeit angefangen, für vermeidendes Einkaufen zu interessieren. Im ganzen Viertel, in dem sie wohnt, hat sie keine Möglichkeit gefunden, z.B. Öl selbst abzufüllen oder eben kein Plastik zu kaufen bzw. in Plastik zu verpacken. Das bedeutete also bei der strengen Anwendung von Plastikvermeidung jedes Mal eine Fahrt mit der Tram oder S-Bahn .

Grüsse,
Oregano
 
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12.10.18
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man manchmal - z.B. bei Medikamentenverpackungen - gar nicht darum herumkommt, sie mitzukaufen.

ja, man kann es leider nicht immer vermeiden.

aber wenn schon jeder es da vermeiden würde, wo es rel. einfach möglich ist, z.b. getränke in glasflaschen kaufen, einkaufstasche statt plastiktüte nutzen usw., wäre die plastikflut schon nicht mehr so groß.

in manchen läden, vor allem bio-läden, kann man auch schon einiges in selbst mitgebrachte behälter abfüllen usw. usw.

und mit der zeit würde sich auch die industrie usw. darauf einstellen, weil es sich nicht rentiert, alles in plastik zu verpacken, wenn es kaum noch jemand kauft.


lg
sunny
 
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12.05.11
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Was ich krank finde: auch die Industrie weiß, daß Plastikverpackungen nicht mehr geschätzt werden. Also bedruckt sie jetzt ihr Plastik mit Papieroptik, statt einfach Papier zu nehmen ...

 
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04.12.20
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Hallo Malvegi,
das kommt wenn man schnell sein möchte und gleichzeitig schlampig ist.

Nein ich bin keine Muschel aber so nimmst auch Du Plastikteilchen wie zb. mit Meeresfrüchte und Fische mit deiner Nahrung auf l

Guten Appetit!

mit freundlichen Grüßen- Günter 40
 
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12.05.11
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@Günter 40: Ja, aber anders als Muscheln können wir versuchen, etwas dagegen zu tun. Sowohl durch individuelles Verhalten als auch als Teil einer Graswurzelbewegung. Ich bin zwar auch grundsätzlich Pessimist, aber deine Untergangs- und Hilflosigkeitsarien sind sogar mir zuviel.
 
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04.12.20
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An Malvegil,

Ja, Du kannst es ja versuchen diesem Teufelskreis zu entkommen. Doch so groß kann die Welt gar nicht sein dass Du Dich mit Winkelzügen aus dem Abfall den der Mensch verursacht herauswurstel kannst. DDT wurde vor über 80 Jahren entdeckt und bis in die 70er Jahre verwendet. Noch immer ist es gegenwärtig bis in die kältesten Zonen der Pole . Auch Du futterst es ohne es zu ahnen, denn wir sind das letzte Glied der Nahrunsgskette .Nicht umsonst ist die Sterblichkeitsrate durch Krebs über 35%.
Wegschauen scheint noch immer die leichteste Art mit einem Problem fertig zu werden zu wollen. Aber damit ändert sich nichts.

Luis de funes hat vor über 40 Jahren den satirischen Film Brust oder Keule gedreht, heute holt ihn die Wirklichkeit ein.

Hoffe für Dich dass Du keine Fische isst, das wäre zb. eine Möglichkeit für Dein individuelles Verhalten. Es zeigt höchstens eine egoistische Lebenseinstellung-
St. Florian, St. Florian zünd das Haus vom Nachbarn an.

mit freundlichen Grüßen Günter 40
 
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12.10.18
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Also bedruckt sie jetzt ihr Plastik mit Papieroptik, statt einfach Papier zu nehmen

ja, die versuchen immer wieder alles mögliche.

aber spätestens , wenn man das in die hand nimmt, merkt man, daß es plastik ist, läßt es liegen und irgendwann merkt der hersteller, daß sich der mist nicht gut verkauft.............

wenn ich jünger und gesünder wär, würde ich auch noch versuchen, aktiv etwas gegen diesen ganzen mist zu unternehmen.
hab ich früher bei allen möglichen mißständen mit unterschiedlichsten methoden, wobei ich u.a. ein paar tausend leute zur bio-kost usw. "bekehrt" habe, aber mittlerweile hab ich mehr als genug damit zu tun irgendwie zu überleben und es gibt ja genug jüngere, die etwas machen können.........


lg
sunny
 
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25.09.13
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Ich kaufe keine Gefrierbeutel oder Frühstückstüten mehr, sondern verwende die Tüte von Reis oder Müsli mehrfach. In der Spülmaschine wäre eine Klemmvorrichtung für Tüten nützlich.
 
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10.01.04
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Hallo Günter,

Hoffe für Dich dass Du keine Fische isst, das wäre zb. eine Möglichkeit für Dein individuelles Verhalten. Es zeigt höchstens eine egoistische Lebenseinstellung-
St. Florian, St. Florian zünd das Haus vom Nachbarn an.
Wie ernährst Du Dich denn umweltschonend und Dich-schonend?

Ich finde den Spruch so noch treffender:
Heiliger St. Florian: verschon' mein Haus, zünd' andere an.

Grüsse,
Oregano
 
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09.09.08
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Wuhu,
das Problem mit dem Plastik-Müll-Recyceln ist (zumindest in Ländern, wo dieser "getrennt" gesammelt wird, um ihn wiederzuverwenden) ja jenes, dass Verpackungen etc pp oft nicht sortenrein bzw mit "fremden" Materialien (zB Farben, die selbst umwelt-bedenklich bis schädlich sein können) versetzt / bedruckt sind, wie man in der Doku @ #42 ua erfahren konnte...

Also Plastik aka Kunststoff als solches muss (bzw darf, wie man auch in der Doku erfährt) nicht immer nur negativ gesehen werden (ganz im Gegenteil hatte dieser aufgrund seiner hygienischen Eigenschaften tw äußerst Positives) - und, es gibt ja glücklicherweise auch schon Möglichkeiten, wo das "Trennen" (beim Verbraucher) bereits sinnvoll ist oder es "Kunststoffe" aus biologisch abbaubaren Substanzen gibt (wobei das noch besser entwickelt werden muss, soweit mir bekannt)...
 
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26.07.09
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wobei das noch besser entwickelt werden muss
Zu einem ganz anderen Thema hatte ich mal gelesen, als Beispiel, da wurde gesagt, wenn heute jemand ein technisches System erfinden und vorstellen würde, mit dem man jederzeit mobil wäre und sehr schnell jeden beliebigen Ort erreichen könnte, wenn aber Untersuchungen zeigen würden, dass dieses technische System weltweit sagen wir 200.000 Tote verursachen würde, jedes Jahr - dann würde man wohl sagen, dieses Ding, dieses System ist zu unsicher, irgendwie nicht ausgereift etc. ..... gemeint war das Auto-mobil, wenn es das noch nicht gäbe und es käme heute jemand auf die Idee, es zu erfinden und neu einführen zu wollen.
Finde ich auch einen interessanten Gedanken, so könnte man über manches vielleicht rückblickend nachdenken und es ganz neu bewerten.
 
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12.10.18
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dass dieses technische System weltweit sagen wir 200.000 Tote verursachen würde,

die vielen toten werden doch nicht durch dieses tech. system verursacht, sondern durch die ................. fahrer, die sich nicht an die straßenverkehrsordnung halten und z.b. mit weit überhöhter geschwindigkeit fahren, bei rot über die ampel fahren, besoffen fahren usw. usw. und teils auch durch falsches verhalten der opfer wie z.b bei rot über die straße laufen usw. oder wie hier gestern ein radfahrer, der bei dunkelrot weitergefahren ist und glück hatte, daß ein autofahrer extrem schnell reagiert hat, so daß der radfahrer zwar hingefallen ist, aber max. ein paar blaue flecken hatte.


lg
sunny
 
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26.07.09
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.....genauuu, und wenn die normale Reakionsgeschwindigkeit des Menschen z.B. nicht zu den !normalen! und !legalen! Geschwindigkeiten eines Autos passt, dann sind die eben alle besoffen gewesen, soo ist das in einer eindimensionalen Welt-Anschauung ohne Gedanken-und-Ideen-Bio-Diversität🦥

Es sollte auch nur sowas wie ein Gedankenmodell sein, z.B. vielleicht zu sehen als 'technisches System Auto' und 'lebendiges System Mensch' - und der mit all seinen Möglichkeiten und Mängeln, Nachlässigkeiten, Überheblichkeiten, Selbstüberschätzungen und Verantwortungslosigkeiten....so in etwa, ansatzweise.
 
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09.09.08
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Wuhu Gerd,
... "Kunststoffe" aus biologisch abbaubaren Substanzen gibt (wobei das noch besser entwickelt werden muss, soweit mir bekannt)...

... Finde ich auch einen interessanten Gedanken, so könnte man über manches vielleicht rückblickend nachdenken und es ganz neu bewerten.

da ging es um die Zeit, wie lange dieser Bio-Kunststoff zum Verrotten benötigt - aber auch, dass manche nicht zu 100 % "Bio" sind...

In Ö gibt es zB den Hinweis von Bio-Müll-Abnehmer/n (für Kompostierung), dass man auf solche Bio-Abfall-Sackerl (= Tüten) dzt verzichten bzw nicht gemeinsam mit dem Bio-Abfall in die Bio-Tonne geben sollte, da es eben zu lange dauert, bis sich da das eine oder andere Sackerl zersetzt - sie haben da eben nur noch mehr Arbeit, weil sie die alle rausfischen müssen (Arbeit = Zeit = Geld ;) )...

Also ein Produkt, das zwar sinnvoll sein kann, aber noch nicht ausgereift ist bzw es unsinnig ist, weil viele Leute sogar noch "echte" (oder "halbe") Plastik-Tüten in den Bio-Müll werfen...

wenigermist.at/biomuell-und-speisereste-richtig-entsorgen

nachhaltig-in-graz.at/bio-muell-sackerl/

geo.de/natur/nachhaltigkeit/19738-rtkl-bio-plastik-kompostierbare-plastiktueten-warum-die-meisten-menschen

... allerdings:

konsument.at/markt-dienstleistung/bio-sackerl

Initiative „Bio-Kreislauf-Sackerl“​

Die Initiative „Bio-Kreislauf-Sackerl“ ( www.biosackerl.at ) des österreichischen Kompostgüteverbandes möchte ein österreichweit einheitliches biologisch abbaubares Obst- und Gemüsesackerl etablieren, das dann auch als solches erkannt wird und mitkompostiert werden kann.

biosackerl.at

(y)


... erinnert mich ein bisschen an die vielen unterschiedlichen anderen Standards in der Industrie, also zB bei Geräte/Steckern, wo sich auch überwiegend die Firmen nicht unbedingt auf einen Standard für alle einigen können... :unsure:
 
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04.12.20
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Jeder soll sich ein Bild davon machen, ein Beispiel für viele

Ist der Gedanke nicht verlockend - Bali ist weit entfernt



mit freundlichen Grüßen- Günter
 
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26.07.09
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Günter, das ist alles schon sehr lange bekannt, ich denke die Amish People z.B. sind da ziemlich weit vorne respektive hinten(?), was das angeht unter 'zivilisierten' Menschen (nein, muss man nicht streiten über deren allgemeine Lebensweise) - bei allem geht es ja vielleicht gar nicht (nur) um diese materiellen Tatsachen, die wie vorher mal gesagt, seit (mindestens) 150 Jahren schon diskutiert werden als Zivilisations- oder Industrialisierungs-Kritik, sondern eher um z.B. Haben und Sein (Original Haben oder Sein, ja) immer mehr haben wollen, Macht, Geld, Besitz, Wohlstand, Luxus, aber weniger demütig, respektvoll, geduldig, rücksichtsvoll, verständnisvoll, liebevoll s e i n wollen.....!?
Der, der meint, dass wir halt hier leben, um möglichst viel "Spaß" zu haben, oder Besitz, Macht usw, ohne Rücksicht auf Verluste, menschlich und in der ganzen Natur, weil danach, ach, dann sind wir eben "weg", "verschwunden", nichts bleibt angeblich, und irgendwann, sehr irgendwann, dehnt sich eh die Sonne soweit aus und die Erde geht unter, in der Sonne.....alles vorbei, Ende, aus!
Wenn man's rein materialistisch, naturwissenschaftlich-materiell sehen will, ist das so, aber wohin das in der Form führen kann - materialistisch, naturwissenschaftlich, kapitalistisch - das sehen wir seit einigen Jahrzehnten deutlich, aber "unser" Müll ist eben längst überall verbreitet, eine Lösung, ein Aufräumen scheint in diesem System nicht vorgesehen zu sein!
Hier ím Forum ist im Laufe der Zeit ja doch schon einiges zusammen geschrieben worden, z.B. das von mir
symptome.ch/ wimmeltext-zum-chempark-wimmelbuch
und da gibt's noch einen Link zu einem anderen Thread.
 
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04.12.20
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Hallo Gleerndil,

Das erschreckende ist die Schnelligkeit mit der sich die Lage entwickelt. ES gibt noch etliche Länder wo noch Achtsamkeit und Verständnis vorhanden ist. Das hat mit Tradition und Erziehung zu tun. Hier wäre doch der Ansatz gegeben um ein Umdenken zu erreichen. Auch bei uns war noch vor 60 Jahren unsere Umwelt so einigermaßen sauber. Da gab es noch nicht die zugemüllten Strassen die uns jetzt entsetzen. Die Menschen haben sich verändert, der Egoismus und die Gier sind die treibenden Kräfte.

mit freundlichen Grüßen - Günter 40
 

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