Bester Marker für Nitrostress ?

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Ich würde gerne nitrosativen Stress als Ursache/Mitbeteiligung meiner Erkrankung ausschließen lassen. Gibt es da einen verlässlichen Marker oder eine Kombination aus Markern? Wäre Nytrotyrosin im Blut beim IMD ein aussagekräftiger Marker? Gibt es da Erfahrungswerte oder (besser) Studien?
 
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Hallo Grantler,

...
Labordiagnostik von nitrosativem Stress

Bei der Labordiagnostik von NO- Stress wird Methylmalonsäure als funktioneller Marker eines intrazellulären Vitamin B12 Mangels, Nitrotyrosin als chemisch veränderte Aminosäure bzw. Nitrophenylessigsäure als ihr Abbauprodukt und eine vermehrte Ausscheidung von Citrullin bestimmt. Citrullin fällt vermehrt bei einer verstärkten Stickstoffmonoxidbildung an und wird dementsprechend auch vermehrt mit dem Urin ausgeschieden. Obige Verbindungen korrelieren mit der Peroxinitritbildung und dem Ausmaß von Nitrostress im Körper und können einfach im Urin bestimmt werden.

In der Schulmedizin ist die Diagnostik und Therapie von Nitrosativem Stress nicht anerkannt, weil wissenschaftliche Studien zu dieser physiologischen, naturheilkundlichen Methode noch nicht hinreichend vorliegen.
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Hier findest Du viele Informtionen über Nitrosativen Stress:
Nitrosativer Stress
Nitrosativer Stress, Diagnostik nach Kuklinski
Nitrosativer Stress, Therapiekonzept nach Kuklinski

Grüsse,
Oregano
 

Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Kate

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Hallo Grantler,

willkommen hier. Oregano hat Dir ja schon einiges geschrieben, das ich noch etwas ergänze.

Erstmal vorweg: Studien kann ich Dir dazu nicht nennen. Wir haben hier einen Thread: Oxidativer/nitrosativer Stress in der "Schulmedizin" - in diesem wurde allerdings länger nicht geschrieben. Du könntest bei Bedarf in eine wissenschaftliche Datenbank, z.B. bei pubmed, schauen.

Erfahrungen mit den verschiedenen auch im Wiki genannten Laborwerten gibt es hier einige, siehe: Inhaltsverzeichnis/Threads nach Themen - 4. Diagnostik A-Z

Einiges, das ich in Erinnerung habe:
Citrullin im Urin allein hat wenig Aussagekraft, es sollte mindestens mit Methylmalonsäure und evtl. Nitrophenylessigsäure - alles im Urin - kombiniert werden.

Nitrophenylessigsäure im Urin wird als Marker für die Peroxinitritbelastung angeboten, ebenso wie Nitrotyrosin im EDTA-Blut , oder auch im Blutstropfen über GANZIMMUN/Medivere.

Wir haben hier teils (jedenfalls für uns) widersprüchliche Wertekombinationen Nitrophenylessigsäure/Nitrotyrosin beobachtet. Ich selbst würde Nitrotyrosin bervorzugen, wenn möglich im EDTA-Blut (Blutabnahme nötig), sonst im Blutstropfen/Kapillarblut. Der Marker im EDTA-Blut ist besser etabliert, so dass wohl die Normwerte auf einer breiteren Basis stehen; allerdings ist der Test im Blutstropfen auch schon einige Jahre in Gebrauch. Bei dem Versuch, Blut aus meinen Fingern zu bekommen, habe ich immer ziemlich Schwierigkeiten, da würde ich mich vorher nach Tricks erkundigen (z.B. bei der Medivere-Hotline). GANZIMMUN/Medivere untersucht zusätzlich Tyrosin und errechnet noch das Verhältnis zwischen beiden, siehe dazu ein Thread, den Du unter o.g. Link findest. Das ist hier keine Werbung für ein bestimmtes Labor, für diese Untersuchung (im Blutstropfen) kenne ich nur kein anderes. Grundsätzlich halte ich das imd Berlin auch für ein sehr gutes Labor, sie gehen nach meinem Eindruck sehr wissenschaftlich vor.

Eine Aussage eines im Bereich Neurowissenschaften tätigen Forumsmitglieds mir gegenüber lautete vor einigen Jahren, es gäbe bisher keinen wirklich befriedigenden Marker für Nitrostress, aber Nitrotyrosin im EDTA-Blut sei seiner Ansicht nach der beste.

Ich persönlich würde den funktionionellen B12-Mangel über Methylmalonsäure im Urin immer mituntersuchen. Selbst wenn sonst kein NItrostress festgestellt wird, ist das ja eine wichtige Info, denn B12-Mangel kann viele gesundheitliche Probleme verursachen.

Weiter interessant finde ich das Lactat/Pyruvat-Verhältnis, aber:
Kritisch bezüglich der Präanalytik scheint besonders das Lactat/Pyruvat-Verhältnis (hier vor allem das Pyruvat) zu sein, von daher gehen viele Empfehlungen inzwischen dahin, dies lieber im Labor vor Ort untersuchen zu lassen, eingeschlossen der Blutabnahme vor Ort und einer freundlichen Überprüfung, ob diese korrekt durchgeführt wird :) (siehe dazu ebenfalls das Wiki: Laboruntersuchungen Stress A-Z).
In das im Zitat genannte Wiki könntest Du mal schauen und in

Soweit das, was mir im Moment dazu einfiel. Natürlich nicht "wissenschaftlich", sondern subjektiv und auf meiner Erinnerung und eigenen Erfahrung basierend. Ach ja: die Wikis sind nicht unbedingt immer auf dem neusten Stand, die Pflege ist sehr aufwändig. (Falls Dir dort ein toter Link auffallen sollte, bitte gern melden.)

Gruß
Kate
 
Themenstarter
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25.08.20
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Danke für die Antwort. Ich denke, ich werde Nitrotyrosin beim IMD untersuchen lassen. Ich habe sonst eigentlich sehr gute Erfahrungen mit dem Labor gemacht. Es ist ja auch eine Kostenfrage und nur der Einzelwert ist jetzt nicht so teuer.

Ich könnte mir vorstellen, dass eine Einzelmessung nicht so aussagekräftig ist. Habt ihr da Erfahrungswerte? Oder spiegelt das Nitrotyrosin die Peroxinitritbelastung eines längeren Zeitraums (Tage) wider? Ich weiß das zum Beispiel von Zytokinen, dass die innerhalb eines Tages sehr stark schwanken können und je nach dem wann die Blutentnahme erfolgt, kann man sehr hohe Werte oder auch niedrige bekommen. Ein negativer Einzelwert schließt da eine Erkrankung dann nicht aus.

Ich persönlich würde den funktionionellen B12-Mangel über Methylmalonsäure im Urin immer mituntersuchen.
Ich denke das ist in meinem Fall entbehrlich. Ich habe mir Methylcobalamin und Adenosylcobalamin als Ampullen besorgt und würde die jetzt unabhängig von der Diagnostik auch infundieren. Nur muss ich damit warten, bis ich die Nitrostressdiagnostik durch habe, weil die Werte ja sonst verfälscht werden.

PS: Dass das Thema wissenschaftlich umstritten bzw. noch nicht ausgegoren ist, hatte ich schon vermutet. Allerdings sind auch Erfahrungsschätze von Ärzten oder Patienten (zumindest wenn sie nicht nur auf Einzelanekdoten beruhen) nützlich.
 
Themenstarter
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25.08.20
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Noch eine Frage: Sind Methylcobalamin und Adenosylcobalamin auch als B12-Scavenger geeignet oder funktioniert das nur mit dem Hydroxycobalamin?
 
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10.01.04
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Hallo Grantler,

...
Ideal: Mischung aller natürlichen Formen
Der Körper benötigt gleichermaßen Methyl- und Adenosylcobalamin. Auch das natürliche Hydroxocobalamin spielt eine wichtige Rolle für körperliche Entgiftungsfunktionen und stellt außerdem ein Depot da, dass sich im Blut länger hält als die etwas flüchtigeren Coenzym-Formen.

Als idealer Wirkstoff ist in unseren Augen daher eine Mischung der Coenzym-Formern, oder noch besser aller drei natürlichen Formen anzusehen.
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Grüsse,
Oregano
 
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